Nr. 217 Zweites Matt
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen) vannerstag, 16. September 1926
Gartenbau und Elektrizität.
Düngung im Aleingartenbau.
Don Landw.-Rak Dr. Scha d, Butzbach.
Düngung ist Nährstoffzufuhr, Dünger ist Pflanzenfutter. Durch die alljährlichen Ernten wird dem Vorrat des Bodens an Pflanzennähr- • stoffen ein Teil seines Bestandes entzogen; sollen die Ernten nicht zurückgehen, so muh hierfür wieder Ersah geschaffen, cs muh gedüngt werden. Denn nur so können, wenn die übrigen Wachs- lumsfaltorcn Licht, Luft, Feuchtigkeit und Wärme vorhanden find, Höchsternten erzielt werden.
Die Pflanze bedarf zu ihrer Existenz vielerlei Nährstoffe, die mit Ausnahme des Kohlenstoffs, der durch die Spaltöffnungen der Blätter ausgenommen wird, alle durch die Wurzeln ihren Weg nehmen, indem sie in der Bodenflüssigkeit gelöst aufgesogen werden. Sollen die Pflanzen gedeihen und sich regelmäßig entwickeln, so müssen alle benötigten Nährstoffe in aufnehmbarer Form zur Verfügung stehen. Fehlt es im Boden an einem Nährstoff, so nützt die Pflanzen der Hdberfluß der andern nichts, denn sie richten sich in ihrer Entwicklung nach dem Nährstoff, der in geringster Menge im Boden vorhanden ist. Sie folgen bei der Nährstoffaufnahme dem sogenannten Gesetz vom Minimum. Auf die^oben erwähnten Wachstumsfaltoren Licht, Luft, Feuchtigkeit und Warme hat der Mensch meist keinen oder nur beschränkten Einfluß, aber er ist in der Lage, die Entwicklung der Pflanzen durch Darbietung der benötigten Nährstoffe zu fördern. Viele von diesen sind gewöhnlich in der von der Pflanze benötigten Menge im Boden vorhanden. Zuführen muß der Mensch nur die sogenannten Kernnährstoffe, den Stickstoff, das Kali, die Phosphorsäure und den Kall. Ihrem genügenden Vorhandensein ist besondere Beachtung zu schenken, da die Pflanze dieser Nährstoffe zu einer gesunden Entwicklung gewöhnlich über den im Boden an ihnen vorhandenen Vorrat bedarf. Sie nimmt sie am meisten als Nahrung auf und ihr Mangel beeinflußt sichtlich den Ernteertrag.
Vieles ist in den letzten Jahrzehnten in Veredelung und Verbesserung der Ernährung der landwirtschaftlichen Kulturpflanzen geschehen. Gewaltige Steigermrgen der Ernten, Verdoppelung der Erträge lohnen reichlich die Aufwendungen der Landwirte. Aber in gärtnerischen Betrieben liegen diese Dinge häufig noch sehr im argen. Ertragreiche Sorten hat man wohl gezüchtet, der Kleingärtner lauft sie und baut sie an in seinem Garten; vollen Erfolg aber können sie ihm meist nicht bringen, weil es an der ausreichenden Ernährung fehlt. Hochgezüchtete Sorten aller Gartengewächse verlangen reichliche Nährstoffzufuhr, wenn sie Höchsterträge bringen sollen, eine Nährstoffzufuhr, die in Verabreichung der üblichen Wirtschastsdünger lange nicht gewährleistet ist. Gewiß wird im Stallmist, in der Jauche, in Fäkalien und den verschiedensten Abfällen aller Art, dem Boden ein Teil der ihm durch die Ernten entzogenen Nährstoffe zurück- erstattet, aber diese in den Wirtschaftsdüngem verabreichten Nährstoffe reichen bei weitem nicht aus. um bei unseren hochgezüchteten gärtnerischen Kulturen aller Art Hochsternteir zu erzielen. Auch der Kleingärtner muß dazu übergehen, die in den Wirtschaftsdüngern verabreichten Nährstoffmengen durch künstliche Düngung zu ergänzen.
