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dienste festgesetzt: für Arbeiter. Gehilfen, Gesellen und Lehrlinge in der Landwirtschaft, Forstwirt, schäft, Gartenbau und Weinbau für männliche Per­sonen über 21 Jahre 990 Mk., von 16 bis 21 Jahren 700 Mk., unter 16 Jahren 510 Mk., für weibliche Personen über 21 Jahre 690 Mk., von 16 bis 21 Jahren 510 Mk., unter 16 Jahren 360 Mk. Die Festsetzung gilt auch für Betriebsunternehmer, nicht aber für Betriebsbeamte und Facharbeiter. Die Jahresarbeitsverdienste treten rückwirkend vom 1. 1. 1926 ab in Kraft und gelten für die Berechnung der Leistungen, wenn sich der Unfall nach dem 31. 12. 1925 ereignet hat; sie gelten ins­gesamt für vier Jahre, mithin bis zum 31. 12. 1929, sofern keine zwischenzeitliche Neuregelung erfolgt.

$ Lützellinden, 23. Juni. Der hiesige, im Besitz der Gemeinde befindliche Turn- und Spielplatz erfuhr in diesem Jahre durch Hinzu- nähme anliegender Ackerflächen eine langersehnte bedeutende Vergrößerung. Nach der Graseinsaat auf den neu herangezogenen Grundstücken nahm die Volksschuloberklasse gemeinsam mit dem Turn­verein die gründliche Instandsetzung des Platzes (wie Bäumefällen, Schaffung einer 100-Meter-Lauf- bahn, Anfertigung von Spunglachern ujw.) mit (Eifer vor, so daß unser Ort jetzt einen der schönsten Turnplätze der Umgegend besitzt. Der Bau einer Turnhalle, der sich infolge des rührigen Ver­einslebens in unserem Dorfe immer mehr als Not­wendigkeit erweist, dürste nunmehr wohl auch bald in Angriff genommen werden, nachdem hinsichtlich der Platzfrage keine Schwierigkeiten mehr bestehen. Für die Lichtleitung nach dem Spielplatz sind von der Gemeinde bereits Mittel bewilligt worden, die Aufrichtung der Leitungsmasten erfolgt gegenwärtig durch Mitglieder des Turnvereins, da dieser beab­sichtigt, bei gutem Wetter die Uebungsabende bei elektrischer Beleuchtung auf dem Platze abzuhalten.

Z Aus dem Kteebachtal, 23. Juni. Infolge der fenchtwarmen Witterung der letzten Tage heben sich die Kartoffeln in vortreff­licher Weise entwickelt. Leider hat damit auch das Hnkraut auf den Kartoffeläckern gleichen Schritt gehalten, so daß auf feuchten Aeckern das Ankraut die Kartoffelstöcke zu überwuchern droht. Die La'rdleute sind eben eifrig mit dein Säubern der Kartoffeln beschäftigt, um hierauf mit allen Kräften die H eu ernte zu beginnen.

XX Hohensolms, 23. Juni. Dem Bemühen des Bezirksschornfteinfegers Friesenhahn haben wir es zu danken, daß in diesiger Gemeinde eine freiwillige Feuerwehr zustande gekommen ist. Diese zählt vorerst 30 Mitglieder; Friesen- hahn wurde zum 1. Kommandanten der jungen Wehr ernannt.

Lberlahnkreis.

