Oberhessen.
Lanvkrcis Gicgen.
7 Grünbcrg, 20. Nov. Bei der gestrigen Treibjagd in den staatlichen Waldun q e n bei Lumda, Atzenhain und Geilshausen wurden 20 Stück Rehwild aber nur einige f) a f c n geschossen. Betzeiligl waren 25 Schützen.
f Ettingshausen, 20. Roo. Dec Volks -- sSngerbund Chattia wird leinen diesjö^ eigen Sängertag am 28. November in Nonne n r o t h abholten.
Kreis Friedberg.
Äf Friedberg. 2! Aov. A»i hakigen -Totensonntag sand im Stadtteil Fa u c r b a d> die feierliche Enthüllung de» dem A n denken der Kriegsopfer gttoilHneten r en. denkm a les statt. DaS von Dtldhauer Arno l d - Beuern geschaffene Werk fintet in ferner rünftlerischen Ausführung allgemeinen Beifall! an die Friedhofsmauer lehnt sich, unter dem Schatten einer mächtigen Luiherlinte und vor dem alten, ehrwürdigen GotteShaufe, die schlichte Gestalt eine» aus Muschelkalk ausgehauenen Feldgrauen. darunter steht die schlichte Anschrift: Sir starben für ihr Vaterland", *u beiden Seiten, in die Mauer emaelassen. befinden sich 39 Vteintchilde, welche die Aamen und den TodrS- lag der 39 Gefallenen enthalten. Zu der Feier hatte sich eine -rohe Menge eingefunden. Aach einleitenden musikalischen und gesanglichen Dor- rtägen fiel die Hülle, und der Ortsgeistliche. -Öfarter 3a »mann , hielt die Weiherede. Aach ihm sprach noch der katholische Geistliche von Friedberg, Kaplan Michel. '$>arm erfolgte die Üehergabe teS Denkmal» an die Stadt Friedberg, Bürgermeister Dr S e y d übernahm es in städtischen Schutz Sine grobe Anzahl von Kränzen wurde von te.t Vertretern der Vereiire mit entsprechenden Ansprachen nietergelegt, gesangliche Borträge der Schulkinder, der Vereine imb dex Do^elguartetts Friedberg-Fauerbach bildeten den Schluß der schlichten Feier.
Pb. B u tz b a ch. 21. Aov. Aach längerer Pause 'and dieser Zage wieder eine Stadtverord - iretensltzung statt. Die ersten beiden Punkte, bei denen es sich um Erwerb von Stratzengelände handelte, gingen ohne Debatte durch. Ebenso auch Punkt 3. bei welchem eS sich um Erwerb von städtischem Gelände zur Erbauung von Wohnhäusern handelte. Hierbei stellte Stadtv. Dr. Schmidt den Antrag, daß der Erlös aus Grundstücken einem zu bildenden Grundstücks- Erwerbsfonds zugefühtt wird, um nach und nach wieder den städtischen Grundbesitz zu ergänzen: dieser Antrag tourte angenommen. — Der mit der Eigenste,m -Baugesellschaft aeschlossenr Vergleich über die Bezahlung der 'Bauplätze in der Zahnstrahe durch Gelöndetausch von etwa 400 Quadratmeter Größe in her Griedeler Str atze wirrde gutgeheißen. Die Stadt hat von der Komm. Landesbank 180 000 Ml. kurzfristige Vorschüsse teiltoeifc zu 9 und 10 Proz. Zinsen auf» genommen. Hiervon sollen 90 000 Akk. in ein sog. Dreijahresdarlehn. das zu Proz. verzinslich ist und mit 97 Proz. auSgezahlt wird, umge- wandelt werden. Der Vorlage wurde Augestimmt.