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1 Melancholisches .Liwii, J der schone, oben melob Jer violeUpurpimie Bogel rM.Kvpssednbusche und Seschwungeneo durch bas Lustmeer bafjin. M seiner Bauchseite hü der Bau des Echnobck s°ße Bogel ein Verwandt« 1 e*n recht nützlicher 01 hauptsächlich von 5ßür J Larven. M umsliegt er lrest, das zwischen den hall 'm Sumpfe liegt, zu ich en, dunkelgesleikten Eier, tem Gelege, werden ifjre: von den Landbewohnern tiefes Sammeln eigenllit von betn ZaMrechitzle:
'iedberg.
Mptll Ein musikali- n Ranges war es, das Publikum Friedbergs in «reinigte. Durch persönliche gen, einen der bedeutendsten zeit, Alfred höhn, zu cer Stadt einen K la vier- 1. Ein ousgewählter Pw 1 Bach, Beethoven, Neger, omponiften, wie Hindemith, virtuose Technik und übet« rrcgten allgemeine Bewun- Beifall: die Slanzstülke des >onala appassionata op.57
)aseins auch begeben maa, es, rätselvolles Land. Die endia und haben zuweilen genfchaften. Der Ofen, dar )ft zupressende h°us>ur,da; heimlich ist das alles I Aber ^orene Heldin, slampst mut za und nun kampst sie m >hl dröhnenden, Mn M er Weise bewegen lagt, em -n und Regula vorbei zu
e Tür bollert und lacht wie nicht. Regulas Kampseswut i etwas anderes.
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Nachdruck verboten.
39. Fortsetzung.
schränken und sich mehr der Viehzucht zuzu- wenden. Das Mustergut Selgenhof bei Ulndj» stein und die Errichtung der Landwirtschafts- ämter haben erheblich eingewirkt. Gerade die letzten (Zähre haben gezeigt, dah der Ackerbau ün hohen Vogelsberg eine Kett« von Mihersolgen ist kaum genügt der Ertrag dem Dauer für den eigenen Tedarf. Die Regierung hatte seinerzeit die besten Absichten. alS he den Gencral-Kultur- plan durchzu ühren beabsichtigte, leider sträubten sich die Bescher dagegen. Der hohe Vogelsberg ist ui erster Linie für Weidewirtschaft und Viehzucht, daneben noch für Forstwirtschaft geeignet. 3n letzter Zeit ist wiederholt tee Rede von der Besiedelung des großen Hcrbewaldes zwischen Ridda. Steinheim und Ulfa. Dieser hat guten Lehmboden und könnte 3 bis 4 Ortschaften mit wohl 2000 Einwohnern aufnehmen. Bauern aus Hcrchenhain, Sichenhausen, Hartmannshain, Breungeshain und anderen Orten könnten hier angesiedelt werden.
Kreis Alsscld.
von Beethoven und die Thromatische Fantasie und Fuge von Bach. — Am heutigen Sonntag sind hier die Konfirmationen zu Ende gegangen; während in früheren Jahren Knaben und Mädchen getrennt am 1. Osterseiertage und am Sonntag nach Ostern konsirmiert wurden, ist jetzt eine Aenderung eingetrelcn, indem die Stadt in zwei Bezirke eingeteilt ist. Die Konfirmanden, Knaben und Mädchen des einen Bezirks, werden gemeinsam zu Ostern, die des andern Bezirks ebenso am Sonntag nach Ostern fonfirmiert. „ _ ,
n. Wölfersheim, 12. April. 9n feiner juny- ften Sitzung beschloß der Gemeinderat, die Vergütung des F e u e r w e h r k 0 m m a n - danten für Leitung einiger Mannschaftsübungen von 30 Mk. auf 50 Mk. zu erhöhen. Die bisherige Beschäftigung der Erwerbslosen wird als Pflichtarbeit, die Chaussierung des Haingrabens als Notstandsarbeit bezeichnet. Das Angebot des Elektrikers E. aus Bad-Nauheim über tiieierung von Motorpumpen zur Entfernung des Kellergrundwassers wurde berücksichtigt; E. soll zunächst zur Errichtung einer solchen Pumpe im Nathauskeller beauftragt werdet, falls h'.ekige Lieferanten wesentlich höhere Preise fordern. Die Besoldung des Kirchendieners wurde von 300 nuf 400 Mk., die des Organisten von 180 auf 250 Mk. erhöht. Der Firma Först er-Neu- b a u s zu Cid) wurde die O r g e l r e p a r a t u r zum <-oOcnDoranfd)Iag von 465 Mk. übertragen. Don b-n Anerbieten der hessischen Giro-Zentrale m Darmstadt zu einer Anleihe bei 8 Proz. Zinsen und einem Kurs von 89 wird kein Gebrauch gemacht. — Dieser Tage trat Frl. Elise Marek aus Dalberg (If)ünnaen), bisher Krankenpflegerin in Mannheim, ihren Dienst als Gemeindekrankenschwester hier an.
