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des Hedrichs scheint noch

itten üblich zu sein, wie sich bei

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Oberhessen.

Landkreis Gießen.

^GesangvereinsSängerkranz" am heutigen Sonntag statt. Der Samstagabend F brachte einen Festkommcrs, an dem sich die hiesigen und mehrere wetlstreitende Vereine be- * teiligten. Unter Leitung des Festbirigenten, Lehrer Blaß-Grohen-Linden, sang der Ju­belverein einen Begrüßungschor. Der Gesang­vereinßt)on 1910 Frankfurt a. M. Werreichte dem festgebenöen Verein einen wertvollen Diri­gentenstab. Am Sonntag früh begann der G e - sangwett st reit. Der Andrang der Zuhörer war auherordenMch stark. Es wurde Vorzüg­liches geleistet; man konnte allgemein feststellen, daß der Männergesang allerorts aufs beste gepflegt wird. An dem Wettfingen beteiligten

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einer Wanderung durch das Niddatal sehr leicht feststellen läßt. 5n einigen Gemarkungen sieht man nur noch einzelne Aecker, in denen zwischen dem Grün des Getreides sich das Gelb der Hederich-

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Ne^vesakranke

u. Nervös-Erschöpfte. Spezinlknranstalt Hof heim L Tannins bei Frankfurt ä M. Prospekte durch

Dr. W, Schulze - Kahle.vsk, Nervenarzt.

Die Welt ist groß, gewiß, aber die Menschheit wachst und sucht, gepeinigt vom NghruNgstrieb, nach Neuem Bodenrau Ni. Nach dem Verlust der Kolonien ist für den deutschen Menschen der Lebens­raum eng geworden, und darum wird bei uns das Problem, in der weiten Welt Neuland zu schaffen, schon heute als ein aktuelles Problem empfunden. Auch für die anderen Pölker unfetes Kontinents wird dieses Problem in absehbarer Zeit eine furcht­bare Wirklichkeit werden. Man sollt? es nicht zu

bluten hervordrängt, während in anderen Gemar­kungen sich kaum ein gereinigter Acker findet. Die Bekämpfung ist, planmäßig Jahr für Jahr betrie­ben, von Erfolg und großem Nutzen. Die Erd - b e e r e r n t e ist hier sehr gut, die Sträucher brin­gen täglich eine Menge wohlgeformter, saftiger Früchte. Das Wetter, feucht NNd bedeckt, mar dem Ansatz und der Entwicklung der Beeren sehr günstig. Aber auch die Schnecken, die diese Witterung lieben, treten in großen Mengen auf, fressen Bee­ren an oder höhlen sie gar aus. Allmählich sind die Gartenerdbeeren fast in jedem Garten zu finden.

Kreis Schotten.

ld. Aus dem Vogelsberg, 12.Juni. Aeben den Pflanzenschädlingen Getreiderost, Ge- treideblas?nfloh und Drahtwurm treten mm auch die Schnecken in Unmengen auf, um unter den Gartengewächsen (Dohnen, Salat und Gur­ken) große Verheerungen anzurichten, Auf ganz kleinen Deeten kann man gegen Abend Dutzende dieser Gartenschädlinge ablesen.

Kreis Büdingen.

y. Bad Salzhausen, 12. Juni. Die Ange­legenheit der Feldbereinigung unserer Ge­markung ist jetzt so weit gefördert worden, daß demnächst eine Versammlung abgehalten wird, irt der die beiden einheimischen Sachverständigen und ihre Stellvertreter sowie zwei Schiedspersonen nebst Stellvertretern gewählt werden sollen. Weiter hat die Versammlung über die Aufbringung oer Kosten des Verfahrens zu beschließen, was aller­dings nicht leicht sein wird und Meinungsver­schiedenheiten wegen den ganz eigenen Verhält­nissen in unserem Badeort heroorruft, zumal die Grundbesitzer meistens Ausmärker sind. Die Hundertjahrfeier des Bestehens un­seres Kurhauses wird am 20. Juni beson­ders festlich begangen werden. Vormittags findet im Konzertsou le eine kirchliche Feier statt, bei der die

