16. Fortsetzung.
Nachdruck verboten.
man eine
dem Vorsitz gestern eine
„Ich mag ihn schon. Darum--Na, lassen
wir das! Du hast also gegen Heider Stessen als Pächter nichts einzuwenden? Das ist mir außerordentlich lieb."
5 Lauterbach, 11. Mai. Unter des Kreisdirektors Dr. Michel fand Versammlung ‘ ~ "
Kreises statt. E
Das lachende Haus
Roman von Sophie K l o e r ß.
Aid Ls, 11. Mai. Gestern morgen sand hier auf Wasserbehältern und Tümpeln Eisschicht. Das Thermometer zeigte — 2 Grad Celsius. Die von voreiligen Garten» besihern bereits aüsgepflanzten Tomaten und Bohnen sind in Len niedergelegenen Gürten erfroren. Auch Kirschen und bessere Birnsorten haben vom Frost Schoden gelitten. Der Schnee im Vogelsberg brachte uns eine winterliche Temperatur.
»Schilt mal deine inneren Stimmen zur Ruhe und halte dich an die realeren Lebensansichten deiner Zndlfprf r>hi*r rnnnft hti hon non
Grundbesitz auf 65 Pf. für je 100 Mk. Steuer- wert. Die Sondersteuer wird in sechs Zielen, wie die Gebäudesteuer, erhoben.
Ausbau der Siedlung am Kugelberg.
Auf Antrag des Dau» und Finanzausschusses wird beschlossen: Die Ausführung von weiteren 24 Wohnungen im Anschluß an die begonnenen städtischen Bauten a m Kugelberg im Dauprogramm 1926 wird genehmigt und der erforderliche Kredit von 210 000 Mark aus Anleihemitteln zur Verfügung gestellt. Entwurf und Baulertung sind zu den gleichen Bedingungen wie die bereits in Auftrag gegebenen städtischen Siedlungsbauten dem Architekten Hamann kB. D. A.) Gießen zu übertragen.
Auffahrten an der volkshalle.
Der Llebernahme der Kosten zur Herstellung der Auffahrten zur Volkshalle in Höhe von 5742,21 Mk. wird zugestimmt und der bereits bewilligte Kredit von 5000 Mk. aus vorgenannte Dumme erhöht.
Die Eisenbahnüberführung an der Ederstraße.
Der durch Beschluß der Stadtverordneten- Dersammlung vom 13. Mai 1925 für die Verbreiterung der Cisenbahnbrücke im Zuge der Ederftraße vorgesehene Kredit von 25 000 Mk. wird auf 28 000 Mk. erhöht.
Kabellegung in der verlängerten Friedrichstraße.
Für die Kabclverlegung in der verlängerten Friedrichstraße wird der Betrag von 6250 Mk. bewilligt. Der Betrag von 6250 Mk. wird auf 25 000 Mk. erhöht, sofern sich die älmnoglichleit ergibt, dos Physiologische Institut mit Drch- strom au versorgen. Seitens des Elektrizitätswerks sollen in dieser Richtung nochmals Verhandlungen mit dem Institut gepflogen worden. Das Elektrizitätswerk wird ermächtigt, bei fr en Firmen Siemens-Schuclert-Werlen. Allgemeine Eleltrizitätsgesellschast und bei den Kal^l- werkeiu-Meißen Angebote über die erforderlichen Kobel einzuholen und aus Grund der eingegangenen Angebote der mindestfordernden Firma die Kabel lieferung zu übertragen. Das Elektrizitätswerk wird ferner ermächtigt, die weiter erforderlich werdenden Q(rbeiten für die Kabelverlegung dem Mindestfordernden zu übertragen.
Zur Pflasterung an den Skraßmbahngleisen.
Für die zur Pflasterung entlang der Gleisanlage der Straßenbahn erforderlicheir Mans- felber, .Schlacken-Pflastersteine wird ein Betrag von 5051 Mark bewilligt. Die Lieferung wird der Firma Iean Dern u. Co. in Gießen zu deren Angebotspreis übertragen.
Verschiedenes.
