Wirtschaft.
* Die amtliche Großhandelsindex- ziffer. Die auf den Stichtag des 16. November berechnete Großhandelsinderziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüoer dem 10. November um 0,9 v. H. aus 131,8 zurück- gegangen. Don den Hauptgruppen haben die Agrarerzeugnisse um 1,4 v. H. auf 136,6 nachgegeben, während die Jndustriestoffe mit 122,9 nahezu unverändert blieben.
Peters Anion AG., Frankfurt a. M., In dem niederländischen Prospekt für die Anleihe der Peters Union AG., ist dec Umsatz in dem am 30. September 1926 abgeschlossenen Geschäftsjahr mit 22 Mill. Am. angegeben. Hiervon wurden zwölf Prozent ins Ausland ausgeführt. Die Vergrößerung der Ausfuhr ist in erster Linie bewirkt durch die Wiedergewinnung der durch die Dalutakonturrenz verloren gegangenen Rohstoff (Kautschuk) wurde fast ausnahmslos aus Absatzgebiete. Der in der Hauptsache benötigte NiederländischeIndien bezogen.
' Zwangssyndizierung der Z i - garertenindustrie. Bekanntlich hat die -Zigarettenindustrie sich im Frühjahr dieses Jahres an das Reichswirtschastsministetium gewandt mit dem Antrag, ein Zwangssyndikat ins Leben zu rufen. Das Reichswirtschastsministe- rium hat aber, nachdem die Aenderung der Materialsteuer im Mai d. 3. eine Belebung des Zigarettenkonsums gebracht hatte, diesen Antrag nicht weiter verfolgt. Der Verband dec Deutschen Zigarettenindustrie will nunmehr erneut an das Reichswirtscha'tsminifterium herantreten, um eine Hwangskontingentierung auf folgender Basis herbeizuführen. 1. muß die Höhe des Gesamt- kontingents mindestens dem tatsächlichen Bedarf von Zigaretten entsprechen. Darüber hinaus ist eine wertexe Produk.ionsmöglichkcit zu gewähren, um den einzelnen Betrieben eine gewisse Entwicklung zu gestatten: 2. bei der Zuteilung eines Kontingents können npr die Betriebe berücksichtigt werden, die am 1. Juni 1926 noch gearbeitet haben: 3. das Mindestkontingent für jeden Betrieb ist seine heutige Produktion. Das Höchstkontingent ist der Durchschnitt der Produktion des Jahres 1925, wenn diese höher war. Wie gemeldet wird, ist in den Verhandlungen mit der Reichsgemeinschaft Deutscher Zigarettenfabriken ein Aebereinkommen erzielt worden, daß auch dieser Verband sich für die Zwangskontin- geniierung auf geschilderter Basis einsetzen wird, o daß in der nächsten Zeit ein neuer gemein- amer Antrag bei der Regierung auf Zwangsyndizierung eingebracht werden soll.
Frat urter Börse.
Frankfurt a. M., 19. Nov. Tendepz: schwächer. — Dec mährend der ganzen Woche anhaltenden Lustlosigkeit, Geschäfts st illc und schmä- cheren Haltung entsprach auch der heutige Börsenverkehr. Äorbörslich schien es, als ob die am Borabend hervorgetretene leichte Erholung eipe Fort, fctzung erfahren sollte, denn J.-G.-Farben befestigten sich auf 334 bis 335 Prozent, Mannesmann zogen auf 180,5 und AEG. auf 165,5 Prozent an. Beruhigend wirkte die Haltung an her Pariser Börse. Schweizer Käufe, die sich namentlich auf Elektroaktien erstreckten, gaben der Börse anfangs etwas Anregung, allerdings bei unregel- mätziger Kursgestaltung. Nach kurzem Verlaufe setzte aber die Abgabeneigung wieder in verschärftem Maße ein. Das herauskommende Material war zunächst nicht bedeutend, genügte jedoch, um bei der geringen Aufnahmelust die Kurse erneut um mehrere Prozent nach unten zu drücken. Schopf rückgängig waren I.- G.