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trägt rund 22 000 000 Mk. Sie überragt die Bilanz­summe des Vorjahres um rund 3 700 000 Mk., die des Jahre 1916 um rund 5 000 000 Mk. Der Rein­gewinn beträgt 310 484,21 Mk. gegenüber 181 336,40 Mark im Vorjahr. Es wird vorgeschlagen, aus dem Reingewinn 130 000 Mk. den Reserven zu über­weisen und 177 000 Mk. zur Ausschüttung einer lOprozentigen Dividende auf das Ende 1924 ein­gezahlte Geschäftsguthaben zu verwenden. Der Be­richt bezeichnet das Geschäftsjahr 1925 als das Jahr der Verteidigung des in 1924 wieder auf- gebauten ländlichen Genossenschaftswesens gegen­über der außergewöhnlichen Kreditnot, die das ganze Geschäftsjahr beherrschte. Die Generalver­sammlung findet am 28. Mai statt.

* Weinbau und Weinernte 1925 in Hei s en. DieMitteilungen der Hessischen Zen­tralstelle für Landesstatistik" veröffentlichen jetzt An­gaben über den Weinbau und die Weinernte in Hessen im Jahre 1925. Im Ertrag standen 12 407 Hektar Fläche mit Weißweinreben und 1202 Hektar Rotweinreben. Der Mostertrag betrug 354 254 Hekto­liter (26,0 von 1 Hektar) im Werte von 14 658 898 Mark (41,4 von 1 Hektoliter). Der Geldrohertrag von 1 Hektar betrug 1077 Mark. Gegen das Vor­jahr sind alle diese Ziffern zurückgegangen. Als Weinbaugebiet kommt nur die Provinz Rheinhessen in Betracht. Der Weinbau in Starkenburg steht noch hinter dem kleinsten Kreise in Rheinhessen zurück. Oberhessen hat keinen Weinbau.

* Keine Herabsetzung der Reichs- bohntarise für das Siegerland. Die Reichsbahn hat nunmehr jede Ermäßigung der Siegerländer Rotstandstarife wiederum abge­lehnt, so daß mit einer Milderung der bekannten Rotlage im Siegerländer Gebiet nicht zu rech- nen ist.

* 7 Prozent Bayerische Staats­schatzanweisungen. In Ergänzung zu un­serer Meldung über die Ausgabe von bayerischen Staatsschatzanweisungen teilt der Amtliche Preu­ßische Pressedienst mit, daß in den nächsten Tagen 50 Mill. Reichsmark 7 Prozent Bayerische Staatsschatzanweisungen zu 98,25 Proz. zum frei­händigen Verkauf gelangen, und zwar durch ein unter Führung der Preußischen Staats­bank (für Rorddeutschland) und der Bayerischen Staatsbank (für Süddeutschland) stehendes Kon­sortium, dem ferner angehören: Bayerische Hypotheken- und Wechselbank, Bayerische Ver- einsbanl, Commerz- und Privatbank '21.-®., Darmstädter und Rationalbank, Kommanditgesell­schaft auf Aktien, Deutsche Bank, Direktion der Discontogesellschaft, Dresdner Bank, Mendels­sohn & Co.. Reichs-Kredit-Gefellschast 21.-®. Die Abnahme der zugeteilten Stücke kann vom 20. März ab erfolgen.

* Aufruf weiterer Wertpapiere zum Sammeldepot. Die Bank des Ber­liner Kassenvereins ruft folgende weiteren Wert­papiere zur Einlieferung in das Sammeldepot ab 15. März auf: Phönix Bergbau-Aktien, Rheinische Braunkohlen-Aklien, Rheinische Stahl- werke-Aktien, Rombacher Hüttenwerke - Aktien, Rütgers-Werke-Aktien, Schuckert Elektrizitäts-- Aktien, Siemens & Halske-Aktien, Hapag-Aktien, Hamburg-Südamerikanische Dompfschiffahrts-Ak­tien, Hansa Dampfschiffahrts-Aktien. Rorddeut- scher Lloyd-Aktien.

