verschrieben, btt mit der Liga- urtb her Rescrve- est in Wetzlar anlreten werden. Auch mit seinen Ouaenb- anb unteren Mannschaften tritt der D T. an.
3m Handball ist der F. C. in den Endspielen um die Westdeutsche spielfrei. Der Polizelspori- verein hat die Gießener „Hessen" gefordert. 3m Falle des Aichtzustandekominens dieses Abschlusses ist eine Lokalbegegnung des F. E. mit der Polizei geplant, die große Anziehungskraft haben dürfte.
Fuhball in Hessen-Hannover.
h. Endlich hat ein Hessenvertreter in den westdeutschen Endspielen triumphieren können. Kurhessen Kassel schlug in Hagen die dortige S. Vg. 19 11, den Vertreter Sudwest- falens, mit 4:3 Toren. Wenn der Sieg auch glüctlich errungen war. so ist der erste vollständige Punktgewinn der Kasselaner erfreulich. Weniger erfreulich ist. daß nach den bisher gezeigten Leistungen dies zugleich auch der letzte Erfolg sein dürste, der für die beiden Vertreter des Heimatbezirkes überhaupt noch in Frage kam. Denn „Sport" dürfte seines großen Gegners am kommenden Sonntag trotz des Vorteils des heimatlichen Platzes in Kassel kaum Herr werden. Turn Düsseldorf ist noch Anwärter auf den dritten Platz, das bedeutet eventuelle Teilnahme an den D. F. V.-Gndspielen. Turu wird sich diese Chance wohl nicht gerade durch Sport Kassel nehmen lassen. Wir müssen also auch diesmal wieder mit ein* Niederlage unseres Vertreters rechnen.
3n der Runde bevxjtoeiten, von dem Spiel Kur Hessen gegen Duisburg 0 8 in Duisburg. ein anderes Ergebnis als einen Punktverlust in jedem Falle zu erhoffen, wäre gewagt. Wir müssen eben die Tatsache hinnehmen, daß unsere Leistungen denen des Westens noch nicht gleichkommen, trotz Trainer, Ivoh Vereinigung und trotz allein.
Die Auf- und Abstiegspiele nahmen mit dem Spiel Northeim gegen Osterode ihren Fortgang. Northeim als Aufstiegskandidat nahm einen unverdient glücklichen Sieg mit nach Hause. Beide Vereine sind noch nicht reif für die Vezirksliaa, das hat der Kamps am Sonntag mit aller Deutlichkeit gezeigt. Die aussichtsreichsten Anwärter für die höchste Spielklasse sind unD bleiben Tura Kassel und Germania Marburg. Letztere tritt am kommenden Sonntag zur weiteren Entscheidung in Marburg gegen die vereinigte S.Vg. Gießen 1 900 an. 1900 hat am vergangenen Sonntag schon mehr Einheitlichkeit und System gezeigt als bisher, so daß man in diesem Spiel nutzt ohne weiteres den Germanen den Sieg zusprechen kann. 3m Gegenteil, die Gießener könnten die Klippe sein, an der die Marburger scheitern, nachdem Tura-Kassel Gießen bereits im ersten Aufstiegsspiel mit 4:2 Toren abfertigte und also den derzeit gefährlichsten Gegner bereits hinter sich hat. So erfreulich es für den Lahnlreis wäre, einen weiteren Vertreter in der Vezirksliaa zu haben, an Stelle des Kasseler Vereins, so selbstverständlich ist es aber auch, daß 1900 alles hergeben wird, um nach Möglichkeit in Marburg siegreich zu bestehen.
3m Reiche.
Rasensport.
Im Fußball werden die Meisterjchaftsspiele in West, Nord-, Nordost', Mitteldeutschland und Brandenburg fortgesetzt. 3m Süden fallen diese Spiele wegen der nächsten Pokatrimde aus, in Südostdeutschland finden Uebungsspiele zur Aufstellung her Pokalmannschaft statt.
