Gefahr, baß dies« Unsicherheit und Unberechenbarkeit der Lage wie vor allem des Marschalls PilsubskiS selbst sich einmal in einem ganz unerwarteten Moment nach außen entlädt.
Daß dabei die deutsch-polnischen Beziehungen nicht Weilerkommen, ist kein Wunder. HandelsvertragsverhaNdlimgeN, Thor»" zow, Kattowiher Prozeh — immer ditselbr länge und länger werdende Liste von Beschwerden lind Streitpunkten, die zwischen den beiden Staaten - und wahrhaft ohne unsere Schuld — hängen. Und dahinter auch immer dasselbe: die deutsch- polnische Grenze, wie sie heute ist, ist unmöglich. Ein eigenes Utieil, Wie dieser ostoberschlefische Wahlsieg der Deutschen, zeigt ÖaS ebenso wie Pn« Urteil allmählich der ganzen Wett über die bitte Unmöglichkeit des s og. Korridors. Riemand in der Welt wundert sich deshalb auch, dah, wenn die sogenannten Työirh-Gsspräche weitergehen sollten imö wenn, was immerhin möglich ist. von bet französischen Seite di- Frage der polnischen Grenze und Ihrer Garantie' aufgebracht würde, das dann Von Deutschland, und zwar wohl von allen Parteien übereinstimtNenö a b g e l e h n t würde. Wir können die deutsch- polnische Grenze nickt garantieren, weit sie eben unmöglich ist wftf> da man auf der polnischen Seite trotz aller wachsenden und unlösbaren Schwierigkeiten än dieser Grenzziehung leidenschaftlich sesthält wie das Jahr 1918 sie Polen gebracht hat, so haben wir uiid hat die europäische Politik eben den Zirkel, aus dem Me polnische Frage nicht herauskommt.
Sie ist ein Tel! der groben Ostprobleme, auf diedieZtrsammenkunstTschitscherins mit dem türkischen AußenMinister in Odessa am 12. und 13. RoveMber von einer anderen Seite her das Licht geworfen hat. Wan hat in der Presse viel von der Zusammenfassung Asiens gesprochen, an die dabei gedacht worden sei. Sogar China mib Japan wurden hereingezogen in diese Kombinationen, zunächst einmal zwischen Rußland Und Türkei, denen sich Afghanistan und Persien anschlietzen würden. Dergleichen Gedanken find wohl vorhanden, liegen aber ganz in weitem Felde und insoweit hat der „TcmpS" durchaus recht, wenn er da von einem Muff spricht. Es ist ein Stück der „russischen Vettrdgs- offensive", das sich da abspielt. Mit der Türket hat Rußland }a schön einen Vertrag, Mit Asgha- nistan desgleichen, Mit Persien ist er in Vorbereitung. Wenn man jetzt art einen sogenanitteik Dachvertrag denkt, so ist das Nicht etwas besonders Aeues, söndeim ein Stück m 5er ganzen Politik, die eben Mit Litauen zu einem erstes Erfolg gekommen Ist und mit Lettland 11116 Estland weiter betrieben wird.. Es ist die Politik neben und gegen den Völkerbund.
Die Türkei, noch nicht tm Dölketbütch, aber auf dem Wege dähirt, sucht diesen Entschluss der sicherlich für sie Nicht vermeidbar isst mit Recht sehr teuer zu verkaufen. Zwischem England und Ruhland gestellt, Ist sie füt dir englische Politik um so wertvoller, wenn sie rttllidestcrts die Geste macht, Mit Ruhland in ein enges Verhältnis zu treten Das ist der ©in-rt der -ZttsummeNsunst von der Türkei aus. Von Ruhland aus aber hatte sie den, Europa die Energie Und Zielsicherheit der russischen Politik, verbunden Mit absoluter Friedlichkeit zü zeigen, die Selbständigkeit dos Osten- vielleicht sogat irt der Verbindung Mit Asien. Die Gefahr also eines solchen Ostens wird gerade im Augenblick, wo die französisch- russischen Schulden-Verhandlungert wieder beginnen sollen unh Tschitscherin zu Btikmd Nach Paris fährt, Rußland ein besonderes Gewicht, eine besondere Folie in der großen Politik der- leihen.