* Motorenwerke Mannheim A.°®. Dorrn. Benz. Abtl. Stationärer Mo­torenbau, Mannheim. Die Wirtschafts- belebung durch die zunehmende Geldflüsfigkeit hat der Gesellschaft in letzter Zeit größere Auf­träge eingebracht, so daß man von Verwaltungs­seite auf einen befriedigenden Abschluß hofft.

* Kukirol-Fabrik Kurt Krisp in Groß-Salze bei Magdeburg. Da zur Zeit drei Viertel aller Gläubiger dem Ver­gleichsvorschlage zugestimmt haben, ist mit der Aufhebung der am 19. Februar angeordneten Geschäftsaufsicht in Kürze zu rechnen.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht des .Gießener Anzeigers".) Berlin, 15. März. Die Börse begann die die neue Woche in sehr fester Hal­tung, da die aus Genf vorliegenden Nachrichten den bisherigen Optimismus bestätigen. Man hofft, eine Formel gefunden zu haben, die die Lösung der Frage der Ratssitze als sicher erscheinen läßt. Es fanden daher stärkere Rückkäufe statt, die sich besonders auf Montanaktien, Maschi - Neuwerte und einige andere Spezialpapiere er­streckten. So konnten u. a. Heyden, die schon seit Tagen festliegen, um weitere 4 Prozent anziehen.

Außerdem wurde auch die Dividendenerklärung der Gemeinschaftsgruppe deutscher Hy­pothekenbanken stark beachtet. Die Festig­keit dieser Spezialwerte gab der Kesamtbörse eine Anregung, so daß nach Festsetzung der ersten Kurse weitere leichte Erholungen eintraten. Am Devi­senmarkt war die Uebrraschung des Tages ein plötzlicher Einbruch des belgischen Franken, der auf 110 gegen London zurück- Kng. Paris lag vormittags noch widerstandsfähig, bröckelte aber später auch ab. Nordische Valuten waren dagegen befestigt. Am Geldmarkt ist die Lage unverändert flüssig. Tagesgeld 5 bis 6,5 Pro­zent, Monatsgeld 6,5 bis 7,5 Prozent.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug»

l-Uhr.

StNufj.

Anfang

btr-

Kurs

fiurs

Kur»

Datum:

13.3. |

153.

13. 3

15 3

5% Deutsche Rctchsanlethe 4e/e Deutsche Reichsanleihe .

0,38!)

0,3975

0,3875

0,3725

0,400

0,380

3Vi°/e Deutsche Reichsanlethe

0,300

0,3675

0,375

.V/e Deutsche Reichsanleihe .

0,450

0,47

0,475

Deutsche Evarpramienanlcihe

0,231

0,245

4% Preußische ÄonsolS -

4»0 Hessen ......

0,384

0,3675

0,385

0,370

0,355

3*/.°/o Hessen........

3% Heuen...........

Deutsche Wertb. Dollar-Anl.

0,340

_

0,355

100

96,1

i

dto. Doll.-Schatz- Anweisng.*)

99,5

--

99,65

4°/o Zolltürken......

11,82

11.4

11,75

_

5e/e Goldmerikaner . .

38,75

39

Berliner Handelsgesellschaft «Lommerz- und Privat-Bank

151,75

152,2*

152,5*

111,7-

112*

Ul'

112'

Darmst. und Nationalbank

130

130,2'

130,5'

Deutsche Bank.......

128,7-

128,5*

128*

Deutsche Bercinsbank .... Diseonto Commandit

123,1-

123,4

123,9'

Metallbau!.........

84,75

84,75

Mitteldeutsche Kreditbank.

101'

101,2'

103,5*

103,7*

Oestcrreichische Kreditanstalt

Weltbank ......

0,9

6,95

6.9

7

0,041

0,041

Bochumer Guß .......

82

-

82.25'

84*

BuderuS .......

