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Von besonderem Interesse ist ou3 der Beratung .»in sozialltemokratifcher Antrag, der von der Stadtverwalturrg innerhalb sechs Monaten Vor­schläge zur Benennung einer Strafte als F.r ied - rich-Ebert-Straße, durch die der erste Reichspräsident geehrt werden solle, verlangt. Für diesen Antrag stimmen 18 Mitglieder des Hauses (Sozialdemokraten. Demokraten und der Kommunist), dagegen stimmen 19 Mitglieder der übrigen Fraktionen. Stadtv. Dr. Kraus- müll e r (D. D.) erklärt zur Begründung dieser Stellungnahme, man habe den Antrag nur des­halb abgelehnt, weil er die befristete Zeitangabe enthal e. Lbrrbürge m.ister Keller erll-rt, dem Wunsche der Antragsteller werde baldmöglichst entsprochen werden.

kleinere Vorlagen.

Einer Aenderung der Vergnügungs­steuer (Anpassung an reichsgesehliche Bestim­mungen) wird glatt zugestimmt, da es sich nur um eine Formsache handelt.

Der Gesellschaft Liebig-Museum wird ein einmaliger Zuschuß zu Instarrdsehungsarbei­ten von 1000 Mk. bewilligt.

Zur Hrtterstühung der Hessischen Künstler- Hilfe wird der Anka uf von Kun st Werken von hessischen Künstlern bis zum Be­trage von 1000 Mk. genehmigt. Ferner wird beschlossen, die Tvautscholdsche Vorstudie zum Rhenanrnbild zum Preise von 200 Mk. zu er­werben.

Einem Nachtrag zum O r t s b a u st a t u t für das Gebiet westlich der Frankfurter ©trabe von der Alicestvahe bis zur Strafte Am Weiher stimmt man zu.

Der in der Gebührenordnung zur Friedhofs- und Degräbnisordnung vorgesehene Zuschlag von 25 Prozent für Auswärtige zu den Kosten für die Feuer­bestattung wird nicht erhoben, wenn ein Leichenwärter oder eine Leichenwärterin nicht in Anspruch genommen wird und die Stellung des Leichenwagens n'cht erfolgt.

Eine Neufassung des Abs. 3 § 4 der Crb - bauverträge wird genehmigt.

Der von der Krofdorfer Strafte abzweigende, nach Gleiberg führende Weg erhält die Bezeich­nung Gleiberger Weg. Mit der Gebäude­nummerierung nach dem Vorschlag des Stadt­bauamts erklärt man sich einverstanden.

Für die K r a f t p o st l i n i e G i e ft c n Kleebachtal übernimmt die Stadt die Hälfte der erforderlichen Garantiesumme. Die andere Hälfte wird bekanntlich von den beteiligten Land­gemeinden gemeinsam getragen.

Zur Bekämpfung der Schnaken im Winter werden 1500 Mk. zur Verfügung gestellt.

Zur Einführung der Zentralheizung in den Auto schuppen der Feuerwache wird ein Kredit von 2000 Ml. bewilligt.

Für die 11 f e r b e f e st i g u n g in der Bade­anstalt des Männerbadevereins in der Lahn werden 1500 Mk. vorgesehen. Die Beton- schuhwand soll um etwa 25 Meter verlängert werden.

In dem städtischen Hause An den Bahn­höfen 3 4 wird elektrische Beleuchtung ein- geführt. Kostenpunkt 150 Mk.

Für die Erweiterung des städti­schen Pslanzgartens um 1500 Quadrat­meter werden 2500 Mk. zur Verfügung gestellt.

