Ausgabe 
21.10.1926
 
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Der

DRTHOMßSON'S

SEIFENPULVER

Len: so Haitisch Flossen

Um die Schlachlviehmärkte. Gegen die SperrviehmürHe, für Deibehal-

wurde kürzlich bei einem 5 Fuß langen eine Entfernung von Pilzen von den glücklich du^chgesührt.

wie ein Eskimo Ilcuyork ficht.

sunkiioniert. durch das Fisches aus einen langen leit aus der

Der Otto Mauser, gart. 1926. -

olbcne Gar?en. Gedichte. Don 44 S. 8°. Adolf Bonz & Co., Stuft» lieber 500 Seiten Lyrik. Wenn man

entscheidet sieh das Schicksal Jhrer Wäsche, und Sie selbst haben es in derJÖand. benutzen Sie daher zum Waschen nichts anderes als

wdfompson's Seifenpulver

und Seifix

(beides zusammen 4-54) Sie haben dann die §e - wißhe/f daß Jhre Wäsche geschont und nicht an­gegriffen wird.

Buntes Allerlei.

3n einem Fischkrankenhnus.

Die meisten Aquarien besitzen heutzutage einen besonderen Tank, in dem kranke Fische unlergebracht und von Tierärzten behandelt wer­den. Gewöhnlich begnügte man sich damit, die kranken Tiere hier zu isolieren und ihnen höch­stens lästige Pilze, die auf den Schuppen sich ansiedeln, fortzunehmen. 3m Reuyorker Aqua­rium aber ist ein riesiger Wasserbehälter in ein

Hessen in Berlin.

Der Verein der Hessen in Berlin, der am 10. August gegründet wurde und bereits über 200 Mitglieder hat, hielt am 14. Oktober im HotelRussischer Hof" in Berlin wieder einen Hessenabend ab, der außerordentlich zahl­reich besucht war. Rach geschäftlichen Mitteilun­gen des Vorsitzenden und musikalischen Dar­bietungen der Hauskapelle des Hotels kam die hessis^ Wesensart zum Durchbruch. Andreas Euler in oberhessischer, Kaufmann Hein­richs in rheinhessischer, Chemiker Dr. G ö l z und Ministerialrat Professor Maurer in Darm­städter Mundart unterhielten die anwesenden Landsleute mit heiteren Vortragen und weckten so in ihnen die Erinnerung an die ferne, ge­liebte Heimat. Der Abend bewies wiederum, daß die Gründung des Vereins ein sehr glück­licher Gedanke war, der in seinem weiteren Aus­bau hoffentlich bald alle Berliner Hessen zu ge­meinsamer Pflege des Heimat- und Zusammen- gehörigkeitsgesühls umfassen wird. Dazu können unsere Leser mithelfen, indem sie Adressen von in Berlin lebenden hessischen Verwandten oder Bekannten dem 1. Schriftführer des Vereins, Mi- nisterialamtmann Kriegbaum in 'Berlin- Halensee, Iohann-Georg-Strahe 12, mitteilen.

Organ kann dann nicht mehr arbeiten, und dem Fisch muß Erleichterung geschaffen werden. Der Patient wird bei diesem Eingriff auf eine schräg gestellte Platte gelegt, so daß der Kopf unter Wa'ser bleibt. Dann wird eine behutsame Mas- .sage norgenommen, um die Lust heraus,zupress<.n. Genügt das nicht, so muß der Chirurge di- Blase mit einer Radel punktieren. Sehr große Fische sind schon im Reuhorler Aquarium operiert wor-