44,6

45,25

44,4

Karo ...........

40

41,5

-

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. .

84

88.5

86,75 88*

88,5'

90'

Harpencr Bergbau . . . .

.Hallwerke Aschersleben....

103

120

104,7*

103,7*

120,5*

104,9*

120,5

.staliwcrk Westeregeln.....

128

125,5

127,75

Laurabütte .......

34,5

33,25

34

Obcrbedars ..........

42,5

42,4-

42,12*

Phönix Bergbau ......

Nheinilahl .......

Nie deck Montan........

76.5'

80,25'

80,5*

81,9'

77,25

79,9*

80* 81.62*

82

_

81,5

86,5

Tellus Bergbau. ......

56

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Llovd . . .

146'

138,;-

146,5*

137,7*

143,9*

138,7*

147*

138*

Cheramischc Werke Albin . .

42,25

_

Zementwerk Heidelberg . .

88.9

.

_

Philipp Holtmann .....

67,75

.

68

_

Anglo-Cont.-Guano . ...

_

_

Chemische Mayer Alapin . .

_

I. G ^arbcninduftric, A.-G-

128,6'

129,6'

127,7*

_

Goldschmidt.........

73

72,5

73,75

Holzverkohlung........

65

65,5

-

Nükgcrswerkc.........

76

71,25

76

Scheideanstalt .......

98,5

-

«Ng. Elektrizitäts-Gesellschaft

92.6*

94,25*

92,25*

93,5*

Bergmann . .......

Mamkrastwerke...... ,

84,9

84'

85,9*

85,25

Schuckert....... . .

82,6'

82*

85,9*

Siemens & Halske ......

101,7*

109*

104,6*

109,6*

Adlcrwerke Kieper ......

51,25

53

51,25

-)

Daimler Motoren. ......

49,5

50

47,9

50

Hevligenstaedt.........

Meguin. ...........

25,5

28

Motorenwerke Mannheim .

--

37

frankfurter Armaturen . .

Konservenfabrik Braun . . .

42,5

Metallgesell^ast Frankfurt.

74,5

-

74

Schuhiabrik yett . ....

26

Sichel............

5,12

Zellstoss Waldbos.......

108,25

HO

109,5

109,5

Zuckerfabrik Frankenthal . .

47

47 |

Zuckerfabrik Wag häufel . . .

50

51

Frankfurter Börse.

Frankfurt, 15. März. Tendenz fest. Die Börse stand auch bei Beginn der neuen Woche unter dem Einfluß der Genfer Tagung, deren Resultat mit großer Spannung erwartet wird. In der opti­mistischen Auffassung der Börse ist indessen keine wesentliche Aenderung eingetreten, vielmehr wurden die letzten aus Genf eingegangenen Nach­richten weiter zuversichtlich beurteilt. Dies kam denn auch in einer regen Saufneigung zum Ausdruck. Die Spekulation, die recht unterneh­mungslustig war, betätigte sich vornehmlich in Rückkäufen, wodurch die führenden Werte im Abschluß an die festeren Nachbörsenkurse der Sams­tagbörse neue Steigerungen von 1 bis 3 Prozent erzielen konnten. Im Vordergründe standen Man­ta n ° A k t i e n unter Bevorzugung von Phönix, wobei Gewinne von 2 bis 4 Proz. die Regel bil­deten. Auch Farbwerke waren etwas stärker ge­fragt (plus 1 Proz.). Elektroaktien lagen da­gegen vernachlässigt und nur vereinzelt etwas fester.

Die tolle Herzogin.

Roman von Ernst Klein.

Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin. 16. Fortsetzung'. Nacksdruck verboten.

