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Rätsel-Ecke

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Besteigungsmöglichß bietung. Besonders i hi» fl?rhihifh»rnnrtrö

Pianohaus

Gießen

Bahnhofstr. 65 b

Fernruf 1367

41

Filiale Lieh

Butzbacher Str. 12

2565c

wiesen, die neuen vereidigt. Gin Mitglied zur Sitzung nicht erschienen und lehnt die nähme des Amtes wegen hohen Alters Kleber den Auchsolger soll am Sonntag

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Stadt in Flandern: 14. Erdteil; 15. Bergweide; 16. Sportgerät; 17. alter Mann; 19. biblische Stadt; 21. Höhepunkt der landwirtschaftlichen Tätigkeit; 22. Inhaltslosigkeit; 23. Wirtschaftsgerät.

Von oben nach unten: 1. Metall; 2. weib­licher Vorname; 3. französischer Marschall; 4. In­sekt; 5. Raubtier; 6. Fluß in Rußland; 8. branden­burgischer Feldmarschall; 9. Element: 11. Name aus

Besonders eindrucksvoll kommen die verschiedenen .....weiten der Zugspitze zur Dar-

_ in den abgelegenen Dörfern sind

die Lichtbilderoorträge sehr stark besucht.

jweite die gelten nicht gene ring« M DurMni tarn her nicht W

wäre eine dankenswerte Winterfeldfrüchte Der Klee hat wenig aus- nassen Lagen zum Teil höheren Lagen eine gute

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fährlichenGassenbuben" Aufgabe. Der Stand der ist allgemein befriedigend.

Steinwayft Sons Rud. Ibach Sohn Grotri an Stein weg Schiedmayer

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Gebr. Niendorf

Lindholm u.a.

18761 August Förster D

Wortspiel.

Kopf-Wechsel-Rätsel.

pinne; Farbe; Acker; Name; Nebel, Kober; Ahr; Cent; Hantel; Esche; Nessel.

Pfannkuchen.

Von links nach rechts: 4. Lebewesen; Stadt int Rheinland, 10. Fluß in Spanien; 13.

Wortverbindung.

Jedes der nachfolgenden Wortpaare ist durch Umstellung der Buchstaben in e i n Wort von der angegebenen Bedeutung zu verwandeln (wie z. B. Bett Inka: in Kabinett). Die Anfangsbuchstaben der gefundenen und richtig untereinander geord­neten Wörter nennen die älteste Alpenstraße.

Angeln Ritter: nichtgiftige Schlangenart Bau Greis: Landschaft im Schwarzwald Benno Tal: Männer höheren Ranges Bock Steine: «ladt im Erzgebirge

Eier Braut: fleischfressende Säugetierordnung Lied Neander: Königreich

Lore Enghien: französischer Orden.

Scharade.

Ein Spitzbub ist die dritte, Sie meidet eins und zwei; Das Ganze ist das gleiche, ' Rur stiehlt es eins und zwei.

Homonym.

Istts der Menschen Tun und Treiben, Fordert 's die Kritik heraus;

Daß derZug" es regelmäßig, Setzt man allerorts voraus.

Kreuzworträtsel.

Oberhefsen.

Landkreis Gießen.

Klein-Linden, 19. März. Nach

kräftigen Entwicklung der Knospen der Früh- birncn kann man mit einem guten Ertrag rech­nen, falls nicht starke Fröste die Hoffnungen ver­nichten. Leider find die Spatzen eifrig an der Arbeit, einen großen Teil der zarten Blüten­knospen zu zerstören; die Bekämpfung dieser ge-

Sihung zusammen. Die wiedergewählten Mit glieder wurden auf ihren früheren Eid

Delegierten doch nicht entwinden. Aber es sind nicht mehr viele, und Berlin wird sehr spar­sam damit umgehen müssen.

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schieden werden. Es wurden die einzelnen Kom­missionen gebildet. Die Lieferung von Rohren, Verschraubungen usw. für Anlage der Wasser­leitung in der Siedlungs- und Friedrich-Ebert-» Stratze wurde vergeben.

