des Hedrichs scheint noch
itten üblich zu sein, wie sich bei
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Sommerkur für
spät erkennen.
W.
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Oberhessen.
Landkreis Gießen.
^Gesangvereins „Sängerkranz" am heutigen Sonntag statt. Der Samstagabend F brachte einen Festkommcrs, an dem sich die hiesigen und mehrere wetlstreitende Vereine be- * teiligten. Unter Leitung des Festbirigenten, Lehrer Blaß-Grohen-Linden, sang der Jubelverein einen Begrüßungschor. Der Gesangverein „ßt)on 1910“ Frankfurt a. M. Werreichte dem festgebenöen Verein einen wertvollen Dirigentenstab. Am Sonntag früh begann der G e - sangwett st reit. Der Andrang der Zuhörer war auherordenMch stark. Es wurde Vorzügliches geleistet; man konnte allgemein feststellen, daß der Männergesang allerorts aufs beste gepflegt wird. An dem Wettfingen beteiligten
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einer Wanderung durch das Niddatal sehr leicht feststellen läßt. 5n einigen Gemarkungen sieht man nur noch einzelne Aecker, in denen zwischen dem Grün des Getreides sich das Gelb der Hederich-
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Ne^vesakranke
u. Nervös-Erschöpfte. Spezinlknranstalt Hof heim L Tannins bei Frankfurt ä M. Prospekte durch
Dr. W, Schulze - Kahle.vsk, Nervenarzt.
Die Welt ist groß, gewiß, aber die Menschheit wachst und sucht, gepeinigt vom NghruNgstrieb, nach Neuem Bodenrau Ni. Nach dem Verlust der Kolonien ist für den deutschen Menschen der Lebensraum eng geworden, und darum wird bei uns das Problem, in der weiten Welt Neuland zu schaffen, schon heute als ein aktuelles Problem empfunden. Auch für die anderen Pölker unfetes Kontinents wird dieses Problem in absehbarer Zeit eine furchtbare Wirklichkeit werden. Man sollt? es nicht zu
bluten hervordrängt, während in anderen Gemarkungen sich kaum ein gereinigter Acker findet. Die Bekämpfung ist, planmäßig Jahr für Jahr betrieben, von Erfolg und großem Nutzen. — Die Erd - b e e r e r n t e ist hier sehr gut, die Sträucher bringen täglich eine Menge wohlgeformter, saftiger Früchte. Das Wetter, feucht NNd bedeckt, mar dem Ansatz und der Entwicklung der Beeren sehr günstig. Aber auch die Schnecken, die diese Witterung lieben, treten in großen Mengen auf, fressen Beeren an oder höhlen sie gar aus. Allmählich sind die Gartenerdbeeren fast in jedem Garten zu finden.
Kreis Schotten.
ld. Aus dem Vogelsberg, 12.Juni. Aeben den Pflanzenschädlingen Getreiderost, Ge- treideblas?nfloh und Drahtwurm treten mm auch die Schnecken in Unmengen auf, um unter den Gartengewächsen (Dohnen, Salat und Gurken) große Verheerungen anzurichten, Auf ganz kleinen Deeten kann man gegen Abend Dutzende dieser Gartenschädlinge ablesen.
Kreis Büdingen.
y. Bad Salzhausen, 12. Juni. Die Angelegenheit der Feldbereinigung unserer Gemarkung ist jetzt so weit gefördert worden, daß demnächst eine Versammlung abgehalten wird, irt der die beiden einheimischen Sachverständigen und ihre Stellvertreter sowie zwei Schiedspersonen nebst Stellvertretern gewählt werden sollen. Weiter hat die Versammlung über die Aufbringung oer Kosten des Verfahrens zu beschließen, was allerdings nicht leicht sein wird und Meinungsverschiedenheiten wegen den ganz eigenen Verhältnissen in unserem Badeort heroorruft, zumal die Grundbesitzer meistens Ausmärker sind. — Die Hundertjahrfeier des Bestehens unseres Kurhauses wird am 20. Juni besonders festlich begangen werden. Vormittags findet im Konzertsou le eine kirchliche Feier statt, bei der die
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noch im (Srühingcc Wald .uzurrefien. Seine Blütezeit geht eben zu Ende.