3m Handball werden ebenfalls die Meister -schaftssviele in Süd-, West-, Nord-, Mitteldeutschland, Brandenburg und im Südosten fortgesetzt, ^desgleichen im ganzen Reich die Hockey Meisterschaftsspiele. Besonders findet statt: ein Länderspiel Schottland—England (am Samstag) in Bristol. — Das hervorragendste Tennis- ereignis Ist der traditionelle Städtekampf Paris- London in Paris. — 3m (st o l f verdient das internationale Golfturnier auf Brioni erwähnt zu werden. — Ein N u g b n - Länderspiel England—Schottland kommt in Twickenhom zum Austrag.
Turnen und Leichtathletik:
Ein deutsch.fchweizerischer Kunstturn-Wetttampf kommt in dem Städtetreffen Frankfurt a. M.— Zürich in Frankfurt a. M. zur Entscheidung. Ein Dreiftädte-Kunftturuen Danzig—Marienburg—Königsberg ist in Königsberg vereinbart worden.
Auch Die Waldläufe werden fortgesetzt. Die Mitteldeutsche Waldlauj Meisterschaft wird in (So- then, die Brandenburgische in den Müggelbergen bei Berlin, die Südbayerische in München aus getragen.
Schwimmen:
In Schlesien versammeln sich die Schwimmer zu einem lreisofsenen Hallenschwimmfest des S. E. Liegnitz, das eine gute Besetzung gesunden Hal. Ein
Kulturgeschichtliches von der Straße.
Von A. Blum-Erhard.
Auch die Römer hatten schon Steinstraßen mit Randsteinen, neben dem Dohlweg, der aus eichenett oder tieferncn Brettern, wie man es noch im Oldenburgischen findet, eng zusammen- qefügt war. Am Ende jedes Brettes pflegte man einen Pflock aus Birke, Tanne oder Erle ins Moor zu treiben.
Die Breite der Pfahlwege der alten Zeit betrug getpölyn Ud) vier Meter Es mürben Elchen - pfähle von zwei Meter Höhe in den Grund- Lehm ober Kies getrieben, fest gerammt, und auf dieser Unterlage wölbten sich die neben einander gebreiteten gespaltenen Stämme. Die Steinstraße dagegen hatte eine Decke von Heinern, festgestampstein Steinschlag, etwas gewölbt, mit zwei seitlichen Grüben zunt Ablauf des Regenwassers, Wohl auch seitliche Fußgänger» Wege. Meilenweit längs dieser großen Heerstraßen ragten (Drabmäler als Schmückung. Hie und da traf man aus Bänke, und es fehlten nicht die deit Ausstieg aufs Roß frermlttelnbcn Steine. Die Meilensteine waren rund und mit der An-- gäbe sowohl der Entfernungen als des Kaisers, der sie hatte errichten lassen, versehen.
Solange es Städte gibt, gibt es eine Pflasterung der Wege, und das ÜAakadam, das gestampfte aei'Helnerte Gestein, der Kleinschlag sand alS Untergrund schon in Babylon seine Anwendung
Pompeji benützte zum Bürgersteig den Asphalt, und stets wölbte man die Straßendecke zum Ablaus deS Wassers Unebenheiten wurden mittels Auslegen von Schutt und Gin- .stampfen von Sandstein ausgeglichen.
kreisoffenes Damen-Schwimmfest veranstaltet her S. B. Poseidon 05 in Düsseldorf. In Köln-Ehren- feld wird ein Rheinischer Schwimmertag abgehalten. Berlin bringt einen Elubkampf Poseidon—Friesen B. S. E.
Wintersport:
Der Skiverband Sachsen bringt in Oberwiesental seine Meisterschaften zum Austrag. Der Skiclub Schwarzwald veranstaltet einen 30-Kilometer- Dauerlauf.
Boxsport:
Die Ostdeutschen Amatcur-Boxmeisterfchasten werden in Königsberg entschieden. In der Dortmunder Westsalenhalle finden Berufs-Boxkämpfe statt.