Die Beschaffung einer Lichtpauseiu- richtung für das Stadtbauamt zum Betrage von 1870 Mk. (Lieferant Firma Heinrich Roll in Gießen) wird genehmigt.
Dem Verein für deutsche Schäferhunde wird ein Ehrenpreis im Betrage von 30 Mark bewilligt.
Zwei Bau-Angelegenheiten — F. Reh» nelt, Anschluß feines Anwesens am Professoreneck an das Stromversorgungsney, und Iakob Klingelhöffer, Einfriedigung des Grundstücks Kirchstrahe 12 — werden antragsgemäß genehmigt.
Schluß der Sitzung 10 Uhr.
Oderhessen.
Landkreis Gictze»»
5. Rödgen, 11. Mai. Durch die Ortsschelle wurde bekannt gemacht, daß das Sammeln von Maikäfern im hiesigen Walde bei Strafe verboten sei. Wahrscheinlich hängt das Verbot mit der Beschädigung d e r Bäume beim Dagegentreten zusammen. In der Tat kann der Naturfreund bei einem Gang durch den Wald überall die beschädigten Bäume beobachten. Dieses Jahr ist ein
Zweimal war Rose am Sonntag nach Hause gekommen, ganz erfüllt von ihrem neuen Leben, Halle Zeichnungen mitgebracht, lustige Geschichten von den Mitschülern erzählt, sich vergnügt mit Jens Appeldorn geneckt, war weniger verträumt gewesen, mehr die alte, vergnügte Rose. In diesen ersten Wochen hatte sie von Aribert von Brockdorf nichts gesehen. Und es eigentlich als Erleichterung empfunden. Sie war noch in dem ersten Stadium einer Mädchennei- gung, wo man singt: „So wie dort an jenem Hirn- mel hell und herrlich jener Stern, — also er an meinem Himmel, hell und herrlich, hoch und fern." Das heißt, Thora und Ille hätten nie so gesungen, aud) nicht im allertiefsten Innern. Aber die kleine, feine Rose war ein bißchen altmodisch. Und Ille hatte sie und Iven Lornsen scharf beobachtet und gedacht: Sie hat ihn gern. Sehr gern. Und er ist auch nie so vergügt, als wenn unser Mucki kommt. Und halle sich selber ausräsoniert: „Was ist das für ein dummes Getu, verehrtes Herz! Du wirst dich doch nicht um diesen jungen Mann in Ungelegenheiten bringen? Warum denn nur? Weil er nie schöne Reden drechselt? Weil er nie verliebte Augen macht? Weil er ein netter Kerl ist und sich das Leben um die Ohren schlägt und lacht, wo andere Trübsal blasen? — Ist das was Besonderes? Dos tun wir alle auch." Und hatte ihr Herz, das etwas von „auch mal jung sein wollen" murmelte, so fest an die Kandare genommen, daß es ganz still und artig antwortete: „Ich freue mich, wenn unser Kleines ein warmes Nest findet. Sie ist am wenigsten dazu geschaffen, sich mit dem Leben herumzubalgen."
Und als sie so weit war, wurde sie nett und ausgekratzt gegen Iyen Lornsen und neckte sich mit ihm und sal) ihn schon als künftigen Bruder an. Sprach mit chm von seiner Zukunft da oben an der Grenze und freute sich darauf, wenn er ordentlich in feinem „Nordischen Heerruf" alle guten deutschen Geister wachblasen wollte.
(Fortsetzung folgt.)