Lich, 12. Juni iWSR.! Aus Anregung des Landwirtsck.aitötainmcrauLschuises^ der Provinz Oberhessen fand dieser Tage eine Versammlung der hiesigen Landwirte statt, die sich mit Maßnahmen Zur UebeNvistduntz öer iäsolae i'ct Lunaeuseuche entstandenen schweren Rot beschäftigte. Ja erster Linie wurde öie Beschaffung von Ersah für die ab- tz e s ch l a ch t c t c n Tiere für notwendig erachtet. uni) die Landwirtschaftskammer aufgeiör- tert, durch eine .Vermittlungsstelle den hiesigen Viehbesihern bei' Beschaffung vvn Vieh behilflich zu sein.
Kleis Friedberg.
WER. Friedberg, 12. Juni. Der vor einigen Tagen flüchtig gegangene Kauf manns- lehrlino. welcher einer hiesigen F.rma 3000 Mark unterschlagen hatte, tonnte in Schwarzenborn (Kr. Ziegenhain) f e ft genommen werden. Sein Komplize wurde von der Kriminalpolizei in Berlin mit einem größeren Geldbetrag, der ebenfalls von bet unterschlagenen Summe herrührte, feftgenommen.
sf. Friedberg, 12. .Juni. Ein erlesener Genuß mar es, der dem tunstliebenden Publikum Friedbergs durch den ersten Konzertabend des berühmten Amar-Quartetts geboten wurde. Däß diese Ouärtettvereinigung, die anerkannt zu den hervörtagendstsn Deutschlands gehört und die man sonst wohl nur in den Konzertsälen der Großstädte hören kann, auch unsere Stadt mit ihrem Besuche beehrt, verdanken wir den Bemühungen uh9 persönlichen Beziehungen des Professors Dr. Karl Schmidt, dessen Anregung das künstlerische Leben unserer Stadt schon viel verdankt. In der stimmungsvoll geschmückten Fest- Halle der Augustinerschule hatte sich die zahlreiche Zuhörerschaft versamemlt und lauschte mit Andacht und Ergriffenheit den herrlichen Klängen des Quartetts (der Herren Sicco Amar, Walter Kaspar, Paul Hindemith, Budolf Hindemith). Wir müßen es zum Lobe des Kunstsinnes unserer Stadt aussprechen, daß die Halle bis zuM letzten Platze gefüllt war und daß stürmischer Beifall die Künstler belohnte.
00 Aus der Wetterau, 12. Juni. Die
eingeengte Rahrungsgebiet des alten Kontinents zu bduethbetn Menschentransport treibt.
Wo ist neues Siedlungsland? Dieser Ruf wird in Europa nicht mehr verstummen. Er wird immer lauter werden, da die künstliche GeburtenbesMänkung nicht nu^ eine unnatürliche, sondern eine geradezu undiskutable Lösung des Problems darstellt. Geheimrat Penck in Berlin, der hervorragende Geograph, hat kürzlich in einem Vortrag darauf hmgewiesen, daß die Trope n. obgleich sie wegen ihrer pflanzlichen Ueppigkeit große Schwierigkeiten bieten, ein gewaltiges Gebiet darstellen, das auf die Besiedelung mit weihen Menschen wartet. Es hat sich allerdings gezeigt, daß die Kraft des Europäers in den Tropen leicht erschlafft. Portugiesen, Spanier und Engländer haben als Kolonisatoren versagt. Am Besten haben sich, wegen ihres Kräfteeinschlags nvrdgerrnanischen Bluts, das sie vor Jahrtausenden empfingen, die Inder in den Tropen bewährt. Geheimrat Penck bat in diesem Zusammenhang die Fähigkeit des Deutschen, sich in anderen Zonen zu akklimatisieren, hervorgehoben und dabei erwähnt, daß z.D. auf dem Hochplateau in Brasilien deutsche Ansiedler in ganzen Dorfgemeinden leben, die schrittweise dem tropischen Stvomlastd Südamerikas sich nähern. Die Tropen können (tote Geheimrät Penck erklärt), die Kornkammern EürV- pas werden: sie sind ein Zukunftsland unseres übervölkerten Erdteils,, dessen Blutfülle feine chronische Krankheit ist.
