Ausgabe 
8.9.1926
 
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Tag

fand

Nachdruck verboten.

17. Fortsetzung.

war, war so gut wie

Als die frohe Jugend an

diesem Abend tanz-.

Massenfreiübungen, die Kreisschulrat Kinkel

recht aus

man sind Die der

aber nie das mußte ihr Klatsch Herumtrug.

Nein, was vor der gesagt nicht gesagt.

Termin beginnen lassen. Daß man mit dem zweiten Grasschnitt früher anfing, hat sich volkswirtschaftlich als sehr vorteilhaft erwiesen. Denn infolge der tende Trockenheit der letzten Wochen hat die E r n t e- und verliert auch an Qualität, wie man an den

bewilligt.

<5 Aus der Wetterau, 7. Sept. Die anhal­tende Trockenheit der ersten Wochen hat die Ernte­arbeiten, die im Vergleich zu normalen Jahren recht verspätet einsetzten, günstig gefördert und auch die G r u in m e t e r n t e zu einem äußerst frühen

beiden Deinen davontrug.

<D Merzhausen, 7. Sept. Am Sonntag- mvrgen entstand in dem vom Dorf etwas abseits gelegenen Anwesen deS Maurermeisters Weber aus bisher unbekannter Ursache Feuer, welches das Wohnhaus und die Scheune in kurzer Zeit in Asche legte. Der Schaden ist nur teil­weise durch Versicherung gedeckt.

Maingau.

WSA. Frankfurt O.M.. 7. Sept. Die mehrfach beschlossenen Aotstandsarbeiten sind nunmehr in einem einheitlichen Programm zusammengefaht, das Arbeiten im Be­trage von etwa 3,9 Mill. Mark vor­sieht. mit denen rund 1600 Erwerbslose etwa vier bis fünf Monate beschäftigt werden tonnen. Außerdem sind Aotstandsarbeiten im Garten­wesen vorgesehen, die zur Beschäftigung einer Anzahl von jugendlichen Erwerbslosen dienen sollen. Für den Winter 1926/27 werden weitere Aotstandarbeiten vorbereitet. Die Deutsche Photographische Ausstellung, die am Sonntag geschlossen worden ist. wurde von rund 50000 Personen aus ganz Deutschland und dem Auslande besucht. Die ausstetlende In­dustrie ist von dem geschäftlichen Ergeb­nis sehr befriedigt. Eine Firma der Far­benindustrie hat etwa 4500 feste Aufträge er­halten. - Heute morgen wurde die 18jährige Katharina Pöhsch in dem Bette ihres Vaters in der Obermainstraße 3 von der nach Hause zurückgekehrten Mutter erwürgt auf­gefunden. Als die Tochter an dem vorhergehen­den Abend eine halbe Stunde später als sonst vom Baden kam. wurde sie von dem Vater, der zur Trunksucht neigt und in diesem Zustand be­reits schon öfters rabiat gewesen war, und der auch etwas geistig minderwertig zu sein scheint, geprügelt. Als die Mutter an dem verhängnis­vollen Morgen um 7 Tlhr das Haus verließ, lag der Mann, der bei den Griesheimer Werken arbeitet, noch im Bette, während die Tochter' bereits aufgestanden war. Als die Tochter zur verabredeten Zeit nicht in der Stadt war, ging die Frau wieder nach Hause. Dort fand sie zu ihrem Entsetzen die Tochter nur mit einer Decke bedeckt erwürgt im Bette des alleinschlasenden Vaters. Der Täter hat um 9 Tlhr das Haus verlassen und ist seither noch nicht festgenommen worden.

Kreis Fulda.

WSN. Fulda, 7. Sept. Heute vormittag elf Uhr ü b e r f u h r der Personenzug 553 auf dem unbewachten, aber mit Schranke versehenen Heber- weg in der Nähe des Bahnhofes Großenlüder (Strecke GießenFulda) ein mit zwei Kühen be­spanntes unbeladenes Fuhrwerk. Der Wagen- lcnker und die Tiere blieben unverletzt, während das Fuhrwerk zertrümmert wurde. Schuld trifft den Geschirrführer Alfred Schlitz er aus Großenlüder, der die bereits geschloffene Schranke eigenmächtig geöffnet hatte.

Landwirtschaftliches Fest in Gladenbach.

X Gladenbach, 7. Sept. Der zweite Tag des landwirtschaftlichen Festes stand im Zeichen der Tierschau und der Ausstel­lung landwirtschaftlicher Maschi- ne n. Schon in den frühen Morgenstunden des gestrigen Tages begann der Auftrieb des Viehes, und gegen 8 Tlhr fingen die Preis- - richter an, ihres schwierigen Amtes zu walten.

als sie im verdunkelten Zimmer lag, Kölnisches Wasser an die Schläfen wischte, sich immer mehr hineinredete in einen unsinnigen Verdacht, erst da kam es ihr für einen Augenblick, wie unklug es gewesen, dergleichen laut zu sagen. Aber es war ja nur Marn Eggers. Mam Eggers, wie ganz Schmale- beck rief, die in allen Häusern alles sah und hätte, ein Feind lassen,

so seicht, die nahende Not nicht zu spüren, ober ist sie eine so große Seele, daß ihre Liebe über alles hinweggehen kann?" Und er wurde sich nicht klar, war aber geneigt, mehr an Seichtheit zu glauben, Seichtheit gemildert durch jugendliche Schönheit und Liebenswürdigkeit.