' Kreis Büdingen.
„Ich meine natürlich — den — den — — Vertrag --Wollen wir aber jetzt nicht gehen, Str
Sßalter9"
„Einen Moment noch, Myladyl Eine fremde Dame, sagten Sie, war es, die anrief? Ihnen so- wohl wie der Herzogin unbekannt? Ist es da nicht etwas vermessen, so ins Blaue hineinzufahren? Sie haben doch gefehen, mit welch verzweifelter Bande wir es zu tun haben!" . .
„Sie meinen, Sir Walter, man will Gloria in eine Falle locken?" . .
„Ich fürdjte--ich - -Bahr) ®race, bart
ich einen Moment das Telephon benutzen.
Ohne chre Erlaubnis ateuwarten, bemächtigte er sich des Apparates und rief das Hotel Bitz an.
„Ist Herr St.Audain aus Paris noch hier/
Als er den Bescheid erhielt, zeigte sein Gesicht - eine mehr als zweifelhafte Miene.
„Er ist gestern abgereift", sagte er. .Menn ich auch nicht glaube, daß ein Mann wie «t. Aubam dieses ganze Treiben Inszeniert, so ist doch zu be furchten daß seine Agenten nicht io skrupelhaft sind__Aber was--hm, nach Ostende, sagen
Mylady, ist die Frau Herzogin abgereift? So —? Nach Ostende — ?*
Er führte sie zum Wagen und brachte sie zum Untersuchungsgefängnis. Dort übergab er sie der Hut des Direktors und empfahl sich mit einer kurzen, beinahe formlosen Enstchuld.gung W'e eine Bombe platzte er wenige Minuten spater in das Bureau seines Onkels.
„Sir Arthur!" schrie er. „Siehaben die .-her- zoain aus London sortgelockt. Um halb elf Uhr geht von Liverpool Station der Zug nach Dover, - den bekomme ich nicht mehr. Aber das Schstf muß; 'ch noch erreichen. Bitte, veranlassen Sie sofort day m Croydon ein Flugzeug für mich bereitgestellt wird.
Sic Arthur stellte keine langen Fragen, lieh sich mit dem Flugplatz verbinden und gab die notigen Befehle.
Alsfeld, 12. April. Der Iungnativ - nate Bund, Gau Hessen und Thüringen, veran- ftaltetc in der abgelaufenen Woche eine Gau- t a g u n g , verbunden mit Märschen und Spielen. Das Gaulager befand sich auf dem Freihcrrlich Riedeselschen Schlosse zu A l t e n b u r g. Die eigentliche Gautagung fand am gestrigen Sonntag auf Schloß Altenburg statt und wurde eingeleitet durch einen Gottesdienst in der Kirche zu Altenburg. In dem städtischen Versammlungsraum des ehemaligen Mädchenschulgebäudes in Alsfeld hatten die Teilnehmer eine Ausstellung s e l b st g e f e r t i g - ter Handarbeiten veranstaltet, die in ihren sauberen Ausführungen und Mannigfaltigkeit einen recht guten Eindruck machten.