Auch Reuseeland, das alle Weltreisenden als ein Paradies zu schildern nicht müde werden, wird sich bequemen müssen. Häfen und Tore dem Strom der Einwanderer zu öffnen mtd jene Bestinnnung fallen zu fassen, die nicht- britischen Erdbewohnern die Ansiedlung verweigert: eilt Land, .so groß wie Italien. gegenwärtig von l1 2 Millionen Weißen und etwa 100 000 Farbigen (Mäoris) bewohüt, fruchtbar, gesund und reich, ein Land, das keine Armut und keine sozialen Konflikte kennt und eine neue Heimat für Millionen hesMatsüchenber Menschen werden könnte.
Die Auffassung, daß die heutigen Methoden der Koloniälpolitik, wie sie von den verschiedenen Mächten betrieben werden, auf die Dauer unmöglich sind, wird schon jetzt von vielen deutlich empfunden. Die
Jukunflsländsr der Menschheit.
Die Zahl der Menschen, die gegenwärtig unsere Erde besiedeln, beträgt nach Zahlungen und allgemeinen Schätzungen etwa 1620 Millionen. Davon lebt der vierte Teil (genau 26 Prozent) in Europa, das an Fläche etwa 10 Millionen Quadratkilometer umfaßt, während in Amerika auf einem über viermal größeren Wohnraum (42 Millionen Quadratkilometer) mir ein Zehntel der Menschheit lebt. Von der Gesamtbevölkerung der Erde entfallen auf Afrika mit 29 Millionen Quadratkilometer) 8,9 Proz., auf Australien (7,6 Millionen Quadratkilometer) 0,3 Proz. der Gesamtberwlkerung. Diesen mäßig bevölkerten drei Erdteilen steht allerdin^ Asien gegenüber, das auf einer Fläche von 44 Millionen Quadratkilometer nahezu 55 Proz. der lebenden Menschheit beherbergt. Der der Größe nach am stärksten besiedelte Erdteil ist also, wie die Ziffern deutlich zeigen, Europa, dessen Bevölkerung sich, wie hierbei erwähnt sei, im Laufe eines Jahrhunderts (von 1825 bis 1925) um das Doppelte vermehrt hat. Wenn die allgemeine BevölkerungsvermHrung im Tempo des letzten Jahrhunderts weitergeht, so wird etwa um das Jahr 2125 die Erde acht Milliarden Menschen zählen, d. h. die BesiedÄungsmöglichkeiten würden. da unsere Erde etwa 8 bis 10 Milliarden Menschen aufzunehmen vermag, in hundert Jahren erschöpft fern. Eine Taffache, deren Rahe uns nachdenklich machen und dazu anregen sollte, nach neuen S iedlungsgebieten schon jetzt ernsthaft Ausschau zu halten.
