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Brutapparate, die Molkereieinrichtung, die und modern eingerichteten Diehställe. Heber- gab es viel Lehrreiches zu sehen, so das; Stammler auch hier den herzlichen Dank Teilnehmer aussprechen konnte. Anschließend

fand ein gemütliches Zusammensein Glase Bier aufTextors Terrasse" Hardthof statt.

' Die^Wiener Hoch- und ineister-Kapelle. deren Besuch

gur Lahnkanalisierung

die Industrie- und Handelskam« Limburg in ihrer jüngsten Dollversamm-

Bochum, der hier wegen einer ganzen Reihe schwerer Diebstähle in ^Untersuchungshaft sitzt, hatte versucht ouszubrechen. Wegen Sachbeschä­digung erhielt er 6 Monate Gefängnis.

Der Arbeiter Wilhelm Hasselbächer auS Dietz hatte seinem früheren Arbeitgeber in Tam­bach 340 Mk. und eine Uhr gestohlen. Mit Rücksicht aus seine Vorstrafen erkannte das Ge­richt auf 1 Jahr 3 Monate Gefängnis.

hing eine Entschließung angenommen, in der es heißt:

Die Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer zu Limburg (Lahn) fordert die sofortige Vollendung der zu 3/4 fer­tigen Lahnkanalis ierung von der Mün­dung bis nach Steeden bei gimburg, um durch diesen neuen, billigen Wasserweg den Dasall- und Kalksteinbrüchen, dem Erzbergbau und den Tongruben des Lahngebietes und des Wester­waldes Weiterbestehen und Ausdehnung zu er­möglichen, außerdem augenblicklich durch den Dau selbst einmalige Arbeitsgelegenheit für die zahl­reichen Erwerbslosen des Bezirks au schaffen und schließlich auch durch die Erbauung der Schiss- fahrtswehre weitere Elektrizitätsgewinnung durch Wasserkraftwerke an der Lahn vorzubereiten. Mit sehr geringem Kapital kann hier ein außer­gewöhnlich großer wirtschaftlicher Erfolg erzielt werden."

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus der .Radio-Umschau".)

Mittwoch, 21.3uH.

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters-: Joseph Strauß. 6.15 biö 6.45 Uhr: Die Bücher­stunde. 6.45 bis 7.15 Uhr:Die Sprachen und Literaturen der Perser und Türken". Vortrag von Dr. L. H. Schütz. 7.15 bis 7.45 Uhr: Italic nischer Sprachunterricht. 8.15 bis 9.15 Uhr: Ue- bertragung von Kassel: Konzert des Stadtpark­orchesters. 9.15 bis 10.15 Uyc: Cellokonzert.

wir kürzlich schon ankündigten. wird am kommen­den Sonntagnachmittag und -abend in der Volkshalle ein einmaliges Gastspiel geben. Der weltbekannte, glänzende Ruf dieser Kapelle dürste sich auch in unserer Stadt erneut be­währen. Da der Besuch voraussichtlich recht stark werden wird, dürfte es sich empfehlen, rechtzeitig Eintrittskarten zu erwerben. Räheres m der heu­tigen Anzeige.

* Unsere Militärkapelle veranstal­tet am kommenden Donnerstagabend auf der Liebigshöhe ihr 6. Abonnementskonzert. (Siehe Anzeige.)

