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gleichmäßige Körperauöbildung der größte Wert unter allen Leibesübungen beigemessen.

Der gezeigte Llebungsstosf gliederte sich in zwei Gruppen. Der erste Teil, die körperbildende

Jugendlichen 75.

. Boin Vogelsberg, 12. 9an. 30 sind verflossen, feit die Kulrurbaubehorbe

dieser Umflartb zu zunächst nicht sichtbaren Der- unstaltungen des menschlichen Körpers, trifft er mit besonders ungünstig gelagerten Q5er kniffen zusammen, so ist dann in den meisten Fällen mir Krankheit und Siechtum zu rechnen. Bei den dies verhütenden Klebungen ist ein besonderes Augenmerk auf eine gleichmäßige Ausbildung deS ganzen Körpers zu legen, wöbet die Tätig- keit der wichtigsten inneren Organe. Herz und Lunge, nicht übersehen werden darf. In der neueren Zeit wird der Leichtathletik für eine

Gymnastik, die aus den oben angeführten Dor- aussehungen beruht, war in drcr -Untergruppen geteilt: 1. in geschmeidigmachende und Dehnungo Übungen, 2. in kraftgebende Klebungen, 3. in Ge° schicklichkcitsübungen. Diese Llebungsarten, ener­gisch durchgeübt, stellen an einen unausgebildeten Körper bereits hohe Anforderungen, und zwar solange, bis eine gewisse Ausgeglichenheit in der Gesamtmuslulatur einqetreten ist. Die zweite Gruppe umfaßt bereits BorbereitungDübungen für die einzelnen Sportarten. Diese Hebungen sollen die Körperteile und Musketgrttppen, welche von den einzelnen Sportarten besonders benötigt werden, geschickt und fpannträstig machen.

Sollen diese Lehrstunden einen bleibenden Wert behalten, so müssen die gelehrten Hebungs­arten in den D:reinsiibungsstunden während deS Winterhalbjahres fleißig geübt werden. Vorbe­dingung ist allerdings, daß zunächst die körper­bildende Gymnastik besonders gepflegt wird, um zunächst die durch die Berufsarbeit sich gebildeten Ungleichheiten der Muskulatur auszugleichen.

Mit großem Interesse, wenn zum Schlüsse auch sichtbar ermüdet, folgten die Teilnehmer

.tzreis Alsfeld.

Nieder-Ge münden, 12. Jan.

Wirtschaft.

Von den deutschen Schlachtvieh- Märkten.

An den Dchlachtviehmärkten der vorigen Woche war der QUarftoertauf bei Rindern, Käl-

Turnen, Sport und Spiel.

Eine Sportler-Lehrstunde veranstaltete am Sonntag vormittag der 3. Be - zirödes Arbeiter-Turn- und Spor 1- b u n d e s in der Turnhalle der Stadtknabenschule in Gießen. Die Veranstaltung, welche die erste dieser Art in diesem Winterhalbjahr war, hatte einen guten Besuch aufzuweisen und stand unter der sachkundigen Leitung .des Bezirkssportwarts Mandler- Heuchelheim. Der Grundgedanke vor die Tatsache, daß sich bei jedem Menschen, besonders bei ben beruflich tätigen, solange sie keine systematische Gymnastik betreiben, eine ein­seitige Körper bildung bemerkbar macht. Die Be° 'rufdarbeit bedingt eine einseitige Lleboranstten- gung oder Verweichlichung bestimmter Muskel- gruppen, je nachdem werden diese entweder zu lang oder zu kurz. Sn den meisten Fällen führt

