Wirtschaft.
• Börsenausfall am Oster-Sarns- .t a g. Die Berliner Börse wird am Samstag vor Ostern, 3. April, für jeglichen Geschäftsverkehr geschlossen bleiben. Demnach wird auch die Produkten-, Devisen- und Metallbörse aussallen. Bekanntlich haben die Banken an diesem Tage gleichfalls ihre Bureaus geschlossen.
* Die Aufwertun g der Berliner Gtrahenbahnobligationen. 3n einem Prozeß gegen die Stadt Berlin wegen der Höhe der Aufwertung der Straßenbahnobligationen hat das Landgericht Berlin I entschieden, daß die Obligationen nicht als Gemeindeanleihen, sondern als Industrieobligationen mit 15 Prozent aufzuwerten sind.
* Elektrotechnische Fabrik Offenbach borm. Schröder & Co. in Offenbach a. M. Wie verlautet, hat das Unternehmen Antrag auf Geschäftsaufsicht gestellt. Die Passiven sollen sich auf etwa 600 000 Reichsmark belaufen.
* Wiedereinstellungen beiThhssen. Infolge Besserung des Kohlenabsatzes ist der Thyssenbergbau in Hamborn in der Lage, von jetzt ab die kürzlich beurlaubten 3000 Bergleute wieder einzustellen, so daß zu hoffen ist, daß sich die in Hamborn besonders stark daniederliegende Wirtschaftslage weitester Einwohnerkreise allmählich wieder beleben wird.
* Bochumer Verein f ü r Bergbau und G u ß st a h l f a b r i k a t i o n. Der Jahresabschluß des Bochumer Vereins für Bergbau und Gußstahlfabrikation weist einen Reingewinn von 130 928 Mark auf, der auf neue Rechnung vorgetragen werden soll.
' Ford Credit Compagnie A. G., Berlin. Diese Gesellschaft ist dieser Tage in das Berliner Handelsregister eingetragen worden. Wie der DHD. meldet, wird die Deutsche Ford- Gesellschaft den Handel und Creditverkäufe in Automobilen, Traktoren und allen Motorfahrzeugen betreiben, unter Bevorzugung der Typen Ford, Fordsvn und Lincoln. Das Grundkapital beträgt 2 Mill. Rm. Zu den Gründern gehört an der Spitze die Ford Motor-Compagnie A. G. in Berlin. Vorstand ist Kaufmann Albertis L. Byrns.
^RordpeutscherLloydA. G.,Bre me n. Wie die „Hamburger Rachrichten" melden, hat der Oberste Gerichtshof in Washington das Revisionsgesuch des Norddeutschen Lloyd gegen die amerikanische Regierung wegen der im Kriege beschlagnahmten Hasenanlagen am Hudson im Werte von 5 Mitl. Dollar zurückgewiesen. Das Iustizdepartement behauptet, dem Norddeutschen Lloyd fehle eine gesetzliche Grundlage für seine Klage, da nur der Verwalter des feindlichen Eigentums für eine Verwertung eventueller Ansprüche zuständig sei.
* Rhein-Elbe-Änion-Abschlüsse. In der A. R.-Sitzung der Gelsenkirchener Bergwerks- A. G. wurde die Bilanz nebst Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 1924-25 vorgelegt. Der Abschluß weist einen Gewinn von Rm. 1772 239 (im Vorjahre einen Verlust von Rm. 11 098 262) auf, der auf neue Rechnung borgetragen wird, eine Dividendenzahlung kommt also nicht in Frage. Bei der Deutsch-Luxemburgischen Bergwerks- und Hütten- A. G. beträgt die Schlußziffer der Bilanz 220 254 495 Rm., während der verfügbare Reingewinn 1 914 247 Rm. ausmacht. Zu Abschreibungen wurden verwendet 9 100 000 Rm., die als besonderes Konto für Abschreibungen auf der Passivseite der Bilanz erscheinen. Der Reingewinn von 1 914 247 Rm. soll auf neue Rechnung vorgetragen werden, (o. H. V. 'am 27. März.)
