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sind.

Die Ausstellung

regen Interes'entenverkehr

^SBefonders beliebt sumdeeund Wein !

N anillin-Zucker"

Dr. A. Oetker, Bielefeld

Dem hier herrschenden nach zu urteilen sind

Gewerbe und Landwirtschaft in der Elektrizitätsausstellung.

Wie die Elektrizität im Haushalt der Haus­frau viele Arbeiten abnimmt, andere erleichtert und angenehm gestaltet und die Abhängigkeit von Hilfskräften vermindert, so löst sie auch im Ge­werbe und in der Landwirtschaft gleiche, ja oft schwierigere Aufgaben mit Leichtigkeit.

Vorherrschend bei der Beurteilung der Be­deutung der Elektrizität im Gewerbe sind Lüh- lichkertserwägungen, in erster Linie die Erzielung von Ersparnissen an Arbeitskraft und Betriebs­kosten. Hierfür gibt die Ausstellung von Holz­bearbeitungsmaschinen der FirmaPhönix", Me- rane t Sa., vertreten durch D. Rödiger, Gie­ßen, ein augenfälliges Beispiel. Die Maschine tritt auch im handwerksmäßig betriebenen Ge­werbe immer mehr an die Stelle der Handarbeit, da ihre Arbeitsleistung die eines Menschen um rin Vielfaches übertrifft und das Arbeitsprodukt von gleichmäßiger Qualität ist. Hier seien auch diePhömr-schnellnähmaschinen" de: durch L i n» f e r & Sohn vertretenen Firma Bear & Rempel, Bielefeld, erwähnt, die sich für Schneidereien rurd Wäschefabriken besonders gut eignen und auf diesem Gebiete Höchstleistungen erreichen. Bei den gewerblichen Betrieben der Rahrungsmittel- branche tritt noch ein anderes hinzu, die hygie­nisch einwandfreie Verarbeitung der Ware. Ent- sprechende Maschinen sind ausgestellt für das Fleischereigewerbe von der Firma Heinr. Lux, Frankfurt a. M., für das Bäckereigewerbe von der Firma Eberhardt in Halle durch deren Generalvertreter, Herrn Engelhardt.

Daß sich für alle Arten gewerblicher An­triebe der Elektromotor größter Beliebtheit er­freut, liegt in seiner Anpassungsfähigkeit be­gründet. Zum Antriebe von Transmissionen kann er in einer Werkstattecke, an der Wand oder der Decke angebracht werden und erlaubt so bei ge­ringem Platzbedarf beste Laumausnutzung, oder er wird in anderen Fällen direkt an die Maschine angebaut. Stete Betriebsbereitschaft, der Weg­fall jeglicher Wartung, die Reinlichkeit im Be­trübe und nicht zuletzt die Feuersicherheit und bequeme Handhabung haben ihn unentbehrlich gemacht. Bemerkenswert ist auch die Ammoniak- Kälteanlage der Firma Riedinger, Augsburg, ausgestellt durch deren Generalvertreter Inge­nieur Brinkmann, Gießen. Hygienische Vor- terle auch hier, sowie billiger Betrieb machen die Anlage, die in jeder Größe je nach dem erforder­lichen Kühlraumbedarf lieferbar ist, für alle De- triebe geeignet, die leichtverderbliche Waren la­gern müssen.

, t. Allseitiges Interesse wird dem im Betriebe befindlichen elektrisch beheizten Dampfbackofen der Backofenbausirma Werner & Pfleiderer, Cannstatt-Stultgart, entgegengebracht. Die Bäcker- meister sprechen sich durchweg anerkennend aus und loben die angenehme und reinliche Bedie- nung, wie die gleichmäßige Arbeit des Ofens