Diese Vorgänge sind wichtig in erster Linie natürlich füt E n g land. Sie sind aber auch wichtig für den Völkerbund, weil die Anlage dieser russischen Vertragspolitik, die völlig uneingeschränkte Garantie- uttd Reuttalilätsver- träge schließt, überall öle VölkerbUttdszuäehörig- keit berührt bzw. den Artikel 16 direkt hertzin- zieht. Bei Litauen, das Mitglied des Völkerbundes ist, liegt das auf 6er Hand. Bel der Türkei, die Noch Nicht Mitglied ist. ist das aber auch von Wichtigkeit füt die ErtvägUNg, wie sie in Genf erscheinen wird. Zit allem ÜebetftUß hat Persien irt eilleM Schreiben all den Äölr-rbunS> _in bezug Nus die Verträge von Locarno erklärt, *baß es sich die ÄrguMeüte Bet Aaridfiaatert, namentlich Finnlands gegen den Artikel 16 zu 'eigen mache. Daher wird diese Frage jetzt in Genf, wo am 6. Dezember der Völkerbunds- rat zum ersten Male unter Tttlridhhn> Deiüsch- lands zusaMmerttteteN soll, eine große Rolle spielen: cs soll ja schort vorher in tlti-erii TlniSk- ausschUh diese Frage erörtert werden. Wir haben von Anfang art, als im Frühjahr 1925 die ganzen Erörterungen in Gang tarnen, votansgrsngt, dass der Artikel 16 von zentraler Bedeutung von dcr anderen Seite authentisch interpretiert werden müsse. Tlrtsete Regierung hat sich begnügt nut dem Schreiben, das die vier anderen Mächte in Locarno der deutschen Vettreftmg Übergaben Damals haben wir daS Nicht dis ausreichend bezeichnet. Dah wir recht Hattert, zeigt die jetzige Situation. Wie verwickelt sie ist, wie weit sie ausgreist, das hat wobl dieser kurze llebrvblirf auf die Ostpolitik wieder gezeigt Hoffentlich geht die deutsche Vertretung auf alle Weise wohl-- vorbereitet zu dieser Erörterung, die nicht nur Deutschland selbst berührt, sondern voll btt ja dl le jene halb und dreiviertel dntctefjierfen aus dem Osten annehmen und erwarten, dah Deutschland nunmehr im Völkerbund diese schwierige Frage auch für sie mit burchficht!
Gießener Jugendgericht.
6n der Sitzung des FugendgerickNS voin 19. Rovember wirkten als Fugeichschösfen mit Frau Sölianha ® r ö fj c r und Schlosser Heinrich G r e g o r i u S. beide von Gießen.
Es stand nur ein Fall zur Verhandlung. Gilt Fugendlicher von lc Nutzten, bet scholl verschiedentlich die Arbeitsstelle g-wechselt hat und irtl vergangenen 3abre wegen FahrraddiebstahlS zu einer Gefängnisstrafe vhn einer Woche verurteilt worden ist. hat einen, jugendlichen Mft^ arbeitet ein Fahrrad abgefchwindell. Er suht daraus nach Berlin und veräußerte das Mrd unter seinem wahren Werl. Da ec keinen festen Wohnsitz batte, wurde er verhaftet und hierher gebracht. Der Geschädigte hat fein Rad wiebek- erhalten. Das ihteit lautet auf Vier Woche n Gefängsls, vor denen dk?i als durch die erlittene Untersuchungshaft verbüßt erklärt würden. Hinsichtlich des Strafrestes wurde Straft aufschub mit vierjähriger Bewährungsfrist ge* währt. Gleichzeitig wurden Erqiehungsmahregeln angeordnet, über die der Bormundschaf törichter befinden wird.
Aus der Provinzialhauptstadt.
Gießen, den 20. Rovember 1926.
Totensonntag.
