Ausgabe 
23.1.1926
 
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Oslo.

Bon Dr. Heinrich S t a d e l m a n n.

AlL im Jahre 1914europäische Kultur in blinder Wut die Waffen gegen sich selbst richtete" ja sogar die Welt der Wissenschaft von fanati- sirrender, zerstörender. Haß ausstrcuender Massensuggestion ergriffen war. tonnte der neu­tral sich verhallende Bordländer nur auf die Zeit warten, wo die Menschen der Einsicht wieder Zugänglich wären: er sah das grausige Drama, dem die besten menschlichen Werte Zum Opfer fielen, und konnte nicht verhindern, was geschah. Der Kulturelle hatte keine Möglichkeit einzu- greifen: allein Gelegenheit bot sich ihm genug, auf Menschheitswerte sich zu besinnen: dir wollte er den sich selbst geistig 'Vernichtenden in Er­innerung bringen, wenn alleüber die Mensch­heit losgelassenen alogischen und unethischen Ele­mente", die menschlichen Unwerte, verschwunden wären. Somit ergab sich für den Nordländer eine Zeit der Vorbereitung.

Besonders Norwegen war während der Kriegszeit in dieser Art auf Erneuerungsarbeit bedacht. Das hat besonderen Grund. Schon lange vor dem Krieg war der Norweger daran, die Eigenwerte seines Volkes, wie sie sich durch dessen unbeeinflußte Kultur aussprechen, also Werte individuell menschlicher 'Art aufzu­spüren, sie zu sammeln und zu pflegen. So mühte er sich bereits seit Jahrzehnten um eine all­gemeine in seinem Land giltige norwegische Schriftsprache. Sprachforscher gingen zu den ländlichen Gebirgs- und Talbewohnern. mit deren Dialekten sich zu befassen, die eine Grundlage für eine gemeinsame norwegische Sprache er­geben sollte. Viel Aufmerksamkeit widmete man dem Ausbau des norwegischen Volks- museums aus der Halbinsel Dhgdö in der Nähe von Oslo. Einige Häuser und Museums­gebäude enthalten eine Menge Gegenstände aus der Zeit des alten Norwegens: sehr zahlreiche Dauernhäuser aus den verschiedenen Gegenden und aus verschiedenen Jahrhunderten, zurück­reichend bis vor das Iahr 1300, sind 'n den Anlagen aufgebaut. Alter Volksfleiß und altes Volksempfinden, ausgedrückt durch norwegisches Handwerk und Kunstgewerbe, steigen heute in der Heimat int Wert?

Wenn Norwegen den alten Namen Oslo für seine Hauptstadt kürzlich zurücksorderte. so ist das als ein Zeichen norwegischen Willens überhaupt aufzufassen. Norwegen sehnt sich zu­rück nach den Wurzeln seiner Kraft. Stark und tatenlustig, eng verbunden mit seiner Heimat, deren Charakter die Bewohner tragen, baut der Norweger sein eigenes menschliches Empfinden organisch aus. Geradezu ein Beispiel gibt Nor­wegen den Völkern Europas durch seine Achtung vor heimischen Kulturschaffenden.

Wer als Fremder die Grabstätten Djörnsons und Ibsens in Oslo gesehen hat, den wird das aus diesen Nuhestätten sprechende innige geistige Verbundensein des ganzen Landes mit seinen Großen liefst ergreifen.

Eine Ibsen-Aufführung im National-Theater zu Oslo unter Leitung seines Theaterchefs Half- dan Ähristensen verdeutlicht die zielvolle - Hingabe des Norwegers an landsmätmischen Geist.

