Ausgabe 
9.8.1926
 
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Ha-u kommt die Tatsacye daß die Angeklagte damals keine Tätigkeit hatte und in ihr am Mittwoch, dem Tage der Lat, noch der Zorn über die Abweisung am vorangegangenen Tag gährte. Der Gedanke an eine gewaltsame Lösung ringt sich in ihr durch, der sich im Selbstmord- entschluh äußert. Do kommt ihr der Gedanke: Nicht ich, sondern er ist der Hauptschuldige. Er muh es bühen, sagt sie, und nun ergreift sie in Hast den Revolver, nimmt das Gift mit sich und eilt zu Dr. S. Auf Grund des chronischen Affektes, verbunden mit dem -Zorn über die Ab­lehnung, ihrer Mntätigkeit, das Grübeln wird der Tötungsgedanke 5 u m Vorsatz.

Ihre erregte Ratur veranlaßt sie zu den beiden letzten Schüssen. Wenn auch von berufener Seite vollendete Tötung angenommen wurde, und zwar derart, dah sich der Vorsatz auf den Erfolg beziehen müsse und auf die Art des Er­folges, also auf die Degehungsforin, und wenn die Art des Erfolges sich nur unwesentlich unter­scheide von dem Erfolg, so muh man sie dem Täter zurechnen.

Das Gericht hat die Tat so bewertet, dah die Lötungsabsicht vorlag, aber die V e - gehungsform eine andere ist und diese ihr nicht zugerechnet werden kann. Die Frage der Meberlegung braucht nicht länger erörtert zu werden, man habe es mit Totschlagsversuch in Tateinheit mit fahrlässiger Tötung zu tun. Richt nur Dr. Seitz habe sein Leben eingebüht, auch die Flessa hat ihr Leben ruiniert, und es soll ihr das menschliche Mitleid nicht versagt werden. Es ist weiter berücksichtigt, dah die Angeklagte wenigstens zeitweise nach der Tat Reue gezeigt hat, später vor den, Untersuchungsrichter habe man ja andere Aeuherungen gehört. Das Ver­halten nach der Tat steht durchaus im Einklang mit der Annahme des Affekt-Totschlags. Sn dem Augenblick, wo sie mit dem Tötungsvorsah an Dr. Seih herantrat, bedachte sie die Folgen nicht und jetzt sagt sie, sie hat es nicht gewollt. Für die Strafsrage ist weiter zu berücksichtigen, dah ein wertvolles Menschenleben zum Opfer siel, und es steht fest, dah Dr. Seitz ein geschätzter und gesuchter Arzt war. Zu berücksichtigen sind auch die Folgen, die eine solche Tat auf andere hh st erische Personen aus­üben könnte, wenn eine solche Tat straflos oder nahezu straflos bliebe.

Der Vorsitzende gab einen Wink, die An­geklagte wurde hereingesührt. Die bleiche Frau schien fassungslos. Der Vorsitzende gab ihr das Urteil bekannt. Aber seine letzten Ausführungen gehen unter den Worten der Angeklagten verloren:Ach, ich will gar nichts mehr hören. Mir langt's ja. Ach bitte verschonen Sie mich. ES ist ja ganz egal, ob ich fünfzig oder siebzig Sahre bekomme, führen Sie mich doch ab."

Die Verurteilte wird abgeführt.

Obertzeffen.

Landkreis Gießen.

ck. Heuchelheim, 8. Aug. Sonntagmorgen hatte die hiesige Freiwillige Feuerwehr gemeinsam mit der Pflichtfeuerwehr eine größere Äebung, bei Ger auch die neue Kreis-Motor­spritze von G i e h e n mitwirkte. Mm 1 Mhr rückte die Wehr nach dem als Vrandplah ausersehenen Windhof ab. Der Angriff, welcher sich auf das ganze Gebäude erstreckte, ging flott vonstatten und zeugte davon, dah die Wehr gut eingeschult ist. Die Kreis-Motorspritze traf bereits 10 Mi­nuten nach dem Alarm auf dem Mebungsplatz ein und konnte 6 Minuten später schon mit dem aus der ca. 300 Meter entfernten Krobach gepumpten Wasser das Vrandobjekt bekämpfen. Die neue Motorspritze, welche 800 Liter in der Minute leistet, funktionierte tadellos und brachte mit einer 75-Millimeter-Leitung einen Strahl zustande, welcher von der Erde aus bis über den Turm reichte. Anschließend wurden noch einige Mebungen und Versuche vo^genommen, um die neue Motorspritze auszuprobieren. Nachdem Kreis-Dranddirektor Dick 0 re -- Gießen, welcher die ganze Mebung leitete, seine Anerkennung für die gute Leistung ausgesprochen hatte, rückte die Wehr um 9 Mhr wieder ein.