Im harten Existenzkamps, im Ringen ufh die Güter der Erde, im Streben nach Genuß und Ehre, lassen viele Menschen eine sehr wichtige Aufgabe „außer acht, daß ist die Aufgabe, mit dem Sterben innerlich fertig zu werden, mit dein Sterben lieber Angehöriger und mit dem eigenen Sterben. ES ist so bitter, teuere Menschen in das Grab sinken zu sehen, besonders, wenn sie aus froher, hoffnungsvoller Fugend, aus rüstigem Arbeiten abgerufen werden. Kein Schmerz ist stz groß als der Schmerz um den Tod eines Kindes. Da wird die Seele schwer verwundet in alle Lebensbeziehungen hinein greift der Vertust. W. Raabe ging oft in Braunschweig mit Freuden nach einem benachbarten Dorfe: als er eine sechzehnjährige Tochter verlöten hatte, finb er diese Gewohnheit auf. denn der Weg ührte an dem Friedhöfe vorbei, und dem Vater war eS immöglich, in heiterem Gespräche an dem Orte vorüberzugehen, wo fein Kind ruhte. Wie düstere Rächt legt es sich auf die Seele deS Menschen, wenn et sich klar macht, daß die Welt auch ohne ihn einmal ihren Gang gehen, daß der' Frühling blühen wird, ohne daß et cs sieht, baß die Lerche singen wird, ohne daß er cs hört, daß die Heimat mit ihrem traulichen Leben weitet besteht, ohne daß er etwas davon empfindet. Es ist eine eigene Sache um das „Zerwerben" des Leberts, wie die mittelalterlichen Mystiker getagt haben, wenn sie än den Tob dachten.
Geistig hochstehenden und telfert Menschen ist eS gegeben, übet das Sterben als einem Raturgebote mit derselben Ruhe zu sprechen, wie man übet 6en ilrttctgdng der Sonne nach einem schönen Tage spricht. In seiner berühmten Rede übet das Alter sägt Fäkbb G 11 tii nt tttlt einer heinähe heiteren Lebensweisheit: „Alles, was begonnen hat, muß auch aushören, der Stab, den du oben fassest, unten geht er zu Emde. Die RdtUr, gütig und grausam zugleich, mit dem einen Auge scheint sie srdy auf das neu- gebotene Kind nieder, mit dem anderen unerbat- tuend aus die Leich? des alten Mdrriies. Fede Abweichung Völl ihteiN festen Gänge brächte Störung, wider den Tod ist kein Kraut gewachsen... So lange uijs die ©Ohrte leuchtet, ist Veit des Wirkens, bis unsere Tage ausaclebt und wie einzelne Tröpfen vom Dach rtiedergefallen sind. Wir treten auf die Erde und schreiten über den Grund hin, bis wir in den mütterlichen Schoß zltküüsirtkcn. Män wird, wenn Man diese Worte liest, nicht vergessen dürfen, daß sie dek treffliche Erforscher des germanischen Altertums, bet tiefsinnige Deuter bet deutschen Sprache, geprägt hat, als er 75 Fahre alt tritt und aus ein urtgeMeirt ertragreiches Lebens werk zurückblickte. Eine Lebensweisheit dieser Art versagt jedoch da, wo der Tod in grausamer Weise das Glück einer Familie vernichtet, wo er hoffnungsvolles Lebert nicht zur Entfaltung kommen läßt. Sjtet kann nur Der religiöse Glaube die Schrecket! bet Vernichtung besiegen. Fn guten, glücklichen Tilgen ist es leicht, ein sogenannter „Freigeist" zu sein und über das Kirchgehen bet „ Frommen", wie mail spöttisch sagt, Scherze zu machen, wenn aber der Tod Nach einem Menschen die Hand ausstteckt, bahn sucht er fehle Zuflucht in der Bibel, Und in den GldUbertslledern bet Christenheit. Beide reden zU ihm von einem leben- bigert. Persönlichen Gott. Irt dessen Hand die Menschen sind, ob sie leben oder sterben, irt dessen Liebe alle geborgen sind. Es ist unmöglich mtzunehmen, daß dieser Gott sd grausam wäre, unS in Liebe mit ahbeten zü verbinden, um sie Uns Nack kurzer Zeit wieder zu nehmen, daß et Uns das Streben, besser Und teirttr zu werden, in die Seele gelegt habe, um uns bdttrt tfl ewige Rächt zü schleudern, baß er uns eine Ahnung von seinem heiligen Wesen gegeben habe, itin Uns Ödlin wieder für imMet vkM sich zu trennen.