der Bürgermeister des
-'s kamen zur Besprechung: Die Einsetzung der Technischen Nothilfe bei der elektrischen Ueberlandanlage, Haftpflichtversicherung der Gemeinden des Kreises, Fragen der Erwerbslosenfürsorge und Berechnung der Gemeindesteuern für 1926. Nach der Versammlung tagte der Bürgermeisterverein in dem Versammlungslokal und wählte an Stelle des seitherigen Bürgermeisters Jost den Bürgermeister Niepoth aus Schlitz zu feinem Vorsitzenden und den Bürgermeister Nodemer-
Ansicht eines Mitgliedes ausdrücklich heroorgehoben, daß der Schulhausbau nicht etwa nach dem Gesichtspunkt „wenn wir das Geld dazu haben" entschieden werden soll, sondern daß hier noch andere, sehr bedeutsame Erwägungen bestimmend sind, lieber« einftunmung herrscht weiterhin in dem Wunsche an die Verwaltung, sie solle baldmöglichst eine Vorlage betr. Schaffung eines Luft- und Sonnenbades einbringen. Diese Angelegenheit müsse aber so geregelt werden, daß eine Dauerlösung herauskomme. Eine eindrucksvolle Erklärung des Beigeordneten Dr. Frey stellt fest, daß beim Wohlfahrtsamt keine Beamten-Adbaumög- i i d) f e i t c n bestehen, da die Aufgaben dieses Amtes durch immer neue gesetzgeberische und Verordnungsmaßnahmen der Reichs- und der Staatsregierung erweitert werden, leider aber ohne die genügende Bereitstellung der erforderlichen Mittel, lieber dieses Thema wird in unseren Spalten noch eingehend gesprochen werden. Ein Antrag Nicolaus-Kraus- müller-Goertz (letzterer zieht im Verlaufe der Aussprache seine Unterschrift' zurück) auf Aufhebung des Wohnungsamtes und der Instan d s e tzu n gsst ell e wird mit 22 gegen 18 Stimmen abgelehnt, nachdem geklärt ist, daß diese Einrichtungen auf zwingende geietzliche Vorschriften begründet sind, die sich nicht durch einen Kommuncü- beschluß beseitigen lassen. Einhellige Zustimmung findet ein Antrag Mann, in dem gefordert wird, tatkräftig dafür zu sorgen, daß an verschiedenen Stellen der Stadt nod) einige Bedürfnis- an ft alten für Frauen errichtet werden. So einig man im Prinzip ist, so abweichend ist die An° sicht hinsichtlich des gegenwärtigen Ausmaßes der Schaffung dieser dringlichen Erfordernisse. Schließlid) wird ein abgeänbertcr Antrag M n n n mit 21 gegen 16 Stimmen dahingehend angenommen, daß neben der im Voranschlag bereits vorgesehenen Errichtung einer unterirdischen Bedürfnisanstalt für Männer und Frauen am Seltersweg noch eine weitere Anstalt dieser Art am Oswaldsgarten geschaffen werden soll.- während eine gleiche Einrichtung an der Licher Straße zurückgestellt wird. Auf eine Anfrage Schmieder wird von der Verwaltung erklärt, bgß die Z i n s c n z a h l u n g für die alten st ci d t i - s che n Anleihen deshalb noch nicht erfolgen kann, weil die hessischen Ausführungsbestimmungen zum Aufwertungsgesetz vom Staate bis heute nod) nicht erlassen sind. Der Fragesteller gibt dem allgemeinen Empfinden treffenden Ausdruck in der Erklärung, es sei höchst bedauerlich, daß eine so wichtige Angelegenheit vom Staate derart auf die lange Bonk geschoben werde, denn feit dem Inkrafttreten des Auswertungsgesetzes sei ja nun schon fast ein ganzes Jahr verflossen. Es sei dringend notwendig, nun endlich dafür zu sorgen, daß die Anleihegläubiger wenigstens eine Verzinsung ihrer gerechten Ansprüche erhalten.
Hierauf wird der Voranschlag in der B e - triebsrechnung mit 4 120 767,71 Mk. (die Hinzufügung der Kosten für den beschlossenen Bau der weiteren Bedürfnisachtalt für Frauen am Oswaldsgarten bleibt der Verwaltung und dem Finanzausschuß überlasten) und in der Vermögensrechnung mit 1 087 555 Mk. genehmigt. Die U m - l,a g e n für das R j. 1 926 werden wie folgt festgesetzt:
1. Gebäude st euer (Gebäude und Bauplätze) auf 20 Pf. für je 100 Mk. Steuerwert. Die Erhebung erfolgt in sechs Zielen jeweils bis zum 25. der Monate Mai, Juli, September, November 1926, Januar und März 1927.