" Das 9 0. Stiftungsfest des Gi.e- srener Männer-Dadevereins am Sonn­tag bot ein reichhaltiges Programm, dessen sport­licher Teil am Vormittag, der unterhaltende am Rachmittag sich in schöner Weise obmidelte. Die Vorbedingungen für das Gelingen eines Strand- festes in den geräumigen Anlagen des Vereins, günstiges Welter, war gegeben, und so war die Zahl der Teilnehmer eine überaus große. Den musikalischen Teil hatte die Kapelle Weller übernommen, die flotte Weisen zwischen die übri­gen Veranstaltungen: Kinderpolonaise mitBretze.'- vcrteilung, Regenschirmpartie auf der Lahn, Wurstschnappen, Waschbüttenfahrt, Zahrradritt iti die Lahn und sonstige Humoristikas brachte. Die Ansprache des Vorsitzenden Georg Todt gab den Anwesenden einen Ginblick in die Ent- e Wicklung des Vereins seit den 93 Jahren feines * Bestehens, die Rede klang aus in einem Hoch auf das fernere Wachsen und Gedeihen des Vereins. Zwei im hohen Alter stehende Söhne des Mit- ' gründers des Vereins, die 70 und 66 Jahre treu /.um Verein hielten, die Herren Karl Lüde- 11 In g und Georg Reiber, wurden zu Ehrenmitgliedern ernannt. Ueber das Wettschwimmen am Vormittag ist folgendes zu berichten. Schüler von 10 bis 14 Jahren, 50 Meter Dahn. Brustschwimmen: 1. Walter Heußel 393/j0, Junioren von 1518 Jahren 1. Ernst Keßler 1,36. Junioren von 19 lis 25 Jahren (100 Meter Brustschwimmen) 1. Ehr. Weeg 1,40. Senioren von 25 bis 35 Jahren (100 Meter Brustschwimmen) 1. Karl < 93 i st o r 2,05. Senioren von 36 bis 45 Jahren (53 Meter Brustschwimmen) 1. Louis Vogt 40,0. Senioren von 46 bis 56 Jahren 1. Rich, ©la- gow 55,0. Senioren von 57 bis 65 Jahren 1. Heinrich Stein 50,0. Schülerinnen von « 10 bis 14 Jahren (50 Meter Brustschwimmen) 1.

7. Nassauischer Bauerntag.

bl. Herborn, 18. Juli.

Unsere Stadt steht in diesen Tagen Zeichen eines Dauernfestes, wie man

Schöffengericht Gießen.

1 Gießen, 19. Juli. Im Winter 1925/26 kaufte ein jüngerer Mann bei zwei hiesigen Ge­schäftsleuten Waren und bezahlte mit einem Geldschein, den diese für einen Hundertmarkschein hielten. Später entdeckten sie, daß eS sich um einen wertlosen 100-Millionenschein handelte, dem durch Ueberkleben der Anschein eine- Hundert- Rentenmarkscheins gegeben worden war. Der Verdacht der Täterschaft fiel auf den vorbestraf­ten Geometer Friedrich Karl Herr igel auS Stuttgart. In der heutigen Hauptverhandlung leugnete er hartnäckig, wurde aber überführt und zu 1 Jahr Gefängnis verurteilt.

Die schon vielfach vorbestrafte Anna D e u - bett von Erpolzhein hatte ihrer LogiSwirtin 50 Mk. aus einem verschlossenen Schrank, den sie mit einem Meißel erbrochen hatte, gestohlen und ferner einem Mädchen mehrere Wäsche­stücke. Unter Einbeziehimg anderer Strafen er­hielt sie 3Vz Jahre Zuchthaus.

sprach dann noch ein weiterer Abgesandter. Mu- sikvorträae der Dillenburger Stadtkapelle, s>wie GesangSoarbietungLn eines Massenchores von etwa 250 Sängern und turnerische Vorführungen verhalfen dem Abend zum vollen Erfolg.

Sonntag morgen herrschte schon in aller Frühe auf dem Festgelände reges Leben und Treiben. Es galt die Besichtigung der Ma­schinen-, Imker- und Geflügelaus­stellung. Die Industrie ist mit Maschinen, Wagen, Ersatzteilen, Werkzeugen aller Art reich vertreten. Reben dieser großen Ausstrllung hat man noch zwei Zelte mit kleineren Gegenständen für den häuslichen Gebrauch errichtet. Die Ma- schinen-Ausstellung bekundet, daß auf dem Gebiet des Maschinenbaues gute Fortschritte zu ver­zeichnen sind. In der GeflügelauSstellung sieht man 245 der wertvollsten Tiere (Tauben. Enten, Hühner) ausgestellt. Der Imkerverband wartet mit einer sehr guten wirtschaftlichen Ausstellung auf.