Europa hat im Laufe des letzten Jahrhunderts ungeheure Menschenmassen — vor allem nach Amerika — exportiert. Wir haben, wenn wir es recht betrachten, eine Völkerwanderung größten Stils erlebt. Arbeitswillige Menschenkrast hat den neuen Kontinent der Kultur erschlossen und ürtoafögelänbc unter den Pflug gezwungen. Auf altem Ürtoaldboden stehen heute, nach nur hundert Jahren, die Fundamente einer neuen Weltmacht. So hat sich das Antlitz der Welt gewandelt. So wird (und so muß. weil die Verhältnisse es erzwingen) der Dlutstrom der Wen-chen aus Europa weiter fließen, weil das
lieber die Zukunftsmöglichkeiten Grönlands hat ini vorigen Jahre auf einer Tagung dänischer Landwirte Dr. Hartz berichtet, daß es auf Grönland, vor m Süden, etwa 160 000 Quadratkilometer eis- Bodens gäbe, der sich für Piehzucht hervorragend eigne. Südgrönland sei in der Lage, 50 000 Bauern eine gute Existenz zu gewähren. Es handelt sich dabei um ein Gebiet, das für Landwirtschaft in Frage komme, das dreimal so groß ist als gastz Dänemark.
Rundfunk-Programm
des Arckrikseirter Senders.
(Aus der „Radio-Umschau".)
Dienstag, 15. Juni.
4.30 bis 5.45 ill)r: Konzert des Haus^ Orchesters: Edward Grieg. 5.45 bis 6.05 Khr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.30 Uhr: „©.fuhb- heitlicher Wert des Rudersports". Referent: Sanitätsrat Dr. Oppenheim. 6.30 bis 6.45 Hfjr: Vortrags ..Rennrudern und Regattaveranstaltung". Referent August Basse. 6.45 bis 7.15 Uhr: Junkhochschule Frankfurt ä. M.. „GeTahren des Sommers für ic Säuglinge". Vortrag von Dr. Schlechtinger. 7.15 bis 7.45 llhr: (Hoch
schule Frankfurt a. M.: „Die Keimzellen deS Ribelungenliedes". Vortrag von Prof. Räumann. 7.45 bis 8.15 itjjr: Schachftunöe. 8.15 bis 9.15 IHjr: Eembalo-Konzert Alice Ehlers, Berlin. 9.15 bis 10.15 Uhr: Dichtungen in Alt-Frankfurter Mundart.
Geschäftliches.
In Fachkreisen und bei Interessenten hat eine Veröffentlichung der Automobilwerke H. Büssing, Aktiengesellschaft, Braunschweig, Beachtung gefunden, welche eine wesentliche Preisermäßigung für die Erzeugnisse der Firma ankündigt. Die Firma konnte allein durch die Berbesserung 8er Herstellungsmethoden diese Preisermäßigung erreichen. Unter Beibehaltung des von den Büssing-Werken oertteienen Qualitätsprinzips hat nian es verstanden, mit beträchtlichen Opfern und mit Hilfe großangelegter Neubauten insbesondere dem Weg der Fabrikation einen wirtschaftlich so günstigen Wirkungsgrad zu geben, daß die Ersparnisse den Abnehmern zahlenmäßig zugute kommen können.
