6 E
FpI
Jihl Phi
Eft II: i4äa 5 V
5 0) K 4^1 m L
ee Ä.E
TSß fc « rLZ^L «sie*
LZ2^ Mi eS'i
|§a5^ Ar- f\Ä^e
Kauft in Giessen!
109,5
126,5
12 Apftl.
13. April-
Lahnreguli erun
Zum
Dillkreis.
30
maccaroni
die an
Anleihen sich auch bessert.
I 148'
144,5'
96 iß,5
63
51*
97.5'
106.5*
128
137,7*
81,25
82
Banknoten. (Ohne Gewähr.)
99,5*
95,5*
8-5*
112,5*
59.75
64
12.751 13
421 -
Prälat der hessischen Landeskirche wird über christliche Weltkonferenz in Stockholm berichten, der er selbst im Herbst v. I. teilgenommen hat.
..Die kommende Kirche eine 'Missionskirche des Glaubens"; er berichtet auch aus der Arbeit der Mohammedaner-Mission. Weiter spricht Direktor D r e v e s aus Darmstadt, vom Landesverein für Innere Mission, über „Die kommende Kirche eine Wohlsahrtskirche dec Liebe". Ue6er die Arbeit der Inneren Mission in Hessen gibt er außerdem einen Abriß. Zuletzt spricht Pfarrer K o r n m a n n- Tllrichstein über „Die kommende Kirche eine Iugendkirche der Hoffnung": er berichtet dann äuch über Erfahrungen aus der Arbeit der Iugendevangelisation.
92*
66.5
56* 98,75* 98.75* 108.5*
131*
137
41,5
62*
81*
95* 96,25*
152,7* 147,5*
Werkergenossenschaften sind mit 10 Aeugründungen und 16 Auflösungen, die Hä ndlergenossenschasten mit 6 Neueinrichtungen und 14 Auflösungen vertreten. Bei den Baugenossenschaften der Mieter gab es 26 Aeugründungen. denen 19 Auflösungen gegenüberstehen. Hierzu kommen noch '-ine Reihe Siedlungsgenossenschaften, die ähnlichen Zwecken dienen. Die rein landwirtschaftlichen Genossenschaften haben eine eigentliche Bestands- Vermehrung nicht erfahren, da sich Aeugründungen und Auflösungen mit 74 zu 74 gegenüberstehen. Eine starke Vermehrung ist bei den Molkereigenossenschaften festzustellen. Unter den sonstigen Genossenschaften gab es eine stärkere Zahl Auflösungen, sonst nichts besonders Erwähnungs- Wertes.
* Frankfurter Bankverein A. - G., Frankfurt a. M. Die heutige ordentliche Hauptversammlung genehmigte den Abschluß für 1925, wonach auf die Vorzugsaktien eine Dividende von 7 Proz. ausgeschüttet wird, während die Stammaktiendividende von 10 Proz. nicht zur Auszahlung gelangen, sondern einem Rücklagekonto gutgebracht wird, damit diese Beträge aus der Rücklage später den Aktionären bei einer Kapitalerhöhung verrechnet werden können. Aach Mitteilung der Verwaltung könne man wieder von einer Rentabilität des Unternehmens sprechen, nachdem die Spareinsagenn und der Kontokorrentkredit sich vermehrt hätten und auch der Umsatz am Effektenmarkt sich rrt den letzen Wochen stark vergrößert habe.
* Norddeutscher Lloyd, Bremen. Die Hauptversammlung genehmigte den Abschluß für das Geschäftsjahr 1925 und erteilte der Verwaltung Entlastung. Eine Dividende kommt, wie bekannt, nicht zur Verteilung. Aeu in den Aufsichtsrat gewählt wurde Hermann Marwede- Bremen. Im Anschluß hieran führte Präsident Heineken aus. daß die wirtschaftlichen Verhältnisse und die hohen Steuern eine lebhaftere Entwicklung des Schiffahrtsgeschäftcs stark gehemmt hätten. Im neuen Geschäftsjahr habe, wie im Vorjahre, das Pasfagiergeschäft im Vordergrund gestanven. In diesem Geschäftszweig seien auch die Aussichten für die Sommermonate günstig Das Frachtgeschäft sei nach wie vor gedrückt und Aussichten auf Besserung bestünden Ker nicht. — Zu den Verhandlungen zwischen dem Aorddeut- schen Lloyd und der Hapag bemerkte Präsident Dr. Heineken, daß die Verhandlungen einen guten Fortgang genommen hätten. Heber das Endergebnis lasse sich zur Zeit noch nichts sagen
^Gelsenkirchener Bergwerks -und Hütten-A.-G., Gelsenkirchen. Infolge Absahmangels wird der Betrieb der zu Gelsenkirchen gehörenden Hüstener Gewerkschaft ab Mitte April um etwa ein Drittel eingeschränkt. Es sollen 500 Arbeiter und ca. 20 Angestellte zum 17. April entlassen werden.