Motor- und Radsport:
Die D. M. S. bringt als erstes Rennen zur Deutschen Motorrad-Straßenmeisterschaft das Eilen- riede-Rennen um den Pokal der Stadt Hannover zum Austrag. Die D. R. U. entscheidet die Quer- felbein-Meisterschast in Berlin. Auch die Schweiz bringt die Querfeldein-Meisterschast zum Austrag. Treptow-Berlin bringt Eröffnungs-Bahnrennen, während Brüssel ein internationales Fliegertreffen vorsiehl.
Der
üanu-verbandstag
findet in Frankfurt statt.
Brieftcmbenfport.
pH. Am Sonntag hielt die Oberhesfischs Reisevereinigung ihre diesjährige Früh- jahrsgeneratversarnmlung ab, zu der eine stattliche Anzahl Mitglieder bet zugehörigen Vereine: Brieftaubenclub Gießen, Verein Heimatliebe, Krofdorf und Verein Bölke, Rieber- Walgern erschienen war. Der Verein Marburg war durch einen Vertreter anwesend. Die diesjährigen Reisen sind, ausschließlich her Vortouren, etwas anderes als die seitherigen, da die Oberhessische Reisevereinigung, zwecks Verbilligung der Reisen, sich der großen zirka 450 Vereine zählenden Kölner Reiseoereinigung angeschlossen hat. Gereist werben solgenbe Strecken: Hungen 20 Kilometer, Stockheim 35 Kilometer, Gelnhausen 55 Kilometer, Würzburg 126 Kilometer, Ansbach 210 Kilometer, Regensburg 300 Kilometer, Straubing 350 Kilometer, Passau 410 Kilometer, St. Pölten 566 Kilometer und Bruck a. b. Leitha 640 Kilometer. Vergangenes 3ahr machten 30 Tauben ber Oberhessischen Vereinigung bie weite Reise von St. Pölten unb kehrten alle ohne Verluste zurück. Das Reisen beginnt am 25 April. Sonntag ist immer Auflaßtag. Der Flug Regensburg gilt als Derbhflug für Tauben des 3ahrgangs 1925. Diese müssen bis zum l. Mai mit einem Einsatz von 2 Mk. gemeldet sein. Preisberechtigt ist icbe 10. gemeldete! Taube. Der Flug Regensburg gilt auch als Flug um die Verbandsmebaille, die für bas 3ahr 1925 an Herrn Willi Schornbe r, Walltorstraße vergeben wurde. Für den Vorstand wurden die seitherigen Herren wiebergewählt.
Oberhessen.
Landkreis Gießen
• Steinbach, 18. März. Die Vereinigung ber Fünfziger (1876 1926) von Steinbach und Albach versammelte dieser Tage ihre Mitglieder zu einer Feier anläßlich des 50. Geburtstages. Ein kleiner 3mbiß vereinigte zunächst die Gesellschaft. Der Vorsitzende ber Vereinigung, Philipp Balser, Steinbach, wies nach seinen herzlichen Begrühungsworten aus bie Bedeutung des Tages hin, habet zugleich der verstorbenen Steinbacher Kameraden gedenkend, während Kamerad Schäfer, Albach, der dortigen verstorbnen Kameraden gedachte: bas Gedächtnis an die Verewigten wurde in der üblichen Weise durch Erheben von den Sitzen geehrt. 3m weiteren Verlause des Abends bot Mitglied B a l - s c r humoristische Gedichtvorträge in oberhessi- fcher Mundart, wahrend Kamerad Reusch -> I in g für den musikalischen Teil sorgte. Der Abend, ber auch beit Tanzlustigen gerecht würbe, hat bei allen Teilnehmern den besten Eindruck hinterlassen.