Vormittags um 10 Uhr begann in dem großen Festzelt die Vertreterversamm­lung der Bezirksbauernschaft von Rassau und Kreis Wetzlar. Die Tagung war gut besucht und legte in ihrer Gesamtheit unzweideutiges Zeugnis ab von einem weiteren Festhalten am Reichslandbund. Präsident Hepp eröffnete die Versammlung und begrüßte mit warmen Worten die Erschienenen. Hieraus sprach er noch kurz über die Arbeiten des ReichS- landbundes. Grüße überbrachte für den Ober­präsidenten und den Regierungspräsidenten Re­gierungsrat Weihe- Kassel, für den Kreis Re­gierungsrat Dr. Dünger, für das Rass. Ge­nossenschaftswesen Dr. Ehelius. für die Stadt der Bürgermeister, für die Landwirtschafts­kammer der Direktor, für die Bezirks srauen- bauemschast Frau Wagner- Limburg, für den Kurhess. Landbund Abgeordneter Justin. 3m Anschluß daran hielt der Präsident des Reichs­landbundes Gras Kalkreuth einen Vortrag über die wirtschaftspolitische Lage unter befon- derer Beachtung der Zollgesetzgebung. Der Leiter der steuerpolitischen Abteilung des Reichsland­bundes von Eh bei, hielt dann einen Vortrag über Steuerfragen. Für die Abhaltung des nächstjährigen Bauerntages lagen An­träge von Idstein und Höchst vor. Da man zu keiner Einigung kam, wurde beschlossen, der nächsten Vertreterversammlung hierüber eine Vor­lage zu machen. In einer Entschließung wurde dann noch auf die Rotlage der Landwirtschaft hingewiesen, Rach 2 Uhr konnte Abgeordneter Hepp den Bauerntag für 1926 schließen.

In der um 10 Uhr stattgehabten Imker- versammlung wurden verschiedene anregende Referate gehalten.

Rachmittags fanden auf dem Festgelände Volkstänze statt. Für jung und alt war dann noch bis nach Mitternacht beliebig Ge­legenheit zu Belustigungen aller Art gegeben.

toffdiener der Kartoffelanbaustelle der Land­wirtschaftskammer Wiesbaden, die hier ihre Anbauversuche macht. Beifall fand auch die De- rieselungsanlage im Garten. Trotz der großen Hitze ging es dann hinaus auf die Felder, wo besonders die Getreide- und Kartoffel- schlage eingehend besichtigt wurden. Unter den außerordentlich zahlreichen Getreide­sorten befanden sich allein 38 Sorten Winterweizen. Auch die Kartofselbaustellen wie­sen sehr viele Sorten früher, mittelfrüher und später Sorten auf, besonders reich vertreten wa­ren die verschiedenen Arten Industrie, die eine Familienpflanzung bilden. Dr. Becker, Alsfeld, und Dr. Kreutz, Gießen, beantworteten die Fragen der Landwirte in ausgiebiger Weise. Dr. Stammler dankte namens deS Vereins Alsfeld für die umsichtige Führung und die sehr lehrreichen und interef'anten Erläuterungen. Dann ging es in das Tierzuchtinstitut tm oberen Hardthof, Dr. Lang über­nahm die Führung. Von besonderem Interesse waren die vorderen Schweineställe mit Zentral­heizung, die Hühnerhöfe mit Fallnesterkontrolle, 6lc Ausläufe ins Freie für sämtliches Kleinvieh,

hier noch nicht erlebt hat. Die Stadt ist mit Fahnen und Girlanden außerordentlich reich ge­schmückt. An den Hauptverbindungsstraßen stehen Ehrenpforten. Massenbesuch belebt die Stadt.

Der 7. Rassauische Bauerntag wurde am Samstagabend mit einer Begrüßungs­feier in der großen Festhalle auf dem Fest­gelände eröffnet. Das Zelt war überaus stark besetzt. Der Vorsitzende der Kreisbauern­schaft Dill, Landwirt Berner von Fleis­bach, begrüßte die Erschienenen und dankte allen denen, die zu der Gestaltung des Festes bei­getragen haben. Der Präsident des Reichsland- vundes, Reichstagsabgeordneter Hepp- Seel­bach, sprach über die schwere Arbeit der Organi­sation im Kampfe für den deutschen Dauer. Seine Worte Hangen in einem Hoch auf die Bauern­schaft aus. Regierungsrat Dr. Dünger über­brachte die Grüße des Kreises und versicherte Mithilfe der Kreisverwaltung in landwirtschaft­lichen Fragen. Dürgermeister Riederschulte begrüßte die Versammlung im Ramen der Stadt Herborn und wünschte, daß man sich in den alt­ehrwürdigen Mauern recht wohl fühlen möge. Justin vom kurhessischen Landbund versicherte gedeihliches Zusammenarbeiten mit der Organi­sation von Rassau. Für den Reichslandbund

Anneliese G l a a v w 48V1O« Damen von 15 bis 18 Jahren 1. Frl. Dora Rickek 421/1n. Damen von 19 bis 25 Jahren 1. Frl. Thea Rüger 424/10- Damen von 26 bis 35 Jahren 1. Frau Arnold 54,0 Sekunden. Ein am Rach- mittag abgehaltenes Preisschiehen brachte den Glücklicheren unter den Schützen recht wertvolle Preise. Mit dem Verlauf der gesamten Veran­staltung Jann der Verein sehr zufrieden sein. Aufs neue hat sich bei dieser Gelegenheit die hohe Wertschätzung gezeigt, die man dem vor­trefflichen Wirken des Vereins in breiten Kreisen der Bürgerschaft zuteil werden läßt.

