CO Aus dem Hüttenberg, 18. Febr. Eine seit Menschengedenken Übliche Sitte konnte man auch dieser Tage wieder in den Gemeinden des Hüttenberges beobachten. Am Fastnacht- Dienstage gehen arme, ortseingesessene Personen von Haus zu Haus, um ein Stück Wurst, Speck, Kuchen oder dgl. „aufzuheben" (zu sammeln). Auch Müllerburschen gehen mit einem Strauße am Hute, der an die Zeiten der früheren militärischen Musterungen erinnert, zu den Kunden ihrer Mahlherren, um sich gewissermaßen als Lohn für das Auf- und Abtragen der Frucht- und Mehlsäcke ein Fastnachtstrirckgeld zu holen. Leider fällt dieses Trinkgeld auch nicht mehr so wie vor dem Kriege aus, weil es bei dem größten Teile der Landwirte an Geld mangelt.
i Dornholzhausen, 18. Febr. Zur Untersuchung des Tieberfalles auf den Reisenden Panknin der Firma Fertsch & Co. zu Friedberg, über den in Rr. 36 des „Gießener Anzeiger" vom 12. Februar berichtet wurde, stellte ein Beamter der Staatsanwaltschaft hier an Ort und Stelle Ermittelungen an. — 3m Distrikt „Dreikoppelshecken" des hiesigen Gemeindewaldes befindet sich eine ganze Anzahl Hügelgräber, die mit hoher Wahrscheinlichkeit Gegenstände von bedeutendem archäologischem Werte bergen dürften. Es haben vor längeren Jahren auch Ausgrabungen durch Professor Helm, Berlin stattgefunden, bei denen eine Anzahl Gegenstände gefunden wurden, die auf Herkunft aus der Bronzezeit schließen liehen. Die Gegenstände sollen seinerzeit dem Museum in Berlin zugeführt worden sein. Es dürfte sich
empfehlen, die Ausgrabungen von berufener Seite sortzusetzen, da mit weiteren Funden sicher gerechnet werden kann.
z. Ebersgons, 18. Febr. Die Maul- und Klauenseuche ist hier erloschen. Der aus Ort und Gemarkung gebildete Sperrbezirk ist aufgehoben. Dagegen sind Ort und Gemarkung als Beobachtungsgebiet erklärt wollen.
<> Niederkleen, 18. Febr. Nachdem der Antrag der hiesigen Gemeinde auf Unterstützung des Wasserleitungsbaues aus Mitteln der produktiven Erwerbslosenfürsorge die Genehmigung des Regierungspräsidenten gefunden hat, sind dieser Tage die Arbeiten für die Herstellung des Ortsrohr- netzes mit ben Hausanschlüssen und des Hochbehälters vergeben worden. Auf die Ausschreibung der gesamten Arbeiten waren 6 Angebote eingegangen, von denen sich das niedrigste auf 20 738,60 Mk., das höchste auf 27 590,60 Mk. belief. Auf die Herstellung des Hochbehälters allein waren zwei Angebote eingegangen, die beide rund 5Ö00 Mk. betrugen. Die Ausführung der gesamten Arbeiten wurde dem Bauunternehmer Zöller von Dornholzhausen zu seinem Angebote von 20 738,60 Mk. übertragen. Der Hochbehälter soll ein Fassungsvermögen von 80 Kubikmeter erhalten. Mit den Arbeiten soll schon in den nächsten Tagen begonnen werden. Es werden in erster Linie die Erwerbslosen der hiesigen Gemeinde und darüber hinaus, soweit erforderlich, auch solche aus den Nachbargemeinden Beschäfti- gUM finden. Der tiefer gelegene Ortsteil soll neben der Wasserleitung auch eine Kanalisierungsanlage erhalten, deren Kosten zum Teil von der Gemeinde, zum Teil von den interessierten! Hausbesitzern getragen werden sollen.
O Oberkleen, 18. Febr. Bei der diesjährigen Drennholzversteigerung wurden folgende Preise erzielt: Eichenscheitholz 10 bis 12 Mk. je Rm.» Eichenknüppel durchschnitt- .lich 10 Mk. je Rm.» Eichenstockhvlz 4 bis 6 Mk. je Rm., Eichenwellen 8 bis 10 Mk. für 50 Stück, l Duchenscheitholz 40 bis 45 Mk. für 2 Rm., Buchenknüppel 35 bis 40 Mk. für 2Rm., Duchen- ? stockholz 6 bis 8 Mk. je Rm., Buchenwellen: Ast- , wellen bis zu 25 Mk. und Forstwellen bis r zu 35 Mk. für je 50 Stück. Kiefernknüppel bis zu 24 Mk. für 2 Rm., Kiesernstvckholz 3 bis 5 Mk. je Rm., Kiefernwellen 6 bis 8 Mk. je 50 Stück, gemischte Wellen 4 bis 7 Mk. je 50 Stück.