-f G r ü n 6 e r g, 18. März, 3n der Steuer- P r o t e st v e r s a m in l u n g am SamStagnach- mittag werden hier die Landlagsabgc-ordnelen Dr. Leuchlgens, Dingelbetz unb Fenchel, sowie einige Vertreter der Wirtschaft sprechen. - 3n ber letzten Zeit treiben hier Augenblick) e nachts oft sehr r u h e st ö r enben Lärm. GS dürfte ratsam sein, diesen ilebermütlgen einen gehörigen Dämpfer zu geben.
df. Langsbor, 17. März. Herr Philipp K ö h 1 e r V. (genannt Pfeifer) und Ehefrau schauten heilte auf ihre 5 0jährige Ehe zurück. Der Jubi- tar, der auch über die Grenzen unseres Dorfes be- kann! ist, und seine Ehegattin sind beide noch recht rüstig. Der Gesangverein „Concordia" gedachte
Man muß über bie hohe Kultur im Straßenbau des Orients staunen, toemi man damit den Zustand europäischer Straßen des Mittelalters vergleicht. Die ältesten bekannten Straßen in Alexandria, Antiochia unb Ephesus waren „Säulenst raßen".
Griechenland und 3talien wurden bie nächsten Erben solcher Baulünst. Neben ben Hauptstraßen gab es Nebenstraßen, sie waren eng unb beschattet und deshalb, wie Tacitus vermerkt, gesünder. Die Straßenbreite schwankte zwischen 2,5 unb 7 Meter. 3ebe Fahrbahn hatte seitliche Bürgersteige, mit Randsteinen eingefaßt. Manche Straßen waren so eng, daß ein einfacher Wagen am Eingang warten mußte, bis ber entgegenfoin- menbe sich entfernt hatte.
War es nötig, bie Straße zu sperren, |o setzte man Prellsteine oder Böcke. Sehr häufig bestand ber Pflaster aus Lava, in Blöcken ober Platten aufgelegt, itnb quer barüberffin gab es Tritt- steine für bie Fußgänger bei Regenwetter. Denn die Burger Roms pflegten nur außerhalb der Stadt zu fahren oder zu reiten, meist auf Eseln: innerhalb ihrer Stabt gingen sie gewöhnlich zu Fuß oder sie ließen sich in Sänften tragen. Kaiser Hadrian ließ bei Tivoli an Stelle einer Allee eine „Spaziermauer" in west-östlicher Richtung anlegen, bie eine Länge von 200 Meter hatte und zu jeder Tageszeit Sonne und Schatten gewährte.
Die srüheste Pflasterung im mittleren Europa hatte wohl Prag 1336. Bis zu Ende des 14. 3ahrhunderls folgten Bern, Regensburg unb Winbberg bei Straßburg. 3tallcn war ihnen um zwei 3ahrhunberte darin voraus. Der erste Pflasterer in AugSburgl416 Meß Hans Gwarlich. 3ehn 3ahre vorher bekam Dr.-Slau Pflasterung, während Nürnberg schon 1398 die Möglichkeiten eines besseren Gehwgs innerhalb feiner Mauern
seines Ehrenmitglieds, das allezeit treu zur Fahne hält, durch einen Fackelzug unb ein Ständchen.
Kreis Friedberg.
WSN. Friedberg, 18. März. 3n ber ganzen Wetterau, auch in Friedberg, hat tc Grippeepidemie einen verhältnismäßig großen Umfang angenommen. Besonders leiben barunter die Schulkinder. Aber auch viele Erwachsene sind von der Krankheit befallen. Auch einige Todesfälle sind bereits zu verzeichnen.