- F a r b e n , die sich auf 329 Prozent ermäßigten. Anlaß zu dieser neuen Schwäche gab u. a. auch das Scheitern verschiedener Fusionsverhandlungen, mit deren Zustandekommen die Börse bestimmt gerechnet hatte. Am Montan« markt erlitten verschiedene Werte sehr empfindliche Einbußen, so Nheinstahl, die mehr als 3 Prozent verloren. Wenig verändert waren anfangs Bochumer, Buderus und Deutfch-Lux. Harpener konnten 2,5 und Riebeck um 1,5 Prozent anziehen. Am E h e - m i e m a r k t waren Scheideanstalt um 2 Prozent 'fester, während Goldschmidt 3,5 hergeben mußten. Am Elektromarkt gewannen AEG. 1 und 1 Schuckert 5,75 Prozent. Bon Bankaktien r waren Berliner Handel um 3,5 Prozent gebessert, 9 die anderen Werte dieses Gebietes zeigten zunächst ■» nur wenig Veränderungen. Schiffahrts- a k t i e n befestigt, besonders Hapag plus 1,5 Proz. Autoaktien neigten zum Nachgeben. Zell, st o f f a k t i e n schwächer. Deutsche Renten lagen lustlos und kaum verändert. Am Ausland- r c n t e n m a r f t entwickelte sich lebhafteres Geschäft in Anatoliern, die sich befestigten.-Der weitere Verlauf stand unter dem Eindruck der Mitteilung einer Großbank, die ihrer Kundschaft den Rat gibt, ihre Engagements z u verkleinern. Die Kurse schwächten sich in stärkerem Umfange weiter ab. Z.-G.-Farben senkten sich aus 327,5 Prozent Der Geldmarkt ist nicht mehr so flüssig als an den Vortagen. Geld war vielfach gefragt. Tagesgsld 5, Monatsgeld 5,5 bis 7 Prozent. Privatdiskonten 4 5, Jnduftrieakzepte 5,13 Prozent, 9m Devifenver - kehr konnte sich Paris weiter befestigen auf 137,75 gegen London. Mailand notierte fast unverändert 115 gegen das Pfund. Mark und Pfund behaupteten ihren Stand.
Bevz^r Börse.
Berlin, 19. Rop. Das Geschäft blieb von einer lustlosen Stimmung beherrscht und war äußer st gering. Das Publikum nahm eine abwartende Haltung ein. Die Spekulation nahm verschiedentlich kleinere Deckungen vor, wodurch die Kurse verschiedener Werte leichte Besserungen aufwiesen. Schon während dec ersten Stunde setzten aber neue Positionslosungen ein unb das Kursniveau bröckelte allgemein wieder ab. Das Interesse für Aktienwerte ist überhaupt st art im Schwinden begriffen. Infolge des vielfachen Hinweises auf die übertriebenen Kurssteigerungen an den Terminmärkten
war die Spekulation nicht geneigt, das herauskommende Material auszunehmen, so daß die Tendenz schwächer wurde. Die Lustlosigkeit ergriff auch den Renten markt, dessen Kurse sich nicht durchweg behanpten konnten. Fest blieben nur 4proz. Mexikaner, österreichische und ungarische Goldrenten und Anatolier. Der Geld- m a r l t ist weiter flüssig. Tagesgeld ist reichlich angeboten zu 3 bis 5 Prozent. Der morgige Differenzzahlungstag ließ eine stärkere Inanspruchnahme von Geld noch nicht erkennen. Mpnatsgeld 6 bis 7 Prozent. Im Devisen- verkehr hat sich das englische Pfund infolge der Haltung der englischen Bergarbeiter wieder etwas abgeschwächt auf 4,8490 gegen Kabel. Mailand notierte gegen London fast unverändert 115. Die Reichsmark wurde gegen Kabel mit 4,2130 gehandelt.
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Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
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Frankfurter Getreidebörse,
Frankfurt a. M., 19. Nov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,25 bis 29,50- Mark; Roggen, inländischer, 24,50; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26,50: Hafer, inländischer, 19,75 bis 20; Mais (gelb) 19,75; Weizenmehl, inlän-
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Gelicnlirchkner Berwo-rke > Harvcucr Bergbau . . . . , Naliwerkc Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregels .... Laurahürte ..... . ,
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Piioinr Bergbau.......