Kreis Büdingen.

. Stockheim, 19. März. Eine bedeu­tende Erweiterung soll der hiesige Bahn- h o f erfahren, und zwar gilt es, den Rangier­bahnhof in der Richtung nach Selters aus» zudehnen. Gewaltige Erdmassen sind zu be­wegen, denn es ist erforderlich, eine Anhöhe ab­zutragen. Die Arbeiten werden am 1. April von der Firma Dicker & E o. aus Düsieldorf in Angriff genommen. In den letzten Jahren hat sich der Güterverkehr auf dem hiesigen Bahnhof bedeutend gehoben, so daß die vorhandenen Gleisanlagen nicht mehr ausreichen.

th. Leid Hecken, 19. März. Auf den meisten Feldern mrserer Gemarkung ist das Land schön abgetrocknet, sodaß mit der Frühjahrs­aussaat bereits begonnen werden tarnt. Die Arbeitslosen unserer Gemeinde, etwa 12 bis 15 Mann, werden z. Z. mit Draina ge-- arbeiten im hiesigen Felde beschäftigt.

Kreis Schotten.

ld. Schotten, 19. März. In vorbildlicher Weise steht Lehrer Schütz, hier, seit einiger Zeit im Dienste der Volksbildungsarbeit. Mit dem den Schulen des Kreises gehörenden Licht- b i l d w e r f e r besucht er die Dörfer der Umgegend und schildert an Hand von zahlreichen Postkarten und photographischen Oritzinalaufnahmen die Ein­drücke einer Reise in die deutschen Alpen.

der griechischen Mythologie; 12. Flüssigkeitsgerät; 17. Wurfspieß; 18. starke Leine; 19. Metall; 20. ru­mänische Münze.

Auflösungen.

Silbenrätsel.

1. Islam: 2. Madeira; 3. Riemen; 4. Arrac;

5. Utah; 6. Strazze; 7. Eavour; 8. Hospiz; 9. Lfau; 10. Stativ; 11. Altai; 12. Gazelle; 13. Takel.

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Silbenrätsel.

a am de doh cl en fu ge- he heim im kel la lau le me men miil ner nt pel re sig sow teg uh.

Aus vorstehenden 26 Silben bilde man 13 zwei­silbige Wörter mit folgender Bedeutung: 1. Vogel; 2. Verwandte; 3. italienischer Maler; 4. musika­lische Form; 5. Ort in Rußland; 6. deutscher Maler; 7. Stadt im Freistaat Sachsen; 8. Solbad in der Provinz Sachsen; 9. Halbinsel bei Danzig; 10. hän­gende Schale; 11. schwedischer Dichter; 12. Insekt; 13. Stadt im Rheinland. Wurden die Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangsbuchstaben von vorn nach hinten und Endbuchstaben von hinten nach vorn gelesen und aneinandergereiht ein Sprich­wort.

.' Gemeint ?ler*ten emp ^le Zehen ur Ähie, Bj

Dro^n Ul wiflterhofj

gewintert, Roggen ist in ersoffen", während er in , , v Entwicklung zeigt. Leider können die Landwirte wegen der Nässe fast keinerlei Feldarbeiten be­ginnen, obwohl der im März gesäte Hafer stets den Vorzug hat. Wie im Vorjahre, so beginnt auch jetzt wieder die Bautätigkeit. Mehrere Wohn­häuser sind von privater Seite zur Ausführung vorgesehen, da Bauterrain in allen Lagen zu

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genommenen Vortrag schloß sich eine längere Aussprache. Auf Veranlassung dtzs O b ft - und Gartenbau-Vereins läßt die Ge­meinde zur Zeit eine Anzahl A i st k ä st e n aus­häng e n, um so unseren Verbündeten im Kampfe gegen die Schädlinge, hauptsächlich den Meisen, eine Wohnstätte zu schaffen. Bei der dritten hiesigen Holzversteigerung wurden die allerorts üblichen Preise geboten. Die Nachfrage nach Knüppelholz war etwas größer als seither.

