Ixtrni natürlich« auch die Teschüstswelt aller Branchen direkt oder indirekt Vorteile. Wir würden durch die Inangriffnahme des dringenden Projekts aber nicht nur eine schr beachtenswerte Ankurbelung unserer heimischen Gesamtwirtschcrst erreichen, sondern auch noch den Erfolg buchen können, daß wir den Erwerbslosen das für dre meisten niederdrückende Bewußtsein nehmen, überflüssige Glieder unseres Wirtschastskörpers zu sein. Uni) diese moralische Hebung eines großen TeitcS unserer Einwohnerschaft möchten wir nicht geringer einschätzen als den oben angebeuteten wirtschaftlichen Antrieb. Die Fürsorge für Erwerbslose verdient Anerkennung, weit besser ist es aber, ihnen Arbeit zu geben, denn Einkommen durch Arbeitsleistung steht höher als alle Fürsorge.
Hoffentlich bringt die Stadtverwaltung un neuen Voranschlag großzügig eV v r s ch l ä g e für die Straßenerneuerung und hoffentlich kommt sie damit auch möglichst bald heraus. Sollte sich die Vorlegung des Voranschlags 1926'27 verzögern, so würden wir es begrüßen, wenn für diese Aufgabe eine Sondervorlage noch vor dem neuen Haushalt dem Stadtparlament unterbreitet wurde, damit die Ausgabe evtl, als Rotstandsarbeit erledigt werden könnte. And endlich möchten wir dem Wunsche Ausdruck geben, daß die Stadtverordneten-Versammlung über diese Angelegenheit nach großen Gesichtspunkten entscheiden möge. Damit würde sie unserem Gemeinwesen einen wertvollen Dienst leisten.
Oberhefsen.
f. Klein-Linden, 19. Febr. Einen interessanten Lichtbilderoortrag veranstaltete gestern abend der K o n s n m v e r e i n Gießen und Umgegend im Saale der „Deuischen Eiche" für seine hiesigen Mitglieder. Zur Vorführung gelangten Bilder über Gebäude und Einrichtungen der Konsumvereine und ihrer Zentrale in Hamburg.
;i„ Wieseck, 19. Febr. Bei Aufstellung des neuen Fahrplanes der Autolinie Wieseck-Gießen war probeweise die seit- herioe Haltestelle an der Postagentur in Fortfall gekommen. Aus Zweckrnäßigkeitsgrün- den und um den vielfach an die Betriebsleitung herangetretenen Wünschen Rechnung zu tragen, kommt diese Haltestelle in den nächsten Tagen wieder zur Einführung. Gegenwärtig ist man mit der Ausarbeitung eines praktischen Plakat- fahrplanes beschäftigt, der an den einzelnen Haltestellen zum Aushang kommen wird. Damit soll einem dringenden Bedürfnis abgehvlfen werden. Für den augenblicklichen Bedarf sorgt ein handlicher T a sch e n- Fah r p l a n, der in übersichtlicher Form alle Ankunsts- und Abfahrtszeiten der Autolinie enthalte daneben enthält das Heftchen, das bei den Schaffnern zu haben ist. alle auf dem Bahnhof Gießen ankommenden und abfahreüden Züge und den Fahrplan der Biebertälbahn. Die Inanspruchnahme des Autoverkehrsmittels ist nach wie vor eine recht zufriedenstellende.
---Mainzlar, 18. Febr. DerZweigver - ein Lumdatal des V. H. C. hielt hier sein Stiftungsfest ab, das durch Ansprachen, gute unter» haltende Darbietungen und 6ie Mitwirkung des neugegründeten gemischten Chors allen Teilnehmern einige wertvolle Stunden bereitete.
