Ausgabe 
9.10.1926
 
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bringen, weil meine Regierung gerne annimmt, daß das neue Rußland unter Ihrer Führung vor keinem Opfer zurückschrecken und, solidarisch mit seinen Ver­bündeten, die Waffen nicht niederlegen wird", dann bekommt dasdos neue Rußland" einen besonderen Klang, der annehmen läßt, daß der von Buchanan unterrichteten englischen Regierung die Nachricht vom März-Umsturze nicht so ungelegen gekommen sein mag.

Sir George Buchanan weist, wie schon gesagt, die Beschuldigung zurück, der Vater der russischen Revolution gewesen zu sein. Allzugerne wäre er aber, wie aus seinen Bekenntnissen zu entnehmen ist, der Vormund des revolutionierten Rußland ge­wesen. An dem Friedenswillen Rußlands ist er schließlich gescheitert. Der Widerstreit dieses Willens und der Absicht Englands, Rußland im Kriege zu erhalten, hat nicht wenig dazu beigetragen, den Bol- kchewiken die Wege zu ebnen.

Fahrplanwünsche der Strecke Stockheim - Gedern.

Don der Strecke Stockheim- Gedern, 8. Oft. 3n dankenswerter Weise haben sich in letzten Zeit sowohl der Hessische Ver­kehrsverband, als auch der im Entstehen begriffene Oberhessische Verkehrsbund der schlechten Zugverbindungen auf den oberhessischen Strecken angenommen. Auch die Reichsbahndirektion hat für viele Wünsche endlich verständnisvolles Entgegen- lommen gezeigt. Für unsere Strecke ist leider gar nichts oder wenig erreicht worden. Denn die einzige Verbesserung, die Einlegung eines Früh­zugs nach Gedern besonders für die Schüler der im Aufstreben begriffenen Gederner Hof- kaplaneischule, ist den unmittelbar beteiligten Kreisen zu verdanken und stand schon vor der Aufstellung des Winterfahrplans fest.

Der sehr mangelhafte Sonntags­fahrplan ist nach wie vor unverändert ge­blieben. Wir haben von Gedern nach Stock­heim und weiter nach Heldenbergen Frank­furt an Sonntagen eine unhaltbar gewor­dene Zugpause von 10 Stunden. Jeder Vettehr an Sonntagmittagen ist völlig unterbun­den, die Bewohner müssen weite Wege zu Fuß machen, wenn sie an Sonntagnachmittagen eine auswärtige Veranstaltung besuchen oder etwa zu einer Beerdigung wollen. Auch die gottesdienst­liche Versorgung mancher Gemeinden auch daraus darf vielleicht einmal hingewiesen werden ist sehr häufig unnötig erschwert.

Ebenfalls ist für a l l e T a g e eine spätere Verbindung sowohl nach, als auch an Werk­tagen do? Frankfurt und an Sonntagen nach Gießen zu fordern. Von den vier Zügen, die zur Zeit innerhalb von vier Stunden von 4 bis 7 Llhr nachmittags an Werktagen von Frankfurt nach Stockheim fahren, könnte ruhig einer ausfallen, etwa der Zug W 4109, dafür könnte unserer Strecke, ohne Erwachsen von besonderen Kosten, eine spätere Abendverbindung gegeben werden. Vor allen Dingen ist nach wie vor eine frühere Verbindung über Gedern hinaus nach dem Vogelsberg nötig; vielleicht könnte der jetzt neu eingelegte Frühzug ab 7 Ahr Stockheim nach Lauterbach durchgeführt werden; nur so ist es überhaupt möglich, in einem Tage nach den schön gelegenen Ausflugsorten des Vogels­bergs zu kommen.

Die Aeichsbahndirektion vertritt bekanntlich den immer wieder gegen jede Zugverbesserung auf unserer Strecke ins Feld geführten Grund, daß jeder neu eingesührte Zug auch rentieren müßte. In erster Linie wäre aber danach zu fragen, ob ein bestimmter Bezirk oder eine einzelne Strecke als solche ren­tieren. Das kann wohl von unserem Bezirk oder unserer Strecke behauptet werden. Wer öfters Gelegenheit hat, den Personen- und Güterverkehr auf dem Bahnhof Gedern zu beobachten, oder um noch ein Beispiel zu nennen, wer einmal den Güterverkehr an den Tagen des bekannten Ortenberg er Kalten Marktes gesehen hat, der der Elsen- bahn grobe Einnahmen bringt, oder wer die täglichen Güterzüge auf unserer Strecke aufmerksam beobachtet, der weiß, daß von einer Anrentabilrtät unserer Strecke keine Rede sein kann. Deshalb müßte ihr billigerweise auch eine bessere Personenzugver­bindung gewährt werden.