Die Stadt Gehen beteiligt sich an den Her­stellungskosten der Klischees für das Kunftheft Mit den schön st en Ansichten der Lahn von der Quelle bis zur Mündung" mit einem Betrage bis zu 300 Mk. Sladtv. Schwi e- der bittet bei dieser Gelegenheit die Stadt­verordneten, sie möchten als Vertreter den Allgemeinheit auch Mitglieder des Siebener Verkehrsvereins werden, da dieser doch gemeinnüh'ge Bestrebungen verfolgt. Das gleiche Ersuchen richtet er an die Geschäftswelt, die ebenfalls zum groben Teil noch lau oder ganz gleichgültig der Arbeit des Verkehrsver­eins gegenübersteht. Der Erfolg der Werbearbeit des Verkehrsvereins kommt letzten Endes doch i allen Bürgern zugute. In nehmenden Worten . weist der Redner auf die tatkräftige Mitarbeit F des Beigeordneten Dr. Hamm im Verkehrs- veretn y n, oer trotz seiner sehr starken Inair- » sprr.chnahme durch vielerlei Dienstgeschäfte sich doch in we tgehendster Weise auch noch der Ar­beit des Verkehrsvereins widmet. Hoffentllch findet dieses Beispiel recht eifrige Nachahmung.

Tie Erd- und Maurerarbeiten für die Wohnungen an der Margareten» Hütte werden dem Bauunternehmer Gg. D e k- ter und der Bauhütte zu den seitherigen Preisen im gleichen Verhältnis übertragen. Der kommunistische Vertreter kritisiert bei dieser Gelegenheit an der Schaffung dieser^ Notwoh­nungen, und will Klagen darüber gehört haben. Eine ganze Anzahl anderer Redner weih indessen nur von befriedigenden Äußerungen der Be­wohner zu berichten.Der kommunistische Kritiker macht keinerlei Vorschläge, wie das dringende Problem der Unterbringung der Exmittierten anders und besser zu l.sen sei, er verlang aber Einstellung dieser Notbauten.

Einige Daugesuche werden antragsgemäß erledigt, ebenso einige Schankkonzessions- gesuche.

Tie Rechnung der Stadtkasse für Rj. 1922, sowie des Wasserwerkes für Rj. 1924, des Gaswerkes für Rj. 1924 und deS Ar­beitsnachweises für Rj. 1924 werden ge­nehmigt.

Iveihnachtsbelhilse für die Beamten.

Aus Antrag des Finanzausschu ses wird be­schlossen. den städtischen Beamten die gleiche Weihnachtsbeihilfe zu gewähren, wie sie die Reichßbeamten vom Reiche erhalten.

Mitteilungen.

Oberbürgermeister Keller teilt mit. daß ein Antrag Fischer bett. Aufwertung der städtischen Anleihen vorliegc. Die An- gelegcnh.it f:i im Fluh, sowohl innerhalb der Stadtverwaltung, wie auch beim hessischen Städtetag. Man müsse aber noch auf die Ent­scheidung des Treuhänders warten. Es ist zu hoffen, daß die Frage bald erledigt werden kann. Aus Bemerkungen von Stadtverordneten ist zu schließen, daß außer dem Antrag Fischer noch weitere Anträge in der gleichen Richtung von anderen Parteien vorliegen.

Beigeordneter Dr. Hamm bemerkt zu Be­schwerden über Verzögerung der Regulie- cungSarbeiten im Klingelbach, daft daran nur einige Grundbesitzer schuld sind, die alle möglichen Hemmnisse schaffen. Die Klagen müßten gegen die betreffenden Anlieger, aber nicht gegen die Stadtverwaltung erhoben werden, die gerne dort vorwä.tskommrn wolle, die Wider­stände aber noch nicht habe beseitigen können.

Turnen, Sport und Spiel

Was der Sonntag bringt

Norden:

Freien Turnerschafl

Die erste Mannschaft der

Süden:

Lahn-

ber

mehr

Spiel verlieren

als ein

Spiele

Tatra!

Gemeinschaftsfahrt des Skiklub Lauerland.

Tore 45:20 21:18 29:23 25:15 18:17 28:26 26:27 15: 14 22:39 24:38 15:28

tz.

für

erteilt Wil- Kaiserstr. 90.

28:7 18:22 17:23 16:15

12:10 10:33

Leistung noch werden.