2. Grundsteuer fkcmd- und forstwirtschaftlich genutzte Grundstücke) auf 20 Vf. für je 100 Mk. Steuerwert. Die Steuer wird in sechs Zielen, wie die Gebäudesteuer, erhoben.
3. Gewerbesteuer: a) auf 70 Pf. für je 100 Mk. Steuerwert vom gewerblichen Anlage- und Betriebskapital: b) 60 Pf. auf je 1 Reichsmark des von dem Finanzamt Gießen für das Kalenderjahr . 1925 feftgefteöten staatlichen Gewerbeertragssteuer- folls. Die Gewerbesteuern zu a und b werden in t sechs Zielen, wie die Gebäudesteuer, erhoben.
4. Sonder st euer vom bebauten
Heirat eine Notwendigkeit. Und daß diese Ehe glück- lick) geworden, das hatte feinen Grund in der liefen Vornehmheit der beiden Menschen, die im edelsten Sinne des Wortes Aristokraten waren, erfüllt von dem Bewußtsein der Verpflichtungen, die ihnen Namen und Stellung auferlegten, voll Nächstenliebe und immer gleicher Hilfsbereitschaft für alle, die ihnen untergeben waren, aber auch für Nachbarn und Freunde. Ohne große Worte, in schlichter Selbstverständlichkeit.
Wie oft hatten sie im Dorf gesagt: „Wie wird es werden, wenn der alte Herr die Äugen zutut?" — Nun hatte der noch über seinen Tod hinaus für Gut und Leute gesorgt. Heider Steffen würde in seine Fußstapfen treten. Das bißchen Herumsitzen im Krug, das Sumpfen in Hamburg —, wenn er eine vernünftige Frau hatte, eine, die er liebte und die sein Leben redlich mit ihm lebte, bann verging so etwas von selber.
Da waren ihre Gedanken bei Thora.
Nun mußte sie ernstlich mit ihr reden. Am besten gleich, wo Ille in ihrem Bau tätig war und Thora hinten im Garten Aepfel pflückte. Sie sah aus der Hintertür. Da saß Thora schon auf der Terrasse, hatte den Apfelkorb vor sich und schälte und schnitt Früchte zum Dörren. — Wie bestellt.
Frau Margrit holte sich ein Küchenmesser und half-
Nach einigen Minuten begann sie zu berichten.
Thora sagte gar nichts. Sah nur einmal mit schnellem Blick die Mutter von der Seite an, Wartete bann auf weiteres. Als nichts mehr kam, fragte sie enblich: „Und was wird er dir für die Pacht geben?" „Darüber haben wir noch nicht gesprochen. Zunächst müssen wir ja wissen, ob wir überhaupt mit dem Wechsel des Pächters einverstanden find/
„Wir? Es handelt sich doch um dich, Mutter." ,,3d) berede doch schon lange alles mit dir." „Was soll ich denn dagegen haben? Für dich kommt doch alles darauf an, einen guten Pächter zu bekommen. Ich glaube auch, Steffen wirb auf dem Posten fein. Das wird schon sein Ehrgeiz nicht zulassen, bah bie Leute sagen: ,Na. Frau Bunsen hat sich bei dem Wechsel aber auch nicht verbessert/"
Frau Margrit lauschte und suchte in ben Worten nach einem Unterton, fand aber keinen. Thora sprach ganz sachgemäß, ohne jede persönliche Note.
„Also dann--ich bachte nur —" sie brach ab.
reiches Maikäfe^ahr, nur die kalte Witterung verhindert größeren Schaden durch diese gefräßigen Kerbtiere.
L Alten-Bufeck, 12. Mai. 2lm Montag wurde das zweijährige Töchterchen eines hiesigen Arbeiters von einem schweren, mit Steinen beladenen Wagen überfahren. Das Kind lief aus der Haustür auf die Straße und direkt in das v orbeifahrende Fuhrwerk, das einem anderen Wagen ausweichen wollte. Die Räder gingen dec bedauernswerten Kleinen über beide Unterarme. Rach Anlegung eines Rotverbandes erfolgte 6ie Heber- führung in die Gießener Klinik. Dem Vernehmen nach muß die eine Hand vollständig, die andere zum Teil amputiert werden.
