4.
KAUßÖHßi
Wj.
Nachdruck verboten.
9 Fortsetzung.
Kennen Sie
Schwimmen
Städtekampf
dann
Wenn nicht
Badeanstalt.
der Müllerschen
im Ausschnitt
Pfund 40 d)
Cabliau und Seelacks
[05033
gesucht.
im Ausschnitt
Pfund 35 -)
Limandcs [Ersatz für Seezunge»
Pfund 60
6029c
GF»
Gießen, den 20. Juli 1926.
6022V
Achtung!
Achtung!
RK.KAU-B0NB0NS
Zwischenhandel.
05030
Otto Dick, Barmen
Ziehung am 28 u. 29. Juli 1926
Sonja!
z> 3- Katholisches Schwesternhaus
6036V
Zahlung:
6030V
2
Z
Turm- und Kunstspringen Staffeln, Wasserballspiele Damenreigen
Dieses erprobte, aus den besten Rohmaterialien hergestellte Kau - Konfekt wirkt dauernd erfrischend auf Mund und Atem.
Die glückliche Geburt eines gesunden, strammen Sonntags-Mädels zeigen hocherfreut an
schon Wrigley P. IC- Kau-Bonbons?
Vorzüglich für die Zähne Appetitanregend.
Verdauungfördernd. Von vielen Aerzten und Zahnärzten empfohlen.
machen Sie sofort einen Versuch.
1OOOO
3000
Dan -avrliebs IvHgebii Heimat o. «en. So | tourf ist .
Gießener Schwimmverein Mitglied <L Deutschen Schwimmverbandes und der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft.
Leo Salomon und Frau Ly geb. Hertz
issr Vertreter
Altes angesehenes Unternehmen sucht für den Bezirk Bietzen und größere Plätze verheiratete Herren als Vertreter, die mit Landwirten zu arbeiten verstehen, bei Fleiß dauernde u. nutzbringende Existenz, da wir bereits überall eingeführt sind. Es kommen jedoch nur Herren in Betracht, die sich der Sache ausschließlich und energisch widmen können. Schriftliche Angebote unter 05021 an den Gießener Anzeiger erbeten.
zum Besten des Thüringer Museums in Eisenach.
II20 Gewinne zusammen Mark:
-----------------------
Cafe Amend
. Ss. I fand die "Äaldh, Wetter
Päckchen = 4 Stück 10 Pf.
i ö
II
TO
lose e i M. 3orp°“'X versendet auch unter Nachnahme 20 Pfg. mehr.
Nollmovs, Bratt, Gelee-». Bis- marckheringe, die Dose, 1Llr.S5<-) Matjes-Heringe,dieDose6—7St. 95 lose, Stück 203 Stück 50 )
Neue Kartoffel»
3 Pfund 35 * 3 Pfund 25 Nene Salzgurke»
Cassel - Gießen
am Sonntag, dem 25. Juli, nachmittags 4 Uhr, in
WlM.rl.MM
«Wil« 2 im
versteigere ich Neuenweg 28, im Löwen zwangsweise gegen Var-
2 Lederstühle, 1 Vertiko, 1 Sekretär, 1 Ahr, 1 Sessel. 2 Kassenschränke, einen kleinen EiSschrank, 1 Flurgarderobe, eine Partie Zigarren, ein Büfett, eine Schreibmaschine, 1 Kleiderschrank, eine Küchenanrichte, ein Sofa, ein Bücherschrank, 1 Herrenfahrrad u. v. a.
Junker
Gerichtsvollzieher, Plockstratze 4.
Stellenangebote)
Wegen plötzlicher Erkrankung meines Mädchens em 1 licht. Mädchen
vom Lande nach Frankfurt a.M. zur einzelnen Dame gesucht. Z» ersr. Wiefeck, Gießener Slratze 27. [6020D
Die Krummhölzer
Roman aus den bayerischen Bergen. Von Michael Wagner.
MeMe
Mittwoch früh 9 Uhr cintrc'ricnb:
Frische Schellfische
Abschlag
Neue Allsfselu....io w 60^ Neue rioneeoet NoWekillse 6028c 3 5tö(f 34^1
Neue 5slMke« .sias lt u. 18^, SWhe & A!IMM Filialen in allen Stadtteilen.
3m Handelsregister Abteilung A. 1. Ar. 32 wurde heute bei der Firiua Johann Hermann Schmidt I., Lich folgendes eingetragen: Offene Handelsgesellschaft. Karl Schmidt ist in das Geschäft als persönlich hastender Gesellschafter eingetreten. Die Gesellschaft hat am 1. Juli 1926 begonnen.