Punkte

18

16

15

14

12

9

8

7

7

6

2

Alljährlich Skitouristik im des Facharztes (Ruhr) steht. Sauerland mit

11

11

12

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10

10

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6

11

10

11

Hohe

Stadtv. Balzer (Mittelste-Vgg.) beschwert sich darüber, daft der®teftmer A.izeiger" kürzlich eine Mitteilung über die Ausarbeitung eines Diehhofprojekts durch das Dauamt ge­bracht habe, von der man den Stadtverordneten nichts mitgeteilt habe; er ersucht, doch immer erst die Stadtverordneten zu unterrichten. Bei­geordneter Dr. Hamm antwortet, die Ange­legenheit sei wiederholt im Ausschuß beraten worden, der Niederschlag davon sei die Aus-

Dr. W ä ch t e r hat eigens im Sommer das Gebiet bereist und konnte feststellen, daß es sich für den Skisport in jeder Weise eignet. Man kann in den Bergen der Hohen Tatra sowohl Mittelgebirgs­touren machen, als auch mit dem Ski m d e Alpine Region vordringen und Besteigungen ausführcn. Wenn die Hohe Tatra als Skigebiet in Europa noch nicht so bekannt ist, so liegt das an der Lage dieses Gebirges, das im Osten der Tschechoslowa­kei ein deutsches Bällchen beherbergt, die Zipser Deutsche, deren Abstammung auf rheinischen Ursprung zurückgeht.

Schiedsspruch in der Schuhindustrie.

WSR. Frankfurt a. M., 16. Dez. Wie au> Berlin berichtet wird, wurde heute in dem Lohn­st r e i t in der deutschen Schuhindustrie von der im Reichsarbeitsministerium tagenden Spruchkammer em Schiedsspruch gefällt, der für die Zeitlohnarbeiter und einen Teil der Akkord­arbeiter eine Lohnerhöhung von ungefähr 11 v. H. für die Zeit vom 20. Dezember 1926 bis zum 30. Juni 1927 Vorsicht. Die Parteien haben sich dis 20. De- gember zu erklären.

wundervolles Skigebiet kennen zu übergehen lassen werden. Auskunft Helm Schumacher, Mülheim-Ruhr,

Bezirksligavorschau für Hessen-Hannover.

Ein verhältnismäßig starkes Programm den kommenden Sonntag vorgesehen. In

veranstaltet der Ausschuß für S. K. S., der unter der Leitung Dr. Fritz Wächter- Mülheim eine Gemeinfchaftsfahrt. Das feinen unsicheren Schneeverhält-

Heuchelheim verpflichtete sich für den Sonn­tag Gäste aus dem Taunus. Nieder-Esch- bach gibt den Gegner ab. Heuchelheim zählt mit zu den besten Mannschaften des 3. Bezirks und wird von den Gästen, zumal auf eigenem Platz, kaum zu schlagen sein. Die Jugend des Plahinhabers spielt vorher gegen die 2. Mannschaft Rodheims. Hier ist frag­lich, ob die gröftere Spielerfahrung der Heuchel­heimer ausreicht, der körperlichen Heberlegenheit der Rodheimer Herr zu werden.

Verein

Germ. Marburg Gießen 1900 Herborn Ockershausen Franlenberg Butzbach B. C. Wetzlar * F. C. Wetzlar Niedergirmes Gladenbach Dillenburg

In die

günstige Gelegenheit, ein n:uo8, und nach den vorliegenden Berichten und Bildern geradezu lernen, vor-

nissen bietet nicht genügend Gelegenheit zu aus­gedehnten Fahrten auf dem Ski. und so ist es erklärlich, daß die Mitglieder des großen West­deutschen Skiverbandes in das Hochgebirge stre­ben. um in Sonne und Schnee die Freuden der winterlichen Dergwelt auszukosten.

Im letzten Winter war das Ziel dieser Tourenfahrt die schneereiche Dergwelt um Wol­kenstein, das Land der stammverwandten Süd­tiroler.

