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14. Mai. Dom Gemein- Ortsbauplan, der die den neuerschlossenen Bau-

WM» Schotten, berat: Ein neuer Bebauungsweise in

Ditttreis.

Herborn, 15. Mai. Die Hanso-Han- delsfchule von I. Kunzelmann in Gießen errichtet in Herborn eine Zweiganstalt und be­ginnt daselbst am l.Sutt neue Kurse.

vierteln der Stadl behandelt, wird angelegt, ebenso ein neues, zeitgemäßes Orts» baustatut erlassen. Im Benehmen mit dem Kreisbauamt soll nochmals nähere Beratung er­folgen. - Ein Kapital von 15 OOO Mark ist durch Vermittlung der Girozentrale ausgenommen worden, um den airgefangenen Reubau, Sechssamilienhous in der Dogels- berg, fertigstellen zu können. Die ausgeschrie­benen Arbeiten werden zur baldigen Herstellung vergeben. Die neu angelegte Straße über der Pfarrgalle soll eingedeckt und mit Gos­senpflaster versehen werden. Die Gebühren für die Feuervisitatoren werden auf 6 Mark bzw. 3 Mark für den ganzen bzw. halben. Tag bestimmt. Die Friedhofshalle wird neu gestrichen, die Wckge neu hergestellt, Weiher Sand für die Wege beschafft.

$ Schotten, 14. Mai. Gestern feierte der Hessische Polizei-Sportverein die Einweihung seiner ClubhütteHorst" bet Rudingshain. Sie steht an einer landschaft­lich wundervollen, sehr geschützten Stelle im ober­sten Viddatal. dicht an der alten RuineHorst", sie ist sehr stabil als Blockhütte gebaut, besitzt einen großen Schlafsaal für etwa 35 Personen, ein größeres Eßzimmer, zwei kleinere Schlaf­zimmer, Veranda. Sie dient als Anterkunfts- raum den hier übenden Abteilungen des Poli- zeifportvereins, besonders auch im Winter zur Ausübung des Schnecschuhsportes, da das Ge­lände hierfür besonders günstig ist. Schon seit längerer Zeit übten hier öfters Abteilungen, so daß der hier gereifte Gedanke nach Errichtung einer Schuhhütte bald zur Tat wurde. Gestern Vormittag trafen mehrere Hundert Angehörige der hessischen Schupo hier ein. Auf dem Bock- zahl, dem Schottener Sportplatz, fanden zunächst sportliche Kämpfe, Handballspiele zwischen Ortsgruppe Babenhausen und Butzbach, statt. Großes Interesse erweckten die gezeigten Box­kämpfe, anschließend erfolgte ein Freundschafts- Fußballspiel zwischen Ortsgruppe Darmstadt und FußballklubViktoria" Schotten (5:1). Während der sportlichen Veranstaltung konzertierte die Musikkapelle der Schupo. Um 3 Uhr mittags be­gannen die Einweihungsfeierlichkei­ten an der Hütte. Polizeioberleutnant Her­mann begrüßt die Vertreter der Behörden und Gäste. Polizeihauptmann Schmitt, als Vor­sitzender der Baukommission, übergab die Hütte an die Dienststelle. Die beiden Oberstkomman­dierenden überbrachten die Grüße und Glück­wünsche der Hessischen Regierung und der Schutz­polizei. Für die Forstabteilung sprach Ober- forstmeister Dr. Baader (Schotten), für die Sladt Schotten Bürgermeister Mengel, für die Gemeinde Rudingshain Bürgermeister Hart­mann. An die Einweihnngsfeierlichkeiten schlos­sen sich gesangliche Vorträge und sportliche Ver­anstaltungen an, abends noch ein Fackelzug und Rachfeier in den beiden Sälen zu Rudingshain. Die Schupo hat sich in der H^tte eine schöne Heim- und Wirkungsstätte geschaffen und ist ein bei uns gern gesehener und herzlich aufgenom­mener Gast.