Bg. Gr.- Buseck, 18. Febr. Bei der heute veranstalteten Hvlzversteigerung wurden erzielt für 5 rm Duchenreisig 18 bis 34 Mark. Für 2 rm Scheitholz wurden tm Durchschnitt geboten 34 OHarf, für Buchenprügel 32 Mark.
f Grünberg, 19. Febr. Aus der gestrigen Gemeinderatssihung ist zu berichten: Ein Antrag Rühl forderte die Errichtung von acht Reihenhäusern, um dadurch der Wohnungsnot einigermaßen zu steuern. Man beschloß, die Bauunternehmer zu Bauangeboten aufzu- fordern, gleichzeitig auch von Dauinspektor Seim einen Kostenanschlag ausarbeiten zu lassen. Mit der Kreisbehörde soll Fühlung genommen werden wegen der Beschaffung der Gelder. Der Gemeinderat steht dem Projekt sehr wohlwollend gegenüber. — Das Kreisamt soll gebeten werden, einer Erhöhung der Sonder st euer von "60 auf 80 Pf. zuzustimmen. Die außerordentliche Knappheit an Betriebsmitteln zwingt zu dieser Maßnahme. — Rach der Ho lz s ubm iss iv n wurde beschlossen, die Angebote der Firmen Himmelsbach-Eichelsdorf, Haas u. So.-Grünberg und Röhrig-Mücke anzunehmen. — Schließlich wurde noch beschlossen, beschleunigt einen Kanalplan für unsere Stadt an^rlegen. — Im übrigen beschäftigte man sich noch »mit zahlreichen kleineren Angelegenheiten.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg, 19. Febr. Die Nachricht, daß der seitherige Kommandant der freiwilligen Feuerwehr, Zimmermeister nnb Stadtverordneter 3can Füller, sein Amt niedergelegt habe, wird nicht nur in dem Korps, sondern auch in der ganzen Bevölkerung mit Bedauern ausgenommen. Herr Fuller hat es verstanden, durch seine unermüdliche Tätigkeit und seiner großen Kenntnisse auf diesem Gebiete die hiesige freiwillige Feuerwehr in vorbildlicher Weise auszubilden. Bis zur Wahl eines neuen Kommandanten tritt Kaufmann Franz Fourier an seine Stelle.
WSR. Friedberg. 19. Febr. Am Donnerstag morgen wurde durch Fischer bei Büdesheim eine Leiche aus der Ridda geländet. Es wurde festgestellt, daß es sich um ein seit sieben Wochen vermißtes junges Mädchen aus Oberau bei Büdingen handelt. Es war zuletzt am zweiten Weihnachtsabend zusammen mit einem juggen Burschen gesehen wvr- dem Die durch den Kreisarzt vorzunehmende Sektion soll Klarheit darüber ergeben, ob es sich um einen Unfall oder ein Verbrechen handelt.
/i Bad-Rauhe im, 19. Febr. Der hiesige Deamtenverein (Ortskartell des Deutschen Beamtenbundes) hielt gestern abend seine Hauptversammlung ab. Der Rechenschaftsbericht §es Vorsitzenden, Lehrer P orth, gab ein anschauliches Bild der vielseitigen Jahresarbeit des Vereins. Die Mitgliederzahl beträgt 256, die Rechnung schließt mit einem Kassenbestand von 160 Mark ab. Die Vorstandswahl stellte Lehrer P o r t h wieder an die Spitze des Vereins.
(2 Rieder-Flor st adt, 19. Febr. Bei der hiesigen Brennholzverstcigerung wurden zum Teil sehr hohe Preise erzielt. Besonders Buchenhartholz, das nur in kleinen Mengen zur Verfügung stand, war sehr teuer. Am zweiten Versteigerungstag waren die Preise im allgemeinen niedriger als am ersten. Bezahlt wurden für 1,4 Festmeter Eichenpfosten 30—52 Mk.. für einen Raummeter Buchenknüppel 18—20 2 Rm.
Buchenstöcke 19—24 Mk., 1 Rm. Buchenreisig 3,50
Handelsregister, Firmenmitzbrauch und Kreditschwindel.
Don Gg. 2 i n d, Rechtsanwalt in Grünberg.