O Löhnberg (Lah n), 23. Juni. Zum ersten­mal nach dem Kriege hielt am Sonntag der Kreis- Kriegerverband Oberlahn wieder ein Kceis-Kriegerverbandsfest. Als Festort war W e i n b a ch gewählt, weil der dortige Krieger­und Militärverein gleichzeitig sein 50jähriges Jubi­läum festlich beging. Bei herrlichem Sommer­wetter hotten sich 37 Kriegervereine des Oberlahnkreises mit recht starker Beteiligung eingefunden. Nachdem Seine Exzellenz General der Infanterie Albrecht unter den fi'längen des Prä- sentiermarsches die lange Front der Vereine ab­geschritten hatte, fand ein Parademarsch vor dem General statt. Anschließend bewegte sich der lange F e st z u g durch das mit Fahnen und Blumen reich geschmückte Weinbach. Nach der Ankunft auf dem Festplatz eröffnete der Weinbacher Männer- gesangverein unter der Leitung von Lehrer S ch a u ß die Feier mit einem stimmungsvoll vor- getrogenen Chor. Pfarrer H i l d hielt die Festrede. Ausgehend von der Bedeutung des Tages, widmete er den gefallenen Helden ein herzliches Gedenken, gab dann einen kurzen geschichtlichen Ueberblick . über das Werden, Wachsen und Wirken des Wein­bacher Kriegervereins und forderte zum Schluß weitere zielbewußte und ernsthafte Arbeit zum Segen unseres Vaterlandes. Das mit Begeisterung » gelungene Deutschlandlied schloß sich an die Festrede an. Bei dem Gedenken an die Gefallenen, das durch das gemeinsam gesungene Lied:Ich hott' einen Kameraden" recht eindrucksvoll gestaltet wurde, feuerte die Gewehrgruppe des Vereins drei Ehren- ialven ab. Der Vorsitzende des Kreis-Kriegerver- bandes, Major a. D. Kleiner, überbrachte die Grüße des Kreisoerbandes und des Preußischen Landes-Kriegerverbandes. In kernigen Worten ent­wickelte er Zweck und Aufgaben der Kriegeroereins- beftrebunaen. Als Anerkennung für erfolgreiches Wicken überreichte er dem festgebenden Verein die Fahnenmedaille, außerdem konnte er drei verdien­ten Kameraden das Ehrenkreuz 2. Klaffe verleihen. Die Frauen und Jungfrauen Weinbachs stifteten dem Verein eine Fahnenschleife. Anschließend daran ergriff Exz. Albrecht das Wort. Tief ergriffen dankte er für den ihm gewordenen herzlichen Emp­fang, in dem altbewährte Anhänglichkeit des Sol­daten an seine Führer wieder einmal deutlich zum Ausdruck kam. Mit der Ermahnung, auch künftig­hin von jedem einzelnen alles daranzusetzen, daß unserem schwer bedrückten Volk und Vaterland wieder bessere Zeiten erstehen und mit einem Hoch auf die Kriegeroereine schloß er seine eindrucksvolle Rede. Ein von dem Weinbacher Frauen­chor wirkungsvoll zu Gehör gebrachtes Lied schloß die eigentliche Feier.

& Runkel (Lah n), 23. Juni. Der hiesige MännergesangvereinLiederkranz" beteiligte sich an dem vom Nassauischen Sängerbund veranstalteten Gesangswettstreit in Ems. Der Verein errang unter großer Konkurrenz in der 3. Stadtklafse den 1. Klassenpreis. Dabei ist besonders heroorzuheben, daß der Verein erst seit einigen Wochen unter der Leitung eines neuen Chormeisters steht, der sich mit diesem glänzenden Ergebnis vortrefflich eingeführt hat.

Kreis Marburg.

]f Marburg, 23. Juni. Am nächsten Sonn­tag findet hier seitens des Gaurs Hlb des 2lll° gemeinen deutschen Automobilklubs das 3. Mar- ourger Dergrennen statt. Es liegen eine große Anzahl Meldungen vor. Am Tage vorher veranstaltet der V. C.. der Verband der Turnerschaften auf deutschen Hoch­schulen, hier einen Oberhessischen Tur- nerschaftentag.

Maingau.

WSA. Frankfurt a. M, 23. Juni. Der Haupt- und Wirtschaftspolitischr Ausschuß der Stadtverordnetenversammlung ha­ben nach eingehender Aussprache beschlossen, die vom Magistrat für die FrankfurterHerbst- messe angeforderten 250 000 Mark Zuschuß zu bewilligen. Der Hauptausschuß stimmte der Gewährung eines mit 8 Prozent verzinslichen, sowie mit jährlich 4 Prozent zu tilgenden Dar­lehens von 260 000 Mark an die Stadion- g e s e l l s ch a f t zu. Der Betrag soll dazu dienen,

