2 Toller
M
Danknoten.
Börsenkurse.
Berliner Börse.
2 Teller Suppe für nur 13 Pfennig
7697c
354
315 Da
3.30 bis 5.45 ilfjr: Konzert des Hausorche- fters: Aus neuen Opern. 5.45 bis 6.05 ilfjr; Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 Uhr: „Das Verderben von Lebensmitteln", Vortrag von Dr. Strohecker. 6.45 bis 7,15 Uhr. „Mahnahmen für die diesjährige Herbstbestellung", Vortrag von Dr. Greve. 7.30 plhr plebertragung vom Frankfurter Opernhaus: „Die verkaufte Draut", Komische Oper in 3 Akten von Sabina. An-
Frankfurt a. M., 20. Sept. Auftrieb: Ochsen, 85 Dullen, 302 Färsen, 622 Kühe, Kälber, 135 Schafe und 4303 Schweine. — die Direktion des Frankfurter Schlachtvieh- Marktes ab heute ohne vorherige Denachrichti- gung des Berichterstattungsdienstes eine Reu- einteilung der Schlachtviehpreisklassen vorgenommen hat, kann die Bekanntgabe der Preise erst morgen erfolgen.
Rundfunk-Programm
Dienstag, 21. September.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 20. Sept. Es wurden notiert: Wetterauer Weizen 28,50 bis 28,65, Roggen, inländ., 22,50 bis 22,75, Sommergerste für Brauzwecke 23 bis 26, Hafer, inländ., 17,50 bis 18, Mais (gelb) 18,25, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 41,25 bis 41,75, Roggenmehl 33 bis 35, Weizenkleie 9,25. Roggcnkleie 10,50, Erbsen 35 bis 55, Linsen 45 bis 75, Weizen- und Roggenstroh (alt) 5,50 bis 6, (neu) 3,50 bis 4, Treber, getrocknet 15.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Büchertisch.
— Das Hamburger Stadttheater, das nach voll- enbetem Umbau in Kürze eröffnet wird, steht im Mittelpunkt dtzs neuen Heftes der Zeitschrift „Das Theater" (Verlag Berlin W 9). Die Bedeutung der Oper für das Kulturleben Hamburgs, der Neubau und die Tätigkeit des Intendanten werden in knappen Abhandlungen gewürdigt. Nahezu vierzig Bilder geben die bedeutendsten künstlerisä)en Persönlichkeiten des Ensembles wieder, dazu kommen eine Reihe von szenischen Entwürfen und inter-
Berlin, 20. Sept. Die neue Börsenwoche begann für Spezialwerte i n f e st e r Stirn- m u n g. 3m Mittelpunkte standen die Aktien der Darmstädter Bank, die mit einer neuen, ^M'^I^entigen Steigerung ihren bisherigen Hochstkurs noch überschritten, ferner alle Frei» g a b e w e r t e unter Hinweis daraus, daß mit der beginnenden Herbstsession des amerikanischen Kongresses die Freigabeangelegenheit wieder akilt wird, sowie schließlich der Markt der ausländischen Renten, wo die Kurssteigerungen der kurdischen, anatolischcn, serbischen und sonstigen Werte z. T. lebhafte Fortschritte machten. Von de>r Freigabewerten lagen nainent-
Ucf) Schiffahrtsaktien stark befestigt I schließet: U Schallplatten'
Wirtschaft.
* Vor einer internationalen Rohei s en ko n v e n t i o n? Wie der DHD. aus ausländischer Quelle erfährt, sind die Besprechungen über eine internationale Roh eisen export- onDention mit den westlichen Ländern so weit ortgeschritten, daß man glaubt, dieses Abkommen zugleich nut der kommenden internationalen Z.°bstahlgemelnschaft zum Abschluß zu bringen. D:e Beteiligten dieses Abkommens, die auch den internationalen- Rohstahlgemeinschaitsverhandlun- gen nahe stehew sind sich in den prinzipiellen fragen einig. Don deutscher Seite werden noch eimge Detailsorderungen gestellt, die man in
?0<!)C,.beftimmt 3U klären hofft. Richt eingeschlossen soll in die neue Konvention Tho in a s- . 0 bei s c n sein. Don deutscher Seite war bisher eine Bestätigung dieser Meldung nicht zu erlangen.