Brezeln bewirtet, später gab es noch Backwerk, das die hiesige Bäckerinnung zur Verfügung ge­stellt hatte. Es war eine Freude, die fröhlichen Gesichter der Kleinen zu sehen, denen es vortreff­lich mundete. Lach der Bewirtung fand auf der Bühne für die Knaben Sackhüpfen statt, das große Heiterkeit ausloste und jedem der beteilig­ten Buben ein Fähnchen mit dem Stadtwappen von Gießen eintrug. Die Mädchen, die eine schöne Polonaise aufführten, erhielten Bälle. Der musikalische Teil des Lachmittags wurde von der Kapelle Topp in bester Weise ausgeführt. Schade, daß nicht alle Kinder beteiligt werden konnten, was natürlich nur bei einem Iugendfest in früherem Stile möglich gewesen wäre. Aber auch die übrigen Kinder freuten sich an dem, was geboten wurde, ebenso wie auch die Er­wachsene.

Wechsel in der Dahlienschau.

In der Abteilung Dahlien soll morgen ein vollständiger Wechsel vorgenommen werden, wo­bei eine ganze Reihe neuer, hier noch nicht gezeigter Sorten des Dahliengeschlechts ihre Dm - treter finden sollen.

Auch in der Bindekunst-Abtellung findet ein täglicher Wechsel hervorragend schöner Dlumen- arbeiten statt.

Elektroheizung ist aber selbst beim 10-Pfeniiig- Tarif wirtschaftlicher, da man zu berüc^ichtigen hat, daß die mit ihr verbundenen Annehmlich­keiten, wie Reinlichkeit, Gefahrlosigkeit, stete Be­reitschaft und keine Wartung ebenfalls für die Wirtschaftlichkeit einer Heizung ausschlaggebend

_ , . die Käufer dec Backware

in gleicher Weise befriedigt. Diese Oefen in der Ausführung von Speicheröfen, gleich den an anderer Stelle von Herrn Direktor Stolte be­sprochenen Warmwasserspeichern für Lachtstrom- betrieb, sind neben anderen Apparaten auch be­deutsam für die Wirtschaftlichkeit der Elektrizi­tätswerke. Zum Vorteil niederster Stromtarife auf Seiten des Abnehmers gesellt sich der er­wünschte Delastungsausgleich des Stromerzeugers bei weiterer Verbreitung derartiger Lachtstrom- verbraucher.

den muß. Der Kesselsteinbelag an den Heizflächen ist gering, da diese sich bei der wechselnden Temperatur ausdehnen, bzw. zusammenziehen und der Kesselstein immer wieder abspringt.

Mit der wichtigste Bestandteil eines Wasser­speichers ist der Temperaturregler. Dieser schal­tet bei Erreichung einer Höchsttemperatur den Strom aus und beim Sinken der Temperatur um etwa 10 Grad Celsius unter das Maximum wieder ein. Der Regler ist also zum Schutz des Speichers unbedingt notwendig. Wäre z. B. ein Speicher ohne Regler gebaut, so bestände keine Möglichkeit, den Strom bei Erreichung der Höchst­temperatur (ungefähr 90 Grad Celsius) abzu­schalten außer der dauernden Beobachtung der Wassertcmperatur an einem Thermometer und der Ausschaltung von Hand. Es gibt verschiedene Reglerarten: eine bevorzugt eine sogen. Queck- silbcrkippröhre, die durch ein temperaturempfind­liches Organ Kontakte schließt bzw. öffnet. Eine andere Art der Regler hat ein Kontakt-Thermo- meter mit Maxima- und Minimakontakten, die ihrerseits ein außerhalb des Speichers liegendes Doppelrelais betätigen, das die Stromschaltung bewirkt.