Das lann hervorgerufen werd-'' zu Plötzliche Herausnebmen eines dem Wasser: der Fisch tut dann Alemzug, ohne vorher Die Flüssig- Blase ausgestoßen zu haben. Das

richtiges Krankenhaus verwandelt, in dem ver- sch.e^ne Ope.a io. ea vorgenommen werden. Man hat beobachtet, daß die Genesung von Süßwasser­fischen durch eine Anzahl von Bädern in See- wasser beschleunigt wird. Deshalb werden kranke Karpfen oder Forellen in emo Abteilung dieses Krankenhauses" gebracht, die stets frisches See- walser enthält, während andererseits Meerfische kurze Zeit in Süßwasser gebracht werden.^Bei manchen Krankheiten ist das Eingreifen des Fisch- Chirurgen notwendig. Der kranke F'osienträzer wird in einen be'onderen Raum dieses Kranken­hauses gebracht, wo ihn der Arzt mit einer Hand hält, während er mit der anderen den Eingriff vollzieht. So werden Geschwülste entern!, die sich manche Fische durch das beständige Gegen­stößen gegen die Glaswände zufü^en, oder Wun­den werden behandelt, die sich kämpfende Fische beibringen. Die äußeren Enden der Flossen wer­den oft beschädigt und mässen dann abgefchnitten werden. Eine schwierigere Operation ist die Punktierung der Schwimmbla'e, wenn diese nicht

geben in kochendem Wasser aufgelöst vorzügliche \ \\ Fleischbrühe; sie ersparen das Auskochen von teurem Suppenfleisch.

Deutschlands hielt in Frankfurt a. M. eine | stark besuchte Versammlung ab, zu der auch j die Landwirtschaftskammern. der Deutsche Fleischerverband, Schl ach t- unb Viehhofverwaltungen, sowie der Zentralverband der Deutschen Fleischec- g e h i l f e n Vertreter entsandt hatten.

Rach einem Referat über die s euch en- veterinärpolizeilichen Vorschriften 1 ü r die Viehmärkte, dessen Forderung dahin ging, daß es nicht einzelnen Beamten über­lassen bleiben dürfe, einen als Sperrmarlt zu erklären, wurde unter ausdrücklicher Zustim­mung sämtlicher Viehhändlervcrbände aus dem Reiche (die sich in Süddeutschland jetzt zu einer Arbeitsgemeinschaft zusammengeschlossen haben), folgende Entschließung e'nstimmig angenommen:

..Die in Frankfurt versammelten Vertreter der deutschen Landwirtschaft, des deutschen V'eb- handels und des deutschen Fleischergewerbes be­klagen es außerordentlich, daß durch bie über­st r e n g e Handhabung der Ausführungs­bestimmungen des Reichsviehseuch en­ge seh es in verschiedenen Schlachtmärkten eine Entwertung des Viehes herbe'geführt wird, d-e auf die Dauer nicht tragbar ist. Die Versammlung hält es. bei Anerkennung aller Notwendigkeit einer wirksamen Bekämpfung der Viehseuchmi, durchaus nicht für erforderlich, bei vereinzelten Seuchenfeststellungen den ganzen Markt als S p e r r m a r k t zu erklären. Die bisherigen Bestrebungen sollten mit Rach­druck weilerverfolgt werden."

Lieber die Montagsviebmärkte ergab sich, daß der Bund der Viehhändler Deutschlands gegen eine Verlegung ist, ebenso tote die Großviehhändler. Die Landwirt- schaftskammem können ihren Standpunkt noch nicht festlegen. Der Deutsche Fleischer­verband tritt auch gegen eine Verle­gung auf, die dem Flwschergetoerbe drei Ar­beitstage rauben würde. Rur der Zentralverband der Deutschen Fleischergehilfen ist für Einführung der Sonntagsruhe, also für Ver­legung der Montagsmärkte.

tung der Montagsmärite.