Kreis Marburg.
Marburg, 18. Febr. (WER.) Sn Marburg sind jetzt falsche Zweimark st ücke aufgetaucht, die sich, ähnlich wie das in Friedberg verbreitete Falschgeld, fettig anfühlen und anscheinend dunkler sind als die echten. — Bei Ebsdorf geriet ein Auto in ein Sumpf- gelände. Die Insassen konnten sich in schwer angefeuchtetem Zustande aus dem Auto herausarbeiten. Das Auto selbst mußte am anderen Tage mit starken Pferdekräften aus dem Sumpfe herausgezogen werden.
Kreis Usingen.
!—1 Cleeberg, 18. Febr. Gestern fand im hiesigen Gemeindewa ld die Buchen- brennholzversteige rung statt. Die Preise waren etwas gedrückter als diejenigen der letzten Brennholzversteigerung, was wohl daran liegen mag, daß im oberen Kleebachtal schon zahlreiche Breimholzversteigerungen stattfanden, so daß sich die Mehrzahl der Landwirte der waldlosen Gegend des unteren Kleebachtales genügend eingedeckt haben dürften. Das Klafter (4 Rm.) Buchenholz-Scheit erzielte einen Preis von 60 Mk., Duchenholz-Knüppel 45 Mk. und Buchenwellen kamen das Hundert auf 25 Mk.
Maingau.
Frankfurt a. M., 18. Febr. (WSR.) Der sozialpolitische Ausschuß der Stadtverordnetenversammlung hat beschlossen, bei der Stadtverordnetenversammlung die Bereitstellung von zehn Millionen Mark für Rötst andsarbeiten zu beantragen. Die Deckungsfrage wurde noch nicht erörtert.
Kirche und Schule.
Dorfkirchentagnng Berlin.
Am Dienstag und Mittwoch, 2 3. und 2 4. Februar, findet in Berlin, im Muschelfaal des Rheingold, nahe dem Potsdamer Platz, ein Dorfkirchentag statt, dessen Arbeit der dorfkirchlichen Zugendfrage gewidmet ist. Die Eröffnungsansprache hält der Vorsitzende des Deutschen Dorfkirchenverbandes, Probst Köln-Garwitz. Den einleitenden, grundlegenden Vortrag hält Pfarrer Mahr-Gießen über „Die Psychologie der Landjugend". Es folgen Vorträge über: „Ländlicher Konfirmanden-Llnterricht" (Pastor T r a u e - Schwarz), „Kirchliche Jugend arbeit auf dem Lande" (Pastor Dr. N a g e l - Prenzlau), „Dorfkirche und ländliche Fortbildungsschule" (Probst Wulff-Blankenhagen). Am Mittwoch wird Aber „Dorfkirche und Dauernhoch-
schule" (Dr. theol. v. L u p k e - Göttingen). „Dorfkirche und freie Zugendvereine auf dem Lande" (Zugendpastor Lic. Holtz- Schwerin). „Dorfkirch e und weibliche Zugendpflege im Dorfe" (Pastor Hoffmann-Krippehna) referiert werden. Die Mitglieder der Dorftirchenvereinigungen und Freunde ländlicher Kulturarbeit sind eingeladen.
Wirtschaft.
Die Kohlenprobuktion in Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Volksstaates Hessen weist für den Monat I a - nuar folgende Zahlen nach: An Rohbraunkohlen wurden gefördert 38 265 Tonnen, verkauft wurden davon 14547 Tonnen: der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt. Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiprodukten erzeugt: 687 Tonnen Braunkohlenbriketts. Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl Tonnen Steinpreßkohlen.
Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig: 14547 Tonnen Rohkohlen, 50 Tonnen Briketts, 689 Tonnen Raßpreßsteine, zusammen 15 286 Tonnen Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwert von 88 846 Mk.
in Giessen S
* Der amtliche Großhandelsindex. Die auf den Stichtag des 17. Februar berechnete Großhandelsindexzifser des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem Stand vom 10. Februar (118,8) um 0.5 Proz. auf 118,2 zurückgegangen. Gesunken sind die Preise für Getreide, Schmalz, Rindfleisch, Hopfen, einige Textilrohstoffe, Baumwollgarn, Kupfer, Zink und Gasöl. Höher lagen die Preise für Schweinefleisch, Blei und Zinn. Von den Hauptgruppen haben die Agrarerzeugnisse von 113,0 auf 112,3 oder um 0,6 Proz., die Zndustriestofte von 129,7 auf 129,4 oder um 0,2 Proz. nachgegeben.
* Guter Erfolg der preußischen 30-Milivnen-Znland-Anleihe. Die Ausgabe der von der Preußischen Staatsbank (Seehandlung) namens eines kleinen Konsortiums von der Preußischen Finanzverwaltung übernommenen 30 Millionen b^proz. Preußische Schahanweisungen, fällig am 1. März 1929, hat, wie der Amtliche Preußische Pressedienst erfährt, einen durchaus befriedigenden Erfolg gehabt. Allein bei der Preußischen Staatsbank, bei der als Hauptabnehmer der Schahanweisungen Sparkassen, Girozentralen und Landwirtschaftsbanken in Frage kommen, sind insgesamt Kaufanmeldungen von rund 76 Millionen RM. eingegangen.
* Massenbeurlaubungen im Thhs- s en-Dergbau. Wegen neuerllcher Absatzschwierigkeiten muh die Verwaltung des Thyssen- Bergbaues ab 22. d. M. von drei Schachtanlagen in Hamborn und Walsum 3000 Arbeiter auf wahrscheinlich drei Wochen beurlauben. Es wird angenommen, daß Mitte März die Absatzschwierigkeiten soweit behoben fein werden, daß es möglich ist, die Leute wieder zu beschäftigen. Für die verbleibenden Belegschaften werden Feierschichten bis auf weiteres nicht mehr eingelegt werden.
Berliner Börse.
fEigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin 19. Febr. Die unlustiye Haltung der Börse dauert an, da die Beteiligung des Publikums und des Auslandes wiederum fehlte. Das Ausbleiben der amerikanischen Käufer wird auf die Unsicherheit an der Neu- Yorker Börse zurückgeführt. Die Spekulation nahm zunächst weitere Realisationen vor, so daß die gestrigen Nachborsenkurse neuerlich um 1 bis 2 Proz. verschlechtert lagen. Da angeblich immer noch ansehnliche Engagements der Spekulation bestehen, hielt sich diese an den führenden Marktgebieten äußerst zurück. Einen recht ungünstigen Einfluß übte der Franken stürz aus, der alle aufbauenden Maßnahmen der deutschen Eisenindustrie wieder illusorisch machen kann. Gegen das Pfund gab Paris auf 136 nach, während gestern noch ein Kurs von 133,40 zu hören war. Am Kriegsanleihemarkt verstimmte die Erklärung 5>r. Reinholds, daß das Reich zunächst nicht daran denke, an den Anleihemarkt heranzutreten. Der leichte Geld st and und die weitere Entlastung des Reichsbankstatutes blieben daher ohne Eindruck. Tagesgeld war zu 41/o bis 6 Proz. reichlich angeboten. Monats- geld 61/, bis Proz. Warenwechsel 7 bis 71/« Proz. Die Zahl der Terminpapiere wird nunmehr endgültig ab 1. März eine Erweiterung! um 17 Papiere erfahren, der der Reichsrat gestern seine Zustimmung erteilt hat.