Gegenwart ist nach Lauterbach versetzt worden. Bis jetzt wohnte er mit seiner Familie noch in dem Schulhaus. Run hat er an seinem neuen Wirkungskreis eine Wohnung gefunden, so daß er zum Bedauern vieler unsere Gemeinde verlassen hat. Auf Verfügung des hessischen Landesbildungsamtes bezieht die Wohnung ein pensionierter Lehrer: es ist dafür Lehrer Ranz in Aussicht genommen, der seither in Steinbach bei Gießen im Dienst war. Wenn die Räume wieder in guten Zustand versetzt sind, wird er wohl übersiedeln. Wir hoffen auch, daß er den Oraanistendienst übernehmen wird, den seither Lehrer Gegenwart versehen hat. Unsere Kinder gehen augenblicklich in Rieder-Stoll in die Schule, doch hoffen wir, daß bald wieder auch die hiesige Stelle mit einem Lehrer besetzt werden kann.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
W e tz l a r, 17. Sept. Aus dem Stadion der Spilburg fanden heute morgen die diesjährigen R e i ch s j u g e n d w e 11 k ä m p s e der hiesigen höheren Lehranstalten statt. Beteiligt waren hierbei das staatliche Goethe-Gymnasium, die staatliche Aufbauschule und das städtische Lyzeum. Zu der Veranstaltung waren außer der Lehrerschaft der genannten Anstalten noch eine Anzahl geladener Gäste sowie ein Teil der Elternschaft erschienen. Bei den einzelnen Wettkämpfen, die in der Hauptsache in gemeinsamen Freiübungen unter Leitung des städtischen Sportlehrers Paulus sowie in Dauerlauf, Wettlauf, Hochsprunq, Weitsprung, Weitwurf usw. bestanden, wurden sehr beachtenswerte Leistungen erzielt.
kz. Wetzlar, 18. Sept. Die „Eiserne Brücke", die im Jahre 1876 erbaut wurde und in den letzten Jahren das Schmerzenskind der Stadt geworden ist, wird jetzt, nachdcnn man die zerbrochenen Teerplatten von der Brücke abgehoben hat. mit einer starken Teerschicht überzogen. Große Warnungsschilder müssen immer wieder darauf Hinweisen, daß der Brücke Einsturzgefahr droht, wenn nicht mit geringen Lasten die Brücke langsam befahren wird. Der wachehabende Beamte ist angewiesen, jedesmal nur einen Wagen die Drücke passieren zu lassen. Die notwendige Erweiterung der Brücke muh in Bälde vorgenommen werden.
kz. Raunheim, 18. Sept. Der Obst- ertrag ist im allgemeinen noch zufriedenstellend. Die Versteigerung des Gemeindeobstes brachte einen ansehnlichen Erlös. Die Preise wurden recht hoch getrieben, wodurch der Mangel an Obstmenge durch den höheren Erlös ausgeglichen wurde. Die Obstanlagen nehmen in hiesiger Gemarkung einen großen Raum ein. Zwetschenbäume befinden ich beim Gemeindeobste nicht. Die Obstversteigerungen brachten auch früher alljährlich einen großen Gewinn. Vor dem Kriege konnte die Gemeinde ein Darvermögen von mehr als einhunderttausend Mark ihr eigen nennen. Doch ist dieses leider, wie auch das Geld der Privatleute. den papierenen Weg gegangen. - - Die »tote Lahn" wird bald nur noch dem Ramen nach bekannt sein. Von zwei Seiten rückt man derselben zu Leibe. Ein von Riedergirmes hierher gelegter Weg ermöglicht die Abladung von dem städtischen Müll, und aus dem Stollen der Duderusschen Grube in unmittelbarer Rühe der „toten Lahn" befördert ein ganzer Materialzug von 20 Wagen fortgesetzt Abraumerde in den Rest der „toten Lahn". Das Land hebt sich und das Wasser mit dem angrenzenden Schilfland ver- chwindet mehr und mehr.
