Einzelbild herunterladen

$ü.nne uni> gieouge Dächer. Das ganze licht etwas englisch ans. ober die Seine Führerin meint, dies sei ja normannischer Stil und die Franzosen seien recht böse, wenn man es für englisch hält.

Jeder der hier wohnenden Stichenten und jede Studentin hat ein eigenes Zimmer, das außerordentlich schön, wenn auch einfach, möbliert ist. die Zimmer in dem Studentinnenpavillon haben einen kleinen Aebenraum cabinet de toilette mit kaltem und warmem Wasser, die Räume der Studenten haben nur fliehendes kaltes Wasser. Wie wunderbar, wie sorglos muh es sich in diesen luftigen Räumen arbeiten lassen! Aber sollte auch der Fleiß und der Ei'rr erlahmen, sollte die Müdigkeit einen über­mannen, so muh man nickt in das lärmende un2> hastende Paris nach Zerstreuung und Ab­wechslung eilen: denn in dem grohen Pavillon, der wie eine Kirche auSsieht und von dessen Turm herab man eine wunderbare Aussicht auf ganz Paris genieht, sind allerhand Räume da, in Denen man lesen, musizieren, turnen, tanzen oder sich auch einfach mit gleichalterigen Kame­raden und Kameradinnen unterhalten kann. Es scheint, dah der Jugendfreund, der dies Jugend­heim geschaffen hatte, an alles gedacht hat, denn auher einigen Klavieren weist das Syiufc auch ein Harmonium auf, und für diejenigen, die neben ihren Studien Malerei treiben, sind zwei, richtige Malerateliers vorhanden. Zehn Tages­zeitungen, verschiedene Monatsschriften und eine Bibliothek gewähren Lesestoff. Gin Restaurant ist in einem der Pavillone vorhanden, in dem man sich zwar selber bedient, aber wo man auher- ordentlich gut für sehr billiges Geld zu essen be­kommt. ilnb die Zimmer kosten 150 Frank monat­lich. was ein Drittel des normalen Preises für derartige Zimmer beträgt.

Keine Hausordnung begrenzt die Bewohner der Siedlung in der Ausübung vollster Freiheit. Meistens sind es arme Jungen, die sonst nicht im­stande wären, ihre Studienjahre hindurch das teuere Pariser Leben zu bestreiten und auf ihre Stu­dien verzichten oder sich in den kleinen dunklen und oft unsauberen Zimmern des quartier latia für billiges Geld einrichten müßten. Wer kennt nicht das Elend des armen Studenten, der seine physischen Kräfte so sehr benötigt, um geistig arbeiten zu können? ilnö nun hier der Gegen­satz davon: ein fröhliches Leben in hygienischen Verhältnissen, unter gleichaltriger Jugend, mit der man wetteifern oder int Austausch der Mei­nungen sich bereichern kann!

Wer wird nun zu diesem Paradies zuge­lassen? Einige hundert unvermögende Fran­zosen finden hier Aufnahme. Während der Ferien werden aber auch Ausländer ausgenom­men, zwar nicht viele und nicht ausnahmslos, ober dennoch Ausländer, und unsere kleine Führerin ist sogar eine Deutsche. Auch wachsen schon nebenan Studentensiedlungen anderer Staa­ten empor. Kanada hat ein schönes Haus, dessen Räume besonders prunkvoll sein sollen, auch Belgiens Haus ist bereits fertig, andere bauen, viele kaufen vorläufig Grundstücke an. Rur Deutschland, sagt traurig die kleine Studentin, denkt wohl noch gar nicht daran. Aber die wenigen Ausländer, die das wohltuende dieses Lebens kennengelernt haben, werden in ihrem Heimatsland eifrige Propaganda für die Erll- stehung derartiger Anstalten treiben. S. K.

Wirtschaft.

Ararr7?nrter Börse.