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Frankfurt a. M., 19. Febr. Tendenz: Schwächer. — Zn der lustlosen Börsenhaltung machten sich auch heute feine Anzeichen einer Besserung bemerkbar, vielmehr trat durch die neuerliche starke Abschwächung des französischen Frankens, der sich gegen London auf 136,50 stellte, eine erhebliche Verstimmung ein. Bei Eröffnung des offiziellen Verkehrs kam es zu neuen Abgaben, die sich auf alle Märkte erstreckten und Kursverluste von 1 bis 2 Prozent verursachten. Die von der Regierung beabsichtigten Maßnahmen zur Belebung und zum Ausbau der deutschen Wirtschaft blieben auf die Stimmung ohne jeden Einfluß. Die Rückgänge steigerten sich im weiteren Verlause noch infolge des lustlosen Geschäftes. Am Montanmarkt waren besonders Kaliwerte stark gedrückt (bis zu 3 Prozent). Bei den sonstigen Werten dieser Gruppe stellten sich Rückgänge bis 1 Prozent ein. Farbwerte gaben weiter 1 Proz. nach. Goldschmidt minus 2Proz. Auch Elektrowerte eröffneten in schwacher Haltung, Schlickert minus 2 Proz. Eine Ausnahme bideten hier Mainkraft, die um 3 Proz. gebessert lagen. Bankaktien hatten neue Kursabbröckelungen zu verzeichnen. Die Abschwächungen hielten sich bei diesem Gebiet allgemein in engen Grenzen, nur Reichsbankanteile fielen durch eine stärkere Abschwächung von 2 Proz. aus dem Rahmen. Von Schiffahrtswerten gaben Nordllohd 2,25 und Hapag 1 Proz. nach. Auto-Aktien waren leicht abgeschwächt. Daimler minus 0,7, Kleher minus 0,25. Von Zellstoft-Aktien hatten W.ckd-
hos eine ftarfe Einbuße von 4 Proz. aufzuweisen. Deutsche Anleihen hatten nur geringes Geschäft und setzten die rückläufige Bewegung fort. Pfandbriefe lagen ziemlich unverändert. Von ausländischen Renten fanden Russen bei weiterhin anziehenden Kursen regeres Znteresse, während alle anderen Werte dieser Gruppe sich der schwächeren Tendenz anschlossen. Der Freiverkehr zeigte gehaltene Kurse. Api 0,4. Dek- kerstahl 46, Deckerkohle 60, Benz 39,5, Brown- Boveri 73, Growag 56, Hansabank 58, Krügers- Hall 91, Kabel Rheydt 105, Ufa 66, Afra 68,5 Prozent. 3m späteren Verlaufe wurde die Stimmung etwas freundlicher. Unter Schwankungen machten sich infolge von Rückkäufen der Sprfu- lation leichte Kursbesserungen bemerkbar. Wesentliche Besserungen waren damit jedoch nicht verbunden und die vorher eingetretenen Verluste formten nicht aufgeholt werden. Der Geldmarkt ist weiterhin sehr flüssig. Tagesgeld war zu 5 bis 5V3 Proz. reichlich angeboten. Monatsgeld 6 bis 8V2 Proz. je Adresse. Bankdiskonten 5Va Proz.. Znduftrieakzepte 63/t bis 7 Proz. Der Devisenverkehr stand im Zeichen des neuen starken Frankensturzes. Parf8 gab gegen London auf 136,50 nach, d. h. 14,5 Pf. für den Franken. Das englische Pfund liegt gegen Kabel unverändert fest mit 4,86V-.
Börsenkurse.
109'
128'
122
122'
7
«.75
76,5'
| 131- 1131.5'
68
126
103
41,75
129,5' 131'
79'
93'
40 25
84.4
99'
7,12
147,9
109'
128.5
128'
31
34
41
34.3
125 2'
68,25
88.75'
85,5* 109'
113 7 lli
149'
1U9' 129' 128,5'
5 5
104
42.5
43 25
93
96,25'
121,1’
85 25
100
6 9
0,033
96,5'
83.5*
63.25
30,25
6
105
95'
82 5'
130 5* I
133 2' I
130'
132,2'
127' 71
54,5 , 76 I
92,12 i
96.75* 83'
86 83*
10')'
41,25
85
22 5
30
148* ।
109.2*
129'
12 ,7*
62' 100*
40
84,25
20 '
41 |
96.5 1
64
126,5'
70,25
74,5
122,7'
86.2
100,2'
t ,9 0 033
88.25'
3,5
45.12
89 5'
89,5 IW
116
119
36 1
78.25
67,5
89.6 81'
85.5*
42.25
45'
87 25'
87,5'
107.5'
114.5
34 75
47.5*
7r),75'
77.9'
82,5
86.5*
43
45.4
89 4'
89 4*
109 7’ 116,5* 119,75
36 48.5
<7*
79 75*
85
5,62 1
106 i
42 5
44,25 ।
Berliner Handelsgesellschaft ■ Commerz- und Privat-Bunt Darmst. und Nalionalbant ■ Deutsche Bant. .
Deutsche Bereinsbank .... Disconto Connnandit Metallbant Mitteldeutsche Creditbank. . Ccftertcfdiifdie Creditanstalt Westbant .......