sich 965 Säuger in 19 Vereinen. An dem Haupt- ehrenpreissingen nahmen alle 19 Vereine teil. Das Ergebnis des Klassensingens war folgendes: A. Stadtklassen: 1. Stadtklasse Ehrenpreis und 1. Preis Männergesangverein Burgsolms 172,5 Punkte, 2. Preis Edelweiß Ost- Heim bei Hanau 170 Punkte. 3. Preis Heiterkeit Fechenheim 169.5 Punkte, 4. Preis Jugendfreund Steinberg 162 Punkte' 2. Stadtk lasse:!. Pr. Frohsinn Hochelheim 161 Punkte, Ehrenpreis und 2 Preis Einigkeit Jugenheim 155 Punkte. 3. Pr. Frohsinn Ahbach 148 Punkte: 3. Stadtkläs! c: 1. Preis und Chreirpreis Gesangverein Lyra 1910 Frankfurt 173 Punkte, 2. Preis Männergesangverein Oberschmitten 166.5 Punkte. B. Land- klassen: 1. Landklasse: 1. Preis und Ehrenpreis Frohsinn Pfaffenwiesbach 154.5 Punkte. 2. Preis Eintracht Hermannstein 152.5 Punkte. 3. Preis Eintracht Friedberg-Fauerbach 151 Punkte. 4. Preis Cäcilia Brachbach 150,5 Punkte, 5. Preis Liederkranz Eschbach: 2. Landklasse: 1. Preis Liedertafel Hainchen 155 Punkte, Ehrenpreis und 2. Preis Einheit Allen- dorf (Lahn) 152 Punkte, 3. Preis Einheit Obernau 151,5 Punkte: 3. Landklasse: Ehrenpreis und 1. Preis Mannergesangverein Münchholzhausen 149,5 Punkte, 2. Preis Eintracht Grüningen 147,5 Punkte. Beim höchsten Ehr e n s i n g e n erhielten in den Stadtklassen: Männergesangverein Burgsolms den 1. Hauptehrenpreis, Lyra 1910 Frankfurt den 2. Hauptehrenpreis. In den L a n d k l a s s e n Frohsimr Pfaffenwiesbach den 1. und Einheit Allendorf (Lahn) den 2. Hauptehrenpreis. Dirigentenpreise erhielten in der Stadtllasse Männergesangverein Burgsolms. in der Landkiasse Frohsinn Pfaffenwiesbach. Gegen 3 Ahr bewegte sich ein stattlicher Festzug durch die Straßen von Wahdn- born und Steinberg nach dem Festplah auf der „Mooks-Wies": etwa 50 Vereine beteiligten sich an dem älmzug. Festpräsident Johannes Harnisch hielt die Festrede. Er feierte das Deutsche Lied als ein festes Band, das weite Kreise des deutschen Vaterlandes zusammenlchließe. Frl. Lina Kbingelhöfer überreichte dem Verein je einen goldenen und silbernen Lorbeerkranz, gestiftet von den Jungfrauen des Vereins. Unter Leitung seines bewährten Dirigenten. Lehrer Blaß, der den Verein seit 1913 leitet, fang der Jubelverein einen Begrüßungschor. Anschließend fangen mehrere Gastvereine ihre Lieder. Das Fest hatte sehr unter der ungünstigen Witterung zu leiden, der Festplah war durch die Regengüsse ziemlich aufgeweicht, so daß viele auswärtige Sangessreunde, besonders von Gießen, zu Hause geblieben waren.
* Großen-Buseck, 12. Juni. Die Vorbereitungen zu dem am 26., 27. und 28. Juni hier stattfindenden 2 5. Stiftungsfest des Gesangvereins Sänge rkranz sind Nunmehr abgeschlossen. Eine große ^Anzahl auswärtiger Vereine wird sich an der Feier beteiligen. Es soll dabei von 400 Sängern ein M a s s e n ch o r gesungen werden. Auf einen würdigen Verlauf des Festes ist zu rechnen.
L Winnerod. 12. Juni. In Oberhessen trifft man sehr selten größere Weidenkulturen an. Unser Hofgut hat nun eine ausgedehnte Weidenpflanzung angelegt. An der Straße nach Reinhardshain liegen sumpfige Waldwiesen, die sich weder zur Gras- nuhung noch als Weide eignen. Das Hofgut glaubt, auf diese Weise aus den Waldtoiesen größeren Ruhen ziehen zu können, zumal die Korbweide ein begehrter Artikel ist.