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* S % den oi hie Leibern -m Schuld-^ >,°r Vehrzohi erbring j.. lung b*et, (Häfen A lüötben, >n -s k .gerordentliche 1'Sie drängen hen -chnssung Hatten, den weitere Entwu Leibesübungen ^orwärtsgeion entstanden, son plahfläche «ns Jahre 1921 no, 1925 bereit* a leitbem noch re b a u ist M in HemeindeauM hilf hassen, daß -äs MMestm qvps bald erreic her Epidpiatzjli hübet nicht Mied tommt 5ommcr= obt Forderung des -Hinterschwimn jache, daß vo Statistik erfaß! bGen.

Reichsp ^eidjsregi nicht immer sc niiö öer Erken Bsleae nicht m durch, wenn vc druck geneben.' Ausschusses für ipiel des Reich ßm und viele Arbenina erh sind von der U Mährte Preu Ditn-, Spörf: nach Mrübergel «lieber eingefüfji llnermüdliche MzL iüt di beiten. Sport Leibesübui ieter Zeit uni sondern wegen weiter vorwär Stadion roeger standhaltutig d 2urch die Del sind bisher 7k hindurchgeaangi Prüfung abgele Reich tätig. 9m flonge mit 1045 Jion abgehalter '"rfen nahmen

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noch im (Srühingcc Wald .uzurrefien. Seine Blüte­zeit geht eben zu Ende.

Lich, 12. Juni iWSR.! Aus Anregung des Landwirtsck.aitötainmcrauLschuises^ der Pro­vinz Oberhessen fand dieser Tage eine Ver­sammlung der hiesigen Landwirte statt, die sich mit Maßnahmen Zur UebeNvistduntz öer iäsolae i'ct Lunaeuseuche entstandenen schwe­ren Rot beschäftigte. Ja erster Linie wurde öie Beschaffung von Ersah für die ab- tz e s ch l a ch t c t c n Tiere für notwendig er­achtet. uni) die Landwirtschaftskammer aufgeiör- tert, durch eine .Vermittlungsstelle den hiesigen Viehbesihern bei' Beschaffung vvn Vieh behilf­lich zu sein.

Kleis Friedberg.

WER. Friedberg, 12. Juni. Der vor einigen Tagen flüchtig gegangene Kauf manns- lehrlino. welcher einer hiesigen F.rma 3000 Mark unterschlagen hatte, tonnte in Schwarzenborn (Kr. Ziegenhain) f e ft ge­nommen werden. Sein Komplize wurde von der Kriminalpolizei in Berlin mit einem größeren Geldbetrag, der ebenfalls von bet unterschlagenen Summe herrührte, feftgenommen.

sf. Friedberg, 12. .Juni. Ein erlesener Ge­nuß mar es, der dem tunstliebenden Publikum Friedbergs durch den ersten Konzertabend des berühmten Amar-Quartetts geboten wurde. Däß diese Ouärtettvereinigung, die aner­kannt zu den hervörtagendstsn Deutschlands ge­hört und die man sonst wohl nur in den Konzert­sälen der Großstädte hören kann, auch unsere Stadt mit ihrem Besuche beehrt, verdanken wir den Bemühungen uh9 persönlichen Beziehungen des Professors Dr. Karl Schmidt, dessen Anregung das künstlerische Leben unserer Stadt schon viel verdankt. In der stimmungsvoll geschmückten Fest- Halle der Augustinerschule hatte sich die zahlreiche Zuhörerschaft versamemlt und lauschte mit Andacht und Ergriffenheit den herrlichen Klängen des Quar­tetts (der Herren Sicco Amar, Walter Kaspar, Paul Hindemith, Budolf Hindemith). Wir müßen es zum Lobe des Kunstsinnes unserer Stadt aussprechen, daß die Halle bis zuM letzten Platze gefüllt war und daß stürmischer Beifall die Künst­ler belohnte.

00 Aus der Wetterau, 12. Juni. Die

eingeengte Rahrungsgebiet des alten Kontinents zu bduethbetn Menschentransport treibt.

