* 2b heute. Montag, amtliche BSrserrnvtiz der Ablösungsschuld. Die Ablösungsschuld einschl. Auslösungsrecht des Deutschen Reiches ist am Samstag zum letztenmal bn Freiverkehr der Berliner Börse, und zwar zu etwa 338 bis 340 gehandelt worden. Bon heute, Montag, ab erfolgt eine amtliche Rofiz. Wie der DHD. meldet, ist von jetzt an die an die Kurs- maller zu entrichtende Maklergebühr für die Vermittlung von Geschäften in diesem Wert Papier auf 1 vom Tausend des Nennwertes festgesetzt worden. Die Mindestgebühr für jeden Auftrag beträgt 0,30 Mk.
• Peters Union A. - G. in Frankfurt a. 2)1. Bei der geplanten Kapitalserhöhung soll den Aktionären ein Bezugsrecht gewährt werden, über dessen Ausmaß die Verwaltung sich noch nicht schlüssig geworden ist. Die aus- zunehmende Anleihe wird wm Teil von den holländischen Interessenten übernommen, die auch zukünftig im Aufsichtsrat der Gesellschaft vertreten sein werden.
" Kautschu k G. m. b. Sy, Frankfurt a. M. Unter Beteiligung der Metallgesellschast Frankfurt <l M. ist unter der Firma „Kautschuk Gesellschaft mit beschränkter Haftung". Frankfurt a. M. dieser Tage eine Aeugründung erfolgt. Das Stammkapital der neuen Gesellschaft beläuft sich auf 1 Mill. Mark. Gegenstand des Unternehmens ist der Handel mit Kautschuk in jeglicher Form, sowie der Handel mit solchen Materialien, me bei der Verarbeitung von Kautschuk oder den hieraus hergestellten Erzeugnissen Anwendung finden. Die Gesellschaft soll unter Umständen zur Erreichung ihres Zweckes auch gleichartige oder ähnliche Unternehmungen, die sich mit dem Handel oder der Herstellung oder Verarbeitung solcher Stosse befassen, erwerben können bzw. sich an solchen Unternehmungen beteiligen oder deren Vertretung übernehmen.
• Rütgerswerke QI.-®., Char - lvttenburg. Zu den gemeldeten Verhandlungen zwischen der Rütgerswerke-A.°G. und einem bekannten englischen Großunternehmen der chemischen Industrie wird mitgeteilt, daß der Abschluß einer Interessengemeinschaft zur gemeinschaftlichen Ausnutzung des im Besitze der Rütgerswerke befindlichen Verfahrens auf dem Gebiete der Veredelung der Kohle erstrebt wird. "Die Transakfion soll durch die Anglo-Per- s i a n finanziert werden. Ihre Durchführung ermöglicht die grundlegende Reorganisation des Rütgers-Konzerns und Besiherweiterungen seiner ausländischen Interessen.
t •
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt, 15. Rov. Tendenz: Ruhig, aber fest. — Die Börse eröffnete die neue Woche in fester Stimmung, aber unter st a r k e r Zurückhaltung. Die bevorstehende Medioabwickelung veranlaßte die Spekulation, vorsichtig zu disponieren. Da besondere Anregungen nicht vorlagen und Kaufaufträge nur in geringem Umfange ein gelaufen waren, hat die Geschäftstätigkeit erheblich nachgelassen. Rach Eröffnung des amtlichen Verkehrs trat etwas Unternehmungslust hervor, doch erstreckte sich das Interesse nur auf einige Spezialwerte, die sich durch größere Kursavancen auszeichneten. Im Vordergründe standen I. G. F a r b e n und die damit rm Zusammenhang stehenden Werte. I. G. Farben befestigten sich auf 347 Prozent (344,5). Das Papier blieb auch weiterhin gefragt. Am Montanmarkt standen Oberbedarf mit einem neuen Gewinn von 3,5 Prozent an der Spitze. Diese Höherbewegung ist auf die Möglichkeit der Aufrechterhaltung des Staatskredites, der durch den preußischen Landtag bewilligt! wurde, zurückzuführen. Das Anhalten der Kohlenhausse wirkte günstig auf die übrigen Montanaktien, die Besserungen von 2 bis 3 Prozent aufwiesen. Von Chemiewerken gewannen Goldschmidt 2,75 Prozent. Die Werte des Metallbankkonzerns strebten scharf nach oben. Scheideanstalt 187,5 Prozent, Me- tallbank plus 3,5 Prozent, Metallgesellschaft plus 0,5 Prozent. Elektro aktien lagen ruhig und 'nur wenig verändert. Lahmet;er und Siemens . setzten etwas niedriger ein. Am Dankenmarkt bestand Interesse für Bayrische Hypotheken. Die f Werte dieser Gruppe lagen jedoch unregelmäßig.