Fn FesUs, ill deM uns öle Liebe Gottes eilt» gegerttrih. Und bet selbst von betti Tod nicht überwunden worden ist, findet bet Christ die Bürgschaft seiner Hoffnung auf ein Weitetlsben in her Ewigkeil. Christliche Art ist es Nicht, dieses Weitetlebetl mit irdischen, phantastischen Farben guszumalen. Auch die Bibel ist in dieser Beziehung ganz klar und ohne phan^ tastischeN Tleberschwartg. FN bet Offenbärutig Fo- haNrtis heißt eS von den SeligeU: „Sie wird Nicht hießt hungern hr<ß bürsten, öS wird auch Nicht auf sie fdlteii Bie Söhne ober irgend eine Hitze', und Paulus schreibt art die Thessalonicher: „Wir werben Del Dtnt Hettt! fein allezeit". FN die Sprache unserer Zeit übettrageti heiß! das: Fm jenseitigen Leben sind wir Mit Gott untrennbar verbunden, dort ist das schmerzliche Gefühl bet Schuld von UUs flertDnuhen. aller EtVenmüngel sind wir dort enthoben. Dort kommt kein Bll glück-böte mehr ztt Urts dort brauchen Wik nichts mehr zu fütdBfeti, daß sich Unerwartet ein dunkles Schicksal aus UNS herrtiedetsenkl. Die biet in Tränen DOhetndnber geschieben find, ftw den sich im ewigen Lebcll wieder zusammen.
H; 8.
^omntuttaipvUti?chev PiskusflonsabenS.
Män schreibt UNS: Daß die Behandlung ioinnittnalpolitischcr Fragen für viele voll be^ sonder em Aukeiz ist. bewies der überaus zahlreiche Besuch des fünften Vortragsabends der D e U t f ch N a t i ö n c! I e ii Boltspartei atzt Dienstag, Del dem Stadtv. ArtlisgettchtSBirektot Schmäht über „Städtische Angelegenheiten" sprach. Fn feinen nahezu zweistündigen AtiSsührungen warf et zunächst einen Rückblick auf die letzte Stabtvcrordnetenwahl, ging auf die damals von gegnerifcher Seite erhobenen Ängttsse ein und zeigte, baß sich dort allmählich eine Wandlung der Artschauurtaen vollzogen habe. Er beleuchtete ha rin bie ZUfaMmelldrbeit Mit Den übrigen Ftaktivnen und mit Der StadtverwaltUrtg. Art Hand des städtischen Voranschlags gab er eitlen Beberblick über bie CirtrtgbMen itnb Ausgaben bei den cinzeltieii Titeln. Redner de- händelte U. ,d. die Frage bet WeitetsührUrtg der clektrifchenStraheNbahtt nach Wieseck ’.'rib hie Läge des Elektrizitätswerkes. Er Wiks auf den gtirtstigen StttMiliesemrtgsvkttrag mit dein Großkraftwerk Borken bin. sprach über das GaS - UNb Wasserwerk, über Öle Erwerbung bet Har 8 thöfe und des Hotels Einhorn, über den Bau ßct Volk-Halle, die Bebetnahme Ves VolkSbabeS und daß Wohnungsbauprograritm. und wär hl et
Rätsel-Ecke.
Silbenrätsel.
dg — art — au — barti — dar — de — e — e — e — fl — glis — ha —- ha — Hirsch — t — l — ib — ka — la — land — Ii — mus — na — na — naph — nau — ries — ni — que — qui — ras — re — rkth — faf fee jen — spla — tya — tu — vers — za.
Äus vorstehenden 41 Silben sind 16 Wörter zu bilben, die folgertbe Bedeuturtg haben: 1. Ort in der Schweiz lKantoli Zürich): 2. schriftliche Zusicherung: bSNische Insel: 4. römisches Unterkleid: 5. Lebern art; 6. rtorbischer Dichter, 7. Humanist: 8. weidmännisches Lignal; 9. Stadt in Chile: 1U. biblische Stadt: 11. Edelwitd; 12. freier Platz: 13. Stadt in Otoenbiirgj 11. ttrbölart; 15; Stadt in Hessen- Kassel: 16. weiblicher Petsonertiiame. — Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die Ansangs- und Enbbuchstabeii, beidemal von vorn nach hinlen ge» lesen, ein Sprichwort.