oo Rodheim a. d. H., 19. Mürz. Nachdem die kirchliche Oberbehörde die erste Verpach­tung des hiesigen Pfarrgutes nicht ge­nehmigt hatte, fand gestern eine zweite Ver­pachtung statt. Die Gesamtpachtsumme beträgt 4018 Mk., d. h. für den Morgen durchschnittlich 40 Mk. Da die Pächter auch die Abgaben zu tragen haben, stellt sich der Morgen auf ungefähr 48 Mk. Es wurden 101 Mk. mehr erlöst als bei der Vor- verpachtnng.

Kreis Friedberg.

y. Wölfersheim, 19. März. In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurden zur Zep­pelinspende 20 Mk. bewilligt und auf dem Bureau eine Liste zur freiwilligen Zeichnung der Emwohnerschaft offengelegt. Zwei Gemeinde­darlehen sollen mit 20 Proz. aufgewertet und ohne Verzinsung für 1925/26 in diesem Jahre an die Gläubiger zurückgezahlt werden. Zur gleichmäßigen Verbreiterung des Hain­grabenwegs wurden 10 Quadratmeter Gelände a 2 Mk. angekauft. Die Chaussierung des Weges wurde dem W. Schmidt II. als Wenigstnehmenden für 1071 Mk. übertragen. Das hiesige Kraft­werk gibt bekannt, daß in diesem Jahre wegen der geringeren Stromabgabe wieder mehr Preß­steine (zum Heizen), und zwar in der Vorkriegs- menge, hergestellt und preiswert abgegeben werden. Auch in unserem Orte sind viele, namentlich ältere Leute von der Grippe befallen worden.

CO N i e d e r - F l o rst a d t, 19. März. Nach­dem am 8. März die Gemeinderatswahl vom Kreisamt betätigt wurde, trat der neue Gemeinderat jetzt zu seiner ersten

Die Narrenkappe.

Splitter unv Sparren vom RedakttonStisch.

Protest.

Was stellen Sie denn da mit meiner Tochter an?"

Ich lasse sie Atemübungen machen!"

Ja, lieber Herr Professor, dafür zahle ich aber nicht zehn Mark die Stunde! Atmen kann meine Tochter, fingen soll sie lernen!"

Bei der Kartenschlägerin.

Sie werden sich bald verloben, Fräulein, aber es wird sehr lange dauern, bis Sie heiraten."

Das kann nicht stimmen, die Wohnung be­komme ich gleich von meiner Tante."

Dialog.

Meine kleine fünfjährige Tochter Inge bewun- dert ihren zwölfjährigen Bruder Günther, wie schön bunt er mit seinen Tuschfarben zu malen vermag, und dies veranlaßt sie, mich ihren Vater zu bitten, ihr doch auch einen kleinen Pinsel zu kaufen, damit sie auch so schön malen könne. Ich versprach ihr die Erfüllung ihrer Bitte, und so gingen wir beide in einen Papierwaren- laden, um den ersehnten Pinsel für 15 Pfennig zu kaufen. Auf dem Nachhausewege betrachtete Inge beglückt ihren kleinen Pinsel in der Hand, und es entwickelte sich dabei folgendes Frage- und Ant­wortspiel zwischen uns beiden:

Inge:Ach, Vatel, ist der Pinsel aber niedlich!" Vater:Sehr niedlich, mein Kind."

Inge:Vatel, gibt es auch noch größere Pinsel als diese hier?"

Vater:Aber gewiß, mein Kind, es gibt auch größere Pinsel."

Inge:Gibt es aber auch ganz große Pinsel?"

Vater:Aber natürlich, es gibt auch ganz große Pinsel."

Inge:Ach, Vatel, da gibt es also auch so große Pinsel wie du?"

haben ist.

