Ausgabe 
9.9.1926
 
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Schach-Ecke.

^Bearbeitet von QD. D r b a d).

die

spielen.

Nach 00 stände Weih die interessante Fortsetzung

16. Dc7 - d8

12. d5xe4

13. Sf6xe4

8. b7-

9. Lc8-b7

10. Ta8-c8

11. e6xd5

aus.

16. Tfl-el

Problem Nr. 7S-

Don 3. Iversen.

14. d5! zu Gebote.

14. Ld3Xe4

15. d4-d5

durch.

12

13. Sc3xe4

14. 0-0

15. c6-c5

Der vorgeschobene weiße Dauer übt nun einen furchtbaren Druck auf das schwarze Spiel

Zügen matt.

Le3; Bd3.

Um e5 zu 8. c2-c4 9. Sbl -c3 10. Tal -cl 11. c4Xd5 12. e3-c4!

1. Sgl-f3 2. d2-d4 3. e2-e3 4. b2-b3 5. Lfl-d3 6. 0-0

7. Lcl-b2

Damenbauernspiel.

Weift: Rtmzowitsch.

Schwarz: v. Gottschall.

1. e7-e6

2. d7-d5

3. Sg8-f6

4. Sb8-d7

5. c7-c6

6. Lf8-d6

Verhindert Sg5. Aul I ce8 plante Rimzowitsch 17. LI17-H, Kh7: 18. Sg54-, Kh6 19. 8t7-s-:! und gewinnt. 17. Le4-bl 17. Tf8-e8

Durch 12. Sb5 hätte Weift den Austausch des Läufers d6 erzwungen: er hätte dann infolge des Läuferpaares, sowie der besseren ^Bauern* stellung ein chancenreicheres Spiel. Rimzowitsch verzichtet jedoch zugunsten eines Königsandrisses auf diese Fortsetzung: er führt denselben glänzend

Weift zieht und setzt in drei Weift: 5 Steine Ka6; Dh6; Tg6: Schwarz: 2 Steine Kf3; Bd4.

Weift hat sich Passiv aber gut aufgebaut; er droht den späteren Durchbruch e4.

7 7. Dd8-c7

Partie Nr. 59.

Die nachfolgende kombinationsreiche Partie wurde in der 4. Runde des Breslauer Qlleifter* turniers gespielt.

Alle für die Redaktion bestimmten Mittei lungen, Lösungen usw. sind zu richten an Schachredaktion desGiehener Anzeigers".

8

7

6

5

4

3

2

Schwarz.

Weih.

\

ÜÄ \

18. Ddl-d3

Rimzowitsch erklärt sofortigen Turnttaulch für korrekter.

18 18. Sd7-f8

Besser Tel 4-..

19. TelxeS 19. Dd8xe8

20. Sf3-h4! 20. f7-f6

21. Sh4-f5 21. Tc8-d8

22. Lb2xf6'.' glänzend gespielt.

22. . 22. Ld6xh2+

Aotwendig; öenn auf gxf folgt 23. Sxd6, Txd6 24. Dg3+ nebst Dxd6 und gewinnt.

23. Kglxh2 23. g7Xf6

24. Dd3-g3+ 24. Sf8-g6

25. 12f4! Weitaus besser als 25. Sdö, De7 26. S Xb7, Dxb7 27. Lxgo, hxg6 23. Dxg6-H da hiernach der Gewinn noch nicht so einfach zu er­zwingen wäre.

25 25. Kg8-h8

26. Tcl-el 26. De8-f8

27. d5-d6 27. Td8-d7

28. Dg3-c3! Mit der Drohung 29. Te8, Dxe8 30. Dxf6+ etc.

28 28. Td7xd6

Aach 28. Tf7 entscheidet Weih durch 29. d7,

Txd7 30. Te8! etc.