Lich, den 17. Juli 1926. 6025V
Hessisches Amtsgericht.
v Al-' mstü8," ^leinschl°^ mehren Die Kmde -er BeH Intet* schrift. Io Lebensge!^ von dem S Lens«uu
Kc,ncte werden o- üSergebe"^
tag M iuni an dem u beging Trommel o die SchMer den Keme mittag tn o Einleitung dienst, t der Man chvrgebet ben und zur Hohe sich die < (Bürgern« in dem S' sich ein Heilen. • Gesangvei allerlei a: Dechlel a die Stabt Mrgermei lichen Schl Künftighin fest am D anschliehen wieder we verbreitet« Mhte.
:,:2 pelter gestern v Draunkoh tige He wurde vo Pichen d Fall und der Seile. DerftaSl, tigt ist, L Werben ai in seine 2D ien b;e 5 über sie toi einem Seitz Utpher La letzten aus fcchren. § über di Pferde dem Talos ten auch nicht M Trais-Hvi Heiden einen Ar Arzt von Auto mil gebracht: die Tiere daß ihm Grube k
Prima
MtiMt
Postscheckk. 15194 Frankfurt a. M. Hier bei: Staatl. Lotterie-Einn. Buchecker und Flimm; außerdem bei Konr. Emmerich, Friseur Loti, Frau Ella Bester Wwe., Wilhelm Sammler, Frau Lima Vogt. °^D
des Hellen, winterlich-kalten Februartages Zeno Uracher seine Braut zum Altar.
Mächtige Orgelakkorde rauschten bei ihrem Eintritte in die Kirche von der Empore herab auf sie nieder und durch den hohen Raum und füllten ihn mit der Wucht und Feierlichkeit ihrer Klänge. Hinter dem Brautpaare kamen die Angehörigen und diesen wieder folgten Geladene und ungeladene Neugierige in großer Zahl. Besonders aber fiel durch die martialische Stattlichkeit seiner grün uniformierten Erscheinung der Annodomini auf, bzw. der Herr Förster Dominikus Sanktjohanser, Zenos „Beiständer", in dieser schwersten Stunde seines Lebens, wie er, dem nichts heilig war, boshaft sich zu äußern beliebt hatte.
Die Kirche war voll von Menschen wie beim sonntäglichen Gottesdienst. Dann gab sie der greise Priester zusammen nach altem Brauche . . .
Der weltliche Teil von Zeno Urachers Hochzeitsfeier gestaltete sich nicht minder festlich und eindrucksvoll — für manchen Teilnehmer sogar dermaßen, daß es ihm die schwach gewordenen Beine eindrückte.
Der Uracher hatte kurzerhand den ansehnlichen Sternbräusaal für das Mahl und die anschließende „Lustbarkeit" bestellt: „Werd' schon langen!"
„Nun, er reichte zwar aus, es blieb jedoch wirklich kein überflüssiger Platz mehr ütrrifl, Weiß gedeckt und mit Tannengrun geziert, zog sich die Ehrentafel durch die ganze Saallänge. Man trank und schmauste reichlich, die Gesichter röteten sich merklich und immer lauter wurde das Lachen und Redegeplätscher.
Zeno mußte immer und immer wieder Bescheid tun, dem und jenem Antwort stehen, und hatte für alle ein freundliches Gesicht. Am liebsten aber wäre er mit seiner Marianne in das traute Nest am Marktplatze geflüchtet und hätte die fidele, feuchtfröhliche Festgesellschaft sich selbst überlassen. Aus Mariannens Augen las er Gleiches, sie dachte und fühlte wie er.
Sein stilles, ernsthaftes Wesen scheute insgeheim vor der lärmenden Festlichkeit dieses Tages zurück, dazu gesellte sich ein Tropfen Wermut im Kelch der Freude: aufrichtig-schmerzlich vermißte Zeno unter den vielen an der weihen Ehrentafel einen — Veri, den jüngsten Bruder.
(Fortsetzung folgt.)
ftetiri ?? lft
Nachlaß S«n des MuiM Igäste, di dieöer Ql
Der ,c9cnen ot r Haus fc H haben.
1"«” i>od ?n9 garn 3an?in^im fe
nimmt ; m‘
J ^aii
bang ^J/Ud unb
»St
Verkäufe “)
Gut erhaltene
Dreschgarnitur
Umstände halber zu verkaufen. Schr. Ang. u. 05026 an den Gieß. Anz. Ich beabsichnge
5 Auswertungshypotheken über G.M. 4 000.—, 5 000.— u. 7 000.— zu verkaufen und bitte Interessenten nm Gebote n. L. D. 8726 an Annonceu-Exped.
Hermann Leewe, Hamburg 36. i|77D
cherlei Vorbereitungen für die Hochzeit zu besprechen, kam Toni von feiner „Geschäftsreise", zurück.