— Zur Beschäftigung ter Erwerbslosen während ter Wintcrmvnate soll, wie bereits kurz gemeldet, iinc AvtstandSaktion durchgeführt werden. Der Finanzausschuß empfahl eine KanaHsationS- cripeitcrung und die Schaffung einer neuen Kläranlage. Kanalisiert sollen werden die Wallgasse vom Hause der Ortskrankenkasse ab. der untere Teil der Griedeler Straße vom Ha".se Gernsheim ab und die große Wentelgasse hinter der sog. Prinzenmauer. Die Kanalisierung wird etwa 71 000 All., die Anlage einer neuen Kläranlage rd. 30 000 Akk. Kosten verursachen. Heber diesen Puntt entspann sich eine längere Diskussion, an welcher sich Stadto. aller Franktivnen beteiligten. Mit 14 gegen 7 Stimmen wurde dann als Aot- standSaktion die Erweiterung der Kanalisation und die Errichtung ter Kläranlage nach den vor- qelegten Plänen beschlossen. Die Ailfbringung des nicht durch A.ichSzuschüsse gedeckten Restbetrags von etwa 44 000 Mt geschieht durch Kapttal- aufnahme. Die Verzinsung und Amortisation erfolgt durch eilte 30—SOproz. Erhöhung der Kanal- benutzungSgebuhrM vom 1. Januar 1927 ab. Hierbei tealte ter Bürgermeister noch mit. daß die Stadtverwaltung noch mit der Ausarbeitung ei leS Planes zur Errichtung eines Volksbates beschäftigt ist, der später besprochen werden soll. — Wie im Vorjahre sollen auch in diesem Winter an Bedürftige Winter beihllf en gewährt werden. Aach kurzer Aussprache beschloß die Versammlung, an Wohlfahrlsunterstuhungsempfänger, Sozialund Äteinratiiter, sowie an die nicht mit Aot- standSarbeilen beschäftigten Erwerbslosen nach Prüfung der Verhältnisse im einzelnen Falle entsprechend den Beschlüssen des Landtags, während ter Wintermvnate eine Beihilfe in bar oder Naturalien in Höhe von durchschnittlich 40 All. für die Haushattung zu bewilligen, die nach der Kopfzahl gestaffelt wird. Ledige mit eignem Haus- hcllt erbeuten die Hälfte. Verheiratete Erwerbslose erhalten von Beginn ter Aotstandsarbeiten 3 Ztr Briketts und 1 Ztr. Kartoffeln für die Familie. Ledige mit eignem Haushalt die Hälfte. Die Kosten in Höhe von 3000 All. werten zur Hälfte vom Staat ersetzt. Von den Staatsbaudarlehen für 1926 sind noch 5000 All. zu vergeben, die Bauunternehmer Kroh gewährt wurden. Weiter wird beschlossen, Baudarlehen, die ter Stadt für 1927 zufliehen, an solche Baulustige zu vergeben, di« in diesem Winter noch ihren Rohbau Herstellen inerten. Demgemäß wurden eine Anzahl Dau- Pariehen bedingungsweise zugesagt. — Weiter beschloß die Versammlung den Beitritt zum 'Verein Hafraba (Fernautostraße Hamburg- Frankfurt—Basel). um auch die Belange ter Stadt Butzbach wahren zu können.
Kreis Büdingen.
,,T Aus dem Aiddatal, 20. 2kov. Die absonderlich milde Witterung des Ao-
l*erntet hat noch einmal den Pflanzenwuchs belebt und eine Menge später Blüten zur Entfaltung gebracht. Vor den Fenstern blühen noch Geranien und Fuchsien in fommet* sicher Schönhe't. 3n den Gärten erstrahlen lang- ftielige Astern in allen Farben und wandern als Grabschnmck am Totensonntag zum Fried- hoi. Späte H e r b ft r o i c n und Gänseblümchen lind saft noch allgemein zu sehen. An den Feldrainen blühen Feldblumen die in normalen Jahren schon im Oktober absterben. Die Wiesen zeigen eine auffallend grüne Farbe, die daraus hinweifl. daß daS Gras in langsamem Wachstum begriffen ift. An besonders geschützten Stellen trifft man Heckenros en an. die Blüten treiben wollen. Auch junge Apfelbäumchen zeigen vereinzelt Blütenschmuck. DaS milde Herbst- weiter kommt ter Bautätigkeit, die in diesem Jahre spät einsetzte, sehr zu statten: erst im Herbst begonnene Neubauten tonnen noch im Rohbau vollendet werden.