Grünlandgewinnung b^ro. Hutweiden- Melioration systematisch in Angriff genom­men hat. 1896 war es, als beschlossen wurde, unge­fähr 2000 Hektar Oedland und Wüstungen der Dieb zücht nu^bar zu machen. Das Gelände lag haupt­sächlich in den böchstgelegenen Ortschaften der Kreise Schotten und Lauterbach. Es bildete eine fümmrt licht Weide, war mit Dornengestrüpp bewachsen und mit Dalaltblöcken lind Ameisenhaufen bedeckt. Im ganzen sind bis jetzt über 1100 Hektar melio­riert worden. Der größte Teil wurde als Wiesen und 'Weiden, das übrige zu Ackerland angelegt. Das Gelände wurde zuerst eingeebnet, die Wundstellen mii Klee- und Grasmischung eingesät und schließ- lich die ganze Fläche mit Kali, Kolk und Thmnas- mehl gedüngt. Die Viehzucht ist seitdem produktiver geworden, Fleisch- und Milchertrag haben in den betreffenden Gemeinden bedeutend angenommen. Der hessische etaat und die interessierten Gemeinden tragen die Posten der Oedlandverbesserung zu je 50 Prozent. So wurden in den legten Jahren Ver- bcsserungsanlagen ausgeführt in den Dörfern Crain­feld. Grebenhain, Engelrod und Ilbeshausen im Kreise V a u t e r b n cf); Ober-Seemen, Burkhards, Kaulstos; und Michelbach im Kreise Schatten; Brauerschwend im Kreise Alsfeld.

. 12. 3(in. Aus her tssitzung ist folgen meister Falk eröffnete )tete zunächst die neu­nter. @r richtete an M ic Bitte, bei jeder Den inte&oft im Auge zu lutyefäieben aus der itj, 3. Dei-raui , tz. (ßöcfner ifftb tttb: St W. W l, H2Ä.THi>nges. äh. Balzer. Ein An- i Wohnung Myte zu- me Dvhmmgen vorhan-

Schulvorstandes: chvealer, D. Dal- Stetnhauerl. An- rtere: Die Anstellung den DedinMgen, unter 'lgensoll.Dersch'^ -en bett. Ackerpacht 1925 rh die Pacht für du vor chteten Smeindegrund. itncfetit lvick b Friedberg, 12. M :u des Dandervo- bmd wurde am Mio

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KretSamt vvvgefchlaaen würben, angenommen. Die Reuwahl des Bürgermeisters wird am 31. Januar stattfinden. Als Kandi­daten sind vorgeschlagen von den Sozialdemokrat tat dec neugewühlte Beigeordnete Gg. H i l d - ner. 3n der Dürgervereinssttzung wurde Fa­brikant Müller-Thüring als Kandidat aufgefteHt. Wie man weiter spricht, wird sich auch Rechtsanwalt Koch aufstellen lassen

Ortenberg, 12. Ian. Einen wohlge lungenen Unterhaltungsabend veranstaltete am Sonntag der GesangvereinF r o h s i n n" im oollbesetzten Mauergarlensaal. Nach einem Begrü­ßungswort des Dirigenten, Lehrer Roß, wechselten sehr schöne Chöre mit Konzertstücken der Hanauer Musiker, hübschen Liedszenen und zwei größeren Theaterstücken ab. Der Höhepunkt des Abends war die Eyrung verdienter Vereinsmit­glieder. Cs erhielten die Ehrenurkunde für "«jährige Wirksamkeit im Verein Jakob Streu- b c r, Lehrer Köhler (Ehrenbirigcnl), W. P f e i f - f c r l. (Ehrenpräsident», Gg. K. Pfeiffer, Friedr. v i c i r f e r II., Fr. B a u f r IV. und Th. Bauer, die Ehrenurkunde für 25jährige Tätigkeit im Verein Friedrich Becker. Kari Schernber IV.. Karl -feiner II., Georg /ffiiesner 1., Friedrich 5 t r e u bet L, Karl Ernrich und Christian W e n- > c I (legterer auch anläßlich seines 50jährigen Dienst- bili ums). .?cn Dank der Geehrten brachte Lehrer u I) I c r zum Ausdruck, dabei ans Grund seiner iayr,el)ntelangen Leitung des Chors einen sehr in ter off (inten Rückblick auf die Geschichte des Bersins werfend.