Eine wichtige Frage ist nun die Wahl der Speichergroße. Im allgemeinen kann man sagen, lieber einen etwas zu großen Speicher als einen zu kleinen, da der größere mit einem besse­ren Wirkungsgrad arbeitet. Für Gebrauchs­wasser, d. h. für den Haushalt genügen Speicher von 25 bis höchstens 50 Liter. Für Dadezwecke sind Speicher von 75 bis 100 Liter angebracht. Für die Wasserversorgung einer Fabrik wählt man Rauminhalte bis zu 1000 Liter und mehr, selbstverständlich sind hier Hochdruckspeicher nötig. Lieber die Wirtschaftlichkeit der Speicher ist zu sagen, daß sie durch die Bestrebungen, die Stromtarife für Kraftzwecke und während der Lachtstunden zu verbilligen, durchaus mit dem Leuchtgas konkurrieren können. So benötigt man z. B. zur Erhitzung von 90 Liter Wasser auf 85 Grad Celsius ungefähr 3,6 Kubikmeter Gas und zur gleichen Menge 9,4 Kilowattstunden Strom. Bei einem Gaspreis von 20 Pf. pro Kubikmeter würde das zur Heizung dieser 90 Liter 0,72 Mk. betragen, bei einem Strompreis von 10 Pf. pro Kilowattstunde 0,94 Mk. Tritt eine weitere Verbilligung des Stromes auf 6,5 Pf. ein, so sind die Kosten zur Heizung von 90 Liter Wasser auf 85 Grad Celsium 0,61 Mk. Die

Das M aterial des Wasserbehälters der Liederdruckspeicher ist meistens außen und innen im Vollbad zu 90 Proz. verzinntes Kupferblech. Das ist eine Gewähr dafür, daß das entnommene Wasser hygienisch vollkommen einwandfrei ist, also unbesorgt für Speisen und Getränke verwendet werden kann. Der Innenbehälter wird einem Prüfdruck von 4 Atm. unterworfen, während der Betriebsdruck kaum 0,2 Atm. beträgt, so daß der Speicher also vollkommen explosionssicher ist. Es gibt auch Wasserbehälter, die aus geschweißtem Schmiedeeisen bestehen und die im Vollbad feuer- verzinkt sind, aber die verzinnten Kupferbehälter sind doch bedeutend vorzuziehen. Hochdruckspeicher sind allerdingss meist aus verzinntem Eisenblech. Die äußere Ummantelung ist bei beiden Speicher­arten emailliertes oder lackiertes Eisenblech, das oft noch auf der Innenseite mit Rostschutzfarbe gestrichen ist.

Zwischen Wasserbehälter und Außenmantel ist bei allen Speichern eine Isolativns- schicht, die aus Korkschrot oder anderen Wärm e- schutzmitteln besteht. Diese schützt das Heihwasser vor der Abstrahlung seiner Wärme nach außen und ist somit der Hauptfaktor zur Speicherung des heißen Wassers. Da die Korkschicht nicht genügend Festigkeit besitzt, den Außenmantel gegen den Innenbehälter abzustühen, muß dies anderweitig geschehen. In einem Fabrikat laufen längs durch die Isolation Stahlbänder, die die beiden De- häller gegeneinander stützen. Es ist dies eine sehr sinnreiche Konstruktion, da die längs laufenden Stahlbänder nur geringe Wärmeverluste nach außen verursachen. Die Wärmecsolation ist meist so gut, daß die Wärmeverluste pro Stunde kaum 1 Grad Celsius betragen.

Die Erzeugung der elektrischenWärme beruht darauf, daß ein stromdurchflossener Draht den: Strom einen Widerstand entgegensetzt und sich erhitzt. Die so erzeugte Wärme ist in der Elektrotechnik bekannt als Ioulesche Wärme. Diese ist abhängig von der Stromstärke und von dem elektrischen Widerstand des Drahtes. Bei den Speichern ist dieses Prinzip in den sogenannten Heizelementen oder Heizpatronen verwandt. Diese enthaften einen hochhihebeständigen Isolierkörper mit gewindeartig bearbeiteter Oberfläche, die den schraubenförmig aufgewickelten Heizleiter trägt. Dieser bestehl aus einer hochwertigen Chrom­nickellegierung und ist mit den Stromzuleitungen verschweißt, so daß keine Wackelkontakte ent­stehen können. Heizleiter und Isolierkörper sind mit Glimmer umlleidet und in ein zylindrisches Mantelrohr gepreßt. Durch die große Pressung ist ein guter Wärmeübergang gewährleistet. Das Mantelrohr, das den Heizkörper enthält, ist in den Flansch eingewalzt, der Heizkörper ist also aus­wechselbar, ohne daß der Speicher entleert wer-