Wo ist neues Siedlungsland? Dieser Ruf wird in Europa nicht mehr verstum­men. Er wird immer lauter werden, da die künstliche GeburtenbesMänkung nicht nu^ eine unnatürliche, sondern eine geradezu undiskutable Lösung des Problems darstellt. Geheimrat Penck in Berlin, der hervorragende Geograph, hat kürzlich in einem Vortrag darauf hmgewiesen, daß die Trope n. obgleich sie wegen ihrer pflanzlichen Ueppigkeit große Schwierigkeiten bie­ten, ein gewaltiges Gebiet darstellen, das auf die Besiedelung mit weihen Menschen wartet. Es hat sich allerdings gezeigt, daß die Kraft des Europäers in den Tropen leicht erschlafft. Portu­giesen, Spanier und Engländer haben als Kolo­nisatoren versagt. Am Besten haben sich, wegen ihres Kräfteeinschlags nvrdgerrnanischen Bluts, das sie vor Jahrtausenden empfingen, die Inder in den Tropen bewährt. Geheimrat Penck bat in diesem Zusammenhang die Fähigkeit des Deutschen, sich in anderen Zonen zu akklimatisie­ren, hervorgehoben und dabei erwähnt, daß z.D. auf dem Hochplateau in Brasilien deutsche An­siedler in ganzen Dorfgemeinden leben, die schritt­weise dem tropischen Stvomlastd Südamerikas sich nähern. Die Tropen können (tote Geheimrät Penck erklärt), die Kornkammern EürV- pas werden: sie sind ein Zukunftsland unseres übervölkerten Erdteils,, dessen Blutfülle feine chro­nische Krankheit ist.

Auch Reuseeland, das alle Welt­reisenden als ein Paradies zu schildern nicht müde werden, wird sich bequemen müssen. Häfen und Tore dem Strom der Einwanderer zu öffnen mtd jene Bestinnnung fallen zu fassen, die nicht- britischen Erdbewohnern die Ansiedlung ver­weigert: eilt Land, .so groß wie Italien. gegen­wärtig von l1 2 Millionen Weißen und etwa 100 000 Farbigen (Mäoris) bewohüt, fruchtbar, gesund und reich, ein Land, das keine Armut und keine sozialen Konflikte kennt und eine neue Heimat für Millionen hesMatsüchenber Menschen werden könnte.

Die Auffassung, daß die heutigen Methoden der Koloniälpolitik, wie sie von den verschiedenen Mäch­ten betrieben werden, auf die Dauer unmöglich sind, wird schon jetzt von vielen deutlich empfunden. Die

Jukunflsländsr der Menschheit.

Die Zahl der Menschen, die gegen­wärtig unsere Erde besiedeln, beträgt nach Zah­lungen und allgemeinen Schätzungen etwa 1620 Millionen. Davon lebt der vierte Teil (genau 26 Prozent) in Europa, das an Fläche etwa 10 Millionen Quadratkilometer umfaßt, während in Amerika auf einem über viermal größeren Wohnraum (42 Millionen Quadratkilometer) mir ein Zehntel der Menschheit lebt. Von der Ge­samtbevölkerung der Erde entfallen auf Afrika mit 29 Millionen Quadratkilometer) 8,9 Proz., auf Australien (7,6 Millionen Quadratkilometer) 0,3 Proz. der Gesamtberwlkerung. Diesen mäßig bevölkerten drei Erdteilen steht allerdin^ Asien gegenüber, das auf einer Fläche von 44 Millionen Quadratkilometer nahezu 55 Proz. der lebenden Menschheit beherbergt. Der der Größe nach am stärksten besiedelte Erdteil ist also, wie die Ziffern deutlich zeigen, Europa, dessen Bevölkerung sich, wie hierbei erwähnt sei, im Laufe eines Jahr­hunderts (von 1825 bis 1925) um das Dop­pelte vermehrt hat. Wenn die allgemeine BevölkerungsvermHrung im Tempo des letzten Jahrhunderts weitergeht, so wird etwa um das Jahr 2125 die Erde acht Milliarden Menschen zählen, d. h. die BesiedÄungsmöglichkeiten wür­den. da unsere Erde etwa 8 bis 10 Milliarden Menschen aufzunehmen vermag, in hundert Jah­ren erschöpft fern. Eine Taffache, deren Rahe uns nachdenklich machen und dazu anregen sollte, nach neuen S iedlungsgebieten schon jetzt ernsthaft Ausschau zu halten.

