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Hauses", den der Verein ehemaliger 116er in Als- feü> seinen Gästen gab. Die Veranstaltung nahm einen recht harmonischen und würdigen Verlauf. Ein ftimmun^SDOtler und schön vorgetragener Prolog unseres heimischen Dichters, Lehrer ftim- m e l in Elbenrod bei Alsfeld, gab eine würdevolle Eröffnung des Abends. Verschiedene recht gut zusammengestellte lebende Bilder aus der Friedensund Kriegszeit schufen ein stimmungsvolles Bild, ebenso ein flott gespieltes Theaterstück. Den musikalischen Teil des Abends bestritten die verstärkte Kapelle Meinhardt und der Gesangverein ,Li e de r k r a n 3". Frau Elli K 0 warzik trug einige Lieder vor, die lebhaften Beifall fanden. Der- banosoorsitzender Mohr (Gießen) sprach den Dank des Verbandes für die schön verlaufene Veranstaltung aus, welche die Teilnehmer in echter, alter soldatischer Kameradschaftlichkeit noch lange zu- sammenhielt. Am Sonntagvormittag fand die Der- t r e t« r 0 e r s a m m l u n g des Verbandes unter Leitung des Vorsitzenden Mohr (Gießen) statt, die fast'von allen Vereinen des 116er-Derban- oes beschickt war und einen guten Besuch aufwies. Bürgermeister Dr. Döl sing begrüßte die Ber- sammlung namens der Stadt Alsfeld. Man trat alsdann in die Tagesordnung ein, welche sich nach Verlesung des Geschäftsberichtes durch den Der- bandsooNitzenden mit Organisationsfragen, dem Denkmal in Gießen und den vorliegenden Anträgen befaßte. (Eint besonders lange Debatte rief die Her- ausgabe der Berbandszeitung hervor. Mit Dcmkes- roorten an die Versammlung schloß der verbands- vorsitzende gegen 4 Uhr nachmittags die Tagung. Als Ort für die nächste Verbandsversammlung wurde Neheim a. d. Ruhr bestimmt auf Vorschlag der dortigen Ortsgruppe. Anschließend an die Tagung fand unter sachkundiger Führung ein Rundgang durch die Stadt und die Besichtigung der Sehenswürdigkeiten derselben statt, wobei insbesondere das Rathaus und das Museum des Gefchichts- und Altertumsoereins das Interesse und die Bewunderung der Gäste erregte.
Landkreis Giehen.
'cP Lollar, 8. Roo. Am Sonntagnachmittag gab die hiesige Sängervereinig ung ihr diesjähriges Winter ko nzert vor einem gutbesetzten Saale. Der Chor verfugt über ausgezeichnetes Stimmaterial und zeigte bei dem Dortrag der mit Geschmack ausgewählten Werke mite Schulung uird feinsinnige Auffassung. Der Dirigent, Rohde von Marburg, hatte seine Sängerschar gut in der Hand. Herr Knoke- Marbnrg erfreute als Lenorsolist mit erlesenen Darbietungen, ebenso Herr Wels- Marburg mit seinem wunderbaren Bariton. Den beiden Solisten paßte sich Herr Musiklehrer Gies »Marburg in sehr schöner Weise als Begleiter an. Der Tag wurde mit einem Ball am Abend beschlossen, der dem veranstaltenden Verein wieder ein volles Haus brachte.
(D Großen-Buseck, 8. Nov. Am Freitag fand hier eine Lehrerk 0 n f e renz des Bezirk s - L e h r e r v e r e i n s Großen-Bufeck statt. Nach kurzer Begrüßungsansprache des Obmanns des Bezirksoerems, Lehrer Rausch (Reis- kirchen) hielt Lehrer Jung (Großen-Bufeck) einen sehr beifällig aufgenommenen Vortrag über die Vorgeschichte unserer engeren Heimat.