(Cigener Drahtbericht beSGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M.. 16. Aov, Tendenz: Schwächer. Die Börse bot auch heute ein Bild weitgehender Geschäfts stille, Dir Spekulation verhielt sich weiter reserviert, so dah bei der herrschenden Interesselosigkeit nur unbe­deutende Kursbewegungen zustande kamen. An­fangs kam einiges Angebot heraus, das ans die Stimmung drückte, so dah die Kurse weitere Senkungen erfuhren. DaS zeigte sich besonders am Mont an markt, wo mehrprozentige Ein- küßen in Erscheinung traten. Niedriger wurden. Bochumer minus 4,5, Gelsenkirchen minus 5,5, Harpener minus 3, Phönix minus 1,25, Stahl­verein minus 1,75, Rheinstahl minus 1 Proz. Kaliaktien gingen um> 3 bis 4 Proz. zurück. Am Ehemiemarkt unterlagen I.G.-Farben steten Schwankungen: 345341,75341 Prozent und er­litten gegen den Dortagskurs von 345,5 Proz. eine Einbuhe von 4,5 Prozent. Holzverkohlung fest. Goldschmidt gehalten. Elektroaktien lagen ruhig bei überwiegeiid niedrigeren Kursen. AEG. oninus 1 Prozent. Am Banken markt kam es zu stärkeren Rückgängen. Darmstädter minus 3 Prozent, Commerz minus 2 Prozent Deutsche minus 1,5 Prozent. Dresdner minus 1 Prozent, Metallbank und Disconto je minus 0,5 Prozent. Schiffahrtsaktien zeigten etwas bessere Haltung. Rordlloyd plus 1 Prozent, Hapag be­hauptet. Bon Maschinenwerten konnten Karlsruher "2,5 Prozent anziehen. Zellstoff- aktien gut gehalten. Waldhof plus 1 Prozent. Bauaktien überwiegend gut befestigt. Dycker- hoff plus 1,13 Prozent, Holzmann plus 3 Pro­zent, Wayh & Frehtag plus 1 Prozent, nur Zement Heidelberg minus 1,75 Prozent. Zucker­aktien unsicher, aber nur wenig verändert. Don sonstigen Industriewerten bühtrn Metall- gesellschaft 0,25 Prozent ein. Der deutsche Rentenmarkt lag lustlos und die Kurse gin­gen erneut zurück. Ausländische R e nten ruhig, aber gehalten. Lebhafteres Geschäft hat­ten Türken und Anatolier. Der Freiverlehr blieb umsatzlos. Im weiteren Derlause zeigte sich für Motorenaktien Interesse, beson­ders für Daimler, die Ich Prozent anziehen konnten. Das Geschäft stagnierte im allgemeinen und nur einige Spezialwerte traten etwas her­vor. Später waren auch Bankaktien etwas gefragt. Der Geldmarkt hat sich nach dem Mediotermin wieder erleichtert. TageSgeld 4 bis 5 Prozent, Monatsgeld 53. t bis 7 Prozent. Pri­vatdiskont 45/a Prozent, Industrie Akzepte 47/e Prozent. Im Devisenverkehr waren Paris und Malland gegen London abgeschwächt auf 145. bzw 118.50. Mark und Pfund blieben unverändert.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht des(Siebener Anzeigers"!

Berlin, 16. Dov. Der Börsenbetrieb ent­sprach nicht den Erwartungen des inoffiziellen Verlaufes der Borbörse. Die ersten Kurse für I. G. Farben und Montanaktien waren 2 bis 3 Prozent niedriger. Die Meldung eines (Berliner Blattes über die Auswirkung des Kohlenverflüssigungsverfahrens für den Berg­bau blieb bei der allgemeinen Lustlosigkeit ohne