'! Echzell. 12. Ian. Am Sonntag fand hier auf Grund eines Kreisausschußurteils dzw. Provin- zialausschußbefchlusses die Nachwahl hinsichtlich der Gemeinderats-, Kreistags- und Prooinzialtags- miiglieber statt. Bei der .K r e i s t a g s w a h l er­hielten die Sozialdemokraten 46 Stimmen mehr, während die Demokraten 16 verloren. Der Land­bund und die Deutschnationale Volkspartei erhielten sogar 82 Stimmen mehr. Trotz des geänderten Ab­stimmungsergebnisses ändert sich an der bereits fest­gesetzten Mitgliederzabl des Kreistags nichts. Wie­derum waren 103 ungültige Stimmen dabei.

Berstadt, 12. Ian. In der WirtschaftZur Neichskrone" fand eine stark besuchte Versamm­lung des L a n d b u n d e s statt, in der Land- tagsabgeordneter Dr. L e u ch t g e n s über die Steuerlast der Landwirtschaft" sprach. Er wies auf das Millionenbeftzit des hessischen Staatshaus­haltes hin. Statt zn sparen, seien viele neue Aem- ter und Beamtenstellen geschafsen worden. Die ein­zige Rettung erblickt er in radikalem Abbau mög­lichst vieler Stellen. In diesem Zusammenhang wies er besonders auf die Schule hin. Während die Schülerzahl etwa um ein Drittel der Vorkriegssahre gesunken fei, fei die Zahl der Lehrerftellen fast die gleiche geblieben. Auch den Ausbau der Technischen Hochschule in Darmstadt kritisierte er, Hessen brauche nicht zwei Universitäten. Abg. 'Wolf unterstrich noch manche Ausführungen des Vorredners und wandte sich besonders gegen die Neueinführung des hauswirtfchaftlichen Unterrichts an der Mädchen- fvrtbildungsschule, wie sie an Ostern 1926 ge­plant sei.

Kreis Schotten.

II Laubach, 12. Ian. Sonntag abend bot im großen toanl desSolmser Hofes" der hiesige Zweig­verein des VogelsbergerHohenclubs, ge­meinsam mit dem hiesigen Stenographen- Verein, seinen Mitgliedern einen Unterhaltungs­abend, der in allen seinen Teilen zur vollkommenen Befriedigung der Teilnehmer ausfiel. Auch Nicht­mitglieder fanden Zutritt. Der geräumige Saal war bis auf den letzten Platz besetzt. Zur Aufführung kam das LustspielM o n f t e ii r Herkules^ von Georg Belly, jedoch in neuer Form. Es war von Bernhard Grafen zu Solms-Laubach in eine dreiaktige Operette mit modernen Schlagern nmgearbeitet. Diese schwierige Aufgabe war mit eindringlicher Gestaltungskraft gelöst worden. Alle Miispielenden boten Leistungen, die durchweg sich zu künstlerischer Höhe erhoben. Die Aufführung hatte dankbare und beifallsfreudige Zuhörer. Nach Beendigung der Operette fand gesellige Unterhal­tung und Tanz statt.

lg. Gedern, 12. Ian. Unter der Leitung des 1. Vorsitzenden, Apotheker Veesenmeyer, hielt der hiesige Z w e i g v e r e i n des V. H. C. seine Iahrsversammlung ab. In seinem Iahresrückblick konnte der Vorsitzende über eine rege und erfolg-

Gießener Konzertverein.

Zweites Symphoniekonzert.