auf dem Stadiongelände eine Spvrthal le zu errichten, um die Durchführung der sport­lichen Hebungen auch im Winter zu gewährleisten Der Geschäftsführer der Ar­beiterherberge G. m. b. H., Pauc Lang­gemach, wurde geftern auf Veranlassung der Staatsanwaltschaft, bei der er sich am Montag- vormittag freiwillig gestellt hatte, in Haft ge­nommen. Heute nachmittag wurde er dem Unter­suchungsrichter vorgeführt. Wie ein hiesiges Blatt meldet, soll Stadtrat Lang gemach bei seinen Rennwetten noch einen Teilhaber gehabt haben, um den sich die Staatsanwaltschaft ebenfalls bemühe, weil er an den Veruntreu­ungen Langgemachs anscheinend mit Schuld habe. Der stille Teilhaber soll die Rennwetten be­sorgt, aber niemals etwas gewonnen haben. Die neue Verhandlung gegen die seinerzeit wegen Erschießung des Chirurgen Dr. Seitz zum Tode verurteilte Krankenschwester Flessa wird in der am 2. August beginnenden Sondersession des Schwurgerichts stattfinden. Der schwere Strahenbahnunfall an der Hauptwache, bei dem ein junges 23jähriges Mädchen ums Leben gekommen ist, hat jetzt seine Aufklärung gesunden. Es handelt sich um die 23jährige Anna Eva Seit aus Königshofen. Das junge Mädchen, das in Homburg v. d. Höhe als Stühe tätig war, ist am Samstag von Hom­burg über Frankfurt nach Aschaffenburg zu ihren Eltern zu Besuch gefahren und am Montag auf der Rückkehr nach ihrer Dienststelle auf die be­kannte tragische Weise ums Leben gekommen. Heute nacht wurde in der Dockenheimer Land­straße ein Pers onenauto gestohlen. Einige Stunden später fand man den Wagen führer- und herrenlos in einer anderen Straße. Auf der Zeil wurde ein Auto entwendet, das später auf der Straße herrenlos gesunden wurde.

Turnen, Sport und Spiel.

Süddeutsche Tourenfahrt 1826.

Mannheim, 22. Juni. (WTV.) Aach einem Ruhetag erfolgte Dienstag früh 4 Hhr in Frau l- f u r t a. M. der Start zur Süddeutschen Tourenfahrt, deren erste Etappe die Teil­nehmer über Bad-RauheimG i e ß e nAls­feld Fulda Gersfeld Bad Kissingen Bad Brückenau Lohr Aschaffenburg Groß-Gerau nach Mannheim führte. Es starteten 36 Wagen und 15 Motorräder, von denen Frhr. von Menzel, Mosau, wegen Motordefekts ausschei- den mußte. Die Fahrt ging bei vorzüglicheni Wetter und im allgemeinen guten Straßenver- hältnissen vonstatten, so daß der erste Teilnehmer bereits gegen 3 Hfjr in Mannheim eintraf. Schwerere Unfälle ereigneten sic^, abgesehen von einigen Stürzen bei den Motorradfahrern, nicht.

Mannheim, 23. Juni. (WTB.) Die zweite Tagesetappe der Süddeutschen Tourenfahrt hatte am Mittwoch als Ausgangs- und Endpunkt Mann­heim. Die Strecke führte über WieslochSins­heim Heilbronn AeckarsulmTauberbischoss- HeimWertheimMiltenbergAmorbachEber­bachAeckarsteinnachWeinheimHeppenheim WormsKaiserslauternReustadt an der Hardt Ludwigshafen nach Mannheim. Dem Starter stellten sich um 4 Hhr früh 34 Wagen und 10 Räder.

Die deutsche Sumemege auf dem amerikanischen Bundesfest.

Heber das amerikanische Dulidesturnfest in Louisville, über das wir bereits mehrere kurze Aachrichten brachten, erfahren wir folgende (Sin- zelheiten:

Zu dem Fest waren Zehittausende von amerikanischen Turnern herbeigeeilt. In der Waffenhalle, die riesige Ausmaße hat, veran­staltete die deutsche Riege ein Schauturnen, dem nicht weniger als 30 000 Zuschauer beiwohnten. Die Darbietungen der Deutschen sanden tosenden Beifall. Der Präsident des amerikanischen Tur- nerbundes, Georg Seibel, sagte in seiner Dank- und Begrüßungsrede, daß der Besuch der deutschen Amerikariege erst das eigentliche Ende des Krieges bedeute. Direktor Dr. Ber­ger. der Vorsitzende der Deutschen Turnerschaft, dankte herzlich für die freundliche Aufnahme, die der Riege Überall zuteil geworden sei. Seine Wunsche galten der weiteren Festigung der langjährigen Beziehungen zwischen den deutschen und den amerikanischen Turnern. Am folgenden Tag nahmen sieben der deutschen Turner am Wetturnen teil. Kirchgatter (Berlin) und Huck (Hamburg), die beide besonders aussichts­reich waren, muhten infolge leichterer Verlet­zungen dem Kampfe fernbleiben. Dafür gelang es Pfeiffer (Frankfurt a. M.) im Gerätesechs­kampf Dritter zu werden. Kaufmann (Aetsch- kau) wurde Vierter, Weingärtner (Pirma­sens) Fünfter, Sachs (Forst) Sechster, Wölf- Unger (Fürstenhausen a. d. Saar) Siebenter, A o r d (Göttingen) Achter und Sinnwell (Cuxhaven) Zehnter. Auch im Achtkampf waren die Erfolge gute. Hier wurde Wölflinger Dritter, Aord Fünfter, Weingärtner Sie­benter, Sachs Zehnter, Sinnwell Elfter, Kaufmann Dreizehnter u. Pfeifer Fünf­zehnter.

