Ausgabe 
9.10.1926
 
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mittag in einem 21 u t o eine Dienstreise nach Wallau bei Hochheim, um in einer Dieb- stahlstache Ermittelungen an^ustellen. Auf dem Rückwege m der Rahe des .WanderSmanns" muhte das Auto einem mit lieben Kindern be­fetten Lastauto scharf nach links aas weichen. Da­bei stich der Waaen aneineTelcgraphen- st a n g e und foulte, sich überschlagend, d e n Abhang hinunter, wobei bte Insassen in grobem Dogen herausgeschleudert wurden. Die beiden Kriminalbeamten Wolfram und o t e f - fens wurden dabei schwer verletzt, wah­rend der dritte Beamte und der G-bauffeur mit Hautabschürfungen davonlamen. Die Schuldsrage ist noch nicht geklärt.

Kreis Fulda.

WSN. Fulda, 8. Okt. Sn den Fluren der Rhön tritt in diesem Fahre die Ackerschnecke in großen Massen auf und richtet bei der jungen Saat erheblichen Schaden an.

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der nach Unterschlagung von 35000 M k. flüchtig gegangen war, wurde in Quakenbrück ver­haftet. Die Festnahme erfolgte in dem Augen­blick, als er mit der hier wohnenden Mutter seiner Ibjährigen Geliebten eine Zusammenkunft hatte. Die hiesige Kriminalpolizei hatte vor der Ab­reise der Frau nach dem genannten Ort Kenntnis erhalten und verständigte sofort die dortige Polizei. Die Geliebte des Lutz, die 16jährige Margarete B e r r, machte gestern im hiesigen Polizeigebäude, als sie von einer Vernehmung zurückgeführt wurde, einen Selbstmordverf u ch , indem sie sich zum Fenster hinausstürzte. Hierbei erlitt sie eine leichtere Kopfverletzung und wurde nach dem städtischen Krankenhaus verbracht. Das gestohlene Gell) wurde bis auf einen kleinen Betrag wieder zur Stelle ge­schafft.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

c? Wetzlar, 8. Okt. Sn den Kreisen der die. ligen Handwerker, Kaufleute und der sonstigen Gewerbetreibenden herrscht zur Zeit große Aufregung über die in den letzten Tagen herausgekommenen Gewerbe- fteuranforberungen. Es handelt sich hier­bei um die endgültige Veranlagung für das Jahr 1925. die erst jetzt bekannt gegeben wird. Da die Vorauszahlungen hierfür vielfach mit s«hr geringen Summen getätigt worden sind, haben manche Gewerbetreibende noch erheb­liche Vachzahlungen zu leisten, die bei der teilweise immer noch schlechten Geschäftslage für viele fast unerschwinglich sind. Dazu kom­men noch die Vorauszahlungen für 1926, die das Bild weiter verfinstern. Aus der an­dern Seite hat die Stadt wieder erhebliche Ausfälle bei der Gewerbesteuer zu verzeichnen, weil große Teile der hiesigen In­dustrie im vergangenen Iahre ohne jeden Ertrag abgeschlossen haben, und deshalb nach dieser Richtung hin nicht besteuert werden können. Wie hier eine beiden Teilen gerechte Lösung ge­funden werden soll, ist noch das Problem, des­sen Lösung wohl sehr schwer fallen wird. Die Stadt selbst dürste wohl über äleberschüsse nicht verfügen, weil die starke Bautätigkeit ansehn­liche Summen beansprucht. Dies selbst ist zum größten Teile wieder eine Folge der großen Erwerbslosigkeit, deren Linderung auf der an­deren Seite wieder ein Gebot der Pflicht ist. Am kommenden Sonntag wollen die Hand­werkerkreise in - einer Generalver­sammlung zu der Frage Stellung nehmen.