Mit der geistesgeschichtlichen Wendung um Vie Mitte des 18. Jahrhunderts hebt auch für Vie Musik ein neues Zeitalter an. Das Grund­prinzip der Polyphonie, die in Bach ihre höchste Verkörperung sah, war die völlige Gleichberechti- gung aller Stimmen; alle müßten daher am melodischen Gestalten Anteil haben, darum auch den gleichen Inhalt verkörpern, und so konnte wohl oder Übel die Melodie als solche sich nicht in ifjrer Eigenart entfalten. Wohl zeigt sich auch bei Bach In feinen instrumentalen Werken schon hier und La ein Zurücktreten des Polypho­nen zu Gunsten der herrschenden Melodie, aber zur Entfaltung als solche füllte sie erst in der Folgezeit gelangen. Das Hervortreten der Me­lodie ist aber gleichzeitig an die Entwicklung der Harmonie gebunden, von der sie flächig ge­tragen erscheint. Losgelöst von allen Verhäkelun- flen und Durchflechtungen des Polyphonen konnte die Melodie sich nun frei in ihrer Ausdrucks­kraft zeigen und wurde zur Herrfcherin über die Harmonie, die Form und über die Farbe (Instrumentation). Durch die gestaltende Kraft des Motivischen in seinem Ablauf gewann sie an Gliederung und somit an Llebersichtlichkeit und Verständlichkeit, und erst durch die Weiter­bildung des Melodisch-Harmonischen wurde die Musik dem wetteren Hörerkreis zugänglich. In der Ausdruckskraft des Melodischen ist aber auch daL Verlangen nach dem Gegensätzlichen gegeben, und die Gegenüberstellung solcher gegensätzlichen Themen führte zur Ausbildung der Sonatenform; die durch gegenseitig zeugende Beeinflussung der beiden Themen zu einem Organismus wurde und bis in die Gegenwart hinein Im Verfolg des in ihr ruhenden und treibenden dualistischen Prin- zips zu den größten symphonischen Kolossen aus­wachsen konnte.

Ihre Formung fand die Sonate bzw. die Symphonie in Mannheim durch Johann Sla° nritz derart, daß diese Form maßgebend für alle Länder wurde. Wo Stamitz seine Ausbildung genossen hatte, ob in Wien oder Italien, war oisher nicht feststellbar, wohl aber wirkte sich bei ihm die böhmische Herkunft aus (Stam'.tz-Stein- metz), wie überhaupt Oesterreich von dieser Zeit an Mitteldeutschland als Geburtsland der Mu­siker ablvste. Gewiß hakten sowohl die Elemente

den einzelnen Arten des gezeigten Llebungsstoffes. Da eine planmäßige Fortsetzung dieser Lehrstun­den vorgesehen ist, muß auf einen regelmäßigen Besuch derselben großer Wert gelegt werden, um einen Stamm richtig durchgebildeter Leicht­athleten heranzuziehen. Für die nächste Llebungs- stunde ist die Heranziehung eines Arztes ge­plant. dessen Beratung für die Auswahl des zu treibenden Sportzweiges von allergrößter Be­deutung ist. £

Der Saalsport im Hessischen Radfahrerbund."

sch. Einer der alten und verdienten Pioniere um den Radsport, die Radfahrer-Ver­einigung 1 8 9 2 9 0 Bad-Rauheim, hielt am Samstag tm Saale des Sprudel-Hotels Bad- Aauheim ihr Saalsportfest ab. Zum ersten Male trat der Verein, der die ganzen Jahre her auf Tourenrädern diesen Sportzweig pflegte und dabei recht erstaunliche Leistungen zutage brachte, mit seinen acht neuen Dürkopp-Soal- Maschinen an die Oeffentlichken. Die Leistun­gen in den einzelnen Reigendarbielungen, sowohl im Achter- und Iugendreigen, als auch im Sechser-Kun st reigen waren vorzüglich. Ilkan sah. daß der Saalfahrwart Gg. Bellin­ger tüchtige Arbeit geleistet hat» aber auch, daß ein ehrlicher und echter Sportgeist die Mann­schaft beseelt. Die Jugend bot ebenfalls Vor­zügliches und berechtigt zu den besten Hoffnungen. Alles in allem gab der Abend, der sportlich durch ein Komisches Fahren" abgeschlvssen wurde, ein sehr gutes Bild vom Stand des Saalsportes in Dad-Rauheim.

