Ausgabe 
16.4.1926
 
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Gerichtssaal

4.30

und

So backt man Schokoladentorte mit MONDAMIN

4,181

15,.54

109,58 20,35

14,29

167,86

16,89 90,52

59,07

111,97

80,885 59,60

12,402

5. >3

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. TL Telegraphische Auszahlung.

4,201 15,62

110,12

20,45

14,37

168,70 16,97 90,98 59,37

112,53

81,285

59,90

12 462

5,87

innerte man sich anläßlich des Ablebens von Auoust Thyssen der Entwicklung der Thyssenschen Eisen­werke, die ebenfalls die rein persönliche Note ihres Gründers tragen. Wenn man diesen Industriellen einen Nachruf schreiben soll, der ihrem Leben ge­recht wird, so braucht man nur die Entwicklung ihrer Werke zu schildern. In ihnen spiegelt sich ihr ganzer Arbeits- und Gedankenkreis wieder. Vor ungefähr 50 Jahren begann Benno Orenftein mit seinem Freunde Arthur Koppel an der Stelle, an der sich jetzt am Tempelhoser Ufer in Berlin das gewaltige Ver­waltungsgebäude der Firma erhebt, einen Handel mit Feld- und Kleinbahnmaterial. An eine Fabri­kation war damals noch nicht zu denken. Orenftein war, als er sich selbständig machte, 24 Jahre alt. Allmählich gewann das Handelsgeschäft seiner Ge­sellschaft eine weltumspannende Bedeutung, und nach einigen Angliederungen schritt die Firma Orenftein & Koppel später auch zur eigenen Fabrikation. Sie stellt jetzt seit langem Waggons, Lokomotiven, Sig­nalanlagen, Bagger, Brücken, Motoren, auch ganze Eisenbahnanlagen und anderes her. Das Eisenhan­delsgeschäft spielt immer noch eine besondere Rolle. Im Jahre 1897 wurde das Privatunternehmer! in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, deren Kapital 4 Millionen Mark betrug. Inzwischen hat sich der Betrag des eigenen Kapitals verneunfacht. Die Ex- pansionspolitik der Inflationszeit hat Orenftein nicht mitgemacht. Manchem seiner jüngeren Mitarbeiter mag dies etwas altmodisch erschienen sein. Die neueste Entwicklung der wirtschaftlichen Verhältnisse in Deutschland hat aber die Vorsicht gelohnt. Noch in der letzten Generalversammlung der Firma wies Geh. Nat Orenftein mit besonderer Befriedigung darauf hin, daß die Firma jetzt ohne Bankschulden dastehe und auch weiterhin die Absicht habe, ihre Finanzentwicklung mit besonderer Aufrnersamkeit zu leiten. Dadurch zeichnet sich diese Gesellschaft vor­teilhaft vor solchen Betrieben aus, die an sich auf gesunder Grundlage gewachsen sind, neuerdings aber nicht die kaufmännisch unbedingt notwendige Vor­sicht walten ließen und daher in bedrängte Verhält­nisse geraten sind. Allerdings muß zugegeben wer­den, daß die letzten Jahre an die Leiter der großen wirtschaftlichen Unternehmungen ganz besondere Anforderungen stellten.

Rundfunk-Programm deS frankfurter SenderS. (Aus der.Radio-Umschau".) Samstag, 17. AprlL

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Gottesdienst der isr. Religtonsgefellschaft. Sabbatfeier, den 17. April 1926. Freitag abds. 6.55 Samstag Dorrn. 8.00, nachm. 4.00, SabbatauSg. 8.10 Wochengottesdienst: morgens 6.30, abends 6.30.

Israelitische Gemeinden.

Isr. Religionsgemeinde. GotteSd. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, den 17. April 1926. Dorabd. 7.00, morgens 8.30, abends 7.30, und 8.10.

London erneut nachgebende Tendenz. Brüssel no­tierte 130,75 gegen London. Mark und Pfund liegen unverändert fest.

Börsenkurse.