Ein Mißstand, den schon )eder empfunden hat, der die Strecke von Frankfurt nach Gedern gefahren ist, oder von Gießen oder Gelnhausen kommend in Stockheim umsteigen mußte, und der sicher ohne besondere Ankosten bei gutem Willen abgestellt werden könnte, ist einmal her lange Aufenthalt der durch sehenden Züge Frank- furt Stockheim Gedern in Stock­heim, zum anderen die lange Fahrtdauer. Der Zug Frankfurt-Gedern 4105 hat in Stock­heim ein Lager von 37, der Zug 4111 sogar von 44 Minuten, andere Züge etwas weniger, tadu kommt beim Zug 4105 in Heldenbergen-Windecken ein Aufenthalt von 31 Minuten; so ist es kein Wunder, daß der letztgenannte Zug von Frank­furt nach Gedern für etwa 70 Kilometer fast 4 Stunden braucht, bei anderen Zügen liegen die Verhältnisse ähnlich. Die Reisenden, die öfters diese Strecke befahren müssen, sind wahrlich nicht zu beneiden. Eine Verkürzung der Aufenthalte und der Fahrtdauer ist unbedingt zu erstreben, die Einlegung eines Eilzugs- Paares wäre sehr zu begrüßen.

An Montag Morgen bestand früher für die vielen Geschäftsleute, die an Montagen nach F r a n kf u r t müssen, eine Früh- Verbindung von Gedern aus, deren Wiedereinführung von diesen Reifenden sehr gewünscht wird. Zur Zeit müssen sie schon um Mitternacht zu Fuß oder zu Wagen von Gedern nach Stockheim aufbrechen, um rechtzeitig zum Markt oder zu anderen Geschäften in Kank- furt zu sein. Hoffentlich gelingt es hen ge­nannten Verkehrsbünden und allen zu­ständigen Instanzen, bald auch für unsere stief-

I mütterlich behandelte Strecke die nötigen Ver­besserungen zu erreichen.

Oderhessen.

Landkreis Gießen.

: Beuern, 8. Oft. Am die am 1. Oktober freigewordene Gemeinderechnerstelle haben sich 10 Kandidaten, darunter vier Gemeinderatsmitglieder, beworben. Bei dieser hohen Zahl der Bewerber fällt es dem Ge­meinderat, in dessen Hand die Vorentscheidung liegt, schwer, seine Entscheidung zu treffen. Sn fürsorglicher Weise läßt die Gemeinde gegen­wärtig an ihren Ob st bäumen Klebgürtel gegen Obstschädlinge anbringen. Auch den privaten Obstbaumbesitzern wäre dringend zu empfehlen, ähnlich gegen die Daumschädlinge vor­zugehen. Die Dickwurzernte ist in vollem Gange. Sie ist als gut zu bezeichnen. Die Sorte Eckendorfer Riesenwalze" bringt Exemplare wie in wenig Jahren. Ein hiesiger Landwirt erntete eine Dickwurz, die das respektable Gewicht von 16 Pfund aufzuweisen hatte.

$ Wir bürg, 8. Oft. Pfarrer Haupt - Gießen, der Generalsekretär des Evcmg. Bundes, hielt in Göbelnrod und in Rernhards- hain einen Vortrag überRatur und Gott", mit Lichtbildern und kmematograpHischen Bildern. Beide Vorträge fanden trotz der arbeitsreichen Zeit eine dankbare Zuhörerschaft, die den Aus­führungen des Redner mit Sntereffe folgte.

-s-Harbach, 8. Oft. Der Ausbau einer direk - ten Verbindung mit Lich für den Fuhr­werksverkehr ist in Angriff genommen. Der alte Waldweg, der in die Kreisstraße Hattenrod-Lich in der Rähe des Pflanzgartens einmündet, konnte seither seines schwachen Anter- grundes wegen als Fahrstraße für schwere Fuhr­werke nicht benutzt werden. Gegenwärtig werden Teile dieses Weges fest ausgebaut, so daß in Zukunft schwere Lastwagen diesen Weg passieren können. Wenn erst einmal das ganze Stück von Harbach bis zur Einmündung in die Kreisstrahe fertiggestellt sein wird, dürfte man den neuen Weg zu schätzen wissen, denn er bedeutet für unseren abgelegenen Ort infolge seiner direkten Verbindung mit unserer Rachoarstadt Lich eine Wegersparnis von 2 bis 3 Kilometer.