s. F l e n f u n g e n , 12. April. Eine schlichte, eindrucksvolle Abfchiedsfeier veranstaltete das Bibelheim Fle ns unger Hof am gestrigen Sonntag für feinen seitherigen Leiter, Pfarrer Dr. Eichhorn. Ansprachen hielten sowohl der Scheidende, als auch der Verwalter des Heims, Prediger Peters. Verschönt wurde die Feier durch gemeinsame Gesänge, begleitet von einem Posaunenchor, und von Gesangoorträgen eines gemischten Chors. Der Scheidende hat vor 3 Jahren, als er nach 30jähriger Tätigkeit als Seelsorger in Ansbach i. B. in den Ruhestand trat, die Leitung des hiesigen Bibelheims übernommen und bekam nun, nachdem das Heim unter feiner Leitung recht emporgeblüht war, als 71jähriger von der Pilgermifsionsanstalt St. Chrischona b. Basel, in deren Dienst er damals trat, einen anderen ehrenvollen Rus.
(=) Zeilbach, 12. April. Ein leichtsin Niger Radfahrer, der auf feiner Maschine während der Fahrt einen anderen jungen Burschen stehen hatte, juhr auf der steilen Landstraße vor Ermenrod an der sog. „Roten Weide" von hinten auf ein Fuhrwerk. Die wilden Fahrer, die tue Herrscher über das Fahrrad verloren hatten, kamen zum Sturz, wobei der eine erhebliche Hautabschürfungen im Gesicht Und an den Händen davontrug, während der andere einen Schlussel- beinbruch erlitt und dem Alsfelder Krankenhaus zugeführt werden mußte. Der Vorfall möge anderen leichtsinnigen Leuten eine Warnung fein.
zu Fulda, Alsfeld, auf dem Englischen Institut tn Fulda und dem Oberlyzeum in Kassel fort. Für das neue Schuljahr liegen bereits über 20 Anmettmngen vor. In anerkennenswerter Weise wird der Spar- sinn an der Schule gepflegt. Das Konto der Schulsparkasse wies am Schluß des «chul- jahres 3670 Mark aus. Eine recht ansehnliche «chul- Qruppe de« Vereins für das Deutschtum im Auslande besteht an der Anstalt und cm faltet eine rege Tätigkeit. 76 Realschüler und 6 Doiksschüler gehören der Ortsgruppe an. Für unser abgelegenes Schiit jerlanb ist die Realschule eine dringende Notwendigkeit, das beweist am besten der zunehmende Besuch der Anstatt. ,r _ , .
Land en Hausen. 12. April. Durch einen Handwerksburschen, der sich in der ihm nls Schlafraum zugewieienen Kammer ein Feuer angezündet hatte, kam in einem der ®e* meinte gehörigen Hause in ter Rächt ein D r and zum Ausbruch, durch den daS Gebäude wesentliche Deschäd gingen erlitt. Die Feuerwehr war bald zur Stelle und verhinderte ein weiteres Umsichgreifen des Feuers. Der Handwerksbursche hatte sich rechtzeitig auS dem Staube gemacht.
Sie beherbergte nicht weniger als 75 junge Wan- 1 Derer, die hauptsächlich aus Frankfurt a. M. und Offenbach kamen und dem Vogelsberg einen Besuch abftatien wollten. Der Vorstand des Zweigaus- schusies Main-Lahn-Fulda vom Reichsverband deutscher Jugendherbergen stellte gelegentlich einer in diesen Tagen oorgenommenen Besichtigung der Herberge eine Unterstützung in Aussicht, die in erster Lime der Derbesierung der Inneneinrichtung dienen soll. Ein Mangel besteht darin, daß keine Möglich- kett für gleichzeitige Unterbringung von Wanderern beider Geschlechter besteht. — Das am Sonntag» nachmittag im Saale des Bergwirtthauses stattge- funbene Militärtonzert, ausgeführt vorn Musikkorps des 1. (Hessischen) Grenabierbataillons des 15. Infanterie-Regis. Gießen unter Leitung des Obermusikmeifters Läber, war für unser Städtchen ein musikalisches Ereignis ersten Ranges, gc- schieht e«' doch nicht allzuoft, daß das Ohr des Landbewohners solche Klänge vernimmt. In Anbetracht der knappen GeldverhalMisse war das Kon- zert nicht schlecht besucht. Wir hoffen, daß uns das Musikkorps des 15. Jnf.-Regts. noch öfter Gelegen- heit gibt, seinen Klängen zu lauschen.
