stark besucht, so daß der Saal tm Sfrotd Kaltwafser bis auf den letzten Platz beseht war. Der neue Verba ndsvorsihendo, Kamerad Schlott, konnte n a. den Vertreter der Geschäftsstelle der Pro- vinzialgruppe Rheinland der Kriegsbeschädigten und den Lcmdrat begrüben. Rach dem Geschäftsbericht zählt der Verband 2064 Mitglieder gegen 1797 Ende 1924. 37 Kameraden hat der Verband tm verflossenen Jahr durch den Lod verloren. Auf ein ZOjähriges Bestehen blicken die Vereine Aßlar, Raubvrn, Diefenbach und Wetzlar zurück, es wurden ihnen die Fahnenmedaillen am schwarzweihen Bande verliehen. Die Iahresrech- mmg ergab eine Gesamteinnahme von 1559 Mk., irebst einem Guthaben bei der Kreissparkasse im Betrage von 381,94 Mark. Der bisherige Vorstand wurde wiedergewählt. Gin Vortrag des Kameraden Heil- Braunfels über „Die Kriegervereine und das alte Heer" stand im Mittelpunkt der Tagung. $um Schlüsse verbreitete sich der Vertreter der Provinzialgruppe in ausführlicher Weise über Zweck und Ziel der Fürsorgeeinrichtung.
0 Wetzlar, 18. März. Im Anschluß an die Meldung in der Nr. 64 des „Gießener Anzeigers" erfahren wir von gut unterrichteter Seite, daß die Zwangsinnung für das Spengler- und Elektroinstallateur-Handwerk im Bezirke des Kreises Wetzlar mit dem Sitze in Wetzlar gemäß Anordnung - des Regierungspräsidenten zum l.Mai 1926 errichtet wird. Von dem Zeitpunkt ab gehören alle Gewerbetreibenden, welche im Steife Wetzlar das Spengler- und Elektro-In- stallateurhandwerk betreiben, zwangsläufig der Innung an. — Der Bezirksausschuß zu Kovlenz veröffentlicht eine Bekanntmachung, die die Ein - iraaung von Fischereirechten in das W a s s e r b u ch behandelt. Nach der Bekanntmachung erlöschen bestehende Fischereirechte, die nicht dem Eigentümer des Gewässers zustehen, mit dem 15. April 1927, wenn die Eintragung in das Wasserbuch nicht bis dahin beantragt wird. Auf Rechte, die im Grundbuch eingetragen sind, findet diese Vorschrift keine Anwendung. Der Antrag auf Eintragung in das Wasserbuch ist entweder bei der Wasserbaubehörde (Bezirksausschuß) oder bei der Fischereibehörde (Bürgermeister) schriftlich oder zu Protokoll zu stellen. Dem Anträge sind die zum Nachweise des Rechtes dienenden Urkunden sowie ein vollständiges Verzeichnis der dem Antragsteller bekannten Personen beizufügen, denen die mit der Gintragung verbundene Vermutung der Richtigkeit hinderlich sein würde, Rechte geltend zu machen.
ch. Lühe ll in denn, 18. März. Aus Anlaß 'eines 40jährigen Bestehens veranstaltete der hiesige Gesangverein in der Gastwirtschaft Franz einen Unterhaltungsabend, der sich eines guten Besuchs erfreute. Den Mittelpunkt des Abends bildete die Aufführung eines Dreiakters, die reichen Beifall fand. Die unter der Leitung des Dirigenten Sommer. Watzenborn-Steinberg, gebotenen Gesangsvorträqe, sowie die reichhaltigen musikalischen Darbietungen sanden gleichfalls wohlverdiente beifällige Aufnahme.
<x Dlasbach, 18. März. Der diesjährige Winter mit fernen Stürmen und seiner großen Rässe hat dem auf der Wasserscheide zwischen Schwalbenbach- und Blasbachtzrl stehenden uralten Wahrzeichen, der „Dicken Eiche" stark z u g e s e h 1. Ihre riesigen Aeste, die sich in
doppelter Manneshöhe verzweigen, sucht man bekanntlich oben durch starke Eisenbänder zusammenzuhalten. Da sie aber, wie der Stamm der Eiche, gänzlich hohl sind, bröckeln fortgesetzt größere und kleinere Stücke ab. Sin heftiger Sturmwind könnte den nwrschen Baum gänzlich zerstören, wenn er nicht durch den umsäumenden Hochwald geschützt wäre. Die Forstbehörde sollte die Stammhöhlung mit Mörtel ausfüllen, damit dies Gemeingut unserer Gegend nicht gänzlich verschwindet.
O Dornholzhausen. 18. März. Am Sonntag wurden durch den derzeitigen Verwalter der verivaisten Pfarrstelle Hochelheim- Dornholzhausen, Pfarrer Cappel l zu Klein- Recktenbach, die diesjährigen Konfirmanden — 5 Knaben und 3 Mädchen — geprüft und gleichzeitig anschließend konfirmiert.