Die noch immer herrschende Geldknappheit macht sich in einem sehr schleppenden Eingang der Ausstande für den Lieberanten unangenehm bemerkbar. Es ist für ihn schwer, festzustellen, ob seine Schuldner aus wirklichem Geldmangel oder aus böswilliger oder gleichgültiger Saumseligkeit nicht zahlen. Da aber viele — selbst zahlungsfähige — Kunden es als beinahe selbstverständlich halten, Zahlungstermine nicht einzuhalten, so gehen die Ausstände nicht ein und wachsen zu Beträgen an, die mit dem Umfang des Geschäfts nicht mehr im richtigen Verhältnis stehen. Auf der anderen Seite wird der schlechte Geschäftsgang den Geschäftsmann um des Absatzes willen oft veranlassen, seinen Kunden längere Zahlungstermine und höhere Kredite einzuräumen. Er läuft dabei Gefahr, seine gute Arbeit oder Ware an Böswillige und Zahlungsunfähige zu verschleudern und wird Ware und Geld los. Meist kann er sich — leider — nicht dazu entschließen, Betrugsanzeige zu erheben, was durchaus am Platze wäre, schon um die Oeffentlichkeit auf unsaubere Elemente aufmerksam zu machen.
Die gegenwärtige Lage ist recht geschaffen für das Treiben kreditbetrügerischer Kreise. Das Publikum auf dem Lande ist in letzter Zeit durch die Umtriebe solcher Kreditbetrüger geschädigt worden, weil sie als eingetragene Firma austreten und einen beglaubigten Auszug aus dem Handelsregister vorweisen. Der Unkundige setzt Vertrauen auf solch einen Registerauszug und fällt herein. Es ist der Irrtum weit verbreitet, eine handelsgerichtlich eingetragene Firma müsse — quasi auf Grund der gerichtlichen Eintragung — ein kreditwürdiges und leistungsfähiges Unternehmen fem. Man glaubt, die Eintragung einer Firma erfolge e'.ft, nachdem „von Amtswegen" die Solvenz der Firma, ihre Reellität und die Gefchäftsufance geprüft worden feien. Solche Irrtümer werden von Schwindlern weidlich ausgenutzt. Alles wird aufgewandt, um ein guffundiertes Unternehmen, Solvenz und Reellität vorzutäuschen: „Vornehmes" und flottes Auftreten, Führung eines glänzenden Haushalts, Auto, das neben Rädern auf Wechsel läuft, sollen den Eindruck erwecken, daß man es mit einer vornehmen, bemittelten Persönlichkeit zu tun habe.
Es wird sich ein hochklingender Phantasiename als Firma bcigelegt. Oft legen sich Personen eine solche Firma bei, die nach handelsrechtlichen Be
stimmungen eine Firma überhaupt nicht führen dürfen. Das geltende Recht bietet hiergegen Handhaben in den Bestimmungen des unlauteren Wettbewerbsgesetzes und des Betruasparagraphen. Auch kann nach § 37 des Handelsgesetzbuches das Amts- gericht solchen Schwindelfirmen die Forfführung der irreführenden Firma untersagen.
In letzter Zeit ist auch noch eine andere Art von Firmenmißbrauch aufgekommen: Firmen, die Geld schuldig sind, wenden einen Trick an, sich ihren Verpflichtungen zu entziehen. Sie nehmen eine kleine, fast unwesentliche und wenig auffallende Aenderung in ihrer Firmierung vor. Z. B. aus der alten Firma M. Mayer & Co. wird eine neue Firma M. Mayer & Sohn; oder sie heißt nur noch M. Mayer oder auch M. Mayer G. m. b. H. Die alten Geschäftsformulare (Briefköpfe usw.) werden ruhig weiter benutzt, man macht darauf nur einen kleinen Stempelzusatz oder nimmt einen Durchstrich oder eine Rasur vor. Im Handelsregister wird natürlich die alte Firma gelöscht. Der alte Firmeninhaber bleibt ruhig in den allen Geschäftsräumen und betreibt alles m früherer Weife weiter. Er besitzt die frühere Einrichtung und behält den alten Kundenkreis.