Frankfurt a. TL, 14. April. (WSA.) Witte Dezember vorigen Jahres begab sich die Frau eines Schreiners aus Aiederrad in die Ve° Handlung des dort seit über 25 Jahren tätigen Heilkundigen Max Joseph Leidl. Die Frau hatte am Hinterkopfe ein erbsengroßes Geschwür. Leid! ve.schrieb der Frau, den Karbunkel mit Oelläppchen aufzuweichen, und später das sich öffnende Geschwür mit Wasser und Kernseife auszuwaschen. Aach einigen Wochen verschlim­merte sich der Zustand der Frau. Erst in letzter Stunde wurde ein Arzt hinzugezogen, der die Frau operierte und ihre Ueberführung ins Krankenhaus veranlaßte, wo sie nach zwei Stun­den verstarb. Leidl hatte sich deshalb wegen TAO «lässiger Tötung vor dem erweiterten Schöffengericht zu verantworten. Die Beweis­aufnahme ergab, daß der Angeilagte die beforg- ien Angehörigen der Frau mit den Worten: Alles hat seine Zeit!" vertröstet und nie darauf gedrungen bat, einen Arzt zu Täte zu ziehen. ®r]t in letzter Stunde habe er dazu geraten ®te Sachverständigen Dr. Lenz, Dr. Gebe» ling und Dr. Aoth bekundeten überein­stimmend, daß das Leben der Frau hätte ge­rettet werden können, wenn rechtzeitig ein opera­tiver Eingriff erfolgt wäre. Das Gericht Der- urteilte den Angeklagten nach mehrstündiger Ver- Handlung wegen fahrlässiger Tötung zu vier Mo n a t e n G e f ä n g n i s. Der Angeklagte habe nicht rechtzeitig einen Arzt zwecks Vornahme eines operativen Eingriffs zugezogen. Statt dessen fei der Eiter durch unsachgemäße Behand» umg in die allgemeine Blutbahn gekommen habe dadurch den Tod herbeigeführt.

Geld | Brie'

Büchertisch.

Alfred Aeumann: König Haber. (Engelhvrns Romanbibliothek, Band 992, bro­schiert 1 Mk., Ganzleinen 1,75 ML, in Halbleder 4 Mk.) Alfred Aeumann, der als Erzähler immer mehr in den Vordergrund tritt und als einer der feinsten und reifsten Gestalter der jüngeren Dichtergeneration anerkannt wird, schil­dert in seiner neuen in Cngelhorns Roman­bibliothek erschienenen Erzählung das tragische Schicksal eines Emporkömmlings, der durch seine politische und persönliche Geltung auf eine un­gewöhnliche Höhe des Lebens gelangt und durch die eigene Dämonie in das dynastische Geschick greift, mit ungeheurer Kraft des Willens die ewige Opposition" gegen sein buntes Blut be­kämpft und dann doch, von Haß belagett, dem ewigen Gesetz zum Opfer fällt: dem Sieg des Schicksals über menschliche Energie. Der Dichter hat einen an Kleist geschulten heroischen Stil gefunden, der die tragische Verwicklung der drei Hauptgestalten bis zur äußersten Spannung und Wirkung führt, ohne doch jemals das Sensatio­nelle lärmend werden zu lassen. 169

Munier-Wroblewska, Mia. Der rote Geiger. Geschichten zwischen Traum und Tag. (187 Seiten. Ganzleinenband Am. 4.50. Verlag der 3. G. Cotta'schen Buch­handlung Aachfolger, Stuttgart und Berlin.) Mia Munier-Wroblewska behandelt in diesem ihrem neuesten Werke jene innerste rätselvolle Welt der Seele, wo das R?ich des Unbewußten dunkel-schicksalbildend ins Bewußte herübergreift, wo sich Aacht- und Tagseite ber Aatur mystisch- schauervoll verknüpfen und die dämmernde Halb­wachheit der Träume und Ahnungen tiefer zum Grunde der Dinge dringt als das offene Tuge des nüchtern schließenden Verstandes. Spannend erzählt, find diese Geschichten ein Beweis vor. der starken und originalen Kraft der baltischen Dichterin. (156.)

durch ein amerikanisches Kaligesetz zur Verfügung gestellt worden. Arn Geldmarkt war die Lage unverändert flüssig. Tagesgeld war zu 45i Proz. reichlich angeboten. Man erwartet eine weitere Herabsetzung des Privatdiskontsatzes entsprechend den im Freioerkehr Üblichen Sätzen. Arn Devisenmarkt hatte Paris gegen London stär­kere Schwankungen aufzuweisen und lag weiter matt. Paris schwankte zwischen 143,50 und 142,25 gegen London. Brüssel lag ebenfalls schwächer mit 131 gegen London. Oslo lag dagegen erholt, ebenso London gegen Kabel.

ranffnrter Getreidebörse.