Diese Rede aus dem Munde eines Staatsmannes, der sonst absolut nicht als Befürworter des Krieges galt, schlug wie eine Bombe ein. Die öffentliche Meinung feines Landes jubelte ihm zu, und selbst die Blatter der Opposition mußten mit sauer-süßen Mienen eingestehen, daß die von dem Premier­minister in die Debatte gebrachten Momente nicht so ohne weiteres von der Haöd zu weisen seien, Im Auslande wurde es auf einmal still. Man merkte, daß die ganze Angelegenheit sich auf ein Terrain verschob, auf dem sich unbedingt das eng­lische Volk hinter seinen Premierminister stellen würde. Also blies man offiziell zum Rückzug. Aber Herr St. Aubain bekam in seinem vornehm-stillen Hotel Ritz in London auf einmal sehr viel zu tun. Sein Sekretär brachte halbe Tage damit zu, geheime Depeschen zu dechiffrieren, während er selbst lange Konferenzen mit Mitgliedern der japanischen und französischen Botschaft hatte.

Lord Burnham strahlte natürlich über seinen Er­folg. Die Freude verminderte seinen Aerger über den Gichtanfall, der ihn plötzlich packte und ans Zimmer fesselte. Er mußte daher die entscheidende Unterredung mit Karaschin nicht in London, sondern auf Burnham Tower abhalten, mitten im Trubel seiner House party.

Das war natürlich peinlich. Auch gefährlich. Der Teufel konnte seine Hand ins Spiel stecken die geringste Indiskretion mußte wirken wie der be­rühmte Funke, der ins offene Pulverfaß fällt. Lord Burnham wußte ganz genau, wie die Stimmung in der Welt war. lleberall standen solche heim­tückischen Pulverfässer. Sie waren nur zugedeckt durch offizielle und inoffizielle Freundschaftsbeteue- jrungcn. Der Friedensengel wickelte sich wieder ein- imal scheinheilig in Zeitungsmakulatur und prüfte scheinheilig die Zündschnüre an seinen Handgranaten. Aber wozu hat man zwei schöne Töchter, von denen besonders die eine sich meisterhaft auf die Künste der gesellschaftlichen Strategie verstand? Lord Burn­ham ließ am Abend vor der Unterredung Gloria und Grace zu sich in die Bibliothek kommen.

Ich erwarte morgen nachmittag um fünf Uhr verschiedene Herren zu einer sehr wichtigen Bespre­chung. Es wäre mir sehr unangenehm, wenn sie mit unseren Gästen zusammenkämen. Schaut also, daß ihr die ganze Gesellschaft bis spät abends aus dem Hause haltet. Arrangiert irgendein Picknick auf den Klippen. Oder macht einen Ausflug nach Dover ich überlasse bas eurer Geschicklichkeit. Liebe Grace, für morgen nachmittag mußt du mir das Haus räumen!"

Grace enttäuschte nicht die Erwartungen ihres Vaters. Wer beschreibt das Entsetzen aller Lang­schläfer, als sie am nächsten Morgen um acht Uhr früh geweckt und aus ihren Setten gejagt wurden. Grace, unterstützt von einer Kohorte fanatischer junger Damen, tobte von Schlafzimmertür zu Schlafzimmertür und rüttelte alle müden Geister wach. Mit Hussa und Hallo wurde die Gesellschaft in das Frühstückszimmer getrieben, wo Grace ver­kündete, es sei ein Ausflug zu den Klippen mit einem Tagesprogramm großer Überraschungen ge­plant. Der Morgen war schön, ein echt südenglischer Sommertag man akzeptierte also mit Freuden. Immerhin war es doch für viele eine noch nie da- gewesene Sensation, sich die schöne Welt Gottes auch einmal um neun Uhr morgens anzusehen. Pünktlich zu dieser Stunde fuhren die leichten Jagdwagen vor, alles stieg ein unö wartete auf das Zeichen zur Ab­fahrt

Da ein leichter Schrei an einem der Wagen, Erregung, Tumult---Graf Las Valdas, der

sich bei der Durchführung des Projektes als Ad° lutant Graces l-ervorragend ausgezeichnet hatte, war in Ausübung feiner Ritterpflichten er wollte ge­rade der etwas korpulenten Lady Somer in den Wagen helfen ausgeglitten und hatte sich augen­scheinlich am Knie verletzt. Eine Sehnenzerrung oder so etwas Aehnliches. Die Damen waren außer sich und Überboten sich in Liebenswürdigkeiten für den Grafen, der mühsam und mit schmerzverzoge- nem Gesicht zum Schloßtore zurückhumpelte. Nicht viel fehlte, und sie hätten sich alle angebotem zurück­zubleiben, um ihn zu pflegen. Doch er wies von vornherein ebenso höflich wie energisch jedes der­artige Opfer zurück.