Darmstädter plus 0,6 Proz., Deutsche minus t 0,3 Prozent, Dresdner minus 1.2 Prozent.
Schiffahrtsaktien vernachlässigt. Sehr fest notierten Motorenaktien. Kleyer plus 4 Prozent, Daimler plus 2,5 Prozent. Bau - aktien mäßig höher. Zuckeraktien schwächer. Deutsche Anleihen unsicher. Schutzgebiet nachgebend. Ausländische Renten zogen etwas an. Der Freiverkehr lag ruhig. Growag 70, Frankfurter Handelsbank 90, Benz 105, Ufa 37, Krügers hall 123 Prozent. Im weiteren Verlaufe änderte sich das Börsenbild nur wenig, die Stimmung blieb fest. Das Geschäft war tÄlig still und anregungslos. Am Geldmarkt stellte sich infolge des Mediotermins etwas Rachfrage ein. Tagesgeld 4 bis 5 Prozent, Monatsgeld leichter 5,25 bis 6,75 Prozent. Industrieakzepte 4,87 Prozent. Privatdiskonten 4,62 Prozent. Im Devisen verkehr war das Geschäft sehr ruhig. Paris gegen London 146, Belga-Brüssel gegen London 34,85, Mailand 117,25.
Am Mittwoch, den 17. Rovember bleibt die Börse geschlossen.
Berliner Börse.
iSigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Berlin, 15. Rov. Der Beginn der neuen Woche fiel mit dem Medio-Termin zusammen. Das Geschäft war daher infolge der technischen Abwicklung außergewöhnlich stÄl. Die Tendenz behielt aber im allgemeinen ihre Widerstands- fahigLeit in der Grundstimmung bei. wenngleich einiges herauskommendes Material nur zu niedrigeren Kursen Aufnahme fand. Stärkere Kurs-
einbußen waren jedoch nicht zu verzeichnen. Die Prolongationen stießen auf keinerlei Schwierigkeiten, zumal der Geldmarkt nach wie vor große Flüssigkeit aufweist. Der Satz für Tagesgeld war unverändert 3,5 bis 5,5 Prozent. Monatsgeld 6 bis 7 Prozent. Im Verlaufe zeigte sich etwas Interesse für Auto- und Ma - schinenwerte, Metal lgesellschaf t, verschiedene ausländische Stenten usw. Am he i - mischen Rentenmarkt wurde die Ablösungsschuld einschl. Auslosungsrenten des Deutschen Reiches zum ersten Male 339 notiert. Das Publikum verhielt sich an den Effektenmärkten abwartend und trennte sich nicht von seinen Beständen. Im Devisenverkehr lag Paris mit 145 gegen London fest. 'Dagegen war Mailand mit 117,25 gegen das Pfund angeboten. Die übrigen "Saluten zeigten feine nennenswerten Veränderungen.
TOrf entarte.
(Ohne Gewähr.)
Datum:
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)
3*JO Deutsche RctchSanletbr <% Deutsche RetchSauleipe • 3'/,"/,, Deutsche Reichs an leibe 3% Deutsche Reichsanleihe • Deutsche Svarprämienanleihe «°/0 Preußische Konlols • • - 4% Heffen...... .
3*/,% Hegen........
3*/o Hessen Deutsche Dertb- Dollar-Anl.
dto- Doll-Schod-Slntreisug.'l
4*/0 Zolltürlen 5% Gold Mexikaner ...
Berliner Handelsgesellschaft Commerz- and Privat-Bank Darmft. und Nationalbcmk Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank • Disconto Connnandit . . Metallbau!...........
Mitteldeutsche Tredttbank. SPerreichtsche Treditanstalt eitbcwk .......
Bochumer Goß ■ ..... Buderus • ........
Karo ........
Deutsrb-Luremburg .....
Gelsenkirchener Bergwerke. . harpener Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahüttr ......... Oberbedarf . . . Phönix Bergbau ..... Rncinslahl ......... Ricbeck Montan........
Tellus Bergbau - ....
Bereinigte Stahlwerke A.-G- Hamburg-Amerika Pakei. . Norddeutscher Llovd . . .
Lheramische Werke Albin . . -samentweck Heidelberg . . Philivv Holzmann ....