’ Disconto-Gesellschaft, Berlin. Die heutige ordentliche Hauptversammlung ge^ nehmigte den bekannten Abschluß für das Geschäftsjahr 1925 und beschloß, aus dem Reingewinn von 10 667 443 Rm. 10 Prozent Dividende = 10 Mill. Rm. auf die Kommanditanteile zu verteilen. 466 486 Rm. dem Auffichtsrat als Gewinnbeteiligung zur Verfügung zu stellen und 180 957 Rm. vorzutragen. Aach der Erteilung der Entlastung an Vorstand und Aussichtsrat wurden einige Statutenänderungen vorgenommen, durch die die Satzungen inodernisiert werden. Die aus oem Aussichtsrat turnusmäßig ausscheidenden Mitglieder wurden einstimmig wieder und Generaldirektor Dr. Otto Gehres (Dergbau-A.-G Athnngen) neu in den A. R. gewählt. Heber eie ^^chMslage teilte Dr. Salomonsohn mit, daß das Effektengeschäft sich in den letzten Mona-
' 150,2*
115,5*
136,5*
135,5*
132'
I 102*
7,62
daß man in der Lage war, deutsche im Inlandmarkt unterzubringen, habe das inländische Emissivnsgeschäft ge-
Dörfenkurse.
(Ohne Gewähr.)
152,5* 115*
137,2* 137*
133*
102*
7.75
64 .55
97,5* 99'
107* 129 135
42
49
80,5*
94,5*
100,25
63
151*
146,5*
49
99
77,75
139,2’
85
83,25
102*
99,5*
86.25*
112,5*
61,5
66,9
115,5*
137,5*
135,5*
133*
95.5
101*
7,5
123,5
55
60
• D i e Genossenschaftsbewegung im März. Der März zeigt eine verstärkte Anzahl von Gründungen mit 186 Genossenschaften aller Gruppen, denen 236 Auflösungen gegenüberstehen, so daß sich ein geringer Rückgang zeigt. An den Auflösungen sind etwas stärker als sonst die Kreditgenossenschaften beteiligt. Während bei den städtischen Kreditgenossenschaften das Verhältnis zwischen Aeugründungen und Auflösungen 14 zu 9 ist, beträgt es bei den ländlichen Kreditgenossenschaften 34 zu 35. Die Nichtigkeitserklärungen weisen im März die Zahl 68 auf, und Konkurse sind 17 eingetreten. Unter Geschäftsaufsicht stellten sich 3 Genossenschaften. Die Hand-
12,95
41,75
115,5
137,5* i
136,5 I 87.
133 1
96
101* i
7,62 ,
28
46 '
110
851
39,5
4.5
125 I
55,25 ।
60,62 !
91* ! 63,5 l 55.5 97,25'
98' 107* 125,2* I 133,7
41
52* 79’ 98,25*
ten bedeutend gehoben habe. Außerdem sei durch die Verbilligung der Zinssätze eine Belebung des Kontokorrentverkehrs festzustellen. Man dürfe aber nicht übersehen, daß die Differenz zwischen den Zinssätzen in Deutschland und denen in England und Amerika immer geringer werde. Dies habe zur Folge, daß das Tempo der Kreditgewährung sich verlangsame. Er bedauere dies nicht, so lange es sich um kurzfristige Gelder bandele. Dadurch, ' '
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung (Ohne Gewähr.)