:—: Beuern, 11. Mai. Der 17jährige Sohn eines hiesigen Landwirts wurde vor vierzehn Tagen beim Putzen der Pferde von einem Fohlen gegen den Leib getreten. Der Verunglückte wurde einige Stunden später der Gießener Klinik überführt, woselbst ein Riß im Dünndarm und noch andere schwere innere Verletzungen festgestellt wurden. Run ist der junge Mensch seinen Verletzungen erlegen.
t Aus dem 03 u feder Tal, 11. Mai. Der vorgestrige Samstag brachte in unserem Tal eine solche Kälte, wie wir sie in dieser Jahreszeit feit langem nicht erlebt haben. Sn der Rächt zum Samstag hatte es stark gereift, die Dächer fahen weiß aus. Den Vormittag kamen einzelne Regenschauer mit Hagel untermischt. Am Rach- mittag fiel ein Hagelschauer, so daß Dächer und Straßen auf kurze Zeit ein weißes Kleid angelegt hatten. Man sagt hier, daß die drei Eisheiligen chr Recht suchen. Der Landmann, der schon mit der Grünfütterung begonnen hat. macht ein bedenkliches Gesicht: denn alles Wachstum steht still.
Krcis Friedberg.
88 Ob er -Florstadt, 11. Mai. Dieser Tage fand hier die Grasvorsteiaerung der Bach- raine (in Stucken zu 50 Meter) und der Gewann- wege statt. Im allgemeinen ist, infolge der Geldknappheit, gegen bas Vorjahr eine Senkung ber Preise zu verzeichnen. Bei manchen Stücken betrug diese bis zu 50 Prozent. Der Durchschnittspreis beträgt 10—12 Mark. Neben Stücken, die sehp billig waren, gab es auch einzelne, allerdings mit gutem Bestand, die 20—24 Mark erzielten. Die Aberntlmg erstreckt sich auf das laufende Jahr.
Kreis Birdmgerr.
Xlvctd Schotten.
• Schotten, 11. Mai. Am dritten Psingst feiert ag hält die Stadt Schotten in alter Form ihren altbekannten Markt, verbunden mit Prämierung, Verlosung und Volksfest ab. (Siehe Anzeige)
Kreis Lauterbach.
Angersbach zu dessen Stellvertreter. — Zur Alarmierung der Feuerwehr ist auf dem Kirchturm eine elektrische Sirene angebracht worben, die gestern zum erstenmal in Betrieb gesetzt würbe. Der vollzählig angetretenen freiwilligen Feuerwehr würbe die von der Stabt mit Unterstützung ber Lanbesbranbkasse, der Fchrn. Riedesel, der Kreis- kasse und der Bezirkssparkasse angeschaffte Motorspritze übergeben. Nach der Uebergabe der Spritze fand die diesjährige Hauptversammlung ber Wehr statt, in ber der Kommandant Krömmelbein der Stabt ben Dank bes Korps für die Ueberroeifung ber neuzeitlichen Löschgeräte aussprach.
Starkenburg.
* Darmstadt, 11. Mai. Der wegen Raubmordes zum Tode verurteilte ehemalige Student Josef M e o n wurde heute vor- mittag nach der Strafanstalt Butzbach gebracht.
Rheinhessen.
G M a i n z, 10. Mai. In ber Zeit vom 31. Mai bis 6. Juni finbet in Breslau eine 21 u s ft e I lung ber Deutschen Landwirtschaftlichen Gesellschaft statt. Wie wir hören, wird sich aud) die He.ssische Weinbaudomäne daran beteiligen unb in ber WeinLasthalle verschiedene Weine ausstellen.