: Lich, 12. Juni. Der Türkenbund (Lilium mÄrtagon), eine in unserer Gegend immer seltener werdende Pflanze, steht eben in voller Blüte. Die zurückgerollten Blütenblätter sehen braunrot aus und sind mit dunkleren Flecken versehen. Die Pflanze wird etwa 30 Zentimeter hoch und wächst ah sonnigen lichten Waldstellen des Hardtderges. Ihr heute nur noch seltenes Auftreten ist namentlich darauf zurückzuführen, daß durch unsere ehemaligen Präparanden, denen das Pflanzensammeln zur Pflicht gemacht war, viele Pflanzen Mitsamt ihren Wurzeln ausgegräben worden sind. Der Türkenbund wird heute als Zierpflanze in unseren Gärten gezüchtet. — Eine andere in unserer Gegend früher schon sehr seltene Pflanze ist heute an ihrem ehemaligen Standplatz, auf der Hardt, so gut wie ganz verschwunden. Es ist das Felsenfiüger kraut (Potentilla rupestris), das man vor 25 Jähren noch an waldigen Orten der Hardt finden konnte. .Es ist jetzt
beiter für die Ansiedlung in Island zu interessieren, da die Möglichkeit besteht, in den fruchtbaren Küstengebieten im Süden des Landes für etwa 20 000 Ansiedler allein durch Viehzucht eine auskömmliche Existenz zu schaffen. In nicht allzu ferner Zeit soll zwischen der Haupfftadt Reykjavik und Südisland (eine Strecke von zehn Meilen) eine Bahn gebaut werden. Die wirtschästliche Lage Islands ist infolge der reichen Fischfänge der letzten Jahre ausgezeichnet. tpic Staätssihanzen weisen einen erheblichen lleberschuß auf, der für die wirtschaftliche Erschließung verwendet werden soll.
Als ein besonders reiches Land gilt Spitzbergen, das, seit Sommer 1925 norwegischer Besitz, mi Jahre 1596 von dem Holländer Barentz entdeckt würde, und dessen Kohlenschätze auf etwa 9000 Millionen Tonnen berechnet werden (das sind beinahe so viel wie Belgien besitzt, dessen Kohlenvärrat auf 11000 Millionen Tonnen taxiert worden ist). In der Ad- ventbay liegt Longyeär-Eity, die Bergarbeiterstadt, zrrgleich die Nördlichsttz Stadl der Welt. Das Kohlengebiet liegt zwischen Eisfjörd und BellsNNd, und zwar liegt die Kohle nicht in tiefen Erdschichten, sondern noch über dem Meeresniveau. Fäst noch wichtiger ist der Reichtum des Landes an Robben. Im Sommes 1924 hat eine englische Expedition (Universität Üxsord), im Juli 1925 eine schwedische Expedition väs Land durchforscht.
GOangoereme Orpheus-Geiß-Nidda und der 5ht> chenchor Nidda mitwirken werden. Die Festpredigt hält Pfarrer Köhler aus Nidda. Nach dem gemeinsamen Mittagessen findet eine Besichtigung des Partes und der Kuranlaoen statt, nachmittags folgt im Konzerthaus ein Festakt. Feuerwerk und Tanz sollen die Feierlichkeiten beschließen.
LtlsfeLV.
W A u s dem Ohm tat, 12. Jxmi. Der Fischcreipächter H e u n aus Frankfurt a. M. fing in der Ohm zwischen Homberg und Nieder-Gemünden, oberhalb der Dicknerksmühle einen Hecht, der das ansehnliche Gewicht von 15 V f u n d aufwies.
Ltorkendurä.