Am kommenden Samstag folgt der R. C. Edelweih"- Rieder-Wöllstadt, am 24. dS. Mts. schließt sich derFlvttwea"- Steinfurth an. Die Steinfuriher sind schon seit Jahren emsig bei der Arbeit und haben jederzeit Rauheim die Spitze bieten können und diese bezwungen. Auch sie bekamen im vorigen Jahre 8 Saalmaschinen, was den Sport ganz be­deutend gehoben hat. Unter der Leitung ihres Vorsitzenden Jean Bopp brachten sie auch dieses Jahr eine stattliche, gute und zuverlässige Mann­schaft heraus, die im Sechser-, Achter- und Da­menreigen. sowie Iugendreigen und einem ge­mischten Zwölferreigen sich zeigen wird.Frisch auf-Oppershofen undGermania"- Rockenberg brachten gelegentlich ihrer Win­terfamilienabende durch schöne Darbietungen Lieberraschungen, und die Wölfersheimer

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bm nQd) Offen nod) den Vorteil biefei, nno Sellerausbeben rnmnt, eine Arbeit, die -lach die gesunde und 'n den letzten Jahren damit ganze Straßen, mucke evangelifche } ausgebaut ist. Andru m diesem Jahre em meitert werden. Dic " kurzer Zeii für un- ien lein. - Auch im t durch Errichten neuer Mlichen Wohnungsnot icbet entstanden eben Nit besonderer Vorliebe 2 utzbacher Slraße letzten Jahre nicht wc- ichtet wurden. Sicherlich nehr, wenn es nicht an n Selbe imb seiner 8e-

löurbc ein Kleinkaliber-Schützenverein gegriinder, dem sofort eine größere Anzahl Mitglie­der beitraten. Als Schießplatz wurde ein nach Elpenrod zrl gelegenes Gelände ins Auge gefaßt.

Preußen.

,M reis Wetzlar.

d. K r o s d o r i, 12. Jan. Vor Weihnachten sind im hiesigen Wald zahlreiche Weihnachts­bäumchen gestohlen worden. Einige Personen wurden beim Diebstahl erwischt und zur Anzeige ge­bracht. Als traurige Spuren des Treibens dieser Langfinger lann man jetzt im Walde zahlreiche Baumstümpfe stehen sehen. Infolge der nassen Witterung der letzten Zeit ist am Gleiberg, in der hohen Welle nahe an der Seemühle, ein Erd­rutsch eingetrelen, wobei auch einige Obstbäume rnilgerissen mürben. Die Maul- und Klauen­seuche ist hier soweit erloschen, daß mit der bal­digen Aushebung der Sperrmaßnahmen gerechnet werden kann.

o. Wißmar, 12. Jan. Die hiesige G e n d ar­me riest ation ist mit dem 1. Januar 1926 neu besetzt worden. Die Stelle des P o l i z e i b e a m - tcn ist jetzt zur Besetzung ausgeschrieben. Beide Vorgänger in diesen Bamtensieflen sind in den Ruhestand getreten.

Aber wohl im mittelbaren Wege durch Mozart, der 1772 in Mannheim den neuen Orchester­klang zum ersten 21tale gehört hatte und nun voller Begeisterung darüber seinem "Vater schrieb: Sie glauben nicht, was eine Sinfonie mit Flauten, Oboen und (Klarinetten einen herr­lichen Effekt macht!"Ach, wenn wir dvch Glarinetti hätten!" Lind Mozart wurde von größtem Einfluß auf Haydns Schaffen, so daß sich sehr wohl das nachmozartsche Schaffen bet ihm bedeutsam abhebt.