.Hreiizwvrtrrttsel.
6 11
1. Don links nach rechts:
1. Stadt irt ^übtirdl; 6. Pupagelertart) !1. per
fisches Gewebe: 10. Stadt in Italien; 11. Genuß« Mittel; 12. Gedichtsorm; 14. Lebensende; 15. europäische Hauptstadt; 16. Aggregatzustand bss Wassers;
19. Gesangslaut; 21. arienldiHdjcr Titel; 23. Fluß In ber Schweiz; 21. Stabt in Westsalert; 26 Mser- bftartze; AI; Titel ciflls Zvlaschert RomäliS; 28; Wasierpfldtize; 29, Titel; 30. Ncbehfliiß ber Dortdu; 31. Betgmeide.
2. Dort oben Nach U h t e h :
1. Böriertpapier. 2. seemönnsichi. Bezeichnung, 3. altoholtsches Getränk; 4. römischer Gott; 5. Le- benshaUch; 6. Gattürtgsbeqrlff; 7. Stabt in Brasilien; 8; südametikmiisches Gebirge; 13. Gotteshaus, 17. germanische Göttin; 18. Rat der Alten; 19. Hafenort im ehemaligen Dkutsch-Ostafrikd; 20. Musikinstrument; 22. Nebenfluß der Donau; 23. Tafelst sch! 25; Tierleiche; 26; starkes Seil.
KrattzkKtsöl«
Begonie — Chtysahthemum — Edelweiß — Efeu — Ehrenpreis — Erika — Heliotrop — FwMortelle — Iris — Levkoje — Nelke — Schneeglöckchen — •öirtnia;
Matt ordne bie Blumen In Iwrstkhetidem Kkcttlze anbers; das Wort, bas die Anfangsbuchstaben urts darin fagea, wird der Kranz sein, bett Mir am Totensonntage auf den Ruhestätten unserer uns im Tobe vordusgegangenkrt ArtgehötlgkN rtiedktlegen.
Btichstabk'ttei.Vänzttn^St'Sisek.
Ehko -- Eid — Rache — Ecke - Tat — Meise -• Alm — Akt Horn — Rippe.
Durch Attftiaeu je eines Blichstaberts am Anfang tollten aus ootsiehettben Wörtern heile gebllbet wer- bcil, Mährend bie zu suchenden Anfangsbuchstaben, zusammrilgeftigt. einen Katenbertag tm ^rovember ergeben.
Gleichktäntf.
Ich treffe auf der Sttaße Mich Mit einem Ftelilld, Den lange ich Schott nicht mehr hab' gesehen.
Der sprach: „Wo gehst "int Hirt so schnell?" <fdj Ötaiif: „Dds rätst Vu auf her Stell', Latz Mich dir kurz gestehen.- ytt meinet Tasche ist versteckt, e Wohin Ich geh'; hast du's entbeckl?"
bei ber Ansicht, baß bie W 6 hnungs ° zWaNgswirtschaft Unter Wahrung eines MoisfeN cvchutzes bet Mieter gegen übertriebene Mielssteigerungen und Küllbigungert allmählich zu befeitigert sei. Es sei gelurtrteh, die stä o r. Stellern, Wie GrUNb-. Gebäube- Utto Gewerbesteuer bei Nttt vorjährigen Sätzen zu belassen Wb bie stäbt. Gebäitbe--Sonberskeuer sogar aus 65 Pfennig heraDzuseheN. Gießen habe von allen hessischen Stäbten bie niedrig st en Steu er sä tz e. Etwas eingehenber tfetbteirete sich, ber Redner über bie Wohlfahrts- pflege, 11119 art Hand bet gesetzlichen Vorschriften in durchaus objektiver Weise über bie Auswertung der stä 8 t. Anleihen.