Bensheim, 12. Juni. lWSR.) Der Main-Rheingau der Deutschen Turnerschaft beabsichtigt, hier am 19. und 20. 3uni ein Gaufrauenturnen zu beranftaiten. Da die vorn Turnverein Bensheim veröffentlichte Festfolge einige Veranstaltungen aufführt, die angeblich mit den von den deutschen Bischöfen ausgegebenen Leitsätzen und Wellungen im Widerspruch stehen, wurde versucht, die fraglichen Veranstaltungen zu verhindern die Bemühungen in dieser Hinsicht blieben aber erfolglos.^Runmehr veröffentlicht die hiesige t a t ßo l i f ch e Geistlichkeit in Gemeinschaft mit den sechs katholischen Vereinen eine längere Erklärung, an deren Schluß es heißt: „Wir fördern die Katholiken der Stadt auf, dieser Veranstaltung sernzubleiben, um dadurch feierlich Verwahrung einzulegen gegen das Gebahren der Deutschen Turnerschaft, Die weltanschaulich neutral zu sein behauptet und trotzdem keinerlei Rückfic.ll nimmt aus die Gewllsenspflicht ihrer iathöl'llchen Mitglieder. Wir erwarten, daß das katholische Bensheim auch insofern Selbstzucht übt, als es jede Teilnahme am Gau- Frauenturnen von sich toei st." Man darf gespannt darauf sein, ob sich unter diesen Utto* ständen die Deutsche Turndrschaft zur Abhaltung- des Turnens entschließen und wie sich in diesem Falle das Fest aospielen wird.
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. uölkeruna zur Annahme eines Abkommens mit tankreich bewegen zu können. Doch erhob sich fort eine starke Opposition hiergegen: ein syrischer iangreß vom 8. März 1920 verlangte die völlige Inai'hänaigkeit Syriens und errichtete eine demo- latische Regierung. Diese bewiös 5 Monaate lang nllauj ihre Daseinsberechtigung. Doch die sranzö^ 'scheu Behörden ließen dieser Regierung keine Ruhe. General Gouraud organisierte eine militärische Expedition, bemächtigte sich Damaskus' und anderer Städte im Innern, besetzte das Land, schaffte seine Unabhängigkeit ab, entwaffnete die junge Armee ind beeilte sich motu proprio ein neues Regime ’,u schaffen. Die nationale Bewegung aber ließ sich richt Niederschlagen. Sie setzte ihr Werk im Norden mter der Leitung von Ibrahim bey Hanano 1920 sis 1921 fort. In Hauran brach infolge der Besetzung jon Damaskus ein Aufstand aus, der 6 Monate Dauerte. Im Lande der Alaniten dauerte der Kampf von 1919 bis 1921. Die erste Erhebung des Sultans Pascha El-Atrache fand im Jahre 1922 statt und währte ein halbes Iaht. Die französische Äer- maltung in Syrien blieb während dieser Zeit verwirrt und unbeständig. Gegen Ende des Jahres 1920 teilte General Gouraud das Land in fünf autonome Staaten, jeder hatte feine Regierung und feine Fahne. Im gleichen Jahre wurde der Nördliche Teil Syriens abgetrennt und an die Türkei abgetreten trotz der gegenteiligen Verpflichtung Frankreichs im Sykes-Picot-Vertrag. Im Jahre 1922 nahmen die Franzosen eine Umgruppierung der syrischen Staaten vor, sie bildeten die syrische Föderation mit den Staaten Damaskus, Aleppo und dem Lande der Alaniten. Letzteres sonderten sie 1923 wiederum ab und bildeten einen neuen syrischen Staat, bestehend aus den alten Staaten Damaskus und Aleppo. Diese Lösung befriedigte erst recht niemanden.
Am Schluß dieser Denkschrift befinden sich dann die gleichen Forderungen wie im Briefe unter II.
IV, Dis Antwort de Jouvenels.
De Jouvenel, der französische Oberkommissar für Syrien, hat auf diese Denkschrift noch am gleichen Tage, nämlich am 30. November 1925, abends 11 Uhr, geantwortet. Er lehnt die Forderungen der Syrier in der allerentschlebensten Form ab, und zwar in höchstsbeleidigender Weise. Er schreibt z. B. wörtlich: „Es wäre weit bester gewesen, wenn Ihr Brief niemals geschrieben worden wäre."
