ner überreichte dem Jubilar eine von den ötabt* verordneten gefristete goldene Am tskette, die eine Schöpfung des Professors Ernst Rie- z e l ist, der früher der Darmstädter Künstler-- kolonie angehörte. Oberbürgermeister Dr G l ä I « sing dankte für die Auszeichnung: daran schlossen sich wieder Ansprachen von Vertretern verschiedener Korporationen. Zum Schluß sprach der Zubilar nochmals in einer Rede seinen Dank aus.
ÄLN. Darmstadt, 12. Dez. Nach fast zweijähriger Arbeitslosigkeit hat ein hiesiger 3 3 jä' hriger Arbeiter in der Verzweiflung Selb st mord durch Erhängen begangen. ‘
WSN. Groh-Gerau, 11. Dez. In der Nähe der Biedesheimer Zuckerfabrik st ü r z : e ein Motorradfahrer, der einem Fuhrwerk aus- weichen wollte, und in den von ihm nicht beobachteten Anhängewagen hineinfuhr. Das Nad überschlug sich mehrere Male lind fuhr schlieh- lich gegen einen Tchrotrhaufen. Der Fahrer kam mit (eichten Verlegungen davon.
Preußen.
Sticie Wetzlar.
Krofdorf. 11. Lez. Dieser Tage fand auf Veranlassung der Oberförsterei Krofi d o r f in Gegenwart zahlreicher Forstleute und Betriebsbeamten im Krvfdorfer Gern e i n d e w a l d die Vorführung zweier Bodenbearbeitungsgeräte. nämlich der sog. Rollegge und des Waldpfluges, statt. Beide Geräte dienen der Auflockerung des Bodens. Es stellte sich bei den Versuchen heraus, dah beide Geräte für den Zweck tauglich sind, dah jedoch dem Waldpflug aus verschiedenen Gründen lu. a. niedrigerer Kaufpreis) der Vorzug zu geben ist. 3m Anschluß an diese Vorführungen machte Förster Möller- Krofdorf noch mit einer selbst- fonftruierten Mehkluppe bekannt, die gegenüber den bisher gebräuchlichen Kluppen wesentlich« Vorteile aufweist.
Kreis Biedenkopf.
T Waldgirmes, 12. Dez. Zum zweitenmal ist hier die trockene schaf räude ausgebro- chen, obwohl die Herde im letzten Sommer von auswärts vollständig erneuert wurde. Da die Schafe hier noch in keinen Stall gekommen sind, nimmt man an, daß sich die Krankheit durch die Hürde übertragen yat. Man versucht, durch Waschung der Schafe mit Creolin der Seuche Herr zu werden.
Krcie Ufingen.
Brandoberndors, 11. Dez. Gin Landwirt aus dem Rachbarorte Kraftsolms schlachtete dieser Tage einen Eber, dec lebend 6 8 0 Pfund wog.
—Cleeberg, 11. Dez. Unsere Gemeinde beabsichtigt, in nächster Zeit eine Erneuerung der elektrischen Leitung vorzunehmen. Man will die im Jahre 1920 verwendete Aluminium- und Eisendraht-Zuleitung durch Kupferdrähte ersetzen. Man hofft, dadurch die jetzigen Ueberstände (Stromverlust, zuckendes Licht) zu beseitigen.
Maingau.
WSR. F r a n k f u r t a. M.. 11. Dez. Da die Röntgenabteilung der Chirurgischen Klinik des Städtischen Krankenhauses räumlich stark beengt ist und nicht mehr voll den modernen Anforderungen genügt, ist eine Erweiterung des Instituts in Sonn der Errichtung eines selbständigen Instituts für Röntgen- Therapie und Lichtbehandlung beabsichtigt. Die Kosten belaufen sich auf rund 400 000 Mark. Die Allgemeine Ortskrankenkasse hat sich zu einem Baukostenzuschuh in Höhe von 150 000 Mk. bereiterklärt, da sie dadurch der Notwendigkeit enthoben wird, ein gleiches Institut zu errichten. Die vertraglichen Abmachungen sehen vor, dah das Institut bis zum 1. Juli 1928 erstellt ist. Wie die Städtische Nachrichtenstelle mitteilt, hat sich der Magistrat bereits mit dem Plane einverstanden erklärt.