X Wieseck, 19. März. Am Donnerstag­abend hielt der evangelische Frauen- verein seine diesjährige Schlußfeier des Winterhalbjahres ab. Gedichte, Reigen und Aufführungen, ausgeführt von Mitgliedern un­serer Zugendvereinigung, wechselten in bunter Reihe einander ab. Vei Kaffee und Kuchen und gemeinsamen Volksliedern nahm der Abend einen schönen Verlauf.

Staufenberg, 19. März. Dieser Tage versammelte die 2. Schulklasse unter Leitung von Lehrer Schädel die Elternschaft zu einem wohl- gelungenen Elternabend im Saale des Gast­wirts Zecher. Herr Schädel sprach über Sinn und Zweck dieser Einrichtung. Das Programm bot Prologe, Deklamationen, Stabreigen, einMärchen- fpiel, Lieder und Tänze in Tiroler Tracht. Es fand starken Beifall und wurde am folgenden Abend wiederholt.

z. A l l e n d o r f a. d. Lumda, 19. März. Bei der gestrigen Versteigerung der M a s s en g run d st ü ck e von der Feldbereini­gung wurden zum Teil recht erhebliche Preise erzielt. Es waren sehr viel Kaufliebhaber er­schienen. Zum Verkauf kamen ca. 25 Morgen, zumeist Wiesenland. Das Ackerland geht erst am 1. Aovember in den Besitz des neuen Käufers über, da das Land bis dahin bereits verpachtet ist. Der Kaufpreis stellte sich für 1 Quadratmeter wie folgt: Gute Wiesen 45 bis 52 Pf., mittlere 30 bis 35 Pf., geringwerttge 16 bis 23 Pf., saure Wiesen 5 bis 19 Pf.. Ackerland: mittel 28 bis 30 Pf., geringwertiges Land 12 bis 19 Pf., Wüstland, früher Wald 1 bis 6 und 19 Pf. Diese Preise stellen die Vorversteigerung dar, während die nochmalige endgültige Ausbietung am 24. März stattfindet.

* Watzenborn-Steinberg, 19. März. Zu gestern Abend war die hiesige Bürgerschaft zu einer Protest Versammlung gegen den Abbau der Volksschullehrer in die Neue Schule eingeladen. Der Einladung waren etwa fünfzig Besucher gefolgt. Nachdem Lehrer P a u s ch die Erschienenen willkommen geheißen und den schwachen Besuch bedauert hatte, erteilte er dem Lehrer Marsteller das Wort. Dieser äußerte sich dahin, daß überall Not herrsche und man ge­rade deshalb zuletzt an der Volksschule, dem einzigen Vermögen der unteren Volksschicht, abbauen solle. Viel eher könne an den höheren Schulen abgebaut werden. Im Anschluß an das eingehende Referat und an eine Aussprache wurden zwei Entschließun­gen angenommen, von denen sich die eine gegen den Volksschullehrer-Abbau in Hessen, die andere gegen einen solchen Abbau in der hiesigen Gemeinde richtet.

t Grünberg, 19. März. Bei der H o l z v e r- fteigerung aus staatlichen Waldungen am gestrigen Tage in Beltershain wurden pro Raummeter folgende Preise gezahlt: Scheiter: Kie­fern 7,60 Mk., Fichte 5,25 Mk.. Knüppel: Buchen 10,50 Mk., Eichen 6,25 Mk., Kiefern 6,70 Mk. und Fichten 5 Mk., Reisig: Buche 2,30 Mk. und Eiche 40 Pf., Stöcke: Buche 6,50 Mk., Kiefern 2,80 Mk., Fichte 1,25 Mk. Kiefernstammholz pro Festmeter: 1. Klasse 50,70 Mk., 2. Klasse 35,70 Mk., 3. Klasse 42,45 Mk., 4. Klasse 35,10 Mk. Fichtederbstangen je Festmeter 1. Klasse 17,55 Mk. und 2. Klasse 16,30 Mark. Eiche-Nutzknüppel je Rm. 2. Klasse 8,40 Mk. Da durchweg Jungholz, kam Buchenscheitholz. nicht zur Versteigerung. Die Beteiligung der Käufer war sehr stark, die Angebote sehr lebhaft.