Frankfurt a. TL, 16. April Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 30 bis 30.25, Roggen (inl.) 20,25 bis 20,75, Sommergerste (für Brauzwecke) 22 bis 24,75, Hafer (inl) 22,75 bis 23,75, Mais (gelb) 18,75 bis 19,25, Weizenmehl (inL, Spezial 0) 42 bis 43, Roggenmehl 29.50 bis 30, Weizenkleie 10,50, Roggenkleie 11,50 bis 11,75. Tendenz: Fest.

3.30 bis 4 Llhr: Die Stunde der Jugend, bis 4.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Aste Operetten. 5.45 bis 6.10 Uhr: Die Lese­stunde (für die reifere Jugend): Aus dem Roman Die Regulatoren in Arkansas" von Friedrich Gerstäcker. 6.15 bis 6.45 Uhr:Schauspieler, Rhapsode, Erzähler, Vorleser int Rundfunk'. Vortrag von Universitätslektor F. H. Roede- meyer (Schluß). 6.45 bis 7.15 Uhr:Rodins dritte Hand", Vortrag von Bildhauer Benno Elkan. 7.15 bis 7.45 Uhr: Stenographischer Fort­bildungskurs für alle Systeme (Diktat von 80 (Sil­ben aufwärts). 7.45 bis 8.15 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung. 8.15 bis 9.15 Uhr: Zeitgenössische Kammermusik. 9.15 bis 10.15 Uhr: Bunter Abend. Anschließend bis 12 Uhr: Hebertragung von Berlin: Tanzmusii der Berliner Funkkapelle.

Wirtschaft.

Benno Orenftein

Der Gründer der Orenftein & Koppel A. G., Geh. Kommerzienrat Benno Orenftein, ist dieser Tage zur großen Armee abgerufen worden. Damit ist wieder einer derjenigen deutschen Industriellen da- hingegangen, die mit einem ungeheuren Maß an Arbeitskraft im zweiten Teil des vorigen Jahrhun­derts aus allerkleinsten Anfängen heraus gewaltige Jndustriegebilde geschaffen haben. Erst kürzlich er­

lassen, an, so daß die anhaltende Frankenbaisse un­beachtet blieb. Auffällig ist, daß K a l i a k t i e n gut behauptet blieben, obwohl zu dem ungünstigen Ein- druck des Vertrages mit der elsässischen Kaliindustrie jetzt noch die amerikanische intensive Forderung der Untersuchung der Kali-Vorkommen in den südwest­lichen Gegenden der Vereinigten Staaten hinzu­kommt. Zu diesem Zwecke sind 3 Millionen Dollar

Berliner Börse.

Berlin, 16. April. Die Börse begann an den variablen Märkten etwas freundlicher. Die ersten Kurse zeigten im allgemeinen leichte Erholungen. Im Verlaufe der ersten Stunde wurde die Auf­wärtsbewegung etwas lebhafter, so daß nach dem schwachen Nachbörsenverkehr des Vortages heute wieder eine Hausse zu verzeichnen war. Das Publikum war am Geschäft jedoch nicht beteiligt, da es dem Markt infolge der feit einiger Zeit täg­lich eintretenden Schwankungen und der dadurch heroorgerufenen Unsicherheit fernbleibt. Die Speku­lation, die sich in der letzten Zeit auf Baisse enga­giert hatte, sah sich hingegen in größerem Umfange au Deckungskaufen veranlaßt, zumal die gestrige Auslegung der Freigabebill sich als zu pessimistisch erwiesen hat, woran ein unklarer Gesetzesauszug schuld fein soll. Gleichzeitig wurden von Bankenseite rn einigen Papieren beträchtliche Käufe getätigt. Diese Tatsachen führten am Schiffahrts­markte, der die stärksten Schwankungen aufwies, zu Kurssteigerungen von über 4 Prozent, die sich wahrend der ersten Stunde noch fortfetzten. Am M o n t a n m a r f t regten die Roheisen-Gewinnzif-

