Ausgabe 
22.11.1926
 
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noch nie gegeben worden ist. Dies ist der Fall bei dem GlashütterunärchenU n b Pippa tanzt", das am morgigen Dienstag zum ersten Wale in Szene geht. Sie -ci Lekolk* des eigen­artigen Werkes spielt Sngeborg Scherer. In weiteren Hauptrollen sind beschäftigt die Herren Schubert, Gefsers. Eisig und Lenau- außerdem wirkt ein grober Tell des Herreu- prrsonals in kleineren Ausgaben mit Dir Spiel­leitung führt Herr T e l e k y. der auch bk 'Xolk des Tagliozvni. spielt

Die Vortrags -Bereinigung bittet uits. daraus hinzuweisen, daß an Stelle der für heule abend gewonnenen Müiutzener Äünftfer. die infolge eines in letzter Stunde un­erwartet eingetretcnen Berdindernngsgrnades nicht kommen können. Dr. Peter Bach aus Berlin ernste und heitere Lieder zur Laute fingen wird. Dr. Bach, der in TKulirtreuen aus ter Nachfolger Lothes angesehen wird, tn dem Bestreben, auch das Lautenfpiel zu einer künstle­rischen Höhe zu führen, hat mit seinen Lauten- lieX-r^benden überall b.gisterien Bri-all gesun­den. Ein Abend origineller und bochkltivterlev Lav.tc.Bdnst ilt zu erwarten. (Sirhe hmltige An-

)

Kirchenkonzert 3m Abend des ersten Advent wird das Herren-Quartett, von Pfarrer Äa (b b e nn und Söhnen, das noch durch ein vor ,toei Jahren hier gegebenes Äon- »ert in guter Erinnerung steht, in der Iohaun.es- Nrche ein Kirchenkonzert veranstallen, in dem zu­meist Choräle in den unvrrgleichlicheit Sahen von I. S. Bach zum Dorlrag kommen werden. Der Ertrag ioll der Zuflucktt zufliehen, die jetzt im wesentlichen fertiggestellt ist und demnüchst er­öffnet wird. Näheres in der heutigen Anzeige.

" Der Totensonntag nahm gestern in unserer Stadt den gewohnten würdigen Ver­laus. De Gottesdienste waren sehr start be­sucht und bereiteten der gläubigen Menge eine reiche Erbauung. Der Friedhof blldete am Vor­mittag und in len Nachmittagsstunden das Ziel vieler Hunderter Tesucher. Die C rabstütten waren mit Zeichen der Liebe in reicher Weise geschmückt. Auf i. em Heldensriedhof veranstalteten der Reichsvand der Kriegsbeschädigten und Krieger- Hinterbliebenen und das Reichsbanner Schwarz- Rvt-Gold eine Gefallenen-Ehrung, bei der Bezirksleiter Benner und Prof. Weitz- gerbet Ansprachen hielten, während der Ge- sangrerein ..Eintracht' und die Aeichsbanner- kapelle mit stimmungsvollen Gesängen bzw. In- strun entalmufik die Feier schön umrahmten. Bei dem unfreundlichen Wetter fand die Ehrung dies­mal allerdings nicht so viel Teilnehmer. wie im vorigen Jahre. Bis in die frühen Abendstunden hinein hielt der Besuch des Friedhofs rege an.

' Kein Tanz in der Adventszeit. Das Polizeiautt teilt mit: Am Vorabend des

1. Advents (27. Aovember). sowie tn der ganzen Adoentszeit bürten öskeittliche Tenzbelustigungen nicht ftattfinöcn. Auch s.nd für b<*.i ersten Weih- nachLsfeiertag und für den Vorabend desselben sonstige öffentliche ÖuftbarteMen untersagt. Thea­tralische Aufführungen, Vorführungen in Lich ° sprelhäusem und Konzerte an den beiden letzt­genannten Tagen werden nur bann zugelassen, wenn die Darbietungen ernsten ob?r belehrenden Inhalts sind und der besonderen Bedeutung und Weihe bieder Tage angepaht werden, ebenso rein sportliche Veranstaltungen, bte ohne öffent- liche Ämzüge oder Musik ftattfinben.

Aufgehobene Sperre. Die Instand- setzun^arbeilen der Älmiksbrucke sind beendet. Die vom volliemmt an geordnete Sperrung der Brücke ist nun wieder ausgehoben worden.