Zv berei t u n g: Die Butter wird etwa« erwärmt and schaumig ~_ röhrt. Dann gibt man allmählich Zuckerund den Vanillin-Zudce» hinzu. Hierauf 1 Ei und etwas Mehl, das vorher mit Gustin und dem Baekin gemischt wurde. Ist dies gut verrührt, wieder 1 Ei and etwas Mehl­mischung, bis die Eier und die Mischung verbraucht sind. Din Masse wird in eine mit Butter ausgestrichene Form gegeben und bei mittlerer Hitze rund eine Stund« gebacken. Sandtorte hält sich lang« Zeit frisch und ist eia beliebtes Gebäck zum Tee und Wein. .

Stiefmütterlich behandelt ist die Anwendung der elektrischen Beleuchtung im Gewerbe. Reich­liches, zweckmäßig verteiltes Licht nicht nur im Haushalt, sondern vor allem auch in gewerb­lichen Werkstätten fördert hier die Leistungsfähig­keit ungemein. Eine nicht mehr neue ElÄnntnis, deren praktische Auswirkung aber noch vielfach unvollkommen ist und dem Fachmann eine dank­bare Aufgabe bietet.

Ein Llniversalapparat für alle Verwendungs­zwecke ist der vom Vertreter der Demag, Herrn Ingenieur R e u ß, Gießen, gezeigte Demag- Elektrozug, ein in Industrie, Handel, Gewerbe und Landwirtschaft gleich beliebtes elektrisches Hebezeug, welches in Ausführung und Betrieb denkbar einfach ist und daher auch bereits weiteste Verbreitung gefunden hat.

Die Landflucht, deren Folge ein dauernder Londarbellermangel ist, weist gerade die Land­wirte mit zwingender Lotwendigkeit auf arbeit­sparende und leistungsfähige Maschinen hin, die heute für alle denkbaren landwirtschaftlichen Ar­beiten in zurerläs i'er Ausführung angeboten wer­den. Auf die Steigerung der Leistungsfähigkeit und die Produktionskostenverminderung durch die Anwendung der Elektrizität in der Landwirtschaft hat Herr Dr. Lehr an anderer Stelle schon aus­führlich hingewiesen. Zu bemerken ist, daß die meisten der von ihm genannten landwirtschaft- lrchen Maschinen in der Ausstellung von den Firmen Maschinenfabrik Tröster, Butzbach, Edg. Borrmann und Brinkmann, Gießen, gezeigt werden. Tröster zeigt eine Häcksel­maschine, Rübenschneidemaschine, Schrotmühle u. o_, Borrmann die bekannten Alfa-Milch- zentrifugen in Ausführung mit elektrischem An­trieb und Brinkmann eine Hausmolkerei. Letztere ch unter den landwirtschaftlichen Maschinen und Apparaten eine besonders beachtenswerte Leu- hell. Zentrifuge, Butterfaß und Butterkneter find zusammen gebaut, mit elektrischem Antrieb versehen und einzeln wie auch gleichzeitig ver­wendbar. Größeren Bauern- und Hosgütern wird diese Hausmolkerei zweifellos willkommen sein

Daß elektrische Beleuchtung und Haushalt apparate aller Art, wie Heiz- und Kochapparate elertrische Waschmaschinen usw. auch der länd­lichen Hauswirtschaft dienlich und nützlich sind braucht hier nur kurz erwähnt zu werden.

6°-f?erlr9t Aundgang durch die Elektrizi- tatsausstellung, daß das Arbeitsfeld der Elektri­

zität umfangreich und ständig im Wachsen be­griffen ist. Was gestern noch nicht war, ist morgen Wirklichkeit, unaufhaltsam schreitet der Siegeszua der Elektrizität vorwärts, Technik und Wirtschaft fortschrittlich beeinflussend.

Diplom-Ingenieur Weber.

Die Abteilung Obstbau.