Burkhards, N. Apr.l. Gegen dos Arte l des Provinzialausschusses über dte hiesige Bürgermei st erwähl war von seit'.n der Partei des seitherigen Bürgermeisters Kneipp Berufung bei tem Dntwaltungsgertchtshof in Darmstadt eingelegt worden Die B:rufung stand am 10. d. M. zur Verhandlung. Aach einaehender Beratung tourte die Berufung verworfen, so daß das Urteil des Provinzial- auSschusses zu Recht besteht. Somit ist nun W'lhelm Kunkel II. endgültig als Bürgermeister gewählt. „ m ... .
* Eichelsdorf, 12.April. Nachdem sich der Ortsvorstand unseres Dorfes und die Förster des Forftamts Eichelsdorf in besonderen «eiern von Forstmeister Bechtel verabschiedet hallen, veran- ftaltclc der Kriegeroerein zu Ehren seines von hier scheidenden Mitgliedes einen Fackelzug, und der Gesangverein und der Musik Der - ein brachten ein Ständchen. Wie alle Bevolke- rungskreise unseres Dorfes den Weggang dieses verdienten Forstmannes bedauern, so empfinden die musikalisch interessierten Dorfbewohner das Scheiden der musikalisch feingebildeten Frau Forstmeister Bechtel, die einen auf sehr achtbarer künstlerischer Höhe stehenden Frauenchor leitete, als einen fchwe- ren Verlust. — In der 1924 und 1925 gepflanzten Kirschbaumanlage am Stierberg legte dieser Tage Obstbauinspektor Wiesner aus Gießen im Auftrage des Landwirtschaftskammerausfchusses für Oberhessen durch Veredelung einen Sortimentsgarten an. Unter 14 Sorten sollen hier die für den Vogelsberg geeignetsten ausgewählt werden, um bei den am Südhang des Gebirgs geplanten Kirschbaumanlagen Fehlgriffe in der Sortenauswahl vermeiden zu können. Man gedenkt dis in der Kir- schenpflanzung bei Eichelsdorf (200 Meter Meeres- höhe) ausgewählten Sorten bis in der Höhenlage von 400 Meter (Kaulftoß) anzupflanzen. — Anfang Mai soll hier als Fortsetzung des im vorigen Herbst hier uernnftaheten Obstbaumpflegekursus em Pf ropf kursus abgehalten werden, an dem außer jungen Leuten aus unserem Dorf auch solche aus Ober-Schmitten und Rainrod teilnehmen können.
Starkenburg.
* Darmstadt, 12. Apr.l. Das städtische Museum, das In einem der Stadt vermachten Privathause in ter Rühe des Marktes unter- gebracht ist. wurde einer Neuordnung unterzogen, so daß die Räume einen völlig veränderten Eindruck machen. Die Aeuordnung geschah nach dem Gesichtspunlt. das Typische und Charakteristische stärker hervortreten zu lassen und eine verwirrende Aeberfülle der Schauobjekte zu vermeiden. Zu diesem an sich richtigen Verfahren zwingen auch die Raumverhältnisse. Aus ter älteren Geschichte ter Stadt ist nur sehr wenig vorhanden; am reichlichsten vertreten sind daS Ende teS 18. und der Beginn des 19. Jahrhunderts. Sn dem obersten Stockwerk des Gebäudes ist daS Oden- wald-Museum untergcbracht, ein vorbildliches Heimatmuseum, das Odenwälder Trachten Dolnungseinrichtungen. Handwerksgerate usw. in sich birgt und vieles aus dem Leben der Odenwaldbcvölkerung. was jetzt schon verschwunden ist. ter Rachtoelt ausbewahrt.
Rheinhessen.