!! Daubringen, 3. Aug. Da die R 0 g - genernte, die wegen des vielen Mnkrautes dieses Sahr langsam voranging, doch nun soweit beendet ist, hat auch bereits die Dresch­maschine wieder vor dem Dorf auf einem freien Platz ihre Tätigkeit begonnen. Auf Wa­gen bringen die kleinen Landwirte, die hier nur Roggen und etwas Hafer anbauen, die Frucht direkt vom Feld an den Dreschwagen. Ost reiht sich dann Wagen an Wagen, und ununterbrochen geht dann der Dreschbetrieb Tag und Nacht.

! ! Aus dem Lumdatale, 8. Aug. So wie wir jetzt auf dem Land durch Radio die kulturellen Genüsse und Darbietungen der Groh- stadt haben, so werden wir auch fast täglich durch tändler mit Autos oder Wagen mit leiblichen enüssen bedacht. Waren es vor Wochen die Kirschen- und Heidelbeerhändler, die ihre FiÄch-te anboten, so bekommt man jetzt seinen Gurken - und Frühkartoffelbedarf bis vor die Haustüre gebracht. Durch das große An­gebot von Frühkartofteln sind auch die Preise entsprechend heruntergegangen. So sind sie inner­halb von 14 Tagen von 5,50 Mk. pro Zentner auf 4 Mk. gesunken.

Kreis Büdingen.

ld. Aus dem Niddatal, 8. Aug. Unter den ftinbern unseres Tales treten die zwar ansteckenden, ober bei vernünftiger Pflege harmlosen Wasser- b lotter n in immer stärkerem Maße auf; die Kleinen sind dadurch häufig während der wenigen Sonnentage dieses Jahres ans Bett gefesselt.

]:( Gelnhaar, 7. Aug. Da der von der Behörde angesetzte Termin des Jugend- fei er tag es in hiesiger Gemeinde in die Heu­ferien fiel, fonrrte er erst dieser Tage mit einem Ausflug und gemeinsamen Spielen gefeiert werden.

Kreis Schotten.

ld. Glashütten, 8. Aug. Sn einer der letzten Nächte wurde in einer hiesigen Kolvnial- warenhandlung eingebrochen und größere Mengen Lebensmittel, sowie Zigarren und Ziga­retten gestohlen. Der Dieb hängte einen herunter­geklappten Fensterflügel aus, öffnete das Fenster und stieg durch dieses ins Haus, das er durch eine Kellertüre wieder verlieh. Der Diebstahl konnte bis jetzt nicht aufgeklärt werden.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

Hochelheim, 8. Aug. Die bereits für Mitte Juli vorgesehenen, wegen der in unserem Orte herrschenden Maul- und Klauenseuche jedoch ver­

schobenen Reichsjugendwettkämpfe wer­den am 16. August hier stattfinden.

? Cleeberg, 8. Aug. Am Samstag kam auf dem hiesigen Rathaus Teil I der Clee­berg c r Gemeind ejagd zur Neuver­pachtung. Der Bezirk ist 650 Hektar (330 Hektar- Wald und 320 Hektar Feld und Wiesen) groß. Er ist als wildreiches Gebiet bekannt. Außer Rehwild kommt auch Rot- und Schwarzwild als Wechselwild vor. Der Pachtzins kam auf 1850 Mk. Der frühere Preis betrug 3910 Mk. Auch ein Zeichen der allgemeinen Geldknappheit. Snter- essenten waren nur wenige erschienen. Meistbie­tender war S. Moser aus Frankfurt a. M.