§ Gedern, 14. Mai. Dieser Tage fand hier im Bergwirtshaus die 'Versammlung der Bürgermeister des Kreises Schotten unter Leitung des Kreisdirektors Geh. Rat Doeckmann statt. Ein ausführliches Referat überdas Dersicherungsgeseh für Ge­meindebeamte" gab Regierungsrat Weber, das von Bürgermeister M e n g e l (Schotten) noch er­gänzt wurde. Uebcr das neue hessische Kataster- gesetz wurde Bericht erstattet, zur Gebäudesow- dersteuer Stellung genommen. Rähere Bestim­mungen aus der Landgemeindeordnung wur­den behandelt, über die Beschäftigung der Er­werbslosen gesprochen und verschiedene andere Gemeindeangelegenheiten erörtert. In verschie­denen anderen Kreisen besteht die Absicht unter den dortigen Bürgermeistervereinen, einen ge­meinsamen Ausflug an den Rhein oder auf die Wartburg zu unternehmen. Falls ein solcher zustande kommt, will sich auch der Kreis Schotten beteiligen. Die nächste Bürger­meisterversammlung ist in L a u b a ch für August vorgesehen.

ld. Eichelsachssn, 14. Mai. Während sich die Jugend am Himmelfahrttage viel­fach bei Tanzbelustigungen vergnügte, versammel­ten sich zahlreiche Turner der Rachbar­vereine, um mit unserem Turnvereine in ernster Arbeit die Uebungen für das große Turnfest in Nidda durchzuturnen. Das ziel- bewußte Streben der ländlichen Vereine der Deutschen Turnerschaft gewinnt in unserer Ge­gend der edlen Turnerei immer mehr Freunde.

=.= Aus dem südöstlichen Vogels­berg, 14. Mai. Die Gartenbesitzer machen jetzt die unangenehme Entdeckung, daß die gegen Ende der vorigen Woche aufgetretenenen N a ch t f r ö st e , die Temperaturen bis zu 2 Grad unter Null brachten, unheilvoller gewirkt haben, als man anfänglich an­nahm. Stachelbeeren und Johannis­beeren haben sehr notgelitten. Bei vielen Stöcken stellt sich die bekannte weißliche Färbuna des Behangs ein. Auch Kirschen uno Birnen haben Schaden gelitten.

Kreis Alsfeld.

-er. Homberg o. d. Ohm, 14. Mai. Der längste 1 Schweinemorkt war im Vergleich zu seinem \

ich noch Friedberg in kurzer Zeit bis auf die

genötigt worden, sein Amt niederzulegen. Als sein Nachfolger ist Notar Otto I ö ck e l gewählt worden. Ein dem Metzgermeister Stern

Kreis Friedberg.

f. Friedberg, 14. Mai. Mit dem vor eini­ger Zeit von der Stadtverordnetenversammlung be­schlossenen Neubau des Polytechnikums ist nunmehr der Anfang gemacht worden. Da die Beschaffung der ganzen Bausumme seicher noch nicht möglich war, wird vorläufig der eine Flügel, der in der Hauptsache das Maschinenlaboratorium und einen großen Hörsal enthalten soll, errichtet, da der vorliegende Plan eine derartige Teilung zuläßt. Mit den Ausschachtungsarbeiten ist begonnen wor­den. Diese werden von der Bausirma H. R e u ß ausgeführt, außer der noch die Firma Th. Mör­schel an der Ausführung beteiligt ist. Das neue Gebäude kommt ganz in die Dläbc des Bahnhofes, an die Ecke der verlängerten Bismarck- und der Hindenburgstrnße zu stehen. Die beiden ebenfalls in der Nähe des Bahnhofes befindlichen großen Neubauten der Ueberlandzentrale und der Wetterauer Volksbank sind im Rohbau fertiggestellt und werden im Laufe des Sommers bezogen werden; der erstere enthält sechs Beamten­wohnungen, der letztere das Geschäftslokal der Bank, zwei Läden und ebenfalls noch sechs Wohnungen. Der seitherige Vorsitzende des hiesigen Zweig- vereins vom Roten Kreuz, Profesior W. Kloos, ist durch seine Versetzung nach Darmstadt

Bund der technischen Angestellten und Beamten.