139* | 84,25 |
76,5 ।
84, 112 I
102,7* I 100* 93,75 87.25 I
113,5:
61,5 651 3i;
42
22—23,50; Mais, gelb. 18,50—18,75; Weizenmehl, inländisches, (Spezial 0) 41—41,75; Roggenmehl 28,75—29,25; Weizenkleie 10—10,15; Roggenkleie 11—11,25 Mk. Tendenz: unverändert.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 12. April. In der ruhigen Marktlage der Samstagbörse änderte sich auch heute insofern nichts, als nach den befestigten überseeischen Getreidepreisen die inländischen Eigner ihre letzttägigen etwas nachgiebigeren Forderungen wieder auf den alten festen Stand'erhöhten, die Käufer andererseits aber nur sehr widerstrebend den neuerlichen Preissteigerungen folgen. Lokoware stellte sich für Weizen im Durchschnitt 1 Mk. höher. Im Zeitgeschäft war Mai-Weizen stärker als Juli gebessert, Roggen 1 Mk. über Vortag. Gerste in bestem Material fest. Hafer stettg, doch drückte infolge der ziemlich beträchtlichen Preissteigerungen der letzten Wochen hier vermehrtes Angebot vom Inland sichtlich. Mehl in großem und ganzem in schwerem Umsatz. Futtermittel und Oelsaaten behalten bei fester Tendenz laufenden Bedarf. Es notierten pro Tonne: Weizen (mäck.) 280 bis 285, Noggen (märk.) 172 bis 178, Sommergerste 185 bis 205, Winter- und Futtergerste 158 bis 172, Hafer (märk.) 191 bis 204: pro Doppelzentner: Weizenmehl 36.50 bis 39, Roagenmehl 25,25 bis 27,25, Weizenkleie 11, Doggenkleie 11,25 bis 11,50, Viktociaerbsen 28 bis 32, kleine Speiseerbsen 24,50 bis 26.50, Futtererbsen 22 bis 24, Peluschken 21,50 bis 23, Ackerbohnen 22,50 bis 23,50, Wicken 27 bis 30, Lupinen (blau) 11,75 bis 12,75, Lupinen (gelb) 14 bis 14,50, Serradelle (alt) 18 bis 24, Serradelle (neu) 29 bis 32, Rapskuchen 14,80 bis 15, Leinkuchen 19,40 bis 19.60 Trockenschnitzel 9.70 bis 10. Sohaschrvt 19,80 bis 20, Kartoffelflocken 16,20 bis 16,50.
ämft-.'Jiott Bnen.-Aires Brss.^Antw Chrtsttcmia. Kopenhagen Stockholm Lelnngfors «lallen. .
London. Neuvork . Parts. . . Schweiz . Spanien. Japan . . . Rio de «an Dien in D-' Oeft. abgest Prag .... Belgrad . . Budapest. Bulgarien «ifTabon
Daruig. . . Konstantin. Athen. , . Tanada. . . Urugnav
Kirche und Schule,
Arnsburger Pfingftwoche.
§ Das Gesamt-Thema der Arnsburger Mrngstwoche wird in diesem Jahre lauten „Die kommende Kirche". Die Dorträne sind von Mittwoch, 26.. bis Freitag. 28 Mai un Äfofter Arnsburg bei Sich. Zuerst- spricht Mlssionsinspektor Held aus Wiesbaden über
Kreis Marburg.
Marburg, 12. April. Bei der beabsichtigten bei Fronhausen Han- .. . ..... ~rc^’$ eines Lahnbogens,
bei dem höchstens 200 Notstandsarbeiter beschäftigt werden können. Die Arbeit soll als Notstand s. a r b ei t, d. h. unter Förderung von Mitteln aus der Erwerslofenfursorge in Angriff genommen wer- den. Das Proiekt unterliegt zur Zeit noch der Prüfung und Genehmiguny der höheren Regierunas- troffen HabeT ®n,|d|e’i,“n9 bi5i>er "°°» "idjt gE.
<*/e Zolltürken 5% Goldmettkaner ... .
Berliner Handelsgesellschaft. «Louunerz- und Pnvst-Bank Darmst. und Naiionalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche BereinSbank .... Diseonto Commandit . ■ ■ Metall bank...........
Mitteldeutsche Creditbank . . Oesterreichischc Credtlanstall. Dcstbank ........
Lochumer Guß ...... BuderuS . . .........
Caro .........
Demsch-Luxemburg ..... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln L'auraUüth-...... . . .
Oberbedarf . Phönir Bergbau ...... Nyeinstahl ........ Niebeck Montan ....... Telluü Bergbau.......,
Hamburg Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd ..... Cheramtsche Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont-Guano Chemische Mayer Alapin . . S. G- starbenindnstrie, A.-G.
oldschmidt . . Holzverkohlung........