O Riederkleen, 18. Marz. Der hiesige Krieger verein feiert am 27. und 28. Juni das Bezirkskriegerfest des Hüttenberges. Er hat viele auswärtige Vereine ein- geladen, die zum großen Teil ihr Erscheinen bereits zugesagt haben. Der Kriegervercin wurde tm Jahre 1896 gegründet: er zählt über 80 Mit- ' glieder. — Die Lieferung der Rohre für die Kanalisierungsanlage des tiefer gelegenen Dorfteiles ist den Firmen Jean Sern« Gießen, Sack und Iugh ard t -Gießen, Braun - Großen-Linden und Fischer-Großen- Linden übertragen worden. Mit der Herstellung der Rohrleitungsgräben für die Kanalisierungsanlage wurde dieser Tage begonnen. Infolge der Wasserleitungsbauarbeiten sind sämtliche Ortsstraßen für den öffentlichen Verkehr polizeilich gesperrt. Der Durchgangsverkehr wird von Pohl-Göns über Kirch-Göns. Lang-Göns und Hochelheim nach Klein-Rechtenbach und umgekehrt umgeleitel.
O- Oberkleen, 18. März. Der in der hiesigen Gemarkung belegene Fabrikbetrieb der Vereinigten Werke für Dahnmate- r i a l A. G. zu Butzbach liegt seit Monaten vollkommen still. Es ist nur noch der frühere, Kantinenwirt da. der die Aufsicht und Racht- wache in den Betriebsanlagen ausübt. Von einer Wiedereröffnung des Betriebes hat man bisher nichts gehört. — Der von der Oberhessischen Kalk - und Steinindustrie gepachtete, der hiesigen Gemeinde im Eigentum gehörige K allste i n b r u ch, der einige Zeit still lag. ist seit wenigen Tagen wieder in Betrieb genommen: ebenso ist der Kalkofen in Ebers-Göns, den die gleiche Firma infolge der schlechten wirtschaftlichen Verhältnisse hatte ausbrennen lassen, seit einigen Tagen wieder angesteckt.
OD Aus b e m Kleebachtal, 18. März, lieber den Stand der Feldfrüchte in unserer Gegend kann im allgemeinen gesagt werden, daß der Roggen und der Weizen den Winter aut überstanden haben. Nur an tiefer gelegenen Feldstellen ist das Getreide durch den vielen Regen zum Teil „ersoffen". Diese Erscheinungen nehmen ober nicht einen solchen Umfang an, daß von einer wesentlichen ungünstigen Gestaltung des Saatenstandes die Rede sein könnte. Vom Mäusefraß hört man nicht mehr so viel wie im Herbste des vorigen Jahres. Wenn das augenblickliche günstige Wetter anhält, dürfte mit einem baldigen Beginn der Frühjahrsbestellung gerechnet werden können.
Mvciö Marburg.
WSR. Kirchhain, 18. März. Wie verlautet, soll hier der vor dem Kriege übliche Wochen markt wieder eingerichtet werden. Eine Kommission ist mit den Vorarbeiten betraut
Mreiö Biedenkopf.
XX Wilsbach, 18. März. Die durch den Weggang des Pfarrers Dründler nach Sinn erledigte Pfarr stelle wird durch Wahl der Kirchengemeinde beseht. Inzwischen werden die Amtsgeschäfte durch Pfarrer Müller-Erda besorgt. Unter Dörfchen gilt als selbständige Pfarrei, zählt aber nur 238 Seelen.
XX Von der Eisernen Hand, 18. 3. Trotz der großen Waldungen unserer Gegend formte man sowohl bei den Gemeinden als auch im Fürstlichen diesmal nicht auf billige Brennholzpreife rechnen. Buchenscheit kostete pro Klafter (4 Rm.) durchschnittlich 60 bis 65 Mark. Dazu kommt für die entfernten Distrikte noch der hohe Fuhrlohn.
Kreis Usingen.
!—! tbranbobernborf, 18. März. Gestern fmib hier die fiskalische Nutz- und Brenn- holzversteigerung der Förstereien (Sleeberg unb Weiperfelden statt. Die Nutzholzpreise erlangten infolge nicht allzu großer Nachfrage keineswegs diejenigen des Vorjahres, auch das Brennholz war wesentlich billiger. Im allgemeinen mag die schlechte Nachfrage und die dadurch bedingte Preissenkung wohl darin ihren Grund haben, daß die Zahlungen innerhalb 21 Tagen geleistet werden müssen, was natürlich bei der allgemeinen Geldknappheit nicht verlockend ist. Nadelholzstangen 1. Klasse erzielten einen Preis von 1 Mk., 2. Kl. kamen auf 0,70 Mk. unb 3. Kl. kosteten 0,40 Mk. pro Stück. Eichenscheitholz erzielte einen Preis von 6 bis 7 Mk., Eichen- tnüppel kamen auf 5 Mk. je Rm., Buchenrollscheiter kosteten pro Klafter (4 Rm.) 48 Mk. und Buchenknüppel stellten sich pro Klafter auf 35 Mk. Buchenwellen erzielten pro 100 Stück einen Preis von 15 bis 18 Mk., Nadelscheiter und -knüppel gingen mit 6 Mk. pro Raummeter ab.