Können wir heute begreifen, daß eine Stadt einem Künstler ein großes Atelierhaus schenkt, damit der Schafsende sein Werk ungestört vollen­den kann: und ihm einen Platz von 275 Meter Länge und 60 Meter Breite zur Verfügung stellt, um sein Werk dort aufzubauen? Oslo hat dem ' heimischen Bildhauer Gustav Vigeland Atelier und Grundstück geschenkt, wo das gewaltige Kunst­werk, ein Brunnen, werden und leben soll. Sinn­bild des Lebens, dieseFontene". Sechs nackte Riesen tragen den großen, mächtigen Wasser­behälter, um den herum in Ausbiegungen zwanzig Baumgruppen in freistehender Bronze- Plastik sich gruppieren. In dem Geäste und unter den Kronen dieser Bäume wickelt sich der Lauf des Menschenlebens ab. durch nackte Fi­guren dargestellt: Unschuldvolle Unbefangen^it und reine Linerfahrenheit: spielende Naivität: träumerische Erwartung geheimnisvoller Zukunft: Ausgelassenheit und Freude: Reife: Enttäu­schung: Entsagenmüs'en: Kreislauf des Menschen­lebens aus der Erde. In gewaltigen Ausmaßen ergeht sich Digelands Geist.

Gerade infolge seiner starken Betonung eigener Kultur kann der Norweger auch jede andere Dolkskultur schätzen. Denn er erblickt aus jeder einzelnen die Kultur überhaupt, das einzige alle Menschen zur Menschheit schließende Band. Don Norwegen wurde der Gedanke ver­kündet, daßdie Menschheit eine Einheit in weit tieferem Sinne ausmacht, als man sich im Iahr- hundert der Nationalitätsidee gedacht hat". Der derzeitige Rektor der Universität in Oslo, Fredil Stang, hat diesen Satz gesprochen. Einerseits sucht das geistige Norwegen durch Aufdeckung und Pflege heimischer Kultur diese gegenüber anderen Kulturen abzugrenzen, an­dererseits erfahren wir, daß es durch Blohlegen innerer Zusammenhänge der verschiedenen Kul­turen über engende Grenzen zwischen den Natio­nen hinausstrebt unddie gesamte Menschheit im Zusammenhang zu sehen" versucht. Das eine bedingt das andere. Was beide gemeinsam haben, ist die Achtung vor der Kultur.

Als der Krieg vorüber war, konnte das geistige Oslo f*i*;e Vorbereitungsarbeit ver­künden. Während der Kriegszeit, unter dem Eindruck der Erniedrigung der Menschen, wurde in Oslodas Institut für vergleichende Kulturforschung" gegründet.

Das Institut für vergleichende Kultur­forschung in Oslo strebt darnach,von dem einzelnen zum allgemeinen, von den einzelnen Völkern zur gesamten Menschheit" vorzudringen: nicht, wie im Zeitalter der Aufklärung mit Hilfs­mitteln einer spekulativen Metaphysik, sondern durch reales, methodisch zu behandelndes Gr- kenntnismaterial.

Der hohe Norden wird ausgesucht, wo ver­schiedene um das Polarmeer ansässige Volks­stämme unter gleichen Naturverhältnissen ein ge­meinsames Kulturgepräge angenommen haben. Dies als erste größere Arbeit des Instituts. Schon auch sind junge Forscher unterwegs, in Kaukasien, wo sich allerlei aus der Heinlat vertriebene Völker versteckt niederliehen, nach alten Kulturresten, besonders sprachlicher Art, zu suchen. Viel anderes ist noch geplant. Ver­gleichende Aechtsforschung wird die jeweiligen Anschauungen über das Verhältnis des Menschen zur Umwelt bloßlegen: desgleichen eine ver­gleichende Aeligionsforschung Archäologie, Eth­nologie. Folklore, Sozivbrgie. Das Forschungs­gebiet ist ungeheuer weit und tief.

Fredrik Stang hat 1917 in Oslo die Ge­danken über das Institut für vergleichende Kultursorschung auf der Versammlung der Inter­parlamentarischen Union, die aus Repräsentanten der Parlamente der drei standinavischen Länder bestand, entwickelt: kurz darauf war das mensch- heitlich bedeutungsvolle Unternehmen sicher- gestellt.

Norwegen selbst gab aus der Staatstasse drei Millionen Kronen zur Errichtung des Staatlichen Forschungsfonds von 1919"; die Ge­meinde Oslo gab noch eine Million als Grund­fonds für das Institut. Der norwegische Staat tat noch ein übriges, er bestimmte eine Viertel­million vom Ueberschuß der Geldlotterie zur Ver­fügung des Forscherfonds.