Einsluy. Die Kohlenattien konnten sich der allae- meinen Verstimmung nicht entziehen, zumal für diese Papiere im Hinblick auf das Ende des englischen Dergarbeiterstreikes das Interesse nach­gelassen hat. Trotz der schwächeren Tendenz war aber auch ein widerstandsfähiger Grundton un­verkennbar. Einiges Geschäft entwickelte sich in Autoaktien, von denen Hansa-LlkHd um 8 Prozent anziehen konnten. Ferner bestand für einige heimische und ausländischeRen- t e n gute Meinung bei anziehenden Kursen. Kriegsanleihe 0,817. Da in der Ablösungsschuld größeres Angebot herauskam, konnte eine Erst­notiz nicht erfolgen. Der Kurs wurde auf 334 ge­schäht Am Geldmarkt hält da« Angebot an. Tagesgeld war zu 3 bis 5 Prozent kaum unter» zubringen. Monatsgeld 6 bis 7 Prozent. Im Devisen verkehr waren Paris und Mailand erneut leicht abgeschwächt. Paris gegen London 146, Mailand 119. London-Kabel unverändert 4.85.

DörlenütNe.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a.M.

Berlin

Lchlu .1 Kurv i

i.Ubr. fiur*

Stblllh»! Anfang

Rur*

"üfltu-n-

15. II [

16 11

15 11. |

16 11

5°/. Tcutidje iHctd)3anietix

U.

'81

0.82'17

0.8175

4% Deutsche Sictcdsanlcihe

".80

0,79

lV,°/o Deutsche Vieictjiaiileli«

0,79

0.770.

0.765

3®/ Deutsche -Jictdjsinleibe

0.9-1

" 9005

0.89

Deutsche ©Darpr.amenanletbe

<°/0 preußische KoalolL

0.499

ö 5007

0,7«

9.7702

0,77

l°o Hessen

0 7li

«*>

Hci'cn .....

b.775

V-

3% Sc), en .....

-

0.715

Deutsche Wertb Dollar-Aul

95

Dto Doll -SchoS-Anwenng.'

4*/o Zollturken

18,25

17*. 75

17.75

5% Goldmerrkaner

46.75

Berlmer Handelsgesellschaft

279

-

280

-82.75

Loonnrrz- and Pllvar-Bank

195

194

196

194

Darmst- und Naiionalbank

266.7'

264

265

263. n

Deutsche Bank

IW.75

186

188

186

Deutsche BereinSbauk .

113 5

w

DiSconro lLommandi»

176.25

175

17» 6

Metallbank

183,5

183,5

174

182

Mitteldeutsche Kreditbank

155

158,25

156

Oestc reichliche lLredilanslaU

8.3

8,35

8.35

Wettbant ......

85

«ochumcr ^ns.......

174,75

170

174.75

170.25

BuderuS . .

117,75

117,5

116.75

116.75

Caro ...........

Deutsch-Luxemburg .....

Gelsenkirchener äergtoerte .

178

170.5

174.5

170.5

177.75

172.25

176.9

172

Haroencr Bergbau

Kaliwerke AscherSleben....

194.75

190

194

192

154

149

154

160.75

«aliwerk Westeregeln.....

163,5

161.25

163

16'1.75

Laurahüttc ......

90.5

89

88.75

Oberbedars ........

118.9

117,5

l18.62

118.5

Phönix Bergbau ......

Rbetnuahl .......

"Jiiebed Montan.......

138.9

136,75

137.12

>35,4

212.5

2(7.5

213.5

218 5

189

189

189 26

187,75

Tellus Berobau .....

99

Bereinigte Stahlwerke A,-G.

153

152,25 | 153,5

150.25

Hamburg-Amerika Pater. . .

Norddeutscher Llovd . . .

182,5

177.5

183.75

177,5

183,75

176,5

187 S

176.62

Eheramifche Gerte AlbM . .

90

Zementwerk Heidelberg . .

Philipp Hotzmann .....

132.75

V

-

159

163

161,9

164

Anglo-Lont.-Guano' ....

HO

Chemische Mäher Alapin . .

-d

1 w

3. G starbenmdnstrie, A.-G. Goldschmidt.........

347

341,76

347

1 341

147

145

148

1 147.5

Holzverkohlung .....

Viütgcrswerkc........