7^ Hungen, 8. Oft. Ober-Sustizinspektor Schäfer von hier, der einst mit 14 Jahren in den hessischen Sustizdienst eintrat, konnte in diesen Tagen das 50jährige Dienstjubiläum begehen. Der unermüdliche Fleiß und die hin- gebungsvvlle Treue, mit der der Jubilar allezeit seinen Dienst versieht, fand in einer kleinen Feier auf dem hiesigen Amtsgericht die Aner­kennung feiner vorgesetzten Behörde. Ein gemüt­liches Zusammensein abends imSolmser Hof" mit Kollegen und Freunden beschloß das seltene Jubiläum. Seine gereifte Lebenserfahrung und sein sachkundiger Rat. mit dem er manchen Streit ohne Prozeß im stillen schlichtete, hat ihm die Achtung weiter Kreise gebracht. Möchte es dem wackeren Manne vergönnt sein, in der jetzigen körperlichen und geistigen Frische noch manches Jahr seinen verantwortungsvollen Beruf aus­zuüben. Von Montag bis Mittwoch dieser Woche hat Prof. Helmke-Gießen Ausgra­bungen prähistorischer Gräber hier vorgenommen. Schon im Anfang dieses Iahr- hunderts hat der damalige Villinger Pfarrer Freund im Villinger Wald ein Grab öffnen lassen, das heute noch die Steinbettung zeigt, auf die der Tote gelegt wurde. Der am Montag einige hundert Meter davon geöffnete Hügel brachte leider ein negatives Ergebnis. Dagegen zeigte das im Anschluß daran im Hungener Wald. Distrikt Psaffenwiese, geöffnete Hügelgrab eine ganz andere Bestattungsweise und vermittelte außerordentlich wertvolle kulturhistorische und religionsgeschicht­liche Aufschlüsse aus der Zeit von etwa 600 bis 700 vor Christi Geburt. Bei der Abtragung des Hügels wurde ein über halbkreisförmiger Stein­kranz bloßgelegt, der durch eine ebenfalls aus rohen Findlingssteinen von Rorden nach Süden verlaufende etwa 40 Zentimeter hohe Mauer abgeschlossen war, die an der Südecke einen ver­hältnismäßig breiten Eingang zur Grabstätte ließ, Reben der Mauer konnte man an der 50 Zenti­meter hohen und ll/2 Meter langen verbrannten Erdschicht mit Aschenresten und Aeberbleibseln verkohlten Holzes die Stelle erkennen, wo einst die Leichenverbrennung stattgefunden hat. Un­mittelbar davor wurde die Beisetzungsstelle fest- gestellt an der etwa handhoch zusannnengehäuf- ten Asche, über der zwei aus 3 bis 4 Spiralen bestehende Armbänder von Bronze zutage geför­dert wurden, ferner ein Topf aus Ton, der wohl Speise oder sonstige Gegenstände enthielt, wie man sie nach dem damaligen Totenkult dem Toten für seine Reise mitzugeben pflegte. Letzteres ist zugleich ein Hinweis, däß bereits im vorchrist­lichen Heidenum der Glaube an ein Weiterleben nach dem Tode i.n irgendeiner Form bestanden haben muß. Die Fundstücke wurden dem Museum in Gießen überwiesen. Das Grab soll geöffnet bleiben und nach Deseit'gung der Schutthaufen so hergerichtet werden, daß es dem heimat- kundl'chen Anterricht der Schulen in der Am- gegend dienen fann.

Kreis Schotten.

>( Ruppertburg, 8. Oft. Vom schönsten Wetter begünstigt, hielt her neugegründete Horloff -W ettertal - Sängerbund 'hier sein erstes Bundessingen ab. Etwa 300 Sänger der Männergesangvereine Gonterskirchen, Liederkranz", Hungen, Inheiden, Langd,Ein­tracht", Laubach,Harmonie", Laubach, Röthges, Ruppertsburg und Wetterselü, sowie zahlreiche Zuhörer füllten den geräumigen Schlörb'schen Saal. Rach der Begrüßung durch den Bundes- Vorsitzenden I. B ö ch e r und einer Ansprache des Lehrers D e b u s über die Bedeutung des Liedes und die Ausgabe der Gesangvereine und Sängerbünde, die mit einem Hoch auf das deutsche Lied schloß, wurden rasch einige geschäftliche An­gelegenheiten erledigt. Dann begann das Singen. Jeder Verein sang zwei selbstgewählte Chöre, zu-

Nätsel-Ecke.