Beuern, 8. Aov. 3m Rahmen des hiesigen Volksbildungsvereins gab am Samstag im Saale der Gastwirtschaft „Germania" das Doppelquartett Friedberg - Fauerbach bei dichtbesetztem Saale ein Konzert. Das Quartett steht unter Leitung von Lehrer Funk, Lehrer an der Blindenanstalt in Friedberg. Es wurden etwa 20 Lieder vorgetragen, im ersten Teil schwierige Chöre, Im zweiten Teil Volkslieder. Die Darbietungen waren als hervorragend anzusprechen. Lehrer Funk ist ein Kind unserer Gemeinde. Gr kann mit Stolz auf den Verlauf dieses genußreichen Abends zurückblicken. Der hiesige Gesangverein Polyhymnia lullte die Zwischenpausen mit einigen sehr gut gesungenen Chören aus. Der erste Vorsitzende, Lehrer Rau, sprach am Schluß der Veranstaltung den Friedberger Sangern den Dank des hiesigen Dollsbildungs- vereins aus. Mit diesem Konzert hat der Volksbildungsverein Beuern seine diesjährige Winterarbeit begonnen. — Auch in diesem 3ahre sind in hiesiger Gemeinde für die Schwestern des evangelischen Schwesternhauses in Gießen durch die hiesigen Konfirmandenmädchen Feldfrüchte usw. gesammelt worden. Es wurden ungefähr 15 Ztr. Kartoffeln, 5 Zentner Kraut, 1 v2 Zentner Gelbe Rüben und etwas Obst zusammen- aebracht. Pfarrer Wagner brachte die Sammlung nach Giehen zur Ablieferung.
t Grün berg, 8. Rov. Bei schönem Wetter führte der hiesige Schühenverein gestern sein A b s ch i e ß e n durch. Geschossen wurde auf 175 Meter auf die 20-Ringscheibe. Den ersten Preis (94 Ringe) erhielt Heinrich S ch m i b t II, zweiten Preis (78 Ringe) K. Schott, dritten Preis (72 Ringe) K. Möller, vierten Preis (67 Ringe) Heinrich Reitz, fünften Preis (67 Ringe) Otto Allmendinger. Ferner wurden noch 15 Preise und ein Ehrenpreis geschossen. Eine vortrefflich verlaufene Familienfeier beschloß die Veranstaltung.
# Obbornhofen, 8. Nov. Von einem üblen D um menjungen st reich wurde die Familie des Ferdinand Kammer dahier betroffen. Während sie sich in der Küche befand, schlichen abends gegen 9 Uhr einige junge Burschen des Ortes vor das Haus und versetzten durch Kloofen und Steinwerfen gegen die Hauswand die Bewohner in solchen Schrecken, daß die F r a u vor Aufregung ohnmächtig nieberfiel und regungslos liegen blieb. Der von Hungen herbeigerufene Arzt stellte einen Nervenschock fest. Das Befinden der bedauernswerten Frau soll nicht unbedenklich fein. Die Sache wird, wie man hört, ein gerichtliches Nachspiel haben.
Kreis Friedberg.
WSA. Dad-Aauheim, 8. Aov. Der langjährige frühere Direktor der hiesigen Ernst- Ludwig-Schule, Dr. Zimmer, der sich um die Entwicklung des hiesigen höheren Schulwesens außerordentliche Verdienste erworben hat, ist ge° stern plötzlich nach kurzer Krankheit gestorben.
Kreis Büdingen.
X Nidda, 8. Nov. Der Bezirks-Lehrerverein versammelte sich fast vollzählig zu einer Konferenz im Schulhause zu Nidda. Lehrer Kuhl (Ranstadt) hielt eine Probelektion über den Sprach- lehrunterricht im Sinne der Arbeitsschule mit den Schülern des 8. Schuljahres. Die Vorführung zeigte neue methodische Unterrichtswege und regte zu wett- voller Aussprache an. Allgemein wurde sie als eine Verbesserung des Sprachunterrichts in der Volksschule anerkannt.
△ Nidda, 8. Nov. Dieser Tage wellte hier eine Kommission von Vertretern der AEG. und ber Ueberlandzemrale Oberhessen, um Besichtigungen über die Errichtung einer neuen Hoch, (pannungsleitung des Ueberlanb-- Werks Overheffen vorzunehmen. Diese soll für eine Stromstärke von 60 000 Volt Spannung von hier dem Laus der Nidda entlang bis Ulrichstein führen, um die Gemeinden im östlichen Teile der Provinz Oberhessen mit Strom zu versorgen und dabei Vorteile für den Betrieb zu erzielen. Die An- läge wird von ber AEG. ausgeführt.
Kreis Alsfeld.
cd Lehrbach, 8. Aov. Bei der gestrigen Bürgermei st erwähl wurde der Landwirt Heinrich Stroh, dessen Vater und Großvater schon langjährig dies Amt verwaltet hatten, mit 90 Stimmen gewählt. Sein Gegenkandidat, Landwirt Heinrich Pimper, wird weiterhin Beigeordneter der Gemeinde bleiben.