Nahmen sind nur unter den allergrößten Schwie­rigkeiten zu balancieren. Mit 19 165 800 Mark tn Einnahme und Ausgabe ist dieser Haushalts- blan um rund eine Million höher wie im Vor­fahre. Trotzdem nach dem ersten Voranschlags­entwurf die Ausgaben um 1/2 Million gestrichen Wurden, verbleibt ein Fehlbetrag von über I1/2 Millionen. Zur Deckung dieses Fehlbetrages sollen verwendet werden: Die angesammelten Be­triebsmittel der Stadtkasse mit 500 000 Mk., die gleiche Summe durch Zurückziehung der aus lau­senden Mitteln des Jahres 1924 für Bauzwecke zur Verfügung gestellten Mittel, ein Zuschlag von 5 Pfg. zum Wasserpreis zugunsten der Wohl­fahrtspflege mit 125 000 Mark., 114 000 Mark, die durch Schulgelderhöhung für auswärtige Schüler beschafft werden sollen, 300 000 Mark durch leihweise Hergabe der bei den städtischen Betrieben zurückgestellten Werkerhaltungsbeträ­gen. Unter den erhöhten Ausgaben figurieren der Mehrzuschuß zum Landestheater mit 100 000 Mark, der Zuschuß zu den Polizeikosten des Staates mit 610 000 Mark (für 2 Jahre 1200 Mark für jede Polizeistelle), die Wohlfahrtspflege erfordert einen Mehraufwand von 300 000 Mark. Die Stadt Darmstadt hat monatlich zu unterstützen 1264 Sozialrentner und 1114 Klein­rentner. Von dem ganzen Zuschuhbedarf entfällt auf die allgemeine Verwaltung nur etwa 1,9. So­weit die Einnahmen zur Deckung des Der- mögensbedarfes, der mit rund U/g Millionen Mark veranschlagt ist, nicht ausreichen, sollen die fehlenden Mittel durch eine langfristige Anleihe aufgebracht werden. Ein Teil dieser Anleihe soll mit 4 280 000 Mark zu Wohnungsbauzwecken Ver­wendung finden. Seit Kriegsende hat die Stadt annähernd 1000 neue Wohnungen erbaut. 200 weitere sind für 1926 vorgesehen. Als erfreulich stellte der Oberbürgermeister die Zunahme des Sparsinns der Bevölkerung fest.

weibliche Polizei in Frankfurt.

Aachdem Preußen als erstes deutsches Land sich mit der Einrichtung einer weiblichen Polizei beschäftigt hat -- Baden, Sachsen und Hamburg gehen neuerdings auch ernstlich an die Frage heran.ist Frankfurt a.M. als erste Stadt ausersehen worden, der ersten deutschen Frau, die die Prüfung als Kriminalkommissar erfolg­reich bestanden hat, ein organisatorisches Betäti­gungsfeld zu bieten. Frau Josesine Erkens, die seinerzeit in Köln die Leitung der Frauen­wohlfahrtspolizei hatte, ist im Auftrag des Mini­steriums seit mehreren Wochen an der Arbeit, im Frankfurter Polizeipräsidium ein Frauenkrim inalkvmmisfariat vorzube­reiten. Die endgültige Einrichtung desselben, die in den allernächsten Wochen zu erwarten steht, sowie die Leitung dürfte zunächst gleichfalls von Frau Erkens übernommen werden.

Der künftigen Frankfurter Polizeikommissarin werden als Mitarbeiterinnen eine Anzahl von sozial vorgebildeten Frauen beigegeben, die eine fachpolizeiliche Ausbildung genossen haben und Deamteneigenschaft erhalten. Im Gegensatz zu Köln, wo die polizeilichen unbewaffneten Beam­tinnen bei ihren nächtlichen Patrouillengängen -Uniform trugen, gedenkt man in Frankfurt von einer Uniformierung der weiblichen Polizei zunächst noch Ab st and zu nehmen. Die Tätigkeit der Frankfurter Polizeibeamtinnen wird sich im Außendienst vornehmlich auf die Vorbeugung der Prostitutionsgefahr beschränken, während sich der Innendienst hauptsächlich auf bestimmte Vernehmungen von Frauen und Kin­dern in Sittlichkeitsdelikten u. ä. erstrecken dürfte.