Anglo-Cont.-Guano
Chemische Mäher Alapin . . y. G. Farbenindustrie, A.-G. Goldschmidt . . .......
Holzverkohlung........
Rütgcrswerke Scheideanstalt . .
Allg. ElektrizitätS-lJesellschaft Bergmann Mmnkrastwerke ....... Schuckcrl . .. Siemens & Halske .....
Adlerwerke Kicher ..... Daimler Motoren. ..... Hevligenllaedt ........
Megutn
Motorenwerke Mannheim . ffnmfhmet Armaturen . . . Äonfertieufnbrtt Bronn . . ,
Schuhfabrik Hc« .......
Sichel.........
Zellstoff «aldhof Zuckerfabrik Frankenthal . , Zuckerfabrik Waadäuiel . . .
Frankfurt a.M.
Berlin
Sdjtaß-
4-Uhr. flute
Schluß.'Anfang
fltns
Oute
13. 1L
15. 1t
13. 11.
15. 11.
0.829
1.8325
0.8205
0,8325
0,81
—
0,805
0.80
0.78
—
0,79
0.772',
0,9375
—
0.9
0.9175
0,48
—
0.5
0,79
—
0.7805
—
0.76
—
0.775
—
0,76
-
0.83
—
—
0,75
__
95
-
100,2
—
-—
—
—
| 17.75
17,87
17,5
I 46,62
46,75
—
-
—
—
271
277,75
193.75
194.5
>94
194
265.9
266.5*
264
265.75
189,25
188,87
188
188
113.5
—
176
176.5
175
175
179,25
183
—
182,25
156
—
158
155
8,25
8.3
8,35
8.25
85
-
174.5
—
174,75
174.25
116.9
117,5
117,12
117,75
*•
—_
173.5
—
175
174.5
>77.25
178
177.12
177
195.75
194
193.5
193
154.87
—
153
163.5
163,25
161.75
164
89
—
89
89
116,5
120
112.5
119,5
137.5
>36.75
137.5
138.5
204
209
205
209.62
188
188
>85
186,5
100
-
152,75
153
153
153
181.2
182.51
183
183.5
176.5
176
177
176
90
—-
_
132
-
-
159,5
—
159,5
160,75
—
—
110
-
—
—
—
—
344.5
347,75
347
145
147,75
146.12
148,87
68
—
—
—
144.95
—
145
—
186,5
187,5
—
168.25
168,5
168.75
168
165,5
—
165
166
——
—
—
157
—
157
157.87
210
209,5 | 209
209
112
—
113,36
117.87
105
—
i»i>
109
37
—
—
55
-
54
—
——
-
42
—
16
—
—
55
—
—
—
186
186,5
—
128.5
—
126.5
—
—
—
64
——
2,4
—
3,75
—
213
—
214,60
218,5
90 5
89,37
—
—
113
112,5
113,25
—
13 Novbr.
15. Novbr.
Amtliche Notierung
Amtliche Geld
Notierung
1 Brief
Geld
Brief
8lmfL»2Roti.
168,28
168,70
168,24
168,66
Buen.-AireS
1,710
1,714
1,708
1.712
Brss.-Antw
58,56
105.32
58,60
58,565
58.705
Christiania.
105.58
105,33
105,59
Kopenhagen
112,16
112,44
112,16
112,44
Stockholm ■
112,25
112.53
112,22
112,50
Helfingfors
10,575
10,615
10,577
10,615
Italien. .
17.41
17.45
17,37
17,41
London.
20.399
20.451
20,399
20,451
Neoyork . .
4.2055
4,2155
4,206
4,216
Paris. . .
13,85
13,89
14.99
14,13
Schweiz . -
81,08
81.28
81,10
81,30
Spanien .
63,62
63.78
63,69
63,85
Japan . . .
2,065
2,069
2,065
2,069
Rio de Jan
0.545
0.547
0,551
0.503
Wien in D- Cefl. abgest
59,29
59,43
—
Prag ....
12,452
12,492
12,455
12,495
Belgrad . .
7,415
7,435
7,417
7.437
Budapest. .
u,887
6,907
5,89
6,91
Bulgarien
3,031
3,041
3.04
3,05
Lissabon
21,525
21,575
21.325
21,575
Danzig. . Konstantin-
81,45
2,125
81,65
2.135
81,47
2,125
81,67
2,135
Athen
6,19
5,21
5.24
5,26
Canada. . .
4,209
4.185
4,219
1.209
4.219
Urugnav -
4,195
4.185
4,195
Banknoten.