sf. Friedberg, 18. März. In ben Räumen der Schillerfchiile unb Frauenschule findet in biefen Tagen eine Ausstellung statt, die sich über alle Zweige handarbeitlicher unb haus- wirtschaftlicher Betätigung erstreckt. Die Arbeiten zeugen von großem Geschmack, von eifrigem Fleiß unb tüchtigem Können ber Schülerinnen. Die Ausstellung erfreut sich, wie auch in früheren Jahren, regen Besuches unb finbet viel Lob unb Anerkennung. — Im „Verein ber Freunbinnen junger Mäbchen" hielt Professor Keller einen Vortrag über ben '.Dialer' Lubwig Richter. Zahlreiche Lichtbiiber, bie burch ber Stimmung ber bargestellten Bilber angepaßte Deklamationen bes cand. theol. Draubt Begleitet waren, schlossen sich an ben Vortrag an. Der Zweck bes Vereins ist, heimatlosen jungen Mäbchen auf ber Durchreise ein Obbach zu gewähren. Es ist bem Verein gelungen, zu biejem Zwecke schon einige Zimmer mit Betten zur Verfügung zu haben. Vorsitzenbe bes Vereins ist Frau Direktor Schäfer.
88 O b e r - F l o r ft a b t, 18. März. Am Mon- tagabenb fanb eine Sitzung bes Gemeinbc - r a t s statt, bie sich in ber Hauptsache mit ber Vergebung ber Gemeinbearbeiten, bie auf Submissionsweg erfolgte, beschäftigte. Für bie Bullenhaltung, bie eine engere Abstimmung erfor» berte, mürbe bas Angebot mit 400 Mi. pro Jahr genehmigt. Die Haltung bes Gemeinbcebers würbe für 130 Mk., bie ber Ziegenböcke für 250 Mk. jährlich vergeben. Die Uebernahme bes Faselviehs erfolgte auf brei Jahre. Die Schulreinigung unb bas Schulläuten würbe mit 300 Mk., bie Reinigung bes Rathauses mit 54 Mk. pro Jahr genehmigt. Die Straßenreiniqung erforbert eine Ausgabe von 60 Mk., dos Hüten ber Schweine eine solche von 450 Mark. Das Angebot, betr. die Reinigung ber Feuerspritze, mit 14,50 Mk. mürbe genehmigt. Ferner bejchloß ber Gemeinberat, bem Obst- unb Gartenbauverein mit einem Beitrag von 10 Mk. beizutreten.
* Vilbel, 18. März. Eine neue Ortsgruppe konnte bie Deutsche Volkspartei Hierselbst grünben. Zu ber Versammlung mar eine stattliche Anzahl von Einmohnern erschienen. Der Geschäftsführer ber Provinzialgeschäftsstelle in Gießen, Herr Weißer, entwarf in einem einftünblgen Referat Vebeutung, Wege unb Ziele ber Partei unb beleuchtete in feinem Vortrag befonbers bie Jbee Stresemanns in Locarno. Die Versammlung mar einmütig zu ber Ueberzeugung gekommen, sofort die Gründung der Ortsgruve vorzunehmen. Im Namen aller bankte Beigeorbneter Bergmann bem Referenten für bie glänzenden Ausführungen. Die Versammelten zeichneten sich restlos in bie Mitgliederliste ein.
Kreis Schotten.