Bund der Viehhändler

sie ehrlich und seßhaft bis zum Ende durchgelesen hat, drängt es sich unabweislich auf: was wirklichen Wert hat in diesem Bande, wäre im zehnten Teil des Umfangs leicht zu fassen gewesen. Gerade bei Gedichten und heute zumal kommt es auf selbstkritische, schärfste Auslese an, nicht auf wahl­lose Fülle. Allzuviel kranke Leidenschaft, allzuviel Eros, allzuviel Politik. Und immer wieder stößt sich Blick und Ohr an Absurditäten des Stils, am verkrampften Wort, am Reim um jeden Preis. Weniger wäre weit mehr gewesen. Die Verse und Bilder, die echten Klang und Farbe haben sind auf 50 Seiten untergebracht. (Nebenbei: Wer lieft heute Gedichte? Wer's aber tut, greift bestimmt eher zum schmalen Bändchen, als nach dem kleingedruck­ten Wälzer.) 532

allen Ange st eilten und Arbeitern, die das 18. Lebensjahr vollendet haben, am 1. Oktober ein Jahr im Werk tätig sind und deren Einkommen 8000 Mark nicht Übersteigt, Prämien gewährt werden. Für das Jahr 1926 ist der Bemessung der Prämie ein Grundbetrag von 20 Mark zugrunde gelegt. Hierzu kommt ein Zuschlag, der sich nach Dienstalter und Leistung richtet. Dieser Zu­schlag beträgt für 1926 3 Mk.. für jedes vollendete und anrechenbare Dienstjahr und eines weiteren Zuschusses von 10 bis 80 Mk., je nach der Höhe des Einkommens. Die Auszahlung dieser Prämien er­folgt Ende November. Dem ..Höchster Kreisblatt* zufolge müssen in den letzten Tagen wieder gif­tige Abwässer in die Nidda geleitet wor­den sein, denn zahlreiche Fische treiben tot mit stark gedunsenem Leib auf dem Wasser. Woher diese die Fischerei außerordentlich schädigende Ver­seuchung kommt, konnte leider noch nicht festgestellt werden.

WSR. Hanau, 20. Oft. 5in<n Selbst­mordversuch dur ch Erschießen unter­nahm gestern nachmittag der 53jährige frühere Betriebsleiter der Hanauer Stra­ßenbahn, Friedrich Wilhelm P o s e r , gegen den am Vormittag vor dem Hanauer Schöffen­gericht wegen lirkundenfälschung und Untreue verhandelt worden war. 3n der Mit­tagspause. vor Beginn der Zeugenvernehmung, begab sich der Lebensmüde in eine abgelegene Gegend der Stadt und richtete die Waffe gegen sich selbst. Der erste Schuß ging fehl, während der zweite ihn in die Brust traf und die Lunge durchschlug. Er wurde ins Krankenhaus ge­bracht und schwebt noch in Lebensgefahr.

Die Frauen haben hier nackte Hälse, aber ich glaube, ich würde mich daran gewöhnen. Sie müssen sich gut zur Ehe eignen, denn sie sind gehorsam und rauchen Tabak. Sie sind so schön wie ich nur je eine Frau sah. aber fo dünn, so dünn, wie verhungerte Eskimo-Zungen. Warum bekommen sie nicht genug zu essen?" Mit diesen Worten äußerte sich ücer die Reuyorkerinnen Abie Droomfield, ein Hundeführer von Labrador, der von dem 56. Grad nördlicher Breite mit dem Polarforscher Donald B. Mac Millan nach der amerikanischen Hauptstadt gekommen ist. Was er gesehen, erklärte er, seigenug, um meinem Stamme eine ganze Polarnacht von sechs Monaten hindurch davon zu erzählen". Als man ihn fragte, ob er ein Reuyorker Mädchen heiraten wolle, erklärte er sich sofort dazu bereit, aber er machte eine Bedingung: Er müsse sie, sagte er,zuerst ein Jahr nehmen und füttern. Ich will ihr viel gedörrtes Schweinefleisch zu essen geben, dann wird sie recht fett werden und eine gute Frau für den besten Hundeführer auf dieser Seite des Rordpols". Es war ein denkwürdiges Schauspiel, als der 45jährige rotbäckige, kindlich dreinschauende Eskimo, der vorher niemals eine Siedlung von mehr als 50 Personen gesehen hatte, durch die Millionenstadt am Hudson fuhr und plötzlich aus einer um 10 000 Jahre zurück­liegenden Kultur in das modernste Leben verseht war. Als er von dem Turm des World- Gebäudes auf das Menschengewimmel im City Hall-Park herniederblickte, sagte er:Das sieht aus wie Moskitos in Labrador oder wie die Renntiere im Frühjahr, wenn sie in jeder Rich­tung durcheinanderlausen." Heber den Wool- worth-Wolkenkratzer meinte er:Igloo shoack! Igloo shoack!" d. h. sehr, sehr großes Haus, und er fügte hinzu,das ist größer als Kap Mug- ford". Es war ein Tag des ewigen Erstaunens für Ab.e. Im Zoo sah er Tiere, von denen er niemals vorher geträumt hatte: er fuhr zum erstenmal mit der Untergrundbahn,' er besuchte den RiesendamsrierMafestic" und sah ein Luft­schiff über seinem Haupte fliegen. Er besuchte des Abends ein Variete und war Gast bei einem großen Essen im Astor-Hotel. Er staunte mit offenem Munde und schließlich sagte er gar- nichts mehr.