Wirtschaft.
' Die Berliner Börse am Heiligabend. Am Freitag, 24. Dezember, findet die Versammlung der Berliner Wertpapierbörse in der Zeit von 11 bis 1 älhr statt. Die für die regelmähige Kurstfeststellung sonst gültigen Zeitbestimmungen werden an diesem Tage um je eine Stunde vorverlegt. Die 'Dörsenräume werden bereits um 10'/° älhr geöffnet.
* Wirtschaftliche Dereinigu ng deutscher Gaswerke 21. (S. Unter dem Vorsitz von Generaldirektor Dr. Prenger von der Wirtschaftlichen Bereinigung deutscher Gaswerke fand am Samstag eine Aussprache zwischen einer Gruppe mahgebender Leiter der größten deutschen Gaswerke und den Vertretern des Bergbaues, Generaldirektor Dr. Voegler und Generaldirektor Dr. Pott- Essen, in Berlin statt. Es konnte festgestellt werden, dah Einstimmigkeit darüber bestand, die Idee der Gasfernversorgung zu verfolgen. Rach eingehender Aussprache ist eine gemeinsame Ar- beitskommissivn eingesetzt worden, um umgehend die technischen i-nd wirtschaftlichen Fragen für die Durchführu/.g der Gasfernversorgung zu prüfen.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 13. Dez. Tendenz: Still und uneinheitlich. — An der heutigen Börse tonnte die Einigung in Gens weder die Kulisse, noch das Publikum zu irgendeiner regeren Geschäftstätigkeit veranlassen, vielmehr war es an den Effekten - und Rentenmärk- t e n äuherst st i Ich Verstimmend wirkte sich die am Samstag erfolgte weitere Erhöhung des Privatdiskontsahes aus, so dah in der Hauptsache weitere LLschwächungen der Kurse zu verzeichnen waren. 2lllerdings lag das heutige Niveau über den letzten flauen Notierungen. 3. G. Farben setzten unverändert mit 308,75 ein. Rheinstahl bühten dagegen weitere 1,75 Prozent ein. Kaliaktien lagen widerstandsfähig. Westeregeln plus 1.5 Prozent. Bon Montanaktien waren Mansfelder stärker gedrückt, minus 4.75 Proz. die Werte der Rhein-Elbe-Union gaben bis 1.5 Proz. nach. Bon Dankatten waren Darmstädter, Deutsche und Commerz bis 1 Prozent niedriger, dagegen Dresdner plus 0,5 und Disconto plus 1 Proz. Die Werte des Metall- bankkonzerns setzten ihre 2lbwärtsbewegung fort und zwar um 0,5 bis 1,5 Prvz. Gut gefeiten waren Holzverkohlung plus 0,25 Prozent. iSlcttroaftien äuherst still. Siemens minus 25 Proz. Petroleumaktien stark gedrückt. Rütgerswerke minus 2 Proz.. Deutsche Erdöl
M.
Devisenmarkt Berlin—Ärankfurk a.
Bantnoten.
Ische Auszahlung.
minus 3 Proz. Don Motorenwerken waren Daimler weiter abgeschwächt, dagegen konnten sich Kleyer auf die Veröffentlichung des Prospektes hin behaupten. Zellstoff-Aktien un- veränderr. Bauaktien uneinheitlich. Holrmann und Dyckerhoff je minus 1 Proz., dagegen Wahh & Frehtag plus 0.25 Proz. Zemenl Heidelberg plus 05 Proz. Von Schisfahrtsaktien konnten sich Nordd Lloyd infolge besserer Nachfrage um ein Prozent befestigen, dagegen Hapag mmuS 1 25 Prozent. Der Freiverkehr blieb fast geschäftslos. Ufa 33,5 Prozent. Am heimischen Rentenmarkte gingen Vorkriegs- Pfandbriefe bei kleinen Umsätzen um 5 bis 10 Pfennig zurück. Kriegsanleihen stellten sich auf 0.720, Ablösungsanleihe 324. Reichsbahn-Vorzüge 102 50, Schutzgebiet 14.7. Ausländische Renten nicht wesentlich verändert. Anatolier l 30.50. Am Geldmarkt war Tagesgeld wieder zu 5 bis 5,50 Prozent angeboten: dagegen Monatsgeld nach wie vor gesucht bei 6,75 bis 8,75 Prozent. Bankakzepte 4,63 Prozent, Warenwechsel 5,25 Prozent. 3m Devisenverkehr lag Mailand sehr fest mit 105.- gegen London. Varis gut befestigt auf 121,25 gegen das Vfund. London-Kabel unverändert 4,8490. Die Reichsmark stellte sich gegen London auf 20,3860.