li Wetzlar, 8. Okt. Die wirtschaftliche Lage in unserem Sndustriebezirk hat in den letzten Wochen eine weitere Ent - lastung erfahren, wenn auch die Zahl der Ar­beitslosen immer noch beträchtlich ist. Diese letztere Frage dürfte auch für die nächste Zukunft leider nicht zu beseitigen sein. Die Zahl der Erwerbslosen kann daher auch nicht mehr allein ein Maßstab für die Beschäftigung aller Industriezweige abgeben. Die von der Regierung bewilligte Vergütung von zwei Mark pro Tonne geförderten Eisenerzes für den hiesigen Bezirk hat die Wiederinbetrieb- nahme einiger Erzgruben im Lahn-

und Dillrevler ermöglicht, und damit auch die Einstellung mancher Belegschaft wieder gestattet. Weiter dürfte der inzwischen abgeschlossene Eisen- palt auch für die hiesigen Werke manche Auswir­kungen haben. Dazu kommt der bis heute günstige Herbst, der die Bautätigkeit in vollem Um­fange weiter gestattet und den Absatz des viel be­nutzten Zements keinen Einschränkungen unter­wirft. Auch in der optisch-mechanischen Sn- d u st r i e ist eine Belebung des Absatzmarktes seit diesem Sommer festzustellen, wenn auch Kredite hierbei auf längere als sonst übliche Zeit gegeben werden müssen. Durch die großen Bauten des Spar- und Bauvereins, sowie durch die von den Kommunalbehörden in Angriss genommenen Stra­ßen- usw. Bauten werden auch wieder Teile des Bauhandwerks mit Arbeit versorgt, während andere Erwerbszweige über sehr geringen Auf­tragseingang klagen. Die Gewerkschaft Raab hat die Ausbeutung in ihren bisherigen Stollen auf­gegeben und hat neue Aufschlußarbeiten in der Räbe von Garbenheim begonnen, wo größere Eisensteinoorkommen erwartet werden. Die früher hier besonders blühende Lederhand­schuh i n d u st r i e, die in der Vorkriegszeit etwa ein Viertel der gesamten deutschen Armee belieferte und besonders auch für das Ausland sehr stark ar­beitete, ist infolge der Umwälzungen wohl am meisten betroffen und mußte sich vollkommen u rn st e l l e n, wobei die heutige Produktion noch nicht ein Vierte Iber Vorkriegszeit erreichen dürfte. Die vor dem Kriege hier noch vielfach betriebene Ledergerberei ist vollständig eingegan - gen und wird nu rnoch in dem nahen Brand- obernborf, bas in dieser Branche von jeher be­rühmt war, betriebn. Wenn die Witterungsverhält- nisse in den nächsten Monaten günstig bleiben und die Beschäftigung in der Sndustrie ebenfalls eine weitere Belebung erfährt, so steht zu hoffen, daß manche Befürchtungen wegen der Arbeits­losenfrage gebannt werden.

XX Wißmar, 8. Ch, Im Vorjahr wurden hier und im benachbarten Launsbach große Entwässerung s-°-Anlagen im Lahn­feld durchgeführt. Es handelt sich um rund 90 Hektar, die sich fast zu gleichen Hälften auf beide Gemeinden verteilen. Die Kosten stellen sich für den Morgen auf 125 Mc. für Wißmar ins­gesamt auf 21 500 Ml. und für Launsbach auf 23 000 Mk. Die Finanzierung ist für beide Gemeinden die gleiche, beide haben ein 7prozen- tiges Darlehen von 10 000 Mk. bei der Deutschen Bodenkultur A.-G. in Berlin ausgenommen, das in dreijährigen Raken zurückzuzahlen ist. Die Drainage hat sich bereits im ersten Erntejahr auf das beste bewährt, aber die Klagen über die Entrichtung der Zahlungsbeiträge sind besonders bei den kleinen Landwirten allgemein.

XX Krofdorf, 8. Okt. Unter den sieben Landbürgermeistereien des Kreises Wetzlar hat die vereinigte Bürgermeisterei Atzbach- Launsbach die st ä r k st e S e e l e n z a h l. Sie zählt insgesamt 12 Ortschaften mit 2006 Gehöften, 11 456 Bewohner. Während Vetzberg mit 476 Köpfen als bas kleinste Dorf gilt, zählt Krofdorf allein 1879 Bewohner. KrofdorpGleiberg gelten aber bekannt­lich als ein Gemeinwesen, mithin zusammen 2299 Einwohner. HohensoIms gilt als die kleinste

Bürgermeisterei des Kreises, sie zählt in 10 Dör­fern mit 748 Gehöften nur 3969 Einwohner.