Bochumer Guß ..... Buderus . .......
Caro '
»-Luxemburg irchener Bergwerte. .
Öener Bergbau verte Aschersleben....
Kaliwert Westeregeln .... Laurahütte ...... Lberbedars Phönix B r^'oau ..... Rhetnstahl ■ ... o ..... Riebeck Montan ....... Tellus Bergbau. .....
Hamburg-Amerika Paiet.. . Norddeutscher Llovd . . . . Cheramische Werse Albin . . Zementwerk Heidelberg .. . Philipp Holzmanu......
Anglo-Cont-Guano Chemische Mayer Alapin . . I. ®. Farbcnindustrie, A.-G. Goldschmidt..........
Holzverkohlung Rütgerswcrke Scheideanstalt «llc,. ElettrtzitStS-Gesellschast Bergmann .........
Mamkrastwerke ....... Schuckert • • • . Siemens 4 Halste ......
Adlerwerte Kleyer ...... Daimler Motoren. ..... Hevlignrstaedi . .. Meguin Motorenwerte Mcmnbeim . Frankfurter Armaturen . . Konscroensabrit Braun . . . Metallgesell'chast Frankfurt. Del. Union A.-G. . . . . .
Schuhfabrik Herz Sichel. . Zellstoff Waldhof ..... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .
48 | 77* ....
79' I 78,62* 86 -
78,5
67,25
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlu,• 1
Kur» 1
idlt-c. Kur»
Schluß. lAnfang Kur, 1 1'(-
Datum: |
18 2. |
19.
18 2
19 2
5% Deutsche Reichsanlethe •
'.4175
0.4
0,425
0.44
4% Deutsche Reichsanleihe .
—
0.44
8Vg0/n Deutsche Reichsanleihe
0,412
—
0 4125
0,43
3% Deutsche Reichsanleibe - Deutsche Svarprämienanlethe
0.41
0 26
_
0,65 0.27
0,63
4°/0 Preußische Konsols ■ . .
' .4125
—
0 42
—
4° 0 Hessen.........
0.4
—
0.1
—
3Vi°/o Hessen..........
3°/o Hessen ...........
—
—
0.39
—
0 39
-
Deutsche Werth. Dollar-Anl.
90,25
—
92
dto. Doll-Schatz-Anweisng.'i
99,05
—
99
4°/0 Zolltürken.........
11.1
11
5% Goldmerikaner ... .
42
40 75
—
Deüisemnartt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
18 Febr.
19. Febr.
Amtliche Noti rung
Amtliche Notierung
Meld
Brief
(peld
«rief
Amst.-Rou
168.11
168,63
168,09
168,51
Buen.-Atres
t .720
1.24
1.711
1,715
Brfs-Antw
19.07
19,11
19 07
19,11
Christiania. Kopenhagen
87,67
87.89
87,71
87,93
108,54
108,93
108.68
108.96
Stockholm .
112,28
112,66
112,25
112,53
Heliingfors.
10,651
10,591
10.551
10,691
Italien. .
16.92
16,96
16.88
16H2
London. .
20.40 t
20,455
30,402
20,453
Neuyork . .
4,195
4,2'15
4.195
4,205
Paris. . .
15,28
15,32
14.96
15,00
Schwei; . .
80,78
60.98
80 87
80.97
Spanien. .
69,18
59,32
59.13
69,27
Japan .. .
1,943
1.947
1,932
1,93'i
Rio de Jan. Wien in D--
0.621
0,623
0 628
1.830
Öest- abgest
59,03
69,17
59,01
59,18
Prag ....
12.421
12,461
12.415
13.45a
Äelgrad . .
7.38
7.40
7.89
7.41
Budapest. . Bulgarien
5,878
8,055
5,89 t
3,063
6,872
3,052
5,893
8.062
Lissabon
21,245
:1,295
20 24.>
20,295
81.10
Danzig. . .
80,90
81.10
80 90
Konst.nttn.
2,1 5
3.195
2,185
2,195
Athen.
5.99
6 01
6.04
6 06
Canada. . .
4.178
1,188
4,178
4,188
Uruguay . •
4.825
4,335
4,325
4.835
Berlin, 18 Febr
Held
Brief
Amerikanische Note« . . . , Belgische Noten..... . .
Dänische Noten .
Englische Noten ....... Französische Note« ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Ocstcrr. L100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten.....