Starkenburg.
• Darmstadt, 8. Nov. Am Samstag feierten das hiesige Realgymnasium, die Ludwigs- Oberrealschule und die Lieb i gs-Ob ec- realschule ihr lOOjähriges Bestehen. Der Feier wohnten als Vertreter der Regierung der Minister des Innern von Brentano bei, außerdem waren zahlreiche Ehrengäste anwesend. Die Festrede hielt Oberschulrat Ritsert. — Am Freitag wurde in der^iheinsttaße während der Mittags- stunden von der Straße aus mit einem Nachschlüssel bas Lotteriegeschäft von Hi 1 sd 0 rf geöffnet. Dem Einbrecher fielen mehrere hundert Mark Bargeld in die Hände.
* Darmstadt, 8. 2kov. Die Frau des Arbeiters Bersch in Cberstadt, die schon seit einiger Zeit Spuren von Geisteslrankhell gezeigt hatte, entfernte sich am Samstag aus ihrer Wohnung und nahm ihr sechsjähriges Töchterchen mit. Sie warf sich mit ihrem Kinde vor einen Eisenbahnzug: beide wurden sofort getötet.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
—ö— Lützellinden, 8. Nov. Unsere Gemeinde hat das Rathaus durch den Kunstmaler Möglich von hier vollständig neu Herrichten lassen. Das Straßenbild wird durch den sarben- schönen Bau recht angenehm gestaltet. Auch die beiden Gemeindewohnhäuser, in denen insgesamt vier Familien untergebracht sind, wurden einer gründlichen Instandsetzung unterzogen. — Dieser Tage beging ber Maurer H. Jung sein 25jäh. riges Jubiläum als Mitglieb des hiesigen Männergesangoereins. Der Verein brachte dem Jubilar ein Ständchen und ehrte ihn durch Überreichung einer wertvollen yubiläumsgabe, außerdem wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.
O Aiederkleen, 8. Aov. Am Samstag sand hier durch zwei höhere Beamte der Regierung und den Kreisarzt zu Wetzlar im Beisein von Kreisbaumeister Flender (Wetzlar) und Bürgermeister Schneider (Gcoß-Rechten- bach) die landespolizeiliche Abnahme der in diesem 3ahre erbauten Wasserleitung mit teilweiser Ortsentwäsferung statt. Die Abnahme gab zu Beanstandungen keinen Anlaß, vielmehr fiel das Airteil dec Kommission über die Ausführung her Anlage, die zum Teil einer eingehenden Besichtigung unterzogen wurde, in jeder Beziehung befriedigend aus.
—5— (Ebersgöns, 8. Nov. Wie im „Gieß. Anzeiger" berichtet, bestand in hiesigen Viehzächte r k r e i s e n die Absicht, zu den vorhandenen Vogelsberger und Simmentaler Bullen einen weiteren Bullen für schwarzes Fleckvieh anzukaufen. Diesem Plan haben die zuständigen Stellen aus rassezüchterischen Gründen die Genehmigung versagt.
—c— Vollnkirchen, 8. Aov. Der Ausbau der Verbindungsstrahe von hier nach Volpertshausen ist beendet. Die Ausführung der Arbeiten lag in den Händen des Bauunternehmers Ludwig von hier.
XX Bla 8 bach, 8. Nov. Der letzte Düp- p c l ft ü r m e r bes Kreises Wetzlar, Heinrich Ferber III. von hier, vollendet heute in seltener Rüstigkeit sein 8 6. Lebensjahr. Der hochgeschätzte Alt- veteran war lange Jahre Ortsvorsteher unserer Gemeinde. Den Weg von Blasbach nach der Kreisstadt Wetzlar legt er noch heute ohne jegliche Beschwerden zurück.
Maingan.
WSN. Frankfurt a. M., 8. Nov. Infolge Nebels und Motorschadens mußte am Samstagnach- mjttag in der Nähe ber Weißen Wand am Alt- föntg ein Ueberführungsflugzeug, das auf der Fahrt nach Köln begriffen war, eine Not- l a n b u n g vornehmen, wobei es erheblich befchä- biat wurde. Personen befanden sich nicht in dem Flugzeug. Der Pilot S t e t b e l blieb unverletzt. Das Flugzeug wurde abmontiert und mit der Bahn nach Frankfurt zurückgeschafft.