66 75

145

67.75

145,75

146

145.9

Lcheideanstalt ........

186.5

187

*

Allg. ClckrrUitätS-Gesellschatt

I68.fi

166,5

167,12

466.75

Bergmann .......

164,5

163,25

163,5

Mainkraftwerke .......

110,25

Schucken .......

Siemens k Halske ......

157

156 4

156

Z09

207

207

117.5

119

118

119,5 114,75

Daimler Molaren. ......

111

111,u

Heyligcnstacdr........

37 75

Meguin............

55

-

55,5

Motorenwerke Mannheim

*

\

42

ftranffimei «rmanrrrn . .

16

1 "

-

Konservenfabrik Braun , .

52

*

Metallgesell chaft Frankfurt .

Del. Union A.'G......

186.76

128.62

1 -

SÄulilabrik Herz ....

64

66

Sichel . . ....

2,4

**

Hetiftoif Waldhof. . ....

218

219

218,5

1 221

Zuckerfabrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik SBaabäuftl . . .

89,1

112,5

91

112

92,5

Devisenmarkt BerlinFrankfurt cu M.

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

15. Novbr.

16. Novbr.

Amtliche Noti rnng

Amtliche Notierung

Geld 1

Briet

Geld

Brief

Limit-ittoll

108,24 '

168,66

168,3»

168,72

Bucn. Aires

1,708

1.712

1,707

1,711

Brss.-Antw

58,565

58.705

08,58

58,72

Christianta

105,83

105,59

105,52

105,78

Kopenbagcn

112.16

112,44

112,16

112,43

Stockholm

112.22

112,50

112,23

112.51

Helnngfors

10,577

10,615

10,577

10.617

Italien. .

17,37

17,41

17,21

17.25

London.

ZU,399

20,451

W.4U6

iü,458

Vie »vor! .

4.206

4,216

4.207

4,217

Paris. . .

14,09

11,13

14.03

14,07

Schweiz . .

öl,10

öl,30

51,13

61,33

Svoni-u .

63.69

63,85

63,62

öS, 7»

Yavau . .

2,065

2,069

2.060

2,064

tri io de Jan

0,551

0,503

i,562

0.564

Wien in D--

Ceft. abgest

-

50,27

59,41

Prag ...

12,455

12,495

»2,45

12,49

Äclzrad .

7.417

7,437

7.425

7,445

Budapest. .

5,89

6,91

>,893

5,913

Bulgarien

3.04

8,0a

3,039

3,049

Lissabon

21,525

21,575

21,625

21,675

Danzig - -

81,47

81,67

sj,47

81,67

fionftinttn-

2,125

2,135

2.121

2.131

Athen

5,2-1

5,26

5,24

5,26

(s.anada. . .

1.209

4.210

1,21

4,22

Uruguan -

4.185

l.lßo

4,175

4.185

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

Berlin. 15 Novbr

Geld

Brie'

Amerikanische Viola . . . ., Belgische Vielen ....... Dänische Noten ....... Englische Noten........ )ran;öiclche Noten ...... Holländische Noten ...... italienische Noten......

Norwegische Noren . ...

Deulsch-Ocsterr,6100 Jhona Numänischc Violen......

Schwedische Noten.....

Schwerer Noten......

Spanische Noren ......

Tschechoslowakische Noten . . klnaarische Noten

4,194

58.48

111.92

20,362

14,13

167,88

17.32

105,14

59,08

111,99

80,85

63.49

12,435 5.857

1,214

58,78

114.48

20.462

14.21

168,72

17,40

105,66

59,38

112.55 81,25 >8.81

12,495

5.897

Klankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt, 16. Aov. Cs wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 29,50 bis 29,75. Roggen (inl.) 24,50 bis 24,75, Sommergerste (für Drau- zwecke) 24 bis 26,50. Hafer (inl.) 20 bis 20,25, Mais (gelb) 19,75, Weizenmehl (inl., Spezial 0) 42 bis 42,50, Aoggenmehl 35 bis 36. Weizenkleie 11,25 bis 11,50, Roggenkleie 11,50. Tendenz: Auhjg.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 15. Aov. Während am Vormittag die schärferen Rückgänge an den Aordameri- konischen und argentinischen Getreidebörsen auch im Berliner Produktengelchäft einen schärferen

Schach-Ecke.