Börten tuM.
Berliner Börse.
Berlin, 13. Dez. Nach den lehteii scharfen Kursrückgängen kam es heute zu leichten Del- kungskäufen, die dem Markte eine freundliche Grund st immung gaben. Es zeigte sich wieder, daß die Aktienmärkte die Vorstöße der Daisse-Spelulation immer wieder aufzufangen in der Lage sind. Die Anregung ging von den Deckungskäufen aus, ferner von der Entspannung der außenpolififchen Lage und den günstigen
Frankfurt a.M.
Berlin
SdiluG. ’ t-Uhc.
Schluh»
Anfang
Kurs
flrre
Wirr»
Nur--.
Datum:
II. 12.
13. 12.
11. 12.
13. 12
f.% Deutsche Ncichsanleihe . 4% Deutsch« yieidj'-ankipe .
0.7225
•1,7182
0.725
0.7175
(1.05
-
0.675
0.675
B'/a% Deutsche RcichSanlelhe
U.ti.',
0.67
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IJ.73
0.78
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Deutsche Svarpminicuanlcihe 4°/0 Preußische KonsolS . . . 4°'c Hessen.........
0.42.5
0,415
——
0.03
—
0.6S
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0 64
—
3°V .sesseii..........
0,66 99.5
_
Teut'sche LSertb. Dollar-Slnl.
—
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—
—
—
—
4% HoHtürkn.........
1 1 * 1
15,26
42,5
15.5
_
'5- * üinlhmpriffinfT .....
43.4
_
Berliner Handelsgesellschaft.
—
—
256.75
257
Commerz- und Pnvat-Bank Darmst. und Nationalbank .
191
190
190.5
189,75
245
246,5
245.5
244,5
Deutsche Bank.........
175.5
174.5
176
174.5
Diskonto Commandit ....
165
166
165.5
165
t ......
I
155.5
155
154.75
'Netatkdank...........
167
166
168.5
165.5
Mitteldeutsche Creditbank. • Ocsterreichische Lreditanstalr
141
141,5
142.75
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7.5
7,4
S)?c.
156,75
167
156
(Vih5 ........
164.5
163
164
BuderuS... ........
103,25
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102,5
—
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- —
—
......
161
164
163.25
161
(Selsenkirchener Bergwerke. .
165.5
165
166.4
164
Vtcrnhou ......
177
177
17<
176,25
Kaliwerke Aschersleben....
13»
137,25
—
Kaliwerk Westeregeln.....
144
114.5
146
—
Laura Hütte......... •
<L«5
72
72,25
11
Mannesmann.........
162,75
183
182,25
182,75
Mansfelder...........
128.75
101
128
128.13
107,5
127
104.75
Phöuir Bergbau.......
121
120
119.9
119.25
Rheinische Braunkohlen . . .
229
—
2'9,75
228
Nheimtahl...........
187.75
186
185.62
186
fiebert Montan........
172.75
172,5
171,5
170
_Ti’lhiA Vicrflhnn........
ICO
-__
_
_
Bereinigte Stahlwerke ....
138,25
136,5
137,75
137
vamburg-Amerika Paket . .
165.4
164.25
164,62
165
MJnrhbpiitfrfier P lobb .....
,59
160
159
159,75
Chcraniische Werke Albin . .
Zementwerk Heidelberg . . .
124
124.5
—
—
Philipp Holzmann......
150
165
156
153,75
Anglo (Tont- iAuano.....
—
-
11)4,2
—
(rheinische Mader Alaptn. . .
——
—
—
i’Anlbfdimibt..........
132
134
133,75
Aol jtirrf nhlurt(i........
_
69.75
—
J y>. Sarden-Industrie. . .
:.C9
308,75
108.75
106,25
:Hiilgct6tocrTc.........
]'/
125
126
125,5
Scheideaustalt.........