Als ein reiches und dankbares Arbeitsfeld der weiblichen Polizei ist besonders auch die Be­arbeitung aller Straftaten zu betrachten, die von Jugendlichen im Sinne des Jugendgerichts- gesehes begangen werden und zur sachlichen Zu­ständigkeit der Jugendgerichte gehören.

Wettervoraussage.

Halb biS ganz bedeckt, westliche Winde mit Regenfällen, Temperaturen ausgeglichener, mäßig warm.

Ausläufer eines nordwestlichen Wirbels haben unter Zurückdrängung des hohen Drucke, noch Südosteuropa die Schönwetterlage unter­brochen und ihr Regengebiet bis zur ©Ebe aus­gedehnt. Während die Erwärmung gestern noch tagsüber weitere Fortschritte machte, liegen die nächtlichen Minima um 3 Grad höher als am Vortage. Die Tages- und Rachtternperaturen werden sich jetzt mehr ausgleichen und die Tages- Werte niedriger liegen. Das Zuströmen feuchter, südlicher bis westlicher Luft dauert noch an. Ob eine längere Schlechtwetterperiode bevorsteht, ist noch nicht abzusehen.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 20,5 Grad ©., Minimum 2,9 Grad E. Heutige Morgen­temperatur 7,8 Grad C.

* Die amtliche Großhandelsindex­ziffer. In der Woche vom 7. bis 14. April haben die Agrarerzeugnisse weiter stark angezogen (um 2,2 v. H. auf 121,9). Die Jndustriestoffe haben wie­derum leicht r f,gegeben (um 0,2 v. H. auf 126,7). Der Gesamtindex stellt sich am 14. April auf 123,6.

* Gleichzeitige Begebung 6,5p r 0 z. S ch a tz a n w e i s u n g e n der Deutschen Reichspost und des Freistaates Preußen. Bon einer Gesamtemission von 70 Mill. Reichsmark 6,5prozentiger Schahanwei­sungen der Deutschen Reichspost und 30 Mill. Reichsmark 6,5prozentiger Schahanweisungen des Freistaates Preußen übernahmen zwei unter Füh­rung der Reichsbank bzw. der PreußischenStaats- bank gebildete Konsortien 50 Mill. Reichsmark 6,5prozentiger Schahanweisungen der Deutschen Reichspost und 10 Mill. Reichsmark 6,5prozenti- ger Schatzanweisungen des Freistaates Preußen, beide rückzahlbar zum Rennwert am 1. Oktober 1930. Beide Anleihen dienen werbenden Zwecken. Die Unterbringung der Schatzanweisungen erfolgt im Wege des freihändigen Verkaufs durch die Konsortien während der Zeit vom 21. bis 28. April. Der Verkaufskurs beträgt 98 Prozent. Den Käufern steht es frei, in ihrem Antrag den Wunsch zu äußern, daß ihnen im Falle der Ueberzeichnung der von ihnen gewünschten Gat­tung, soweit dieses möglich, Stücke der anderen Gattung geliefert werden. Sperrstücke werden bei der Zuteilung bevorzugt. Vorzeitiger Schluß des Verkaufs bleibt Vorbehalten. Je 20 Mill. Reichsmark von den Gesamtemissionen sind mit sechsmonatiger Sperrverpflichiung bereits fest be­geben.

rtTontfurtcr Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt, 16. April. Tendenz fest. Der