ld. Aue dem oberen Aiddatal e, 20. Aov. Während ter Herbstarbeit, die den Landwirten wenig Zeit zur Kleinviehaufzücht läßt, waren hier die F e r k e l v r e i s e bis nur 20 Akk. gesunken. Die größere Nachfrage nach Eintritt ruhigerer Zeit hat die Preise wieder auf 25— 30 Wk. hinaufgetrieben. Landwirte mit Pterdegelvann ziehen eS daher vor. Iungschweine. im nördlichen Kreise Büdingen zu holen. wo^6—8 Wochen alte Tiere schon für i 18—20 Ml. zu haben lind. Sobald ein Aach- lassen der Maul- und Klauenseuche den Händlern wieder mehr Bewegungsfreiheit gäbe, tarnen auch die Ferlelpreise hier wieder rasch zum Sinken.
Kreis Schotten
ld. Schotten, 21. Nov. Nachdem der Heu- preis auf 3,50 Mark gestiegen ist, ist der Heu- verkauf wieder lebhafter geworden. Auf den Stationen unterer Nebenbahn herrschte rege Verla d e t ä ti g k e i t.
• Schotten. 21. Aov. Heute nachmittag sand im Beisein geladener Gäste die Grund- st einl egung des hiesigen Turnhall e- erweiterungSbaues statt, von dem wir bereits berichteten. Der Vorsitzende des Turn- und Gesangvereins eröffnete die Feier mit einer kurzen Ansprache, in der er auf den Ernst der Zeit hinwieS. in welcher ter Bau in Angriff genommen werde, und verlas dann die beiden itr- funten, die im Grundstein niedergelegt wurden. Buchdruckereibesitzer Engel weihte dann mit drei Hammerschlägen ten Grundstein, an dem dann noch weitere Ansprachen von Bürgermeister M e n g e l, Baumeister Vonderschmitt, Lehrer Wolf, Regierungsbaurat A o d n a g e t gehalten wurden. Schlossermeister Zesch ky schloß dann mit einigen Dankesworten die würdige Feier, deren guter Verlauf hoffentlich ein günstiges Vorzeichen für den glatten Aufbau der neuen Turn- öalle ist.
* Eichelsachfen, 20. Nov. Auf Grund einer Rechnung, die man im Anzuge des am Hubertus- tage in einer Schutzhütte im Lehnkopfe aufae- funbenen Toten fand, nahm man an, daß es sich um einen aus dem Rheinkande stammenden Maler handle. Nunmehr wurde von Steinbrucharbeitern unter dem Dache der Schutzhütte ein Päckchen mit den Papieren und einem Lichtbilde des Verstorbenen entdeckt. Der Tote ist der 1890 in Worms geborene Schlosser Adam Keim. Da das Lichtbild überdies mit einer Aufnahme des wegen Bettelei im Fahndungsblatte der Polizei ausgeschriebenen Adam Keim übereinstimmt, dürste die Persönlichkeit des Verstorbenen nunmehr einwandfrei festgestellt sein.
Kreis Alsseld.