Nütgcrswerke Scheidcanstalt . Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann
Mamkraftwerke
Schuckert .........
Siemens A Halske Adlerwerke Kleycr Daimler Motoren Heyligenstaedt........ Megmn........
Motorenwerke Mannheim .
Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Brann . .
MetallgesellSchaft Sran*hm . Pet. Union S.-G. ....
Schuhfabrik Herz Sichel Zellstoff waldhof Zuckerfabrik Frankenthal . . -Zuckerfabrik Wog häufel . . .
Brief
4,199
15,92
110,33
20,465
14,47
168,82
16,97
90,48
59,35
1,77
112,66
81,28
59,58
12,45
5.88
Berlin, 12 April
Amerikanische Violen . . . . . belgische Noten ....... Dänische Noten ....... Englische Roten ,. Französische Note» .... Holländische Noten .... Italienische Noten......
Norwegische Noten ffcrr., 5100 Kronen
Rumaniiche Noten......
Schwedische Noten ..... Schweizer Noten Spanische Noten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . .....
B. Friedberg, 12. April. Eine gemeinschaftliche Konferenz der Geistlichen aus den evangelischen Dekanaten Friedberg und R o d h e i m wird am 19. April auf dem Sel- zerbrunnen bei Groß-Karben stattfinden. Der
. bl. Dillenburg, 12. April. Bei den dies- lahrigen Holz Versteigerungen im Dill- f ,r e.’5 sollte stch das Meter Brennholz im Durch- schnitt auf 7—8 Mk. und das Stammholz auf ~ bis 50 Mk. pro Festmeter.
Frankfurter Börse.
Eigener Drahtbertcht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 13. April. Tendenz: ^u st Io s. — Die Börse zeigte auch heute keine Wendung zum Besseren. Die Sttmmung war wieder gedrückt und die Verkaufsneigung. der gegenüber es an Aufnahmelust fehlte, setzte sich ort. Die Spekulation beobachtete im Hinblick auf >ie im Gange befindliche Medio-Regeluna t r e n g st e R e f e r v e, weshalb die Umsahtättg- kett scharf eingeengt war und der lustlose ® aJ t e r des Geschäftes noch stärker zum . m. Nach kurzem Verlaufe vermochte ich dann eine etwas freundlichere Haltung durchzusetzen, und aus einige Deckungen hin kam es SU Erholungen an den Aktienmärk- ten. Die Besserungen hielten sich jedoch in sehr bescheidenen Grenzen. Besonders befestigt gingen Schiffahrtsaktien aus dem Verkehr hervor, Die Kursgewinne betrugen etwa 1 Proz. Jlt o n t a n a f 11 en bewegten sich schwerfälliger, doch traten auch hier einzelne Erholungen bis <u 1 Prozent Hervor, so bei Buderus plus
^rosent, während die übrigen Werte, soweit ie nicht unverändert lagen, neue Kursverluste 8u verzeichnen hatten. Von oberschlesischen Wer-
und 507 Kinder. Der Rückgang ist darauf zurückzuführen, daß 117 weitere Erwerbslose bei Notstands- arbeiten, die zum Teil neu eingerichtet sind, beschäftigt werden konnten, sowie daß auch der Arbeits- niartt im allgemeinen eine, wenn auch geringe Besserung erfahren hat. Zu dem Bezirke des Arbeitsnachweises gehören bekanntlich auch einzelne Gemeinden des Kreises Biedenkopf. — Der Regierungspräsident zu Koblenz hat angeordnet, daß die Schonzeit der Fische in den Laichschonbezirken in der Lahn für das Jahr 1926 und für alle folgenden Jahre — vrbehaltlich einer in besonderen Fällen notwendig werdenden anderweiten Regelung — am 1. M a i beginnt und am 5. Iuni endet. — Der diesjährige Frühjahrs-Bullenmarkt findet am Mittwoch, 21. April, statt. Aus Maul- und Klauenseuche-Sperr- und Beobachtungsbezirken dürfen keine Bullen aufgetrieben werden. Mit dem Markt wird eine Prämiierung besonders guter Bullen der Vogelsberger Rasse verbunden werden.