* Bedeutende amerikanische Petroleum-Fusion. Wie dem DHD. aus Neuyork gemeldet wird, ist soeben eine der bedeutendsten amerikanischen Prtroleum-Fusionen zustande gekommen, und zwar hat sich die Tide- water Company mit der Associated Oil Company unter deni Namen Tidewaler Associated Oil Company vereinigt. Das Kapital der neuen Gesellschaft beläuft sich auf 240 Mill. Dollar und besteht aus 10 Mill. Stammaknen und 1,5 Mill. 6proz. kumulativen Vorzugsaktien.
* D i e Bedeutung des Fremdenverkehrs für die italienische -Zahlungsbilanz. Wie dem DHD. aus Mailand gemeldet wird, betrugen die Einnahmen Italiens aus dem Fremdenverkehr infolge einer halbamtlichen Veröffentlichung im Iähre 1925 rund 3.5 Milliarden Lire. Daraus ergibt sich, daß die Hälfte des Defizits der Zahlungsbilanz durch den Fremdenverkehr gedeckt wird.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".)
Berlin, 11. März. Die feste Haltung der Frankfurter Abendbörse übertrug sich heute auf die hiesigen Märkte. Die Stimmung, die anfangs unsicher war, wurde gegen Mittag ausgesprochen f" st- Bei Beginn waren die höheren Freioerkehrs- kurse des vorbörslichen Kcmllwerkehrs behauptet oder noch erhöht. Die Führung übernahmen wieder eine Reihe von Spezialwerten. Besonders fest lagen Schiffahrtsaktien, die Werte der 3. (9. Farben - I n d u strie, einzelne Montanwerke (Gelsenkirchen, Rombacher Hütte, Mannesmann), Bankaktien und D e l iu e r t e. Es ver- Inntete, daß die Deutsche Erdölgesellschaft grundsätzlich mit der Anglo-Persian-Gruppe über das Verkaufsabkommen einig sei, doch durfte eine endgültige Beendigung aller hiermit zusammenhängenden Verhandlungen nach unserer Kenntnis nicht vor der zweiten Hälfte dieses Jahres zu erwarten fein. In Schiffahrtsaktien bestand eine ausgesprochene Spezialhausse, die zu Kurssteigerungen von 5—7 Proz. führte. Die Steigerungen für Schult- Heiß-Aktien setzten sich anfangs nicht fort, Dagegen konnten Kahlbaum um weitere 5 Proz anziehen. Die günstigere Meinung der Börse dürfte hauptsächlich auf die Nachrichten aus Genf zurückzuführen sein. Von amtlicher Seite kommt die Meldung, daß der Aufnahme-Ausschuß der Aufnahme Deutschlands in den Völkerbund zugestimmt habe und daß die Aufnahme unmittelbar bevorstehe. Man nimmt an, daß in diesem Falle der deutschen Forderung entsprochen werden wird. Das Gesamtbild der Börse war daher unter Anregung der Kurserhöhungen verschiedener wichtiger Papiere sehr freund- l i ch. Während Der ersten StunDe kam es auch in Ehemieaktien zu einer größeren Geschäftstätig leit. Am Geldmarkt ist Die Lage uiweränDert flüssig. Tagesgeld 5—6,50 Proz., Monatsgeld 6,50 bis 7,50 Proz. Im internationalen Baku- tenoerkehr zeigte Paris gegen London einen leichten Rückgang auf 134, während Oslo wieder sehr fest lag. Auch Das englische Pfund konnte weiter gegen Kabel anziehen.
Börsenkurse.
Datum:
Frankfurt a.M.
Berlin
Schluö- l-Uhr«
Schluh.IÄnfang
Kur» flut»
flute | Auto
10. 3. | 11. 3.
10.3 j 11 3.
5% Deutsche ReichSanleihe *•/« Deutsche Rcichsanleiye 8‘/»% Deutsche Reichsanleihe 3% Deutsche ReichSanleihe Deutsche Sparprämienanleihe 4% Preußische KonsolS . .
4% Hessen 3Vi% Hessen .....
3% Hessen
Deutsche Wertb. Dollar-Anl dto. Doll.-Schalr-Anweisna-’
4% Volltürken 5°/o Goldmerikaner ... .
Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Pnvat-Bank Darmst. und Nattonalbank Deutsche Bank........
Deutsche DereinSbank . . .
DtSconto Commandit Metallbank.........
Mitteldeutsche Crcditbank. Oefterrrichische Creditanstalt Wellbank ........
Bochumer (Kuß Buderus . .» .
Caro .. Deutsch-Luxemburg..... Gelsenkirchener Bergwerk» . Harpener Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben. . . Kaliwerk Westeregeln.... Laurahütte . .» . Oberbcdarf .....
Pbönir Bergbau ..... Rheinstahl .....
Richeck Montan....... TelluS Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . Norddeutscher Llovd • . .
Cheramtsche Werke Albin -Zementwerk Hetoelhrrg . Philipp Holzinann . . .
Anglo-Cont-Guano .... Chemische Mayer Alapin . y. 6). Farbcnindustric, Sl.-G Holdscbmidt.........
.Holzverkohlung RütgerSwerke Scheidcanstalt
ft
Allg. ClcktrizttätS-Gesellscha!
Bergmann ........
Mainkraftwerke ......
Schlickert . ........
Siemens <t Halske . ....
Adlcrwcrke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hcyligcnllacd» . . ...... Mcguin...........
Motorenwerke Mannbelm .
frankfurter Armaturen . Konservenfabrik Braun . . Metallgeselvchaft Frankfurt Pci. Union A..G.....
Schuhfabrik Herz
Sichel. ^cCftO'f Waldhof...... Zuckerfabrik Frankenthal . Zuckerfabrik Waghäusel . .
0,405
0,4064
0,4075
0,4075
—
0,4
0,3925
0,385
——
0,395
0,39
0,49
—
0,500
0,48
0,254
—
0,25
—
0,38
—
0,395
0,390
0,400
—
—
■ ■
——
-- -
0,30
—
0,385
—
—
- -
90,45
—
99,6
—
11,85
11,9
11,9
39,4
39
—
—
149
150,2’
148,5*
148,7’
110,5*
111*
110’
Ul’
129*
130,7*
128,7*
1.30,7*
127.9
—
127,7’
1.30*
74
—
——
121’
124,4
121,5*
124,2’
85
86,25
——
_
102,7*
103,5*
108,2’
103,5’
7,05
7,12
6,9
7
0,040
0,040
0,03
-—
83
—
85*
85,5’
45
45,5
43,25
43
—
42,25*
86,1
—
87
88,25'
88,5
89,5*
88,25*
90*
101,2'
105’
104*
104,5*
— ■
__
116,7*
120
123,75
125
124
127
34
—
35
34,5
43
—
42,5*
—
75,5*
76,75'
75’
76,25’
81,75*
81,25’
81,12’
82’
—
—
•M
—
—
—
142,2*
145,5*
141’
145.5*
138,5*
142,5’
138,1*
141’
43,5
_
_
_
87,5
88,25
—
_
67
68
66,5
—
—
—
85
—
——
—
---
——
129,7*
130*
128,6*
1.30,4*
69,5
79
70
73,9
62,5
62,5
—
—
76
78
75,9*
—
92,75
93
—
—
93,25*
94*
92,75*
93,13*
—
83.25*
84*
85,5*
86
86,5
—
—
84
—
83,5*
84,25*
103
-—
103*
103,7*
50,5
49,5
49,5
50,5
47
53,5
46,23
48,75
24
■ ■
■ - ■
—
29
—
—
—
-
—
39,75
—
——
—
—
•—.
42
—
——
—
93
—
-—.
—
73
74,75
74,75
—
.28
—
—
—
1
——
——
108,25
110,5
109,5
110
46,5
45,5
44
—
47
—
—
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
10 März.
11. März.
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
Geld
Brief
Geld
Brief
Shnft.-lHoii.
168,15
168,57
168,07
16^,49
Buen-AircS
1,686
1,690
1,682
19,055
1,686
Brff-Nntw
19,065
19,105
19,095
Christicinia -
90,89
91,11
91,09
91,31
Koveiihagcn
108,91
112,47
109,19
109,13
109,41
112,75
Stockholm .