Mozattscher Einfluß wirkt sich auch in der 0- Dur-Symphonie Nr. 2 aus, die Haydn in London unter dem Eindruck der Nachricht von Mozarts Tode geschrieben haben soll; mancherlei stilistische An­klänge an Mozartsche Werke,Don Juan",Figa­ros Hochzeit", scheinen diese Annahme zu rechtfer­tigen; auf jeden Fall zeigt das Werk die starke Stil­verwandtschaft der beiden Großen. Eigenartig ist Haydns starke Vorliebe für das eingängig. Melo­dische; die Einfachheit, die Freude an der reinen Melodie, die Klarheit in der Struktur der Durchfüh­rung. Das Ülndante erhebt sich in seinem Mittelsatz zu einer Hohe der Leidenschaft, wie man sie bei Haydn kaum zu erwarten glaubt, und in der Wie- dcryolung des ersten Themas zu einer Feinheit der Farbe in den Holzbläserfermatenstellen, die an die Ronrantik gemahnt. Der Menuettsatz zeigte sich mit einer gewissen Würde und einem feinen Humor (die überraschenden Triller nach der Generalpause). Das Finale beginnt mit einem Thema, das der kroatischen Volksmusik entstammt, zunächst solo gegen einen Orgelpunkl der Hörner und Celli, ihm fieUt sich ein mehr gehaltenes zweites Thema enb gegen; bunt folgen die Bilder, das Wehmütige mit dem Heimatlichen im Wechsel. Unter den zwölf Lon­doner Symphonien, die den Symphoniker Haydn in der hödpten Reife zeigen, vielleicht das schönste Werk

Lind dazu Beethovens Erstlingswerk auf dem Gebiete der Symphonie. Durchaus als Sympho­niker ein S«üler Haydns, spricht er doch schon seine eigene Sprach- Dort die reine Freude am Melodisch:» im Tbema, hier etwas, was auf die gespannte Energie hindeutet, die ryhthmcsch-n Atzente, Architektur. Schon der erste Akkord nicht C-Dur -- sondern der Dominantsepl- akkord^von F-Sur. in unserem atonalen Zeit­alter kaum auffallend, aber f-inerzeit von Kühn­heit z:ugend. Das rhythmisch gespannte Höhen- pmtttthema des ersten Satzes, das Sieghafte am Schluß desselben. Das Andante mit dem

der italienischen Sinsonia wie der sranzösischen Ouvertürenform mitgeftaltend gewttkt, aber der Abschluß des gruudtegenden Formungsprozesses ist Stamitz' Verdienst in seiner Mannheimer Wirksamkeit und in der Auswirkung bei seinen Mitarbeitern und Rachsolgern, und noch in spä­teren Jahren zeigt sich die befruchtende Rückwir­kung auf die Wiener Schule.

Die Ausdruckskraft des Melodischen (be­sonders auch in der Mannigfaltigkeit des Dyna­mischen) muhte von der bisherigen instrumen­talen Praxis fortführen. Das Cembalo Formte den melodischen Anforderungen im neuen Siime nicht mehr genügen, es wurde ausgeschaltet. Die Aus­gabe des Cembalos, die Füllung der Harmonie wurde den Diäserstimmen übertragen, in erster Linie den Hörnern, die sich dem Klange des Streichkörpers anschmiegten, und den Trompeteir. Die Kunst des hohenClarinblasens", die bei Vach als typisch-deutsche Kunst in höchster Voll­endung ihre Anwendung sand, verschwand; die Trompete wurde nun in ihren tieferen Lagen in fanfarenartigen Figuren aus genützt. Obwohl Hör­ner und Trompeten, damals noch ohne Denttle, in ihrer Tonzahl beschränkt waren, liehen sie sich mit in den Klangkörper der Werke einfügen, da das Harmonisch-Melodische die einfachsten Grund­akkorde bevorzugte, im Gegensatz zur vorher- gegangenen Polyphonie.

Immer mehr lernte man die Beziehungen zwischen Melodie und dem instrumentalen Trä­ger werten und kam so zu einer weit ausgie­bigeren Ausnützung des instrumentalen Cigen- charakters. Zwar finden wir bei Bach auch schon weitgehende Berücksichtigung von Soloinstrumen-- ten, aber die Instrumentalsolostimme trägt noch sehr stark den Charakter des Solomanuals der Orgel; wie ja Bach überhaupt die Orchester­instrumente chorisch verbindet und verwendet und so dem Klangideal feiner Orgel folgt. All­mählich bilden sich so drei konttastierende Klang­gruppen heraus Streicher, Holzbläser, Blech­instrumente; einst uniTono geführt zur Heraus­stellung der polyphonen Linie, jetzt drei Klang­elemente, die immer mehr fähig werden, dem Subjektiven des melodischen Schassens zu folgen.