Berlin. 13 Novbr
Geld
Briet
Amerttanilche Rote» ..... Belgische Roten . ...... Dänische Roten ....... Englische Roten - ....... Französische Note» ...... Holländische Noten ...... Italienische Noten ...... Norwegische Roten. .... Deutsch-Oe sterr-, 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten .....
Schweizer Noten ...... Spanische Noten ......
Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . , ,
4,195 58.48
111,92 20,37 13,92
167.91 17.37
105,14 59,11
112,00 80,87 63.34 12,44
5.865
4,215
58,78
118,48
20,47
13,98
168,75
17,45
105,60
59,41
112,56
81,27
63,66
12,48
5.905
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 15. Rov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 29,75;
loggen, inländischer, 24,25 bis 24,50; Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26,50; Hafer, inländischer, 20 bis 20,25; Mais (gelb). 19,75; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 42 bis 42,50; Roggen mehl 35 bis 36; Weizen- und Roggenkleie 11,25; Erbsen 45 bis 80; Linsen 50 bis 90; Heu, süddeutsches, gut trocken. 8 bis 9,50; Weizen- und Roggenstroh 4,25 bis 5; geb. 3,75 bis 4: Treber, getrocknet, 17,25 Mark; Tendenz: ruhig.
Frankfurter Lchlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M„ 15. Roo. Auftrieb: 1472 Rinder, darunter 291 Ochsen, 49 Bullen, 784 Kühe, 348 Färsen; 309 Kälber; 797 Schafe; 4158 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleijchige, ausgemästete höchsten Schlachtwerts: jüngere 57 bis 61' Mark; ältere 54 bis 58; sonstige vollfleischigc 48 bis 53; fleischige 42 bis 47. Bullen: jüngere, vollfleischige höchsten Schlachtwerts 49 bis 53; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 40 bis 48. Kühe: jüngere, vollfleifchige höchsten Schlachtwerts 48 bis 51; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 41 bis 47; fleischige 31 bis 40; gering genährte 20 bis 30. Färsen (Kalbinnen, Iungrinder): vollfleifchige, aus- gemästete höchsten Schlachtwerts 55 bis 60; voll- fleischige 48 bis 54; fleischige 36 bis 47. — Kälber: beste Mast- und Saugkälber 72 bis 77; mittlere Mast- und Saugkälber 62 bis 71; geringe Kälber 48 bis 60. — Schafe: Mastlämmer und jüngere Masthämmel (Wcidemast): 37 bis 41; mittlere Mastlämmer, ältere Masthymmel und gut genährte Schafe 30 bis 36; fleischiges Schafvieh 25 bis 29. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 76 bis 78; vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund 76 bis 79; von etwa 200 bis 240 Pfund 77 bis 80; von etwa 160 bis 200 Pfund 76 bis 78; fleischige Schweine von etwa 120 bis 160 Pfund 72 bis 76; Sauen 65 bis 70 Mark. — Marktverkauf: Sperrmarkt. Geschäft in Rindern langsam, in Kälbern und Schafen rege, in Schweinen gedrückt und Ueberstand.
Berliner Produktenbörse.
. Berlin, 13. Rov. Die ilmfatjtätigfeit im Berliner Getreidemärkt erfährt noch keine Belebung, da einmal die Gestaltung der englischen Streikverhältnisse und damit die Aussichten am Frachtenmarkt noch wenig übersichtlich find, andererseits aber auch Rordamerika ziemlich flaue Preisberichte gestern abend gemeldet hakte. Auch zeigt sich wenig Unternehmungslust und Angebot aus dem Inland. Im Zeithandel erfuhren die Weizen- und Roggenpreise Rückgänge bis zu einer Mark. Gerste in mittleren Sorten groß offeriert und schwach, gute Drauware hoch gefordert. Für Hafer ist das Geschäft lustlos. Mehl schwach und hat kleines Geschäft. Futterstoffe still. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer. 277 bis 280; Roggen, märkischer. 225 bis 230; Sommergerste 220 bis 225; Wintergerste 195 bis 208; Hofer, märkischer, 187 bis 196; Mais, loco Berlin, 201 bis 206; (100 Kilogramm): Weizenmehl 36 bis 39; Roggenmehl 32,50 bis 34.25; Weizenkleie 12; Roggenkleie 11,75; Viktoriaerbsen 65 bis 68: fleine opeifeerbfen 42 bis 46; Futtererbsen 25 bis 30; Peluschken 22 bis 23; Ackerbohnen 22 bis 23; Wicken 25 bis 26; Lupinen, blau, 14 bis 14,50; Lupinen, gelb, 15 bis 15,50; Serradella, neu, 22 bis 23; Rapskuchen 16,20 bis 16,40; Leinkuchen .20,80 bis 21; Trockenschnitzel 9,60 bis 9,90; Soyaschrot 19,30 bis 19,60; Kartoffelflocken 25,75 bis 26 Mari.