165,5
164,75
—
—
Allg. ElektrstitätS-Gesellschast
154
153,5
153,13
153.25
rrrmnnii ........
H’i
-
149,9
143,5
(53,26
(Ffrftr. PipfrntnQfn ......
146
1171 h .ttrnft ... . . ■ • ■
149,75
112
154
151
151
'Wnintra linierte ........
-
Schlickert............
152.5
152.75
152,5 186
Siemens k Halske ......
188,5
186
187.5
'ilhl* rtnrrh* .Vlfhet . .....
96
95,13
78
97,75
76.5
Daimler Motoren. . .....
76
Whliflenftm'M .........
38
50
-
Mcguin.............
51
--
Mannheimer Motoren ....
—
—
35,5
frankfurter Armaturen . . .
16
—
—
—
.«onfccDcnfcbril Braun . .
55
—
Mctallgesell'chast Frankfurt.
168 5
167
—
Bet. Union A.-G........
(^rf)tihfahrif Her; . . .....
117
--
116
—
58
—
61
—•
_
_
Zellstoff Aschaffenburg....
142 5
iiT
—
-
ZcNstoif Wakdhof.......
215.25
216
217
215
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
100
125
99,9
125
99,13
124,9
—
11. Dezbr.
13. De;br.
Amtliche Held
toti^rung Brief
Amtliche Dotierung
<^cld Bries
Ämst'Noii Bucn.-AircS
167,82 1,714
168,24 1.718
167,77
1,715
168,1» 1.719
Brsi.'Antw
58,415
58,515
58,35
58,49
Ehristiania.
105,79
106,05
105,94
166,20
Kopenhagen
111,84
112,12
111,86
112,01
Stockholm
112.1.3
112,41
112,12
112,40
Helsingfors
19,559
10,599
10,535
10,595
Italien. .
19,10
19,11
19,30
19.34
London.
.0,359
20,409
10,353
20,403
'/kcuyork . .
1.198 ft,62
4,208
4,196
4,206
Daris. . .
16,66
16.82
16,86
Schweiz . .
ol,G9
61,29
61,065
81.265
Spanien .
63,81
ü::,97
63,81
63,97
Japan . . .
2.048
2,052
2,048
2,052
tHio de Jan
0.479
'.181
0,479
»481
Wien ln T- Oest. abgcn
59,232
59,372
59,17
59,31
Prag . ".
Belgrad .
12,424
12,461
12,424
12,46-1
7.392
7,412
7,43
7.442
Budapest.
=>.87
a,89
o,87
8,59
Bulgarien
:,035
.1.045
3,033
3,043
Lissabon -
.'1,575
21,625
21,525
.1,675
Danzig. . .
81,45
81,6j
61,45
81,65
Konstantin.
2,112
2,122
2,112
2,125
Athen. . .
5.41
5.43
5.34
5,36
Canada .
1.195
4.205
1,194
4,204
Uruguay
4.205
4.215
4.225
4.235
Cairo .
20.884
20.935
20.88»
20,941
Berlin, 11 Dezbr.
Geld
Bricr
Amcrikanilche Noten.....
4,189
4,209
Belgische Noten ........
58,335
58,635
Dänische Noten . . .....
111.62
V 112,18
Englische Noten . . .....
.■0,332
20,43!
Französische Noten......
16,61
16,69
Holländische Noten.....
167,48
168,3?
Italienische Noten......
19,02
19,12
Norwegische Noten......
105,83
106^37
Deutsch Oesten.a 1V0 Kronen
59.12
59,42
Numänische Noten......
2,11
2,15
Lchwedischc Noten......
111,83
112,38
Schweizer Noten.......
60.97
81,37
Cvanische Noten.......
63,67
63.99
Tschechoslowakische Noten . .
13,405
12,465
Ungarische Noten.......
5.845
5.885
Nachrichten über die Freigabe-Angelegenheit: Hiervon profitierten in erster Linie die sog. Freigabewerte. Berliner Handel, Oren» stein. Stöhr und e^chittahrtsaktien. in denen allerdings größere Baisse-Positionen bestanden. Die Kurse biekr Werte zogen um 2 bis 3 Pro;, an. 3m allgemeinen waren die Besserungen jedoch geringer und eine Anzahl von Werten gab trotz der freundlichen Grundtendenz weiter nach. Am Geldmarkt hat sich eine beruhigtere Aus- fassung durchgeseyt. Wenn auch einige Heine Firmen mit den Prolongationen Schwierigkeiten haben werden so dürfte doch größtenteils mit einem glatten Verlaufe -des Medios gerechnet werden können. 3m Devisen verkehr lagen Paris und Mailand sehr fest mit 120,90 bzw. 104,90 gegen London. Die übrigen Valuten waren kaum verändert.