Sturm in Schmalebeck

Roman von Sophie Kloerss.

Copyright 1926 by Aug. Scherl G. m. b. H., Berlin.

ihre Zustunmung aber von dem Dorlegen genauer Pläne und Kostenberechnungen abhängig mache. Der Umbau soll ca. 40 000 Mk. kosten. Die Schul­leitung erklärte sich mit den durch den Umbau ge­schaffenen Verhältnissen einverstanden. Es wurde mit 16 gegen 5 Stimmen ein Antrag angenommen, über den Umbau genauere Pläne und Kostenberech­nungen oorzulegen und die Sache bann nochmals zu beraten. Dagegen soll bie Zentralheizung schon in den Herbstferien eingerichtet werben, bie ent- stehenden Kosten von 5500 Mk. würben einstimmig

des KreiSlehrervereinS. Lehrer L i n ck-Aubings - hain, als Freund und Kollege herzliche Worte zum Abschied. Lehrer Ludwig dankte für alle ihm zuteil gewordenen Ehrungen und versprach, auch in seiner künftigen Heimat dem Vogels­berg und seinen ehemaligen Amtsgenossen die Treue zu halten.

Kreis Alsfeld.

* Alsfeld, 7. Sept. Das Alsfelder I u - gendorchester unter Leitung von Reallehrer Dotter veranstaltete am Sonntagabend in der Krone" einen Mufikabend, der sich eines sehr starken Besuches zu erfreuen hatte. Die Vortrags­folge brachte Tonfchöpfungen bedeutender Kompo­nisten in vester Wiedergabe. Das Publikum dankte für den hohen Genuß mit wohlverdientem reichen

Einmündung des Philvsvphenweges in die Frankfurter Straße wird in dieser ein Teil bis zum Galgenberg neu gepflastert, der andere Teil nach neuer Abdeckung gewalzt. Der Steinbau am Eingang zum neuen Friedhof ist fast vollständig fettiggestellt. Pas- sende Inschriften sind am oberen Teile des Ein- ganges in Stein ausgehauen worden. Auf dem hochgelegenen Stadtteil Stoppelberger Hohl erblickt man mehrere im Aohbau fettig­gewordene Wohnhäuser. Dieser Stadtteil ist erst in der Aachkriegszeit entstanden.

Kreis Biedenkopf.

D Gladenbach, 7.Sept. Am Samstagabend tankte der Motorradfahrer Debus aus Friedendorf vor dem Hotel .Zur Post", wobei ein Teil des DenzinS auf das Pflaster floß. Wohl durch einen glimmenden Zigarettenstummel geriet das Benzin plötzlich inBrand, wobei das sechsjährige Söhnchen des Elektromeisters Happel schwere Brandwunden an

Riekchen hatte die Hand der Freundin in ihrer gehalten. Auch sie war in ihrer Art glücklich an diesem Abend. Georg Grützmann ritt wieder an ihrer Seite, sagte bisweilen:Was war das ein netter lag!" oderNa, Riekchen, Sie sollen sehen, wir tanzen bald wieder zusammen in der Ressource", und sie war dankbar für die Brocken seiner Freund­schaft.

So fuhren sie ein in die schlafende Stadt.

Kurz vor ihnen waren bie alten Herrschaften eingetroffen, und als Doktor Rottmann vor dem Pastorat anhielt und seinen Detter Jessen vom Wagen steigen ließ, sah Helene Jessen hinter der Gardine hervor und lauschte, was die da unten noch redeten.

Gute Nacht, altes Haus," das war Rottmann, laß es dir gut bekommen."

Schlafen Sie schön, Cousine, träumen Sie gut." Ich träume nie. Gruß an Helene. Wenn sie morgen ihre Migräne verschlafen hat, fall sie sich mal sehen lassen." Dann kam der Pastor in das Haus. Seine Frau war hastig wieder in ihr Bett gestiegen und tat, als wenn sie schlief. Aber im stillen würgte sie an heimlichem Zorn. Solch ein­samer Sonntagnachmittag ist kein guter Berater für eine hysterisch eifersüchtige Frau.

Pastor Rottmanns Mile kam zu Bäcker Böttcher die Mvrgenfemmeln holen und traf eine Gesellschaft aufgeregter Menschen, die alle durcheinander redeten. Die Frau Bäckermeister mit heißem Kops stand zwischen ihnen, war nah am Weinen und rief ihr entgegen:Mile, sag' eins, hast' Dreck im Brok gehabt, was von uns war?"

Was 's denn los?"

Etwas ganz Unerhörtes war geschehen. Am Morgen, als der Meister die Ladentür öffnete, hatte unter der Tür durchgefchoben ein Brief auf dem Boden gelegen. Ein zufammengeknifttes und mit einem Siegel versehenes Blatt. Das Siegel war mit einem Fingerhut festgedrückt. Adresse Herrn Backer Böttcher.