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Aicbecl Montan TelluS Bergbau .... bereinigte Stahlwerke A.-E. Samburg-Äinenka Paket. . . vloibäcuthtcr y(otjö . . . LOeramrsche Werke tilbto . . Zementwerk Heidelberg . . Bbilivv HoUmunu .... Anglo-Lonk.-Guano . . . . Chemische Mayex Alaviu . . I. G- ^arbenindustrie, Ll.-G- KolLichmidt . . . Holzvcrkoliluug........
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Scheideanstalt ........
ÄllgZkiektruuätS-Tekelllchakt Lehmann .......
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Schuckert ...... Siemens i Halst» ..... Adlrrwerkc 61 lener ..... Daimler Motoren. ..... Henligenstaedi N'eauin
A.otorenwerke Mannketm frankfurter -Irmararen SoitfrrDcnfabrif Braun • . Metallgesell chaft Stanffart. ‘Bel. Union A.-T SchUdrgbrik He« Sichel . . Zellstosl Waldhoi . . . . , Judrrfabri! Frankenthal . . Rucffriabri? Saooäufel
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disches (Spezial 0), 41,50 bis 41,75; Roggenmehl 35 bis 35,75; Weizenkleie 11,25 bis 11,50; Noggenkleie 11,50 Mark. Tendenz: fest.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 18. Nov. Die lehttägige Der lauung an den ausländischen Getreidemärkten übte im Berliner Produktengeschäft einen ziemlich kräftigen Einfluß aus. Die ermäßigten Offerten von den Weltmärkten weisen bei den augenblicklich ziemlich hohen Inlandspreisen eine Konkurrenz am Exportmarkt fast vollständig auf, so daß die Rotierungen für Weizen heute Abschläge von 2 Mark, für Roggen sogar bis 4 Mark aufweisen, da die gotbenmpen für amerikanischen Western-Roggen so erheblich ermäßigt wurden, daß sie beträchtlich unter dem Berliner Niveau liegen. Immerhin bot einmal das etwas erhöhte Liverpool und dann mäßiges Angebot aus der Provinz, der Allgemeintendenz eine leichte Stütze. Gerste in mittleren Qualitäten matt, sonst zu hoch gefordert. Für Hafer gestaltet sich der Verkehr im großen und ganzen ruhig. Mehl still; die Forderungen sind zu hoch, um bei den augenblicklichen schweren Absatzmöglichkeiten einen Ratzen za lttssen. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 273 bis 276 Mark: Roggen, märkischer, 224 bis 229; Sommergerste 220 bis 252; Wintergerste 195 bis 208; Hafer, märkischer, 188 bis 194; Mais, loco Berlin, 198 bis 203; (100 Kilogramm): Weizenmehl 35,75: bis 38,75; Roggenmehl 32,50 bis 34,25: Weizenkleie 12,25; Roggenkleie 12; Vik- toriaerbsen 60 bis 63; kleine Sveiseerbsen 38 bis 41; Futtererbsen 22 bis 2d; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 21,50 bis 22,50; Wicken 24 bis 25; Lupinen, btgu, 14 bis 14,50; Lupinen, gelb. 15 bis 15,50; Serradelle (neu) 22 bis 23; Rapskuchen 16,20 bis 16,40; Leinkuchen 20,80 bis 21; Trockenschnitzel 9,50 bis 9,80; Sotzaschrot 19,30 bis 19 50; Kartoffelflocken 25 bis 25,50 Mari.
BücherLijch.
— „Das Theater (Verlag Berlin W 9) bringt auf dem zweiten Noveinbrc-Heft das Porträt des verstorbenen Sängers Joseph Schwarz als Titelbild. An einen Leitariikel „Das neue Lheaterpublitum" schließt sich ein illustrierter Londoner Brief an. Der belgisch,: Schriftsteller Pigrad berichtet über die Theaterarbeit in seinem Lande, der römische Korrespondent gibt eine gleichfalls illustrierte Darstellung der bärtigen Aufführungen. Besonders eingehend ist in diesem Heft die Arbeit der Bühnen im Reich vertreten, die ja in den letzten Wochen eine Fülle bedeutender Uraufführungen gebracht haben. Halle und Magdeburg, Mainz und Weimar, Dessau und Schwerin, Stuttgart und Breslau, Düsseldorf und Köln kommen in Wort und Bild ausführlich zur Geltung, darunter die neuen Werke von Rehfisch, Angermaher, Barlach und Wexfess viel erörterte Paulus-Tragödie.