In diesem Jahre ist ein anderes Gebiet ge­wählt worden, und zwar die Hohe Tatra.

Die diesjährrae Gesellschaftsfahrt wird am 12. Februar 1927 beginnen und bis 8um 6. März dauern. Standquartier ist das Hotel Kriva.a am Tschirmer See, 1356 Meter hoch gelegen. Ziel der Touren sollen die zahlreichen Hochtäler in der Umgebung des Tschirmer Sees sein. Gipfeltouren sind in die Krivungruppe und di? Mengsdorfev gruppe In Aussicht genommen. Weitere Touren werden erschlossen durch die auch im Winter be­triebene Tatrabahn, durch die man leicht den Polnischen Kamm. Schmecks mit dem GroßenKohb- bachtal und dem Mittelsten Gebirge und Tatra- Lomnitz mit dem Grünen Serk:ssei erreichen kann.

Die Teilnehmer der Fahrt werden in einzelne Gruppen geteilt, die je nach ihren Fähigkeiten unter einem Führer Touren machen. Die Hinreise wird über BreslauOd rbergSiltein angetre­ten, während die Rückreise wahlweise über Prag oder Wien erfolgt. Da das Hotel eigens für den Skiklub Caucrland geöffnet wird, muh natürlich eine möglichst große Te InehrnerAahl zu der Fahrt melden. Es ist auch nicht daran zu zweifeln, daß die westdeutschen Skiläufer aus dem S. K. S. die

BezirMiga II.

Interessant ist die Veränderung in

arbeitung des Vorprojekts. Ihm sei es unver- Ländlich, wie die Information nach außen ge­tragen worden sei. (Wir haben keinen Aellaß, uns in dieses Frage- und A.ttwortspiel einzu­mischen. Unfere Aufgabe ist es nur und wird es stets sein unsere Leser über die Vorgänge in der Stadt auf dem ßaufenben zu halten. D. Red.)

Schluß der öffentlichen Sitzung. Es folgt eine nichtöffentliche Beratung.

3. Bezirk des Gaues Hessen der D. T.

Am vorigen Sonntag fand inNidk> a in der neuen, geräumigen Turnhalle eine Bezirks­vorturnerstunde statt. Unter Leitung der Dezirksturnwarte Z e s ch k h - Schotten und Reih- Langsdorf wurden die für 1927 vom Gau vorgeschriebenen Freiübungen und die für das Winter-Gcrätewetturnen bestimmten Hebungen an Reck, Darren und Pferd durchgetumt. Beim anschließenden Kürturnen an den Geräten wur­den prächtige, neuartige Hebungen gezeigt. De- zirksturnwart Zeschky lieft durch anwesende Kampfrichter die Hebungen werten. Auch das muft gelernt und geübt werden. Darum läßt sich der Bezirk die Ausbildung von Kampfrichtern angelegen fein.

Am Nachmittag traten die Vorsitzenden der Dezirksvereine, von denen nur Gedern und Mer» kenfrih fehlten, zu ihrer Dezirkstagung zu­sammen, zu der sich auch Vorturner eingefunden hatten. Dezirksvertreter Wolf- Hnter-Dchmitten eröffnete die Tagung und gedachte des verstorbenen Kreisvertreters Schmuck-Darm­stadt, dessen Andenken die Versammelten in üblicher Weise ehren. Dann gab der Vertreter einen Bericht über das turnerische Leben im Bezirk, das von einigen Ausnahmen abge­sehen auf beachtenswerter Höhe steht. Neue, sehenswerte Turnhallen erstanden in Nidda und Freien feen, während in Schotten der Grundstein zu einer neuzeitlichen Halle gelegt wuroe. Zeschkh - Schotten und Steller- Hungen sprachen ergänzend über die Vorturnerstunden und das Drzirksturnen in Hungen. Koch- Nidda berichtete über den Kreisturntag in Wies­baden, auf dem Gauvertreter Pfeiffer- Wetzlar zum Kreisvertreter gewählt wurde. Ein Glückwunschschreiben, von allen An­wesenden unterzeichnet, wurde anunfern Pfeif­fer" abgesandt. Ein heikles Kapitel für alle Turnvereine Hnfall- und Haftpflichtversiche­rung wurde ebenfalls von Koch-Nidda ein­gehend behandelt. Er empsasg allen Vereinen den Anschluß an die preußisch: Iugendwohlfahrts- pflege, die für geringe Beiträge ausfallend hohe Hnterstützungen zahle. Beim Gau soll der Antrag eingebracht werden, alle Gauvereine bei der vorgenannten Anstalt zu versichern. Zum 2. De­zirksvertreter wurde St eil er-Hungen einstim­mig gewählt. Das Winter-Gerätewett- turnen soll am 13.März in Freienseen, das Dezirksfest mit volkstümlichen Wett­kämpfen am 29. Mai in Hirzenhain abgehal­ten werden. Der Frühjahrs-Gelände- l a u f am 1. Mai wurde Dettenhausen über­tragen.