-«-Jugenheim, 12. April. Dor einigen Tagen begab sich der hier stationierte Zugführer der Selz- talbahn, R e g n i tz , mit dem Fahrrad nach Bubenheim, um Frühkartoffeln einzukaufen. Arn andern Morgen fand man seine Leiche mit zertrümmertem Schädel und anderen schweren Schlagverletzungen am Straßenrand, eine halbe Stunde von unserem Dorfe entfernt. Uhr und Barschaft fehlten. Das Fahrrad lag auf der Straße. Man nimmt an, daß der gegen neun Uhr abends Heimkehrende angefallen und beraubt werden sollte sich zur Wehr setzte und dabei den tödlichen Schlag erhielt. Von den Tätern fehlt bis jetzt jede Spur.
-> Ingelheim, 12. April. Die engere und weitere Umgebung unseres Städtchens, des Zen trums des rheinhessischen Obstbaues, sieht eben in voller Baumblüte. Man sieht sich buchstäblich einem Wald von Obstbäumen gegen über, aus deren weißer und rosenroter Blütenprachl die Dörfer des Selztals herausragen. Jeder Acker ist hier in ein Baumfeld umgewandelt, und viele Weinberge im Talgrund, die oft stark unter den Eisheiligen zu leiden hatten, mußten dem Obstbaum weichen, der im allgemeinen reichere Erträge abwirft und weniger Arbeit erfordert; denn das Obst aus dieser Gegend ist von vorzüglicher Qualität und äußerst begehrt. Den Obstzüchtern ist die aur Zeit eingetretcnc starke Abkühlung recht unwillkommen, und sie erhoffen von baldiger warmer Wittening rasche Beendigung der Baumblüte.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
g Wetzlar, 12. April. Die Zahl der im Bezirke des Arbeitsnachweises Wetzlar unterstützten Erwerbslosen betrug Ende März 2276 Hauptunterstützungsempfänger, 1238 Ehefrauen und 2277 Kinder. Die Zahl der beschäftigten Notstandsarbeiter belief sich auf 725. Ende Februar wurden unterstützt: 2632 Hauptunterftüt- zungsempfänger, 1555 Ehefrauen und 2784 Kinder. Notsiandsarbeiter wurden 508 beschädigt. Die Er werbslosenziffer hat sich also verringert um: 356 Hauptunterstützungsempfänger, 317 Ehefrauen
Kreis Lauterbach.
hml. Lauterbach, 12. April. In der mit Tannen und Blumen reich geschmückten und von einer zahlreichen Gemeinde besuchten Stadtkirche fand nm gestrigen Sonntag die Konfirmation von 92 Kindern statt. 7 Kinder waren aus dem Filial Heblos.
§ Lauterbach, 12. April. Besondere Anerkennung gebührt Regierungsrat a. D. M ü h 1 i n g, der es im zahlreichen Lichtbildervorträgen hier und in der Umgebung verstanden hat, wette Bevölkerungskreise, vor allem auch die Landleutc, für den kolonialen Gedanken zu erwärmen. Wer den Redner, der aus reicher Sachkenntnis und Erfahrung heraus spricht, gehört hat, war überzeugt davon, daß wir heute mehr denn je unser Recht auf Kolonien betonen und die Rückgabe des uns tin Versailler Vertrag geraubten Besitzes fordern muffen. Negierungsrat a. D. Mühling ist selbst Koloialdeut- scher; er war Leiter der Station Ambam in Ka
Z Schlitz, 12. April. An unserer Realschule i. E., die im vergangenen Jahr auf ein 25jährigcs Bestehen als höhere Schule zurückblicken konnte, erhielten zu Ostern 11 Schüler (6 Knaben und 5 Mädchen) das Zeugnis der Reife für die Oberfekunda einer Oberrealschule. Sieben der abgegangenen Schüler setzen ihre Schulzeit auf den Oberrealschulen
„Was für eine Ueberfahrt werden wir haben, Kapitän?" _ .. ____
„Ein bißchen lebhaft. Steifer Sudost, «ir
ck. Stumpertenrod, 12. April. Eine besondere Ehrung hat man den Gefallenen und auch den ü b r ig en Kriegsteilnehmern unserer Gemeinde zuteil werden lassen. Einen Teil unseres sehr geräumigen Friedhofs hat man für sie als Ehrenfriedhof bestimmt und mit Tannen- bäumchen eingefaßt. An dem einen Ende erheben sich die 18 Gedenksteine für die im Weltkrieg gefallenen und die 4 für die während des Krieges in der Heimat verstorbenen Kriegsteilnehmer. Auch für die ersteren hat man vor ihren Gedenksteinen kleine Grabhügel angelegt, damit ihre Angehörigen ein Plätzchen haben, das sie im stillen Gedenken an ihre Sieben, die in fremder Erde ruhen, mit Blumen schmücken können. Inmitten der 22 Gedenksteine erhebt sich eine etwa 3 Meter hohe achteckige Steinsäule, gekrönt mit dem Eisernen .Kreuz als Denkmal für die Gefallenen. Alle Kriegsteilnehmer unserer Gemeinde finden auf diesem Ehrenfriedhof ihre einstige Ruhestätte als eine besondere Ehrung und Anerkennung für das, was sie einst in schwerer Zeit für die Heimat und Vaterland getan haben.