Erstaunt betrachtete Zeno den Bruder, als er mit lautem „Servus!" eintrat: den Plüschhut nod) auf dem Kopfe, eine Zigarre im Mundo, angetan mit einer schweren modernen Pelzjoppe und rot- gelben Ledergamaschen, in der Hand ein Reise- köfserchen . . . War das der kommende Bauer und Herr auf dem Krummholzerhof?
Wie ein Fremder kam Toni dem Bruder vor, als er sich, nach Wein duftend, zu ihnen an den Tisch setzte.
Wally notürlid) platzte sogleich mit der großen Neuigkeit heraus. Mit strahlenden Augen berichtete sie Toni von des Bruders kommenden Glück. Der hörte sie gelassen an.
„Gel, Walln — dös is hart, wenn man da zua- fdjau’n muaß!'/ war feine Antwort darauf, begleitet von einem bösen, lauten Lachen. Dann streckte er dem Bruder die Hand hin und sagte in geschäftsmäßigem Tone:
„Meine Gratulation!"
„Dank' dir schön!" Ein lauer Händedruck, das war alles.
Interesse kam in Tonis Züge erst, als er sich nun an den Vater wandte:
„Und wie steht's nachher mit der Uebergab'?" ...
IV.
März war es geworden.
Noch steckten die Berge mit Gipfeln, Graten, Steilwänden, Karen und Schluchten tief im Winter: allüberall noch Schnee dort oben, Massen blendenden, tiefen Winterschnees unter dem hellblauen märzlichen Föhnhimmel und greller Lenzsonne. Tief zu Tal mußte das sehnend über die wächtenoerhan- genen Felsgrate streifende Auge steigen, von den Hochlegern, welche noch bis über die Ohren im Schneeflaumbett steckten, durch schütteren Bergwald zu den Niederlegern, deren Weideböden der tiefe, kühle Hochfrost umgrenzt — dann erst wurde es lichter, hob das Frühlingsahnen an.
Der ebene Plan des weiten Talbodens aber liegt als frühlingserobertes Land dampfend und würze- gesättigt im Lichte der seltsam grellen, warmen Märzsonne.
Das ist die Zeit, in der die Menschen, denen die Berge zur Heimat bestimmt, alljährlich ein neues
| Mietgesuche
ouiiiiiiiiiidiiiiiuiiiiiiiiiiid
Junges, kinderloses Ehepaar fuebt kleine Wohnung. Haus- ob. Bureau- vutz wird mit übernommen. Schr. Ang. u. 05020 an d. G. Anz.
DICIlillinillflllllllllllllllllD
Leben beginnen, stets in einem Stücke ihres Seins neu geboren werden, mag auch der Schnee des Alters unter keiner Sonne mehr schmelzen.
Und dieser Frühling war der erste nach vier bitteren, schier endlosen Kriegsjahren. Krümmte und wand sich auch da? Vaterland in den schmerzhaften Zuckungen und Erschütterungen der Revolution, schien es vor allem in den großen, menschen- und lcidübersüllten, in Nervosität erbebenden Städten, als sollten die Menschen eines kriegsgewohnten Ge- schlechtes sich nimmermehr zum Frieden zurückfinden und, vom Feinde entwaffnet, dazu verdammt sein, sich selbst im Bruderkrieg zu zerfleischen, — all das war kleine Menschensache gegenüber dem unerschütterlichen Kreislauf der ewigen Natur: es ward Frühling!
Ueberall ein Rühren und Regen, eine zwingende Emsigkeit und Beweglichkeit.
Da gibt es allerhand Winterschaden zu beseitigen. Hier wird am Dach geflickt, dort am Zaun, überall in den amselbelebten Gärten rührt sich frisches Leden, und die zur sommerlichen Reisezeit von Touristen, Sommerfrischlern und „Kurgästen" vollgepfropften Gasthöfe kehren ihr Innerstes nach außen.
Wohl nm frühesten aber hatte Junker Lenz sich bei Zeno Uracher und seiner Liede eingestellt; vor Wochen schon saß er mit ihnen an der Hochzeitstafel.
War das eine Hochzeit!
Die erste wieder seit langen dreißig Jahren auf dem Krummholzerhof, als Vater Uracher feiner Buden Mutter heimgeführt.
„Eine echte Uracherhochzeit muh' werden, geht drauf, was mag! Und mich können die Musikanten dann gleich ins Austragsstüberl blasen!" sagte der Urachervater, und er hielt Wort.
Schon in den Morgenstunden krachten Böller, der Ehrensalut der Kriegskameraden. Da schraken die allen Berge aus ihrem Schlummer auf, machten griesgrämige Gesichter und warfen in grimmig= brummigem Echo den Böllerdonnerhall wieder ins Tal zurück.