Stehen auch die Nationalversammlungen der drei Länder, repräsentiert durch die parlamen­tarische Union, hinter dem Ruf an die anderen Kulturvölker zur Mitarbeit: und hat das In­stitut einen gemeinschaftlichen nordischen Hinter­grund: ist es seiner Organisation und ganzen Leitung nach sogar ausschließlich norwegisch, so besteht doch der Wunsch, in streng internationaler und wissenschaftlicher Unparteilichkeit Forscher aus allen Säubern zu gemeinschaftlicher Arbeit zu sammeln. Neben inländischen Gelehrten hiel­ten im Institut bereits Gelehrte ans Kopenhagen. Paris. Helsingsors, Oxford. Chicago. Berlin und Leipzig Vorlesungen und Hebungen ab.

So sehen wir Norwegen mit seinem Haupt Oslo an der Spitze einer neuen kulturellen Be­wegung. Norwegen, das unter allen europäischen Ländern das dazu berufene ist. Denn kein an­deres Volk lebt so nah den Wurzeln seiner Kraft als das norwegische. Hat es auch im Laufe von Iahrhunderten durch weltliche und geistliche Elemente schwere Heimsuchungen sich ge­fallen lassen müssen, so hat es doch den Zu­sammenhang seiner eigenen menschlichen Ge­schichte sich bewahrt. An alten Sitten und Ge­bräuchen, Sinnesart und Überlieferung hält der Norweger heute noch fest. Vergangenheit ist des Norwegers Neuland, worauf er Aufbau gründet.

Im Einklang mit sich selbst erhofft der Nor­weger eine ungestörte Friedensarbeit: zum Zu­sammengehen in Kulturarbeit ruft er Europas Völker auf.

Industrie- und Handelskammer Gießen.

lieber die erste Iahressitzung der Industrie- und Handelskammer Gießen wird uns berichtet:

Die 25jährige Zugehörigkeit des Herrn Carl Röhr zur Industrie- und Handelskammer gibt dem Vorsitzenden, Herrn Kommerzienrat Schirmer, willkommenen Anlaß, dem in diesen 25 Jahren treu bewährten Vertreter und Verfechter der Interessen des Einzelhandels den wärmsten Dank für die der Kammer geleisteten Dienste auszufprechen und zu­gleich dem Wunsche Ausdruck zu verleihen, daß sein kluger Rat und seine fleißige Mitarbeit noch recht lange der Kammer erhalten Dieiben möge. In schlich­ten Worten dankt der Jubilar für die ihm von der Kammer dargebotene Ehrung, erkennt seinerseits mit großem Dank an, daß die Wunsche des Ein­zelhandels stets bei der Kammer ein williges und verständnisvolles Gehör gesunden haben und ver­spricht auch fernerhin treueste Pflichterfüllung im Dienste und zum Wohle von Handel und Industrie des Kammerbezirkes.

In einem

Rückblick ans das Wirtschaftsjahr 1925 llird Ausblick auf das neue Jahr wird von dem Vorsitzenden etwa folgendes ausge­führt:Mit mancherlei Hoffnungen, die er persön­lich nicht geteilt habe, seien gar viele Kaufleute in das Jahr 1925 eingetreten: doch der ganze Verlauf des Jahres habe diese Hoffnungen zu Schanden gemacht und nur schwerste Enttäuschung gebracht. Die verhängnisvolle Wirtschaftskrise fei abgesehen von den außenpolitischen Ursachen und Wirkungen nicht zuletzt dadurch entstanden, daß Reich, Länder und Gemeinden in völliger Verken­nung der wirtschaftlichen Lage die Steuer­schraube weit über das Maß der Er­träglichkeit angezogen haben. An der Hand von reichlichem Ziffernmaterial und von Aeßerun- gen hervorragender Wirtschaftskreise zeigt er, wie diese unvernünftige Finanz- und Steuerpolitik zahl­reiche Unternehmungen auf allen Gebieten des Wirtschaftslebens zur Unrentabilität und schließlich zum Zusammenbruch geführt hat. Auch die unge­heuerlichen sozialen Lasten, die durch die be­absichtigte Umwandlung der Erwerbslosenfürsorge in eine Arbeitslosenversicherung sogar noch erheblich vermehrt werden, seien mit der gegenwärtigen Lage der Wirtschaft keineswegs vereinbar. Aber selbst durch diesen katastrophalen Niedergang der deutschen Wirtschaft ließen sich die verantwortlichen Parla­mente in Reich, Ländern und Gemeinden durchaus nicht belehren. Industrie und Handel roür» den sich deshalb gezwungen sehen, gleich der Land­wirtschaft sich gegen bie schweren Hinder­nisse, die ihnen durch die völlig verfehlte Gesetzgebung auf steuer-, sozial-, Handels- und verkehrspolitischem Gebiete in nicht mehr zu ver­stehender Weise bereitet würden, kräftig zur Wehr zu setzen. Freilich sei nicht viel Hilfe von dieser Seite zu erwarten: im Gegenteil, man müsse 3- B. in Hessen mit weiteren Belastungen rech- nen, wie die Verhandlungen im Hessischen Landtage zur Genüge beweisen. Die Wirtschaft müsse daher zur Selbsthilfe übergehen, die darin zu be­stehen habe, daß der gesamte