Frankfurter tz-etrcidebörse.
Frankfurt a. M., 13. Dez. Cs wurden notiert: Weizen (Wctterauer) 29,25 bis 29,50; Roggen (inl.) 24,50: äommciyerfte (für Drau- zwecke) 23,75 bis 26,50: Hafer <tnl.) ' ) bis 19,50: Mais (gelb) 19,50 bis. 19,75: Weizenmehl (inl.), Spezial 0 40,75 bis 41,50: Roggenmehl 35,25 bis 36: Weizenkleie 11,75 bis 12; Roggenkleie 12 bis 12,25: Erbsen 40 bis 70; Linsen 50 bis 90; Heu, süddeutsches, gut trocken, 8,75 bis 10; Weizenstroh, drahtgepreßt 4,50 bis 5; Roggenstroh. gebündelt 4 bis 4,25; Treber, celrocfnct, 16,75 £i5 17 Ma.k — Tendenz: schwach.
Frankfurter Lchlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M.. 13. Dez. Auftrieb: 1663 Rinder (darunter 316 Ochsen, 64 Dullen, 810 Kühe, 333 Färsen), 322 Kälber. 308 Schafe. 4077 Schweine. - Rinder (Ochsen): Voll- fleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts (jüngere) 58 bis 61, (ältere) 54 bis 58; sonstige vollfleischige (jüngere und ältere) 48 bis 53; fleischige 40 bis 47. (Dullen): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 50 bis 55; sonstige vollfleischige oder ausgemästete 45 bis 49. (Kühe): Jüngere, vollfleischige, höchsten Schlachtwerts 48 bis 52; sonstige vollfleischige ober aus- gemästete 40 bis 47; fleischige 31 bis 39; gering genährte 20 bis 30. (Färsen —Kalbinnen, 3ungrinder —): Dollfleischige, ausgemästete, höchsten Schlachtwerts 55 bis 60; vollfleifchige 48 bis 54; fleischige 38 bis 47. — Kälber: Desto Mast- und Saugkälber 76 bis 81; mittlere Mast- und Saugkälber 68 bis 75; geringe Kälber 57 bis 67. — Schafe: Mast lamm er und jüngere Masthämmel (Weidemast) 40 bis 44; mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 34 bis 39; fleischiges Schaf Vieh 23 bis 33. — Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 77 bis 79; vollfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 77 bis 79; von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 78 bis 80; fleischige Schweine von ca. 120 bis 160 Pfund Lebendgewicht 75 bis 78; Sauen 65 bis 70. — Marktverkauf: Rinder werden bei ruhigem, Kälber und Schafe bei lebhaftem Handel ausverkauft. Schweine wurden bei mäßig lebhaftem Geschäft nahezu ausverkauft.
Von den Schlachtviehmärkten.
An den Schlachtviehmärkten der vorigen Woche haben sowohl die Marktlage für alle Gattungen, wie auch die Auftriebsziffern keine wesentliche Verschiebung gegenüber der Vorwoche erfahren. Auch in der Preisgestaltung ist, abgesehen von verhältnismäßig geringfügigen eochwankungen nach beiden Seiten, keine grundlegende Veränderung gegenüber der vergangenen- Woche eingetreten.
Auf den nachstehenden Märkten wurden für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:
Rinder
Kälber
Schafe Schweine
Berlin
18-58
43-87
35-55
66-77
Bremen
22-56
50-90
60-73
Breslau
17-59
45-70
26-53
62-78
Chemnitz
20-60
50-72
30-46
63-78
Dortmund
25-59
50-95
30-45
62-75
Dresden
25-62
52-76
30-59
66-79
Düffeldors
25-65
45-82
—
62-78
Elberfeld
25-62
55-85
—
65-78
Effen
27-62
48-105
30-48
64-77
FrankfurtM.