Beoiveiiei o o n ürbadb.

Alle für die Redaktion bestimmten Wlltei- Luugen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion desGießener Anzeigers"

Problem Nr. 87.

Don K. Daher.

Schwarz.

a h c d e g h

Weiß.

Weiß zieht und seht in drei Zügen matt.

Weiß: 5 Steine Kg6; Df8; La2; Se7; Bb4.

Schwarz: 2 Steine Ke5; Bd7.

Partie Nr. 64.

Die nachfolgend« Partie wurde in der Blinb- vorstellung De.is am 2. Aovember 1926 zu Frank­furt a. M. gespielt.

Spanische Partie.

Weiß: Lttti (blind).

Schwarz:

Dr. Aauman:-.

1. e2-e4

1. e7-

2. Sgl f3

2. Sb8-c6

3. Ul -i)5

3. a7ab

4. Lb5-a4

4. Sg8 - fb

5. 0-0

5. S?bXe4

6. d2-d4

b. b7-b5

7. La4-b3

7. d7-d5

8. d4Xe5

8. Lc8-cb

9. c2-c3

9. Lf8-e7

Schwarz hat sich nach bekannten Mustern gut aufgebaut und kann jetzt das weitere ruhig ab- warten.

10. Sbld2 10. Se4-c5

11. Lb3-c2 11. Le6-g4!

Sehr gut gespielt, gibt dem Spr. das wichtige Feld frei.

12. h2-h3 12. Lg4-h5

13. Tfl-el 13, Sc5-e6

14. Sd2 f 1 14. Sc6-a5

15. g2-g4

Schwächt die weiße Königsstellung empfind­lich: wenn später der Angriff nicht durchdringt, ist Weih bamt verloren.

15. ... 15. Lh5-g6

16. Lc2 - f5 16. c7-c5

17. Sf6-g3 17. 0-0

18. Sf3-h2 18- Le7-h4

19. Kgl-g2 19. Lh4xg3

20. Kg2xg3 20. d5-d4

21. k2-f4 Aach 21. cxd, 8xd4 erhielte dieser Sprin­ger einen dominierenden Posten.

21. . . . 21. d4xc3

22. b?xc3 22. Sa5-c4

23, Lf5x^0

Weiß tauscht, da er keine weitere Fortsetzung zur Verstärkung des Angriffs findet.

23. . - . 23. t7xgö!

Weitaus besser, als hxg6, da in der nun offenen k-Linie der Aachziehende einen chancen­

reichen Angriff auf den Punkt f4 erhält.

24. Ddl-e2 24. Fa8-a7

25. Lei -e3 25. Ta7-f7

26. Fel-fl 26. Dd8-d5

Alles wuchtige und starke Züge von Schwarz.

27. Tal -el 27. Sc4xe3

28. De2xe3 28. Tf7xf4

29. Tflxf4 29. Tf8xf4

30. De3xf4?

Ein fehlerhaftes Damenop er; Weih übersieht den drohenden Figurverlust; toerm man jedoch zehn Par.ien zu gleicher Zeit blind spielt, ist ein solches Versehen schon einmal zu entschuldigen Mit 30. Sh2f3 ließ sich die Partie noch auf kurze Dauer halten.

30. ... 30. Se6xf4

31 Kg3xf4 31. Dd5-d24-

Aufgegeben.

Losung des Problems Ar. 85. Don K. Traxler.

1. Dg8-g7! ufw.

Richtige Lösungen zum Problem Ar. 85 gin­gen ein von den Herren: Lehrer Breidecker, Obersekundaner V. Loos, hier: O. Stumpf, Garbenteich: Dx. in G.