Für den Gläubiger des alten Geschäfts entstehen dann folgende Schwierigkeiten: Eine von ihm erhobene Klage kann der alten Firma nicht zugestellt werden, da sie nicht mehr existiert. Erhebt er eine Klage gegen die neue Firma, so wird seine Klage abgewiesen, da ein Anspruch gegen die neue Firma ja tatsächlich nicht besteht. Will er sich an den alten Firmeninhaber persönlich halten, so wird ihm eingewendet, die alte Firma habe keine Aktiva mehr und der Inhaber leistet vielleicht sogar den Offenbarungseid. Durch solche Manipulationen und Schiebungen wird der Gläubiger geschädigt, während der verschuldete Schwindler seine Geschäfte ungestört weiter treibt. Er hat sogar üoch den Vorteil, feine alten Schulden losgeworden zu sein, aber die alte Kundschaft und die sonstigen ideellen Werte der alten Firma ohne jegliches Entgelt übernommen zu haben; ober er übernimmt sie durch einen Strohmann.
In derartigen Fällen liegt eine strafbare Handlung, und der Gläubiger sollte Betrugsanzeige erheben, um ein Vorgehen gegen diese Elemente herbeizuführen.
bis 6 Mk., 1 Rm. Eichenscheiter 9—18 Mk., Eichen- knüppel 8—12 Mk., 2 Rm. Eichenstöcke 10—18 Mk., 1 Rm. Eichenreisig 1—4 Mk., 1 Rm. Kiefernscheiter 10 Mk., Kiefernknüppel 8,50—10 Mk., 2 Rm. Kiefernstöcke 7 Mk., 1 Rm. Kiefernreiser 1—2 Mk:
□ 21 u 5 d c r W e 11 e r a u, 19. Febr. Hier machen sich die Zigeuner immer unliebsamer bemerkbar. Nachdem erst vor einigen Tagen ein Einwohner von Melbach um eine größere Summe geprellt worden war und durch Eingreifen der Gendarmerie nur 20 Mark zuruckbekommen konnte, verübte scheinbar dieselbe Truppe auch in anderen Orten Schwindeleien. Die unangenehmen Gäste verwenden dabei oft denselben Trick, indem sie mit großem Geld bezahlen und beim Herausgeben Geldstücke verschwinden lassen. Dadurch, daß vor einiger Zeit ein Geschäftsmann diesen Schwindel zu seinem Schaden zu spät gemerkt hatte, war er diesmal, als fünf Zigeunerweiber in seinen Laden kamen, schlauer und konnte einen größeren Verlust vermeiden. Die Weiber forderten viele Kleinigkeiten und drangen auf schnelle Bedienung. Sie wollten dann mit einem Fünfzigmarkschein zahlen und das Wechselgeld aus der Ladenkasse haben. Der Kaufmann aber holte in einem Nebenzimmer Kleingeld; seine Frau blieb im Laden vor der Kasse. Das Wechselgeld mit vier Zehnmarkscheinen wollten aber die Zigeuner nicht, sondern sie verlangten nur Silber. Eine Zigeunerin schob das Geld auf den Ladentisch zurück, und als der Kaufmann dies gegen Silber einlauschen wollte, fehlten zehn Mark, die sich im Aermel einer Zigeunerin sanden. Den Schein zu 50 Mk. hatten sie auch nicht abgegeben, sondern nur vorgezeigt, was sie nach einigem Leugnen gestanden. Die entstandene Ausregung benutzten einige Zigeunerweiber, um ohne Bezahlung zu verschwinden; der größte Teil der verabsolgten Ware wurde in kleinerem Geld noch bezahlt, ohne daß gewechselt zu werden brauchte. Vorsicht bei solchen Kunden!