WER. Mainz, 11. Mai. 3n der vergangenen Rächt versuchte im Bahnhof Mainz- Kastel der 45 Jahre alte Geschäftsführer Franz Pappert auf den bereits im Fahren begriffenen D-Zug Frankfurt-Wiesbaden, der hier 1.07 Uhr abfährt, aufzuspringen. Der Mann geriet dabei unter die Räder und wurde buchstäblich zermalmt.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
WER. Wetzlar, 11. Mai. Am Sonntag- nachmittag fand hier bei günstigem Wetter ein großes Drieftaubenpreis fliegen statt. Insgesamt wurden etwa 40 000 Brieftauben, die aus allen Richtungen Westdeutschlands hierher gebracht worden waren, freigelassen. Es konnte beobachtet werden, daß die Tauben sich im allgemeinen schnell orientierten und ziemlich schnell nach ihrer Heimatrichtung, hauptsächlich dem nördlichen Rheinland, obliegen. Dem seltenen Schauspiel wohnte eine große Zuschauermenge bei
□ Wetzlar, 11. Mai. Der Provinzialausfd)uß ber Rheinprooinz Hal beschlossen, für das Rechnungs jajjr 1926 an Versicherungsbeiträgen für ben Viehjenchen-Entschäbigungs- fonbs für Pferde, Fohlen, Esel, Maultiere unb Maulesel 60 Pf. und für Rindvieh 55 Pf. für bas Stück zu erheben. Der Landeshauptmann ist ermächtigt, auf die Versicherungsbeiträge Vorschüsse zu erheben. Die Ausnahme der abgabepflichtigen Viehbestände findet im Juli statt.
<> Hochelheim, 11. Mai. Hier hat sich eine Drain ageaenoffenschaft gebildet, die den Namen „Dramagegcnossenschaft Hochelheim" führt. Die Genossenschaft bezweckt die Entwässerung von Grundstücken und die Unterhaltung von Entwässe runysanlagen nad) dem allgemeinen Plane, ben der Regierungslcmdmesser V i e n k o bei Gelegenheit der Durchführung ber wu. chastlichen Umlegung der Grundstücke ber hiesigen Gemarkung aufgestellt hat.
Kreis Marburg.
sch. Marburg, 11. Mai. In das hiesige Landgericht wurde der Fürsorgezögling Martin Berghäuser, der als Knecht in Stvl- zeirbach bei Homberg in Stellung war, ein« geliefert. D. hatte die 22jährige Tochter seines Brotherrn, als diese ihm beim Holzüeimnachrn im Walde den Kaffee brachte, zu vergewaltigen versucht. Der Unhold hatte dem Mädchen Papier und Erde in den Mund gesteckt, jedoch gelang es dem Mädchen, sich durch kräftige Gegenwehr zu befreien. Der Täter ist geständig.
„Rose hat sie so entworfen", sagte die Mutter mit leisem Stolz. „Wie sie bie Farben zusammenzustellen weiß, bas ist einzig. Aber das Zeichnen der Ornamente fällt ihr noch schwer. Sie bat die Augen unb hat bie Ideen, bie Technik will sie noch vervollkommnen."
Dann traten sie durch die schon eingefügte Tür in den Rohbau des Gewächshauses unb fanben 3üe emsig dabei, Blumenerde in die steingefaßten Rabatten zu bringen.
Sie zeigte eifrig, was alles werden sollte, unb wenn man sie reden hörte, glaubte man schon die Rankrosen an den Fenstern unb bie duftschweren Knospen der Marschal Niel unb Gloire de Dijon in dem noch leeren Raum zu sehen. We wenigstens sah alles schon in voller Blüte. — „Diesen Herbst kommen die Rosen noch in die Erde, zum Frühjahr können sie schon blühen. Die Frühlingsblüte wird noch schwach sein nach dem Umpflanzen, aber im Herbst — im Sommer werden die Treibhausrosen ruhen — da hab' ich sie schon so weit, daß es keine Sorge mehr für Mutter fein wird. Und bann kann ich zwischen ben Rosen die jungen Gemüsepflanzen für den Garten ziehen unb Tomaten, wenigstens in ben ersten Jahren, bis die Rosen sich ausgebreitet haben. Wir wollen schon vorwörtskommen, nicht wahr, kleine Mutter?'
„Sie reiche Frau," sagte Frau von Brockdorf, als Margrit sie an ben Wagen begleitete, „ich habe nie ein Kind gehabt! — Was das heißt, wenn es ber größte Wunsch bes Lebens ist! — Einmal hoffte ich auch. Da war die Erbe ein Parabies, schien mir. — Aber ich war zu schwach, bie Hoffnung mußte sterben, unb es bürste nie wieber eine aufleben. — Ja, ja, — viel ist mir geworden, — aber immer steht ber große Schatten neben jebem Licht.