Produkttonsprozeß vereinfacht und verbilligt werde. Als Mittel zu diesem Ziele werden bezeichnet: kleinste Läger, möglichst niedrige Käufe, schärfste Prüfung aller Unkosten und kurzes Zahlungsziel, denn bekannttich werden durch Gewährung längerer Zahlungsfristen die Waren nur verteuert. Leider fei jedoch in Industrie und Handel die so dringend not­wendige Einigkeit zu einer solchen Selbsthilfe nicht vorhanden. Aber auch diese Selbsthilfe allein kann nicht zum Ziele führen, wenn nicht das deutsche Volk in seiner Gesamtheit Vernunft annimmt und zur

Einfachheit und Sparsamkeit zurücktehri. Wie Has stolze Preußen sich nach Jah­ren schwerster Demütigung und Verarmung wieder zur führenden Stellung durchgehungert habe, so müsse heute die gesamte deutsche Nation diesem gro­ßen Vorbilde folgen; dabei sollten die führenden Ge­sellschaftskreise mit gutem Beispiele vorangehen. Denn fein Stand und feine Volksschicht dürfe heute für sich den Anspruch erheben, seine Lebenshaltung genau ,o wie vor dem Kriege zu gestalten, dazu sei das deutsche Volk in feiner Gesamtheit viel zu arm. und elend geworden."

Rätsel-Ecke.

Silbenrätsel.

Aus den Silben: a a bee den ben dek boh du e ein eis erb fel go- gcl gras - grau griph t im fer ko le li lin lo long loto ma mo mor nenz - - per re rc rich sal - sche schwal schwänz send sy - ta --- tau tha ti tut woll zin sind 19 Wörter zu bilden, deren An­fangs- und Endbuchstaben, von oben nach unten gelesen, ein Zitat ergeben. 1. Flugzeug, 2. Brett­spiel, 3. Rätselart, 4. Säugetier, 5. Gattenfrucht, 6. Brennstoff. 7. Zahl, 8. Vogel, 9. Frechheit, 10. Farbe. 11. Wasserpflanze, 12. Männername, 13. Klassiker. 14. Muse, 15. Badevorrichtungi, 16. ©ott, 17. Schmetterling, 18. tropischer Daum, 19. Erz.

Besnchskartcnrätsel.

Irene Nattng

Woher kommt diese Dame? Die Lösung erhält man durch Umordnung der Buchstaben.

dumm

ren

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selbst

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Rösselsprung.

i daß tem klug ren men-; gc« j rod» : sonst

Telegrammrätsel.

...---Bogel, .---.. Insekt,

..--. Mondbild, . .. Derdioper,

...---Waldvogel,---...kl. Boot,

... Flächenmaß. ...---Gesichts­stellung, ..--. Wasserstraße, Eisen­

oxyd.

Für die Punkte unb Striche sind Buchstaben zu setzen, so daß Wörter von genannter De^ deutung entstehen. Die auf die Striche entfallen­den Buchstaben nennen ein Sprichwort.

Kreuzworträtsel.