Kreis Büdingen.
nd. Nidda, 18. Jrbr. Gestern abend hielt Missionar Lauk aus Basel in der hiesigen Kirche einen sehr interessanten Vortrag über bas größte Missionsgebiet ber ganzen Welt, über China, wo er 5 Jahre lang als Missionar gewirkt hat. Der Vortrag wirkte überzeugend für die Notwendigkeit und große Wichtigkeit der Mjssionsarbeit.
th. Leidhecken, 19. Febr. In einigen Orten der südöstlichen Wetterau wurden bereits die ersten Störche wahrgenommen.
Kreis Schotten.
□ Laubach, 18. Febr. Gestern abend hielt die Ortsgruppe Laubach des Vereins für bas Deutschtum im Auslanb im Saale bes Prorealgymnasiums eine Sitzung ab, in ber Stu- bienrat Dr. Weckerling einen Vortrag hielt über unsere Stammesgenossen in Rumänien, mit besonbercr Berücksichtigung der Dobrudscha. Der interessante Vortrag fand lebhaften Beifall. — In unseren Waldungen, wie auch in der 'Nachbarschaft, wurde in diesem Winter unter den Füchsen verschiedentlich die Räude festgestellt. Als ein merkwürdiger Fall wurde neuerdings diese Krankheit auch bei einem Baummarder in der städtischen Waldung erkannt. Auf dem Rücken hatte bas Tier die ganze Behaarung verloren. Der Baumober Ebelmorber (auch „Buchmarber" genannt), ist hier verhältnismäßig selten. Er wirb ohne den fußlangen Schwanz fast einen halben Meter lang, ist von kastanienbrauner Färbung, rn Kehle und Unterhals gelb unb auf ben Sohlen behaart. Häufiger ist hier der H a u s m a r d e r (auch „Steinmarder" genannt), der sich bis in die Scheunen wagt. Er hat eine weiße Kehle unb Unterhals unb nackte Sohlen, ist auch von geringerer Größe. Sein Pelz ist weniger wertvoll, als ber- jenige bes Baummarbers.
kg. Gebern, 19. Febr. In der letzten G e - meinberatssitzung würbe u. a. ber Be_- fchluß gefaßt, eine Verbesserung bes vielbegangenen H e r r n w e g e s , ber in seinem jetzigen Zustanbe schon lange ein Stein bes Anstoßes ist, vorzunehmen, bomit sich an ben tiefer liegenben «teilen das Wasser nicht mehr stauen kann. Bei einer Besprechung mit Vertretern des Kreisamtes Schotten bete, die Instandsetzung der
Hauptstraße glaubte der Kreisdirektor Boeck- mann das Walzen der Hauptstraße bis etwa zum April in Aussicht stellen zu können. — Bei der im Bergwirtshause dahier stattgehabjen Brenn- Holzversteigerung ber Fürstl. Stolbergi- schen Revierverwaltung würben recht hohe Preise erzielt. So kam ber Raunimeter Buchen schei ter auf 15—18 Mk., wahrenb bic Taxe nur 10 Mk. betrug. Käufer hatten sich recht zahlreich aus ben um- licgenben Orten, manche sogar aus ber Wetterau, eingefunben. Die hohen Preise, zu benen noch bis Unkosten für Anfahren unb Zerkleinern bes Holzes zu rechnen pnb, bürsten immer weitere Kreise die Vorteile unb verhältnismäßige Billigkeit bes Kohlenbranbes erkennen lasten. — Am Mittwoch unb Donerstag fanb hier für bie Verwaltungsorgane, Rechner unb Mitglieber ber benachbarten Genossenschaften ein Raisfeisen-Ausbil- bungslehrgang statt.