* Die Lehrlingshaltung in den Bäckereien und Konditoreien. Der hessische Minister für Arbeit und Wirtschaft gibt bekannt, datz im Bäckerei- und Kondiwreigewerbe in Betrieben ohne Gehilfen nur ein Lehrling, in allen anderen Betrieben höchstens zwei Lehr- linne gehalten werden dürfen. Diese Vorschrift findet keine Anwendung auf Betriebe, in denen bei Inkrafttreten dieser Anordnung ber its mehr Lehrlinge beschäftigt werden. Neu Einstellungen von Lehrlingen dürfen jedoch nur unter Zu­grundelegung der obengenannten Höchstzahlen erfolgen

,e ötraf tilgung bei Preistreibe­reivergehen. Die Verurteilungen in Fällen der Preistreiberei während der Inflation werden

in ihren Folgen wenigstens teilweise dadurch gemildert, bah eine erleichterte Straftilgung im Strafregister in Preuhen gemäß der Auslü^rungs- verordnung des Justiz Ministers vom 21. August 1925 zur Verordnung über die Gewährung von Straffreiheit in Preuhen vom 21. August 1925 ermöglicht worden ist. Auf Antrag der Haupt- geuieinschaft des Den! lchen Einzelhandels hat der Preußische Iustizminister nüi Schreiben vom 22. Oktober 1926 ^ugesagt, alle auf Tilgung oder Anordnung der Auskunftsbeschränkung gerichte­ten Einzelgesuche wohlwollend zu prüfen unb hat gleicheripeilr eine wohlwollende Prüfung den unterstellten Vehörden zur Pfllcht gemacht.

"Eine Schreibmaschine gestohlen. Der Poli^ibericht meldet: In der Nacht .zum 19. No­vember wurde zum Nachteil der Einkaufsgesellschast der '.Bäderinnung in Älsield ein Einbruch begangen lind eine Schreibmaschine, Marke Slöroer-Nekord Nr. 67 7^4, gestohlen. Bor Ankauf wird gewarnt. Sachdienliche Mitteilungen über den Verbleib der Schreibmaschine sowie Wahrnehmungen über die Täterschaft nimmt die Kriminalpolizei Gießen ent­gegen.

e* Werhat das Geld verloren? In der Kraftpost lllrichstein-Mücke wurde vor einigen Ta­gen ein Geldbeutel mit einem größeren Geldbetrag gefunden. Der Verlierer bat sich bis jetzt noch nicht gemelbei. Das Geld ist bei dem Postamt in Ulrich­stein siche rgestelll.

** Auftrieb auf dem heuli gen Frank­furter Schlachtoiehmarkt 272 Ochsen, 46 Bullen, 745 Kühe, 298 Färsen, 24 Ffester, 478 Käl­ber. 257 Schafe, 3984 Schweine.

Turnen, Sport und Spiel

Die Iugendruderei in Deutschland.

Nachdem der Deutsche Ludertag auf feiner Septembertagung in KÄn beschlossen hatte, auch Iugenk>- unö Schülec-Ruderv«chänLe aufzuneh- men. und zwar in der Form von Re^attavereinen, hat der Avrddeutsche Schüler- und Iugendruder- verband als erster sein Aufnahmegesuch einge­reicht und damit den Weg von der Theorie zur Praxis beschritten. Es ist kein Zweifel, datz die Aufnahme genehmigt wirb, unb man darf weiter annehmen, datz diesem Beispiel andere Schüler- unb Iugendruderverbänbe balb folgen werden. Da auch das Damenrudern sich in den organi­satorischen Lahmen des Deutschen Ruderver­bandes eingliedern will, so fommt damit end­lich die schon so lang erstrebte Zentralisierung des Rudersports in Deutschland dem Ziek einen erheblichen Schritt näher.

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Die Ansänge des Schülerruderno gehen bei uns in das vorige Jahrhundert zurück. Oberlehrer Campe gründete 1830 in Ohlau den ersten Schüler­ruderverein, zog mit seinen Jungens auf länge­ren Wanderfahrten die Oder herunter und gab durch sein Beispiel Veranlassung zur Gründung weiterer Schülcrrudervereine in Frairkfurt (Oder) unb in Stettin. Fast zur gleichen Zeit enftanb auch im Norden Deutschlands, in Rendsburg, ein Schuler-Ruderverein, und wenige Jahre später wurden die ersten Versuche zur Einführung des Rudersports mt den Schulen auch an der Glbe, nämlich in Magdeburg, gemacht. Der Magde­burger R. C. fetzte es damals bei den dortigen Gymnasien durch, datz den Schülern von Ober- sellutda an gestattet wurde, an einem von Mit­gliedern des Elubs geleiteten Ruderlehrgan teilzunehmen. Der Lehrgang kam auch zustand, und fand seinen Abschluß in einem Schüler- rennen. Leider blieb es bei diesem guten An­fang, ohne datz es zu einer organisatorischen Zu-