29. S15xd6

30. Lblxg6

31. Tel-e8+

32. Dc3-g3

Weift drohte Dh4

33. Te8-e3 34. 14-15!

Führt zu einem für Weift. 34 35. Kh2xg3 36. Te3-e7+ 37. Te7Xa7 38. Ta7-a6 39. a2-a4 40. b3Xa4 41. Ta6-b6 42. a4-a5 43. a5-a6 44. ab-al 45. Tb6-b3 46. Kg3-12 47. Tb3-c3

Aufgegeben, da schlagen kann: eine gespielte Partie.

29. Df8xd6

30. H7-g6

31. Kh8-g7

32. Lb7 c6

33. Lc6-d7

klar gewonnenen Endspiel

34. Dd6xg3 +

35. Ld7xf5

36. Kg7 -116

37. Lf5bl

38. b6-b5

39. b5xa4

40. Kh6-g5

41. Lbl-e4

42. 16-15

43. c5c4

44. c4-c3

45. 15-f4+

46. c3-c2

Weift nun den Bauern c2 von Rimzowitsch sehr fein

Lösung des Problems Ar. 76.

Don E. Holt.

1. Sd7-e5!, e7-e6 2. Db5-d3+, Ke4xe5 3. 12- 14 matt.

1 I<e4 -15 2. 12-14 nebst 3. Db5-d3 oder d7 matt,

1 Ke4-d4 2. 12-13, e7-e6 3. Se5 - c6 matt.

Lösung zum Endspiel Ar. 19.

1. h2-h3!, g4xh3 2. g3-g4-s-, KH5-H4 3. Dd2 -12 matt. 1. . . ., 14Xg3 2. h3xg4 + , Kb5-h4 3. Dd2xh6+, De5h5 4. Dh6xh5 matt. 1. . . ., De5 -15 oder Ld5e6 oder 1615 2. h3xg4, D15xg4 oder Le6Xg4 oder 15xg4 3. Dd2-h2+ etc. 1 De5-e34- 2. Dd2xe3, 14xe3 3. h3xg4 matt.

Eine nachträgliche richtige Lösung zum Pro- blem Ar. 75 ging ein von Herrn Lehrer Brei­decker, Gießen Richtige Lösungen zum Problem Rr. 76, sowie Endspiel Rr. 19 sandten ein die Herren: Lehrer Breidecker, Lehrer Simon, Tie­ften: H- Ranz, Steinbach

Schachbriefkasten.

A. Sch., Gieften; Lehrer St., Lich. Ihre Lösungen zum Problem Rr. 76 stimmen bis aus die zweite Variante: nach 1. Se5, Kd4 spielen Sie falsch weiter 2. Le3-|-?, nach 2 Ke4 können Sie das Matt jedoch nicht erzwingen. H. R., Steinbach, Ihre Einsendung wird geprüft. Ihr Vierzüger wird gebracht.

federten und es ins Rutschen brachten, vom Wagen und trug eine schwere Kopfver­letzung davon. Der Dorfall war von dem Landwirt selbst nicht bemerkt worden. Hinzu- femmende Leute brachten die Verletzte in die elterliche Wohnung.

ÄreiS Alsfeld.

-er. Homberg a. d. Oh m, 8. Sept. Unser Derschönerungs- und T o u r i ft e n v er- e t n unternahm am Sonntag unter ftarfer Be­teiligung eine Wanderung nach der H u n - ne n bürg. Da der Weg größtenteils durch schattigen Wald führte, war trotz der Hitze die Wandrung keineswegs ermüdend. Von der Hunnenburg, die als eine keltische Riederlassung angesprochen wird, nach andern aber ein großer germanischer Ringwall gewesen em soll hat man eine herrliche Aussicht, da ne das Ohm­tal um 120 Meter überragt. v2In Hand eines Vortrags konnten wohl ein Dutzend Ortschasten im Amöneburger Becken ohne Fernglas erkannt werden. Heber Erfurtshausen erfolgte unter Ab­singen herrlicher Wanderlieder der Heimweg.

Kreis Lauterbach.