—.— Vom Vogelsberg. 12. April. Es sind rund 30 Jahre her, seit durch die Hut- Weidenmelioration der Ausstieg der Viehzucht im Vogelsberg seinen Anfang nahm. Es hielt anfangs schwer, die Landwirte dazu zu bringen, den Ackerbaubetrieb einzu-
„Jn einer halben Stunde wird ein Flugzeug fahrtbereit fein, sagte er dann.
Sir Walter Halle inzwischen von einem anderen Apparat aus seinen Diener verständigt, den Koffer, den er für solche Eventualitäten wie fetzt immer fix und fertig gepackt hatte, bereitzuhalten.
' „Sir Arthur, geben Sie mir zwei, drei Blanko- Verhaftungsbefehle ! Ich will gleich an Ort und Stelle reinen Tisch machen."
Fünf Minuten später raste er unbekümmert um die entsetzten Gesichter der Policemen auf den Straßen nach dem Flugplatz. Hier stand schon em Apparat vor dem Hangar, und gerade warf em Mechaniker den Motor an--
Mit sehr gemischten Gefühlen trat Sir Walter auf den Aeroplan zu. Beäugte das kleine, zierliche Ding, dem er sich anvertrauen sollte, kritisch von allen Seiten. Der Pilot, braun gebrannt, blauäugig, lachte ihn vergnügt an.
„Sie haben leicht lachen, verdammt!" knurrte Sir" Watter. „Ich mache Sie aufmerksam: Die Fahrt geht im Dienste Seiner Majestät, und wenn Sie mich nicht heil und sicher vor dem Schift m Dover absetzen, wird man Sie auf Lebenszeit im Tower einsperren!"
Fünfviertel Stunden später war er in Dover. Es war verhältnismäßig gut gegangen. Der Magen harte zwar hier und da schwache Versuche zur Re- beUion gezeigt, wenn der Apparat in den Böen gar zu lebhaft hin und her schaukelte. Aber herzhastes Schluck n aus der Kognakflasche und ebenso herzhaftes Fluchen hatte die Gefahr immer rechtzeitig beschworen. Doch als sie an .d'e See herankamen und Sir Walter von seiner Z)ohe herab die weißen Wogenkämme sah, die gegen die Reifen anroUten, begann er bereits trübe Ahnungen für ble lieber- fahrt zu hegen. Schön war zwar das Wetter, warm und sonnenklar, aber der verfluchte Kanalwmd war gerade heute sehr geschäftig. mi| .
Ziemlich steifer Südost", fchnappte ter Plot über die Schulter nach seinem Fahrgast zurück. Kommt von Biscaya herauf."
Sir Walter knurrte etwas furchtbar Gotteslästerliches und leerte die Flasche des Trostes.
Als er an Bord des Schiffes tarn, stellte er sich dem Kapitän vor und richtete an ihn die Frage.