Europa hat im Laufe des letzten Jahrhun­derts ungeheure Menschenmassen vor allem nach Amerika exportiert. Wir haben, wenn wir es recht betrachten, eine Völkerwande­rung größten Stils erlebt. Arbeitswillige Menschenkrast hat den neuen Kontinent der Kultur erschlossen und ürtoafögelänbc unter den Pflug gezwungen. Auf altem Ürtoaldboden stehen heute, nach nur hundert Jahren, die Fundamente einer neuen Weltmacht. So hat sich das Antlitz der Welt gewandelt. So wird (und so muß. weil die Verhältnisse es erzwingen) der Dlutstrom der Wen-chen aus Europa weiter fließen, weil das

lieber die Zukunftsmöglichkeiten Grönlands hat ini vorigen Jahre auf einer Tagung dänischer Land­wirte Dr. Hartz berichtet, daß es auf Grönland, vor m Süden, etwa 160 000 Quadratkilometer eis- Bodens gäbe, der sich für Piehzucht hervor­ragend eigne. Südgrönland sei in der Lage, 50 000 Bauern eine gute Existenz zu gewähren. Es handelt sich dabei um ein Gebiet, das für Landwirtschaft in Frage komme, das dreimal so groß ist als gastz Dänemark.

Rundfunk-Programm

des Arckrikseirter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".)

Dienstag, 15. Juni.

4.30 bis 5.45 ill)r: Konzert des Haus^ Orchesters: Edward Grieg. 5.45 bis 6.05 Khr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.30 Uhr:©.fuhb- heitlicher Wert des Rudersports". Referent: Sanitätsrat Dr. Oppenheim. 6.30 bis 6.45 Hfjr: Vortrags ..Rennrudern und Regattaveranstal­tung". Referent August Basse. 6.45 bis 7.15 Uhr: Junkhochschule Frankfurt ä. M..GeTahren des Sommers für ic Säuglinge". Vortrag von Dr. Schlechtinger. 7.15 bis 7.45 llhr: (Hoch­

schule Frankfurt a. M.:Die Keimzellen deS Ribelungenliedes". Vortrag von Prof. Räumann. 7.45 bis 8.15 itjjr: Schachftunöe. 8.15 bis 9.15 IHjr: Eembalo-Konzert Alice Ehlers, Berlin. 9.15 bis 10.15 Uhr: Dichtungen in Alt-Frank­furter Mundart.

Geschäftliches.

In Fachkreisen und bei Interessenten hat eine Veröffentlichung der Automobilwerke H. Büssing, Aktiengesellschaft, Braun­schweig, Beachtung gefunden, welche eine wesent­liche Preisermäßigung für die Erzeugnisse der Firma ankündigt. Die Firma konnte allein durch die Berbesserung 8er Herstellungsmethoden diese Preisermäßigung erreichen. Unter Beibehaltung des von den Büssing-Werken oertteienen Qualitätsprin­zips hat nian es verstanden, mit beträchtlichen Opfern und mit Hilfe großangelegter Neubauten insbesondere dem Weg der Fabrikation einen wirt­schaftlich so günstigen Wirkungsgrad zu geben, daß die Ersparnisse den Abnehmern zahlenmäßig zu­gute kommen können.