Darmstadt, 13. Mai. Der Gau H e s - s en des Bundes der technischen Ange­stellten und Beamten hielt in Darmstadt seinen diesjährigen Gautag ab. In dem Er­öffnungsvortrag wurde das ThemaDer Bund und die studierende technische Jugend" behandelt. Cs wurde hierin u. a. die Forderung aufgestellt, daß besonders befähigten technischen Mittelschü­lern der Uebergang zu den technischen Hoch­schulen ermöglicht wird. In dem Geschäftsbericht wird über die große ahl stellenloser Techniker geklagt; namentlich ältere Techniker, die baS 40. Lebensjahr überschritten hätten, fänden nur noch selten eine Anstellung. DaS Ergebnis der Be­ratungen war eine längere Entschließung, in der u. a. der Bundesvorstand, im Verein mit dem Afa-Bund und den übrigen freigewerk­schaftlichen Spitzen-Organisationen, aufgefordert wird, die paritätische Umgestaltung der öffent­lichrechtlichen Berufsvertretungen (Industrie- und Handelskammern, Landwirt'chnftskammern usw.) f'-rcs'-n'eizen. Die im 9J[r<'er 7ir. 165 der Reichs-

reicht. Die Rückzahlungen, Ne meisten» von schulentlassenen für die Konfirmationsunkosten be­nötigt rouroen, betragen etwa 130 Mk.

* Rüddingehausen, 14. April. Zu der auf nächsten Sonntag anberaumten Bürger­meisterwahl wurde nur e i n Wahloorscklag eingerelcht, der auf den Namen des bisherigen Bür- aermeifters August Müssig lautet. Infolgedessen findet keine Wahlhandlung statt, Bürgermeister Müssig ist vielmehr einstimmig auf 9 Jahre wiedergewählt. Ein schöner Ausdruck der all­gemeinen Zufriedenheit mit der bisherigen Amts­führung unseres Ortsoberhauptes. Am 2. und 3. Pfingstfeiertag begeht der hiesige Gesangver­ein Männerchor sein 5. Stiftungsfest, verbunden mit F a h n e n w e i h e. Die kunstvoll an- geferttgte Fahne wurde vor drei Wochen von der Firma H i s g e n in Lich geliefert und ist zur Zu­friedenheit aller Mitglieder ausgefallen.