Silbenrätsel.

ak ar der cho des dy e e e ei en fut he i i [e ti­met mu ne nie nolb o re ri ro roro sa sack sau si ter ur roa wer zi zi.

Aus oorstehönden 37 Silben sind 15 Wörter zu bilden, die folgende Bedeutung haben: 1. Kaffee­zusatz; 2. geistiger Eigentümer; 3. Tiernahrung; 4. gewalttätiger Mensch; 5. biblischer Name; 6. Fluß in Tirol; 7. deutsche Hauptstadl: 8. einmastiges Fahrzeug; 9. römischer Kaiser;. italienische Insel; 11. Laufvogel; 12. amerikanischer Staat; 13. Körperorgan; 14. Wegmaß; 15. männlicher Personenname. Nach richtiger Bildung der Wör­ter müssen diese in der ersten und dritten Buch­stabenreihe, beidemal von vorn nach hinten gelesen, ein Sprichwort ergeben.

Kreuzworträtsel.

12 13

8 9 10

18

19

21 22 23

31

35

3»

57

11

15

32

36

38

M16

20

0BQBQ

EBM'lEai

Bietae

1. Don links nach rechts:

2. Prophet; 8. Singstimme; 11. Gemüsepflanze; 12. Genuhmittel; 14. männlicher Personenname; 15. Fluß In Frankreich; 16. Bergweide; 17. Stadt im Rheinland; 19. weiblicher Vorname; 21. Er­finder eines Stenographiesystems; 26. Ballade von Bürger; 31. Abschiedswort; 32. andere Bezeich­nung für Richtschnur; 34. Wasser in fester Form; 35. natürliches Wasserbecken; 36. Schlingpflanze; 37. Anteilschein; 38. Stadt im Rheinland.

2. Von oben nach unten:

1. Junges Haustier; 2. großer Schornstein; 3. Stadt in Frankreich; 4. Nebenfluß der Saale; 5. Saatkorn; 6. Lebensvorgang; 7. heimliches Ge­richt; 9. biblischer Name;. 10. große Tür; 12. Bo­densenkung; 13. biblische Person; 18. Denkzeichen; 20. Nebenfluß der Donau; 21. Ruhepause; 22. Dich­tungsart; 23. seemännischer Ausdruck; 24. Birken­gewächs; 25. Körnerfrucht; 26. weiblicher Vorname; 27. Edelwild; 28. fettige Flüssigkeit; 29. Stadt in Brasilien; 30. wie 2; 33. Luftart.

Bilder-Räifck.

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Verschmelzungs-Ausgabe.

Es soll aus nachstehend aufgeführten je zwei Wörtern durch Umstellen der Buchstaben je ein neues Wort gebildet werden, deren Anfangsbuch­staben, aneinandergereiht, eine Jahreseinteilung er­geben.

Lei Zank: Schreibstube.

Amt Luna: Erziehungsanstalt.

Bor Erle: Zierbaum.

Irene Nest: weiblicher Personenname.

Drei Eugen: Eigenschaft.

Don Mal: militärisches Kleidungsstück.

Leer Niet: Edelwild.

Elle Vier: militärischer Weckruf.

Scharade.

Das erste ist der Sohn des zweiten, - Den beide Silben auch bedeuten; _T' * Dem dient die See zum Aufenthalt, " > Doch feine Heimat ist der Wald.

Bruchftückaufgabe.

Die nachstehenden acht Wortbruchstücke

ai Im arlf um al hr uD ollen durch Ansetzen je eines Buchstabens am An« ang zu Wörtern umgeftaltei werden Diese Buch- toben ergeben alsdann, aneinanderaereiht, den Namen eines jedem Weidmann wohlbekannten Hei­ligen.

Auflösungen.

Silbenrätsel.

1. Obstzucht; 2. Aelpler; 3. Gabel; 4. Bulwer; 5. Awre; 6. Eibisch; 7. Herder; 8. Oder; 9. Hering; 10. Kredit; 11. Charge; 12. Vigogne; 13. Amt(s)- Vorsteher; 14. Amatl; 15. Geige; 16. Iller; 17. Ellipse.

Blau wie der Himmel liegt vor dir die Welt.

Scharade.

Allerhand.

Arithmetische Aufgabe.

Wenn bei der ersten Verteilung 44 und bei der zweiten nur 12 Pflaumen übrig bleiben, so hatte die letztere 32 Pflaumen mehr erfordert. Gingen nun bei einer Verteilung von 2 Stück mehr an eine be­stimmte Zahl Kinder insgesamt 92-mj$r daraus, so muß die Zahl der Kinder so groß gewesen sein, wie 2 in 32 enthalten ist. Es waren demnach 16 Kinder und 108 Pflaumen.