Büchertisch.

Toni Schwabe: Der Ausbruch ins Grenzenlose. Ein Goethe-Roman. Umschlag­zeichnung von Irma Breusing, Einbandzeichnung von Professor Dr. W. Tiemann. 175 S. 8°. Preis geheftet 3 Mark, in Leinen gebunden 5 Mark. Ver­

lag von Albert Langen in München. Toni Schwabe, die bereits inUlrike" einen Roman von Goethes letzter Liebe gegeben hatte, schildert hier die letzte Zeit vor Goethes fluchtähnlicher Reife nach Italien, Tage in Weimar und Jena, die Wo- eben mit der Hofgesellschaft in Karlsbad, die letzte Fahtt mit Frau von Stein von dort nach Schnee­berg, das schwere, halbverblutende Losrcißen Goethes aus Heimat, Gewohnheit, Amt und Liebe, den Ausbruch ins Grenzenlose" des selig-unseligen Lebens in Freiheit. 548

Hermann Löns als Charakter. Bon Dr. Konrad Eilers. (Beiträge zur niedersächsischen Literaturgeschichte, herausgegebcn von Wilhelm Dci- mann, Band III). 200 Seiten 8°. Kartoniert 3,60 Mark. Adolf Sponholtz. Verlag. Hannover 1926. Aus den fiapiMn dieses Buches wächst uns oft mit einer überwältigenden Nähe und Greifbarkeit die imponierende Persönlichkeit des unvergeßlichen Menschen und Künstlers Hermann Löns entgegen. Das ganze Werk tut sich wieder vor uns auf, und mit dem Werk der Schmerz um das, was der Krieg uns genommen hat. Das Buch von Eilers, wissen­schaftlich korrekt, menschlich bescheiden und taktvoll, rundet aus einer Fülle von Einzelzügen ein unge­mein plastisches Bild dieser seltenen unb einsamen Seele. Was dem Ganzen seinen besonderen Reiz verleiht, ist das quellenmäßig Unmittelbare, aus dem der Verfasser schöpft: Ausspruche, Driessteven, Sätze aus den Lönsbüchern, Schilderung derer, die Löns im Leben am nächsten standen, bauen das Bild, formen das Geistige dieses ..Menschen mit seinem Widerspruch" so klar und urwüchsig, daß man das Ganze, das alle Lebens- und A'.isdruckssormen zu erfassen sich bestrebt, oft wie einen Roman, wie eine Biographie und Beichte liest. Dies tut der wissen­schaftlichen Gediegenheit der Arbeit (die fast alle maßgebende Literatur verarbeitet) ebensowenig Ab­bruch, wie der klare, volkstümliche Stil, der von einer derartigen Darstellung durchaus zu verlangen ist. Man muß dem Buch eine recht weite Verbrei­tung wünschen, denn es hilft mit, ein deutsches Ver­mächtnis zu bewahren. 566