T Gründe rg, 14. Mai. In der jüngsten G e - meinderatssitzung wurde der Ankauf des Geländes Hansen an der Theo-Koch-Straße be schlosien, und zwar soll für das Straßengelände 1,50 Mk., für das zu Bauplätzen bestimmte Gelände 8 Mk. pro Quadratmeter bezahlt werden. Der Be­sitzer darf die in Betracht kommenden Bauplätze an die bereits gemeldeten Interessenten direkt ver­kaufen. Die Gebühren für die Feldgeschworenen werden auf 5 Mk. pro Tag festgesetzt, dauert die Beschäftigung aber nur 24 Stunden, bann soll die Hälfte gezahlt werden, bei weniger als zwei Stun­den nur ein Viertel der Gebühren. Für die Frei­willige Feuerwehr wurde die Anschaffung von 30 Meter Gurt zur Herstellung von Gürteln be- schlosien. Ein Ersuchen um Errichtung einer Koch- schule, woran sich auch die Nachbargemeinden be­ieiligen werden, wurde vorerst zurückgestellt. Dem Musikverein bewilligte man 250 Mk. Zuschuß zur Anschaffung von Instrumenten usw. Der Sehrtsche Bauplatz an der Londorfer Straße soll vorerst als Fohlenweide verpachtet werden. Ein Gesuch der Mittelstandsvereinigung und des Bauernbundes um Erweiterung des Gallusrnarktes wurde der Markt­kommission zur weiteren Bearbeitung überwiesen. Das Gesuch der Deutschen Bau- und Siedlungs- aesellschaft, Ortsgruppe Grünberg, den Mitgliedern billigere Bauplätze zu überlassen und dadurch das Unternehmen zu fördern, fand Anklang. In den Feldern Grünbergs und der Umgegend läßt der Stand der Winterfrucht zu wünschen übrig. Etwa ein Drittel der im Herbst ausgestellten Saat mußte im Frühjahr umgeackert werden. Die hieraus eingesäte Sommersaat wurde durch die anhaltende Trockenheit und die kalten Winde vor einigen Wo­chen im Wachstum gehemmt, wozu bann noch die Schäden durch den Drahtwurm hinzukamen. Von dem ausgestellten Klee kann man nur etwa ein Drittel als Ernte erwarten, da ein großer Teil ous- oerointert ist und der Rest sehr dünn steht. In den Wiesen ist der Grasansatz zuftiedenstellend. Die Ob st bäume zeigen guten Fruchtansatz, jedoch ist zu befürchten, daß die letzten kalten Nächte auch hier Schaden angerichtet haben. Die älteste Ein- w o h n e r i n Grünbergs, Frau Leister, ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Der hiesige Turnverein machte seine Himmelfahrtwande­rung diesmal nach der Amöneburg. Die statt­liche Zahl von etwa 70 Mitgliedern beteiligte sich an der etwa fünfstündigen Wanderfahrt. Zur Heimkehr wurde die Bahn benutzt. In einer Besprechung über die am 9. Juni durch den Zuchtverein fürVogelsbergerVieh hier geplante P r S - m i i e r u n g wurde beschlossen, daß nur reinrassiges Rieh zugelassen werden soll. Die Anmeldungen haben beim Landwirtschaftskammerausschuß in Gie­ßen zu erfolgen. Zur Förderung dieser Tierschau werden die Stadt Grünberg, der Kreis und die be­teiligten Ortschaften Prämiierungszufchuste be­willigen.

* Lich, 14. Mai. Am 5. und 6. Juni ver­anstaltet der Oberhessische Landjugend- b u n b hier einen Lanbvolktag, mit bem die Dannnerweihe der Jugendgruppe Lich verbunden wird. Am Sonntag, 6. Juni, findet Kleinkaliber- wettschießen statt, daran anschließend Festgottes- dienft und Festakt auf der Hardt. Nachmittags soll ein historischer Festzug durch die Straßen der Stadt geführt werden.

ri. L i ch, 14. Mai. An althistorischer Stätte, in der sogen. Meilbach, zwischen hier und Hattenrod, fand auch diesmal am Himmelfahrt­tag daS allgemein beliebte W a l d f e st statt, zu bem die Bewohner der Llmgegend von allen Seiten in Scharen herbeieilten. Die Posaunen­chöre von Lich und Oppenrod und der Kirchen- chvr von Burkhardsfelden wirkten mit. Rach einer von Sttstspfarrer Schorlemmer aus Lich zusammen mit den Rieder-Dessinger Schul­kindern gehaltenen Liturgie und gemeinsamem Gesang sprach Missionar Müller aus Wies­baden, der lange Jahre in China im Dienst der Baseler Mission tätig war, über die Lage der deutschen evangelischen Mission in der Gegen­wart. In einem Schlußwort stellte Stistsdechant Lenz aus Lich die Bedeutung des Himmel- fahrtfesteS für die Kirche dar. Die Posaunenchöre blieben nach dem Fest noch eine Weile bei­sammen und liehen im Waldesgrün ihre Weisen erschallen.