saurmensassung des Schulerruderns tn Magdeburg gekommen wäre. Auch an der Oder ging die Bewegung nach dem Tod Lavrpes zunächst wie­der zurück, und erst das große Interesse, welches der Damalige Kars er Wilhelm II. für das aka- demifche und Schüler-Rudern bezeigte, brachte eine Neubelebung.

E.nen besonders irachhalccgen Anstoß erhielt das Iugendrudern 1915 durch die Gründung des Iugenbruder-Brrbanbes in Berlin. Zu Vieser Zeit, wo fast alle aktiven Ruderer im Feld standen und die zurückgebliebenen älteren Den Bercinsberrieb nur mit Mühe aufrecht erhalten konnten, mußte der Gedanke, die Heranwachsende Jugend zum Rudersport heranzuziehen. auf fruchtbaren Boden fallen. Die Hoffnung trog nicht. Die Schüler- und Iugendruderei nabnt eine glänzende Entwicklung, die zu zahlreichen Bereiirsgrundungen führte. Die Organisation wurde ausgebaut und gefestigt. Dem Iugend- ruber-QkrbanD Berlin folgte 1919 die Gründung des Weser-Schüler-Luderverbandes in Hameln, 1921 die des Westdeutschen Schülerruder-Derban- des in Köln, des Ostdeutschen Schülerruderverban- des in Stettin, des Jugend rüde rverbanbes .Ost­mark" in Lands berg (Warthe), später des Kasseler Schülerruderverbandes und Anfang 1926 des Nord­deutschen Schülerruderverbandes in Hamburg, der, da sich seine Gründung schon längst notwendig machte, eine besonder- schnelle Entwicklung nahm. Man darf die Zahl der heute in Vereinen zu­sammengeschlossenen Schüler rüderer auf rund 11000 angeben, womit aber noch nicht alle Schüler- und Iugendruderer erfaßt sind, denn auch in Herrenrudervereinen bestehen schon zahl­reiche besondere Iugendabtellungen.

Die Einführung in den Deutschen Ruder- verband, diese machtvollste Organisation im ge­samten Rudersport, wird bestimmt einen weiteren Aufschwung im Gefolge haben.

ES kann feinem Zweifel unterliegen, daß diese Entwicklung sich nicht lediglich zahlenmäßig aus­wirken wird, sondern in gleichem Maß in sport- technischer und sportethischer Beziehung. Die

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hat einen zufriedenen Gatten, sie gibt ihm aber auch täglich den gesunden u. wohlschmeckenden

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Aufruf!

Als sozialdemokratischer Abgeordneter sprach einst in der Opposition der heutige Staaispräfident den Sah aus: Hessen hat mit einem, höchstens aber mit2Mintstern genug.

Hessen hatte 1914 4 Ministerien Hessen hat heute 1926 5 Ministerien.

Das Ministerium des Innern mit den Abteilungen für Schule, Landwirtschaft, Handel und Gewerbe hatte

1914 69 Beamte

Heute haben aber entsprechend:

Das Ministerium des Innern

das LandeSamt für das Bildungswesen

das Ministerium sür Arbeit und Wirtschaft

1926 198 Beamte

Gs waren beschäftigt:

In der Schulabteilung ..... 1913 29 Beamte 3m Landesamt für das Bil­

dungswesen .......... 1926 61 Beamte

Die Kosten der Zentralverwal­

tung betrugen.......... 1914 980099 Mk.

1926 1191765 Mk.

Nur Nutznießer werden eine derartige Entwicklung be­grüben. Im Interesse der Gesamtheit ist ein sofortiges Eingreifen notwendig.

Gs gill auf Grund des Dolksentscheids vom 5. Dezember einen neuen Landtag zu wählen. Nach Artikel 24 der Hess. Verfassung währt die Dauer dieses neuen Landtags big Herbst 1930, was im Hinblick auf irreführende Meldungen besonders betont fei. 9569c

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