Die Nährstoffzufuhr in Form von künstlichem Dünger erstreckt sich in erster Linie, wie schon erwähnt, auf die Kernnährstoffe: Stickstoff, Phos- phorsäure und Kali. Auf kalkarmen Böden muß hierzu noch in gewissen Zeitabständen die Zufuhr von Kalk treten. Auch muß auf die Eigenart des Nährstoffbedürfnisses der einzelnen anzubauenden Pflanzen Rücksicht genommen werden. So ist es bei der überaus reichen Auswahl der heute im Handel befindlichen künstlichen Düngemittel dem Kleingärtner, der sich in seiner gewöhnlich doch nur kurz bemessenen arbeitsfreien Zeit natürlich nicht mit all diesen Düngungsfragen eingehend beschäftigen kann, gewiß nicht leicht, die richtigen Mengen der von der Pflanze benötigten Nährstoffe zu verabreichen, d. h. rationell zu düngen.
Ohne gründliche Vertiefung in die Grundzüge der Düngerlehre wird er sich nicht zurechtfinden können unter den stickstoff-, kalt- und phosphorsäurehaltigen Düngemitteln, zumal die für die Bemessung'der einzelnen Gaben wichtigen Gehalte derselben an den eir^elnen Kernnährstoffen durchaus verschieden sind. Die verabreichten Gaben werden zu stark oder zu gering ausfallen, das Verhältnis der einzelnen Nährstoffe zu-einander wird nicht das richtige fein und der Erfolg wird in Frage gestellt.
Der Kleingärtner braucht deshalb einen Mischdünger, der alle von der Pflanze benötigten Kernnährstoffe im richtigen Verhältnis enthält, und der nach der beigegebenen Gebrauchsanweisung zu den einzelnen Gartengewächsen verabfolgt, vollen Erfolg verbürgt.
Die ganze künstliche Düngung, die Ergänzung der Wirtschaftsdünger im Kleingartenbau, muß vereinfacht werden, wenn sie Allgemeingut werden und Erfolg haben foIL
Wir sind auf dem Gartenland in der Lage, wesentlich höhere Erträge zu erzielen als auf dem Acker. Die Voraussetzungen find hier ganz andere, da eine viel sorgfältigere Bearbeitung und vor allem ausreichende Bewässerung möglich ist. Die Wachstumsverhältnisse im Garten sind stets besser als auf dem Acker, der Gartenbau ist die intensivere Bewirtschaftung des Bodens, aber höhere Erträge sind natürlich auch nur in Erhöhung der Nährstoffzufuhr, der Düngung, bedingt.
Wir haben nun heute einen solchen Volldünger, d. h. einen Mischdünger, der die Kern- Nährstoffe im richtigen von der Pflanze benötigten Verhältnis besitzt und den Bedürfnissen des
Gartenbaus entspricht. Es ist dies der „Harn- stoff-Kali-Phosphor", der, wie der Name schon sagt, Stickstoff, Kali und Phosphorsäure_ enthält.
Stickstoff kommt in den einzelnen künstlichen Düngemitteln in verschiedenen Formen vor, die je nach dem Grade ihrer Löslichkeit rascher oder langsamer von der Pflanze aufgenommen worden können. Auch ist der Stickstoff der Nährstoff, der gewöhnlich im Minimum int Boden vorhanden ist. Der neue Volldünger enthält deshalb 29 Proz. Stickstoff — in einem Zentner also 29 Pfund reinen Stickstoff als Pflanzennahrung — und er enthält ihn, um eine möglichst gleichmäßige Versorgung der Pflanze mit Stickstoff zu gewährleisten, teils in rascher, teils in langsamer wirkender Form. Die 29 Teile Stickstoff sehen sich zusammen aus 6 Teilen Ammoniakstickstoff, 4 Teilen rasch wirkendem Salpeter
Geh.-Rat Prof. Dr. Wagner schreibt: „Diese Ergebnisse sind von großem Wert, denn sie machen uns die Aufgabe der zweckmäßigsten Düngung der Gärten und der Topfgewächse leicht. Das Nährstofsbedürfnis der verschiedenen Pflanzenarten ist sehr ungleich, die schnell wachsenden, die viel Kraut, Blätter, Stengel, Blumen und Früchte bildenden' haben mehr Nahrung nötig als die langsamer und schwächer sich entwickelnden. Wollte man aber im Garten und bei Topfkulturen jeder einzelnen Pflanzenart die ihrem besonderen Bedürfnis entsprechenden Nahrungsmengen zumessen, so würde das ungemein schwierig und praktisch nicht durchführbar sein. Durch unser Verfahren aber löst sich die Aufgabe leicht. Der größere oder geringere Nähr- .ftoffbebarf der Pflanzen fällt mit ihrem größeren oder geringeren Wasserbedarf sehr nahe