20-60
50-78
25-42
65-77
Hamburg
15-58
35-94
20-51
60-77
Hannover
18-58
40-85
25-50
60-76
Husum
•—
—
—
—
Karlsruhe
20-58
60—70
28-40
75-80
Kaffel
24-58
45-62
—
70-79
Kiel
17-52
33-111
24-52
45-74
Köln
20-64
50-105
30-45
60-78
Leipzig
25-60
38-80
35-56
65-80
Magdeburg
20-57
35-78
30-46
60-77
Mannheim
14-60
46-76
32-45
64-80
München
20-59
54-76
—
58-78
Stettin
18-56
30-80
15-50
62-74
Stuttgart
13-60
50-76
—
60-82
Zwickau
15-54
55-72
25-54
72-82
Amtsgericht Wetzlar.
Q Sin Dachdeckermeister aus Wetzlar stand wegen fahrlässiger Körperverletzung unter Anklage, weil zwei Gesellen des Angeklagten bei Reparaturarbeiten an einem Hausdache infolge Zusammenbruchs des Gerüsts abstürzten und zu Schaden kamen. Die Verhandlung ergab keinerlei Verschulden des Angeklagten, da die beiden Arbeiter die Verpflichtung hatten, sich vor Beginn ihrer Arbeit selbst von der Haltbarkeit des Gerüstes zu überzeugen. Das Gericht erkannte auf Freisprechung.
Ein Mechaniker aus Wetzlar war des Diebstahls angeklagt; und zwar sollte et aus dem Lagerraum eines Wetzlarer Rauchwarenhändlers in einem unbewachten Augenblick an zwei verschiedenen Tagen einmal 1 Kistchen und das andere Mal 2 Kistchen Zigarren entwendet haben. Das Gericht sah den Angeklagten, obwohl er die Tat leugnete, durch die Beweisaufnahme als überführt an und verurteilte ihn an Stelle einer verwirkten Gesamtgefängnisstrase von fünfzehn Tagen zu 7 5 R M. G e l d st r a f c.
Gerichtssaal.
Ein rabiater Einbrecher.
Darmstadt, 12. Dez. Der Arbeiter Johann Hergert von Groß-Ostheim hatte in Semd einen (£ i n b r u d) verübt und dabei u. a. ein goldenes Armband und Geld erbeutet. Seiner Festnahme setzte er Wider st and entgegen und bedrohte den Feldschützen mit einem Revolver. Hergert ist ein rückfälliger Dieb. Das Bezirks-Schöffen- qericht verurteilte ihn zu zwei Jahren drei Monaten Zuchthaus.
Buntes Allerlei.
Anekdoten von Hans Richter.
Hans Richter, der Meisterdirigent, der „Treueste unter den Treuen" Wagners, lebt unvergeßlich fort in der Geschichte Bayreuths und in der Geschichte der Musik, und bei der 10. Wiederkehr leines Todestages gedenken wir mit Rührung und Freude dieses Mannes, in dem die Welt der Töne Gestalt angenommen zu Huben schien, und dec durch ben Zauber seiner Persönlichkeit Orchester und Publiluin m.t dem Geist ter Musik erfüllte. Von diesem kraftvollen, ur- gesunden Künstler ging nicht nur Größe, sondern auch Lebensfreude und Humor aus. Zahlreich s>nd die treffenden Aussprüche und luftigen Geschichten. die von ihm berichtet werden. Er wurde von seinen Musikern geliebt und gesüchtet, und er wußte sie anzufeuern wie fein anderer. Eines Tages warf er mitten in einer Probe den Taktstock hin, und. während die Musiker erschreckt abbrachen, rief er ihnen verzweifelt zu: „Meine ojerren, Sie spielen ja wie Ehemänner und nicht wie Liebhaber." Ein andermal, bei einer Tristan- Probe, klopfte er ab und rief der Darstellerin der Isolde entrüstet zu: „Spielen Sie doch edler, würdiger. Diese I'olde ist doch eine Königstochter und keine Köchin!" Bei einer Konzertprobe, als eine Sängerin beharrlich falsch lang, wandte er lich höflich an sie und sagte: „Madame, wollen Sie nicht die Güte haben, dem Orchester Ihr a zu geben!" Als ein Orchestermitglied eine Stelle immer wieder falsch spielte, fang er sie ihm richtig vor: „So ist""es^richtig - la la la rum tum tum!" Der andere spielt wieder falsch, Richter singt |ie ihm wieder vor. Als sich aber das ilnglüd zum drittenmal wiederholt, sagt er nur mit einem Blick gen Himmel: „Sie hören mich wohl sehr gern singen?" Als er einmal auf einer Gesellschaft war, bat ihn am anderen Tage eine Dame, die nicht zugegen gewesen war, ihr etwas über die Toiletten der Damen zu erzählen. „Ja, da kann ich nicht viel sagen," meinte Richter. „Ueber’m Tisch war nichts, und unter’n Tisch habe ich nicht geschaut!"