Von den Schlachtviehmärkten.
An den Schlachtviehmärkten der vorigen Woche hat sich das Bild der Marktlage für die einzelnen Gattungen nicht wesentlich verändert; aus der Statistik läßt sich eher für alle Gattungen eine allerdings nur geringfügige Neigung zu weiterer Verschlechterung herauslesen. Damit im Einklang steht das Bild der Preisbewegung, die bei Rindern und Schafen gerade noch als knapp behauptet angesprochen werden kann, die aber bei Kälbern und besonders bei Schweinen deutlich die Tendenz der Rachgiebig- leit ausdrückt; namentlich gilt dies für die Spitzenpreise. Die Auftriebsziffern weisen gegenüber der Vorwoche keine größeren Schwankungen auf.
Auf den nachstehenden Märkten wurden für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:
Rinder
Kälber
"Schafe
Schweine
Berlin
22-57
45-96
25-47
70-81
Bremen
25-52
40-85
38-50
65-75
Breslau
20-59
50-78
30-56
66-82
Chemnitz
20-60
70-85
25-46
68-83
Dortmund
25-59
50-95
25-45
65-78
Dresden
23-63
62-84
30-56
65-83
Düsseldorf
25-59
48-85
—
60-80
Elberfeld
20-57
55-85
—
65-78
Essen
28-60
50-110 36-45
65-82
Frankfurt M.
22-60
50-80
24-44
70-83
Hamburg
15-54
34-93
21-52
62-77
Hannover
20-60
40-90
17—48
60-78
Husum
16—56
—
36-45
—
Karlsruhe
20-53
60—72
30-40
76-81
Kassel
25-54
50-73
—
72-81
Kiel
17-51
29-80
24-50
49-77
Köln
20-60
53-88
35-46
65-82
Leipzig
25-57
50-82
28-54
67-84
Magdeburg
20-56
30-80
30-46
60-80
Mannheim
12-59
50-83
30-32
60-83
München
20-58
58-84
—
58-78
Stettin
18-55
30-85
15-46
67-80
Stuttgart
13-57
60-80
—
56-81
Zwickau
15-53
60-80
35-48
74-83
Büchertisch.
— Die Hessische Allgemeine Bauordnung ist durch eine ganze Anzahl von Gesetzen und Verordnungen abgeändert und ergänzt worden. Besonders wurden in den Iahren 1924 und 1925 wichtige Gesetzesänderungen und Ausführungsbestimmungen erlassen. Die früheren
Ausgaben waren daher nicht zutreffend. Auf Dcranlafsung des Verlages I. D i e m e r - Mainz hat jetzt der Provinzialdirektor a. D. Geheimrat Dr. h. c. Fey- Tarmstadt eine Reubearbeitung vorgenommen, die, da eine Textausgabe für den praktischen Gebrauch kaum ausreicht, mit Erläuterungen im Interesse der GeschäftserleiHterung und Geschäftsvereinfachung versehen ist. Tie Rechtsprechung der Gerichte und Verwaltungsbehörden, sowie die wichtigen Ausschreibungen des Ministeriums wurden dabei eingehend berücksichtigt. Das Buch, in handlichem Format, dürfte, einem Bedürfnis der Praxis nachkoimnend, ein rasches und leichtes Rachschlagen und Rachlcscn ermöglichen und allen Anforderungen der Interessenten genügen. Das Buch ist im Verlage I. Di em er-Mainz erschienen und kostet geh. 6,40 Mk., geb. 6,80 Mk. Es ist auch in jeder Buchhandlung erhältliche 655
— Francis Kervin: Mein Tier buch Mit 6 Bildern von Ernst Kreidolf, Rotapfel- Verlag, Zürich und Leipzig. — Kervin beobachtet ausschließlich gefangene Tiere. Man fragt sich, ob dadurch fein Tierbild nicht einseitig oder verbogen wird. Aber Kervin gibt vom Gegenteil schlagende^ Beispiele Er ist für seine Beobachtungen nicht vom Zufall, vom Iagdglück abhängig. Er erlebt Dinge, die kaum je einer im Freien mit Tieren erlebt hat. Davon erzählt er und braucht deshalb keine Lücken mit seiner Phantasie auszufüllen und gerät weniger in Gefahr, das Tier zu vermenschlichen. So treten seine Erzählungen als etwas Besonderes neben die bekannten Schilderungen eines Löns, Thompson, Fleuron u. a. Man lieft da reizende Stücke, wie die Schilderungen von Hochzeiten und Kinderstubentreiben im Fischkasten, yvm brolügni Igel, vom Spaßvogel Dohle, vorn alierlLnd Eulen und Käuzen, von dem quecksilbernen Eichhörnchen. Lleberhaupt ist ein unaufdringlicher weiser Humor, dem liebevolles Verständnis entspringt, die besondere Eigenart dieser Erzählungen. Kervin schildert mit seiner frohen, das Erlebnis auskostenden Sachlichkeit und taucht alles Leben in einen Hauch von Wärme. Dle zarten Bilder von Kreidolf, dem Schweizer Romantiker und Dlumenmaler, geben eine gute Ergänzung.