ist, _ -

erster Linie ist der Lokalkampf Hermannta

gegen Kurhessen Kassel zu nennen, der von erhöhter Bedeutung gewesen wäre, wenn Hermannia sich nicht alle Chancen auf die Spitze durch feine Niederlage gegen V. f. D. Gießen ver­scherzt hätte. Wer die Tabelle kennt, weiß, daß Hermannia im Falle eines Steges mit Kurhessen punktgteich geworden wäre. So kann es günstig- stenteils nur den Abstand verringern. Kurhessen wird sich wohl seine derzeitige Vormachtstellung kaum nehmen lassen. Der Sieger ist in diesem Lokaltressen nicht ohne weiteres vorauszusagen. In einem weiteren Spiele der Gruppe Süd treffen sich in Gießen V. f. D. und H e s s e n 09 Kassel. Diesmal haben die Gießener Dewe» gungsspieler bestimmt keine leichte Aufgabe zu lösen. -Die Kasseler Hessen sind der einzige Ver­ein, der es unter normalen Hmständen noch mit Kurhes'en, nach Punkten gerechnet, aufnehmen kann. Die Hessen werden also wohl alles daran sehen, sich dieser Chance nicht durch eine Nieder­lage in Gießen zu begehen. Hm so erfreulicher wäre es, wenn es den Gießenern gelänge, zu fieqeft. Mit ihrem in letzter Zeit gezeigten Eifer und der nötigen Sorgfalt liegt ein Gießener Sieg durchaus im Bereiche der Möglichkeit.

In der Nordgruppe stehen drei Spiele an. Sport Kassel gegen Münden auf Sports Platz ist für die Kasseler unschwer zu gewinnen. Die Mündener sind fein ernsthafter Gegner. 03 Kassel muß nach Einbeck, zu dem Sport"-Bezwinger, sollte sich aber die Punkte nicht entgehen lassen. Der anerkannt große Eifer der Einbecker ist trotzdem kein Aequivatent gegen die Techniker 03'8. Einen ungleich härteren Kampf wird es in Göttingen geben. Die S. V g. empfängt Tur a Kassel und damit einen gleichstarken Gegner, wenn nicht Göttingen durch den eigenen Platz knapp im Vorteil ist.

D. f. B.

(-) Kommenden Sonntag findet für die dies­jährige Spielsaison das letzte Verbandsspiel der Dezirksliga (1. Ligaklasse) in Gieften statt. Hesse n" 09 Kassel ist 6er Gegner. Der Ausgang dieses Treffens ist außerordentlich be­deutungsvoll, da er mitentscheidend ist für die Besetzung der zweiten Stelle der Tabelle, die zur Tellneahme an einer weiteren wichtigen Ver­band sspielserie, der sog.Runde der Zweiten" berechtigt. Es wird einen hartey Kampf zweier gleichwerttge Gegner geben, aus dem derjenige als Sieger yervorgehen wird, der sein Spiel mit Ruhe und Heberlegung aufbaut und von feinem gewohnten System keinen Augenblick ab- weicht.Hessen" 09 war anfangs d. 2. schon ein­mal auf dem Waldsportplah zu Gast und mußte sich damals eine 3: 6 Niederlage gefallen lassen, konnte sich jedoch beim Verbandsvorspiel vor einigen Wochen durch einen klaren 3:0-Sieg glänzend revanchieren. Auch in seinen übrigen Verbandsspielen hatHessen" bis jetzt sehr gut abgeschnitten. Die D. f. D.-Mannschaft wird altes Können auf bi et en müssen, wenn sie erfolgreich sein will.