Die Zucht der Menschenpflanze. Von Srirlbet Burbank. Gewidmet den 20 Milliv- nen Schulkindern in den offcntlidyen Schulen Ame­rikas und den ungezählten Millionen unter anderen Himmeln. Ins Deut'che übertragen von Dr. Adolf Danner. 65 Setten 8°. O. R. Reisland, Verlag. Leipzig 1926. D e kleine Schrift gibt nach einleitenden, biographischen Bemerkungen über den Verfasser eine Rühe kurzg ^aßter Rat­schläge und Erörterungen zur physischen unb geistig-psychischen Pädagogik deS Entwicklunas» alterS. 535

Zwischen P o l und Aequator. Tierqeographi'che Lebensbilder von Dr. Kurt Floericke. Mit 14 Abbildungen und Kärtchen und einem farbigen Umschlagbild. Kosmos, Gesell­schaft der Raturfreunde, Stuttgart. In einen zoologischen Garten sehen wir allerlei fremd- ländische Tiere, und wenn wir bann an den Täfelchen lesen, wo das einzelne Tier her­stammt, wo es vorkommt, so staunen wir oft über unsere Unkenntnis der Tiergeographie. Das ist nämlich ein Gebiet, das früher viel vernachlässigt und nut dilettantisch gepflegt wurde. Unb doch bietet es ungemein viel Belehrendes und Reiz­volles, wenn man das Thema so betrachtet, wie Dr. Kurt Floericke in dem vorliegenden Bändchen getan hat. Er gibt nicht eine trockene Auf­zählung aller möglichen Tierarten und ihrer Ver­breitungsgebiete. sondern er bietet tiergeogra­phische Lebensbilder, das heißt, er greift be­zeichnende Typen heraus und zeigt un8, weshalb sie in bestimmten Ländern Vorkommen und wes­halb sie nicht darüber hinausgehen können. >09

Rhernhefsen.

WSR. Mainz, 20. Ch Der kürzlich in Reuyork verstorbene Deutsch-Amerikaner Louis T. Lehmeier h-at 13 verschiedenen Mainzer Krankenhäusern. Waisen- Häusern, Alten- und Krüppelheimen die stattliche Summe von 7 5 0 0 0 Dollars vermacht. Ein Testamentsvollstrecker hat die Verteilung der Legate an die Anstalten persönlich geleitet und beaussichtigt. .

WSR. Mainz, 19. Oft. Die .Mainzer Volkszeitung" bringt eine Mitteilung, wonach sich beim Abtransport des Z u ch t = Hauslers Weon nach Butzbach zwei soge­nannte .Damen" an diesen herangedrangt haben, um ihm Pralinees zuzu stecken. Die , Damen" konnten von den Degleltmannschaiten noch rechtzeitig an ihrem Vorhaben v e r hin­dert werden. Die Bevölkerung gab rhrem Miß­fallen über das schamlose Vorhaben entsprechen­den Ausdruck.

Preußen.

Langfristige Krsd.Le für Domänenpächter in Preußen.

Wie der ,Amtliche Preußische Pressedienst" der Antwort des Ministers für Landwirtschaft, Domänen und Forsten auf eine kleine Anfrage einiger deutschnationaler Landtagsabgeordneter entnimmt, ist durch Erlaß des Reichsgesetzes betr. Ermöglichung der Kapitalkredttbeschasfung für landwirtschaftliche Pächter vom 9. 3uli 1926 den Pächtern Gelegenheit zur Erlangung langfristiger, billiger Kredite ge­geben. 3n geeigneten Fällen gewährt die Do- mänertoertoaltung selbst Darlehen zu geringem Zinsfuß in Form von Tilgungsschulden. Ferner beabsichtigt die Domänenverwaltung. Pachtrilckstände nach einem für die Pächter trag­baren Tilgungsplan einzuziehen. Die Verhand­lungen hierüber sind noch nicht abgeschlossen.