df. Langsdorf. 19. März. Gestern abenb sprach hier Dr. Bennert, der Leiter der Liga dinn Schuhe der deutschen Kultur, Gruppe West­deutschland, in unserem ehrwürdigen Aathaussaal vor einer stattlichen Zuhörerschar über das Thema:Die Politik der Gegenwart". Er be­schäftigte sich nicht etwa mit den Geschehnissen der jüngsten Gegenwart, sondern er zeigte die Ent­wicklung der großen Reiche der Vergangenheit und Gegenwart und ihren gemeinfet) afttichen Drang nach Grohräumigteit. Aus der bestehen­den Kräfteverteilung zog er bann seine Schlüsse für die Zukunft. Er ist der Ansicht, daß es der­einst zu einem Zusammenstoß zwischen den Asia­ten und Westeuropa kommt, in den selbstverständ­lich auch Amerika verwickelt ist. Rußland glaubt er auf der Seite der Mongolen. Rach feiner An­sicht ist es nötig, daß sich Europa auf die kom­mende Gefahr vorbereitet, indem es sich etwa zu einer Art Union der ©uropafloaten zusammen­schließt. An den ties schürf en den. mit Beifall auf-

Lücken Deutschlands Polen in Lo- ea r n o gegebenes Wort einlösen, Polen aleichtzeitag mit Deutschland einen Sitz im Völker- Lunds rat verschaffen. Aicht mehr und nicht we­niger. Das mußte jedermann klar fein, der von Locarno bis Genf die französischen Zeitungen einigermaßen zu lesen verstand, das muhte je= dermann klar fein, der sich die Muhe gemacht hatte, all diese Kompromißlereien und politischen Intrigen zwischen den Kabinetten der großen und kleinen Entente zu durchschauen, das muhte jedermann klar fein, der sich überhaupt die An­fangsgründe moderner Entente-Diplomatie zu- eigen gemacht hat. Wer aber, sei es aus Naivität, sei es in blindem Vertrauen auf den sogenannten ..Geist von Locarno" oder sei es aus selbstverschuldeter älnkenntnis. nach Genf ging, ohne überhaupt von vornherein zu wissen, um was es sich dort eigentlich handelte dem ist nicht zu helfen, und dem wird auch zukünftig nicht zu helfen fein.

Man mag es ausdrücken, wie man will: Ber­lin wäre entweder nicht genügend informiert gewesen ober hätte die günstigsten Gelegenhei­ten verpahk, oder hatte in allzu großem 'Ver­trauen auf neutrale oder andere Staaten sich aus feiner anfangs so starken Angriffs'Pofition in eine sehr schwierige Verteidigung hineindrängen lassen müssen das ändert alles nichts an der feststehenden Tatsache, daß die dichlonra- tische Stellung Deutschlands in Genf außerordentlich geschwächt wurde. Die deutsche Delegation kam sehr schlecht vorbereitet nach Gens. Dies zu erkennen und sofort auszu- nutzen, war für die diplomatische Taktik der Gegenseite eine Kleinigkeit. Die Ablenkungs­manöver Frankreichs und seiner getreuen Va­sallen gelangen glänzend. Dabei waren sie oft­mals. nicht zuletzt durch das Hervortreten Eng­lands und Italiens plump und durch- sichttg genug. Mit mathematischer Sicherheit tauchten dann die berühmtenMißverständnisse" auf, und Frankreich hatte gewonnenes Spiel. Zweimal schien die Sache Frankreichs verloren. Beide QHale verpatzte die deutsche Delegation diese Gelegenheit und erkannte sie er ft, als es zu spät war.