112,75
112,47
Helsingfors.
10,557
10,597
10,554
10,694
Italic» . .
London. . y?eut)orl . .
16,8:1
16,87
16,85
16,89
20,395
20,447
20,394
20,446
4,195
4,205
4,195
4,205
Paris. . .
15,35
15,39
15,24
15,28
Schwei, . .
HO, 73
KO, 93
80,755
80,955
Spanien .
59,14
59,28
59,11
59,25
Japan .. .
1.904
1,908
1,902
1,906
Nio de Jan. Wien in D--
0,612
0,614
0,611
0,613
Oest. abgest
59,16
59,30
59,14
59,28
Prag ....
12,416
12,456
. 12,416
12,456
Äelzrad . .
7,387
7,407
7.38
7,40
Budapest. .
5,872
5,89.2
5,875
5,895
Bulgarien
3,025
3,035
3,03
3,04
Lissabon
21,225
21,275
21.225
21.275
Danzig - .
80,90
81,10
80,88
81,08
flon|t.;nttn.
2,185
2,195
2,185
2,195
Acben
5,79
5,81
5,79
5,81
Canada. .
4,178
4,188
4.18
4,19
Urnguau
4,265
4,275
4,285
4,295
Berlin, 10 März
Geld
Briet
Amerikanische Note» .....
4,185
4,205
Belgische Noten ..... .
19,01
19,11
Dänische Noten .......
108,63
109,17
Englische Noten........
Französische Noten......
20,365
20,465
15,38
15,46
Holländische Noten......
167,88
168,72
Italienische Noten ......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr-, äioo Kronen
16,89
16,97
90,67
91,13
59,02
59,32
Rumänische Noten......
—
Schwedische Noten.....
112,12
112,68
Schweizer Noten......
80,62
81,02
Spanische Noten.......
59,06
59,36
Tschechoslowakische Noten . .
12,38
12,44
Ungarische Noten..... .
5,84
5,88
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 11. März. Tendenz: Fest. In der Dörsenveranlagung herrschte auch heute eine zuversichtliche Stimmung, zumal der bisherige Verlauf der Genfer Verhandlungen die optimistische Auffassung der Börse rechtfertigen dürfte, denn die vorliegenden Meldungen gaben Kenntnis, daß der Aufnahmeausschuh der Aufnahme Deutschlands kein Hindernis in den Weg legt. Die Kurssteigerungen setzten sich infolgedessen auf allen Gebieten fort. Hiermit war anfangs eine wesentliche Belebung des Geschäftes verbunden. Dies kam besonders für Montan- und Schiffahrtsaktien zum Ausdruck, für die auch Auslandkaufauftrage Vorlagen. Der günstige Verlauf der Genfer Verhandlungen gab namentlich der Spekulation einen gewissen Anreiz zu verstärkter Kauflust. Am Schiffahrtsmarkte stellten sich neue Kursbesserungen von 2 bis 3 Prozent ein. Für Montanwerte betrugen die Gewinne 1 bis 2 Prozent. Bei Chemieaktien konnte sich nur in einzelnen Werten eine etwas regere Urnsahtätigkeit entwickeln, bei allerdings bescheidenen Kurserhöhungen. I. G. Farben plus 0,75 Proz. Beträchtlicher gesteigert waren dagegen Goldschmidt plus 2,5 Proz. und Rüt» gerswerke plus 2,25 Proz. Elektro werte lagen vernachlässigt. A. C. G. waren um 0,75 Prozent höher. Der Bankaktienmarkt wies für einzelne Werte neue stärkere Nachfrage auf, wesentliche Kursbesserungen waren aber damit nicht verbunden. Am Kassamarkt der Industriepapiere erhielt sich besonderes Interesse für Bauaktien, die lebhaft gefragt blieben. Wayh <fc Freytag plus 1 Proz., Zement Heidelberg plus 0,75 Proz. Von Z e l l st o f f a k t i e n hatten Waldhof einen neuen stärkeren Gewinn von 2,25 Proz. zu verzeichnen, während Aschaffenburger niedriger wurden. Maschinenaktien standen weiter im Vordergründe. Karlsruher plus 2,5 Proz. Autoaktien lagen uneinheitlich: Daimler plus 1,25 Proz., Kleyer minus
Schach-Ecke.