An beit hört großer Sachkenntnis zeugenden UNd sehr übersichtlich gehaltenen Vortrag schlüß sich eilte lebhafte Aussprache au, in her ber« schiedelik Einrichtungen ber (Stobt, Namentlich die mäiigelydste S t r d st e n b e l e u ch t u n g, statt beMäiigelt wurden. Auch die HanöhabuNg her Wohlsahrtsp flöge gab Anlaß zu mancherlei Klagen. Es wurde besonders bedauett, daß sich fo wertige Kröise Ber Bürgerschaft bereit säubert, das ÄhtenaMi eines Wohkfahrls- pflegcts zu übernehmen. Scharfe Ktttil wurde von verschiedenen Rednern geüht art der Be- hartblüng bet Dnswertllngssragen feiten- der Stadtverwalrung. die eine so wichtige Frage Wie die Ablösung bet RachkriegSanleihen Im FettenäUSschüh ber Stodtv.-VerftlmMlUrtg ekle- digeN Heß. wozu dlletdirrgS die Stadt nach Mit« teilurtg des Vottragendeu diirch Bie in bet Ausführungsverordnung vvrgeschttebene kurze . Frist von einem Monat gezwungen war. Alke Redner aus bet Versammlung, die zu dieser Frage sprachen, gingen darin einig, daß die Stadt Gießen wohl irt bet Sage fei. eine höhere Aufwertung als 12.5 Prozent für bic Düttriegsanleiheil festzufetzeli. Ein? dahingehende Forveruhg fei durchaus gerechtfertloi Besondere Berücksichtigung müßten dabei die älteren Leute, die Pensionäre und bie Aliersrentner, finden.
Fn erriet eirtstimmto ahgenwumertert Srtt- Schließung wurden die Etadtverordnetert der Partei ökiugestd gebeten, für eine ange- m e f f e tt c gereckte Auswert u ii d einzu- treten. Annahme fdnb ebenfalls eine Entschließung, die dkc baldige Etöffhung ber Volks- lesehalle fotbvtfe.
Rachbem hach einige Mltteiluiigeu übet Bert betörst senden BölkSe Utscheid gemacht toot- dert Waren, konnte der Votsil?ertdc erst gegen
Rätsel.
Rat' mir diese beiden schnell: Sie ist dunkel, er ist Hell;
Ck ist warm Und sie ist kühl: Er ist laut und sie ist still.
Auflösungen.
Silbenrätsel.
1. Delhi; 2. Erwin; 3. Reclam; 4. Barbarossa;
5. Engadin; 6. Schoppen, 7. Tkiglcw; 8. Enzio- 9 chöldeklllt; 10. Orlow, 11. Risiko; 12. Tutzok; 13. Utrecht; 14. RaMslau: 15. Diäten; 16. Rolartd; 17 Asphalt; 18. Thuja-, 19. Etat.
Der beste Hort und Ra:
ein Storni pön Wort und Tat.
Sllben-Tellurtgs-Rätfel.
Bor — ur — teil.
Rätsel
Aar - Adr
Sreuzworträlfel.
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Anagramm.
1. Orientale. — 2. Dreisgau.
3. Lamprete. — 4. Lakritze.—
5; Vanille. — 6. Samum.
Vie Narrenkappe.
Splitter Bitt’ Sparren vom Redakttsn-ttsch. Frechheit.
Wir haben einen Hauswirt, dem ich falten Herzens wünsche, daß ihn ber -Teufel pfundweise holen möchte.
Aämlich auf dem Boden stehl ein Wasserreservoir. Ab und an läuft das Wasser übet, sickert durch bie Decke, regnet in mein Arbeitszimmer. Zehnmal habe ich mich schon beschwert, hilft alles nichts.
Reulich schicke ich einen Brief in bie Wohnung bes Hauswirts.
. Sehr geehrter Herrl Wenn Sie was Rettrs erleben wollen, bann kommen Sie gefälligst herauf. Sie können von meinem Zimmer aus in einer Abwafchwanne ben ganzen Korridor lang bis in die Babefinde rudern!"
Darauf antwortet der Schurke:
„Schönen Dank! Fch wart' lieber noch, bi« Eie Dämpsergelegenheit haben." (Lust. Bl.)
Sic meufchensreundliche henkerin.