V. Antwort des Fürsten INichel Lotfallah.
Auf diese Verhöhnung de Jouvenels antwortet der Präsident des Exekutio-Komitees des Kongresses «yrien-Palästina, Fürst M. Lotfallah, in einem sehr vornehm gehaltenen Schreiben von 1. Dezember 1925. Es heißt darin u. a.: „Wir arbeiten für den Frieden und die Wohlfahrt unseres Landes. Darum machten wir unsere begründeten Vorschläge vom 30. November. Ew. Exzellenz glauben, daß Ihre weniger großmutigen Konzessionen Syrien zu Frankreich und dem Frieden entgegen führen werden. Wir bnben den niederschmetternden Eindruck, daß dies keineswegs der Fall fein wird..."
Erschließung ferner Länder wird in nicht allzu ferner Zukunft nach ganz anderen Grundsätzen erfolgen müssen als bisher: und die Größe der Aufgaben wird von selbst zu einer loyalen Zusammenarbeit aller in Frage kommenden Kulturländer drängen.
Es ist bemerkenswert, daß die Pariser Academie des Sciences coloniales einen hohen Geldpreis ausgesetzt hat für eine Preisaufgabe, die die Erschließung der Sahara zürn Gegenstand hat. Es sollen Wege gezeigt werden, wie eine auf weite Sicht angelegte Wirtschaftspolitik das große afrikanische Wüstengebiet nutzbar machen kann, wobei als einzelne Abschnitte der Abhandlungen vorgesehen sind: wirtschaftliche Grundlagen, technische Unternehmungen, Stadien des Ausführung, finanzielle Methoden, Zukunftsaussichten. So phantastisch manchem heute Lebenden der Gedanke sein wäg, Wüstenland in Siedlungsgebiet zu verwandeln, es wird eine Zeit kommen, wo dieser gigantische Plän greifbare Wirklichkeit wird und wo die technischen Möglichkeiten und Erfahrungen bereitstehen werden, \ dieses Neuland zu schaffen und dem Menschen späterer Zeiten als Wohnsitz anzuweisesi.
In diesew Züsantmenhangx sei irtitgietei'lt, daß v0M fBätianYent der Südafrilanischen Urtiön das Projekt angenommen worden ist, ditz Kalähariwüstc zu bewüstern, UM für die wachsende Bevölkerung neue Asibaüslächen zu gewinnen. Man will von verschiedenen Flüssen, ii. a. vom ZaMbesi, Kanäle durch das Wüstesiland legest und hofft, durch die damit gesteigerte Luftfeuchtigkeit und die damit verbundenen Regenfälle das Klimv beeistflusten ftu können.
ES chag erstaunlich klingen, weilst hier gejagt wikd, daß (ganz abgesehen vast den Polargegenden) eist Zehntel der Erdoberfläche noch stn erforsch- t e e Gebiet ist, das auf unseren Karten als kahle Stellen eingetragen ist. In Arabien z. B. sind nur die Küstengebiete besiedelt. Das Innere des Landes (ein Gebiet von der doppeltest Größe des Deutschen Reiches) ist gänzlich unbekannt, jedoch nicht unbewohnt. Ebenso gibt es in 3 n n e r a f i e n und in Australien riesige Gebiete, die nahezu menschenleer sind.
Auch Island, Spitzbergen und Grönland dürfen als Zukunstsländer der Menschheit angesprochen wekden. Die isländische Regierung macht leit einiget Zeit große Anstrengungen, vor allem dänische Bauern und landwirtschaftliche A»
Großen-Linden, 12. Juni.
Kreisstraße Großen-Linden — Lang- Göns war schon seither gesperrt. Der Verkehr ging m südlicher Richtung über Hörnsheim, Hochelheim, Dornholzhausen, Niederkleen, Butzbach. Da nun auch diese Strecke wegen einer in Tätigkeit befindlichen DaMpsstraßenwalze bei Hörnsheim gesperrt ist, kann der Verkehr von Gießen aus ■ mir über Leihgestern gehen.
—Watzenbor N--S t e i n b e r g, 13. Juni. Mn stark besuchter Gesangstoettstreit fand aus Anlaß des 5 0. Jubiläums des hiesigen
n.