Bearbeitet von W. Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaltion des »Gießener A".r.eigerS".
Problem Nr. 52.
Don F. Schindler.
8
6
5
3
2
7
4
1
b
V7Z.
N
S 6
7
8
2
Weiß.
4
3
Schwarz. d e f g
Weiß zieht und setzt in drei Zügen matt. Weiß: 4 Steine. Kal, Db8, Ld8, Lhl. Schwarz: 1 Stein. Ke3.
Eine preisgekrönte Aufgabe, die das Zusammenspiel der Dame und der beiden Läufer so mannigfaltig wie möglich darstellt.
Partie Nr. 39.
Die nachstehende Partie wurde im 10. Leopold - Trebitsch - Memorial - Turnier des Wiener Schachklubs am 10. Februar 1926 gespielt.
Budapester Gambit.
Weih: Grünfeld.
Schwarz: v. Rethh.
1. d2-d4 1. Sg8-f6
2. c2-c4 2. e7-e5
3. d4Xe5 3. Sf6-g4
4. e2-e4 4. Sg4xe5
5. f2-f4 5. Se5-c6?
Nicht zu empfehlen: besser wäre hier 5... Sg6 zur Verteidigung des Königsflügels. Uebri- gens versperrt dieser Sp. dem Damenspringer das natürliche Entwicklungsfeld c6.
6. Lei - e3 6. Lf8-b4+?
Auch dieser Zug ist zu verwerfen, da er Tempi verliert und die schwarze Königsstellung schwächt.
7. Sbl-c3 7. d7-d6
8. Lfl-d3 8. Lb4xc3+
9. b2xc3 9. 0-0
10. Sgl -f3 10. f7-f5
Zu diesem schwächenden Zuge ist Schwarz gezwungen, wenn er nicht vollständig eingeschnürt werden will.
11. 0-0
11. f5xe4
12. Ld3xe4
12. Sc6-e7
Traurig aber wahr: Nach dem zwölften Zuge hat der Führer der schwarzen Steine erst eine Figur entwickelt.
13. Sf3-g5!
Ein sehr feiner Zug, gegen den es schon keine genügende Verteidigung mehr gibt.
13 13. H7-h6
13 g6 würde wegen 14. Sh7:, Kh7: 15. Dh5+ usw. zu einer sofortigen Verluststellung von Schwarz führen. Lf5 geht nicht an, wegen 14. Lb7:. Auf 13 Sf5 entscheidet 14. Dd5+, Kg8 15. Lf5:,
L oder Tf5: 16. Sf?+ mit Qualitätsgewinn.
14. Le4-d5+ 14. Kg8-h8
15. Sg5-f7H- 15. Tf8xf7
16. Ld5xf7 16. Se7-f5
17. Le3-d4
18. Tfl-el
19. Ld4-f2
17. Sb8 - c6
18. Lc8-d7
19. Dd8-f6
20. Ddl-h5 20. Sc6-e7
21. Lf7-d5
22. Ld5-e4
21. c7-c6
22. d6-d5
23. c4xd5 23. c6xd5
24. Le4xf5 24. Se7xf5
25. g2-g4 25. Sf5-d6
26. Lf2-d4. Ausgegeben, da auf 26. .
27. Le5 entscheidet.
.. Df4;
Lösung des Problems Ar. 51. Don Severin Herhsprung.
1. Da5-el!, Ta8-d8
2. Ke2-fl-f-, ....
3. Tc2-f24--h
1 , Ta8-f8
2. Ke2-dl+, ..
3. Tg2-d2++.
Aus der Schachwelt
Das Internationale Panhans-Semmering- Schachturnier.