Die Wiederherstellung bet Todesstrafe In Stallen durch Mussolini hat im Lande großes Aufseheri erregt. Das zeigte sich auch in den vetschikdenert Gesuchen Um ilebetttdglütg bt-i Henkerwürde, die an bie Regierung gerichtet wotden sind. 15 Ft alten er haben sich bereit- um den Dosten des Henkers beworben, unter Ißrten befindet sich auch eine Frau. Fn ihrem Bewerbungsschreiben erklärt diese Urtlerrtehmend.' Dame, sie sei eine Georgierin, die bereit- in ißter Heimat die Dienste des Henkers au-geübt habe; sie hafte nicht Bk geringste Furcht vor Blut UnS fühle sich allen Anforßeruilgen gewachsen. Alk weitere Empfehlung für ihre LlnstellUng fügt sie Menschenfreunblich hinzu, daß sie glaube, -6 müsse „für einen Mann angenehmer sein, von bet Sjdhb einer FraU zu stetbert".
Die SLsuttg.
Eine berühmte Filmdiva wär Unpäßlich geworden. Der Film stand, der Äcgiffeut wat th hellet Verzweiflung.
Et telephonierte: „Gnädiges Fräulein, tont- Men Elc tritt Gottes willen."
„Fch Werde umfalleri, Krämpfe kriegen, sterben, rtltHeh int Spiel!"
„Gemacht," erklärt der Regisseur. ..die Szene wird sofort füt diesen Fall umgedtbciiet."
Mitternacht die sehr anregend verlaufene Bet* säMMlung, bie der Partei heuert Zuwachs brachte, mit herzlichen Worten des DäNd s an bett Vortragenden schließen.
Metzener ^ochettmartipreife«
Es kosteten auf helft heütigett Wochen markt. Vulter 180 bis 190. Matte 33 vis 4S. Wirsing 7 bis 12. Weißkraut 6 bis 8. Rotkraut 16 bis 12, gelbe Rüben 16, rote Rüben 10 bi- 12, Spinat 20Vis 30, Biitet-Kohlrabi 5 bis 3, Grünkohl 20, Rosenkohl 50 bis 60, Feldsalat 80 bis ICO, Tomateri 50 bis 60, Zwiebeln 10. dHeeu reltich 35 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 60, Kartoffeln 5 bis 6. Aepfel 15 bis 35, Birnen 10 bis 25, Russe 100, junge Hahnen 100, Suppen- Hühner 100, Gänse 90 bis 110 Df. dos Pfund; Käse 10 Stück 60 bis 180 Pf.; Eiet 16 bi- 18, BluMeNkotzl 80 bis 160. Endivien 10 bi- IS, Lauch 5 bis 10, Rettich 10 bis 20, Sellerie 20 bis 40. Tauben 60 bis 70 Pf. VaS Ekück
^ornotizen.
— Tageskdtender für SaiiiMdg. MissionsbUnd ..Licht im Offen": 8 Uhr, Reue Auw der Universität, Vortrag. — G. D. A.: 8.30 Uhr. HtUel Hopfeid, Gründürtgsfeier und Monatsver> saMMlUng. — Lichtspielhaus. Bahrthossttoße: „Mätz chertschöti . — Astotia-Llchtsptelc: ..Frt letzter nute".
— Tageskalender für Sonntag. Misfiortsbund..Licht im Osten": Reue Aula der Plniverfität, 3,30 Ahr nachrn. und 8 Ahr übende, Vorträge. -- Bien enzüchter-Verein für Gieße.' und Umgcgenb: 3 ^lhr nachtn. bei Krall (Frank futter Straße 81), Versammlung mit Vortrag. Lichtspielhaus Bahnhofstraße: „Der Färmer vor. TetaS", — Palast-Lichtspiele (Kirchenplah): „De: schwarze Sonntag". Astorid-LlSt'Ptele: „Ft letzter Minute".
— Aus dem Stotztfbeutkrbureou tulri uns mltgeteilt: Rochmals sei auf feen einmaliger Vortragsabend von Protesiar Martell € a I je * am kommenden Montag fjirtgeroiefen. dh dem mess' hier noch nicht gehörte Sachen von betti Gaste ge bracht werden.
— Die V a r t r a g s v e r e Irt i g u ri g Hai sü: ihteli itächsten VoriragsabertV, so schreibt htnrt Urtt ein Uittversprecherttzes Programm aufgefteUf, iridev sie den Altmeister des deutschen LaUttnsptels, R o b Lothe, und Lies Engelyarbt aus Mkincher zu elsitzm Lautertlisderabertd elttgdäßen hat. Ernst, und heitere Lieder tiflö Balladen zur LaUtt, Zwie-