)—( Ruppertsburg, 19. Febr. Bei der heutigen Hvlzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheiter 14,50 bis 16,75 Mark, Duchenknüppel 8 bis 11,50 Mark, Duchen- reiser 2 bis 3 Mark, Kiefernknüppel 2,75 bis 4,25 Mark, Fichtenknüppel 3 bis- 4 Mark, Eichenknüppel 4 bis 6,50 Mark.
r. Herchenhain, 18. Febr. Der hiesige Zweigverein bes V. H. C. hielt einen Fa- milienabenb ab, bei bem Lehrer Weimer in einer Ansprache auf bie besonderen Verpflichtungen unseres Ortes gegenüber dem Gefamtoerein hinwies, da bei unserem Orte das Ehrenmal für die Gefallenen unb bie Iugenbherberge errichtet werbe.
Kreis Alsfeld.
-s-> A l s f e I b, 18. Febr. Aus ber Jahresversammlung bes hiesigen Zweigveceins bes V. H. C. ist zu berichten, baß bis Mitgliederzahl gegenüber dem Vorjahr mit 232 ungefähr gleich geblieben ist. Die Rechnung für 1925 schließt mit einem lieber» schuh von 422 Mk. ab. Der Voranschlag für 1926 bewegt sich mit 1170 Mk. in Einnahme und Ausgabe. Vorsitzender ist Bürgermeister Dr.V öl sin g.
* Ober-Ohmen, 19. Febr. Die hiesige Feld- unb Walbjagb würbe für 1145 Mk. jährlich auf weitere sechs Jahre an Bäckermeister O. Philippi verpachtet.
cP Lehrbuch, 19. Febr. Auf der Holz- versteigerung in den Oppermannschen Waldungen wurde ein Durchschnittspreis pro Raummeter von 9 bis 10 Mk. für Buchenscheit- Holz, 6 bis 7 Mk. für Knüppel und 1 bis 1,50 Mk. für Blichen- und Eichenreifer erzielt.
Kreis Lauterbach.
& Lauterbach, 19. Febr. Aus der jüngsten S t a d 1 v o r st a n d s s i tz u n g ist zu berichten: Zunächst beschäftigte man sich mit dem Gesuch der israelitischen Religionsgemeinde um- Erhöhung des Zuschusses zur Lehrerbesoldling. Dem Gesuch wurde entsprochen. — In einer der letzten Baukommifsionssttzungen wurde die Anschaffung einer Feueralarmsirene angeregt. Der Stadtvorstand will nun eine Sirene mit 1,5 P. S. anschaffen. Es wurde beschlossen, die in Frage kommenden Firmen zur Abgabe ihrer Angebote und probeweijen Aufstellung einer derartigen Sirene aufzufordern. — Die Einfriedigungsarbeiten am Neubau in der Adolf-Spieß-Strahe sollen dem Wenigstfordernden, Schreinermeister H. P i n t h e r, übertragen werden. Der Stadtvorstand schloß sich diesem Vorschlag an. — Das gesamte frühere S k i n n e r s ch e A n w e s e n ist durch Kauf in den Besitz der Stadt übergegangen. Es wurde beschlossen, dieses Anwesen als städtische An- läge auszubauen und dem Publikum zugänglich zu machen. Vor allem sollen die bestehenden Wege gründlich gereinigt und gangbar gemacht, sowie vorerst sechs Bänke an geeigneten Plätzen aufgestellt werden. — Hierauf beschäftigte man sich mit dem am 2. Juni stattfinbenben Prämienmürkt. Mit diesem soll erstmals ein Pferde markt verbunden werden. Zum Vertrieb gelangen diesmal 10 000 Lose ä 80 Pf. Weiter wurde angeregt, beim Landwirtschaftskammsrausschuß dahin vorstellig zu werden, daß er auch nicht in das Herdbuch eingetragenes Höhenvieh zur Prämiierung zulaßt, um dadurch zur Belebung des Marktes beizutragen.