Sonntag, den 7. März 1926, begaflit auf dem Semmering das von dem Grand-Hotel Panhans A.-G. veranstaltete Internationale Schachturnier. Dasselbe wird trotz des Fehlens Dr. E. Laskers und Capablancas an Bedeutung gegenüber dem Moskauer Kampfe kaum hinter demselben zu- rückstehen, da, außer dem Sieger von Moskau, Dogoljubow, noch Aljechin und Vidmar, welche kürzlich mit gleicher Punktzahl auf dem kürzlich beendeten Hastinger Turnier als erste Sieger hervorgingen, daran teilnehmen werden. Höchstwahrscheinlich dürfte unter diesen drei Größen auch auf dem Semmering-Turnier der Sieger zu suchen sein, obwohl man auch solchen Spielern wie Niemzowitsch, Rubinstein, Reli, nicht die Chancen absprechen kann. An dem Wettkampf nehmen teil: Tartakower, Trehbal, Michel, Tar- rasch, Ianovski, Davidson, Iates, Vaida, Ro- selli, Kmoch, Grünfeld und Spielmann. Zusammen 18 Teilnehmer, von denen jeder mit jedem eine Partie zu spielen hat. Das Turnier wird von vierwöchiger Dauer sein. Neun Preise sind ausgesetzt. Der erste Preis beträgt 3500 Sh.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom Revakttonsttsch.
Der Zaunpfahl.
Wie van Dyck die Königin von England malte, glaubte diese zu bemerken, baß er sich beim Malen ihrer Hände weit mehr Mühe gäbe, als bei den übrigen Teilen des Gemäldes, und fragte ihn um die Ursache dieses Vorzugs. Der Künstler antwortete scherzend: „3f)re Züge liegen mir nicht so sehr am Herzen, weil ich von Ihrem Gesicht nichts erwarten darf: aber von Ihren schönen Händen hoff' ich die Belohnung meipee Arbeit zu erhalten."
Testament.
Ein reicher Mann unternahm in 'Begleit u.-.g seines Bruders eine Geschäftsreise und starb in der Fremde. Der Bruder kehrte zurück und erzählte, der Verstorbene hätte ihm vor dem Tode feinen letzten Willen mündlich mit geteilt: „Gib von meinem Vermögen meiner Witwe sov',.1 du willst, den Rest behalte." Auf Grund dieser letztwilligen Verfügung wollte der Bruder seine Schwägerin nur eintausend Rubel geben und dc.i Rest von neunzehntausend sich aneignen. Die Witwe ging mit ihrer Klage zum Rabbiner, uiu) dieser ließ den Bruder zu sich kommen. „Wie lautete der letzte Wille des Verstorbenen?" fragte er ihn. „Gib der Witwe soviel du willst, den Rest behalte." — „Gut. Wieviel willst du also von der Hinterlassenschaft haben?" — „Neunzehntausend Rubel." — „So," sagte der Rabbiner, „dein Bruder sagte: gib meiner Witwe soviel d u willst. Du willst neunzehntausend Rubel. Also mußt du ihr neunzehntausend geben, den Rest kannst du behalten."
0,5 Proz. Zuckeraktien neigten zum Nachgeben. Stark gefragt waren O eia tii en, so daß hier vereinzelt Rationierungen eintreten mußten. Die Kurssteigerungen für die Werte waren recht lebhaft. Heimische Anleihen hatten stilles Geschäft. Es machten sich Glattstes- lungen bemerkbar, die diesem Gebiet ein lustloses Aussehen gaben. Ausländische Renten waren zumeist leicht abgeschwächt. Der Freiverkehr zeigt feste Haltung. Decker Stahl 47, Becker Kohle 53,5, Benz 50, Brown Boveri 70, Entreprise 10, Growag 54, Hansa- bank 82,5, Krügershall 92, Petroleum 75, Rastatter Waggon 17, Kabel Rheydt 108, Ufa 55,5, Unterfranken 68,5 Proz. Der spätere Verlauf wurde unsicher, und infolge von Gewinn- Realisationen waren leichte Kursabbröckelungen zu beobachten. Die Grundstimmung blieb aber ziemlich fest. Am Geldmarkt ist die Lage weiterhin sehr leicht. Tägliches Geld ist zu 5 Proz. reichlich angeboten. Äkonatsgeld stellte sich je Adresse auf 6 bis 8 Proz. Bankdiskonten 5 Proz. Industrie-Akzepte hörte man mit 6,25 bis 6,5 Proz. Im Devisenverkehr sind keine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Paris stellte sich gegen London auf 133,60. Das englische Pfund ist bei einem Kurse von 4,86’ ,t gegen Kabel weiter außerordentlich fest. Die Reichsmark ist unverändert fest.