Die Erfolge sind also recht gute, wenn man in Betracht zieht, daß die Turner Tage hindurch auf der Dahn gelegen und in verschiedenen Städten der Vereinigten Staaten anstrengende Schauturnen gegeben haben.

Große Strafkammer Gießen.

* Gießen, 22. Juni. Sn mehrstündiger Sitzung wurde heute in der Berufungsinstanz die Strafsache gegen den vorbestraften Arbeiter Johann M. von hier nochmals verhandelt, der wegen einer Reihe vollendeter und versuchter Einbruchsdieb st ähle von dem hiesigen Schöffengericht zu einer Gesamt­strafe von 5 Jahren 4 Monaten Zuchthaus und Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 5 Jahren verurteilt worden war, worüber wir seinerzeit ausführlich berichtet haben. Es handelt sich um die Einbruchsdiebstähle, die im Sommer v. 3. in großer Zahl in unserer Stadt ausgeführt worden sind, wobei fast jeder Stadt­teil heimgesucht wurde. Auch heute kam das Gericht nach sehr eingehender Beweisaufnahme im wesentlichen zu demselben Ergebnis wie die Vorinstanz; es hielt M. sämtlicher Einbruchs­diebstähle, bezüglich bereit das Schöffengericht auf Strafe erkannt hatte, mit Ausnahme eines Falles für überführt und verurteilte ihn unter De- ftätigung des erstinstanzlichen Hrteils im übrigen öu einer Gesamtstrase von 5 3ahren ein Monat Zuchthaus. Auch die Aber­

kennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf 5 Jahre wurde ebenfalls aufrechterhalten.

Ebenfalls keinen Erfolg erzielte mit seiner Berufung ein erheblich vorbestrafter Ge­legenheitsarbeiter. Ohne im Besitz nennenswerter Geldmittel zu sein, logierte er sich mit einer Frauensperson, die er zufällig kennen gelernt hatte, in Bad-Aauheim in einem erstklassi­gen Hotel ein und verschwand dann nach einigen Tagen heimlich von dort unter Zurücklassung einer beträchtlichen Schuld. Die Berufung wurde verworfen und das erstinstanzliche Hrteil, lautend auf ein 3ahr Zuchthaus und 50 Mk. Geldstrafe, wurde bestätigt.

Wirtschaft.

Törlentnrfe.

Berlin

Kurs

Kur»

Datum:

23. 6 | 2-1 6-

0,400

0.4037

0,404

95,5

51,12

136'

100

103

41

85,25

148,75

13,05

51,75

146,2'

143,1'

130'

125,4-

147'

143,5'

116.2'

152'

141'

133'

134

231'

88,75

0,37 0.47

146,7'

145,2

146

59,5

98.9'

128'

120

75,5

63,5

122'

134'

136.4'

146

71,75

77

167'

117'

151,2' 142'

233'

87,5

56,5

102,5

145

130,7' 121'

95,4

118.5' 171'

78

73

22

117,7'

170.2'

78,75

72,5

230,2'

86

118,2'

75,62

61,25*

121.5' 132'

136'

144.2* 151'

39,75 58*

100'

130,2'

123,75

1133,5'

124'

40

57

100'

131'

124

73

148,5'

144,7'

47,5

100

72

173.5*

76

70

109,75

7,2

134.7*

115.75

109,5

7,3

35 132

86

80

3.1 147

61,5

72

13 I

51,9 I

117,5*

75 61'

124* 131,9*

133' 140'

149 39.75 58.5' 98,13'

128' 120,2*

0.395 0,3725

0,375

0,45

0,235

0.3825 0.32 0,38 0,36

117'