Strefemann warnte bei einem der letzten Presseempfänge in Genf vor der Gefahr,sich tot zu siegen". Dieser Gefahr ist auch Frank­reich nur mit Mühe entronnen. Der Völkerbund war bis jetzt eigentlich nichts anderes als ein gefügiges Instrument in der Hand der Draht­zieher am Quai d'Orfah und im Foreign Office. Deutschland, Rußland und Amerika standen ihm fern. Der Völlerbund brauchte jetzt Deutsch­land. nicht umgekehrt. Ohne Deutschland konnte der Bund nicht leben oder sterben. Damit war die Position Deutschlands von vornherein so überaus stark. Daß es Briand gelungen ist, feinen deutschen Gegenspielern die allerstärksten Trümpfe aus der Hand zu spielen, ohne daß diese diese schweren Verluste nicht einmal sofort bemerkten, ist ein neuer Beweis für die diplo­matische äleberlegenheit unb das unbestreitbare politische Geschick des französischen Ministerprä- präsidenlen. SeineFormel" war von vorn­herein klar. Es war eine ziemlich einfache Glei­chung mit ein paar Anbekannten, deren Lösung biefem diplomatischen Arithmetiken nicht allzu schwer fallen konnte. Aber Briand wird alt und außerdem drücken ihn ein ganz ungeheure innerpositische parlamentarische Sorgen. Es unterliefen ihm ein paar kleine Rechenfehler, und siehe da. mit einemmal ging diese Glei­chung doch nicht auf: Briand mutz schleunigst nach Paris zurück und von seinem Arbeits­kabinett aus die Gleichung erneut zu lösen ver- t suchen.

Das Fiasko der Genfer Tagung hat Briands * Stellung sehr geschwächt. Der Weg von Lo­carno nach Genf war steiniger, als er es sich ge­dacht. Aus diesem Wege tauchten Hindernisse auf, die zu beseitigen nicht ganz leicht sein wird. Die Völkerbundsmitglieder werden Briand nicht wieder als Ministerpräsidenten begrüben können. Aber auch noch andere Delegattonsführer wer­den wechseln. Die neuen Ratsmitglieder über­nehmen ein sehr zweifelhaftes Erbe, denn das ganze Gebäude des Völkerbundes ist stark unter­miniert unb droht einzustürzen, wenn es nicht sofort mit aller Energie geftützt wird.

Einer dieser Stützen ist die etwas sonderbare Kundgebung der Unterzeichner des.Lo­carno-Vertrages, der man hier in Paris mit sehr^gemischten Gesühlen gegenüber steht. Eine weitere «tütze ist die angebliche Zusicherung der De­legierten Deutschlands, daß sie ihr Aufnahme­gesuch bestimmt nicht zurückziehen würden, und zwischen diese beiden Stützen fügt der Quai d'Orsay nun schleunigst noch einen Verbindungs­balken an, in dem er betont, alle Mißverständ­nisse zwischen Deutschland und Frankreich feien beseitigt und die Genfer Tagung habe trotz unverkennbarer Nachteile den einen Vorteil we­nigstens gezeitigt: den deutsch-französischenAkkord".

Ob man in Berlin wohl merkt, welch neuer ge­schickter diplomatischer Trick der Alliierten dahin­ter steckt? Und was wird aus der Entwaffnungs- kvnferenz, was aus der Weltwirtschaftskonferenz? Wie werden sich die Parlamente in Berlin, London und Paris verhalten? Was wird England tun? Wie wird der Riß zwischen Paris und Madrid verklei­nert? Wie wird Italien die sich anbahnende neue Mächteverteilung in Südosteuropa sich zunutze machen? Was wird aus den Kolonialmandaten? Was aus Syrien und Kleinasien?

Für eine zielbewußle konsequente deutsche Diplo­matie erwachsen jetzt Riesenaufgaben und bieten sich trotz alledem noch ungeahnte Möglichkeiten. Alle Trümpfe konnte Briand in Genf den deutschen

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Im Rausche sagt mancher zu viel, Kreuzworträtsel.

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