- - Aus dem Kleebachtal, 8. Aug. Be­günstigt durch das endlich wieder einsehende Sommerwetter ist die Roggenernte in hie­siger Gegend zumeist beendet, obwohl die starke Lagerung der Felder die Erntearbeiten sehr er­schwerte und in die Länge zog. Die diesjährige Roggenernte bringt gute Erträge an Stroh wie auch an Körnern. jedoch sind die Auswinterungs­schäden an tiefgelegenen Stellen größer wie man glaubte. Die Gerste, mit deren Schnitt die Land­wirte soeben beschäftigt sind, hat sich infolge ihres mastigen Wachstums fast überall gelagert, wodurch der Körnerertrag sehr beeinträchtigt wird. Auch beim Hafer, der oft Manneshöhe er­reicht, macht sich stellenweise eine starke Lage­rung bemerkbar, was wohl, wie auch bei der Gerste, eine Folge übermäßiger, künstlicher Dün­gung ist. Die Ernte der Sommerfrucht wird sich daher auch recht schwierig gestalten. Der Stand des Weizens ist durchweg befriedigend. Die Hack­früchte haben sich von der starken Verunkrautung sehr gut erholt, ebenfalls versprechen die Kar­toffeln eine recht gute Ernte. Abgelegene Dick­wurzäcker haben zum Teil unter starkem Hasen­fraß zu leiden, den die Bauern durch das Auf­stellen von sog.Strohmännern" zu verhindern suchen. Der zweite und dritte Schnitt des Klees ist durch das feuchte Wetter außerordentlich er­giebig, so daß der im Frühjahr herrschende Futtermangel jetzt vollständig behoben ist. Die Wiesen zeigen ebenfalls ein vielversprechendes Aussehen; jedenfalls wird die Grummeternte der Heuernte nicht viel nachgeben.

Dillkrcis.

bl. Dillenburg, 8. Aug. Durch Beschluß des Staatsministeriums vom 3. August wurde der seitherige L a n d r a t des Dillkreises, Dr. K l a m r 0 t h, zum Ministerialrat im preußischen Ministerium des Snnern ernannt. Dr. Klamroth wurde das Referat der kommunalen Angelegen­heiten in den Provinzen des Westens übertragen. Seminaroberlehrer a. D. und Kommunalland­tagsabgeordneter Kupfrian wurde von der Regierung als Bürgermeister der Stadt Dillenburg bestätigt. Die Einsprüche der Sozialdemokraten und Demokraten resp. des Ma­gistrats wurden abgewiesen. Diese Woche erfolgte die Einführung durch Herrn Oberregierungsrat Bies er von der Wiesbadener Regierung. Der Bebauungsplan der Stadt Dillenburg wurde durch den Bau der Mittelfeld- Herborner Landstraße in Angriff genommen. Der Teil des Bebauungsplanes ist soweit voll­endet. Die weiteren Arbeiten werden wohl bald nachfolgen. Von Straßebersbach nach Breiden­bach (Kr. Biedenkopf) soll eine Autobus­linie eingerichtet werden. Allseits findet der Plan volles Verständnis, da dieses Gebiet seit­her schlecht erreichbar war.

Kreis Marburg.

sch. Marburg, 8. August. Zur Förderung des Wohnungsbaues will der Kreis Mar­burg bei der Landespfandbriefanstalt in Berlin eine Anleihe von 300 000 Mark zu einem Zinsfuß von 7,5 Prozent aufnehmen. Die Anleihe, für die der Kreis die Bürgschaft zu üb" chmen hat, ist von der Landespfandbriefanstalt ' :its in Aussicht ge­stellt, es fehlt nur noch die Zustimmung des Kreis­tages. Mit Hilfe dieser Anleihe sollen etwa 90 Häu­ser, die im Kreise bereits im Rohbau stehen, noch vor dem Herbst fertiggestellt werden. Der Kur- hessische Verein für Luftfahrt plant gemein­sam mit dem hiesigen Verkehrsverein für Marburg am 29. August einen Flugtag. Es sollen sechs Flugzeuge am Start erscheinen, außerdem Zoll das kleinste Flugzeug Deutschlands, das von der aka­demischen Fliegergruppe Darmstadt gebaut worden ist und mit feinem 3 P. 8.-Motor die Strecke Darm­stadtBerlin in drei Stunden zurücklegte, fliegen. Auch ein Segelflugzeug wird bei günstigem Wind starten, auch Fallschirmabsprünge sollen gezeigt werden.

Oberlahnkreis.

O Gräveneck, 7. Aug. Die Frucht­ernte ist eben bei gutem Wetter in vollem Gange. Roggen und Gerste sind gut gereift und liefern einen reichen Ertrag. Auch die Kar­toffeln bringen recht reichen Ertrag, so daß wohl auf erträgliche Herbstpreise zu rechnen ist.