Schweizer Noten......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ...
1.188
19,00 108.88 20,865
15,86 167,68
16 92 87,50
68,91
112,02
80,68
58,85
12,39
5,84
4,203 19 10
108,93 20,465
15 44
168.53 17,00 87.94 59,21
112,58 81,08 59.15 12,45
5,88
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 19. Febr. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 26 bis 26,25; Roggen, inländischer, 17; Sommergerste für Brauzwecke 20 bis 22; Hafer, inländischer, 18,50 bis 21,50; Mais, gelb, 18,50; Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 40 bis 40,50; Roggenmehl 25,25 bis 25,75; Weizenkleie 9,75; Roggenkleie 10 bis 10,25 Mk. Tendenz: stetig.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 18. Febr. Wider Erwarten lauteten die Liverpooler Anfangsnotierungen heute fester, so daß die Verstimmung infolge des gestrigen Sinkens der Weltmarktpreise an der Ber
liner Produktenbörse etwas wich. Am Lokomarkt sand heute speziell Weizen eine ziemlich kräftige Stütze, die sich aber teilweise auch auf Roggen übertrug, da die ziemlich niedrige Preislage in diesen Artikeln das bereitstehende Material beträchtlich vermindert. Allerdings kann in beiden Getreidearten von einer nennenswerten Ausdehnung der Tlmsätze auch heute keine Rede fein. Gerste und Hafer behält in geringen Sorteni Angebot, doch besteht nur in besten Sorten Nachfrage. Mehl im großen nd ganzen ruhig, desgl. Futtermittel. Zm Lieferungsgeschäft erhielten die ersten Notierungen ein recht uneinheitliches Gepräge. Wahrend die Maisichten sowohl für Weizen als auch für Roggen unverändert lagen, stellte sich Märzweizen 1/2 Mark höher, dagegen Märzroggen auf Realisationen li/3 Mark niedriger. Es notierten per 1000 Kilo: Weizen, märf. 245 bis 248, do. pomm. 245 biS 243, do. März 261,50, do. Mai 268,50, Roggen, märf. 142 bis 147, do. pomm. 142 bis 146, do. März 161 bis 161,50, do. Mai 175 bis 174,50 bis 175, Gerste, märf. 166 bis 190, Futtergerste 137 bis 153, Hafer, märf. 154 bis 164, per 100 Kilo: Weizenmehl 32,25 bis 35,50, RoggenmehL»21,50 bis 23,50, Weizenkleine 10,50, Roggenkleie 9,20—9,40, Viktoriaerbsen 26 bis 33,50, kleine Speiseerbsen 23 bis 25, Futtererbsen 21 bis 23, Peluschken 20,50 bis 21,50, Ackerbvhnen 19,50 bis 20,50, Wicken 21,50 bis 23,50, Lupinen, blau 12 bis 13, do. gelb 14 bis 15, Serradelle 21 bis 22,50, Rapskuchen 14,20 bis 14,75, Leiickuchen 19 bis 20, Trockenschnitzel 8,10 bis 8,30, Kartoffelflocken 14 bis 14,30, Soyaschrot 18,70 bis 18,90.
Bücherttsch.
-- Zum 50. Geburtstag Wilhelm Schmidt- bonns veröffentlicht die „Schöne Literatur" (Herausgeber Will Vesper; Verlag: Ed. Ave- narius in Leipzig; Preis: vierfelj. nur 2 Mk.) eine Studie über den Dichter, die die Persönlichkeit dieses ausgesprochen deutschen Menschen eindringlich vor Augen führt. Zn dem gleichen Heft greift Alfred Brust die Llraufsührungssucht der deutschen Theater an. Anschließend folgen Buchbesprechungen, Neuigkeitsverzeichnisse, 3eit- schriftenschau, Äraufführungsberfchte und Mitteilungen.
— „Die schone Frau", eine neue Berliner Monatsschrift, herausgegeben und geleitet von Robert Heymarm. Sehr abart und geschmackvoll ausgestattet, mit vielen, teilweise sehr hübschen Bildern, geschickt redigiert, witzig plaudernd, nicht nur auf TageSfragen der Mode und Körperkultur beschränkt, sondern mit offenbar auch literarischen Prätensionen, wie die belletristischen Beiträge erweisen, unter denen man etwa die Namen von Schaukal, Zungnickel, Dönsels, ©lei- chen-Rußwurm und A. T. Wegner findet.