□ Laubach, 18. März. Die Reichsbahn- b i r e f t i o n hat auf die Anregung bes hiesigen Vertreters ber Jnbustrie- unb Hcmbelskammer Friebberg (Fabrikant Karl Michel) betr. günstigere Zugverbinbung für unsere Stabt folgenden Bescheid erteilt: „Der Pz. 4256, Hungen ab 11.07 Uhr o., Friedberg an 12.04 Uhr n., wirb frühergelegt, unb zwar Hungen ab 9.23 Uhr v„ Friebberg an 10.20 Uhr v. Der Zug nimmt in Hungen bie Anschlüsse auf von Pz. 4268 von Mücke, 8958 von Rupperisbura, von Pz. 503 von Gelnhausen unb von Pz. 506 von Gießen, Hungen an 8.40, 8.54; 8.55 unb 8.544 Uhr u.f in Friebberg werben bie Anschlüsse an ben beschleunigten Per fonenzug 768 unb an ben Personenzug 774 nach Frankfurt a. M. erreicht, Friebberg ab 10.27 unb 10.57 Uhr v. Hierburch wirb gleichfalls bie Zeit zur Besorgung von Geschäften in Friebberg erheblich erweitert unb ber Pz. 4257, Friebberg ab 1.33 Uhr n. kann zur Rückfahrt benutzt werben; letzterer muß auch wegen seiner wichtigen Anschlüsse in Hungen biese Lage beibehalten. Ferner wirb ber Pz. 4261. jetzt Friebberg ab 7.23 Uhr n., Hungen an 8.18 Uhr il, versuchsweise frühergelegt, Friebberg ab 6.57 Uhr n., Hungen an 7.52 Uhr n., unter Aufgabe bes Anschlusses von Pz. 2921 w. von Bab Homburg." Hierzu sei bemerkt, baß sich in ben Orten ber Bahnstrecke Mücke—-Laubach bas falsche Gerücht verbreitet hat, baß bie Lau- bacher Geschäftsleute gegen bie Durchführung bes Abenbzuges biefer Strecke feien. Dies ist völlig u n z u t r e f f e n b. Die Laubacher Geschäftsleute verlangen sogar, baß bieser Abenbzug nicht in Station Mücke bleibt, sonbern reicher zurück nach Laubach geht. Hierburch reirb ben von Gießen bis Station Mücke fahrenben die Unannehmlich-
schuf. Bis dahin batte es allerorten nur hölzerne Uebergänge und einen Damm (Fürschlächt) längs der Häuser gegeben. Der Kanzler Karls IV., der Bischof von Neumarkt, beklagte sich damals sehr eingehend über ben ewigen Regen und Nässe in Nürnberg unb über Massen von Schmutz, derart, baß ein Reiter kaum hinbuvch käme ohne zu stolpern, zu fallen unb übel verspritzt zu werben auf dem weiten Weg von der Herberge zum kaiserlichen Schloß.
Auch in Tuttlingen versank im Jahre 1485 das Roß Kaiser Friedrichs lll. bis an die Schenkel im Schmutz und ähnlich war es in Reutlingen. und es waren doch freie Reichsstädte und keine Dörfer, wo derlei geschah. Ein Verkehr mit Wägen war dabei natürlich ausgeschlossen, wer nicht gehen wollte, bediente sich ber Sänfte ober bes Gauls. Lange noch hieß bie meist mit Kieselsteinen gepflasterte Straße ber „Stein- weg"; wo cs teuer zu leben war, hieß es: Da ist ber Steinweg heiß? So in Nürnberg. 3n Braunschweig war er „nit so heiß", das Leben war dort billiger. Der natürliche Schmutz auf den Straßen wurde durch bie frei umherlaufenden Tiere, Schweine vor allem, bis zum Unerträglichen vermehrt. So bestrafte Krakau schon 1373 mit Strenge die Unsauberkeit und erließ Gesetze für das Wegfchauseln des Kots, unb Verbote gegen das Herabgießen aus den Fenstern. 3n Mühldorf bestand eine Verordnung, daß ber Mist nicht länger als 14 Tage liegen bleiben durfte. Die Nürnberger hatten im 15. 3ahr^ hundert einen Knecht ausgestellt, ber vor Tag mit einer Dutte burch bie Gassen ging, um bie toten Tiere aufzulesen. ES lieh seinen Marktplatz 1495 neu pflastern.
War es also schon unter Tage nicht immer ein Vergnügen, auf ber Gasse zu sein, so gehörte öS bes Nachts säst zu ben Unmöglichkeiten, da
feit ersparen, von Station Mücke aus in der Nacht nach Hause laufen zu müssen.