g. K r o f d o r f, 12. April. Unsere elektrische S t r a ßc n b e l e u ch t u n g wird gegenwärtig durch das Elekrtizitätswerk Gießen u m g e b a u t. Seither waren die Laternen bei notwendigen Reparaturen nur durch eine Steigleiter zu erreichen. Nun werden die Lampen durch neue ersetzt und gleichzeitig zum Auf- und Abziehen eingerichtet. Das Ortsnetz ist durch Anbringen mehrerer neuer Laternen bedeutend erweitert worden. Trotzdem dürfte es sich empfehlen, an der Straße nach Gleiberg, gegenüber der neuen Schule, noch eine Lampe anzubringen.
s. Wißmar, 12. April. Am Sonntagabend fand im Saale der Bahnhofswirtschaft ein Lichtbildervortrag über „D a s Wandern" statt. Boran ging ein Bortrag des Vorsitzenden des Lahnhöhebundes über „Wert und Bedeutung des Wanderns". Umrahmt wurden die Darbietungen durch Konzertvorträge des hiesigen Mandolinenvereins (Ortsgruppe des L. H. B.) und einigen Liedern, die Wanderbruder Rühl (Trohe) auf der Saute bot. Der Vorsitzende H. Mandler dankte allen, die zum Gelingen des Abends beitrugen.
m. A u s dem Hüttenberg, 12. April. Wie man bei der heutigen Geldknappheit wieder zu Sparmaßnahmen der früheren Zeit greift, zeigte die Gemeinde Dornholzhausen bei dein Anlegen ihrer Straße nach Lang-Göns. Das Anfahren der Steine erfolgte durch sogenannte Fronarbeiten. Jeder Haushaltungsvorstand war verpflichtet, eine gewisse Anzahl von Fuhren Steine herbeizufahren. Dadurch kamen in ganz kurzer Zeit größere Mengen Steine an die zu bauende Straße, und was dis Hauptsache war, dsr Gemeindesäckel wurde nicht in Anspurch genommen. Bei der Errich tung von Gemeindegebäuden (Schulhäusern u. dgl mehr) wird gor oft auf ähnliche Weise verfahren. Hieraus geht hervor, wie auch heute noch in den Ge meinden gespart werden kann. — Bei der Anlage der Wasserleitung in Niederkleen stieß man in etwa 1 Meter Tiefe auf eine gepflasterte zweite Straße und in abermals etwa 40—50 Zentimeter Tiefe auf einen mit Eichenbohlen belegten Fahrdamm, woraus hervorgeht, daß man in früheren Zeiten infolge Feuchtigkeit, die gegenwärtig noch an der genannten Stelle herrscht, die Straße nach und nach aufgefüllt hat. Auch grub man Skelette von kleinen Pferden heraus, die wahrscheinlich aus der Russenzeit stammen. Bekanntlich wurden im November 1813 in dem Niederkleen benachbarten Dornholzhausen etwa 13 000 Russen einguar- tiert, die eigentlich für das Städtchen Dornholzhausen bei Homburg v. d. H. bestimmt waren. Als sich nach einigen Wochen der Irrtum aufklärte, war in dem kleinen Dörfchen eine solche Armut ausgebrochen, daß von allem Vieh nur eine alte Gans übrig blieb und die gewaltige Schuldenlast nur durch Abholzung eines großen Buchenwaldes getilgt werden konnte.