Kreuzworträtsel.

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versleckräksel.

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1. Hammer; 2. Zange; 3. Feile; 4. Hobel;

5. Nagel; 6. Bohrer.

Bilderrätsel.

Wenn Friede die Völker eint, blüht Gottes Segen überall.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedaktionStisch.

Berufe.

Was macht denn Ihr Mann, Frau Botze?"

Der verteilt Zettel in den Straßen, wenn Reichstagswahl ist. Und was tut Ihrer, Frau Butze?"

Meiner verkauft schwarze Glasscherben, wenn Sonnenfinsternis ist."

Meilensteine.

Heute, Liebling, sind wir fünf Jahre ver­heiratet, und wie jedes Jahr habe ich auch wie­der einen Kuchen gebacken."Wie aufmerksam von dir," erwidert der Gatte.Ich blicke auf die anderen fünf als Meilensteine zurück."

Anfall.

Dem Hausherrn meidet das Dienstmädchen:

Her Direktor! Bei Herrn Weier oben ist das Wasserrohr geplatzt!!!^

Bedenklich wiegt der Würdige sein Haupt:

Der arme Mann! Er gefiel mir schon die ganzen Tage nicht?" (Lust. Dl.)

Nordisches Sprichwort.

Bei den jütischen Bauern und Fischern be­sagt ein altes Sprichwort: Du sollst deine Pfeife nicht aus dem Tabaksbeutel eines andern stopfen. Warum nicht? Weil sie dann keinen Zug hat. Warum hat sie keinen Zug? Weil sie zu fest gestopft ist.

meist ein Volks- und ein volkstümliches Lied und einen Kunstchor. Wenn man bedenkt, daß manche Vereine im Sommer gar keine oder nur sehr wenige Singstunden haben, so muß man die Leistungen durchweg als gut bezeichnen. Der auf­gegebene Pflichtchor:Hab' oft im Kreise der Lie­ben" von Silcher, wurde als Mossenchor auf dem Kirchenplatz gesungen und zeugte von guter Schu­lung und Auffassung. Verschiedene schöne Chöre er­freuten noch im Freien und im Saale die Freunde des deutschen Männergesangs.

Kreis Alsfeld.

Homberg a. d. Ohm, 8. Ott Das vom Stadtvorstand genehmigte Gefallenen- Ehrenmal wird nach Anhörung des Denk­malpflegers Prof. W a l b e - Darmstadt durch den Bildhauer Arnold- Beuern ausgesührt. Das Denkmal kommt links von der Fr edhofskapelle zu stehen. Inmitten eines Chrenfriedhofs mit 35 einzelnen Gedenksteinen wird sich ein Sockel aus Muschelkalk erheben, der den Ritter St. Georg trägt. Die Gesamthöhe ergibt 4 Meter. Das Ganze wird non schönen gärtnerischen Anlagen umgeben. Die Einweihung hofft man im Früh­jahr 1927 vornehmen zu können. Prof. W a l b e schreibt über das Ehrenmal:Ich habe mich damit in jeder Beziehung einverstanden erklärt und glaube, daß durch die Ausführung dieses Entwurfs die Stadt Homberg in den Besitz einer ganz besonders schonen Kriegerehrung gelangen wird, die mit der alten Kapelle zusammen ein stimmungsvolles Bild darstellen wird."

Starkenburg.

WER. Darmstadt, 8. OIL In letzter Zeit mehren sich, wie demHessischen Volksfreund" gemeldet wird, die Fälle, in denen junge

Leute in der GegendGesalzenes Wasser" zw> schen Laudenbach und Heppenheim von unbekannten Autoinsassen überfallen werden. In der Rächt vom Donnerstag zum Freitag ereignete sich wieder ein lieber» fall, wobei ein junger Mann von Wein­heim, der sich mit einem Revolver zur Wehr sehen wollte, mittels Gummiknüppel schwer be­arbeitet wurde. Rur durch die Flucht konnte er sich retten. Offenbar handelt es sich um Wer­ber für die Fremdenlegion, die hier ihr Unwesen treiben. Es handelt sich um ein Per­sonenauto, das an fraglicher Stelle ohne Licht hält, um nicht bemerkt zu wrrden. Wegen des Vorfalles ist Bericht an die Polizei erstattet,

Rheinhessen.

WSN. Mainz, 8.Okt. Der bei der hiesigen Filiale der Dresdner Bank in Stellung ge­wesene 21jährige Kassenbote Hans Lutz von hier.

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