152

141.7'

84,25

135,75

117

109,75

7,2

229.5'

89

55,5

104,5

145

134'

147

64.5

71

|167,5* I116,5*

151,5*

141,6'

135-

5°/o Deutsche Reicheanleihe - 4% Deutsche Reichsanleihe . 3'/,°/o Deutsche ReichScmlethe 3% Deutsche Reichsanleibe . Deutsche Sparprämienanleihe 4% Preußische Koniols . . . 4% Hessen S'/?/o Hessen 3% Hessen Deutsche Wertb. Dollar-Aul. bfo. Doll.-Schatz-An weiiug.*) 4% Zolltürken 5% Goldmerikaner ... .

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- and Privat-Bank Darmst. und Nationalbank Deutsche Bank Deutsche Dereinsbank .... Disconto Commandit . . Metallbank..........

Mitteldeutsche Creditbank.

Desierrcichische Kreditanstalt Weltbank ........

Bochumer Guß . ...... Buderus ..........

Caro ..........

Deutsch-Luxemburg .....

Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau . . ... Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte ........ Oberbedarf. ......... Phönix Bergbau ...... Rneinitabl ......... Ricbecl Montan........ Tellus Bergbau. .....

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd ... Cherannsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann .....

Anglo-Cont-Guano.....

Chemische Mäher Alapin . . 9- G. Farbenindustrie, A.-G. Goldschmidt.........

Holzverkohlung........

Rütgerswerke Scheideanstalt ........

Mg- Elektrtzttätö-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke .......

Cck udert . .......

Siemens & Halske . . . . . , Adlerwerke Kiener ..... Daimler Motoren. ..... Hehligenstaed' ........ Meguin............

Motorenwerke Mannheim . Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . . Metollgesell'chaft Frankfurt. Del. Union A.-G Schub,adrik Her, ...... Sichel ........... Zellstoff Waldhof .

-Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Schluh-! Anfang Kur« I Kuri

23 6 | 24. 6.

Frankfurt a.M. Schlug- t-Uhr.

118,9' 172'

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

23 Juni.

24 Juni..

Ärmliche Noti rung

Amtliche Notierung

Meld

Brier

. Geld

Bries

Amst.-Rou

168,48

168.90

168,51

168.93

Bucn.-Aires

1,621

1,623

1,688

1,692

Brss.-Antw

11,96

12,00

12,08

12,12

Christiania. Kopenhagen

92,73

92,97

92,48

92,72

111,31

111,59

111,26

111,54

Stockholm .

112,59

112,87

112,56

112,84

HelfingforS

10.555

10,595

10,55

10,59

Italien .

15,17

15,21

15,25

15,29

London.

20,413

20,465

20,413

20.465

Neuyork .

4,195

4,205

4,195

4.205

Paris. . .

11.24

11.98

12,06

12,10

Schwei« .

81,205

81,405

81,205

81.405

Spanien

68.01

68,19

68.11

68.29

Japan . . . 'Kio de Jan Wien in D--

1,966

1,970

1,966

1,970

0.674

0,684

0.666

0.668

SDeft- abgest

59,35

59,49

59,36

59,50

Prag ....

12,42

12.47

12,418

12,458

Belzrad . .

7,435

7.455

7,43

7,45

Budaprss. . Bulaanen

6,87

5,89

6.87

5,89

3,025

3,035

3,022

3,032

Lissabon

21,375

21,425

21.375

21.425

Danzig. .

80,99

xi,19

81,03

81,23

Konstanttn.

2,29

2,31

2,23

2,24

Athen

5,24

5,25

5,29

5,31

Kanada. . Cruguay

4,20

4.21

4,20

4,21

4.225

4.235

4.225

4.235

Banknoten.

Berlin, 23 Juni

Geld

Briet

Amerikanische Note».....

4,184

4,204

Belgische Noren ......

11,99

12,05

Dänische Nokeu .......

111,02

111,58

Englische Noten........

20,389

20,489

Französische Noten ......

12,22

12,28

Holländische Note« ......

168,18

169,02

Italienische Noten......

16,16

1624

Norwegische Noten......

92,62

93,08

Deutsch-Oesterr., ä ioo Kronen

59,50

69,80

Rumänische Noten......

1,81

1,85

Schwedische Noten ......

112i27

112,83

Schweizer Noten .......

81,30

81,70

Spanische Noten..... .