Schachllub Girhen.

Am 31. Ok ober wurde in Betzdorf ein Schach- Wettkampf zwischen den Schachklubs Gießen und Betzdorf an neun Brettern ausgetragen, wobei die Gießener Mannschaft mit 6 Punkten siegreich blieb: an drei Brettern gewann Betzdorf.

AuS der Schachwelt.

Mitte dieses Monats beginnt in Berlin ein in kleinerem Ramen abgehaltenes internationales Meisterturnier.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom AedakttonSttsch.

Der hundeschwanz.

Willi, zieh' den Hund nicht am Sckwanz." Warum nicht, Mama?"

Er beißt."

An dem Ende nicht!"

Kohlköpfe.

Piefke hat von feiner Frau den Auftrag bekommen, zum Grüntramhändler zu gehen und einen Kohltopf zu kaufen.Wie groß soll er sein?" fragte Piefke.So groß wie dein Kopf", war die Antwort. Unterwegs traf Piefke einen Freund, der Handelsgärtner war, unu erzählte ihm von feiner Kommission.Dafür brauchst du gar kein Geld auszugeben", sagte der Gärt­ner.Du brauchst bloß in meinen Garten zu gehen und dir einen Kohllopf auszusuchen." Richt lange daraus traf der Gärtner einen Wann, den er kannte.Was ist das denn für ein merk­würdiger Kerl, der da in deinem Garten umher- läuft?*1 sagte der Mann.Als ich vorbeikam. stand er mitten unter den Kohlköpfen und pro­bierte jedem einzelnen seinen Hut auf.

Selbstgespräch.

Einem Matrosen fällt am Hafen die letzte Mark ins Wasser. Traurig blickt Hein der Ent­schwundenen nach und murmelt:Versöpen wollt ick di aber so gemein doch nlchl

Lin seiner Wink.

Der blinde Fabeldichter Pfessel wurde öfters von einem sehr langweiligen Herrn besucht, der eintönig und ununterbrochen Dummheiten redete. Da sagte Pfeffel eines Tages zu ihm:Aber mein Herr, aus was für einem schlechten Buch lesen Sie mir denn da vor?" Dieser Wink blieb nicht ohne Wirkung: der Schwäher ging und kam nicht wieder.

Einfluß hinterließen, machte sich der Mittags­verkehr von diesem Druck wieder frei. Bei aller­größter Zurückhaltung der inländischen Erzeuger sowie der Käufer bewegte sich der offizielle Dör- senbeginn in denkbar tleinften Grenzen. Das An­gebot in Weizen ist recht mäßig und besonders brauchbare Ware fehlt, Lieferung wurde per Dezember etwas fester, sonst unverändert. Auch Roggen steht im Zeichen kleinster Zufuhren, das die Provinz start lauft. Die Preise im Zell­handel waren wenig verändert. Hafer preis­haltend. Gerste groß offeriert bei kleinerer Kauf­lust. Mehl ruhig. Es notierten (1000 Kilo­gramm): Weizen, märkischer, 276 bis 279: Rog­gen, märkischer, 225 bis 230; Sommergerste, 220 bis 252; Wintergerste 195 bis 208, Hafer, märkischer, 187 bis 195; Mais, loco Berlin, 201 bis 206; (100 Kilogramm): Weizenmehl 36 bis 39; Roggenmehl 32,50 bis 34,25; Weizenkleie 12 bis 12,25; Roggenkleie 12; Viktoriaerosen 64 bis 67; keine Speiseerbsen 41 bis 45; Futter- erbsen 23 bis 28; Peluschken 22 bis 23; Acker- bohnen 22 bis 23; Wicken 25 bis 26; Lupinen, blau, 14 bis 14,50; Lupinen, gelb, 15 bis 15,50; Serradella, neu, 22 bis 23; Rapskuchen 16,20 bis 16,40; Leinkuchen 20,80 bis 21; Trvcken- schnihel 9,60 bis 9,90; Soyaschrot 19,30 bis 19,50; Kartoffelflocken 25,20 bis 25,75 Mark.