Wirtschaft.

Von den SchLachtviehmärkten.

An den deutschen Schlachtoiehmärkten der Woche war die Marktlage im Durchschnitt nicht ganz so günstig wie in der Vorwoche. Die Auftriebsziffern nahmen für Rinder, Kälber und Schweine etwas zu, während sie für Schafe feine Veränderung erfuhren. Das Preisniveau war für alle Gattungen nur ge­ringfügigen Schwankungen unterworfen und im allgemeinen gut gehalten.

Auf den nachstehenden Märkten' wurden für ein Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:

Rinder

Kälber

Schafe 1

Schweine

Berlin

18-58

53-80

30-60

72-83

Bremen

25-57

40-120

30-60

60-77

Breslau

20-60

30-72

40-60

62-79

Chemnitz

25-59

50-68

48-58

65-81

Dortmund

20-60

40-80

30-50

75-82

Dresden

24-65

50-80

25-64

65-86

Düsseldorf

20-60

40-72

40-45

73-83

Elberfeld

20-60

55-75

60-78

Essen

28-60

45-95

30-52

63-80

Frankfurt M.

16-62

40-75

28-50

65-84

Hamburg

14-58

30-75

25-58

64-80

Hannover

15-60

35-80

44-65

72-80

Husum

18-60

Karlsruhe

21-58

58-68

76-84

Kassel

23-65

45-67

73-80

Kiel

17-49

29-71

28-60

42-78

Köln

20-63

35-68

35-45

70-83

Leipzig

28-62

40-73

20-63

75-85

Magdeburg

20-62

35-75

25-54

72-86

Mannheim

14-62

50-77

35-45

77-82

München

20-60

55-76

60-80

Stettin

15-56

28-75

20-53

68-81

Stuttgart

14-57

49-69

-

54-77

Zwickau

20-60

40-65

35-58

76-83

* * D i e deutschen Münzprägungen im Sulr 1 9 2 6. Sm Monat Suli 1926 wurden in den deutschen Münzstätten Zweimarkstücke im Werte von 12 500 680 Rm. und Einmarkstücke im Werte von 1 795 538 Rm ferner Zehnpfennig­stücke im Betrag von 60 000 Rm. und Fünf­pfennigstücke von 35 309,90 Rm. geprägt.

* * 8 0 Mill. R m. S ch a tz a n w e i s u n g e n der Deutschen Reichspost. Ein aus den wichtigsten deutschen Banken bestehendes Kon­sortium veröffentlicht nunmehr eine Zeichnungs­aufforderung auf die zweite Folge der 6,5- prozentigen Schatzanweisungen der Deutschen Reichspost. Der Zeichnungspreis beträgt 99,5 Prozent. Die Zeichnungen werden in der Zeit vom 9. bis 14. August angenommen, vorzeitiger Schluß bleibt Vorbehalten. Die Schatzanweisungen sind mündelsicher und können im Lombardver- tehr der Reichsbank beließen werden. Der Erlös soll bekanntlich dazu dienen, der Deutschen Reichspost Mittel zur Ausgestaltung ihres Be­triebes zuzuführen.

* * Neueinstellungen in der rhei­nisch - westfälischen Großindustrie. Auch in der abgelaufenen Woche hat sich die Beschäftigung der westlichen Sndustrie wieder gebessert. Richt nur die Vereinigten Stahlwerke haben in ihrer Abteilung Gelsenkirchener Berg­bau A. G. und Phönix im Bergbau Neueinstel­lungen vorgenommen, sondern auch die Klöckner- Werke konnten die Belegschaft ihrer Zechen weiter erhöhen. Besonders zu erwähnen ist noch, dah der Phönix in der Abteilung Hörder Verein wieder mit voller Belegschaft von 4500 Mann arbeitet und binnen kurzem einen neuen Hochofen in Hörde anblasen wird, nachdem diese Ab­teilung seit nunmehr einem Sahre die Zahl ihrer Arbeiter von der erwähnten Zahl bis auf zirka 1200 Mann einschränken muhte.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a-M.

Berlin

Schluß! 1-Uhr. fiurs 1 Kur»

Schluß-lAnfang Kur» ! Kur»

Datum: |

.7.8. | 9.8.

7.8. | S. 8.