— Karl Joel: Der Ursprung der Aatur- philosopHie aus dem Geiste der Mystik. (Aus der Schriftenreihe zur Neubegründm g der Raturphilosophie, verlegt bei Eugen D.ederichs in Jena.) — Mit sicherem Ueberblick ist die Fragestellung hsrausgeschält, die dem Verfasser am Herzen liegt. Der festgefügte Gedankenbau duldet keine Abschweifung, so daß der Reichtum des angezogenen Materials in reinem Augenblick verwirrend wirkt und den Leser nicht eine Sekunde die Hauptsragestellung vergessen läßt. Der Verfasser geht bewußt von dem Punkt aus, wo für das Erleben des Menschen die Verknüpfung zwischen Innen und Außen liegt. Dies ist die Grundquelle des Gefühls, welches alles zur Einheit zu verschmelzen sucht und welches zu dem Erleben der Ratur in der Menschenseele und gleichzestitz der Menschenseeke in her Rasur führt. Damit wird für den Leser der Zusammenhang zwischen den geistigen Gestaltungen der vor- sokratischen Epoche, Der Renaissance und der xo-- MäNtischen durchsichtig, als deren
tragen es Element der Verfasser das gesteigerte Leoensgefüh' erkennt. An Hand gründlichster Durcharbeitung wird so die innere Beziehung zwischen den großen Aatupphilosophen der Antike — Heraklit, Parmenides, Einpedokles — und der Renaissance — Jakob Böhme, Theo- phrastus von Hohenheim, Agrippa von Rettes-- heim — dargestellt. Ihnen allen ist die Einheit der Rasur, die Allbeseelung und' die Immanenz des Göttlichen in der Ratur das Grunderlebnis. Von hier fällt nun Licht auf die verschiedenen Seiten der Raturer-enntnis, die den einzelnen Stufen des individuellen Erlebnisses entsprechen. So sucht dgs gesteigerte Lebenlgesühl in der Ratur. nach deren Lebenskräften und entwickelt zugleich den Sinn für das Werden und die Wan-luna, hie Einheit und Unendlichkeit. Das Gefühl für ‘Ae Grenze des eigenen Ich entwickelt den Sinn für Ordnung und Gesetz, So sehen wir das ©rieben Umschlägen in die Betrachtung der Ratur. Dabei ist die gegenseitige Verbildl.rchung Der Ratur und des Seelisch- Menschlichen, welches Die unbewußt selbstverständliche Ausdrucksform der Naturphilosophen ist — weil sie Ratur und Seele zugleich auffasjen —, hier meisterhaft klar durchleuchtet. Zugleich wird nachgewiesen, daß starker religiöser Aufschwung und Verinnerlichung des Gefühls immer dann auch ftaitignb, wenn die Naturphilosophie blühte, beides in notwendigem Zusammenhang. Ja, baß Religiöse offenbart sich als ein der Ratur. Philosophie unmittelbar zugehöriges Element. Damit wird die iLinheitsoorstelsung des Materialismus scharf von Der Einheitsgorstellung der Naturphilosophie unterschieden. Denn jene sucht die Identität von Kraft und Stoff. Diese aber sieht im Stoff die Immanenz der göttlichen Kraft. 626 Dr. Olga d. Ungem-Sternberg.
— Der K a t a l 0 g 1 0 8 5 oon Rudolf Bangel in Frankfurt n. Rj verzeichnet Gemälde aus her Sammluna des Grafen Fouche 2 Dlrante, die demnächst versteigert werdsn^oll. Der erste Teil enthält Gemälde französischer Meister, des Kreises von
Barbizon und der Impressionisten; wir nennen Corot, Daubigny, Delacroix. Iacque Iongkind, Le- bourg, Lepine, Millet, Pissero und Scsley Aus dem zweiten Teil — alte Meister — ist erwähnenswert ein Anson van Dyck und ein deutscher Meister um 1530. Der dritte Abschnitt bringt rcieberum neuere Franzosen, z. B. Courbet. Dciumier. Benoir und Buillard. — Eine kurze Einleitung schrieb Meyer- Gräfe.