Ich werde mir Umschläge machen und ver­spreche den Damen, heute abend wieder wie sonst meine Pflicht am Klavier zu erfüllen", sagte er.

Banknoten.

AEG. plus 1,8 Proz. Der Bankenmarkt lag ruhig, doch war auch hier die Kursbefestigung über­wiegend. Schiffahrtaktien konnten der Auf­wärtsbewegung nicht folgen. Nordd. Lloyd gingen um etwa i Proz. zurück, mährend Hapag fast un­verändert blieben. Bemerkenswert fest zeigte sich erneut der Kas samarkt der Jndustriepapiere, Iür dessen Werte unverkennbar Publikumskäufe die irsache der Steigerung sein dürften. Auto- oktien zogen weiter an. Kleyer plus 1,75, Daim­ler plus 0,5 Prozent. Zellstoffaktien ten­dierten weiter nach oben. Aschaffenburger plus 0,9, Zellstoff Waldhof plus 1,75 Prozent. Von Ma­schinenaktien konnten Monus 1,25 Prozent anziehen, mährend Karlsruher 0,5 Prozent nach- aeben mußten. Bauaktien lagen weiter fest. Zuckeraktien waren etwas vernachlässigt, nur Badischer Zucker plus 1 Prozent. Deutsche An­leihen und ausländische Renten hatten nur geringes Geschäft, indessen bildeten hier leichte Besserungen die Mehrheit. Der Freiverkehr hatte eng begrenztes Geschäft. Becker Stahl 46, Becker Kohle 52,5, Benz 49, Brown Boveri 69, Entreprise 10, Growag 55, Ufa 52,5, Ufra 69 Proz. Im weiteren Verlaufe stellte sich verstärkte Nach­frage für kleinere Jndustriewerte ein. Die führen­den Märkte setzten ihre Aufwärtsbewegung in mäßigem Tempo fort. Das Geschäft blieb aber ruhig. Der Geldmarkt hatte große Flüssigkeit aufzuweisen, die Sätze gingen weiter nach unten. Tagssgeld 5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 8 Prozent je Adresse. Bankdiskonten 5, Jndustrieakzepte 6 Prozent. Im D e v i s e n v e r k e h r lag Paris mit 134 gegen London leicht abgeschwächt. London gegen Kabel 4,861.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M. Telegravhifche Auszahlung.

13 Mär;.

15 März.

Amtliche Noti rung

Amtliche Notierung

Geld

Bner

Oclb

Brief

Amst.-Ron.

168,07

168,49

168.00

168,42

Buen.-Aires

1,658

1.662

1,660

1,664

Brss.-Anlw-

19,04

19,08

18,28

18,32

Christiania.

91,54

91,76

91,59

91,81

Kop-nhagen

110,24

110,52

110,26

110,54

Stockholm -

112,46

112,74

112,36

112,64

Hclsingsors-

10,554

10,694

10,555

10,595

Italien. .

16,83

16,87

16,79

16,83

London. .

20,391

20,443

20,391

20,443

Neuyork . .

4,195

4,205

4,195

4,205

Paris - .

15,23

15,27

15,15

15,19

Schwei; . .

80,75

80,95

80,74

80,94

Spanien

59,09

59,23

59,09

59,23

Japan . . . Rio de Jan. Wien in D--

1,900 0,608

1,904 0,610

1,904 0,610

1,908 0,612

Lest, abgest

59,12

59,26

59,12

59,26

Prag ....