Berliner Pro-nktenbörse.
Frankfurt a. M., 11. März. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 26,25, Roggen (inländischer) 17,25, Sommergerste für Brauzwecke 20—23, Hafer (inländischer) 19—21,50, Mais (gelb) 17—17,25, Weizenmehl (inländi'chrs, Spezial 0) 39,50 -40, Roggenmehl 25—25,50, Weizenkleie 9—9,25, Roggenkleie 9,50—9,75. Tendenz: ruhig bei unveränderten Preisen
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 11. März. Aus- trieb: 15 Rinder (darunter 4 Ochsen, 11 Kühe und Färsen), 1265 Kälber, 254 Schafe, 396 Schweine. Kälber: Feinste Mastkälber 66 bis 74, mittlere Mast- und beste Saugkälber 56 bis 65, geringere Mast- und gute Saugkälber 48 bis 55, geringe Saugkälber 40 bis 45. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 46 bis 52, geringere Masthämmel und Schafe 36 bis 45. mäßig genährte Hümmel und Schafe (Merzschafe) 25 bis 32. — Schweine: Vollfleischige von 80 bis
100 Kilogramm 80 bis 82, unter 80 Kilogramm 77 bis 79, von 100 bis 120 Kilogramm 81 bis 83, von 120 bis 150 Kilogramm 80 bis 82. — Marktverkauf: Kälber bei anfangs lebhaftem, zum Schluß abflauendem, Schafe bei regem Geschäft ausverkauft. Schweine werben zu den Montagspreifen geräumt.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 10. März. (TU.) (1000 Kilogramm ab Station.) Weizen, märkischer, 241 bis 254, März 262, Mai 263,5 bis 262,5, Juli 262; Roggen, märkischer, 150 bis 154; Roggen, pommerfcher, 148 bis 152, März 165, Mai 176,5 bis 177,75, Juli 180 bis 182: Braugerste, märkische, 162 bis 186, Futter- gerfte, neue, 136 bis 150; Hafer, märkischer, 159 bis 169.— (100 Kilogramm.) Weizenmehl 34,25 bis 34,75; Roggenmehl 21,75 bis 23,50; Weizenkleie 10; Roggenkleie 8,80 bis 9; Vikioriaerbfen 26 bis 32; kleine Erbsen 23 bis 25; Futtererbsen 19 bis 21; Peluschken 20 bis 21; Ackerbohnen 20 bis 21; Wicken 22 bis 25; Lupinen, blau, 11,5 bis 12,5, Lu pinen, gelb, 14,75 bis 15,5; Serradelle, alt, 14 bis 21; Serradelle, neu, 26 bis 29; Rapskuchen 14 bis 14,5; Leinkuchen 18,20 bis 18,40; Trockenschnitzel 8,20 bis 8,60; Soyaschrot 18,40 bis 18,50; Kartoffel flocken 13,70 bis 14 Mk.
Büchertisch.
— Königin Luise. Historischer Roman von Sophie H o e ch st e t t e r. 24 Abbildungen nach zeitgenössischen Bildern und einem Brieffaksimile. Verlag von Rich. Bong, Berlin. Preis Halbleinen 6,50 Mark, Ganzleinen 7,50 Mark. — Ein Roman, der zum 150. Geburtstage der Königin Luise doppelt willkommen erscheint. Die Tradition hat die Königin mit Dem Rymbus einer fast erhenfrürtten Heiligen umgeben, wodurch die volle Menschlich- feit ihres Wesens in Den HintergrunD trat. In diesem Romane hebt sich eines der ergreifendsten Stücke deutscher Geschichte in farbigem Leben und sprühender Frische, eine Fülle historischer Gestalten in treffsicherer porträtgetreuer Zeichnung ab. Das Buch wird vielen Freude bringen. 99
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