X Alsfeld, 20. Aov. Heute _ fand im Siyungssaale des Rathauses die diesährige or- tentliche Mitgliederversammlung der Bezirkssparkasse Alsfeld unter Seituna des Direktors Justiz rat Dr. Reh statt. Aach Erstattung des Geschäftsberichts und Vorlage ter Rechnung vom Jahre 1925, die genehmigt wurde, fand die Aeuwahl für den am 1. 3aru 1927 ausscheitenden seitherigen Direktor Justiz- rat Dr. Reh statt, da Dr. Reh infolge Heber- nähme feiner hauptamtlichen Stelle als Direktor des Hefsischen Sparkassen- und Giroverbantes nach Darmstadt übergesiedelt ist. Gs wurde mit großer Mehrheit Beigeordneter und Kaufmann Wilhelm Dogeley zu Alsfeld zum neuen Direktor der Kasse gewählt. Dem ausscheidenden Direktor Dr. Reh widmete Kreisdirektor Dr. Stammler immens ter Aufsichtsbehörde warme Worte des Abschieds und der Anerkennung für seine verdienstvolle Tätigkeit für die Sparkasse Alsfeld und für das hessische Spar- kassenwesen. Für ten Dufsichtsrat sprach dessen Vorsitzender, Bürgermeister Dr. D ö l s i n g, gleichfalls ten Dank und die Anerkennung des Aufsichtsrates und unter Würdigung der hervorragenden Verdienste des Dr. Reh um die Entwicklung ter Bezirkssparkasse Alsfeld. Namens des Vorstandes und Der Angestellten der Kasse überreichte Rechner P o r t h dem Scheidenden eine künstlerisch ausgestattete Dankadresse. 3n bewegten Worten dankte Iustizrat Dr. Reh für die ihm zuteil gewordenen Ehrungen. Bei der dann folgenden sahungsmäßigen Ergänzungswahl teS Aufsichtsrates wurden die ausscheiten- ten Mitglieder Bürgermeister Dr. D Ö l s i n g, Bürgermeister Korell (Gudors) und Bürgermeister Kalbfleisch (Billertshausen) durch Zuruf wiedergewählt.
— AuS dem Ohmtal, 21. Aov. Zur Zeit herrscht in unserer Gegend ungewohnte Aach- frage nach Wolle. Der Bedarf ter Landbevölkerung ist erheblich. Die ausländische Baumwolle stellt sich zu teuer, ter Dauer greift daher nach ter billigeren Landwolle. Diese aber ift durch Den rapiden Rückgang ter Schafzucht in ten letzten Zähren rar geworden. Da unser Tal noch über einige 'Schafherden verfügt, so ist es naturgemäß von ländlichen Käufern überlaufen. Aber es werten verhältnismäßig wenig
Kaulakücylüfse getätigt da nur flute und Durchschnittswolle verlangt wird, während die Zabrik- auffäufer auch die schlechte Wolle zum selben Preis abnehmen unb noch ein Vorzugsangebot bei Stofsbeiug für die Woilverläuser gewähren. — Die hiesige Hartsteininduftrie Hal ihre ledigen Arbeitskräfte wegen Streik- androhung entlassen.
Starkenburg.
' Darmstadt, 21. Aov. Dieser Tage fand hier eine von über taufend Pcr'onen besuchte Versammlung statt die von Dem Mieter- Verein Darmstadt einberufen war. um gegen Die vom Reich geplante Mieterhöhung von 30 bis 40«.. und den weiteren Abbau ter Mieterschutzgcseygebung Stellung zu nehmen Es sprach hierüber ter Vorsitzende des Reichsmieter buntes Hermann «Dresden). Die Anträge Der politischen Parteien im Hessischen Landtag auf Authebung des Mieterschuhgesctzes für größere Wohnungen, sowie für gewerbliche Raume jeder Art wurden vom hessischen Landes- verbandSvorsitzenden Wolt iMainz) und dem Geschäftsführer des VerbandeS. Fuchs (Ma:,iz'. einer scharfen Kritik unterzogen. ES wurde eine längere Entschließung angenommen, in ter die Erwartung ausgesprochen wird, daß die hessische Regierung zu den Anträgen eine ablehnende