Als bann aber feierliches Glockengeläute vom hohen Pfarrkirchenturm sich hinzugesellte, da zog sich doch einer nach dem andern die Nebelschlafmütze vom Kopf . . .
Unten aber führte in den Vormittagsstunden
„Grüß euch Gott deisamm'!" empfing sie Wally in nicht besonders gnädiger Laune, „die Knödel sind schon ganz toagig — Sünd' und Schad' dafür! Recht lang Hütt' i fei nimmer g'warf! Und d' Leut' haben a Hunger!"
„Gelobt sei Jesus Christus — altes Reibeisen!" lachte ihr aber der Bauer wohlgelaunt ins Gesicht. „Wenn wir bös g'wußt hätten, bann wären wir gleich in Reichenhall geblieben! Denn, bu kennst mich boch — i bin koa Freunb von bie toagigen Knöbel!"
Die Ehehalten steckten kichernd die Köpfe zusammen. Der Bauer hatte es allem Anscheine nach darauf abgesehen, die Wally — sie hatte heute ihren unguten Tag — richtig „hinaufzutreiben". Das war für die andern dann immer ein Mordsvergnügen. Und schon legte die Wally springgiftig los:
„So — da schau her! Aber als alter Bauer sollst bengerft schon wissen, daß die Knödel, je länger —" „Geh zua, Wally, hol' deine toagigen Knödel!" fiel ihr der Dauer, immer noch lachend, wieder ins Wort. Da beherrschte sie sich und wandte sich wortlos um. Doch da faßte sie Zeno am Schürzenzipfel.
„Laß dem Vater sein' guaten Humor, Wally! Ich will dir dafür hernack) eine Neuigkeit erzählen, baß bu selber lachst!"
Unb wirklich — als nadj bem Essen ber Uracher seinen Leuten bie Neuigkeit von Zenos Verspruck) unb balbiger Hochzeit zu wissen machte, ba ver- schwanb alle Gewitterstimmung aus Wallys Mienen. Mit Tränen in ben Augen war sie bie erste, welche Zeno unter unbeholfenen, aber befto herzlicheren Glückwünschen bie Hand brückte. Aber aud) bie Schar ber anberen ftanb nicht zurück. Unb gar erst, als Zeno sie alle zu seiner Hochzeit lub, ba schmetterte ber Hartl einen gellenben Juhschrei hinaus, baß bie Fensterscheiben zitterten. Er als Oberknecht konnte sich bas erlauben.
Gegen 10 Uhr abenbs, als Zeno unb ber Vater längst roieber in ernsthaftem Gespräche beisammen- saßen, an bem auch Wally teilnahm, um bie man»
Emil Kock. Seltersweg 75. Sckwerkrieaö- desckädigter gesucht von hiesiger Firma, bie biß heute noch keine Arbeitskürzung halte unb voraussichtlich nicht haben wird. Gesuchter muß arbeitswillig sein nno einwandfreien Lebenslauf nachweisen können. Schriftliche Angeb. unter 05025 an ben Gieß. Anz. [Stellengesuche}
Junger MÄWÄö sucht zwecks weiterer Ausbildung Stelle bei tüchtig. Meister. Schristl. Angebote unter 05034 an den Gieß. Anz. erbeten. Ein tn der Führung eines feinen Haushalts erfahrenes Zimmermädchen sucht ver 1. August In der Stadt oder auf einem Gute passende Stellung.
Schrifil. Angebote unter 6006D an den Gieß. Anz. erberen.
Zunr Markt wieder eingetroffen!
Klöppelspitzen
in sämtlichen Breiten und Qualitäten
= 20 Meter von Mk. 1.00 an =
Kissen-Einsätze mit Schrift, Paar 60 Pfennig
Verkauf direkt ab Fabrik ohne
Heute abend 8 Uhr
603 k Grolles Militär-Konzert unter persönlicher Leitung des Herrn Obermusikmeister Löber
Danksagung.
Für die uns anläßlich unseres schweren Verlustes erwiesene Teilnahme sagen herzlichsten Dank.
Frau David Stamm Albert Stamm Heinrich Stamm.
| Vermietungen
Größere Werkstatt mit Lagerraum zu- vermieten f05032 Westanlage 56 v. Modi. Zimmer |u vermieten. 0W31
Neustadt 50.
Gesangverein Heiterkeit
Samstag, den Zl.Juli, abends 8'^ Ahr General-Versammlung im Dereinslokal.
Tagesordnung:
1. Jahresbericht, 2. Rechnungsablage, 3. Dorstandswahl, 4. Verschiedenes.
Anträge hierzu sind bis zum 23. Juli an den Vorstand einzureichen. 602TD
Heute Dienstagabend MiWknliioll Mil Mle bei Mitglied Deck, „Schützenhaus".