Amtsgericht Gießen.
* Giehen, 6. Aov. Eine interessante Pn- vatklage wegen Beleidigung wurde heute dahier verhandelt. Ein gewisser M. aus der Nähe von Würzburg hatte einen gewissen W. von hier am hiesigen Landgericht auf Zahlung verklagt. 3n diesem Rechtsstreite handelte es sich schließlich um die Frage, ob dem M. oder
Alle für die Redaktion bestimmten Mittel-
die
hier: zum Endspiel Nr. 22 Lehrer
E. Simon.
Schachbrieflasten.
Lehrer
matt.
ja
lungen, Lösungen usw. sind zu richten an Schachredaktion des »Gießener Anzeigers".
Richter: Zeugin: Richter: Zeugin:
d e
Weiß.
Weiß zieht und seht in zwei Zügen Weih: 5 Steine Kl6; Df3; Lh2; Sa5, e5. Schwarz: 2 Steine Kd6; Tb6.
Die neckische Zeugin.
„Wie alt sind Sie?" (schweigt).
„Nun? Wann ist Ihr Geburtstag?" „Ach, gehen Sie, Sie schenken mir
„2s d« Herrschaft au Hause?" —
„Nee, is keiner da. —
„Harnse de Hundesteuer schon bezahlt^
„Mir ham ja jarkeen' Hund." —
„Dcheen, — ick komm von die Post, bet Tele- fong nachsehen!"
Der Sonntagsjäger.
„3a, da hilft nischt mehr. Sie haben Ihren Hund totgeschosfen, Herr Krause!"
„Das verstehe ich nicht, ich habe doch aus den Fasan gezielt!"
„Schade, Sie hätten auf den Hund zielen sollen!"
Schach-Ecke.
^Bearbeitet von W. Orbach.
Richttge Lösungen zum Problem Ar. 84 sandten noch ein die Herrcn: Dx. in G, Lehrer E. Simon,
C. 2., hier. Selbstmattausgaben find beim Schachpublllum im allgemeinen wenig beliebt; wenn Ihre Aufgabe jedoch korrekt ist, werden wir sie als Typenausgabe bringen.
Dr. H. W., hier. Aach 1. Lxc4 ist schwarz Patt. Ihre andere Angabe l.TgZ 4-, Kf5 2. Daß? matt ist mir unverständlich, da doch der schwarze König gar nicht im Schach steht.
L. K. 3., Hartenrod. Ihre Lesung zum Problem Ar. 84 scheitert an 1..... Sc3l
Weih.
Weiß zieht und gewinnt.
Weih: 3 Steine Kc6; Tfl; Lb5.
Schwarz: 2 Steine Kh2; Bg3.
Lösung des Problems Rr. 84.
Don W. A. Shinkman.
1. Da3-a8!, Kg4xf3 oder Kg4-f5 2. Lc2-dl oder Da8 - c8 matt 1. .... Se4-g5 2. Sf3 - e5 matt 1 ..., S. 6eL 2. Tb7-g7 matt.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.
Lösung deS Endspiels Rr. 22.
Don Dr. A. W. Galitzky.
1. Sg5-e64-, Kf4-e3 tfalls 1. . . ., Ke4 oder Kf3 2. Sc5+ oder Sd4+ uito.; falls 1. ... Ke5 2. H7 usw ) 2. Se6-d4!, Ke3-f-d4 3. h7 usw.
Problem Nr. 86.
Don D. Marimow.
Schwarz, c d e f g
(Endspiel Nr. 23.
Don Richard Rett. Schwarz.
b c d e f c
Aus dcr Lchachwclt.
Dienstag, den 2. November, gab der Schach- *< meister Rett im Frankfurter Schachverein C. V. eine Blindvorstellung gegen zehn zum Teil starke Spieler. Im Verlaufe von acht (!) Stunden hatte der Meister fünf Partien gewonnen, drei verloren unb zwei remis gemacht. In anbetracht der Stärke der Teilnehmer ist dieses Resultat als äußerst günstig zu bezeichnen.
Der am 10. Oktober ausgetragene Wettkampf Bremen gegen Amsterdam ist nach erbittertem Kampfe unentschieden geblieben. Am ersten Brett gewann Cuwe (Holland) gegen Carls, an Brett 2 ’ dagegen siegte Hilfe (Bremen) gegen Davidsohn.