5 L i ch, 14. Mai. Die Rächt vom 9. zum 10. Mai, die und 3 Grad Kälte brachte, hat erheblichen Fro st schaden angerichtet. So­weit sich bis jetzt sicher überschauen läßt, ist nicht nur die Erdbeerblüte stark mitgenommen worden, auch die Johannis- und Stachelbeeren, die stark angeseht hatten, sind zum großen Teil erfroren, trotzdem die Früchte schon in einem vorgeschrittenen Entwicklungsstadium sind. Am stärksten sind die frühen Sorten betroffen worden. Man nimmt an, daß auch daS übrige Obst nicht überall glimpflich durchgekommen ist.

ri. Kloster Arnsburg, 14. Mai. Im hiesigen, an Sonn- und Festtagen von Hunderten von Ausflüglem besuchten Kloster wurde auch diesmal zu Himmelfahrt ein Gottesdienst abgchatten, für den zahlreiche Ausflügler sehr dankbar waren. Die Predigt hielt Sttftsdechant Lenz aus Lich.

Eisenteile vollständig zerstört.

* Friedberg, 14. Mai. Der im Jahre 1906 gegründete Friedberger Schützenverein plant für den 5., 6. und 7. Juni ein großes S ch ü tz e n f e st , das in der Hauptsache bem Kleinkaliberschießen bienen soll. Man er­wartet zu biefer Veranstaltung eine sehr große Be­teiligung.

Kreis Büdingen.

)( Büdingen, 14. Mai. Die Evang. Kir­chengesangvereine des südöstlichen Oberhessen hielten hier eine schön verlaufene Poul-Gerhardt-Feier ab. Die Teilnehmer waren in sehr großer Zahl erschienen. Nachmittags fand in der festlich geschmückten Kirche Gottesdienst statt. Ein Massenchor von über 300 Sängern und Sängerinnen hatte im großen Chorraum Aufstellung gefunden, der übrige Teil der großen Kirche war von einer zahlreichen Gemeinde besetzt. Prachtvoll er­klangen unter der meisterhaften Leitung von Pfarrer Dr. Stumpf -Eschenrod die von dem Chorleiter ielbst vettonten Weisen Paul Gerhardts durch die weiten Hallen des Gotteshauses und gaben zusam­men mit den Paul-Gerhardt-Liedern der Gemeinde bem schönen Orgelspiel und ben Schrift- unb Ge­betsworten bes Liturgen (Dekan Schäfer) eine stimmungsvolle Umrahmung zu ber Festprebigt, in der Pfarrer Kahn- Ortenberg ein treffenbes Le- densbilb Paul Gerharbts alseines schwergeprüften Menschen-, aber dennoch fröhlich singenden unb banfoaren Gotteskinbes" entwarf. Nach einer kur­zen Kaffeepause begann im großen Saal bes Für- stenhofes bie Nachversammlung, die so zahlreich be­sucht war, daß der Saal mit sämtlichen Neben- räumen die Teilnehmer nicht fasten konnte. Dekan Schäfer begrüßte die Gäste im Nomen der evan­gelischen Gemeinde und des Kirchengesangvereins Büdingen unb dankte ollen Mitwirkenden. Die fein- finnige Festansprache über das Generalthema der NachversammlungGlaube und Natur" hielt Pfarrer W i ß m a n n Wenings, Pfarrer Bock, der Ge­schäftsführer des ganzen Verbandes, überbrachte die Grüße des Hauptvereins in Darmstadt. Die Feier war umrahmt von drei Mastenchören. Sämtliche Darbietungen fanden lebhaften Beifall.