< Q u e tf, 8. Sept. Am Sonntag fand hier das Detanatsmiffionsfeft für das Dekanat Lauterbach statt. Dav Fest stand im Zeichen herrlichsten Wetters. Obwohl im Juli im Schützer- land schon solch ein Missionsfest war. erfreute sich doch der Tag eines guten Besuches. Nachdem die Ernte so wohl und so reich geborgen ist, konnte man erst recht mit Freude und Dank der Arbeit an den Heiden gedenken. Um P/4 Uhr begann der Festgottesdienst, bei dem Missionar Sauber» 1 i ch -aus Leipzig über denWillen zur Mission, ihren Zweck und ihr Ziel" in seiner Predigt sprach. Das Gotteshaus war übervoll beseht. Von Stockhausen war der Posaunen­chor unter seinem Dirigenten Lehrer Rausch gekommen, der mit wundervoller Kraft hier und später bei der Rachversammlung die Lieder be­gleitete. Die R a ch f e i e r wurde auf dem dazu geeigneten alten Friedhof gerade an der Kirche gehalten. Den herzlichen Degrüftungsworten des Ortsgeistüchen. Pfarrers Bohn, schlossen sich Grüfte des Dekanstellvertreters. Oberpsarrei-s Boeckner aus Schlitz, an. der für den dienstlich verhinderten Dekan Schl ö s s e r aus Lauter­bach sprach. In klarer und tiefer Weise legte dann Pfarrer Dernbeck. ein Enkel eines Pfarrers, der 35 Jahre dort Geistlicher war. der- Missions- gemeinde auf die Seele;Wachet, flehet im Glauben, seid männlich und seid stark." Missionar Säuberlich erzählte hieraus anschaulich aus seiner afrifanifd)en Arbeit, wo er 25 Jahre im Missionsdienst stand. Mit packenden Worten schloft der Ortsgeistliche die Rachversammlung, die noch bereichert und verschönt worden war durch sehr gute Vorträge des Mannergesang­vereins Queck unter seinem Leiter. Lehrer Seid, und dem Stockhausen er Po­saun e n ch o r.

1. Niedermoos, 8. Sept. Liefer Tage wurde der große Niedermooser Teich, der etwa 25 Morgen umfaßt und dem Freiherrn von Riede sei gehört, a u 6 g c f i f d) t. Das Fanger­gebnis an Karpfen und Schlei war befrie­digend. An der Bahnstation Grebenhain wurden über 100 Zentner Fische verladen, die ein Fischhändler aus Württemberg erworben hat. Man spricht von einem Erlös von 18 000 Mk.

I. Bermutshain, 8. Sept. 21m Montag wurde der große Röthenbacher Teich in un­serer Gemarkung ausgefischt. Man sing etwa fünf­zehn Zentner Karpfen und 1 Zentner Schleie. Das Durchschnittsgewicht eines Karpfens machte 2* bis 3 Pfund aus. Der gesamte Fang wurde nach Frankfurt versandt.

Starkenburg.

WSR. Offenbach, 3. Sept. Der 58 Jahre alte Iustizsekretär Jean Winter, der beim hiesigen Amtsgericht angeftcflt war. wurde auf Veranlassung des Amtsgerichts wegen Unter- sch 1 agung amtlicher Gelder verhaftet.

WSR. Gr oft-Die berau. 3. Sept. Der 74 Jahre alte Mühlenarbeiter Hufer auS R i e- der-Beerbach hätte sich am Sonntag am Ortsausaang gegen Lichtenberg in der Rähe der Schuchmannsmühle an den Hang der Strafte ge­legt. Scheinbar i m Schlafe ist er hinabgekollert und in den Fischbach gefallen. Herbeige- kommene Heiser zogen ihn heraus, aber alle Wie­derbelebungsversuche waren vergeblich- Der Arzt muhte den Tod feststeUen

Rheinhessen.

WSR. Mginz. 3. Sept. Die Stadt Mainz hat. dem Beispiel vieler anderer gro­ßer Städte folgend, nunmehr auch eine Ehebe- r a t u ,n g 6 ft c l le eingerichtet

Hessischer Handwerkertag.