Büchertisch.
— Von dem Handbuch der Finanzwissenschaft. das Wilhelm Gerlofs und Franz Meise! in Verbindung mit zahlreichen Fachmännern des In- und Auslandes bei 3. C. B. Mohr (Paul Siebeck) in Tübingen in Lieferungen zum Subskriptionspreise von 2 Mk. herausgeben, liegt nunmehr die 15. Lieferung vor. Sie umfaßt die Bogen 8 bis 10 des zweiten Bandes in denen in i>ef Abteilung „Direkte Steuern", der Königsberger Professor Tesche« wacher die Einkommensteuer, Ministerialrat Dr. Fux-Prag die direkten Vermögenssteuern und der ehemalige württembergische Finanzminister Pistorius die direkte Zuwachs- und Kriegsgewinnsteuer behandelt.
— Doelih: Das Grenz- u n ö Aus- land-Deutschturn. Seine Geschichte und seine Bedeutung. (Verlag von R. Old;nbourg. München). Die Fragen des Grenz- und Aus' landdeutschttims wurden vor dem Kriege als das Spezialressort einiger ganz weniger Historiker und Zeitungsschreiber betrachtet. Das hat sich seit dem unglücklichen Ausgang des Weltkrieges, seit der Lostrennung weiter deutscher Gebiete und der Schaffung einer großen deutschen Irre- denta ganz wesentlich geändert. Das deutsche Volk ist sich seines Volkstums bewußt geworden und trägt das Verlangen nach einer engen kulturellen Verbindung mit den Brüdern jenseits der Grenzen. Dank einer regen Tätigkeit der Vereine. die die Pflege dieses kulturellen Zusammenhalts zu ihrer besonderen Ausgabe gemacht haben, stößt diese Lebensfrage des deutschen Volkes in allen Schichten, in allen politischen Parteien auf einsichtsvolles Verständnis und größte Förderung. Besonders in den Schulen macht sich neuerdings das Bedürfnis geltend, im Rahmen des Geschichts- und Geographieunterrichts auch das Grenz» und Auslanddeutschtum eingehend zu behandeln, doch fehlte es hier bisher an einem zwar knapp gehaltenen, aber fachlich erschöpfenden Handbuch über alle einschlägigen Fragen. Diese Lücke füllt nunmehr das vorliegende Werk des ehemaligen preußischen Kultusministers Dr. Doelih aus. Auf dem knappen Raum von 200 Seiten gibt es. nach geographischen und geopolitischen Gesichtspunkten gruppiert. über jeden Zweig des Deutschtums im Ausland einen kurzen geschichtlichen Rückblick und eine Darstellung über die augenblickliche kulturelle und wirtschaftlich? Lage der abgesplitterten Gebiete oder der geschlossenen deutschen Siedelungen. 3n einem weiteren Teil wird auch das Auslanddeutschtum in den überseeischen Ländern behandelt. Ein ausgezeichnetes Kart en material und ein kleiner, aber geschickt ausgewählter Dilderanhang ergänzen das Werk auf das glücklichste zu einem wertvollen Hand- und Lehrbuch des Grenz- und Auslanddeutschtums, das auch jenseits der Schule in allen interessierten Kreisen viele Freunde finden wird. (Preis geb. 6Mk.) 836 Deutschlands Erneuerung. Das soeben in verstärktem Umfang erschienene Weih» nachtsheft dieser bekannten Monatsschrift (3. F. Lehmanns Verlag, München SW. IV, vierteljährlich 3,60 Mk.) schließt den Jahrgang 1926 in besonders würdiger Weise ab.
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Merlau, Gießen, Ludwigstrahe.