Rid d a, 14. Mai. Die RiddaerDank A. -G. hielt im GasthausZur Traube" ihre Generalversammlung ab, worin Dank­vorstand Centn den Rechenschaftsbericht über das verflossene Geschäftsjahr erstattete. Rach demselben hat sich das Kassengeschäft recht gün­stig gestellt und bei einem llmsatz von 491 359 Mark einen Reingewinn von 11949 Marl er­geben. Den MitMedern konnten 12 Prozent Dividende bewilligt werden. Dem Reservefonds wurden 3000 Mark überwiesen, ferner dem Ver­ein Krankenpflege 100 Mark und der hiesigen Gewerbeschule 200 Mark. Der seitherige Vor­stand wurde wiedergewählt, ebenso der Auf- sichtSrctt, bis auf Kaufmann Heinrich Rap» polt, der freiwillig aus letzterem ausgeschie­den ist. An feine Stelle wurde Bauunternehmer Hermann Drott gewählt. Die Riddaer Bank, hervorgegangen aus dem vor 57 Jahren gegrün­deten Vorschuß- und Kreditverein, hat gerade in der geldknappen Zett sehr segensreich gewirkt.

r Olibba, 14. Mai. DaS bevorstehende Gauturnfest wird daS größte Fest werden, das bisher hier abgehalten wurde. Rechnet man doch allein mit einer Beteiligung von 7000 bis 8000 auswärttgen Turnern, von denen 1500 bis 2000 Nachtquartiere beanspruchen.

,.?" AusdemRiddatal. 14. Mai. Wie alljährlich wurde der Himmelfahrttag von Rrdda durch einen Frühgottesdienst an der Klippe eingeleitet. Der Rachmittag führte die Bevölkerung zu den bekannten Ausflugs­orten, wo Volksbelustigung, Konzert und Tanz im Freien winkten. Eichelsdorf feierte auf dem Kleerberg, Ober-Schmitten am Loh­berg, Ulfa und Unter-Schmitten an der Haubenmühle, die Dörfer der Harb am Forst­haus Glaubzahl, Ridda auf der Altenburg. Standen auch des öfteren die schwarzen Wolken drohend am Himmel, so hielt sich doch, von einigen Regenfpritzern abgesehen, bei frischen Winden das Wetter, so daß Ausflügler und Wirte einigermaßen auf ihre Rechnung kamen. Auto-, Motor- und Fahrradverkehr nach und von dem Vogelsberg waren besonders stark. Die dörflichen Wasserleitungen zeigen vielfach in den letzten Jahren starke Wasser- verluste, die auf unauffällige Rohrbrüche zu­rückzuführen find. Um bei Eintritt der trocke­nen Jahreszeit empfindlichem Wassermangel vor­zubeugen. werden jetzt auf Drängen der Kuttur-

I Inspektion vielerorts die Wasserleitungen einer gründlichen Prüfung unterzogen und die vor­handenen Rohrbrüche beseitigt.

* Babenhausen I, 14. Mai. Nach sechsjähri­ger segensreicher Wirksamkeit wurde unser Lehrer Wilh. Siegfried nach Großen-Linden versetzt. Die Gemeinden Babenhausen unb Bellmuth oer lieren burch sein Scheiden einen tüchtigen Volks- erzieher unb beliebten Lehrer, besten man sich hier stets gerne erinnern wird. Die hiesige Schulstelle wurde bem Schulverwalter Hermann Jakobi übertragen, ber bisher in Grvßen-Linben wirkte.

Kreis Schotten.

I Vorgänger nur sehr schwach befahren. Der Austrieb betrug 127 Ferkel. Trotz dieser geringen Zahl mür­ben recht hohe Preise erzielt. Es kostete das Paar 78 Wochen alte Ferkel 120130 Mk., während für 56 Wochen alte 100 bis 110 Mk. für das Paar gelöst wurden. Das Geschäft ging flott von statten; schon nach etwa 2 Sttmden waren alle Tiere abgesetzt, so daß in kurzer Zeit der Marktplatz ge­räumt war. Der Markt vorher war mit 325 Stück befahren.

Starkenburg.

* Darmstadt, 14.Mai. Die Verteidiger M e o n s haben gegen das vom Schwurgericht ge- fällte Todesurteil Revision beim Reichs- gericht beantragt.