sich 965 Säuger in 19 Vereinen. An dem Haupt- ehrenpreissingen nahmen alle 19 Vereine teil. Das Ergebnis des Klassensingens war fol­gendes: A. Stadtklassen: 1. Stadtklasse Ehrenpreis und 1. Preis Männergesangverein Burgsolms 172,5 Punkte, 2. Preis Edelweiß Ost- Heim bei Hanau 170 Punkte. 3. Preis Heiterkeit Fechenheim 169.5 Punkte, 4. Preis Jugendfreund Steinberg 162 Punkte' 2. Stadtk lasse:!. Pr. Frohsinn Hochelheim 161 Punkte, Ehrenpreis und 2 Preis Einigkeit Jugenheim 155 Punkte. 3. Pr. Frohsinn Ahbach 148 Punkte: 3. Stadtkläs! c: 1. Preis und Chreirpreis Gesangverein Lyra 1910 Frankfurt 173 Punkte, 2. Preis Männergesang­verein Oberschmitten 166.5 Punkte. B. Land- klassen: 1. Landklasse: 1. Preis und Ehrenpreis Frohsinn Pfaffenwiesbach 154.5 Punkte. 2. Preis Eintracht Hermannstein 152.5 Punkte. 3. Preis Eintracht Friedberg-Fauerbach 151 Punkte. 4. Preis Cäcilia Brachbach 150,5 Punkte, 5. Preis Liederkranz Eschbach: 2. Land­klasse: 1. Preis Liedertafel Hainchen 155 Punkte, Ehrenpreis und 2. Preis Einheit Allen- dorf (Lahn) 152 Punkte, 3. Preis Einheit Obernau 151,5 Punkte: 3. Landklasse: Ehrenpreis und 1. Preis Mannergesangverein Münchholzhausen 149,5 Punkte, 2. Preis Eintracht Grüningen 147,5 Punkte. Beim höchsten Ehr e n s i n g e n er­hielten in den Stadtklassen: Männergesang­verein Burgsolms den 1. Hauptehrenpreis, Lyra 1910 Frankfurt den 2. Hauptehrenpreis. In den L a n d k l a s s e n Frohsimr Pfaffenwiesbach den 1. und Einheit Allendorf (Lahn) den 2. Haupt­ehrenpreis. Dirigentenpreise erhielten in der Stadtllasse Männergesangverein Burg­solms. in der Landkiasse Frohsinn Pfaffen­wiesbach. Gegen 3 Ahr bewegte sich ein statt­licher Festzug durch die Straßen von Wahdn- born und Steinberg nach dem Festplah auf der Mooks-Wies": etwa 50 Vereine beteiligten sich an dem älmzug. Festpräsident Johannes Har­nisch hielt die Festrede. Er feierte das Deutsche Lied als ein festes Band, das weite Kreise des deutschen Vaterlandes zusammenlchließe. Frl. Lina Kbingelhöfer überreichte dem Verein je einen goldenen und silbernen Lorbeerkranz, gestiftet von den Jungfrauen des Vereins. Unter Leitung seines bewährten Dirigenten. Lehrer Blaß, der den Verein seit 1913 leitet, fang der Jubelverein einen Begrüßungschor. An­schließend fangen mehrere Gastvereine ihre Lieder. Das Fest hatte sehr unter der ungünstigen Witte­rung zu leiden, der Festplah war durch die Regengüsse ziemlich aufgeweicht, so daß viele auswärtige Sangessreunde, besonders von Gie­ßen, zu Hause geblieben waren.

* Großen-Buseck, 12. Juni. Die Vorberei­tungen zu dem am 26., 27. und 28. Juni hier statt­findenden 2 5. Stiftungsfest des Gesang­vereins Sänge rkranz sind Nunmehr abge­schlossen. Eine große ^Anzahl auswärtiger Vereine wird sich an der Feier beteiligen. Es soll dabei von 400 Sängern ein M a s s e n ch o r gesungen werden. Auf einen würdigen Verlauf des Festes ist zu rechnen.

L Winnerod. 12. Juni. In Oberhessen trifft man sehr selten größere Weiden­kulturen an. Unser Hofgut hat nun eine aus­gedehnte Weidenpflanzung angelegt. An der Straße nach Reinhardshain liegen sumpfige Waldwiesen, die sich weder zur Gras- nuhung noch als Weide eignen. Das Hofgut glaubt, auf diese Weise aus den Waldtoiesen größeren Ruhen ziehen zu können, zumal die Korbweide ein begehrter Artikel ist.