J Hochelheim, 17. Sept. Die Frage der Erbauung einer Wasserleitung steht hier noch immer im Vordergrund der zu lösenden größeren Gemeindeprobleme. Die Aussichten, das Wasser aus Quellen in der eigenen Gemarkung zu gewinnen, sind bis jetzt noch gering. Die Voraussagen des Wünschelrutenforschers Heinemann scheinen sich nicht zu bestätigen. Während an der von ihm bezeichneten einen Stelle bereits bei einer Tiefe von sieben Meter eine Quelle erschlossen wurde, die nach den vorgenommenen Messungen täglich 35 Kubikmeter Wasser liefert, ist man an der zweiten Stelle bei einer Schachttiefe von 17 Meter bisher noch nicht auf Wasser gestoßen. Es wird auch nicht möglich sein, die Schürfungsarbeiten in diesem Schachte weiter fortzusehen, weil bei einer noch größeren Tiefe das Wasser, wenn es fest- gestellt werden sollte, nicht das nötige natürliche Gefälle nach dem Orte haben würde. Reuer- dings trägt sich die Gemeinde mit dem Gedanken aus der Wasserleitung der Gemeinde Rieder- kleen das überschüssige Wasser zur Speisung ter hiesigen Leitung au beziehen. Cs haben nach dieser Richtung hin bereits Verhandliingen zwi- chen der hiesigen und der Gemeindevertretung von Riederkleen stattgefunden, die wegen der noch im Gange befindlichen Schürfarbeiten im hie- igen Gemeindewalde bis jetzt jedoch nicht über das Stadium von Erörterungen hinausgelangt ind.
(Hapag, Rordllohd, Kosmos und Deutsch-Australische je plus zirka 4 Prozent), Daneben erzielten auch Baltimore und Canada gute Besserungen. Bei Baltimore verlautete von einer geplanten Dividendenerhöhung und einer Reuausgabe der Aktien zu pari. Montanwerte eröffneten trotz des Abbruches der Rohstahlverhandlungen aus 3lse (minus 3 Prozent) durchweg 1 bis 2 Prozent höher, da man nach wie vor mit einem baldigen Zustandekommen dec Rohstahlvereinigung nach Klärung der belgischen Ansprüche rechnet. Auch Chemie- und Clektro- lv e r t e waren bis zu 2 Prozent gebessert. Das Geschäft in diesen Papieren blieb jedoch unbedeutend. da die Spekulation ihre Aufmerksamkeit fast völlig auf die erwähnten Spezialwerte konzentrierte. Am Geldmarkt hielt die Flüssigkeit an. Tagesgeld 3,25 bis 5 Prozent, Monatsgeld 5,75 bis 7 Prozent. Die ausländischen Valuten zeigten im De Visen verkehr nur unbedeutende Schwankungen. Mailand neigte zur Schwäche, während die Mark gegen Kabel weiter sehr fest lag: der Kurs stellte sich auf 4.1972.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische A u s zxr h.l^u n g.
Frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 20. Sept. Tendenz: Lebhaft und fest. — Die Börse eröffnete die neue Woche im Hinblick auf das in Genf zu erhoffende günstige Ergebnis in recht f e ft e r Stirn- m u n g. Auch günstige Rachrichten aus der Wirtschaft boten Anregung, ebenso die leichte Verfassung des Geldmarktes. Die Spekulation zeigte sich kauflustig, so daß der Markt ein lebhaftes Bild bot. 3m Einklang mit der festen Wochenschluß-Strömung konnten sich auf den Hauptmärkten neue Kurssteigerungen durchsetzen, die bis zu 3 und 4 Prozent betrugen. 3m Vordergründe standen 3. G. F a r b e n, die von 281 auf 284 Prozent anzogen. Scheideanstalt plus 1,75 Prozent, Goldschmidt plus 2 Prozent. M o n t a n w e r t e konnten sich durchweg um etwa 2 Prozent heben. Bochumer plus 2 Prozent, Deutsch-Lux plus 2,5 Prozent, Har- pener plus 1 Prozent, Phönix plus 1 Prozent, Rheinstahl plus 1,5 Prozent. Oberschlesische Werte und Kaliaktien tendierten gleichfalls recht fest. Schiffahrtsaktien waren im Zusammenhang mit neuen Freigabehoff- nungen lebhaft gefragt. Hapag plus 2 Prozent, Rordlloyd plus 4 Prozent. Auch Elektroaktien waren günstig veranlagt bei Kursbesserungen von 1 bis 2 Prozent. Der Banken- markt hatte starke Befestigungen aufzuweisen. Darmstädter plus 3 Prozent, Berliner Handel plus 10, Deutsche plus 2,25, Disconto plus 1,5 Prozent. Ferner lagen Motor en aktien sehr fest. Kleher plus 1,75, Daimler plus 3 Proz. Z e i l ft o f f a f t i e n gehalten. Baustoff- aktien strebten weiter nach oben. Zucker- aktien zunächst umsatzlos. Der heimische Re nten markt war ohne Bewegung. Ausländische Renten tendierten weiter fest, wobei Russen, Serben und Türken im Vordergründe standen. Der Freiverkehr blieb vernachlässigt und umsatzlos. Der weitere Verlauf brachte für die führenden Werte weitere Kursavancen, auch das Geschäft behielt seinen lebhaften Charakter bei. Am Geldmarkt hält die Erleichterung an. Tagesgeld 4 bis 5 Proz., Monatsgeld war dagegen weiter gefragt and stellte sich unverändert auf 5V2 bis V/2 Proz. 3ndustrieakzepte 53/8 Proz., Privatdiskonten 43 < Proz. 3m Devisenverkehr schwächten sich die lateinischen Valuten durchweg ab. Paris ging gegen London auf 174, Brüssel auf 180 und Mailand auf 134,50 zurück. Die Reichsmark liegt mit 4,1975 gegen Kabel weiter fest.
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Der Stadtvorstand stimmte der Vorlage zu und brachte zum Ausdruck, daß die Wohnungen noch möglichst im Herbst d. 3s. erstellt werden sollen. — Dem Landjugendbund wurde auf Rach- suchen ein Teil der Kartensteuer für den Landvolktag vom 24. und 25. 3uli d. 3. erlassen, da der Veranstaltung eine starke verkehrsiver- bende Bedeutung zukam und ein A eher schuß nicht erzielt wurde. Genehmigt wurde weiterhin ein Gesuch um Erlaubnis zur Anbringung eines Schaukastens am Hause Oberstadt 11 und ein solches zur Anbringung eines Antennendrahtes über Teile der Bahnhofstraße und der Unterflaöt. Die jährliche An- erlennungsgebühr soll in beiden Fällen 2 Mark betragen. Aus Antrag wurde einem hiesigen Landwirt ein Stück Weggelände in der Gröhe von ca 70 Quadratmeter pachtweise unter Ansetzung eines jährlichen Pachtpreises von 1 Mark überlassen. — Die Einrichtung der Zentralheizung im Rathaus macht eine Erhöhung der Hausmiete für eine Dienstwohnung dorlselbst erforderlich. Der Stadtvorstand trat einem Antrag des Vorsitzenden bei, den Zuschlag zur Miete nach den für die Staatsdienstwohnungen geltenden Grundsätzen zu berechnen. - Ein Gesuch des Gastwirtes 3afob Stein zur Abhaltung von Tanzmusik anläßlich des Kirchweihfestes wird befürwortet. Weiterhin fanden noch verschiedene kleinere Gegenstände ihre antragsgemäße Erledigung.