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Unsere Einladung hat einen vollen Erfolg gehabt. Die Zeitungsanzeige tritt während der Ausstellungszeit vom 11. bis 19. Sept, in besonders sorgfältiger und geschickter Aufmachung in die Erscheinung. Wir bitten deshalb erneut alle Leser des Gießener Anzeigers um die Beantwortung folgender Frage:
Welche ÄrMfehkmss<mze!s§ den LlmnWemr des Gresterrsv Ameigsvs vom 41. bis 19. Seviembev em- schNetzKch rrmchi den lshhafiesierr GndvuÄ Gis? Bei der Beantwortung darf nur eine Anzeige mit ihrer Nummerbezeichnung benannt werden unter Anfügung der genauen Anschrift des Einsenders. Die Nummer muh also deutlich geschrieben über der Anschrift stehen. Andere Zusätze sind nicht angängig. Die Einsendungen, die am zweckmäßigsten auf Postkarten vorgenommen werden, müssen am 21. Sept, bei uns eingegangen sein. Die Einsender, deren Nummernangaben sich in größter Zahl auf die bevorzugten Anzeigen vereinigen, werden in drei Gruppen geteilt und für ihre Mitarbeit mit folgenden Geldbelohnungen bedacht:
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stickstoff und 19 Teilen Harnstoffstickstoff. Ferner enthält das Düngemittel „Harnstoff-Kali-Phos- phor", noch 14,5 Teile Phosphorsäure und 14,5 Teile Kali. Alle diese genannten Nährstoffe sind in einer Form enthaften, in der sie leicht und restlos von der Pflanze aufgenommen werden können.
Die landwirtschaftliche Versuchsstation in Darmstadt hat diese Düngermischung empfohlen, sie hat sie in vielen Versuchen ausprobiert und als durchaus zweckmäßig festgestellt. Vor allem wurde auch, um die Gartendüngung mit diesem Volldünger möglichst zu vereinfachen, die Frage geprüft, ob die Nährstoffe nicht dadurch in gelöster Form direkt den Pflanzen zugesührt werden können, indem man das Düngemittel nicht auf den Boden streut, sondern als Lösung im Gießwasser gibt. Es war bei diesen Versuchen natürlich sehr wesentlich, die richtige Menge und Konzentration zu finden, die hinreicht, um bei ständiger Verwendung im Gießwasser die Pflanzen einerseits voll zu sättigen und zu üppigster Entwicklung zu bringen, anderseits aber auch die Pflanzen nicht zu überfälligen und so mit dem Düngemittel Verschwendung zu treiben oder die Pflanzen durch diese Heberfättigung gar zu schädigen.
Die umfangreiche Versuchsanstellung inDarm- stadt ergab mit großer Deutlichkeit, daß die Lösung von 5 Gramm des Düngemittels in 10 Liter Wasser, also dem Inhalt einet Gießkanne, ausreicht, um die Pflanzen zu fälligen und zu voller Entwicklmig zu bringen. Durchs eine Verstärkung der Konzentration der Lösung (7 Gramm in 10 Liter Wasser) konnte die Wirkung nicht mehr gesteigert werden.
zusammen. Es kann somit eine sehr einfache, für alle Verhältnisse gellende Vorschrift für die Verwendung des Nährsalzes gegeben werden. Sie lautet: Man lose 5 Gramm Nährsalz in 10 Liter Wasser auf und gieße mit dieser Losung die Pflanzen so oft sie Wasser brauchen und solange die Zeil ihrer Entwicklung dauert. Hort die Neubildung von Blattern, Stengeln, Kraut und Blüten auf, so stellt man die Düngung ein und gießt nur noch mit Wasser. Perennierende Pflanzen werden von Oktober ab nicht mehr gedüngt, da das Holz ausreifen muß, um für den Winter widerstandsfähig zu werden. Dunklere Färbung der Blätter ist ein Zeichen von Gesundheit. Tritt aber eine sehr starke Dunkel färbung ein, so ist dies ein Zeichen von Heberfättigung und es ist dann zweckmäßig die Düngung zu unterbrechen."