□ Laubach , 17. März. Auf ber Holzvcr - steigerung bes gräflichen Forstamts, bie gestern morgen im „Solmfer Hof" ftattfanb, kam ber Raummeter Buchenscheiter auf 15 bis 16 Mk.; ber Raummeter Buchenknüppel auf 10 bis 12 Mk.; ber Raummeter Buchenstöcke auf 7 bis 8 Mk.; ber Raummeter Buchenreifer auf 2 bis 2,50 Mk. Diese Preise find höher, als bie ber letzten Versteigerung bes gräflichen Forstamts, aber immer noch nichtiger, als diejenigen ber Umgegenb. — Am fommenben Samstag wirb bie Zweignieberlafsung F ricbrichshüttc des Vereins für chemische Industrie ihren Betrieb stillegen. Wie wir aus guter Quelle vernehmen, wird diese Stillegung burch Absatzstockung verursacht, hervorgerufen burch bie ungewöhnlich hohen Holzprcksc. Tatfächlich kann für ben Preis von einem Raummeter Brennholz ber hoppelte Heizwert an guten Steinkohlen gekauft werben. Wie lange ber Betrieb stillgelegt bleiben wirb, läßt sich nicht Voraussagen. Es werben baoon runb 80 Arbeitet betroffen, die in ihrer Mehrzahl in Ruppertsburg, Gonterskirchen, Laubach, Wctter- felb, Röthges, Einartshaufen wohnen. Die Eisengießerei ber Friebrichshnfk e--(Philipp Römhclb) führt ben Betrieb weiter, nllerbings in beschränktem Maße.
lg. Gebern, 18. März. Dieser Tage hielt ber Pfcrbcvctsichcrungsvercin seine Generalversammlung ab. Außer ben 17 Orten, in denen ber Verein bereits vertreten ist, würbe feilt Tätigkeitsgebiet ausgcbchnt auf bie Orte Illnhausen, Bösgesäß, Hettcrsrob, Leißerwalb, Eschenrod, Lichenrob unb Fischborn. Die Rechnung für 1925 würbe gutgeheißen. Die Höchstversicherungssumme würbe auf 1500 Mk., bei Minbestlaxe auf 150 Ml. festgesetzt. Im Geschäftsjahre 1925 wurden an Entschädigungen insgesamt 1945 Mk. ausaezahlt. Da zur Entschädigung ber Mitglieber Christian Birx (Gebern) unb Karl Schaub (Wenings) ber Prä mienfonbs aus 1925 nicht ausreicht, muß eine Nachzahlung von 1 Prozent ber Versicherungssumme zur Deckung bes Schabens erhoben werben. Im übrigen beschäftigte man sich mit einigen Satzungsändc' rungen. Der Verein ist völlig auf bas Prinzip ber Gegenseitigkeit eingestellt.
Kreis Alsfeld.
(=) Zeilbach, 18. März. Der hiesige Kriege rvc rein veranstaltete im Saale von Gastwirt Heinrich Zimmer einen Lichtbilberabenb, ber von weit über hunbert Personen besucht mar. Die Bilber berichteten von ben Kricgserlebnissen an ber Westfront. Dem Abcnb würbe eine recht beifällig« Aufnahme zuteil.
(=) Zell, 18. Mörz. Die hiesige Dresch- genossenschaft hielt bieser Tage ihre Generalversammlung ab, in welcher ber Vor- sitzenbe, Lanbwirt Schäfer, mit Genugtuung auf die ersprießliche Tätigkeit der Genossenschaft im ab-- gclaufenen Jahre verweisen unb babei ben guten Abschluß heroorheben tonnte. Es würbe beschlossen, zum nächsten Herbst einen neuen Dreschwagen anzuschaffen, nachbem man im vorigen Herbst eine neue Lokomobile gekauft hatte. Ein Arbeiter bet Genossenschaft, Johancs Wolf aus Groß-Fclba, steht bereits feit vierzig Jahren in ihren Diensten.
Kreis Lauterbach.
* Lauterbach, 18. März. Bei her kürzlich in Arnshain vorgenommenen Versteigerung von Massegrundstücken, von denen her Morgen auf Durchschnittlich 186 Mk. geschätzt war, wurden im Durchschnitt sur einen Morgen 224 Mk. erlöst. Ebenso war haS Ergebnis her Versteigerung von Massegrunhstücken in 61 re - ben hörs. Dort tourhen für einen Morgen Massegelänhe hurchschnittlich 469 Mark bezahlt gegenüber einem durchschnittlichen Abschätzungswert von 372 Mk.