WEN. Mainz, 8. Sept. In der Stadthalle tagte gestern der etwa 80 000 Handwerker um­fassende Hessische Handwerks- und Ge­werbeverband unter Leitung des Vorsitzenden der Hessischen Handwerkskammer N o h 1 - Darm­stadt. Im Namen des Bezirksausschusses Mainz- Bingen begrüßte dessen Vorsitzender, Bauunterneh­mer M e r t e s , die Versammlung. Das Andenken an den verstorbenen langjährigen Präsidenten des Reichsverbandes der deutschen Gewerbevereine, Ge­heimrat N o a tf , wurde von der Versammlung ge­ehrt. Buchbindermeister Schmuck- Worms wurde zum Ehren meist er des hessischen Hand­werks ernannt. Direktor Schuett 1 er - Darm­stadt sprad; über die Tätigkeit und wirtschaftliche Be­deutung des Hessischen Handwerks- und Gewerbe­verbandes, Dr. Lindemann- Darmstadt refe­rierte über das Ergebnis der Einkommensteuerver- anlagung 1925. Zum Schluß fand folgende Ent­schließung Annahme:Der von ca. 1000 Hand­werkern besuchte Hessische Handwerkertag zu Mainz muß die auf Handwerk und Gewerbe ruhende steuer­liche Belastung als durchaus unerträglich und ge­werbeverheerend bezeichnen. Er erwartet von den Organen des Hessischen Handwerks« und Gewerbe- verbandes, daß sie mit Nachdruck die steuerlichen Verhältnisse der Mitglieder des Verbandes ver­treten. Er erwartet, daß die in Frage kommenden Steuerbehörden den berechtigten Interessen der Ge­werbetreibenden Rechnung tragen, und insbesondere den einzelnen Einsprüchen, sofern einwandfreie Un­terlagen beigebracht werden, stattgegeben wird. Der Hessische Handwerks- und Geweroeverband muh nach wie vor bei allen sich bietenden Gelegenheiten gegen die Gewerbesteuer und gegen die Umsatzsteuer Einspruch erheben, da er in diesen Steuern eine Sonderbelastung der werktätigen Berufe erblickt."

Preuhen.

Tilttrcis.

bl. Dillenburg, 8. Sept. Das Krieger­denkmal in unserer etabt geht der Vollendung entgegen. Das Ehrenmal ist bis auf das Einsetzen der Tafeln und die Verputzarbeiten hergestellt. Nun werden noch die Anlagen hergerichtet.

bl. Haiger. 8. Sept. In der jüngsten Stadtverordneten Versammlung wurde beschlossen, die AutobuslinieStrah- eberSbach Haiger mit monatlich 50 Mk. zu unterstützen. Der Aufnahme eines Kredits von 18 000 Ml. bei der Kreis- und Stadt­sparkasse wurde zugestimmt.

Kreis Westerburg.