67 88

Tschechoslowakische Noten ..

12,435

12,495

Ungarische Noten . . ...

5.83

5.87

* Oel-Bohrungen der Z. G. Far- b e n i n i> u ft r i e A. G. 3n der Südpfa^ bei Schaidt, im sogenannten Bienwald, wird zurzeit nach Biturninen und Erdöl gebohrt. 'Die F. Z." glaubt Grund zu der Annahme zu haben, daß die Arbeiten auf Rechnung der Anilingruppe er­folgen. Diese Gruppe hat sich vom bayerischen Staat, der offenbar über das Terrain verfügen kann, eine Art Konzession für die Oelausschlie- ßung über eine sehr große Anzahl von Hektar erteilen lassen. Vor etwa vier Monaten wurde eine Bohrung angesetzt, die heute bei über 500 Meter stehen soll. Es tverden noch weitere Bohr­türme errichtet werden. Aus Oel scheint man bis zum Cnioment noch nicht gestoßen zu sein, wohl aber auf Gase. Ein Gasaustritt hat auch einmal eine Bohranlage vernichtet. Einstweilen sind die Arbeiten wohl nur als Ausschlußbohrungen zu betrachten. Sie wurden unternommen gemäß einem geologischen Gutachten des Heidelberger Professors Salomon. Wenn die 3. ©. Farben­industrie in jenem pfälzischen Gebiet nach Oel forscht, so muß das als eine Ergänzung zu dem Vertriebsapparat der Riebeck-Oelhandelsgesell- schäft, der heuttgen Deutschen Gasolin A. G., be­trachtet werden. Diese hat bekanntlich eine um­fassende Oelproduktion nicht, wohl aber einen

j Rohölbezugvertrag mit der Hannover scheit Ge­werkschaft Clverath. Sowohl für die Ausfüllung des Oelproduftenverkaufs-Organismus der Rie- beck-Gruppe, wie zur technischen Verarbeitung natürlicher Oele in den Laboratorien und Fa­briken der 3. G. Farbenindustrie würde man an­scheinend deutsche Oelproduktion 50 Kilometer von Ludwigshafen sehr begrüßen.

* Eine neue katholische Wohlfahrts­anleihe. Für die katholische Wohlfahrtseinrich­tung für Deutschland ist zwischen dem deutschen Karitasverband, der katholischen Schulorganisation und dem Reichsoerband der katholischen Gesellen­häuser, Lehrlings- und Ledigenheime und den Bankfirmen A. Jselin & Co. und Howe, Snow and Bertels Jnc. Neuyork sowie der Firma Gebr. Teixeira de Mattos in Amsterdam eine 7proz. 20jährige Anleihe von Dollar 3 Mill, abgeschlossen worden. Die Anleihe wird in diesen Tagen in Neu­york und Amsterdam zur Zeichnung aufgelegt werden.

frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers" ) S r ani f ur t, 24. Juni. Tendenz: Schwäche*-.