Id. Nidda, 12. April. Die ungeheure Nachfrage nach jungen Gänschen hat den Preis für eben ausgeschlüpfte Tierchen von 1 Mark auf 1,50 Mark hinaufgetrieben. Täglich sieht man Scharen von Vogelsberger Frauen die Dörfer der U ngegend durchwandern und Gänschen suchen, die vielfach, entgegen dem Brauch früherer Jahre, von den Züchtern behalten werden, um die allzu billigen Kartoffeln und die unverkäufliche Frucht in der Gänseaufzucht nutzbringend verwerten zu können. — In den Tagen nach Ostern sah man die Konfirmanden vieler Dörfer des Vogelsbergs unseren Bahnhof passieren und Frankfurt, Homburg, Bad-Nauheim zustreben, um noch einmal, bevor sie in die Arbeit des Alltags treten und vielleicht später kaum noch Gelegenheit haben, einen größeren Ausflug zu unternehmen, im Kreise der Kameraden ein Stück der weiteren Heimat kennenzulernen.
Kreis Scholten.
. Schotten, 12. Aprtt. Am Frettag- abend fand hier im „Hessischen Haus" eine öffentliche Dersammluna der Evantzelischen Volksgemeinschaft statt. Zunächst sprach Apotheker V e e s e n m e y e r - Gedern über das Thema: „Warum bedürfen wir der Evangelischen Dollsgemeinschast?" 3m Anschluß hieran sprach Pfarrer V) e i d n e r--Ober-Lais über den Stand der neuen Bewegung in Hessen und im Reich. O[n ö[e Ausführungen des Redners schloß sich eine lebhafte Aussprache. 3n einer nachmittags stattaehabten Sitzung tourte folgender -Kreis- vorstand für den Kreis Schotten gebildet 1 Dors.: Derwaltungsinfpektor Mutter- Schotten, 2. Dors.: Landwirt Kohler- 'Dingershausen, Schriftführer: Apotheker De e - s e n m e h e r - Getern, Lokomotivführer R u st e - 0 erg - Gedern. Werkmeister R a u - Eichelsdorf, Tiirgermciftcr Weber. Eschenrod und Landwirt E m r i ch - Ober-Lais als Beisitzer.
— = Gedern, 12. April. Durch das sog. bibbern soll seitens der hiesigen Fürstl. Stolber- qiidien Verwaltung ein neuer Z u f ahrts w e g geschaffen werden, um die Holzabfuhr aus den umqebenben Waldungen zu erleichtern. Es ist erforderlich, daß die Gemeinde ein kleineres Gelände zur '.Verfügung stellt, da der geplante Weg teilweise über Gemeindegelände führt. Sie wird dafür seitens der Fürst!. Verwaltung durch Gelände an der Ober- jeemer Straße entschädigt. Dadurch wird ihr die Möglichkeit gegeben, die gefährliche Ecke am Haus durch Verbreiterung der Straße zu beteiligen und so ein lästiges Verkehrshindernis aus ter Welt zu schaffen, was von allen Fuhrleuten, Besitzern von Kraftfahrzeugen ufro. begrüßt werden durfte.— Die hiesige Juaendherberge hatte m der Osterwoche einen sehr starken Zuspruch aufzuweisen. Die tolle Herzogin.
Roman von Ernst Klein.
Copyright by Carl Duncker, Verlag, Berlin.
Walter." ,, , .
„Mir scheint, das habe ich schon einmal gehört. Wenn Sie nichts Gescheiteres wissen, Herr Ka- pttän--" . , .
Gloria kam an Bord und liefe sich eine Deck- kabine anweisen. Sie war müde und abaehe^t. Schon am frühen Morgen hatte die Jagd für he begonnen. Das Billet, den Pofe, die Bank. — Das alles mußte sie zwischen neun und zehn Uhr erledigen. Sie kam gar nicht erst nach Hause ^rück. sondern fuhr direkt zur Bahn, wohin ihr Mutter Anne ihren Koffer brachte. Mit Mühe und Not bekam sie im Pullmann car noch einen Platz--
Dann war sie endlich auf tem Schiff. Flüchtete sich sofort in ihre Kabine, denn der Trubel der Reisenden machte sie nervös. Kopf und Augen schmerzten sie. In den Schläfen hämmerte emo rasende Migräne--
Sie hatte noch keine Zeit gehabt, sich die Sachlage ruhig zu überdenken. Und nun, da sie stch mit tiefem Seufzer auf das kleine Kanapee ihrer Kaiute sinken ließ, war ihr erster Gedanke — der Vater. Ihm hatte sie nicht einmal Adieu gesagt, geichweige denn eine Erklärung ihrer plötzlichen Abreife gegeben. 2luf Grace war kein Verlaß---- 3m
Gegenteil--sie konnte alles verraten! Harald!