12,416

12,456

12,416

12,456

Belgrad . .

7,382

7,102

7,385

7,405

Budapest. . Bulgarien

5,872

3,025

5,892

3,035

5,875

3,025

5,895

3,035

Lissabon

21.225

21.275

21,255

21,305

Danzig. . .

80,87

81,07

80,87

81,07

Konstantin.

2,18

2,19

2,175

2,185

Atbe»

5,79

5,81

5,84

5,86

Canada. . .

4,183

4,193

4,181

1.1' 1

Uruguay .

4,295

4,305

4,295

I. 0

Berlin, 13 März

Geld

Brie)

Amerikanische Note» .....

4,186

4,206

Belgische Noten .......

19,01

19,11

Dänische Noten .......

109,91

110,50

Englische Noten........

Französische Noten......

20,36

15,28

20,46

15,36

Holländische Noten ......

167,78

168,62

Italienische Noten......

16,91

16,99

Norwegische Noten......

91,32

91,78

Deutsch-Oestcrr-, ä 100 Kronen

59,03

59,33

Rumänische Noten......

Schwedische Noten ......

112,12

112,68

Schweizer Noten.......

80,60

81,00

Spanische Noten.......

59,07

59,37

Tschechoslowakische Noten . .

12,38

12,44

Ungarische Noten . . ....

5,84

5,88

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

Frankfurt a. M., 15. März. Austrieb: 1497 Stück Rinder, darunter 421 Ochsen, 41 Dullen, 1015 Färsen und Kühe, 367 Kälber, 230 Schafe. 3631 Schweine. Es wurden bezahlt für 100 Pfd. Lebendgewicht: Rinder: Ochsen. vollfleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 48 bis 54, junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 40 bis 47, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 30 bis 39; Bullen, Vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 46 bis 50, Vollfl. jüngere 40 bis 45; Färsen und Kühe, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 54, vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 42 bis 48. wenig gut entwickelte Färsen 35 bis 47. ältere ausgemästete Kühe und wenig gut ent­wickelte jüngere Kühe 33 bis 41, mäßig genährte Kühe und Färsen 32 bis 33. gering genährte

Dabei blieb es, und unter begeisterten Cheers und mit wehenden Tüchern brauste der Zug davon. Der arme Las Valdas schleppte sich am Arm des fürsorglichen Butlers in sein Zimmer.

Ain Nachmittag hielten zwei staubbedeckte Auto- inobile vor dem Schlosse. Ihnen entstiegen mehrere Herren, die der Sekretär Lord Burnhams selbst in der Hall empfing und sofort in die Bibliothek ge­leitete. Es waren dies Mr. Craighton Davis, der Managing-Direktor der Imperial Anglo-Dutch Oil Company, Mr. John David Miller, der Londoner Vertreter der Standard Oil mit feinem Sekretär, ferner Sergei Karaschin sowie die zwei deutschen Herren Grolmons und Dr. Räder.

Der Butler servierte den Tee und man unter­hielt sich eifrigst über bas neue Stück von Shaw, über die schöne Ueberfahrt, über Jackie Coogan und andere interessante Themata. Als die Teetassen ab­geräumt, durch die Whiskygläser und die Syphons ersetzt worden waren, schickte sich der Butler an, die Bibliothek zu verlassen.

Rhyther," sagte ihm sein Herr,ich mache Sie persönlich haftbar, daß ich von niemandem gestört werde!"

Sehr wohl, Mylord!"

Da fällt mir ein, wie geht es dem Herrn Grüfen?"

Ich habe ihm vorhin selbst den Tee gebracht. Da fühlte er sich etwas besser. Er hofft, am Abend auf­stehen uno am Diner teilnehmen zu können."

So, es ist gut! Bitte, gehen Sie hinauf und überbringen Sie ihm meine Entschuldigung, daß ich ihm beim Tee nicht Gesellschaft leisten kann. Ick) werde mich aber sehr freuen, ihn nachher beim Diner begrüßen zu können."