Z Aus dem Hüttenberg, 12. April. Der sogenannte „S ch l e h e n w i n t e r", wie die Land- wirte diejenige Zeit zu bezeichnen pflegen, in der Kalterückfälle mit der Blüte der Schlehendornhecken zusammenfallen, hat auch in der hiesigen Gegend in vollem Umfange seinen Einzug gehalten. Der ' Landwirt hat dieses Wetter nicht gern, weil es ihn an den Frühjahrsbestellungsarbeiten, die augenblick- " N 'n vollem Gange sind, behindert. Auch für das 7 Wachstum der Wintersaat ist es von Nachteil, ebenso wie es der sich zum Teil schon eingestellten Blüte der Obstbaume schädlich ist und diese bei in der eintretenden Nachtfrösten oft ganz vernichtet
s. Hochelheim, 12. April. Die Mandolinen-Wandervereinigung „Hütten- b c r g veranstaltete nm Samstagabend im Saale oon Phil. Jung einen Musik- und Vortrags- a b e n d, an dem 35 Spieler unter Leitung des Bundesdirigenten Köhler (Großen-Linden) mtt- 'wirkten. Em Gast - Phil. Rühl (Trohe) — sang Ao^l-eder Herr Kostorz (Gießen) gab einen Ueberbück über Leben und Schaffen von Hermann Lons. Der Vorsitzende des Lahnhöhenbundes'sprach über die Bedeutung des Wanderns
Vollnkirchen, 12. April. Die Ausführung des Wegebaues von hier bis zur Gemarkungsgrenze Volpertshausen ist von dem Regierungspräsidenten als Notstandsarbeit anerkannt. Der Gemeinde ist aus Mitteln der produk- twen Erwerbslosenfürsorge ein Zuschuß und ein Darlehen bewilligt worden. Die Ausführung der Arbeiten ist dem Bauunternehmer Ludwig von hier übertragen. Mit den Arbeiten wird in diesen lagen begonnen. Bei dem Wegebau werden die Er- werbsloien der hiesigen und der Nachbargemeinden einige Monate Beschäftigung finden. Der Durchgangsverkehr von Oberkleen und von Volpertshausen her wird über Oberwetz umgeleitet
Geld
4,179
15,84 109,77 20,365
14,39 167,98
16,89 90,02 59,05
1,73 112,10 80,88 59,28 12,39
5.84
Wirtschaft.
Die Kohlenproduktwn in Hessen.
Die monatliche Statistik der Kohlenproduktion des Volksstaates Hessen weist für den Monat Mörz 1926 folgende Zahlen nach:
An Rohbraunkohlen wurden gefördert 37 114 t; verkauft wurden davon 8996 t; der größte Teil der Rohkohle wurde weiter verarbeitet oder war zur weiteren Verarbeitung bestimmt.
Aus den verarbeiteten Rohkohlen wurden neben Schwelereiproduktion erzeugt: 870 t Braunkohlenbriketts und 159 t Naßpreßsteine.
Außerdem wurden in Hessen erzeugt eine Anzahl Tonnen Steinpreßkohlen.
Unter Berücksichtigung der aus Vormonaten übernommenen Bestände, sowie des Absatzes und Selbstverbrauchs verblieben am Monatsschluß absatzfähig 18 570 t Rohkohlen, 80 t Briketts, 430 t Naßpreßsteine, zusammen also 19 080 t Braunkohlen und Braunkohlenprodukte im Gesamtwerte von 105 600 Reichsmark.
ten wurden Caro 2,5 Prozent höher. Gut befestigt waren außerdem Rheinstahl mit plus 1,5 Prozent. Farbenwerte lagen uneinheitlich und wenig verändert. Elektroaktien konnten knapp ihren erniedrigten Kursstand behaupten. Von D a n k a k t i e n vermochten Darmstädter das gestern verlorene Prozent wieder aufzuholen, sonst waren keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Auto-Aktien hatten gute Kursbesserungen aufzuweisen, so Daimler plus 3 Prozent, Kleyer plus 1 Pro- Senk. Zuckeraktien unverändert. Zellstoffaktien niedriger. Die übrigen Werte des Kassa- marktes tendierten nicht regelmäßig, das Angebot bestand weiter fort. Deutsche Anleihen waren leicht gebessert. Ausländische Renten konnten sich behaupten. Pfandbriefe lagen ohne Interesse. Der Freiverkehr war lustlos und schwächer. Veckerstahl 40 Pro- Zent, Deckerkohle 58,5 Prozent, Benz 69 Prozent Brown-Boveri 68 Prozent, Entreprise 10, Gro- wag 55 Prozent, Krügershall 98 Prozent, Rastatter Waggon 23 Prozent, Ufa 53,5 Prozent, Ufic 72 Prozent. Im weiteren Verlaufe zeigte sich daß die leichte Kurserholung nur von kurzer Dauer war, als sich neue Befürchtungen bezüglich der Freigabeangelegenheit geltend machten wodurch die Kurse überwiegend auf ihre Anfangsbasis zurückgedrängt wurden. Am Geldmarkt dauerte die Flüssigkeit fort. Der Satz für Tagesgeld dürfte sich wieder auf 4 5 Jrooent ftdlen. Monatsgeld 5,25~bte-7 Prozent. Bankdiskonten 5 Prozent. Industrieakzepte 5 75 Prozent. ^>m Devisenverkehr konnte sich Paris gegen London mäßig befestigen auf 141 Brüssel lag ebenfalls etwas widerstandsfähiger mit 127,50. Mark und Pfund sind unverändert.