Wollte man die auf 35 Geviertmter zusammen- gedrängte Obstausstellung mit einer Beteiligung von 11 Ausstellern mit der letzten Obstausstellung im Jahre 1922 vergleichen, wo 75 Obstzüchter sich mit ganz hervorragenden Sammlungen beteiligten, so würde man ein ungünstiges Bild unserer dies­jährigen Beranstaltung gewinnen. Die Ursache ist weder in einem Nachlassen des Interesses für den Obstbau, auch nicht im spärlichen Behang der Apfel­bäume, sondern einzig im Mangel an Raum zu suchen. Eine ganze Reihe von Anmeldungen mußten aus diesem Grunde unberücksichtigt bleiben.

Den erstenPreis trug die Kreisstraßen- Verwaltung mit 56 Sorten Aepfeln und Birnen davon. Größe und Beschaffenheit der Früchte sind derart, daß wiederholte Bemerkungen zu hören wa­ren über die Herkunft dieser schönen Schaufrüchte. Es kann jedoch versichert werden, daß alle Früchte von Straßenbäumen des Kreiss Gießen stammen, aller­dings von Bäumen, die im besten Alter und gün­stiger Lage stehen. Die besten Aepfel in den Sorten Schöner von Boskop, Graue französische Renette, Champagner Renette stammen von der Kreisstraße GanseburgReiskirchen. An der Landstraße Hun­genInheiden wuchs der Gelbe Edelapfel. Die Landsberger Renette ist an der Straße LichStein­bach, der Boikenapfel bei Arnsburg und die Gold­parmäne an der Kreisstraße Alien-Buseck nach Dau- bringen geerntet. Die Goldparmäne hat auch in diesem Jahre ihren Ruf als nie versagende Sorte aufs neue bestens bewährt. Birnen von besonderer Schönheit sind in den Sorten Gute Graue, Hofrats­birne, Neue Poiteau, Runde Mundnetzbirne und Marie Luise vorhanden. Diese Sorten sind es auch, welche sich bisher am besten bewährten. Die letz- gcnante hat vor der Guten Luise den Vorzug, daß sie auch in ungünstigen Jahren schorffrei bleibt. Sie reift zwar einige Tage früher, ist ihr jedoch sonst ebenbürtig, wenn nicht überlegen. Entnommen sind die ausgestellten sehr schönen Früchte an der Straße SteinbergGarbenleich.

Das größte und reichhaltigste Obstsortiment mit 75 Sorten entstammt der f ü r st l i ch e n H o f - gärtnerei Lich. Sämtliche Früchte sind sau­ber, sorgfältig geerntet und auch richtig be­nannt. Das Sortiment enthält fast alles, was in unserer Gegend an gutem Obst gebaut wird, zum größten Teil in Früchten von hervor­ragender Schönheit; so z. B. Gravensteiner, Gold­renette von Blenheim, Landsberger und Graue Herbstrenette, Schöner von Boskop, Boikenapfel, Roter Eiferapfel, Holländische Renette, Ontario, Neue Goldparmäne oder Streuwalds Parmäne, ein Abkömmling von Ribstons Pepping. Der schönste Apfel, welcher bestechendes Aussehen mit Güte ver­eint, der Moringer Rosenapfel, ist in dieser Samm­lung hervorragend vertreten. Seines lachenden Aussehens wegen dürfte er eine bedeutende Zukunft haben. Außer den bereits im Sortiment der Kreis- ftroße genannten Hauptsorten sind in der Licher Sammlung noch folgende wichtige Birnensorten zu finden: Beukes Beste, Herzogin von Angorleme, Clairgeaus Butterbirne, Mad. Faber, Mad. Verte, Zoi, eine alte, überaus gute Winterbirne und viele andere. Die geschmackvoll mit Dahlien der Sorte Krimhilde geschmückte Licher Zusammenstellung wurde mit einem 2. Preise ausgezeichnet.