Haltung cinnimmt. Die vom Reiche in Aussicht genommene Erhöhung ter HeuiSzinssteuer von 30 bis 40" i wird darin abgelehnt. — Zn ter gestrigen Stadtverord netensi Yung tarn es wiederholt zu heftigen Debatten. So wurden für Die Entwässerung des Sportplatzes ter Technischen Hochschule 13300 Q1TL verlangt; d. fr die Stadt sollte die Kosten der Hochschule erlassen. Außerdem soll die Stadt 11 500 Mt. Zuschuß für ein Schwimmbecken gewähren. Insgesamt soll Die Stadt 25 000 Ml. bewilligen. Die Gesamtlosten ter Sportplatzanlagen betragen 125 000 All., die zum größten Teil von Der All Herrenschaft aufgebracht werden. Die Kosten für das Schwimmbecken wurden mit 26 gegen 22 Stimmen bewilligt; Die Sozialdemokraten und Kommunisten stimmten Dagegen, die Deutschnativiralen enthielten sich ter Abstimmung. Die anderen für den Sportplatz ge- forderten Summen wurden genehmigt. Tie deutschnationale Fraktion in derSradt-- ücrorDnetcntxrfanunlung hat bei der Verwaltung nachstehenden Antrag eingebracht: „Die Stabt- verordnetenversainmlung wolle beschließen: Die Verwaltung wird ersucht, zur Förderung des Wohnungsbaues bei Verkaufsverhandlungen über städttsches Gelände mit minderbemittelten Bau- lustigcn und gemeinnützigen Baugesellfchaften und dergleichen $reife zu vereinbaren, die — ganz unabhängig von dem Verkehrswert der Grundstücke — recht mäßig gehalten werden.
WSA. Groß-Gerau, 20. Aov. Ein junger Händler mit einer Fuhre Kartoffeln tourte auf dem Wege von Bischofsheim nach Aau- heim von zwei Männern überfallen, Die ihn vom Wagen tenmterreifoeii wollten. Die kräftige Abwehr des Fuhrwerksbesiyers und ein herannastendes Auto ließen Die Wegelagerer Die Flucht ergreifen.
Preußen.
Automobiistrahe Frankfurt - Bad Homburg.
WSA. F r a n k f u r t a. M., 21. Aov. Die seit Zahrzchnlen bestehenDe Notwendigkeit, zwischen Frankfurt und DaD Hornburg eine möglichst geradlinige Straßenverbin- Dung zu schaffen, unter Umgebung Der für jeden Kraftverkehr lebensgefährlichen Ortschaften Gonzenheim und Ober-Eschbach, scheint nunmehr in Die Tat umgesetzt zu werden. Am Freitag fand auf Einladung ter Stadt Homburg im Homburger Kurhaus eine Besprechung hierüber statt, an ter u. a. als Vertreter ter Provinz Oberhessen PrvvinzialDirektoc G r a e f und Oberbaurat Cellarius, für Die Stadt Frankfurt a. M. Stadtrat Schulz und Baurat Vespermann, ferner Kreisdirektor Gebhardt- Friedberg, Landrat von Erckelens- BaD Homburg, vom Bezirksverband Wiesbaden Landesbaurot Schneider und Regierungspräsident a. D. Dr. v. Meister, sowie schließlich Vertreter ter Stadt Homburg, der Gemeinden Gonzenheim unh Ober.Eschbach und ter interessierten Zndustriekreise teilnahmen. Es herrschte Einigkeit insofern, als für Die eventuelle Durchführung teS Projettes zwei Straßen sestgelegt wurden: eine etwa 21A Kilometer lange, die lediglich Gonzenheim und Ober-Efchbach umgeht und Anschluß an die gepflasterte Frankfurter Landstraße bei Bonames findet, sowie eine ausgesprochene Taunus-Fernstrahe, Die so verlausen soll, Daß eine ganze Reihe von TaunusstäDten und -ortschasten von ihr berührt werden. Mit der Weiterführung ter Verhandlungen wurde ein kleines Gremium unter Führung der Stadt Frankfurt als Haupttnteressentin betraut, das die endgültigen Vorschläge. inSbrfondere solche der Finanzierung, vorbereiten soll.
Kreis Wetzlar.