Preußen.

Kreis Biedenkopf.

XX Waldgirmes, 14. Mai. Ein christ. l i ch e s Waldfeft, ein aus alter Zeit gebliebener schöner Brauch, an dem bie Bevölkerung ber Um- gegenb noch gern kesthält, wird am Himmelfahrt- tage immer in unserem Gemeindewald unter ber Dicken Eiche" gefeiert. Besonders sind es die Be­wohner von Rodheim, Bieber, Königsberg, Blas bach, Dorlar, Atzbach unb Kinzenbach? bie alljährlich zur Himmelfahrtfeier sich an diesem Naturdenkmal zusammenfinben. Im Mittelpunkt ber Ansprachen ftanb biesmal bie Festrebe von Pastor Ilgen- stein (Düsseldorf), der in interessanter Weise aus seiner Tätigkeit in der evangelischen Bewegung in Oesterreich zu berichten wußte. Verherrlicht wurde bie Feier durch Posaunen- und gemischte Chöre, die sich, wie immer, gern in ben Dienst be« Tages ge­stellt hatten.

Oberlahnkreis.

Weilburg, 14. Mai. (WSN.) Im benach­barten Laimbach hat sich ein schwerer U n fall ereignet. Die beiden Brüder Erbe wollten einen Wagen Heu nach Weilmünster bringen. Dabei scheuten b i e Pferde unb gingen durch. Beim Versuch, bie Tiere anzuhalten, gerieten beide Vrüber unter ben Wagen und wurden schwer verletzt, so daß sie in bewußtlosem Zu­stande ins Weilburger Krankenhaus eingeliefert werden mußten.

O Gräveneck a. d. Lahn, 14. Mai. Die Kirschbäume versprechen hier eine reiche Ernte. In ber Nacht zum Sonntag finb leider weiche Sor­ten vom Frost so gedrückt worden, daß ein größerer Teil des Fruchtansatzes schwarz unb weich ist. Auch bas frische Grün ber Walnüsse und Eichen hat unter dem Frost gelitten. Die Winterfrucht, Korn unb Weizen steht sehr gut und verspricht eine reiche Ernte. Gerste und Hafer sind recht gut aufgegangen. Wenn bald durchweichender Reg-v unb wärmere Witterung kommt, so ist auch hierin eine gute Ernte zu erwarten.

Oberwcstrrwaldkreis.

Höhn (Westerwald), 14.Mai. Die Umbau- arbeiten an unserer Pfarrkirche nehmen einen guten Fortgang. Leider mutzte Me­tern Umbau em Teil des unter Denkmalschutz stehenden Bauwerks geopfert werden. Die- Kirche, in spätgotischem Stil, stammt aus dem Jahre 1462, sie wurde errichtet, nachdem infolge einer Fehde -wischen Katzenellenbogen unb Sayn daS alte Gotteshaus abgebrannt war. In der Kirche waren Religuien deS hl. Johannes aufbewahrt, zu denen am St. Johannistag eine berühmte Wallfahrt stattfand. 3m Verlaufe eines Streites, der auS nichtigem Anlaß entstand, wurde em hier beim Kirchenumbau beschäftigter Zimmermann aus dem benachbarten Renne­rod so erheblich am Kopfe verletzt, bah ärztliche Hilfe notwendig wurde. Die Angelegen­heit wird noch ein Nachspiel vor Gericht haben. Zwischen der Gemeindevertretung und dem Gemeindevorstand ist ein Konflikt entstanden, da sich der Gemeindevorstand tn eini­gen Fallen von der Gememdevertretung übergan­gen glaubt Infolge dieses Zwistes hielt die Gemeindevertretung ihre jüngste Sit­zung ohne den Gemeindevorstand ab. Die Sitzung dehrtte sich bis nach Mitternacht auS und nahm zum Teil einen recht stürmischen Ver­lauf.

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