Starkenburg.
D a r in ft a b t, 18. März. Bei einem Vortrac in ber Ausstellung „Mutter unb Jftnb' im stäbtischen Saalbau geriet vorgestern abenb ein Film in Branb. Das Publikum strömte ben Ausgängen zu. Durch ben Branb wurde ber Apparat schwer bcschcibigt unb ber Film vernichtet. Der Schaben wirb auf etwa 1000 Mark
Worms, 18. März. An der Lebe n b a h n Guntersblum — Osthofen wurde von unbekannten Tätern ein 3 Meter langer Kilometerstein auf die Schienen gelegt. Das Unheil wurde rechtzeitig entdeckt, ehe ein Unglück geschehen war. Die Reichsbahn hat 7ür Die Entdeckung der Tater eine Belohnung von 100 Mk. ausgesetzt.
Preußen.
Wetzlar, 18. März. Die Hauptversammlung Des Kreiskriegerver- b a n D e s war aus allen Teilen deS KveiseS
jegliche Beleuchtuna fehlte, außer daß bei BrLn- Den an Den Eckhäusern Laternen angebracht würben. Breslau verordnete daher 1516, daß nie- manD deS Abends sollte auf den Ring (D. L
Markt) oder in die Gassen gehen ohne Licht — wenn Die Glocke geschlagen. Ds Durfte nicht
mehr Schlitten gefahren werden, wenn eS dunkel war und jeDes Geschrei war verpönt. Die Nacht
wächter hatten Dienst von 7 Ufcr abends bis
5 Uhr früh. 3m Sommer, von Walburgl bis Michaeli, von 10 Des Nachts bis 3 Uhr. Auch Den HunDen war Der Ilmtrieb nächtlicherweile unterlagt, und wer auf Den Gassen Unruh stiftete, wurDe ins Loch gesteckt oder muhte Buße zahlen.
Es gab zwar keine Numerierung der Häuser, aber benannt waren Gassen und Plätze immer, gewöhnlich nach Dem Gewerbe, daS sich Darinnen ansässig gemacht, nach der Hantierung, Die Dort getrieben wurDe. Daher noch heute Die verschie- Denen Schmied-, Gerber-. Färber-, Tuchmacher-, Schustergafjen u. a. m.
Brach ein Brand aus, so trat Der „Sch.^r- wächter" sein Amt an, Der nach Dem BranDstiftcr und nach Dieben, durch Die günstige Gelegenheil gelockt, forschen muhte. Der Büttel hielt Wache, daß nichts gestohlen WurDe. Lohnfuhrleute unk Müller muhten Wasser herzufahren, auch Det StaDtfischer toarD herangezogen. UnD zuDeni waren zum Löschen verpflichtet eine bestimmte Menge Leute, wie die gemeinen Frauen, Die 2lblaDer. Wagknechte, (Zimmerer und Maurer, und Die Löschmeister unD Bader hatten samt ihrem Gesinde auf Dem Plan zu erscheinen. Die Schützen traten an. unD in das mit Kerzen, Fackeln unD Laternen erhellte Rathaus kamen Die zwei Bürgermeister samt Den Ratsherren. Die SölDner, so man Deren beDurfte, versammelten sich z. B. in Nürnberg am „schönen (Brunnen“ und warteten, bis man sie rief.
Dinier r Me ha: Schwalöm ulttn Dai iugeleS
madjimg nich« ben bem 15.’ Wasserbu Mie, b diese Vor Ginlragur Wasserbai isischereib! ,ju Prolok Nachweije ein oollstö bekannten (fhttragun hinderlich
ch. ßi laß seines hiesige hranz ein sich einer puntt der Dreiailett Der Ceihr born-Stei wie die gen land Ausnahm
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