Sehr wohl, Mylord!"

Die Tür schloß sich hinter dem alten Diener. Die Herren rückten sich in ihren Fauteuils zurecht.

Wir haben alle die ausgezeichnete Rede unseres Premiers gelesen," begann Lord Burnham die Ver­handlung,sie enthebt uns großer Schwierigkeiten, denn sie zeigt uns, daß es mir gelungen ist, unsere Regierung zu einer günstigen Stellungnahme un­serem Projekte gegenüber zu bewegen. Ferner be­weist die Anwesenheit Mr. Millers hier, daß auch

Kijche und Färsen 15 bis 21. Kälb er: Feinste Mastkälber 65 bis 72, mittlere Mast- und beste Saugkälber 55 bis 64, geringere Mast- und gute Saugkälber 48 bis 54, geringe Saugkälber 40 bis 45. Schafe: Mastlämmer und 2Itaft- hämmel 45 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 35 bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzfchafe) 30 bis 34. Schweine: Vollfl. von 80 bis 100 Kg. 78 bis 82, unter 80 Kg. 73 bis 77. von 100 bis 120 Kg. 80 bis 83, von 120 bis 150 Kg. 78 bis 82, unreine Sauen und geschnittene Eber 72 bis 77. Marktverlauf: Ruhiger Handel, bei Schweinen etwas ^leberstand.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 15. März. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 26,75 bis 27, Rog­gen, inländ. 17,75 bis 18, Sommergerste für Drau- zwecke 20 bis 23. Hafer, inländ. 19,25 bis 21,50, Mais, gelb 17,50 bis 18, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 40 bis 40,75, Roggenmehl 25.75 bis 26,50, Weizenkleie 9,50, Roggenkleie 10, Erbsen 26 bis 34, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken 8,50 bis 9, Weizen- und Roggcn-- stroh 4,50 bis 5, Treber, getrocknet 16 bis 16,50. Tendenz befestigt. Amtl. RotieruugLL für Speise- kartofftln: Industrie hiesiger Gegend 2,50 bis 2,80, weißschalige hiesiger Gegend 2,10.

Wettervoraussage.

Meist bedeckt, Winde aus östlicher bis nörd­licher Richtung, Temperaturen wenig geändert, nur vereinzelt Riederschläge.

Das Gebiet hohen Druckes ist. nachdem es gestern beträchtlich an Stärke und Ausdehnung zugenommen hat, wieder in südöstlicher Richtung abgedrängt worden. Das neue isländische Ties wird uns zunächst kurze Aufklärung, später er­neute Riederschläge bringen.

Vüchertisch.

Aus dem MärzhestReue Frauen­kleidung und Frauenkultur" dürfte die Leserinnen besonders eine Abhandlung inter­essieren, die sich mit der Lösung der Frage be­schäftigt: Stehen die hübschen Frauen wirklich auf dem Aussterbeetat? Weiterhin sehr lesens­wert sind die AufsätzeTanz und Tänzerin" von Rudolf von Delius,Die Lage des Theaters in der Gegenwart" von Hanns Martin Elster, Tapete und Raum" von G. Frhrn. von Pech­mann in München. Im Bilderteil findet man u. a. hübsche Entwürfe für Kunstgewebe, Möbel, Tapeten.

Ein Gähnen möchte uns Aeltere noch immer ankommen, wenn wir an den natur­wissenschaftlichen Unterricht denken, wie wir ihn in der Schule erlebt. Keinem ist die Bio­logie näher gebracht worden. Kaum einem ist sie klar geworden, als die Lehre vom Leben. Holle, dessen Buch überAllge­meine Biologie" (I. F. Lehmanns Ver­lag, München 1925, Preis geh. 9, geb. 11 Mk.) nun in zweiter vielfach veränderter Auflage er­scheint, ist es, der uns die Biologie lebendig macht, uns einen Blick tun läßt in das ge­heimnisvolle Leben. Richt trocken und weit­schweifig, nicht abgeblaßt und farblos, sondern frisch, anschaulich und immer anregend. Aber nicht nur darin, daß der Verfasser uns in die Grundlagen der Biologie einführt, liegt der Hauptwert des Buches, sondern darin, daß er uns Seite für Seite zeigt, wie all unser staat­liches, wirtschaftliches und persönliches Sein aufs engste mit dem Gesamtleben verknüpft ist. 881