Als der elegante Wagen die Landstraße hinfuhr, sah Frau Margrit ihm nach. Armer kleiner Zwerg- obfthaum! Sie kannte aus allerlei Andeutungen der Nachbarn längst die stille Tragödie. — Das Gut über unb über verschuldet, als ber alte Herr — ba« mafe erst breißigjahrig — es bekam. Die reiche
„Für Ille unb mich ist bas ganz überflüssig. Wir delßen uns schon durch das Leben. Höchstens unser Mucki. — Aber die wirb ja wohl bald in sicherer Hut sein."
„Glaubst du das, Thora?"
„Sie ging so manches Mal mit Jens Appeldorn tm Garten herum, und sie hatte so verträumte Augen. — Ille deklamierte mir immer vor:
Sie war doch sonst ein wildes Kind.
Nun geht sie tief in Sinnen.
Trägt in ber Hand ben Sommerhut Unb duldet still ber Sonne Glut Unb weiß nicht, was beginnen. Das macht, es hat die Nachtigall Die ganze Nacht gesungen — — Der alte Storm hat solch reine Seelen gut gekannt. Um Mucki kannst du wohl ruhig sein."
„Dann wäre es ja unnütz, daß sie ba in Hamburg sitzt. Zum Ersten geht Herr Lornsen fort."
„Trennung gibt Klarheit. Pass' auf, ehe vier Wochen um finb, kannst du endlich einen Schwiegersohn an dein Herz nehmen. — Ille unb ich haben unsere Zungen gewaltig gezügelt, ihn nicht zu verulken. Unb haben alle Anspielungen unterlassen."
„Unb ich hatte es immer so tm Gefühl, daß er Ille gern möchte."
»Sie sagt, das stimmte nicht. Er meinte Rose. Eine meint er, beim er dichtet wie wild, unb bas pricht für seelische Erregungen. — Mutter, wie iehst du nachdenklich aus? Nun könntest du dich >och mal. freuen!"
"Da ist etwas, was nicht stimmt. Das spüre ich."
Wieder der schnelle Seitenblick ber Tochter. „Du
dachtest, wenn er nun immer auf dem Hof hier her- ....... vlu, U11 ulc lvulclcn tieueni,anii( umlaufen wird, tm Stall wirtschaften und in der Töchter! Oder magst du ben Iven nicht? Scheune kramen, — rote wirb s bann mit ihm unb c,-f- — " " -
Thora? — Ja, bas hast bu gebucht. Siehst du, du lachst. — Ich will bir sagen, Christian hat hier seit zehn Jahren in unserem Kram herumhantiert, und wenn er Uebergriffe machen wollte, würbe er in seine Schranken verwiesen. Darin habe ich Uebung.“
„Heiber Steffen ist boch ein etwas anberer Mann
als der gute Christian."
„Darum wirb es auch leidster mit ihm sein. Id) werbe lange nicht so deutlich werden müssen. Mach' bir keine Sorgen!"
..Ich mache mir höchstens Sorgen um eure Zukunft, Kind.
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ter ge' -Ilona eine, ■ erfahr a'oW IM Sie l', sortges etwas je Sa! sächlia in Kc Zechen waren ®a da lagern, N« @e Sannen nichts Sie Leit ett Der r beträgt itn AP schnitt eine ■ lalfuni Eine > her « liche 2 wartet, nehmer aus An nach md Qinftagc bis ich« Mrusc I Teslerun Meten luniflf bc W lin keil biet' ringern, geben fol lung aus bie deut, sprechen? englische sollte.
Die vor unb Telebun wieder wieder ders sü Terbra aufoutth markt I ba ber glichen putschen treten li Nutzer e Mw ziehen immer die in schassen Perhan Geneigt heit bei iprüngl meisten mancher an, ziem leicht zu Aufträge aentrclan als man ber Nsa ders aud seit emic Aewegu nach nji bleche u /ehr rul
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