Natürlich kann das Nährsalz, wie alle künstlichen Düngemittel auch in trockener Form gestreut werden. Bei Bedarf kann dann diese Düngung noch durch ein Begießen mit in Wasser gelöstem Nährsalz ergänzt werden. In fester Form gibt man den Dünger einige Tage vor der Saal oder dem Pflanzen und vermischt ihn mit dem Boden. Direkt mit der Saat den Dünger auszustreuen ist wegen eventueller Beeinträchtigung der Keimfähigkeit nicht zu empfehlen. Später als Kopfdünger kann er unbekümmert gestreut werden, vorausgesetzt, daß die Pflanzen trocken und nicht betaut sind, weil sonst leicht Beschädigungen eintreten tonnen, lieber die zu verwendenden Mengen gibt die dem Nährsalz beigegebene Gebrauchsanweisung Auskunft. Aber diese Zahlen sind auch natürlich nur ein Anhalt über die zu verabreichenden Düngermengen, die
sich nicht nur nach dem Bedürfnis der einzelnen Kulturpflanzen zu richten haben an den einzelnen Nährstoffen, sondern auch nach der Inanspruchnahme des Bodens durch die Vorfrüchte und nach dem Nährstoffvorral des Bodens selbst.
Durch die Schaffung des „Harnstoff, Kali, Phosphor" ist jedenfalls ein bedeutender Fortschritt erzielt, für die Düngung gerade im Kleingartenbau. Ohne viel Kenntnisse in Pslanzen- ernährungs- und Düngerlehre ist der Kleingärtner bei vorschriftsmäßiger Anwendung dieses Nährsalzes in die Lage gesetzt, die Erträge seines Gartens in einer Weise zu steigern, die ihn auch über die Zweckmäßigkeit und Rentabilltät dieser Maßnahmen nicht im Zweifel lassen wird.
Elektrische Heißwasserspeicher.
Von Dipl.-Jng. Emil M a l k o m e s i u s.
Einer der neuesten Stromverbraucher ist der elektrische Heißwasserspeicher, der sich als Boiler- und Badeofen immer mehr einzu- sühren beginnt. Bei den meisten der Slrom- tonfumenten herrscht allerdings noch gänzliche Unklarheit über das Wesen und die inneren Vorgänge eines derartigen Speichers. Zweck dieses Aufsatzes soll fein, in der Kürze des Raumes einen lieberblick zu geben über den Speicher und seine Wirkungsweise. Der elektrische Heißwasserspeicher ist, wie der Name schon sagt, ein Behälter, in dem mittels elektrischen Stromes Wasser erhitzt wird, das durch eine Wärmeisolalion vor der Wärmeabgabe an die umgebende Luft geschützt wird und dadurch mehrere Stunden heiß erhalten wird.