Bon links nach rechts: 1. Stufenleiter, 4. Teil des Baumes, 7. Auszeichnung, 8. Gegen­teil von weit, 10. preußischer Staatsmann, 13. Haustier, 15. Naturerscheinung, 16. natürliches Wasserbecken, 17. biblischer Berg im Alten Testa­

ment, 19. Verwandter, 21. Teil des Baumes, 24. mit Bäumen bepflanzte Straße, 27. poetische Form für Adler, 28. Tafelfisch, 29. geographische Bezeichnung. 30. Romantiker, 32. asiatische Rinderart, 33. geographische Bezeichnung, 34 Hülsenfrucht. 35. Fluß in Schleswig-Holstein,

Von oben nach unten: 1. .Unsanfte Be­rührung, 2. Anteilschein, 3. klösterliches Stift, 4. Ortsveränderung, 5. Nebenfluß der Donau, 6. Haustier, 9. Teil des Hafens, 11. Fruchtkörper. 12. seemännischer Ausdruck, 14. Angehöriger eines europäischen Volksstammes, 16. Trophäe der In­dianer, 18. Bergwiese, 20. Fluß in Afrika, 21. Nebenfluß der Elbe. 22. Oberflächenformation, 23. Postwertzeichen, 24. weiblicher Vorname, 25. griechische Göttin, 26. Baum, 30. Tierleiche, 31. Monatsname.

Auslösungen.

Kreuzscharade.

an bau

berg

auf

Anbau Bergbau Berg auf, Berg ab! Anna berg Abbau Aufbau.

Dersehratfel.

Jonathan, Edmund, Damast, Elfriede, Re­torte, Krawatte, Rostock, Ärger, Mostrich,' Em­phase, Rimesse, Lausitz, Orchester, Belfort, Tur­niere. Schwester, Emmaus, Irrlehre, Neumond. Erbstück, Warschau, Adorf, Rotfeder, Eisbär. Ieder Krämer lobt feine Ware.

Silbenrätsel.

1. Odol, 2. Begonie, 3. Eigelb, 4. Robbe, 5. Hanau, 6. Oesterreich, 7. Forum, 8. Kalium, 9. Ramsau. Oberhof, Krummhuebel,

Geographisches Zahlenrätsel.

Merseburg Meersburg.

Kreuzworträtsel.

EJQ3B 3*330 Q B00 0Q0 Q RBCSBH 0?1 EBB BE0 QQI3 QÖQQ Q 33QB

BHB BBQ S0F3Q Q Q3QQ ana ma rasra 30 C3BBBQ B3 3 QQQ BBG3 Q I QBBQ BSBG

Magische Zahl.

142 857 X 2 = 285 714

X 3 = 428 571

X 4 = 571 428

X 5 = 714 285

X 6 = 857 1 42.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedaktionStisK.

Sttleinhelt.

Max Bumster, Direktor und Hauptgesellschafter derIsis und Osiris G. m. b. H., Fabrik feinster ägyptischer Zigaretten" hatte sich ein Schmuckstück für fein Privatbureau Angelegt: eine Sphinx, nicht besonders groß natürlich, aber für ein Zimmer immerhin etwas zu ansehnlich. Klumpig war sie neben seinem Schreibtisch aufgebaut.

Bumster strahlte.Nach sonem Ding hab' ich schon lang gesucht. Paßt das nicht famos zuIsis und Osiris"? Ist es nicht prachtvoll?"

Schön, sehr schön, Herr Bumster. Aber echt ägyptisch ist es wohl doch nicht?"

Nu, die Zigaretten doch auch nicht."

Metamorphose.

Wütender Kunde:Sehen Sie sich mal das an!" Angestellter in einer Dampfwäscherei:Nun ja, die Spitze ist doch sehr schön geworden!"

Kunde:Spitze nennen Sie das? Das war mal ein Laken!"

Diese programmatischen Ausführungen wurden von der Versammlung mit lebhaftestem Beifall aus­genommen und dem Vorsitzenden dafür allseitig war­mer Dank gezollt.

Der seitherige Vorstand, bestehend aus den Herren Kommerzienrat Schirmer als Vorsitzen­der, Kommerzienräten Grünewald und Kling- s p o r als stellvertretende Vorsitzende und C. Röhr als Rechner wird durch Zuruf einstimmig wieder- gewählt.