!—! Aus d e in Lumdatal. 17. Sept. Rachdem die G r u m m e t e r n t e gut und rasch erledigt worden ist, hat bereits das Kartoffel- ausmachen, die letzte Feldarbeit im 3ahr, bei der alle Hände voll zu tun haben, ihren Anfang genommen. Die Ernte kann als gut bezeichnet werden. Der Ertrag ist wohl nicht allzu groß, dagegen sind die Knollen sehr gesund. Die beliebtesten warten in unserer Gegend sind wohl „Odenwälder Blaue" und „3n- dustrie". Durch das langanhaltende trockene Wetter sind die schweren Böden zu einer solch barten Kruste geworden, daß es beim Pflügen nnd Bearbeiten mit dem Karste äußerst harte Schollen gibt, die das Kartoffelausmachen dieses 3ahr außerordentlich erschweren. — Die Verwüstung, die einer der schlimmsten Gartenschädlinge, die R a u p e d e s Kohlweißlings, angerichtet hat, läßt sich jetzt allenthalben in den Gärten und Feldern feststellen. Besonders stark sind Rosenkohl, Wirsing und Blumenkohl mitgenommen, von denen man viellach nur die Blattrippen als traurige Ucbcrrefte sieht. Aber auch die anderen Kohlarten bleiben nicht verschont. Ein wertvoller Gehilfe des Menschen im Kampfe mit diesem Schädlinge ist die Schlupfwespe (Microgaster glomcratus), die bekanntlich die Raupen ansticht und ihre Eier in sie hineinlegt. Die daraus entstehenden Maden leben im Körper der Raupe. Die kleinen, ei- förmien, gelben Kokons, die man oft an Raupen sieht, die an Wänden und Stangen hochgeklettert sind, und oft als Raupeneier angesprochen werden. sind die Puppen, ans denen wieder die Schlupfwespe entsteht: sie sollten nicht vernichtet werden.
Kreis Schotten.
J a u b a d), 18. Eept. Im kommenden Monat wird der hiesige erste Stadtpfarrer Theodor Nebel nach 32jähriger pflichttreuer Tätigkeit in unserer '^tabt aus dem Amte scheiden. Jedoch wird er die segensreiche Verwaltung des hiesigen gräflichen Johann - Friedrich - Stifts weiterführen. Seine Abschiedspredigt von der Gemeinde wird er am 3. Oktober halten. Theodor Nebel ist geboren in Dreieichenhain bei Langen als ältester Sohn des dortigen Pfarrers am 30. Oktober 1855. Sein Großvater und [ein Urgroßvater waren beide ordentliche Professoren der Medizin an der Universität Gießen. Er besuchte das Gymnasium zu Darmstadt, wo er im Herbst 1875 abging, um sich dem Studium der Theologie zu widmen. Nachdem er nach der Fakultätsprüfling 1878 das Prediger-Seminar in Friedberg besucht hatte, wirkte er in Griesheim bei Darmstadt, in Hamburg und in Höchst im Odenwald. Im Jahre 1884 verheiratete er sich mit Magdalene Moser aus Noßlar. Im Oktober 1894 wurde er durch den Grafen Friedrich zu Solms-Laubach nach L a u bad) berufen, wo er auch den Unterricht in Religion und in der hebräischen Sprache am Gymnasium übernahm. Don jetzt ab wird nur ein Geistlicher an hiesiger Stadtkirche wirken, was seit 4 Jahrhunderten nicht der Fall gewesen ist.
Kreis Lauterbach.