5% Deutsche Reichsanleive . 4% Deutsche Reichsanleihe . 3/a% Deutsche Reichsanlcihe 3% Deutsche Neichsanleihe . Deutsche Svarprämienanleihe 4% Preußische Koniols . . . 4% Hessen......... .

Hessen..........

3% Heu et, . . . ........

Deutsche Dertb. Dollar-Anl. dto. Doll.-Schatz-Anweikug.*) 4% Holltürken 5% Goldmerikaner ....

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- and Privat-Bank Dannst. und Nalionalbank . Deutsche Bank.........

Deutsche Vereinsbank .... Disconto Commandit .... Mctallbank...........

Mitteldeutsche Creditbank. . Oesterreichische Creditanstalt. Westbank............

Bochumer Guß ......

Buderus.....

Caro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke . . Harpen er Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln .... Laurahütte......

Oberbedars ......... Phönir Bergbau ...... Rheinstahl Ricbcck Montan ..... Tellus Bergbau....... Hamdurg-AlxLrika Paket. . . Norddeutscher Llovd ..... Cheramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann......

Anylo-Cont^Guano Chemische Mader Alapin . . 9- ®- Tarbeninduskric, A.-G. Goldschmidt..........

Holzverkohlung Rütgerswerke Scheideanstalt Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann . . Mainkraftwerke ....... Schuckert........ ,.

Siemens 4 Halöke ..... Adlerwerke Kicher ..... Daimler Motoren. ..... Hehligensraed, ........ Meguin. Motorenwerke Mannheim

ffranfturrcr Armaturen . . . Konservenfabrik Braun . . . Metallgesellschaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz Sichel Zellstoss Waldhof......

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik Waghäusel . . .

0.51

0,5125

0,505

0,5075

0.405

_

0,465

0,46

0,46

0,465

0,4625

0.50

0,5375

\ -

0.275

0,28

0,4575

0.465

0,4625

0,41

0,47

-

0.45

0,46

0,45

-

13,9

13.75

12,5

_

46,5

45,5

46,25

199

199'

143*

141*

141.5*

141'

191'

191*

194*

188,2*

174'

174.1'

174,5*

174*

92

163'

161'

162,2'

161*

134

134,5

143

144.5

7.2

7,25

7.4

7,25

W

152*

157,2*

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155,7*

98

99

97,75

98,75

-

85,75

157'

161'

157,2

160'

180'

182,5'

179,6*

183'

158.7*

158*

157,5*

157*

147

146.5*

147,7*

151,5

152

56.25

57

57.5

59

73.5

74.75'

125,7*

128'

124,9*

127,9*

151.5*

153,5'

151.5*

154*

156

156,4

156

156,25

165,2*

165*

165*

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57

_

124.5

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98

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_

287.7'

295'

288.5'

;93*

119

121*

119,75

119,9

54

57

114,7

111,62

114

162

163

149.9'

150,5*

149.6*

151,5*

143,9

144.7*

142,7'

144,5*

103

_

133,7*

134,5'

133*

132,6'

180*

181,5*

179,7'

180*

84,75

85.12

84,62

85,75

88

88

87

25,5

48,25

47,5

33,25

16

_

41,25

147,25

147,75

84,5

87

-

48,5

47

3

_

166,5

165,25

(66,62

76

<5.5

84,62

83.75

81

Devisenmarkt BerlinZrankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung. (Ohne Gewähr.)

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

7 August.

9. August.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Briet

Geld

Brief

Amst.-Non.

168,41

168.83

168,38

168,80

Buen.-Aires

1,696

1,700

1,626

1,709

Brss.-Anlw

11,92

11,96

12,38

12,42

Clwistianio.

91,84

92,06

91,84

92,06

Kopenhagen

111,31

111,49

111,28

111,46

Stockholm .

112,26

112.54

112,28

112,56

Helssngfor-5

10,553

10,593

10,55

10,59

«lallen. . .

11,17

11,2!

14,11

14,13

London. .

20,339

20,441

20,395

20,447

.Oeupor! . .

4.195

1.205

4.195

4,205

Paris. . .

12,63

12,67

12,31

12,35

Schweiz . .

81,10

81.30

81,10

81,30

Spanien .

63,22

63.38

63,92

64,08

Japan . . .

1,998

2,002

2,002

2,004

:»to de Jan.

0,644

0.646

0.641

0.646

Wien inD- Lest. abgeft.

59,32

59,46

59,35

59,48

Prag ....