Cs entspricht ganz den Strömungen der Zeil, daß die bekannte Monatsschrift „Deutschlands Erneuerung" (Z. F. Lehmanns Verlag, München SW. 4, Preis vierteljährlich M. 3.60) sich nunmehr in verstärktem Maße, ras-- senkundlichen Fragen zuwendet, indem sie die neue Vierteljahrsschrift für deutsches Volkstum: Volk und Rasse ihren Heften einfügt. Zn dem soeben erschienenen Februarheft, das zum ersten Male „Volk und Rasse" enthält, macht uns zunächst Dr. Walter Scheidt (Hamburg) mit den Zielen und Aufgaben rassenkundlicher Forschung vertraut. — Museumsdirektor Prof. Dr. Lehmann (Altona) schildert dann an Hand zahlreicher Bilder die Bevölkerung Nordfrieslands, die sich von allen deutschen Stämmen ihre rassische Einheit am reinsten bewahrt hat. Trotzdem können auch hier verschiedene, wenn auch vorwiegend nordische Typen, festgestellt und ihre Einwanderung auf ®ritttt> geschichtlicher Tatsachen nach^wieftn werden. Don beW herumziehenden Händlern, Kesselflickern usw., den sog. „Zenischen Leuten", die sich ihre eigene Sprache gebildet haben und z. T. in geschlossenen Ansiedlungen wohnen, erzählt uns E. Wittich (Cannstatt). Eilhard Erich Pauls entwirft in seinem Aufsatz: Der richtige Berliner Anno 48 ein Bild der Psyche des damaligen Berliners und seiner Einstellung zur Revolution. Schließlich seht die Zeitschrift einen Preis von 300 Mark aus für die beste Arbeit über mittelalterliche Ansiedlungen fremder Kolonisten in Nordwestdeutschland.
— D ie Alkoholfrage in der Religion, Studien und Reden, herausgegeben von D. E. Rolfss, Osnabrück und Pros. D. Hans Schmidt, Gießen. Heft 3. Professor D. vr. Hempel: Mystik und Alkoholekstase. Neuland Verlag, Hamburg 30.
Eingesandt.
(Für Form und Znhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Stadl und Anlennengebühr.
Wenn ein Rundfunkempfänger mit seiner Antenne eine Straße überspannt, erhebt die Stadt von ihm eine jährliche Anerkennungsgebühr. Wenn ein Rundfunkempfänger den Garten seines Nachbars überspannt, erteilt dieser die Erlaubnis unent- geltlich. Warum ist die Stadt weniger entgegenkom. mend gegenüber ihren Bürgern in einer Sache, die sie doch nichts kostet? Jedenfalls würde die einmalige Erhebung einer Anerkennungsgebühr genügen. Damit, daß sich die Stadt den jederzeitigen Widerruf der Genehmigung oorbehält, und der Antennenbesitzer für alle etwaigen Schäden haftet, ist doch für alle Möglichkeiten vorgesorgt. F.
Rundfunk-Programm
deS Frankfurter SenderS.
(Aus der „Radio-Umschau".) Samslag, 20. Februar:
3.30 bis 4 Ähr: Die Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranz (Liedervorträge, Frankfurter Schulen). 4.15 bis 5.45 Ahr: Konzert des Hausorchesters: Musik aus Dachs Zeit. 5.45 bis 6.15 Ahr: Die Lesestunde (für die reifere Zuaend): Aus dem Roman „Die Regulatoren in Arkansas" von Friedrich Gerstäcker. 6.15 bis 6.45 Uhr: „Eine ungarische Bauernhochzeit", Vortrag von Eugen Lewin-Dorsch. 6.45 bis 7.15 Ufjr: »Die Wirtschaftstheorien vom Merkantilismus bis zur Gegenwart. IV: Der Sozialismus", Vortrag von Diplomhandelslehrer Erwin Beyer. 7.15 bis 7.45 Ufjr: Stunde des Südwestdeutschen Radio- Klubs: Spezialvorfrag. E. Decker: „Die Wahl der Röhren". 7.45 bis 8,15 ülhr: Stunde des Frankfurter Dundes für Volksbildung: „Die körperlichen Grundlagen der Vererbung", Vortrag von Dr. Ankel. 8.15 bis 9.15 Uhr: Zeitgenössische Musik. 9.15 bis 10.15 ilfjr: Orchester-Scherze. Anschließend bis 12 llbr: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.