Die Bürgermeisterei wurde beauftragt, Hte^ diesbezüglichen Schritte zu unternehmen. — Der Web- und Handwerkerfchul- Verein ist an bie Stabt herangetreten mit bem Ersuchen, bie bem Verein gehörigen Gebäube unb Grunbstücke zu übernehmen. Nach eingehenber Beratung würbe beschlossen, bie Angelegenheit bis zu einem späteren Zeitpunkt zurückzustellen. — Die Verkehrs- kommission ber Stabt hat bie Errichtung eines Schwirnrnbabes vorgeschlagen bzw. angeregt. Der Stabtvorstanb ist grunbsätzlich bereit, biesem Vorschläge näherzutreten. Als geeigneten Platz für ein berartiges Bab würbe bas Brenner- wasfer vorgeschlagen, unb zwar am sog. Flurrasen zwischen Steinmühle unb Rimlos. Bevor jeboch mit ben erforberlichen Arbeiten begonnen wirb, soll bas Kulturbauamt Gießen über bie Angelegenheit gehört unb zu biesem Zweck bemnächst eine Besichtigung an Ort unb Stelle vorgenommen werben. — Die Schäfereigesellschaft hat Antrag gestellt auf Neu- bzw. Weiterverpachtung ber Schaf- weibe. Es würbe beschlossen, bis Schafweibe nn bie Schäfereigesellschaft wieber zu verpachten unb ben jährlichen Pachtpreis auf 300 Mk. festzusetzen. Weiter würbe beschlossen, zur Ergänzung ber Herbe für bas Jahr 1926 ausnahmsweise die Einführung von 100 Stück alten Schafen und 50 Nkmmern zu gestatten, während sog. Gastschafe nicht eingesührt und auch nicht zur Weide getrieben werben bürfen. Die Gesamtzahl ber Schafe barf einschl. Lämmer 350 Stück nicht überschreiten. An ben Abschluß eines neuen Pachtvertrages wirb jeboch noch bie Be- bingung geknüpft, baß bie Schäferei bie im vergangenen Jahre eingegangenen Verpflichtungen erfüllt unb bie vereinbarten 50 Proz. bes Ueberschus- ses vom letzten Jahre an bie Stabtkasse abführt, wozu sie außerbem auch verpflichtet ist, ba sie bic Bebingung, hunbert Schafe aus ber Herbe bes Just. Beck in Eigentum zu übernehmen, nicht erfüllt hat.
Rheinhessen.
WSR. W o r m s. 19. Febr. Das dcr Stadt Worms gehörige, in Michelstadt gelegene Kurhaus wurde wegen Alnrentabitität zum Berkaus gestellt. Die hessische Landwirt- schaftskammerhat das Anwesen zum Preise von 175000 Reichsmark erworben, um darin ein Heim für Landwirtstöchter zu errichten.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
Wetzlar, 19. Febr. Der Oberpräsibent der Rheinprovinz hat mit Zustimmung des Provinzialrats für den Almfang der Provinz eine Polizeiverordnung erlafsen, die sich die B e- kämpfung der Borkenkäfer zur Aufgabe macht. Rach der Polizeiverordnung ist der Eigentümer von eingeschlagenen Radelholz- stämmen, Stangen, Abschnitten und ungeschichte- tem Ruhholz von mehr als 7 Zentimeter Starke verpflichtet, dieses Holz, fofern es im Walde lagert, bis spätestens 15. Mai zu entrinden. Das gleiche gilt, wenn das Holz in weniger als 2 Kilometer Entfernung von der Grenze eines mit Radelholz bestandenen, wenigstens 0,25 Hektar großen Waldstückes lagert. An der Meßstelle darf ein 30 Zentimeter breiter Rindenring belassen werden. Fällt der Einschlag in das Sommerhalbjahr vom 1. April bis 30. September, so find die oben bezeichneten Radelhölzer innerhalb 8 Tagen zu entrinden. Bei ilebertretung der Polizeiverordnung wird der Eigentümer des Holzes und derjenige, für. dessen Rechnung die Fällung erfolgt, mit einer Geldstrafe bis zu 150 Reichsmark oder mit Hast bestraft. Die Polizeiverordnung ist am 13. Februar in Kraft getreten. — In der Woche vom 8. bis 13. Febr. wurden im Bezirke des hiesigen Arbeitsnachweises unterstützt: 2549 Vollerwerbslose. 1541 Ehegatten und 2692 Kmder. In der vorhergehenden Woche betrug die Zahl der Alnter- ftützungsempfänger: 2699 Vollerwerbslose, 1629 Ehegatten und 2922 Kinder. Es war also auch in dieser Woche wieder ein geringer Rückgang der Erwerbslosenziffer zu verzeichnen. Die Zahc der beschäftigten Rotstandsarbeiter betrug 417 gegenüber 184 in der vorhergehenden Woche.