Einfluß der aus den Vereinigten Staaten einlau­fenden Freigabenachrichten machte sich auch heute im Börsengeschäft stark bemerkbar und führte wie­derum zu einem Tendenzwechsel. Die Mel­dungen über Verschleppungspläne im amerikani­schen Senat bezüglich der Freigabebill, die am Vor­tage nachbörslich einen scharfen Kursdruck bewirkt hatten, wurden heute an der Börse weniger pessi­mistisch beurteilt. Die Börse eröffnete daher wesent­lich gebessert. Das Hauptinteresse beanspruchten wie­der Schiffahrtsaktien, in denen große Deckungen vorgenommen wurden. Das Geschäft war hier ziemlich umfangreich und lebhaft, und sowohl Hapag wie Nordd. Lloyd konnten 34 Proz. an­ziehen. Stark begehrt waren ferner wieder Che­miewerke, die Kursbesserungen bis zu 4 Proz. aufzuweisen hatten. Bei E 1 e k t r 0 a k t i e n be­trugen die Gewinne 23 Proz. Am Montan - markt waren nur einige Spezialpapiere bevor­zugt, so Deutsch-Lux plus 2, Rheinstahl plus 1,87, ferner Buderus plus 1, Harpener plus 1L Proz. Der Bankaktienmarkt tendierte ziemlich fest. Don Autoaktien hatten Daimler eine Steige- rung von 1,75 Proz. zu verzeichnen, Neckarsulmer plus 1,5 Proz., aber Kleyer minus 0,5 Proz. Der Markt der variablen Werte zeigte leichte Erholungen, mit Ausnahme von Zuckeraktien, die uneinheitlich und überwiegend niedriger notierten. Sehr begünstigt waren wieder B a u a f t i e n. zßapfj & Freytag plus 1,5 Prozent, Zement Heidelberg plus 0,5 Prozent. Deutsche An­leihen waren gut erholt. Ausländische Renten njenig verändert, nur Ungarn wurden mäßig höher. Der Frei verkehr schloß sich der freundlichen Strömung an. Becker Stahl 45, Becker Kohle 58, Benz 65, Brown Boveri 66, Entreprise 11, Growag 54, Ufa 53,5, Ufra 74,5 Prozent. Der weitere Verlaus wurde beeinträchtigt durch eine neue Unsicherheit, die sich im Börsengeschäft bemerk bar machte. Die Tendenz wurde uneinheitlich, ^chlssahrtsaktien gaben leicht nach, wäh­rend Montana ktien weiter im Kurse anziehen konnten. Der Geldmarkt ist noch flüssiger ge- unö öwar durch die Restauszahlung der

Dollarschatzanleihe von 1925 in Höhe von etwa L5 Millionen Rentenmark. Der Satz für tägliches ©elb konnte wieder auf 4,5 Prozent herabgesetzt

Berlin, 15 April

Amerikanische Note».....

Belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Noten........ Fran;ösische Noten......

Holländische Noten .... Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch-Oesterr., i 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten ...... Schweizer Noten ...... spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten ....

werden. Monatsgeld 5,25 bis 7 Prozent, je nach j fern für März, die eine weitere Besserung erkennen Adresse. Jndustrieakzepte 5,5 Prozent. Im De- ' " ' " ' ' - - ~ .....

visenoerkehr zeigte Paris mit 143,70 gegen

Frankfurt a.M.

Berlin

Schluu» ftuts

l-Uftc. Kur»

SchluK.l Anfang

Knr»

Q-ir-.

Datum: |

15. 4

16 4

15 4

16 4

5% Deutsche RcichSanleihe .

<% Deutsche RcichSanleihe . 3'/,oln Deutsche RcichSanleihe

0.430

0.4375

0,4205

0,4007

0.44

0,415

0,400

0,4007

0,4125

3% Deutsche RcichSanleihe

0,5110

0,510

Deutsche Sparprämienanleihe

0,250

0,2505

4°/0 Preußische KonsolS .

0,400

0.400

0,4125

4% Heilen .......

3V2°/o Hessen........

3% Hepeu..........

0.390

0,390

Deutsche Wertb. Dollar-Anl.

100

_

_

dto. Doll.-Schav-Slnireilng.*)

4% Zoll türken......

13.275

13,25

13,4

_

5% Goldmcrikaner ...

41,5

41,75

Berliner Handelsgesellschaft.

Commerz- und Privat-Bank

151,75

114.7*

114,7

152* 114

153*

114.7

Darmst. und Naiionalbank

136.5*

137,7*

137*

137*

Deutsche Bank........

136

135,5*

Deutsche Bercinsbank . . .

87

_

Disconlo Commandit Metallbank.........

Mitteldeutsche Creditbank. .

121,62

122

122,1*

122,75

94

94,25

102*

101,7*

101.5*

_

Ocsterreichische Ercdilan statt.