: Lich, 12. Juni. Der Türkenbund (Lilium mÄrtagon), eine in unserer Gegend immer seltener werdende Pflanze, steht eben in voller Blüte. Die zurückgerollten Blütenblätter sehen braunrot aus und sind mit dunkleren Flecken ver­sehen. Die Pflanze wird etwa 30 Zentimeter hoch und wächst ah sonnigen lichten Waldstellen des Hardtderges. Ihr heute nur noch seltenes Auf­treten ist namentlich darauf zurückzuführen, daß durch unsere ehemaligen Präparanden, denen das Pflanzensammeln zur Pflicht gemacht war, viele Pflanzen Mitsamt ihren Wurzeln ausgegräben worden sind. Der Türkenbund wird heute als Zier­pflanze in unseren Gärten gezüchtet. Eine an­dere in unserer Gegend früher schon sehr seltene Pflanze ist heute an ihrem ehemaligen Standplatz, auf der Hardt, so gut wie ganz verschwunden. Es ist das Felsenfiüger kraut (Potentilla rupestris), das man vor 25 Jähren noch an wal­digen Orten der Hardt finden konnte. .Es ist jetzt

beiter für die Ansiedlung in Island zu interessieren, da die Möglichkeit besteht, in den fruchtbaren Küsten­gebieten im Süden des Landes für etwa 20 000 An­siedler allein durch Viehzucht eine auskömmliche Exi­stenz zu schaffen. In nicht allzu ferner Zeit soll zwischen der Haupfftadt Reykjavik und Südisland (eine Strecke von zehn Meilen) eine Bahn gebaut werden. Die wirtschästliche Lage Islands ist infolge der reichen Fischfänge der letzten Jahre ausgezeich­net. tpic Staätssihanzen weisen einen erheblichen lleberschuß auf, der für die wirtschaftliche Erschlie­ßung verwendet werden soll.

Als ein besonders reiches Land gilt Spitzbergen, das, seit Sommer 1925 norwegischer Besitz, mi Jahre 1596 von dem Holländer Barentz entdeckt würde, und dessen Kohlenschätze auf etwa 9000 Millionen Tonnen berechnet werden (das sind beinahe so viel wie Belgien besitzt, dessen Kohlenvärrat auf 11000 Millionen Tonnen taxiert worden ist). In der Ad- ventbay liegt Longyeär-Eity, die Bergarbeiterstadt, zrrgleich die Nördlichsttz Stadl der Welt. Das Kohlen­gebiet liegt zwischen Eisfjörd und BellsNNd, und zwar liegt die Kohle nicht in tiefen Erdschichten, sondern noch über dem Meeresniveau. Fäst noch wichtiger ist der Reichtum des Landes an Robben. Im Sommes 1924 hat eine englische Expedition (Universität Üxsord), im Juli 1925 eine schwedische Expedition väs Land durchforscht.

GOangoereme Orpheus-Geiß-Nidda und der 5ht> chenchor Nidda mitwirken werden. Die Festpredigt hält Pfarrer Köhler aus Nidda. Nach dem gemeinsamen Mittagessen findet eine Besichtigung des Partes und der Kuranlaoen statt, nachmittags folgt im Konzerthaus ein Festakt. Feuerwerk und Tanz sollen die Feierlichkeiten beschließen.

LtlsfeLV.

W A u s dem Ohm tat, 12. Jxmi. Der Fischcreipächter H e u n aus Frankfurt a. M. fing in der Ohm zwischen Homberg und Nieder-Gemünden, oberhalb der Dicknerksmühle einen Hecht, der das ansehnliche Gewicht von 15 V f u n d aufwies.

Ltorkendurä.