XX Vetzberg, 8. Okt. Der preußische Staat, der Eigentümer der Burgruine Vetzberg ist, hat bekanntlich schon in der Vor­kriegszeit, wenn auch gerade nicht in glücklicher Form, den gewaltigen Bergfried besteigbar ge­macht. Snfolge der fortgesetzten Witterungseinflüsse mußte die Aufstiegsleiter erneuert werden. Wenn auch Personen, die nicht ganz schwindelfrei sind, den wundervollen Ausblick vom Turm sich schwerlich verschaffen werden, lohnt es doch für viele, von hier den Blick in die Landschaft zu senden, wenn man den Bergkegel ersteigt. Besonders das Bild der Schwesterburg ist wunderbar. Aber um auf diesen herrlichen Aussichtspunkt zu kommen, hat man einen höchst abschüssigen und gefahrvollen Weg hinanzu- steigen. Der Gemeinde ist es verboten, an dem Wege zur riebe etwas zu verbessern. Das L a n d r a t s - amt Wetzlar als Aufsichtsbehörde für die Ruine würde sich den Dank zahlreicher Touristen erwerben, wenn es dafür sorgen wurde, daß der Weg ver­bessert und an einzelnen Stellen mit Schutz­gitter versehen würde.

Streik Westerburg.

00 Westerburg, 8. Okt. Hier stieß der Kraftwagen des Dr. Wengen rot y, der vorschriftsmäßig scharf rechts von der Reustraße in die Adolfstraße einbog. mit einem links fah­renden Motorradfahrer aus Haiger zu­sammen. Durch die Geistesgegenwart Dr. Wengenroth's, der seinen Wagen sofort ab- bremste, kam der Motorradfahrer mit heiler Haut davon, während sein Rad in schwer beschädigtem Zu st and zur Wiederherstellung in die Werkstatt abgeschleppt werden mußte. Dr. Wengenroth konnte mit seinem wenig beschädigten Wagen weiterfahren. In Salz wurden am Sonntag in Anwesen­heit des Gei st l. Rates Fischbach (Limburg) die neuen Glocken eingeweiht. Das neue Geläute besteht aus vier Glocken.

Maingau.

WSN. Frankfurt a. M., 8. Ott. Wie wir von zuständiger Seite erfahren, haben die Raab- Katzenstein-Flugzeugwerke in Kassel das Angebot der Stadt Frankfurt a. M. zur Ver­legung des Betriebes dieser jüngsten beut- schen Flugzeugfirma nach Frankfurt angenommen. Mit der Umsiedlung soll im Dezem­ber begonnen werden. Sm Ansästuß an die Fluzeug- fabrifaiion wird dann auch in Frankfurt bas e r ft e deutsche Flugzeugkaufhaus eröffnet wer­den, in dem zu günstigen Preisen und Zahlungs- bebingungen kleine offene 6port= und größere mehrsitzige Reiseflugzeuge vertrieben werden sollen. Emen großen Menschenauflauf verursachte bieser Tage in einer stark belebten Straße in Bad- Nauheim ein Frankfurter Ehepaar. Streitobjekt war ihr Kind, das die Frau im Auto mitgenommen hatte, um sich von ihrem Mann zu trennen. Der Mann war ihr daraufhin nach- gereift, stellte sie in- Bad-Nauhcim xur Rede, und der in das Forum der Oeffentlichkeit getragene häusliche Krieg konnte erst durch das Einschreiten der Polizei beendet werden.

WSA. H ö ch st a. M., 8. Ott. Drei hiesige Kriminalbeamte machten gestern nach-

GonntanSdienst d.Aerzte n.Avotbeken am 10.10.26 Dr. S. Klein- Dr. Smdt. Velikanavolbekc. Hahnarxt: Dr. Nockerbeck. *D

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