Krcis Wetzlar.

kz. Garben heim, 20. Oft. Die Frage der Eingemeindung non Garbenheim nach Wetzlar Ist neuerdinas wieder zur Ruhe gekom- men. In einer Sitzung des Gemeinderates wurde in vergangener Woche die Eingemeindungs- frage als vorläufig nicht dringend von der Tagesordnung abgesetzt. Obwohl die hiesige Ge­meinde 350 Prozent Umlagen erhebt, möchte man doch keinen Anschluß an Wetzlar, dessen Vorzüge weit hinter den finanziellen Nachteilen zurückstehen. Für die weitere Entwicklung der Stadt Wetzlar und insbesondere der Lahnkanalisierung wegen würde die Verbindung GarbenheimWetzlar, der Stadt von großem Nutzen fein. Es wird hier abgewartet werden, was die Zeit weiterhin bringen wird.

Kreis Breveukopf.

sch. Gladenbach. 20. Oft. Ein schwerer Unfall ereignete sich bei Wommels­hausen. Ein Radfahrer kam durch den Schmutz der Straße ins Rutschen, verlor b c Ge­walt über sein Rad und fuhr mit starker Gewalt gegen eine Telegraphen st ange. Der Bedauernswerte zog sich so schwere K o p f - und Schulterverlehungen zu. daß er nicht mehr transportfähig war und in einem Haus von Wommelshausen vorläufig unter- gebracht werden mußte.

Kreis Marburg.

sch. M a r b u r g. 20. Okt. Der Verein für Luftfahrt Marburg, der bereits im Besitz eines Segelflugzeuges ist, beabsichtigt, demnächst auch noch ein Motorflugzeug an- zukausen. Es handelt sich um einen Mark-Ein- decker, 30 P.S., der zwei Personen ausnehmen kann und als Sportflugzeug Verwendung finden soll. Die Marburger 3u genb- herberge. die dem Gau Main, Lahn. Fulda des Verbandes deutscher Jugendherbergen ange­schlossen ist, war in diesem Fahre nicht so gut besucht wie im Vorjahre. D e Besucherzahl im Fahre 1926 bis Oktober betrug 242 si während sich bte Gesamtzahl der Beherbergten im Fahre 1925 auf 3878 belief. Daß in diesem Jahre die hiesige Gegend weniger aufgesucht wurde als im Vor­jahre. führt man auf die Geso lei in Düsseldorf zurück, die auch das Ziel unzähliger Wanderer gewesen ist.

Oberwesterwaldkreis.

WSR. Hachenburg, 20.Okt. Der Post­bote Robert Stahl aus dem benachbarten Alt­stadt ist nach Unterschlagung von Zahl­kartengeldern, deren Höhe noch nicht er­mittelt werden konnte, flüchtig gegangen.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 20. Okt. Gemäß ministerieller Anordnung ist der Beginn der Polizeistunde für Frankfurt a.M. allge­mein auf 2 111)r morgend festgesetzt worden. Die st ä d t ische n Strand- und Luftbäder lind während der verflossenen Badesaison (Mai- September) von mehr als einer halben Million Badegäste besucht worden. Vergangene Rächt gegen 11.30 Uhr wurde ein in der Keplerstraße wohnender junger Wann mit Stichverlehungen im Rücken in hilf­losem Zustande aus einer Wirtschaft in der Eckenheimer Landstraße auf das Polizeirevier und von dort nach dem Heiliggeisthospital verbracht. Der Täter, ein in der Eckenheimer Landstraße wohnender Elektromonteur, wurde in das P o l i- zeigesängnis eingeliesert. Vergangene Rächt wurde einer in der Rheinstraße wohnen­den jungen Dame in der Rähe des Westend- Platzes von einem jungen Mann die Hand­tasche entrissen. Die lieberfallene rief um Hilfe, so daß eine in der Rähe vorbeifahrende Radfahrstreife der Schutzpolizei den Täter ver­folgen und f e st n eh m e n konnte.

WSN. Höchst a. M., 20. Okt. Die Farb­werke haben durch Anschlag bekanntgegeben, daß