* Westerburg, 8. Sept. In der jüngsten Stadtverordnetenversammlung kam es zu einem schweren Konflikt zwischen dem Stadtparlament und dem M a g i ft r a t. Die Ursache hierzu lag in Finanzfragen und in einer Wohnungsangelegenheit des Schulrats Stäbler. Da der Magistrat den Wünschen der Stadtver­ordnetenversammlung nicht entsprach, wurde ihm durch einstimmigen Beschluß der Versammlung schärfstes Mißtrauen ausgesprochen und zum Zeichen des Protestes die 2 i tz u n g so­fort aufgehoben. Sieben noch zur Beratung anstehende Vorlagen konnten nicht mehr erledigt werden. Auf den Ausgang der Angelegenheit ist man sehr gespannt.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M.. 8. 0ept. Der Regierungspräsident von Wiesbaden hat für die Ergreifung des als M ö r d e r s s e i n e r 18- jährigen Stieftochter verdächtigten Hei­zers und ehemaligen Friseurs Otto Pöhsch. gebürtig aus Haardorf bei Weißenfels, 500 Mk. Belohnung ausgesetzt. Pöhsch ist seit der Er­mordung seiner Stieftochter flüchtig und hat seine Arbeitsstelle in den Höchster Farbwerken nicht mehr ausgesucht. Gr ist 1,72 Meter groß und hat Ansatz von Bauch, rötlich-blondes zurück­gekämmtes Haar, rötlich-blonden gestutzten Schnurrbart, länglich-blasses Gesicht und gute Zähne. Gang und Haltung sind etwas nach vorn übergebeugt. Pöhsch spricht Thüringer Dia­lekt und war bekleidet mit dunkelgrünem Sport­anzug, dunklen gestrickten Sportstutzen, schwar­zen Schnürschuhen und breitem grauem Hut. Wenn er kein Geld und keinen Alkohol hatte, war er ein fleißiger Arbeiter, wenn er aber betrunken war, was sehr häufig zutraf, war er wie ein rasendes Tier, wobei er seine Familie manchmal in fürchterlicher Weise mißhandelte. Sein früher gutgehendes Friseurgeschäft hat er auf den Hund gebracht, und er mutzte deshalb auf den Höchster Farbwerken eine Stellung als Heizer annehmen. Auf seine Stieftochter soll er eifersüchtig gewesen sein und ihr auch den Verkehr mit einem anständigen jungen Mann verboten haben. Schon am Samstagabend hat Pöhsch, nachdem er svat abends schwer betrunken heimkehrte. daS Mädchen schwer mihhandelt, so dah es überall Wunden und Beulen am Körver hatte. Am Dienstag vormittag 7 Tlhr war daS Mädchen, wie gestern schon gemeldet, bereits angezogen, als sich die Mutter zu Einkäufen nach der Stadt begab, während der Stiefvater noch im Bette lag. Ms die Frau zurückkehrte, sand sie ihre Tochter ermordet vor. während der Täter flüchtig gegangen war.

Tierschau in Gladenbach.

X Gladenbach. 8. Sept. Bei der gro­ben Tierschau, die in Verbindung mit dem landwirtschaftlichen Fest hier stattfand, wurden folgende Prämierungen ausgesprochen:

Pferde. Klasse I, Stuten 2 3 => jährig: Jakob Lenz. Erdhausen. 1. Preis, 40 Mark und Medaille: Heinrich Krug IV, Ober­hörlen, 2. Preis, 30 Marl; Georg Bamberger, Wolf gruben. Anerkennung und 10 Mark: Ioh. Georg Piher, Hülshof, Anerkennung und 10 Mark. Klasse II, Stuten 34jährig:

Gebr. Schwarzentraub, Hof Bubenrod. 1. Preis,

40 Mark und Medaille, 2. Preis, 30 Mark: Ioh.

Jost Schmidt VI, Moreshausen a. d. S., 3. Preis, 25 Mark, Anerkennung und 10 Mark. K 1. 111. Stuten über 3 Jahre alt. bereits-ge- fohlt: Ludwig Heuser III. Moreshausen a. d. S., Staatspreis. 1. Preis. 40 Mark und Medaille: Ludwig Bamberger. Dautphe, 2. Preis, 30 Mark: Bürgermeister Barth, Moreshausen a. d. S.. 3. Preis, 25 Mark. Anerkennung und 10 Mark: Johannes Hermann, Friebertshausen, Anerken­nung und 10 Mark: Johannes Weber. Belln­hausen. Anerkennung und 10 Mark. Kl. IV, ©.tuten über 3 Jahre alt, mit Fohlen, mit Erfolg geb.: Johannes Werner 11, Hom­mertshausen. 1. Preis. 40 Mark und Medaille: Johannes Hermann. Friebertshausen, 4. Preis. 15 Mark. Klasse V. Stuten mit Rach- zücht: Ludw. Scheid. Kehlebach, 3. Preis. 25 Mart: Jak. Lenz. Erdhaufen, 15 Mark.