Lord Lister. Von Sir Rickmann John Godlee, Baronet. Rach der dritten durchge­sehenen Auflage Übersetzt von Dr. E. Weis- schedel, Konstanz. Mit 13 Tafeln und 10 Text­figuren. Gebunden 24 Mk., Verlag von F. C. W. Vogel in Leipzig. Der Verfasser entwirft an der Hand tagebuchartiger Aufzeichnungen ein großzügiges Bild von dem Werdegang und der Lebensarbeit des großen Meisters der Chirurgie. Aerzten und Männern der Wissenschaft wird diese sehr liebevoll gehaltene Biologie hohen Genuß bieten. Llber auch für jeden Menschen steht viel darin, der sich über die Zusammen­hänge unserer heutigen Zustände unterrichten will. 840

für Langer, Hrortsleute, Raucher

die in Frage stehenden Kreise der Vereinigten Staaten geneigt sind, sich uns anzuschließen. Auf der an­deren Seite entnehme ich aus der Tatsache, daß zwei so bedeutende Persönlichkeiten der deutschen Wirt­schaft wie Herr Grolmans und Herr Doktor Röder Herrn Karaschin nach London begleiten, den Wunsch Deutschlands, an dem großen Projekt fordernd mit- zuwirken."

Hm!" knurrte Grolmans. Doktor Roder ver­beugte sich schweigend.

Waren ein merkwürdiges Gespann, die beiden Deutschen. Walter Grolmans, Westfale, untersetzt, mit breiten, massigen Schultern, klobig beinahe in feinem schlecht sitzenden Anzuge, mit mächtigem Schädel und hartem, von dunklem Barte umrahm­tem Gesicht. Und doch keine Pose, keine Absichtlich­keit in diesem Aeußeren. Der Mann, der die Erze für seine Hochofen aus eigenen Gruben im Ural, in Schweden, Spanien und Südamerika bezog, sie auf seinen eigenen Dampfern noch Hamburg trans­portierte der seinen eigenen Schlafwagenzug hatte, um auf seiner Reise stets sein gesamtes Pri- oatsekretariat mit sich führen zu können, dieser Mann, der sechzehn Stunden am Tage arbeitete, war Arbeiter. Nichts anderes. Konnte nichts anderes sein. Für lange Proben beim Schneider, für Sitzun gen mit der Maniküre hatte er keine Zeit. Er besaß in der Nähe von Essen ein Schloß, das mit märchen­hafter Pracht ausgestattet war er hatte noch keine drei Tage hintereinander darinnen zugebracht. Er lebte im Bureau, im Hotel, im Schlafwagen. Ein Kosmopolit der Arbeit.

Anders fein Genosse und Gefährte in mancher großen Wirtschaftsschlacht. Grolmans, ein Mann Mitte der Fünfzig, Röder reichlich zwanzig Jahre jünger. Elegant, blauäugig, liebenswürdig auch ein Kosmopolit, aber des Vergnügens. Man kann zwar nicht sagen, daß er, umgekehrt wie Grolmans, noch nie drei Tage hintereinander in seinem Bureau in der Behrenstraße zu Berlin gewesen war, aber immerhin muß zugegeben werden, daß Herr Doktor Fritz Röder Paris, San Sebastian, Monte Carlo und St. Moritz dem Aufenthalte an seinem Schreib­tische bei weitem vorzog. Jedenfalls steht fest, daß er keines seiner großen Geschäfte in seinem Kontor abgeschlossen hatte.

(Fortsetzung folgt.)

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