WSA. Wetzlar, 21. Aov. Aus einer Geschäftstour wurde gestern nachmittag ter Leiter ter hiesigen Aieterlassung der Singer-Aäh- maschinenfabrik, Emil Schneider, zwischen Altenkirchen und Aeulirchen aus seinem Motorrad von einem Unwohlsein befallen. Er stieg von feinem Rate ab und suchte Halt an einem Baume. Kaum Dort angelangt, erlitt er einen Herzschlag, Der Den sofortigen Tob zur Folge hatte.
8 Groß-Rechtenbach, 21. Roo. Der Kriegeroerband „Hüttenberg", dem die Kriegervereine in Ebersgöns, Oberkleen, Niederkleen, Dornholzhausen, Hochelheim, Hörnsheim, Groß- Rechtenbach, Lützellinden und Großen-Linden mit über 300 Mitgliedern angehören, hielt hier seine
diesiährige terbitoerfammlung ab. Der Verbands- Vorsitzende Förster Grasse. Oberkleen, gedachte des verstorbenen 1. Vorsitzenden des Reichskrieacr- bundec- Generaioberst u. j) e e r i n g c n, dessen An- denken die Veriamnilung durch Erhebe«, van den eigen ehrte Es wurde beschlossen, das nächstjährige Verbandsiesi in Ebersgöns adzuhallen; der genaue Zeitpunkt ioll in der Frühjahrsversammlung sest- gelegt werden.
<> H o ch e l h e i in, 21. Nov. Das von der hie- gen Evangelisten Gemeinschaft neu erbaute Vereinshaus, über das bereits früher im „Gießener Anzeiger" berichtet wurde, ist bereits im Rohbau feruggefteUt.
Kreis Biedenkopf.
# HaI; hausen b. Gladenbach, 21. Nov. Die hiesige Pfarrei mit dein Filialort Mornshausen ist seit dem Weggang von Pfarrer Fath nach Brecken- heim (im Juli d. I.) verwaist. Aus zwei Ausschreibungen meldeten sich zwei Herren, die aber alsbald ihre Meldungen zurückzoaen. echließlich gelang es dvw, zwei Herren zu Prabepredigten zu veranlassen, da-die Gemeinde aus ihr Wahlrecht nicht verzichten wollte. Die Probeprediglen wurden an den beiden letzten Sonntagen gehalten. Am 19 d. M. fand im Rohmen eines Gottesdienstes, ten Dekan Lehr aus Gladenbach abhielt, die Wahl eines neuen Pfarrers stakt. Hilfspredigcr T r a u t ro e i n, zur Zeil in Limburg tätig, erhielt 23 Stimmen. Er ift somit zum Pfarrer der hiesigen Gemeinde und von Mornshausen gewählt. Von 37 Siimmberech- Hgtcn waren 31 bei ter Wohl anwesend. Hoffentlich läßt die Einführung des neuen Pfarrers nicht mehr allzulange auf sich warten.
Kreis Marburg.
][ Marburg, 20. Aov. Wie ter Magistrat mitteilt, ergibt die Gewerbeertragssteuer für 1926 mehr als im Voranschlag vorgesehen ist. Mit Rücklicht auf die schwierigen wirtschaftlichen Verhältnisse der Gewerbetreibenden und Darauf, daß z. Z. noch nicht endgültig die Senkung Der Zuschläge für 1926 beschlossen werden kann, bat Der Magistrat deshalb für das dritte Vierteljahr 1926 die vorläufige Aussetzung der Erhebung Der Gewerbeertragssteuer beschlossen, ferner noch für Den gleichen Zeitraum auch Die Hebung von Berufsschulbeiträgcn einstweilen auszusehen. Die vor zwei Zähren bereits begonnenen Verhandlungen wegen Des weiteren Ausbaues derHaushaltungs- und Gewerbeschule für M ä dchen zu einem technischen Seminar sollen wieder weitergeführt werden. Dem zur Vorbereitung einer Autostraße Hamburg— Frankfurt—Basel gegründeten Verein „Hafraba" mit Dem Sih in Frankfurt ist Die Stadt als Mitglied bei- getreten und hat auch Sih im Aufsichtsrat. Gs wird ferner beabsichtigt, Die für Flu gver- anftaltungen in Frage kommenden W i e - s e n zwischen Marburg und Wehrda nördlich Der Stadt in Pacht zu nehmen. Das auf Der „Gesole i" gezeigte Marburger Stadtbild vom Stadion auS ist ter Studentenschaft überlassen worden. Gs findet seinen Platz im Institut für Leibesübungen in Berlin.