—.— Aus dem Lahntal, 19. Febr. Wiederum sind zwei Altveteranen aus Deutschlands großer Zeit gestorben, und zwar in Atzbach der Kirchenälteste Christian Kraft, Teilnehmer der Feldzüge von 1866, 1870/71, im hohen Alter von 83 Iahren, in Wetzlar Georg Kinzenbach, 'Veteran von 1870/71, im Alter von 81 Iahren.
XX Wißmar, 18. Febr. Untere Gemeinde verfügt über 690 Hektar Waldung. Roch nie in einem Iahr zuvor war die Holzfällung so rasch beendet,- wie in diesem Winter. Infolge der großen Arbeitslosigkeit waren diesmal ca. 100 Arbeiter im Gemeindewald beschäftigt.
O Lützellinden, 18. Febr. Bei der heute im hiesigen Markwalde stattgehabten ersten Vrenuhvlzversteigerung wurden recht hohe Preise erzielt!. Es kosteten pro Meter Fichtenknüppel 10 Mark, Fichtenscheiter 12 Mark, Kiefernscheiter 15 Mark, Fichten- und Kiefernstörke 4 bis 5 Mark. Fichten- und Kiefernwellen für 50 Stück 10 Mark. Bei dieser Gelegenheit konnten die Anwesenden auch ein Bild der Zerstörung durch den Sturm sehen. Massen von Fichtenstangen und -ftämmen waren entwurzelt und lagen kreuz und quer durcheinander.
<> Grohrechtenbach, 19. Febr. Bei der im hiesigen Gemeindcwald stattgefundenen Drennholzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Buchenscheitholz 38 bis 42 Mk. für 2 Rm., Buchenknuppel 30 bis 34 Mk. für 2 Rm.. Buchenreiser 15 bis 18 Vlk. für einen Hausen (6 Rm.), Eichenfcheithol; 25 bis 28 Mk.für 2 Rm., Eichenknüppel 20 bis 25 Mk. für 2 Rm., Kiefernknüppel 18 bis 24 Mk. für 2 Rm., Kiefern- reifer 4 bis 6 Mk. für einen Haufen (6 Rm.), Fichtenknüppel 17 bis 23 Mk. für 2 Rm. und Fichtenreiser 4 bis 6 Mk. für einen Haufen (6 Rm.).
—!— Groß-Rechtenbach, 19. Febr. Im hiesigen Schulsaale findet zur Zeit ein Krankenpflegekursus statt, ber von einer Schwester ber Rheinischen Frauenhilfe zu Bonn geleitet wirb. Der Kursus wirb von etwa 50 Frauen unb Mäbcheu ber hiesigen Gemeinbe besucht. Die große Teilnebmer- zahl legt Zeugnis bavon ab, baß 'man auch auf bem Laube Einrichtungen solcher Art großes Interesse entgegenbringt.
" Groß-Rechtenbach, 20. Febr. Zu unserer Melbung in Nr. 41 bclr. staatliche W 0 h - nungsbau Hilfe für ben Bereich unserer Bürgermeisterei wirb uns von zustänbiger Seile nutge- teilt, oaß bisse Nachricht unzutreffenb ist. Ebenso entspricht bie Angabe von 150 Antragstellern nicht ben Tatsachen.