7,4

7,5

7.4

7,4

Weltbank ........

__

Bochumer Gaß.......

92,75*

91,75*

93.5*

Buderus .........

63.5

63

62,5

62

Caro ...........

54,75

58,75'

56,5*

57,25*

97,25* 100*

Deutsch-Luxemburg......

(Gelsenkirchener Bergwerke.

97

99'

98

99

96.9

98.13*

Harpener Bergbau.....

Kaliwerke Aschersleben....

107*

126,5

108

128*

107,1*

128.5*

106,9*

128.7

Kaliwerk Westeregeln.....

135

134,2

136,5

Laurabüttr... ......

Oberbedarf...... . . . .

40.4

51,75

41,25

39,62

52.5

39,5 52*

Phönir Bergbau .......

Rheinstahl...........

Ricbeck Montan........

Tellus Bergbau.......

80,5*

95,5*

81*

95,9*

63*

95*

80,94* 95*

94,5

69

94,75

96.5

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Llovo ...

149,2- 143

148,5

143,9-

148,5*

143,5*

149*

143,6*

Cheramische Werlc Albt« . .

46

_

Zementwerk Heidelberg . .

98

98,5

Philipp Hettmann.....

77,25

58

Anglo-Cont-Guano . ...

79

Chemische Mäher Alapin . .

I. (S. starbenindustric, A.-G.

141,6*

143*

141*

142,7*

owldschmidt........

81,75

81,12

81,5

81112

Holzverkohlung.......

73

73

Rntgcrswerkc........

83,75

83

83,5

Schcidcanstalt .......

113,75

114.5

Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft

103,7*

104

103

103,5*

Bergmann .........

Maiukraftwerke........

92

_

94,13*

95,5

L-chuckert........ . .

Siemens k HalSke ......

87,75

115

90,5*

88,5*

115,2*

89.75*

117,7*

Adlcrwcrke Kleyer ......

58

57

57,62

55,4

Daimler Motoren. ......

64

67

65,25

66,5

Hcyligenstaedt.........

Meguin.............

29,5

42

Motorenwerke Mannheim

55,5

Frankfurter Armaturen . .

26

_

_

Konservenfabrik Braun .

44.75

85

109,5

84

Schuhfabrik Herr

35,5

59,5

Sichel.

Zellstoff Waldhot

4,8

4.9

124,75

125

124.25

123,75

Znckenabrik Frankenthal

Zuckerfabrik Waghäusel

53,5

57,5

57,75

54

54,13

15 April-

16. April.

Amtliche (Selb

Notirun« Brief

Amtliche Notierung

Geld 1 Brief

ÄS Brss.-Antw

Kopenhagen ötlfingfard. Atollen. .

Neuyork . . !&: ßVE" - Wo de Jan' Wien in D-° CtfL abgest

Belgrad . .

Lissabon »Mn.' Athen

Canada. .

Uruguav

168.26 168,68

1,660 1,664

15,61 15,69

91,74 91,96

109,84 110,12

112,31 112,59

10,545 10,585

16,85 16,89

20,386 . -0,438

4,195 x 4,205

14.24 14,28

80,985 81,185

59,58 59,72

1,954 1,958

0,575 0.581

59,18 59,32

12.42 12,46

7,375 7,395

5,865 .5,885

3,052 3,062

21,325 21,375

80,85 81,05

2,067 2,077

5,39 . 5,41

4,20 4,21

4.31 1 4.32

Banknote

168,27 1,670 15,56 91,69

109,84 112,31

10,545

Ä

4,195

14,19 80,955

59,73 1,957

0,510

59,175 12,418

7,38 5,865 3,055 .'1,325

80,87

2,075

5,39

4,199

4,31

n.

168,69 1,674

15,60 91,91

110,12 S 20,444

4.205 14,2.1

81,25.

59,87 1,961

0.58-2

59,315 12,458

7,40 5,885

3,065 .1,375

81,07

2,085

5,41

4,209 4.32

Wichtig:

Vor dem Anrühren Mehl mit MONDAMIN vermischt mehrmals durchsieben I

175 CT MeM m** 5 El?Cn' I. Sah und etwas abgeriebener Zitronenschale dickschaumig. Man siebt

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