Es gibt nun verschiedene Speicherarien. Diese unterscheiden sich erstens nach der Art und Weise, wie das Wasser ihnen entnommen wird und zweitens nach dem Druck, der in dem Speicher herrscht. Man unterscheidet also Heber* laufspeicher und Ablaufspeicher. Bei den Heberlaufspeichern tritt das falte Wasser von unten in den Behälter ein und drückt das spezifisch leichtere heiße Wasser durch ein Heberiaufroßr oben heraus, d. h. das kalte Wasser wird der Wasserleitung entnommen und hebt durch fein Nachdrängen von unten den Wasserspiegel in dem Speicher. Das senkrecht durch den Speicher geführte Heberlaufroßr reicht bis kurz über den oberen Wasserstand. Hebt sich nun der Wasserspiegel, so nimmt das Ablaufrohr die abfließende Wassermenge auf und fühlt sie unten durch einen Schwenkarm ab. Der Speicher ist also dauernd mit Wasser gefüllt. Hierdurch sind die elektrischen Heizkörper, die in den Speicher ßineinragen, vor Beschädigung durch Ueber- hihung geschützt. Die Heberlaufleitung, also der Warmwasseraustritt, darf keinerlei Absperrorgane enthalten zur Sicherung gegen etwaige Drucksteigerungen in dem Speicher. Verteilt sich der Warmwasserverbrauch auf mehrere Stunden, so tritt eine gewisse Mischung von kaltem und warmem Wasser in dem Speicher ein, d. h. die Temperatur wird sinken. Dies tritt allerdings nur dann ein, wenn tagsüber durch Bestimmung des Elektrizitätswerkes nicht nachgeheizt werden kann. (In Gießen bestehl keine derartige Verfügung.) Wünscht man laues Wasser, so sind die meisten Speicher mit einer Mischbatterie versehen, .wie sie von den Badeofen schon bekannt sein dürfte. Der Heberlaufspeicher ist also dann gut anzuwenden, wenn zu jeder Tageszeit Heizstrom dem Netz entnommen werden kann, oder wenn bei Nachtladung am Ende der Verbrauchs- zeil die Temperatur nicht hoher als 50 Grad Celsius zu sein braucht. In der Kaliwasserleitung ist oft auch noch ein Staasieb, das die Durchwirbelung mit dem heißen Wasser möglichst vermeidet. Manchmal liegt das Heber- laufrohr auch in der Wärmeisolierung, d. h. zwischen Wasserbehälter und äußerem Mantel. Hierdurch wird das auslretende heiße Wasser nicht durch das nachdringende kalte abgekühll.
Bei den Ablaufspeichern tritt das falte Wasser unten ein, der Speicher wird hoch gefüllt bis zu einem Heberlaufrohr und dann wird die Speisung abgestellt. Nun kann man z. B. nachts den Speicher in acht Stunden auf eine T-mpera- tur von 80 bis 90 Grad Celsius hochheizen. Tagsüber erfolgt dann die Wasserentnahme an derselben Stelle wo die Speisung erfolgir. Es wird also während des Betriebs fein kaltes Wasser nachgefülll; das Wasser bleibt bis zum letzten Rest heiß. Dieser Speicher erfordert eine aufmerksame Bedienung, denn er muß vor der Heizung mit Wasser gefüllt sein, da sonst die Heizpatrone beschädigt wird. Bei manche«; bleibt auch bei vollkommen entleertem Speicher der Heizkörper im Wasser. Verdampft nun dieses infolge der nicht ausgeschalteten Heizung und versagt der Temperaturschafter, so trennt eine Schmelzsicherung den Strom und schützt den Speicher vor Beschädigung. Der Ablaufspeicher eignet sich also besonders für Nachiladung zu verbilligtem Tarif und da, wo man dauernd Wasser von 75 bis 80 Grad Celsius benötigt. Die Speicher, die gewöhnlich im Haushalt verwendet werden, sind Niederdruckspeicher, d. h. sie sind auf einen Druck von 1 bis 2 Atm. Heberdruck geeicht. Dre meisten Niederdruckspeicher sind vielfach nur für eine Zapfstelle eingerxßtet. Will man mehrere Zapfstellen anschließen, so »rfolgt die Speisung des Speichers nicht direkt von der Wasserleitung, sondern über ein Schwimmergefäß. Die beste Anordnung zur Bedienung mehrerer Zapfstellen ist der H o ch d r u ck s p e i ch e r, der mit einem Betriebsdruck von 6 bis 8 Atm. arbeitet und einem Prüfdruck von 10 bis 12 Atm. unterworfen wird. Die Hochdruckspeicher s ad in der Speiseleitung mit einem Sicherheitsventil und einem Rückschlagventil versehen. Sie sind in bezug auf die Speisung reine Durchlausapparate, d. h. das kalte Wasser tritt unten ein und das heiße wird oben entnommen.
Besucht die Weren-Ausstellung im Saalbau Sauer
Eintritt für jedermann frei! 7464a Konsumverein Gießen u. Umg.