Bensheim, 12. Juni. lWSR.) Der Main-Rheingau der Deutschen Turner­schaft beabsichtigt, hier am 19. und 20. 3uni ein Gaufrauenturnen zu beranftaiten. Da die vorn Turnverein Bensheim veröffentlichte Fest­folge einige Veranstaltungen aufführt, die an­geblich mit den von den deutschen Bischöfen aus­gegebenen Leitsätzen und Wellungen im Wider­spruch stehen, wurde versucht, die fraglichen Ver­anstaltungen zu verhindern die Bemühungen in dieser Hinsicht blieben aber erfolglos.^Runmehr veröffentlicht die hiesige t a t ßo l i f ch e Geist­lichkeit in Gemeinschaft mit den sechs katho­lischen Vereinen eine längere Erklärung, an deren Schluß es heißt:Wir fördern die Katholiken der Stadt auf, dieser Veranstaltung sernzubleiben, um dadurch feierlich Verwahrung einzulegen gegen das Gebahren der Deutschen Turnerschaft, Die weltanschaulich neutral zu sein behauptet und trotzdem keinerlei Rückfic.ll nimmt aus die Gewllsenspflicht ihrer iathöl'llchen Mit­glieder. Wir erwarten, daß das katholische Bensheim auch insofern Selbstzucht übt, als es jede Teilnahme am Gau- Frauen­turnen von sich toei st." Man darf ge­spannt darauf sein, ob sich unter diesen Utto* ständen die Deutsche Turndrschaft zur Abhaltung- des Turnens entschließen und wie sich in diesem Falle das Fest aospielen wird.

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. uölkeruna zur Annahme eines Abkommens mit tankreich bewegen zu können. Doch erhob sich fo­rt eine starke Opposition hiergegen: ein syrischer iangreß vom 8. März 1920 verlangte die völlige Inai'hänaigkeit Syriens und errichtete eine demo- latische Regierung. Diese bewiös 5 Monaate lang nllauj ihre Daseinsberechtigung. Doch die sranzö^ 'scheu Behörden ließen dieser Regierung keine Ruhe. General Gouraud organisierte eine militärische Ex­pedition, bemächtigte sich Damaskus' und anderer Städte im Innern, besetzte das Land, schaffte seine Unabhängigkeit ab, entwaffnete die junge Armee ind beeilte sich motu proprio ein neues Regime ,u schaffen. Die nationale Bewegung aber ließ sich richt Niederschlagen. Sie setzte ihr Werk im Norden mter der Leitung von Ibrahim bey Hanano 1920 sis 1921 fort. In Hauran brach infolge der Besetzung jon Damaskus ein Aufstand aus, der 6 Monate Dauerte. Im Lande der Alaniten dauerte der Kampf von 1919 bis 1921. Die erste Erhebung des Sul­tans Pascha El-Atrache fand im Jahre 1922 statt und währte ein halbes Iaht. Die französische Äer- maltung in Syrien blieb während dieser Zeit ver­wirrt und unbeständig. Gegen Ende des Jahres 1920 teilte General Gouraud das Land in fünf autonome Staaten, jeder hatte feine Regierung und feine Fahne. Im gleichen Jahre wurde der Nördliche Teil Syriens abgetrennt und an die Türkei abgetreten trotz der gegenteiligen Verpflichtung Frankreichs im Sykes-Picot-Vertrag. Im Jahre 1922 nahmen die Franzosen eine Umgruppierung der syrischen Staa­ten vor, sie bildeten die syrische Föderation mit den Staaten Damaskus, Aleppo und dem Lande der Alaniten. Letzteres sonderten sie 1923 wiederum ab und bildeten einen neuen syrischen Staat, bestehend aus den alten Staaten Damaskus und Aleppo. Diese Lösung befriedigte erst recht niemanden.

Am Schluß dieser Denkschrift befinden sich dann die gleichen Forderungen wie im Briefe unter II.

IV, Dis Antwort de Jouvenels.

De Jouvenel, der französische Oberkommissar für Syrien, hat auf diese Denkschrift noch am gleichen Tage, nämlich am 30. November 1925, abends 11 Uhr, geantwortet. Er lehnt die Forderungen der Syrier in der allerentschlebensten Form ab, und zwar in höchstsbeleidigender Weise. Er schreibt z. B. wörtlich:Es wäre weit bester gewesen, wenn Ihr Brief niemals geschrieben worden wäre."