Amtsgericht Gießen.

' Gießen, 12. Aov. Ein alleinstehendes Fräulein von hier hatte an ein junges Ehepaar mehrere Zimmer vermietet. 3m Laufe der Zell ergaben sich Meinungsverschiedenheiten zwischen ihnen, die schließlich zu einem Zivllprozeh der Vermieterin gegen den Mieter führten. In diesem Rechtsstreit überreichte der letztere zur angeb­lichen Charakterisierung der Klägerin dem Gericht einen Schriftsatz, in dem er ausführte, wie diese sich ihm und anderen Mietern gegenüber be­nommen, und wie sie sich über andere Personen geäußert habe. Den Schriftsatz, der eine Fülle außerordentlich schwerer Beschuldigungen enthält, übersandte er außerdem auch noch zwei anderen Personen, über die sich die Vermieterin angeblich abfällig geäußert habe. Diese erhob daraufhin Privatklage gegen den Mieter, der in der Haupt­verhandlung erklärte was er geschrieben habe, entspreche der Wahrheit, und behauptete, in Wahrnehmung berechtigter Interessen gehandelt zu haben. Sein Versuch, den Beweis der Wahr­heit für feine Behauptungen zu erbringen, miß­glückte jedoch gänzlich. Das Gericht billigte ihm auch nicht den Schuh des § 193 Et. G. B. zu,

weil sich aus der Form seiner Aeußerungen ganz unzweifelhaft feine Absicht ergebe, die un­bescholtene Privatklägerin herunterzuseyen und verächllich zu machen. Soweit er den Schriftsatz den beiden anderen Personen zugesandt habe, könne von Wahrnehmung berechtigter Interessen über­haupt leine Rede mehr fein. Da der Schriftsatz äußerst schwere Beleidigungen und schamlose Ver­dächtigungen enthielt, wurde auf eine Geld­strafe von 300 Marl, hilfsweise 60 Tage Gefängnis, erkannt. Von ein er Freiheitsstrafe wurde nur aus dem Grunde abgesehen, well der Angeklagte noch nicht vorbestraft ist.

Kirche und Schule.

Dorfkirchenlagung in Marburg.

WSA. Marburg. 15. Aov. Am 30. Ao­vember und 1. Dezember findet hier im Gasthaus Freidhos die diesjährige Dorfkirchen- tagung für Oberhessen, Kurhessen und Nassau statt. Am ersten Tag« wird Professor D. Alebergall, Warburg, überReligion und Volkstum im Alten Testament und die dorfkirchliche Aufgabe" sprechen, während am zweiten Tag Pfarrer Georgi, Ermenrod, ein Referat über dieLiturgischen Destrebungen der Gegenwart und die Gottesdienste auf dem Lande" halten wird.

Rundfunk-Programm.

Mittwoch, 17. Aovember.

8.30 bis 9.30: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein, Frankfurt a. M, 3.30 bis 4: Die Stunde der Jugend. 430 biä 5.45: Konzert des Hau^orchesters: Gluck, Spontini, Mryerbeer. 5.45 bis 6.05: Die Bücherstunde. 6.15 bis 7.15: Totenklang und Totenk.age". Vortcag mit musi­kalischen Beispielen von Dr. Wilhelm Heinltz, Hamburg. 7.30: Heber Iragung aus dem großen Saal des Saalbaues:Requiem" von Hector Berlioz.

ist der neue Preis für dis feit fünfzig Fahren als mildes und zuverlässtges Abführmittel unü' ertroffenen, in allen Apotheken erhältlichen, Apotheker

Aich. Brandt S 147Iss

Schweizerpillen

Extr. Set. p*l. 1.5. Extr. Achill mosch. Aloes. Absynth. ia 1.0 Extr. TrifGent, ia 50. Pulv. rad Gent. Trif äa q. »,f. pil. 50

50

uut