Die ÖigarefetDe hat sich Aßlars Erste zum Rückspiel hierher verpflichtet.

Alle übrigen Mannschaften sind spielfrei, um Zeuge des letzten Punktkampfes der Liga sein zu können.

Lahnkreisliya.

h. Don den ursprünglich angesetzten fünf Tref­fen wurden drei äbgesetzt und ein neues Spiel vorgesehen. Letzteres ist mit Herborn gegen Gladenbach besetzt, in dem die Herborner als Platzverein knappe Sieger bleiben wollen. Auch Ockershausen gegen Nieder­girmes in Ockeröhausen dürfte dem Platzin­haber keine Sch Gierigkeiten machen. Unter nor­malen Umständen sind die Ockerhäuser einwand­frei bester. Der V. f. R. Butzbach hat sich in letzter Zeit zu einem beachtenswerten Gegner herausgemacht, bet dem F. C. Wetzlar das S'eaen nicht leicht machen sollte, wenn auch die Wetzlarer Platzverein ssind. Es ist sogar sehr 'eicht möglich, daß die Wetzlarer, die mit Er­satz für ihren Torhüter anzutreten gezwungen sind, den kürzeren dabei ziehen. Auf jeden Fall dürfen die F. C.er bei ihrer relativ günstigen Stellung keine Punkte mehr verlieren, wenn sie noch ernste Abrichten auf die Meisterschaft haben.

Sptelücretnigung 1900 Kietzen.

ö. Am kommenden Sonntag fallen die Jugend­spiele anläßlich des goldenen Sonntags aus, da fiele Spieler und Schiedsrichter geschäftlich tätig sein müßen. Die 3a- (Lehr-) Mannschaft fährt zum Rückspiel nach Sinn, die L i ga­re s e r o e zu einem Gesellschaftsspiel nach Ehringsbausen bei Wetzlar. Man erhofft beide Mannschaften in Front. Sonst ruht der Spiel­betrieb.

Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund. ~

Die Kreisspiele.

£, Am Sonntag finden die ersten Spiele der Nachrunde um die Kreismeisterschaft statt, nach­dem der vorige Sonntag für die Mannschaften, die hieran beteiligt find, spielfrei gelassen war. Gießen tritt gegen Hanau in Hanau an. Die Mannschaft nimmt zwar zum erstenmal wie­der den Kampf in ihrer alten Aufstellung auf, fraglich erscheint aber, ob sie sich sofort zu ihrem alten Elan aufschwingen kann. Das Vorspiel der beiden Vereine endigte unentschieden 1:1. Die nachfolgenden Spiele zeigten Hanau In auf stei­gender Linie, so daß diesmal die Mannschaft ver­suchen wird, ein günstigeres Resultat herauL- zuhvten.

In Wiesbaden treffen sich V. f. R. Wies­baden und D. f. L. Bornheim. Wiesbaden hat sich in der letzten Zeit zwar recht gut her­ausgearbeitet, dürfte aber gegen einen so alten Kämpen, wie ihn die Bornheimer stellen, kaum aufkommen. Daran ändert auch die Niederlage Domheims gegen Mörfelden nichts.