Letzte Nachrichten.
Eisenbahnunfall in Dutenhofen.
Gestern, Donnerstag, n^ni.tag gegen 5 Uhr ereignete sich auf dem Vahnyof Dutenhofen beim Rangieren ein Unfall dadurch, daß ein Güterwagen entgleiste und sich quer üher den Schienenstrang stellte. Dadurch wurde dgs Gleis W e tz l g r—G i e ß e n gesperrt, so daß der Verkehr zwischen Gießen und Dutenhofen nur noch eingleisig durchgeführt werden konnte. Die Gegenabendzüge in beiden Richtungen erlitten beträchtliche Verspätungen, die sich auch auf die Anschlußstpecken übertrugen. Die AufgleisungsarbeÜen wurden sofort mit aller Tatkraft vorgenommen und biß gegen 7 Uhr abends vollendet, so daß von da ab der Verkehr wieder normal vonstatten ging. Menschen sind bei dem Unfall nicht zu Schaden gekommen, der Materialschaden ist gering.
gusammenstoh Zwisten Kraftwagen und Molsrrad.
7" Eckartsborn, 19. Nov. Gestern nachmittag ereignete sich auf Der KrciLltLa^r zwischen Ortenberg und L i ß b e r g in der Nähe des hiesigen Bahnho s ein schwerer Zusammenstoß zwischen dem Kraftwagen eines Liß- bepger Mühlenbesitzers ugb dem Motorrad des Rechners der Gederner Vorfchußkasse. Das Motorrad wurde fast völlig zertrümmert, auch der Kraftwagen schwer beschädigt. Von den Fahrern wurde der Besitzer des Motorrads schwer verletzt; er erlitt einen komplizierten Oberschenkelbruch und eine Kopfverletzung und wurde nach Anlegung eines Verbandes ins städtische Krantenhaus nach Frankfurt verbracht. Der Krastwagrnbe- s i tz e r tarn güt einer Ärmverletzung und einem Nervrnchok davon, auch eine mitfahrende Frau aus Lißherg erlitt einen Nervenchok. Aerztliche Hilfe war sofort zur Stelle. Die Ursache des Unglücks soll barm zu suchen sein, Daß ber Motorradfahrer hei Der Begegnung mit Dem Kraftwagen sehr stark von der Sonne geblendet wurde.
Familiendrama in Frankfurt.
F r ank s u r t a.M., 19. Roo (WSN.-Drahi- bericht.) On der vergangenen Nacht hat sich der bei einer hiesigen Wertzeugf.rbrik beschäftigte, etwa 50 Jahre alte Prokurist Arnold Brau ner-Kreuther mit seiner Frau in feiner Wohnung durch Gas vergiftet. Hauseinwohner fanden in der Frühe an brr Dorp laß- tür einen Zettel befestigt, auf dem die Worte „Vorsicht! Gas!" standen. Die sofort benachrichtigte Polizei öffnete gewaltsam die Wohnung, koruttc aber nur iwch den Tod ber Eheleute feststellen. Aus bem Tifch lagen Ab- schiedsbriefe und ein Testament. Ueber die Gründe der Tat besteht noch Unllarheit.
Rundfunk-Programm.
Samstag, 20. November.
3,30 bis 4 Uhr: Die Stunde ber Jugend. 4,40 bis 5,45 Mr: Konzert des Hausorchesters: Franz Schubert. 5,45 bis 6,05 Uhr: Sie Lese- ftunbe. 6,45 bis 7.15 Mr: DeamteniortKild'Ungs- kursps: „Grunozüge des beutfchrn Straf
rechts ili". Vortrag von Oberlandesgerichtsrat Dr. Aschaffenburg. 7,15 bis 7,45 Mr: „Erwerbslosenfürsorge und Sozialver.icherung", Vortrag von G. Adrahamsohn. 7,45 bis 8,15 Mr: „Die Entdeckungen und ihre Bedeutung für die europäische Wirtsch.rft", Vortrag pon Diplorn- handelslehrer Schneider. 8,15 Uhr: Fröhlicher Abend mit Hans Reimann. Anchließenb vis 12,30 Uhr: Tan-mM.
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