V. Antwort des Fürsten INichel Lotfallah.

Auf diese Verhöhnung de Jouvenels antwortet der Präsident des Exekutio-Komitees des Kongresses «yrien-Palästina, Fürst M. Lotfallah, in einem sehr vornehm gehaltenen Schreiben von 1. Dezem­ber 1925. Es heißt darin u. a.:Wir arbeiten für den Frieden und die Wohlfahrt unseres Landes. Darum machten wir unsere begründeten Vorschläge vom 30. November. Ew. Exzellenz glauben, daß Ihre weniger großmutigen Konzessionen Syrien zu Frankreich und dem Frieden entgegen führen werden. Wir bnben den niederschmetternden Ein­druck, daß dies keineswegs der Fall fein wird..."

Erschließung ferner Länder wird in nicht allzu ferner Zukunft nach ganz anderen Grundsätzen erfolgen müssen als bisher: und die Größe der Aufgaben wird von selbst zu einer loyalen Zusammenarbeit aller in Frage kommenden Kulturländer drängen.

Es ist bemerkenswert, daß die Pariser Acade­mie des Sciences coloniales einen hohen Geld­preis ausgesetzt hat für eine Preisaufgabe, die die Erschließung der Sahara zürn Gegenstand hat. Es sollen Wege gezeigt werden, wie eine auf weite Sicht angelegte Wirtschaftspolitik das große afrikanische Wüstengebiet nutzbar machen kann, wo­bei als einzelne Abschnitte der Abhandlungen vor­gesehen sind: wirtschaftliche Grundlagen, technische Unternehmungen, Stadien des Ausführung, finan­zielle Methoden, Zukunftsaussichten. So phantastisch manchem heute Lebenden der Gedanke sein wäg, Wüstenland in Siedlungsgebiet zu verwandeln, es wird eine Zeit kommen, wo dieser gigantische Plän greifbare Wirklichkeit wird und wo die technischen Möglichkeiten und Erfahrungen bereitstehen werden, \ dieses Neuland zu schaffen und dem Menschen spä­terer Zeiten als Wohnsitz anzuweisesi.

In diesew Züsantmenhangx sei irtitgietei'lt, daß v0M fBätianYent der Südafrilanischen Urtiön das Projekt angenommen worden ist, ditz Kalähariwüstc zu bewüstern, UM für die wachsende Bevölkerung neue Asibaüslächen zu gewinnen. Man will von ver­schiedenen Flüssen, ii. a. vom ZaMbesi, Kanäle durch das Wüstesiland legest und hofft, durch die damit gesteigerte Luftfeuchtigkeit und die damit ver­bundenen Regenfälle das Klimv beeistflusten ftu können.

ES chag erstaunlich klingen, weilst hier gejagt wikd, daß (ganz abgesehen vast den Polargegenden) eist Zehntel der Erdoberfläche noch stn erforsch- t e e Gebiet ist, das auf unseren Karten als kahle Stellen eingetragen ist. In Arabien z. B. sind nur die Küstengebiete besiedelt. Das Innere des Landes (ein Gebiet von der doppeltest Größe des Deutschen Reiches) ist gänzlich unbekannt, jedoch nicht unbe­wohnt. Ebenso gibt es in 3 n n e r a f i e n und in Australien riesige Gebiete, die nahezu menschen­leer sind.

Auch Island, Spitzbergen und Grön­land dürfen als Zukunstsländer der Menschheit angesprochen wekden. Die isländische Regierung macht leit einiget Zeit große Anstrengungen, vor allem dänische Bauern und landwirtschaftliche A»

Großen-Linden, 12. Juni.

Kreisstraße Großen-Linden Lang- Göns war schon seither gesperrt. Der Verkehr ging m südlicher Richtung über Hörnsheim, Ho­chelheim, Dornholzhausen, Niederkleen, Butzbach. Da nun auch diese Strecke wegen einer in Tätig­keit befindlichen DaMpsstraßenwalze bei Hörnsheim gesperrt ist, kann der Verkehr von Gießen aus mir über Leihgestern gehen.

Watzenbor N--S t e i n b e r g, 13. Juni. Mn stark besuchter Gesangstoettstreit fand aus Anlaß des 5 0. Jubiläums des hiesigen

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