Rindvieh. Klasse I, Bullen über 2 Jahre alt: K. Kraus, Aachelshausen, 1. Preis, 30 Mark und Medaille der Landw.- Kammer: I. Veite, Römershausen, 2. Preis, 25 Mark; Bürgermeister Zimmermann. Hülshof, 3 a. Preis. 20 Mark: Ioh. Gg. Burk, Herzhausen. 3 b. Preis. 20 Mark. Klasse II, Bullen von 18 24 Monat: Gemeinde Moreshausen, 1 a. Preis (Staatspreis). 30 Mark: H. Lotz. Wommelshausen. 1 b. Preis, 30 Mark: H. Zim­mermann. Crdhausen. 2. Preis. 25 Mark. Klasse III. Bullen von 12 18 Monat: W. Seibel. Wilsbach. 1. Preis (Staatspreis). 30 Mark: Weig. Hampel, Hommertshausen, 2 a. Preis. 20 Mark: Gg. L. Plaum. Hartenrod. 2 b. Preis. 20 Mark; W. Frink II. Roßbach, 3. Preis, 15 Mark: Ehr. ©ebner, Oberweidbach. 4 a. Preis. 10 Mark; I. Happel, Holzhausen, 4 b. Preis. 10 Mark. Klasse IV. Kühe über 5 Jahre. Tobias Soldan. Wolfgruben, Ehrenpreis: Phil. Geßner. Gladenbach. 1. Preis. 25 Mark: Heinr. Krug. Silberg. 1. Preis. 25 Mark: Heinr. Koch. Wolsgruben, 2. Preis. 20 Mar!: Ioh. Jost Runzheimer, Römershausen, 2. Preis. 20 Mark; Sebastian Grebe. Wolfgruben, 2. Preis, 20 Mark: Fried. Thomas, Hartenrod. 3. Preis, 15 Mark: Ludw. Herrmann. Wommels­hausen, 3. Preis, 15 Mark: Wilh. Seibel. Wils­bach, 3. Preis, 15 Mark: Ioh. Pfeiffer, Dams- hausen, 3. Preis, 15 Mark. Klasse V, Kühe unter 5 Jahren. Ludw. Herrmann, Wommelshausen, 1. Staatspreis. 30 Mark. Ioh. Jost Barth. Moreshausen a. d. S.. 2. Preis. 20 Mark; Wilh. Seibel, Wilsbach, 3. Preis. 15 Mark: Phil. Geßner, Gladenbach. 3. Preis, 15 Mark. Klasse VI, Rinder über 2 Jahre. Reinh. Müller. Gönnern, 1. Preis, Anerkennungsschein der Landw.-Kammer und 25

Mark: Friedr. Thomas, Hartenrod, 1. Preis. 25 Mark; Heinr. Krug. Silberg. 2. Preis, 20 Mark: Karl Zimmermann, Hülshos, 2. Preis, 20 Mark; W. Friebertshäuser, Bellnhausen. 3. Preis, 15 Mark: Ioh. Gg. Burk. Herzhausen. 3. Preis. 15 Mark - Klasse VII. Rinder unter 5 Monat tragend: Ioh. Jost Runzheimer. Römershausen. 1. Preis. 25 Marl; I. Kraft II. Wommelshausen, 2 a. Preis, 20 LNark; L. Hermann, Wommelshausen. 2 b. Preis, 20 Mark; Karl Wege, Moreshausen a. d. S., 3 a. Preis. 15 Mark; K. Happel, Sinlertshausen, 3b. Preis, 15 Mark. Klass e VIII, Fa­milien: W. Seibel, Wilsbach. I. Preis. 25 Mark und Plakette.

Schafe. Klasse II. Böcke mit zwei breiten Zähnen: Ioh. Ortmüller, Dauphe, 1. Preis, 10 Mark. Klasse III, Schafe mit vier breiten Zähnen: Heinrich Schmidt. 'Frankenberg. 1 a. Preis. 10 Mark; Heinr. Weber. Breidenbach, 1 b. Preis. 10 Mark; Karl Bernhard. Frankenberg. 1 c.. Preis, 10 Mark. Klasse IV. Schafe mit zwei breiten Zähnen. Heinr. Milchsack. Brei­denbach. 1 a. Preis, 10 Mark; Jak. Bernhard, Dautphe, 1 b. Preis, 10 Mark: Ludw. Schmidt II, Breidenbach, 1 c. Preis, 10 Mark; Heinr. Bern­hardt. Frankenberg. 1 d. Preis, 10 Mark; Gg. Becker II. Breidenbach. 1 e. Preis. 10 Mark

51 Deutscher Gastwirtetag.

Kassel, 7. Sept.