Im Akeisterschaftsturnier des Schlesischen Schachverbandes in Bad Altheide siegte Sämisch gegenüber Machate und Bergmann gegen Caro- lath, welche den 2. und 3. Preis teilten.
Richtige Lösungen zum Problem Ar. 83 erhielten wir noch von den Herren: Lehrer Dreidecker und A Schröder, hier: desgl. zum Problem Ar. 84: Lehrer Dreidecker, Oberfehmbanci V. Loos, hier: Echulamttanw. Stumps, Garben-- teich. Endspiel Ar. 22 (Galitzky) wurde richtig gelöst von Herrn Lehrer Dreidecker.
doch nichts."
I Ausbaldowert.
dem W. der richterliche Eid auserlegt werden sollte. Für W. tarn es natürlich daraus an, das erstere zu verhindern, und er holte deshalb über die Persönlichkeit des M. Erkundigungen ein, deren Ergebnis er dem Gericht durch seinen Anwalt unterbreiten lieb. Cs war ihm nämlich von durchaus glaubwürdiger Sette mttgeteilt worden, M. habe eine wissentlich falsche eidesstattliche Versicherung abgegeben, er sei wegen Betrugs mit Gefängnis vorbestraft, und außerdem schwebten noch einige Verfahren wegen Diebstahls, Betrugs und Aötigung gegen ihn, er sei ein ganz raffinierter Mensch und als der größte Prozeßkrämer bekannt. Aufgrund dieses Materials reichte der Anwalt des W. dem Gericht einen Schriftsatz ein, in dem er den M. unter Hinweis auf seine Vorstrafen und die gegen ihn schwebenden Strafverfahren für eine -unzuverlässige Persönlichkeit erklärte. Verschiedene Behauptungen dieses Schriftsatzes waren unrichtig, in Wirklichkeit war M. nur wegen Detrugsversuchs und verschiedener anderer Delikte vorbestraft, nicht aber »gen Diebstahls und Unterschlagung: und er hatte auch noch keine Freiheitsstrafe erlitten; ferner war noch kein Verfahren wegen Verleitung zum Meineid gegen ihn anhängig gewesen. Er erhob des- halo PrivaMage gegen den W. wegen der in dem Schriftsatz enthaltenen Unrichtigkeiten. Dieser wies darauf hin, daß nicht er, sondern sein Anwalt den Schriftsatz aufgrund der ihm übergebenen Briefe versaßt habe, und daß sie beide in Wahrung berechtigter Interessen gehandelt hätten. Die Absicht, zu beleibtgen, habe ihnen vollständig fern gelegen. Das Gericht schloß sich seinen Ausführungen an und stellte fest, daß zwar verschiedene Behauptungen des Schriftsatzes odjetttv unwahr und geeignet sind, den Sßrüxitnäger verächtlich zu machen und in der öffentlichen Meinung herabzuwürdigen, daß aber W. sie in gutem Glauben an ihre Wahrheit in Wahrung berechtigter Interessen vorgebracht habe und daß sich weder aus der Form der Aeußerungen noch aus den Umständen, unter den Privatkläger M. zu beleidigen. Dem- denen sie geschahen, die Absicht des W. ergebe, gemäß wurde W. freigesprochen und M. mit den Kosten des Verfahrens belastet.
Rundfunk-Programm.
Mittwoch. 10. November.
3,30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. — 4,30 bis 5,45 Uhr: Konzert des Haus-, orchestecs: Moderne Tänze. — 5,45 bis 6,05 Uhr: Die Bücherstunde. — 6,30 bis 7 Uhr: Funkhochschule Franlfurt „Charattergestalten aus der Geschichte des neueren deutschen Unternehmertums: Georg von Siemens an der Spitze ber Deutschen Dank." Vortrag von Prof. Dr. Künhel. — 7 bis 7,30 älhr: Deamtenfortbildungs- kursus: „Probleme des Staatsschuldenwefens". Vortrag von Dr. Fritz Aeumark. — 7,30 dis 8 Tlhr. Die Schachstunde. 8,15 bis 9,15 Uhr: Konzert des Musttkorps der Freiwilligen Feuerwehr Aeu-Isenburg. — 9,15 dis 10,15 Uhr: Übertragung von Kassel: Cello-Konzert Judith Dokor. Amsterdam.
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