Das ebenfalls außerordentlich 'schöne Obst des Ob st - und Gartenbauvereins Heuchel­heim beweist, daß hier der Obstbau auf beachtens­werter Höhe steht. Wir müssen uns die Aufzählung besonders gut vertretener Sorten versagen, weil eigentlich alles zu loben ist, dürfen jedoch auf eine Anzahl von Lokalsorten Hinweisen, die der Zusam­menstellung einen besonderen Wert verleihen. Sie heißen: Allendorfer Rosenapfel, ein reichtragender, wenig verbreiteter Apfel, der als Baum gut wächst und reichlich trägt. Der Apfel von lachendem Aus­sehen hält sich bis April. Ferner Friedberger Bohn- apfel und Schneeapfel. Eine Aepfelsorte, die als Massenerträger eine Zukunft besitzt, darf hier nicht übergangen werden. Auch diese Sammlung erhielt einen zweiten Preis.

In Gruppe II, weniger als 30 Sorten, erhielten Büxler, Gießen, einen ersten, Lehrer Heinr. Becker und Stadtverordneter W i n n , Gießen, je einen zweiten, sowie Geschwister H e l f e n b e i n einen dritten Preis. Als besonderer Erwäh­nung wert seien genannt: Aus der Sammlung Büxler Apfel Minister von Hammerstein, von Birnen Triumph von Vienne. Von Becker Zukka- maglw-Renette, Birne Josephine von Mecheln und Le Sedier. Als Beweis, wie reichtragend die Obst- bäume in den Gärten des Herrn Winn sich er­weisen, sind an der Rückwand eine Anzahl frucht- beladener Zweige von Obstbäumen angebracht. Auch das übrige Obst läßt die Pflege der Bäume erkennen.

In Gruppe III wurden erteilt: 1. Preis Justus Wenzel, 2. Preis Lina M öh l.

In Gruppe IV erhielt den 1. Preis Carl Ein­häuser, Gießen.

Wenn auch die Obstabteilung nicht so ausgedehnt werden konnte, wie dies erwünscht gewesen wäre, 1°. findet sie dennoch ihrer Wichtigkeit entsprechend viel Beachtung.

Kinderfest.

Das gestern nachmittag in bar Volks- Halle veranstaltete Kinderfest war außer­ordentlich gut besucht. Schon in den ersten Lach- mtttagsstunden entwickelte sich in den Zugangs­straßen besonders reger Verkehr. Auch die Stra­ßenbahn hatte zeitweise Hochbetrieb. (Singettitet wurde das Fest durch einen Zug der ABC.- Schutzen, die von der Stadttnäd-chenschule mit Musik nach der Volkshalle marschierten. Hier angekommen, wurden die Kleinen nach dem Ge° sang zweier Lieder zunächst mit Kakao und

Zutatem

S Pfi ZS'*81*- °d-ieWMchco- | V« PH- feinste, Weizenmehl, '4 /< Dr. Oetkers feiner Stärkepuder

1 Toffel Dr. Oetker. VaniUm-Zucker,

_______________1 Teelöffel Dr. Oetker. BadcpulvarBackin.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Aus dem Kreise Wetzlar, 15. Sept. Die Maul- und Klauenseuche verbreitet sich im hiesigen Kreise immer weiter. Sie ist jetzt neu ausgebrochen in Oberlemp, Werdorf und in der Stad Wetzlar; in letzterer gilt sie jedoch als wieder erloschen, da sie nur in einem Stalle ausgebrochen war und der Viehbesitzer den erkrankten Vieh­bestand abgeschlachtet hat.

g. Krofdorf, 15. Sept. Der hiesige S ch ü t - zenverein hielt am Sonntag sein Herbst- schießen in der neuerbauten Schießhalle ab. Zahl­reiche auswärtige Schützen waren zu dem Preis­schießen erschienen. Geschossen wurde auf 100 Meter 12-Ringscheibe. Den 1. Preis erhielt mit 36 Ringen bei drei Schuß Hermann Nieder- gall, 2. Preis mit 35 Ringen W. Weber I., Hochelheim, 3. Preis H. Birkenstock, Hochel- heim, 4. Preis W. Volk, Großen-Linden, 5. W. Weber II., Hochelheim, 6. Adam H i e f, Löhn- berg, 7. Joh. Köhler, Hochelheim, 8. H. We­ber, Großen-Linden, 9. W. Fries, Krofdorf, 10. K. Wagner, Krofdorf, 11. Pf. Schüttler^ Großen-Linden, 12. Fried. Bach, Hochelheim. Den Ehrenpreis erhielt mit 32 Ringen bei drei Schuß W. W e b e r , Hochelheim.