In einen aussichtslosen Kamps begibt sich Friedberg, dessen Mannschaft Mörfelden, iten Bezwinger Bornheims, zu Gast hat. Dabei verfügt die Mannschaft über recht gutes Können, leidet aber an einem großen Fehler: sie bat für derartige ©biete au schwache Nerven. Damit besiegelt die Mannschaft ihr Schicksal zumeist von vornherein selbst.

Aus dem Bezirk.

Der /V-Klassen-Anwärter Gießens, die Id. tritt auf dem Trieb gegen die außerordentlich spielstarke 1. Mannschaft Naunh eims an. Die Siegesaussichten Gießens sind zwar gering, aber als Gradmesser für die Fähigkeit zur Teil­nahme an der 1. Klasse ist der Ausgang des Spie­les recht interessant. Vorher spielen die zwei - t e n Ma nnschas ten der gleichen Vereine, wo­bei es ebenfalls nicht überraschen würde, wenn man Naunheim in Front sieht.

Ein ebenso interessanter Kampf findet in Wieseck statt, wo die dortige 1. Mannschaft gegen die 1. Mannschaft Daubringens an*, tritt. Daubringen repräsentiert stärkste 2. Klasse, und konnte das Vorspiel gegen Wieseck unent­schieden halten. Auf eigenem Platze werden die Wiesecker wohl Sieger bleiben. Im vorher stattfindenden Spiel der Iugendmannschaf- t e n beider Vereine wird wohl die Jugend Wiesecks ohne Zwe.fel die erfolgreichere fein.

Tabellenstand in Hessen-Hannover.

Bezirksliga I.

h. Die letzten Spiele haben eine ziemliche Veränderung im Tabellenstand hervorgerufen. Die Spihenfhürer festigten ihre Stellung entschieden und sind unter besonders günstigen Hmständen noch einzuhvlen.

labelle. Die bisher unbedrohte Führung der Mar­burger Germanen ist durch ben glänzenden Sieg der 1900er Gießen vom vorigen Sonntag er­heblich bedroht, zumal die Aussicht besteht, daß die Marburger mit ihrer am Sonntag gezeigten

Gerichtssaal.

Raffinierter Schwindler.

WSN. Kasse l, 16. Dez. Dor dem hiesige« Schöffengericht hatte sich der Handlungsgehi.fe Hermann Scharf aus Erfurt zu verant­worten, der früher einer der Führer des Frei­korpsLühow" war. Bei der Auflösung M Freikorps eignete er sich die Stemvel an und benutzte sie zu umfan greichen Betrüge­reien, bei denen noch andere Kumpane mit* wirkten So verübten sie gemeinsame Betrüge­reien in München, Erfurt, Dresden, Magdeburg und Hannover. Bei dieser Tour verschwand schließlich einer seiner Genossen nach dem andern, bis Scharf allein in Kassel landete, wo er sich in einem Hotel am Bahnhof einmietete, um so­fort seine Schwindeleien wieder zu beginnen. Nach seinen Angaben sollte in Kassel ein großer Kongreß der Lützower stattfinden Er bestellte bei vielen Gastwirten und Hotelbesitzern Zimmer für 2000 Personen Sale und große Festessen, ließ sich bei dieser Gelegenheit frei bewirten und veranstaltete eine Sammlung zugunsten der Freischar Lühow, wobei der Betrüger namhafte Summen erbeutete, die er für sich verbrauchte. Die Sache ging lange Zeit hindurch gut. bis schließlich der Schwindel doch anS Tageslicht kam. Wegen Betrugs im Rückfall wurde Scharf zu iy8 Jahren Gefängnis verurteilt.

Verein

Spiele

Punkte

Tore

Sp. V. Kassel

9

16

38:12

Sport

10

13

27:22

Tura

9

11

29:17

05 Göttingen

11

11

20:14

03 Kassel

8

10

33:21

S. Vg. Göttingen

11

9

25:30

Einbeck

11

6

28:47

Münden

9

2

15:50

Kurh. Kassel

8

13

V. f. B. Gieften

9

10

Herm. Kassel

8

9

Fulda

8

8

Hess.-Kassel

6

7

Marburg

9

1