][ Marburg, 21. Aov Der Zahrmartt, ter zum Gedächtnis des Todestages ter heiligen Elisabeth im Volksmunde allgemein „Elisa- bethmarkt" bezeichnet wird, brachte der Stadt viel Verkehr, tefonters seitens ter Landbevölkerung aus den katholischen Ortschaften des hiesigen und Der anliegenden Kreise. Die Glisateth- kirch« blieb Den ganzen Tag zur Besichtigung geöffnet.
* F r o n h a u s e n , 20. Nov. Bei der gestrigen Treibjagd in unserer Gemarkung, die von Gießener Ngern oeranstalwt wurde, kamen 2 4 H a s e n zur Strecke.
* Bellnhausen, 20. Nov. Auf der Landstraße Bellnhausen—Roth geriet gestern nachmittag ein Auto durch Deraaserbrand in Flammen und wurde bis auf das Gerippe zerstört.
Oberlahnkreis.
e Löhnberg, 20. Aov. Aach Beseitigung mancher Hindernisse ist die Fertigstellung eines Denkmals für unsere Gefallenen endlich gelungen. Es ist auf dem Friedhof auf- gestellt worden. Der geschmackvolle Entwurf des Denkmals stammt von Regierungsbaurat a. D. Pfaff in Gießen. Das Modell ter Figur fertigte Bildhauer Ködding aus Gießen.
Nnterwefterwaldkreis.
WSN. Montabaur, 20. Nov. In der vergangenen Nacht wurde in dem Uhrmackeraeschäst von Krieg ein schwerer Einbrucysoieb- st a h l verübt. Die Mebe drangen von der Hofseite vollständig aus. Insgesamt erbeuteten sie in den L a d e n ein und plünderten diesen f a st Wertgegenstände in Höhe von 2300 Mk., darunter 5 3 Uhren und 30 goldene Ringe. Bei den Tälern scheint es sich um eine Diebesbande zu handeln, die in der letzten Zeit im Lahntal, be- sonders in Bad Ems und Nassau, ähnliche Einbrüche verübte.
Maingau.
WS2l. Frankfurt a. W.. 21. Aov. Der Magistrat beantragte bei der Stadtverordnelen- Bersammlung, tem Verband Deutscher Jugendherbergen, Zweigausschutz Main- Lahn-Fulda, für das Rechnungsjahr 1926 neben den bereits bewilligten 5000 Mk. eine weitere Beihilfe von 1 0 000 M k. zu bewilligen. Da die Herbergen im Gebiet des Zweigausschusses (Weilburg. Gersfeld, Gberbach, Butzbach, Büdingen) im Jahre 1925 von rund 6000 Jugendliche,« aus Frankfurt a. M besucht worden sind, so daß Frankfurt fast die Hälfte der Besucher stellt. — Die kritische Lage zahlreicher Familien, die zwangsweise aus zu Unrecht bezogenen Wohnungen ausgesetzt wurden, zwingt die Stadtverwaltung, nwglichst rasch Unterkunftsräume für diese Woy- nungslosen zu schassen. Mit Rücksicht auf Die vorgeschrittene Jahreszeit und die längere
^Äntzsrvoßrrücßs 9Ri£6e und doch Eßarakter" fcrbzrf öer moderne 9lau4er von einer <piten iflgareKe.^n unserer neuen OBERST 54 finöd dieses Scriangen Äns uberra|cfy?nö zlücküchs Lösung.
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