Grace würde ihm ja die Wahrheit sagen! Er wurde warten! In ein, zwei Tagen war sie ,a wieder zurück. Dann war er frei. Es war beinahe em Glück, daß er sie deckte — so lange wenigstens, bis sie die Papiere beschafft hatte — — Dann — Nein — nicht daran denken! Ihr Junge —.
Nein--nein!
Wie eng war die Kabine! Wie drückend die Lust! Sie trat auf das Deck.
Das Boot schob sich gerate aus dem kleinen Hafen hinaus in die freie See. Die packte es^sofort mit ihren weife und wild dahinstürmenden Wellen. Riß es hinauf und hinunter — das kleine Schiff begann zu stampfen und zu rollen auf eine Art. die mchts Gutes verhieß für den weiteren Verlauf der Fahrt. Das Deck, das im Hafen noch mit lacyen- den, lärmenden Paffagieren überfüllt war, begann fick, fckmell zu feeren — nur die See- und Wetter.
festen blieben. Sie suchten sich windsichere Plätzchen, hüllten sich Beine und Magen in ihre Plaids und taten sehr stolz und selbstverständlich. Wenn einmal eine übermütige See bis aufs Promenadendeck klatschte, funkelnden Sprühregen um sich verbreitend, lachte man und sagte: „Herrlich! Doch auch der See und Wetterfesten wurden mit der Zeit weniger und weniger. Es war „a hell 01 a passage“, wie der Obersteward sagte. Bei einigermaßen starkem Winde ist der Kanal ein verfluchtes Master.
Gloria lehnte vorne an der Reelina und liefe sich den starken Hauch des Meeres in Die Luoaen blasen. Seit Jahren war sie zum erstenmal wieder auf der See — weit öffnete sich ihr die Brust und das Herz. Ihre Nerven wurden um so ruhiger, ,e wilder die Wogen gingen--- —
Rückwärts versanken die Felsen Dovers. Nicht weit hinter der Küste lag Burnharn Tower---!
Ob sie es bald Wiedersehen würde---?
Sie begann zu spekulieren. Die Gedanken zu ordnen. Vielleicht hatte Gracö wirklich recht, vielleicht fand sie milde Richter! Sie würde kämpfen! Würde chr menschliches Recht verteidigen! War dieser Las Valdas nicht em Mensch gewesen, der den Tod verdiente--! Mußte sie nicht schießen
— um die Ehre ihrer Familie — — nein, ihre eigene Frauenehre zu verteidigen? Ihre Frauen- wurde mußte sie gegen das Gesetz stellen! Wo fand sich in England ein Mann, der sie zu verdammen wagen wurde--! Ja — sie würde sie erzählen —
diese letzte furchtbare Szene! Jäh zuckte sie vor ihr auf__; Sie sah ihn vor der Ottomane stehen,
sah seine gemeine, brutale Handbewegung — ah — sie würde nochmals schießen--!
Mählich wuchte die französische Küste empor. Näher und näher kam die Stunde, die ihr die Papiere zurückbringen sollte —. Wer war es, der sie hatte? Die Frauenstimme hatte weich geklungen. Melodie war in ihr gewesen--
Ungeduld wallte in Gloria empor. Mit einem Male wollte sie alles hinter sich wissen. Wollte die Briese, den Vertrag haben. Dann Harald--zum
Schluß das Gericht! 9tur zu Ende kommen —■* zu Ende? .
(Fortsetzung folgt.)