12,416

12,456

12,418

12,488

Belgrad . .

7,40

7.42

7,40

7,42

Budapest. .

5,865

5,885

5,87

5,88

Bulgarien

>,04

3,05

3,04

3,05

Lissabon

21,40

21,45

21,41)

21,45

Danzig. . . Konstantin-

81,50

81.70

81.33

81,53

2,387

2,392

2,357

2,367

Athen. . .

4,69

4,71

4.74

4,76

Canada. .

4,199

4,209

4,199

4,209

Uruguap . .

4.155

4.165

4.165

4.175

Berlin, 7. August

Geld

Brief

Amerikanische Note» ..... Belgische Noten........

Dänische Noten ....... Englstche Noten........ Französische Noteu ...... Holländische Noten.....

(italienische Noten ...... Norwegische Noten.....

ffieutfc6=Cefterr.,äioo Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten.....

Schweiler Noten ...... Evanische Noten..... .

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noteu.......

4,175 12,07

111,12 20,37 13,07

168,08 (4,46 91,57 59,43

1,91 111,94

81,20 63,14 12,40 5,825

4,195

12,13 111,68

20,47

13,13

168,92- 14,54

92,03

59.73

1,95 112,50

81,60 63,46 12,46 5,865

frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M., 9. Aug. Tendenz f e st.