Berliner Börse.
(Eigenei Drahtbertcht des „Gieyenei Anzeigers".) Berlin, 13. April. Die starke Erschütterung der Tendenz am Montag konnte bei Beginn der heutigen Börse noch nicht wettgemacht werden. $ie erften Kurse zeigten gegenüber den schwachen Nachbörsennotierungen des Vortages kaum Veränderungen. Weitere Verluste traten während der ersten Stunde allerdings nicht ein, vielmehr war die Grundtendenz eher wieder etwas freundlicher. Das herauskommende Material fand glatte Aufnahme, verhinderte aber, daß die etwas gebesserte Stimmung auch kursmäßig zum Ausdruck kam. Eine Stutze fand die Tendenz in der anhaltenden Flüssigkeit des Geldmarktes: der herannahende Medio machte sich noch kaum bemerkbar. Tagesgeld wurde mit 4 bis 6 Proz., teilweise sogar noch darunter umgesetzt. Monatsgeld nominell 5,50 bis 6,50 Proz. Am Diskontenmarkt war fe'lbft unter der offiziellen Rate, d. h. zu 4,50 bis 4,75 Proz., fein Material erhältlich. Gegen Ende der ersten Stunde setzten für Schisfahrts- und Montanwerte leichte Besserungen ein, da die gestrigen Gerüchte über angebliche unerwartete Schwierig- ketten bei den Montantrustoerhandlungen dementiert wurden. Die Gesamttendenz wurde aber hierdurch kaum beeinflußt. Die Börse eröffnete somit bei allgemein beobachteter Zurückhaltung auf der Basis der schwächeren Vortagskurse. Im De- visenverkehr erzielte Oslo eine bemerken--- werte Festigkeit. Auch Pans lag gegen London etwas widerstandsfähig- mii 140,50, ebenso Brösel mit 127,50. Warscho > blieb weiter schwach.
frankfurter Getreidebörse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers" Frankfurt a. M., 13. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 28,75—29 Mk.; Noggen, inländischer, 19,50—19,75; Sommeraerste für Drauzwecke 22—24,50; Hafer, inländischer,
| Die Keichsgesundheitswoche kommt!
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluß, äurt
l-Uhr.
Schluß. sAnfang kur» 1 flut';
Datui«: |
12. 4 I 13.4
12.4.
13. 4.
5% Deutsche RcichSantcihe . 4% Deutsche Reichsaulethe . B‘/»% Deutsche Reichsanleih-
0,442
0.430
0,44
0,4275
—
—
0,43
0,4125
0,3-15
—
0,42
0,410
3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarpräunenanleihe
0,550
—
0,53
0,52
0,275
—
0,28
4°/0 Preußische KoniolS . . .
0.445
—
0,4205
0.405
«^»Hessen...........
0,435
..........
—
0,425
99,7
—
Deuckche Wertb. Dollar-Anl. bto- Doll -Schatz-AMreiina.')
100
99,8
—
99,95
—
Amtliche Geld
Notierung Briet
Amtliche Notierung
Geld ! Brief
168,39
168,81
168,27
168,69
1,672
1,676
1,675
1,679
15,89
15,93
16,02
16,06
90,21
90,40
91,19
91,41
110,03
110,31
110,03
110,31
112,45
112,73
112,46
112,74
10,.552
10,592
10,552
10,592
16,86
16,90
16,855
16,895
20,399
20,451
- 20,395
20,447
4,195
4,21)5
4,195
4,205
14,35
14,39
14,535
14.575
80,95
81,15
80,92
81,12
59,36
59,50
59,83
59.97
1,948
1.952
1,944
1,948
0.580
0.582
0,579
0,581
59,165
59,305
59,17
59,21
12,419
12,459
12.421
12,461
7.385
7,405
7,38
7,40
5,87
5,89
5,865
5,885
3,035
3,045
3,047
3,057
21,325
21.375
21,325
21,375
80,90
81.10
80,87
81,07
2,065
2,075
2,075
2,085
5,52
5,54
5,52
5,54
4,195
4,205
4,195
4,205
4,31
4.32
4,305
4.315