Die Börse war auch heute durch große H n- ficherheit gekennzeichnet, di» jjem Verkehr einen lustlosen Charakter gab. Als ver­stimmendes Moment ist die unklare P o l i - tische Lage zu bezeichnen, wodurch besonders die Spekulatton von einer intensiven Beteiligung am Börsengeschäft zurückgehalten wurde. Rach unentschiedener Eröffnung, die ihren Hauptgrund in weiteren Glattstellungen zum Ultimo hatte, wurde die Stimmung allgemein schwächer, da i n - ländische Abgaben einen starken Druck ver­ursachten. Die variablen Werte wiesen im allgemeinen Kursverluste von 2 bis 3 Prozent auf. 3m Gegensatz zu gestern bildete heute au Stelle des Schiffahrtsmarktes der Elektro­markt eine Ausnahme. Elektroaktien blieben scharf begehrt und hatten neue Steigerung" gen von 2 und mehr Prozent zu verzeichnen. Ferner blieben Oelaktien gesucht, besonders Rütgerswerke waren stark befestigt. Am Mon­tanmarkt hatten die einzelnen Werte Kurs- einbußen von 2 bis 3 Proz. aufzuweisen. Don Chemiewerken waren I. G.-Farben im Freiverkehr bis auf 228 Proz. zurückgegangen, dann aber auf die Aachricht von den Preisftm- bentionen mit der schweizerischen chemischen 3n- dustrie, die man bereits als abgeschlossen be­trachtet, wieder in den Vordergrund gerückt und um mehrere Prozent befestigt, um dann fbätet aber erneut eine schwächere Haltung anzunehmen Elektroaktien muhten sich im Verlaufe eben- falls Kursabstmche von einigen Prozenten ge­fallen lassen. Bankaktien bröckelten weiter ab. Sch iff ahrtswerte gaben 1 Vis 2 Proz. nach. Stark gedrückt waren ferner Motoren­werke. Kleher minus 2, Daimler minus 3 Proz. Zellstoff-, Bau- und Zuckeraktien gingen um 0,5 Prozent zurück. Deutsche An­leihen lagen unverändert still und lustlos. Am Markt der ausländischen Renten setzte sich bei gesteigerten Hmsäyen die Befesti­gung für Goldrumänen fort. 3m greinet-- kehr war die Tendenz behauptet. Becker Stahl 29, Benz 69, Growag 61, Krügershall 107, Hfa 39, Hfra 84 Prozent. Der weitere Verlauf brachte keine Aenderung der allgemein schwächeren Hal­tung. Bei kleinen Hmsähen konnten sich die Kurse zumeist behaupten. Der Geldmarkt steht bereits im Zeichen des heranrückenden Hltirnos. Die Zinssätze beginnen etwas anzu­ziehen. Tagesgeld 4 Prozent. Monatsgeld schwankte zwischen 5,25 und 6,75 Prozent je Adresse. Privatdiskonten 4,37 Prozent. 3n- dustrieakzepte 5 Prozent. 3m Devisenver­kehr hat das Zustandekommen des französischen Kabinettes eine leichte Befestigung der westlichen Frankenvaluten bewirkt. Paris notierte gegen London. 170,, ebenso Drüs.el. Dagegen war Mailan d mit 139,50 gegen London stark abgeschwächt. Das englische Pfund lag gegen Kabel mit 4,8665 befestigt. Die Reichs­mark ist unverändert fest.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers" ä Berlin, 24.3uni. Die Börse eröffnete heute inuneinheitlicherHaltung. Einige wenige Spezialwerte verkehrten recht lebhaft, doch lagen sonsttge Werte, die in den letzten Tagen bevorzugt gekauft wurden, nachgebend. Spreng- stoff-Äktten verkehrten ruhig und leicht abge­schwächt. Am Geldmarkt war Tagesgeld un­verändert. Die Berufung Caillaux zum Fi- nanzminifter Frankreichs wird günstig beurteilt. Paris konnte sich demgemäß gegen London leicht befestigen aus 170,50 bis 171. Brüssel-London 170. Mailand gegen London fast unverändert.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a.M., 24.3unL Cs wurden notiert: Wetterauer Weizen 31,50, Roggen (in­ländischer) 22 bis 22,50, Sommergerste für Brau- Swecke 22 bis 24, Hafer (inländischer) 21 bis 23, Mais (gelb) 17,50, Weizenmehl (inländisches, Spezial 0) 42,50 bis 43, Roggenmehl 30,50 bis 31, Weizenkleie 9, Roggenkleie 11. Tendenz ruhig.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht des .Gietzener Anzet^ers".) Frankfurt, 24. 3unt Auftrieb: 2 Ochsen,

1 Kuh, 1008 Kälber, 177 Schafe, 247 Schweine. Feinste Mastkälber 65 bis 69, mittlere Mast- und beste Saugkälber 56 bis 64, geringere Mast- und gute Saugkälber 47 bis 55, geringe Saug­kälber 40 bis 46. Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 36 bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 30 bis 35. Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilo 76 bis 79, vollfleischige unter 80 Kilo 70 bis 75, vollfleischige von 100 bis 120 Kilo 76 bis 78, vollfleischige von 120 bis 150 Kilo 75 bis 78, unreine Sauen und ge­schnittene Eber 60 bis 70. Marktverlauf: Schweine und Kleinvieh bei schleppendem Handel ausver­kauft. Beste Mastkälber über Rotiz gehandelt.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus der .Radio-Umschau".)

Freitag, 25. 3uni:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uht: Hausfrauennachmittag mit Vortrag von Rektor Merkel überDie Pilze als Nahrungs­mittel". 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 7.45 bis 8.15 Uhr:Die Jugend und ihr Beruf", Vor­trag von Ministerialrat Schindler. 8.15 Uhr:Der |ühe Kavalier", Operette in drei Akten von Leo

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