Die Börfenlage kann bei Beginn der neuen Woche als zuversichtlich bezeichnet werden. Die Stimmung war fest und die Mmsah- tätigfeit gewann erheblich an Um­fang. Die freundliche Veranlagung kam erneut besonders am Montanmarkt zum Ausdruck, dessen Werte größeren Nutzen ziehen konnten. Durch das Anhalten des englischen Bergarbeiter­streikes wurden größere Kohlenabschlüsse getä­tigt, wodurch neue Anregungen geboten wurden. Für Phönix-Aktien war die Mrnsatztätigkeit be­sonders rege infolge der Berichte über eine gute Beschäftigung dieses Mnternehmens. Phönir zogen anfangs um 3 Proz. an, konnten aber im Verlaufe diesen Stand nicht behaupten und gaben um 1 Prozent nach. Mngewöhnlich fest lagen Bochumer mit plus 5,25 Prozent. Auch Deutsch-Lux und Gelsenkirchen waren rege im Geschäft und etwa 2,5 Prozent höher. Eine Ausnahme bildeten Harpener. die 0,7 Proz. nachgaben. Für S. G.-Farbenaktien trat stärkeres Snteresse hervor, so dah der Kurs von 287,75 auf 292 Proz. anzog. Scheideanstalt plus 1 Proz. Eleltroaktien toarcn-*»eiter lebhaft begehrt und fest, doch waren hier die Gewinne bescheidener Art. Bankaktien lagen unsich:r und uneinheitlich. Die Nachricht von den Trans­aktionen bei der Deutschen Bank konnte feinen Einfluß gewinnen, da man über diese Tatsache bereits unterrichtet war. Die Werte dieser Gruppe wurden allgemein schwächer mit Ausnahme von Bayerischer Hypothekenbank, die 1 Proz. anzogen. Auch Schiffahrtsaktien zeigten unsichere Haltung und neigten eher zum Nachgeben. Am Kassamarkt waren die Kurse überwie­gend befestigt. Zellstoffaktien setzten die Aufwärtsbewegung fort. Waldhof plus 1,25 Proz., Aschaffenburger plus 1,5 Proz. Von Dau-. aktien waren Wayß & Frehtag um 1,5 Proz. befestigt. Holzmann gingen 1,25. Proz. höher. Zuckeraktien waren überwiegend schwächer mit Ausnahme von Heilbronn, die 0,5 Prozent an­ziehen konnten. Motoren- und Maschinenaktien waren mäßig befestigt. Heimische Ren­ten schlossen sich der Aufwärtsbewegung an. Kriegsanleihe 0,512V». Das Geschäft in diesen Werten war aber ruhig. Ausländische Renten kaum verändert. Der Freiver kehr tendierte f e st. Benz 87 Prozent, Brown-Boveri 117 Prozent, Entreprise 7, Growag 60 Prozent, Mfa 43 Prozent, Mfra 93 Prozent, Frankfurter Handelsbank 90,5 Prozent. Der weitere Verlauf brachte keine Fortschritte in der Aufwärtsbewe­gung, zum Teil kam es zu leichtenM Kursrück­gängen. Das Geschäft wurde ruhig. Am Geld­markt übertrug sich die Flüssigkeit auch auf die neue Woche. Tagesgeld 4 Prozent, Mo­natsgeld 5,25 bis 6,75 Prozent je Adresse, Sn« dustrieakzepte 4,75 bis 5 Prozent, Bankdiskonten 4,5 bis 4,75 Prozent. Sm De vi s e n ve r ke h r stellten sich wesentliche Veränderungen nicht ein. Paris notierte gegen London fast unverändert 163, Brüssel stellte sich auf 171 gegen das Pfund. Mailand handelte man mit 144,50 gegen London. London gegen Kabel 4,8671 bis 4,867g.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin, 9. August. Die Unternehmungslust der Spekulation war durch die nunmehr bevor­stehende Einführung der Vereinigten Stahl­werk s a k t i e n , die für Anfang nächster Woche zu erwarten ist, angeregt. Das Geschäft war in den zur Vereinigten Stahlwerks-A.-G. gehörenden Aktien recht lebhaft. Von den sonstigen Werten fanden I. G. Farben und Elektrowerte stärkere Beachtung. Die Befestigung auf den ge­nannten Märkten und bei einigen anderen Spezial­papieren führte zu einer freundlichen Ten­denz. Die Transaktionen bei der Deutschen Bank bedeuteten für die Börse keine Ueberraschung, man vermißt aber noch die Angaben über die Abfindung des ausländischen Konsortiums. Infolge der Bevor­zugung der Industriewerte traten Bank­aktien in den Hintergrund und bröckelten im Kurse ab. Am Geldmarkt ist die Lage weiter flüssig. Tagesgeld 4 bis 6 Prozent, Monatsgeld 5* bis 6| Prozent. Im Devifenverkehr waren die Veränderungen nur gering, die Tendenz war allerdings nach unten gerichtet. Paris notierte gegen London 165 nach 162' Brüssel stellte sich auf 174 und Mailand auf 144,50 gegen das Pfund.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 9. Aug. Auftrieb: 1440 Rinder (darunter 425 Ochsen, 67 Bullen, 948 Färsen und Kühe), 483 Kälber, 70 Schafe, 3483 Schweine. Rinder (Ochsen): Voll­fleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 60 bis 63, junge, fleischige, nicht ausgemästete und öftere ausgemästete 52 bis 59, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 44 bis 50; (Dullen): vollfleischige ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 55 bis 58, vollfleischige jüngere 45 bis 49; (Färsen und Kühe): vollfleischige aus­gemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 60 bis 63, vollfleischige ausgemästete Kühe höchsten Schlacht­werts bis zu 7 Sahren 52 bis 58, wenig gut entwickelte Färsen 48 bis 49, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 42 bis 52, mäßig genährte Kühe und Färsen 30 bis 42, gering genährte Kühe und Färsen 18 bis 29. Kälber: Feinste Mastkälber 72 bis 78, mittlere Mast- und beste Saugkälber 62 bis 71, geringere Mast- und gute Saugkälber 52 bis 61, geringe Saugkälber 40 bis 50. S ch a f e: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, ge­ringere Masthämmel und Schafe 36 bis 44. Schweine: Vollfleischige von 80 bis 100 Kilo­gramm 84 bis 86, unter 80 Kilogramm 79 bis 82, von 100 bis 150 Kilogramm 83 bis 86, Fettschweine über 150 Kilogramm 82 bis 84, un­reine Sauen und geschnittene Eber 70 bis 75. Marktverkauf: Rinder und Schweine bei ruhigem, Kälber und Schafe bei mäßig leb­haftem Handel ausverkauft.

2-.* Getreidelt se.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 9. Aug. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, neuer Ernte, 28,50 bis 29; Roggen, inländischer, neuer Ernte, 19,75; Hafer, ausländischer, 20,5022; Mais, gelb, 18,2518,50; Weizenmehl, inländisches, Spezial0, 4242,75; Roggenmehl 30; Weizenkleie 8,75; Roggenkleie 10,50; Erbsen 3248; Linsen 4575; Heu. süddeutsches, gut, trocken, neuer Ernte, 77,50; Weizen- und Roggenstroh, altes, 5,50 bis 6; neuer Ernte 3,504; Treber getrocknet, 15,25. Tendenz: abgeschwächt.