,e Land sturm-Tagung in Gießen. Der Dau West der Vereinigung ehemaliger An­gehöriger des Landsturm-Inf.-Regts. Rr. 20 hielt am Sonntag feine diesjährige Zusammenkunft in Gießen ab. Groß war die Freude des Wieder­sehns, besonders bei denen, die sich zum ersten. Male seit Kriegsende die Hände reichen dursten, und echt kameradschaftlicher Geist durchwehte die ganze Veranstaltung. In herzlicher Weise be­grüßte bei der Hauptversammlung im .Bayrischen Hof" der Gauvorsitzende Gg. Kling- Gießen die zahlreich erschienenen Kameraden, besonders den ersten Kommandeur des 3. Batls., Frei­herrn Marschall von Bieberstein - Burg Hahnstätten, sowie den Vertreter deS Gaues Mittel, Eisenbahn-Inspektor G ü n t h e r-Magde- burg. Er gab einen kurzen Bericht über die Tätigkeit im abgelaufenen Geschäftsjahre und über die Kassenverhältnisse, woran sich eine aus­gedehnte Ansprache anschloß. Das Mitglied des Hauptvorstandes. Studienrat Scherrer-Als­feld. wies u. a. darauf hin, daß die Regiments­geschichte in Vorbereitung sei und ihre Heraus­gabe im nächsten 3abn erfolgen werde. Es wurde beschlossen, die näch'te Tagung voraus­sichtlich im Oktober 1927 in Frankfurt a. M. abzuhalten. Am Rachmittag bereinigten sich die Teilnehmer, deren Zahl sich inzwischen vergrößert hatte, mit ihren Damen zu einer wohlgelungenen Wiedersehensfeier im Saalbau Sauer. Gemein­same Lieder, Musikvorträae, humoristische und sonstige Darbietungen wechselten in reicher Folge miteinander ab und liehen bald eine frohe Stim­mung aufkommen, die die Anwesenden lange zu- fammenhielt. Wiederholt wurde den Gießener Kameraden, die die Deranstaftung gut vorbereitet und durchgeführt hatten, wärmster Dank aus­gesprochen. Mit dem WunscheAuf frohes Wie­dersehn in Frankfurt" trennte man sich in später Stunde.

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Einheitsfront im Kolonialwarenhandel.

Man schreibt unS: Wie in allen Berufs­ständen. so haben auch die Kolonialwarenhändler seit Jahrzehnten eine Spi h enor gani s a- tion angestrebt. Bisher bestanden mehrere ReichSverbände des Kolonialwaren-, Feinkost- und LebenSmittelhandelS. Arn 31. Mai tagten in München die drei bedeutendsten dieser Ver­bände. darunter auch der Gdeka-Berband. dem die Einkaufsgenossenschaft der Kolonialwaren- händler unserer Stadt in Firma Edeka-Drvß- handel angehört. In einer in München von an­nähernd 2000 Kolonialwarenhändlern der drei Spihenverbände besuchten Versammlung wurde der Zusammenschluß zu einem Ein - heitsverband und die Bildung einer be­ruflichen, wirtschaftlichen und möglichst auch poli­tischen Front beschlossen. Als wichtigste Ausgaben des neuen Einheitsverbandes wurden die Aus­bildung deS Rachwuchfes und die Ertüchtigung der Mitglieder zu allerhöchster wirtschaftllcher Leistungsfähigkeit bezeichnet. Dahingehende Ar­beit soll nunmehr im ganzen Reiche nach dem Muster der Edeka-Genossenschaft in Angriff ge­nommen werden. Die zu einem einheitlichen Berussverbande vereinigten Kolonial- warenßändler des Deutschen Reiches wollen durch diese Organisation Einfluß auf die Erhaltung des selbständigen Mittelstandes in Stadt und Land ausüben und damit zum Wieder­aufbau der darniederliegenden deutschen Wirt­schaft und weiterhin zur Wiederherstellung der Macht des deutschen Vaterlandes in der Welt beitragen.

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