Die ordentliche Hauptversammlung des Deutschen Gast Wirteverbandes wurde heute durch den Präsidenten Köster- Berlin eröffnet. Er wies darauf hin, daß im abgelaufenen Geschäftsjahre dem Gewerbe manche Steuer­erleichterung gewährt wurde, diese aber keineswegs ausreichten, um das Gewerbe wieder gesund zu machen. Wenn das Gemeinde­bestimmungsrecht im Reichstag abgelehnt worden sei, so sei wohl eine wichtige Schlacht geschlagen, doch dürfe man nicht glauben, daß nun das Gemeindebestimmungsrecht nicht wieder auftauche. Was den Abstinenzlern im offenen Kampfe nicht gelungen, daS versuchten sie jetzt in verschleierter Form zu erreichen. Durch Bestim­mungen, die man in den Entwurf des Schank- stättengesetzes hineinzubringen versuche, glaube man zum Ziele zu kommen. Hieraus wurden der Jahresbericht und der Kassenbericht genehmigt.

Bei der Festsetzung des Derbandsbei- träges, der in seiner Höhe belassen wurde, wies Präsident Köster daraus hin daß der

Vorstand beabsichtige, noch in diesem Jahre einen juristischen Beirat für den Verband zu ver­pflichten.

Die Dersainmlung genehmigte sodann die Er­nennung folgender Mitglieder zu Ehrenmit­gliedern des Verbundes: D i a 1 ke - Danzig. Weber- Stuttgart, Peter- München. Lob er= München. Schnauber- Darmstadt, Lifin- Berlin, R i 11 e r - Berlin, Wagner-Leipzig, Runge-Köln, K n o p f - Karlruhe und Hart­leb-Kassel.

Da dem Verband im Vorjahre die Ehrun­gen von verdienten Angestellten die Summe von über 40 000 Mk. gekostet hat, beschloß die Versammlung, dah künftighin die Kosten für die Auszeichnungen von den Arbeitgebern über­nommen werden müssen.

Ein vom geschäftsführenden Ausschuß ein­gebrachter Dringlichkeitsantrag will es v e r - mie den wissen, daß als Abgeordnete für den Deutschen Gastwirtetag statt der praktischen Wirtschaftler G e s ch ä f 1 s f ü h r e r oder Syn­dici von den Unter&erbänben gewählt würden. Es hieße die Bedeutung des Deutschen Gast­wirtetages herabdrücken, wolle man von dem Alt­hergebrachten abgehen. Von den politischen Par­teien und Behörden werde noch immer die Tagung als Fachparlament angesehen, das müsse so blei­ben. Die Geschäftsführer wolle man dadurch keineswegs ausschalten, als Vortragende erkenne man sie an, nicht aber als Berichterstatter. Der Antrag fand gegen eine Stimme Annahme.

Aus dem Gefühl der Dankbarkeit gegen die verdienten Führer beschloß die Versammlung nach längerer Debatte die Pensionsberechti­gung der hauptamtlich .. tätigen und besoldeten Mitglieder des geschäftsführen­den Ausschusses. Zur Sicherung der Durch­führung des Beschlusses wird ein Pensions - fonds gebildet. Rach Mitteilung des Präsi­denten Köster hat der große Vorstand die Ab­sicht. auch den Führern der Anterverbände diese Pensionsberechtigung zuteil werden zu lassen.

Die Anwesenheitsliste ergab die Zahl von 526 Abgeordneten, die größte bisher erreichte Zahl. Als Tagungsort für den nächstjährigen Deutschen Gastwirtetag wurde Düsseldorf gewählt.

Von den Rachmittagsverhandlungen inter­essiert die Annahme der Dringlichkeit zweier Anträge. Rach dem ersten Antrag soll der Vorstand beauftragt werden, mit der Regierung darüber zu verhandeln, daß ab 31. März 1927 den Kommunen endgültig die Getränke st euererhöhung entzogen wird. Die eigentümliche Stellungnahme des