Schlitz, 17. Sept. Das Aeußere unseres Städtchens wirb augenblicklich einer gründlichen Erneuerung unterzogen. Die Günthergasse wurde mit neuem Pflaster versehen, die Bürgersteige mit seinem Kleinpflaster. Run ist auch begonnen worden, einen Teil der Bahnhofstraße mit Kleinpiaster zu versehen, was von den Anwohnern als eine große Wohltat empfunden wird. Wird doch nun der Staubplage, die infolge des starken Autoverkehrs sehr lästig ist, wirksam entgegen- getreten. Die alte Brücke am Steinweg soll tiefer gelegt werden, damit auch hier der Verkehr von Fulda her sich reibungslos vollziehen tarnn Sehr bedauert wirb es, daß die schmale Durchfahrt an dieser Stelle nicht bei dem Reu- bau vergrößert und verbreitert wird. Es wird gehofft, daß Schritte in dieser Richtung noch von Erfolg sein werden. Die Straßen werden jetzt auch nut Ä a n alisation versehen, einem örin- 8?"ten Bedürfnis kommt man damit entgegen, r ‘?lcr soll gerade diese Arbeit als Rotstandsarbeit durchgeführt werden. Einen freundlichen Eindruck machen jetzt die Häuser die zum guten Teil aufgefrischt worden sind.' Zu dem großen Sängersest im 3uli d. 3. wollte jeher sein Haus in Schmuck den vielen Gästen zeigen. Bei een vielen alten Fachwerkbauten bie nun in freudigen Farben strahlen, gibt das einen schonen Anblick.
o u aus en. 17 Sept. Seit Ostern dieses' 3ahres ist die hiesige Schule a u f q e - hoben tooröen. Die Kinderzahl unseres Dorfes die schulpflichtig sind, war zu gering für eine besondere Lehrkraft. Anser seitheriger Lehrer |
effante Details aus dem Neubau. Daneben finden sich amüsante Theatererinnerungen von Pariser Vorkriegsgeneralproben sowie eine fesselnd illustrierte Plauderei des Londoner Korrespondenten der Zeitschrift. — Im „Berliner Notizbuch" wird die Premierenflut der neuen reichshauptstädtisd)en Saison besprochen. 11. a. auch Hauptmanns „Pippa" in den Kammerspielen. Ueber die Aufführung konnte man auch anderwärts nicht viel Gutes lesen. Daß das Drama selbst als „albernes Gestammel" einer „emporgelobten Sd)eingröße" abgetan wird, ist dagegen ein ziemlich starkes Stück.' Auch wer kritisch die anfechtbaren Teile, die unleugbaren Schwächen in Hauptmanns Gesamtwert (über das ein letztes Wort noch nicht gesprochen fein kann) zugesteht, wird eine so rigorose Abschlachtung nicht mitmachen.
Berlin, 18 Septbr.
Amerikanische ‘Jloiei .. . .. Belgische Noten..... ..
Dänische Noten ........ Englische Noten ....... Französische Noten ...... Holländische Noten Italienische Noten Norwegische Noten Deutsch-Oesterr., Äioo Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten Schweizer Noten ..... Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Roten . . Ungarische Noten . . . .
Geld
4,176 11,41)
111,12
20,32
11,97
167.58
15,32
91,67
59,15
111,72
80,82
63,49 >2,397
5,825
Brie,
4,196
11,46
111,68
20,42 12,03
168.42
15,40 92,13 69,25
112,28 81,22 63,81
12,457 5.865
Datum:
5% Deutsche RcichSanlethe • <% Deutsche Reichsanleihe . 8*/,% Deutsche Reichsanleih« 3% Deutsche Rcichsanleihe . Deutsche Evarprämienanleihe 4°/o Preußische KoniolS • . . <°/o Hessen 3Wi Hessen 3*/o Hessen Deutsche Wcrtb. Dollar-Anl. dto- Doll.-Schatz- Antreiing.*!
<e/o Zolltürken.......
5% Goldmerikaner ....
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- and Privat-Bank Darmst. und Nationalbant . Deutsche Bank.........
Deutsche Bercinsbank .... Disconio Commandit . . . Metallbank Mitteldeutsche Kreditbank. . Oesterrcichische Creditanstatt. Wessbank...........
Bochumer »Saß ......
Buderus . , , Earo .......... ,
Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau . . . . , .staliiocrke Aschersleben Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte Oberbedars. ... ...... Phönix Bergbau Rheinstabl Ricbeck Montan .....
Tellus Bergbau Bereinigte Stahlwerke A,-lI. Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . Ehcramische Werke Albin . . Zementwerk Heivclberg . . . Philipp Holjmann .....