Das war das Fundament, auf dem Haydn aufbauen und seine Erfahrungen sammeln konnte durch feine praktische Betätigung als Kapell­meister. Ein direkter Einfluh der Mannheimer, die in ihrer klanglichen Orcheslertechnik manches Haydn voraus haben, ist kaum anzunehmen.

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reiche Tätigkeit des Deterns benchten. Für die zu­rückgetretene Rechnerin übernahm V. H. C.-Vruder Ferdinand O b e r h e i m das Rechneraml. Bei Be­wertung der Wanderungen fall für einen halben Tag ein Punkt, für 1 Tag zwei Punkte und für einein­halb Tage drei Punkto in Ansatz gebracht werden. Auch sonstige Verdienste um den Verein sollen in einer noch von dem Vorstände zu bestimmenden Weise anerkannt werden. Schließlich wurde noch der Wan der- und Arbeitsplan für 1926 festgesetzt. Der der­zeitige Mitgliederstand des Vereins beträgt außer

reichen Wechsel, mit seinem stimmungsreichen Oeä-Dur-Teil, mit der neuartig behandelten Pau­kenstimme. Als eine Absage an die Zeit schein! der Menuettsatz, wie gant anders als bei Haydn! Der Tanz als solcher ist überwunden, hier stürmt und drängt es ungestüm vorwärts, hier ist impulsive Erregung. Das Trio mit seinen einfachen gedehnten BläseraKorben. umspielt von der ersten Violine. Die Einleitung zum Finale, die wiederholten Anläufe der ersten Violine zum Thema, zeigt ihn von seiner humorvollen Seite.

Das staatliche Kurorchester von Bad-Rau- heim ist mit seinen hervorragenden künstlerischen Leistungen in Gießen zu wohl bekannt, als daß man zu seinen Ruhmesblättern neue hinzuzu- sügen brauchte. Streicher und Bläser waren trotz der Verstärkung durch Frankfurter Künstler fein auseinander abgestimmt. An Stelle des Diri­genten Wilch Raue übernahm Musikdirektor Ernst Schmeiher, München, die Leitung. Es ist nicht zu verkennen, daß ein solch plötzlicher Wechsel für das Gelingen einer Aufführung feine Klippen in sich birgt. Denn die Schwierig­keiten einer Aufführung ohne vorherige Ver­ständigung sind nicht gering. Bei einem routi­nierten Orchester, wie es die Rauheimer sind hätte man erwarten können, daß der Dirigent auch ohne größere Probe sich mit seiner musi­kalischen Initiative soweit hätte durchsetzen können, daß der große Zug der Werke gewahri blieb, noch dazu, wo es sich nicht um unbekannt-. Werke handelte. Auf einzelne Feinheiten, die längere Einstellung auseinander bedürfen, wiri^ man in solchem Falle gerne verzichten. Doa- nicht immer konnte die Teinponahme Musil direttor Schmeißer befriedigen. Dazu sind ti- Werke zu sehr aus dem subjektiven Erlebc, heraus geschaffen, daß die melodische Linie ohne Tempoveränderung interpretiert wird.

Zwischen den Symphonien bot bas Programm , Acht deutsche Tänze" von Mozart; eingerichtet von T^ritz Steinbach. Ließ sich kein anderes Werk finden ' Die deutschen Tänze stellen doch wahrlich nicht ben Höhepunkt Mozartschcn Schaffens dar; doch ehc^ nur Gelegentheitsmusik. Wenn sich Frnz Stt-nibeä, ihrer annahm, so wollte er sie sicher als eine A'- Desserk betrachtet wissen, mit allen Finessen der Au. arbeitung. Aber bei der, wie ich vermute, über roidjenben Direktionsübernahmc durch Herrn Schmeißer blieb es nur Unterhaltungsmusik, nicht gestaltet sie den Konzertfaal.n-