703
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Ve.ant'.vortung.)
Die lange noch ohne Bezirksschule?
Die Schüler der Bezirksschule an der West' anlage haben seit den Sommerferien, also seil länger als einem Vierteljahr, keinen regelrechten Unterricht. Das Schulhaus wird neu hergerichtet, und deshalb hat man die Schüler auf dic übrigen Schulhäuser verteilt. Drei Tage in der Woche gehen sie nur vormittags, die übrigen drei Tage nachmittags zur Schule. Daß bei diesem Betrieb die älnterrichtsergebnisse geringwertig sein müssen, laßt sich leicht denken. Besonders unangenehm ist das für die Eltern, deren Kinder nächste Ostern in eine höhere Schule übertreten sollen. Wer trägt die Verantwortung, wenn diese Kinder ihr Ziel nicht erreichen? Aber auch die Gesundheit der Kinder leidet not. Im Sommer kamen die Kinder nach dreistündi- gem, manchmal sogar vierstündigem Rachmittagsunterricht völlig ermattet nach Hause. Ieht endigt der Tlnterricht um 5 Uhr nachmittags. Da ist es häufig in dieser Zeitschon völlig dunkel. Rr'n müssen Kinder des er ft en und zweiten Sch.' jahres (also sechs- und siLbenjährige Kinder) noch den Weg aus der Schillerstrahe bis an das (Silbe der Frankfurter Straße ober in das Schiffenbergertal zurücklegen. Wer übernimmt die Verantwortung, wenn einem Kinde auf diesem Weg ein Unfall zustößt. Es ist dringend nötig, daß das Schulhaus in der West- anlage in kürzester Frist sertiggestellt wird,' damit die Schüler dieser Schule wieder in Ordnung kommen. Ein Vater.
(Ein Wunsch an das Gaswerk.
Viele Bewohner haben die feg. Münz - gasapparate, für deren Benützung das Gaswerk entsprechende Münzen verkauft. Die ungünstige Lage dec Münzenverlaufsstelle (Garte - = strafte) ist für viele der Interessenten äußerst zeitraubend; man bedenke nur die Wege von der Buddestraße, Rodheimer Strafte ober Marburger Straße. Könnte das Gaswerk nicht eine Einrichtung treffen, ähnlich wie bei der Städtischen Straßenbahn, indem Verkaufsstellen in verschiedenen Bezirken eingerichtet würden? Ich denke daran, einige Geschäfte zu beauftragen, welche die Ausgabe von Münzen gegen eine geringe Vergütung übernehmen könnten. Es wäre damit einem vielseifigen Wunsche der Einwohnerschaft entsprochen. W. PH
Geschäftliches.
Haasenstein & Vogler A. ©. Da im geschäftlichen Verkehr in letzter Zeit Verwechselungen vorgekommen sind, weist die deufiche Haasenstein & Vogler 21.®., Berlin, darauf hin, daß sie und ihre sämtlichen Vertretungen im Deutschen Reich mit der österreichischen Haasenstein & Vogler 21.®., Wien, nicht identisch sind.
Seit 40 Jahren
schätzt man „Seelig’s kand. KornkaffeeWarum? - Weil er jenen kräftigen und aromatischen Geschmack besitzt\ den Sie an Ihrem Hausgetränk so lieben. — Bitte überzeugen Sie sich! 1 Pfundpaket »Seelig’s kand. Kornkaifee66 kostet ja nur SO Pfennig.