Maingau.
WSA. Frankfurt a. M., 18. März. Die Kriminalpolizei hat dieser Tage zwei Einbrecher in den bereits vorbestraften Brüdern P o s e r n aus der Miquelstraße feft genommen. Die beiden, der eine zwanzig-, der andere vierundzwanzigjährig, haben eine Menge Einbrüche in allen Gegenden Frankfurts aus dem Gewissen. Sie bevorzugten hauptsächlich Lebensmittelgeschäfte und Gasthäuser, aber auch die eigenen Verwandten wurden nicht geschont. Ihre Deute muß recht umfangreich gewesen fein. Teilweise haben sie bereits ein Geständnis abgelegt. — In der vergangenen Rächt haben zwe^i junge Leute im Alter von 17 bis 18 Jahren, die mit einer Geschwindigkeit von etwa 7 0 K i körnet e r durch Ried nach Frankfurt fuhren, auf der Frankfurter Straße in Ried den Arbeiter Hodes überfahren. Gr wurde schwer verletzt im Krankenhaus eingeliefert. Die beiden Fahrer wurden fe ft genommen und nach Feststellung ihrer Personalien wieder entlassen. — Ein Schwimmbad im Vorort Rieder- rad, in dem gerade eine Mädchenschulklasse badete, empfing, als die Mädchen sich gerade im Bade befanden, ungebetenen Besuch. Ein bis jetzt noch nicht festgestellter Dieb drang in den
Entkleideraum ein, durchsuchte die Handtäjch° ch e n und Kleider der Mädchen nach Geld unb nahm mit, was ihm des Mitnehmens wert war.
Buntes Allerlei.
Wie schnell wir drucken können.
In einem anregenden und ermutigenden ileberblid über die neuesten Großleistungen der deutschen Industrie und Technik kommt Ernst Trebesius auch auf die Druckmaschine zu sprechen, die das letzte Glied im Werdegang einer Zeitung darstellt, und von deren Leistungsfähigkeit vieles abhängt. Das Bestreben der Zeitungen, immer gewaltigere Rotalionsrnaschinen aufzustellen, um den Druck der Zeitungen in immer kürzeren Zeiträumen Herstellen zu können, ist verständlich. Je kürzer der Zeitraum ist, den die Auflage zu ihrem Druck benötigt, um so später braucht mit diesem begonnen zu werden, und um so besser I kann die Schriftleitung auch die letzten und allerletzten der ohne Unterlaß aus allen Himmelsrichtungen eingehenden Rachrichten noch unterbringen, ohne bis zur folgenden Auflage warten zu müssen. Arbeiteten bisher — fi* heißt es in dem erwähnten Aufsatz, den das Märzheft von Velhagen & Klassings Monatsheften veröffentlicht — die schnellsten Rotationsdruckmaschinen mit einer Papiergeschwindigkeit von 200 Meter in der Minute, was bei dein üblichen deutschen Zeitungsformat etwa 12 000 fertigen Rettungen in der Stunde entspricht, so hat eine Würzburger Schnellpressenfabrik kürzlich für eine Druckerei in Oslo eine Druckmaschine hergestellt, die bei 350 Meter Papiergeschwindigkeit in der Minute rund 18 000 Zhlinderumdrehungen stündlich macht. Dabei werden von einer Rolle 4500 Meter Papier in 10 Minuten abgerollt. Run weist diese Riesenmaschine sechs Zylinder aus, auf denen gleichzeitig gedruckt wird, und so ergibt sich ein Papierverbrauch von 21 000 Meter in 10 Minuten. Könnte man diese Maschine Sag und Rächt laufen lassen, so würde sie in 317 Sagen einen Zeitungsgürtel um den ganzen Erdball am Aequator entlang fertigstellen. Während das Papier mit der rasenden Geschwindigkeit von 350 Meter in der Minute über die Rollen läuft, wird es von beiden Seiten mit Bildern und Text bedruckt, auf einer Seite sogar mit einer andern Farbe. Das bedruckte Papier wird von der Maschine alsdann völlig selbsttätig in Bogen zerschnitten, die Bogen werden zu Exemplaren gesammelt, zweimal gefalzt, abgelegt und gezählt.
Ein reizbarer Hnngerkünstler.
Der Hungerkünstler Wolly — er ist nicht mit seinem Kollegen Jolly zu verwechseln, der augenblicklich in Berlin hungert — hat bei seinem Auftreten in Paris kürzlich Aufsehen und Olergn- nis erregt. Allerdings mag es für den brotlosen Künstler nicht immer leicht sein, seine Rerven im Zaum zu halten, zumal ihm von den Besuchern oft übel mitgespielt wird. In Paris vergnügten sich einige junge Leute damit, sich vor Wollhs Glaskasten zu einer ausgesuchten Mahlzeit nieder- zulasfen — und diese Provokation versetzte den eingeschlossenen Büßer in jähe Wut, er schlug alles kurz und klein, zertrümmerte seinen Käfig und brach au«. In Genf hat er jetzt diesen Auftritt wiederholt. Er ist flüchtig und wird gesucht.
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