Teutonia", bk zur Jett führend tm ganzen Bund ist, wird sich ebenfalls noch melden

Frauenturnen 1926.

vv. Das Jahr 1926 wird nach Den Be­schlüssen des Frauen-Turnausschusses Der D. T. ein Jahr umsan^reichster Lehrarbeit zur Heran bildung von Lettern und Dorturnerinnen von Frauen- und Mädchen-Turnabteilungen werden. Allein aus Mitteln der D. T. werden in 10 nci schiedenen Kreisen achttägige AusbildungSIetzr gänge abgcfialten, so daß am Ende des Jahre«, mit einem neu herangebildetem Stamm von wei rereu 300 Lehrkräften zu rechnen ist. Lim den. neuen berechtigten Forderungen im 'Frauenturnen schneller Eingang zu verschaffen, auch zur Voi bereitung der Ausbildungs-Lehrgänge, sowie zur Aussprache Wer Einführung des Ver'eins-WeN turnens bei Deutschen Turnfesten und zur besseren Ausgestaltung des Turnens schulpflichtiger Blei­chen werden alle Kreis-Frauenturnwarte in bcr. Osterwoche in Thüringen zusammentreten.

Deutsche Kampfspieie und Meisterschaften.

i>o. Im Rahmen b:r Deutschen Kamps spie le 1926 in Köln werden die Tennis-Wettkämpse, bie der Deutsche Tennisbund Dort durchführt, als nationale Meisterschaften dieses Jahres ausge­tragen.

Desgleichen werden, wie auf der Sitzung des Reichsverbandes f. A. B. imb dec Deut - schon Schwerathletik-Verbandes in Berlin bc schlossen wurde, die Boxkämpfe bei den Kampf spielen als Deutsche Meisterschaften (beider Der bände) durchgeführt.

Houbens Amerikastarls.

vo. Zum ersten Mal wird H o u b e n auf feiner Amerikareife am 4. Februar im Rahmen des Hallenfportfestes des Millrvse (im Madifvn Square Garden» starten, da der Club darauf be­dacht ist, jeden früheren Start Houbens zu ver­meiden. Außerdem hat Houben acht Startver­pflichtungen bereits vereinbart. Die Abreise von Amerika wird am 31. Mürz erfolgen.

Neue Damenwellrekorde im Schwimmen über 100 Meter und 880 Yards bei.

vo. Bei den letzten Schwimmwetttämpfen in Miami Beach konnten wiederum zwei neue OBeh rekorde erzielt werden. Diesmal sind es bie Damen, die sich mit der Verbesserung der be­stehenden Höchstleistungen befaßt haben. Lieber 100 Mir. gelang es Frl. Ethel L a d i e einen neuen Weltrekord aufzustellen. Mit 1:11,5 unter bot sie ihre eigene Höchstleistung um 6/10 Set den zweiten Rekord schuf Frl, Mac G a r t h v über 880 Bords. Lim mehr als 2 Sekunden verbesserte sie ihre alte Leistung auf 12:34.

Radsport.

Die Radrennen in der Dortmunder West salenhalle brachten sowohl in den Dauer- wie den Fliegerrennen große Lleberraschungen, in dem denGroßen Preis von Dortmund" der B-Fahrer D e d e r i ch s vor Krupkat. Lewa now und Bordoni (Italien), die zum Teil De fette hatten, gewann, während im 1000-Meter- Amateurfahren der Dortmunder Ivkfch, den deutschen Meister Oszmella knapp schlug.

Um die

Eishockey - Europameisterschaft.

DavvS, 12. Ian. (WB.) Der zweite Tur niertag der Eishockey-Europameisterschaft wurde mit dem Spiel Oesterreich gegen Frankreich er­öffnet, das Oesterreich mit 2:1 gewann (Halb­zeit 1:0 für Frankreich). Schweiz schlug Italien mit 13:0 (Halbzeit 7:0). Die tschechoslowakische Mannschaft schlug die belgische 2:0.