$ Lützellinden, 15. Sept. Am Sonn­tag beging der hiesige Turnverein fein A b - turnen, an dem sich auch ein auswärtiger Turn­verein beteiligte. Nachdem sich am Nachmittag ein stattlicher Festzug durch die Ortsstraßen bewegt hatte, begannen auf dem Spielplatz die Wettkämpfe, zu denen sich zahlreiche Zuschauer eingefunden hatten. Die Kämpfe bestanden aus Freiübungen, Ge­räteturnen und volkstümlichem Turnen. Die sehr guten Leistungen zeugten von regem Eifer für die Turnsache.

00 Weidenhausen, 15. Sept. Bei dem am Sonntagabend niedergegangenen Gewitter rich. tete eine Windhose hier großen Schaden an. Das Dach eines Wohnhauses und das Dach einer Scheune wurden teilweise abgedeckt. An ver- schiedenen Bäumen riß der Sturm starke Aestc ab. Getreide, das noch auf dem Felde stand,, wurde eine ganze Strecke weit fortgeschleudert. Am übel- sten wurde dem Besitzer einer Zucker- und Spiel- warendude mitgespielt, der diese gelegentlich des Kirchweihfestes auf der Ortsstraße aufgestellt hatte. Die Bude wurde von der Windhose in die Höhe ge­rissen und samt ihrem Inhalt vollständig zer- trümmert Hierbei ging auch ein Teil des einkassier- ten Geldes verloren.

Kreis Marburg.

WSL. Marburg, 15. Sept. Zum wieder­holten Male sand der Lokomotivführer des Kreisbahnzuges Marburg Drei­hausen kurz vor der Einfahrt in den Bahnhof Dreihausen schwere Steine auf den Schie­nen. Dem Beamten gelang es jedesmal, den Zug noch zum Stehen zu bringen unb so Menschen­leben und Material vor schwerem Schaden zu be- wahrem Den eifrigen Bemühungen der Kreis­bahndirektion ist es jetzt gelungen, den Täter in der Person eines elfjährigen Iungen aus Dreihausen ausfindig zu machen. Aehnliche An­schläge auf die Kreisbahnstrecke sollen von Kin­dern rn der Lahe von Cappel verübt worden sein. Der vierjährige Iunge einer hiesigen Familie, der bei seinen Spielsachen auch Insla- tionsscheine besaß, nahm aus der Kommode 65 Mark guter Geldscheine und ließ diese auf die Straße flattern. 17 Mk. konn­ten noch gerettet werden, während die andern ihre Liebhaber fanden.

Maingau.

F r a n k f u r t a. M., 15. Sept. (W6D.) Lach langen Beobachtungen gelang es Beamten der hiesigen Kriminalpolizei, den seit vielen Monaten gesuchten und schon oftmals vorbestraften Ein­brecher Wilh. Scherf fest zu nehmen. Seine Spezialität waren Mansardenein­brüche.

Kreis Limburg.

Limburg, 15. Sept. (WSA.) Heule vor- mittag wurde zwischen Langenhahn und W e st e r b u r g der Strecke LimburgAlten- krrchen ein mit einer Kuh bespanntes Bauern« fuhrwerk angefahren und der Hintere Teil des Wagens zertrümmert. Menschen wurden nicht verletzt. Die Ursache dürfte in dem Scheuwerden der Kuh zu suchen sein.

Sandtorte

Gebacken mit Dr. Oetker1, BackpulverBackin", Dr. Oetker1! feinem Stfirkepuder

-------Gushn" und Dr. Oetker^Vanillin-Zucker"