Anglo Eont.-Guano Chemische Mäher Alabin . . 9- G. ssarbcnindustric, A.-G. Koldschmidk Holzverkohlung Rntgerswrrle Schcideanstalt SUfl. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ........
Mainkrafiwerkc Cchuckert . . , Siemens & Halük ..... Adlcrwerkc .(fiepet ...... Daimler Motoren. ...... Hehligenstoedi......
Mcguin Motorenwerke Mannheim Frankfurter Armaturen . , Konservenfabrik Braun . . . Metallgeiell'chaft Frankfurt. Pci. Union A--G Schuhfabrik Her< . . . , , Sichel ' Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . .-Zuckerfabrik Woabäusei . .
18 Septbr.
20. Septbr.
Amtliche Notierung Geld ! Brief
Amtliche Notierung
Geld i Briei
An ist. - Rou.
167,94
168,36
167,92
168.34
Buen.-Aires
1.705
1,709
1,706
1,71'1
Brss.-Antw. Christiania.
11,41
11,45
11,35
11,39
»1,87
92,09
91,85
92J17
.Kopenhagen
111,39
111,67
111,35
111,61
Stockholm .
112,12
112,45
112,08
112'56
Helstngfors.
10,554
10,594
10,55
10,59
Italien. . .
15,25
15,29
15,21
15'25
London. .
20,349
20,399
20,341
20.301
Neuyork . .
4,192
4,202
4.191
4.21)1
Poris. . .
Schweiz . .
11.80
11,84
11,73
11,77
81,00
81.20
80,98
81,18
Spanien . .
63,77
63,93
63,54
63j"0
Japan . . .
2.041
2,045
2,043
2,047
Rio de Ian. Wien in D--
0,636
0,638
0,638
0.64'1
Oest. abgest.
59,09
59,23
59,11
59,25
Prag ....
12,404
12,414
12,412
12,452
Belgrad • .
7,416
7,4.6
7,413
7,433
Budapest. .
Bulgarien .
j,862 ,,052
5,882
3,062
5,867
3,047
5,887
3,057 ;1,5}5
Lissabon
21,53
21,58
21,525
Dan/ig. .
Konstantin.
81,38
81,58
81,36
81,56
2,195
.',205
2,195
2,205
Athen. . .
4,89
4,91
4.89
4,91
Canada. .
4,195
4,205
1,195
1,205
Uruguav .
4,19
4.20
4.19
4,20
Frankfurt a.M
Berlin
Schlug» Auro
1-Uhr. Aura
Schluh.IAnfang
Kur»
fbir-;
18. 9.
20.9
18. 9.
20. 9.
0.486
1 _______
0,4925
u.4925
—*
—
0.45
0.4725
—
—
0,4475
0,4555
•—
—
0.58
_
0.2605
—
0,2725
—
——
—
0,4525
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
—
95,5
—
—
—
—
—
—
—
15,12
15.5
15
—
47,75
48 75
48.9
—
—
219,2*
215*
220'
136.5*
—
136,7*
138.5'
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227.2*
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167,9*
167*
170,5*
96
-
162,5*
162,5*
162,7*
165’
132,75
—
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—
135.5*
137,5*
8.6
8.6
8.5
8.75
68
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—
150
152*
151*
152*
94,9
94’
95,25*
——
—
85,5'
89
150,5*
152*
151.4’
152*
164,5*
165*
163’
165*
157.25
I58-. 2*
156.6’
158,7*
—
139
136*
137,5*
—
145
145*
53
—
52.62
54
70,25
73,23
74-
119.5'
120.2*
118,6*
120,2*
151*
152,5*
150.7’
154,8*
151'
—
151
154*
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—•
——
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140*
161.7*
165.5*
161.2*
166,7*
157,5*
162*
157*
163*
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—
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129,5
_
124,5
—
125
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—
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101
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—
»81*
282*
279.9’
283*
106
107,9
105,9
109
50.75
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143
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3,25
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—
178
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— 1
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