Der im Entwurf vorgelegte Voranschlag für das Rechnungsjahr 1926 wird genehmigt: ebenso findet der Geschäftsbericht über die Tätigkeit der Kammer seit der letzten Sitzung die Zustim­mung der Versammlung.

Kirche und Schule.

Dorskirchenlagung in (Sieben.

Olm Montag, 2 4. (Januar, und Dienstag, 2 5. 3 a n u a r, veranstaltete die Dorfkirchen­vereinigung wissenschaftliche Ta­gungen zu Gießen und Alsfeld, und zwar Montag in Gießen im Gemeindesaale der Matthäus-Gemeinde, Dienstag in Alsfeld im Saalder Erholung". Die Tagungen beginnen mit dem Vortrag von Pastor D. theot. v. Lüp ke- Göttingen: »Die Einsegnungsfrage und die kirchliche Sitte". Nachmittags spricht Pfarrer Mahr-Gießen über:Die Ver­schulung der Religion und die D o r f- kirch e". Die Tagung ist im Gegensatz zur Dorstirchenvorstehertagung in Großen- Linden eine Tagung, die sich an Geistliche, Lehrer, Freunde ländlicher Erziehungs- und Kulturarbeit wendet. Es wird viele interessieren, den Be­gründer der Dorfkirchenbewegung, den trefflichen. Schriftleiterder Dvrfkirche", Pastor D. von Lüpke leimen zu lernen. Pfarrer Mahr gehört ?,u den ältesten Mitarbeitern der Dorfkirchen­bewegung und hat in zahlreichen Artikeln grund­sätzlicher und prat'ttscher Art in der Dorfkirche die Sache zu fördern gesucht.

*

wg. Schotten, 22. Ian. Die erste dies­jährige Konferenz der Geistlichen des evangelischen Dekanats Schotten fand dieser Tage hier statt. Sie wurde eröffnet mit Schriftlesung und Gebet durch Pfarrverwalter

Naumann - Ober-Seemen. Dekan D o l p - Lau­bach gab dann die amtlichen Eingänge und Ver­fügungen bekannt und erstattete Bericht über die am 11. d. M. in Gießen stattgefundene Konferenz der Dekane Oberhessens. Pfarrverwalter Layer- Mittel-Seemen verlas hierauf sein Referat über Die Behandlung des Vaterunsers im Religions­unterricht". Zum Schluß machte Pfarrer Rö­mer - Schotten, der Leiter des evangelkschen Wohlfahrtsdienstes im Kreise Schotten, noch einige Mitteilungen über Wohlfahrtsfragen und -auf gaben.

is. Steinbach, 22. Ian. Aus der kirch­liches Statistik unserer Gemeinde ist für 1925 folgendes zu berichten: Der Durchschnitts- besuch eines Gottesdienste betrug 172 Erwachsene und 92 Kinder. Am heiligen Abendmahl nahmen 1407 Personen teil, Eheschließungen wurden 10 vorgenommen. Getauft wurden 22, konfirmiert 31 Kinder. Beerdigungen fanden 10 statt. An Kollekten und Liebesopfer gingen ein 714 Mk.

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Der frische Zug, der feit Jahresbeginn an der Börse herrscht, blieb auch in der- vergan­genen Woche vorhairden. Diejenigen allerdings, die alaubten. daß numnehr die Dahn für eine geradlinige Haussebewegung bereitet sei, haben sich einer Täuschung hingegeben, und man kann wohl sagen, daß die technische Verfassung der Börse derartige langanhaltende Bewegungen noch auf lange Zeit hinaus nicht zuläht. Getragen wird doch >bte derzeitige Bewegung im wesent­lichen von der eifrigen Propagandatätigkeit im Ausland für deutsche Werte. Ob der Erfolg dieser Tätigkeit von längerer Dauer ist, das vermag fein Mensch zu sagen. Sicherlich werden in oen sich hieraus ergebenden Kaufaufträgen Pausen eintreten, und diese Pausen müssen uatur* gemäß abschwächend wirken, da die Spekulation, die früher bei größeren Bewegungen den Haupt- laltor bildete, während das große Publikum Mit­läufer war, jetzt weiter nichts ist als Mitläufer, während das Ausland der Hauptfaktor ist. Die Spetulation lebt aber nach wie vor von der Hand in den Mund und neigt stark dazu, ent-