Inhalt: Es soll sich keiner einbilden, arme Leute bars man betrügen. Auch ist Schmutz im Brot und Mehlwürmer sehr eklig. Weiter nichts.

(Fortsetzung folgt.)

Die Pastorin sah sich nach Madam Eggers um. Nicht von der Stelle war sie gewichen. Und wie die zwei Frauen Blick in Blick tauchten, sagte bie kleine Putzmacherin:Hält' Herr Pastor nicht müssen. Ist nichts für Schmalebeck, wo sie sone hübsche Frau ist, nee, unb fährt allein mit Herrn Pastor ba raus. Wo bie anbern Wagen all' auf 'n Eichtaler Damm fein müssen."

Tränen stauben plötzlich in ben Augen ber hyste­rischen Frau.Meinen Sie, das ist das erstemal, baß er bloß Augen für meine Cousine hat, Mutter Eggers'? Die weiß, warum sie sich putzt. Die vergißt es nicht, daß ihr Mann sechzehn Jahre älter ist als sie. Ja, ja, es gibt viel heimliches Leib in ber Welt." Unb wieder dachte sie nichts dabei, ihre aufgeregten Gedanken vor ber kleinen Frau auszusprechen. Erst

Ihr könnt ja fahren, wenn ihr burchaus babei fein müßt. Ich bleibe hier. Ich merke schon roieber, wie meine Migräne kommt. Da kann ich nicht unter Menschen." Tiefes Seufzen, es war echt, sie bekam Atemnot, wenn sie sich ärgerte.

Hanse sah in ihre Züge unb sah ben verkniffenen Zug am Munbe, ben sie von Jugend an an ihr kannte. Wenn ber zu sehen war, gab es keine Hilfe. Ja, wenn du burchaus nicht willst. Dann müssen wir eben allein fahren.' Aber es ist nicht recht von dir, baß bu beinen Mann nicht begleiten willst."

O, mein Mann wirb sich schon sehr gut allein amüsieren. Wenn er will, kann er ja hier bleiben."

Das kann er nicht. Krogs erwarten euch beide, Riekchen ist dort unb rechnet auf euer Kommen. Soll bas Kind vielleicht zurück müssen, weil bu Launen hast?"

Launen? Ich habe keine Launen. Du---"

rote Flecken kamen auf die Backen,bu mußt immer aUcj nach dir beurteilen."

Da begann Hanse zu lachen.Jebenfalls ist meine Laune an solch schönem Tage glänzend, und ich will sie mir nicht verderben lassen. Lieber Vetter, ba Lene mir nicht hilft," sie hielt ihm den leichten Mantel hin,bitte."

Ungeschickt, aber eifrig griff der Pastor zu.Ist es so recht? Ja, ich habe wenig Hebung. Helene laßt sich immer von Riekchen helfen. Der Aermel ach, wie ungeschickt ich bim Aber so ja?" Sie lachten beide, unb cs war eine verwickelte Geschichte, bis Hanse glücklich fertig war. Helene stand babei mit jufammengefniffenen Lippen, sagte nichts, lachte nicht, imb. als ihr Mann auch noch ber hübschen Cousine auf den Wagen half, funkelte es döse in ihren Augen.

»Leg' dich hin, wenn bu eine Migräne fürchtest", rief Jessen noch im Abfahren.Ich komme auch nicht spät nach Hause."

Da trabte der Gaul hin.

Vorn sangen sie bas Heibenräslein, unb Ilse lächelte verstohlen.Meine roilbe Rose", hatte Olaf Hammersmib gesagt, als sie burch ben Park gingen unb Begegnen spielten.O meine süße, roilbe Rose", unb hatte abbrechen müssen, benn Georg Grützmann war ihnen mit Riekchen in den Weg getreten unb hatte ben schlanken Dänen gezwungen, die Damen zu tauschen. Zu niemanbes Zufriedenheit wie zu der eigenen. Unb auch bie hatte nicht lange gewährt, ba Thomas Raben ihm feine vielbegehrte Dame sehr schnell abjagte. Aber in ihrem Ohr klang es noch immer: Meine süße, roilbe Rose. Er hatte das Wort schon so manches Mal gesprochen, dänisch unb Deutsch, unb es tat immer seine Wirkung. Kleine Mäbchen sind so leicht zu beglücken.

Aber jetzt fingen wir", störte der Kantor ihren Gedankengang, unb er stimmte an:

Der Monb ist aufgegangen, f Die goldenen Sternlein prangen Am Himmel bell unb klar.

Der Wald steyt schwarz unb schweiget, Unb aus ben Wiesen steiget

Der weiße Nebel wunderbar." ______

Man war geneigt zu sentimentaler Stimmung, unb niemanb von seinen Schutzbefohlenen, mochte er Stimme haben ober nicht, entzog sich ber Sing­pflicht. Heber alle hin aber ging voll unb sieghaft Ilses herrlicher Alt.

Thomas Raben lauschte auf. Was war bas? Hatte dies junge Ding vor zwei Tagen benWeg­weiser" gelungen? So gesungen, baß es ihn schauernb überlief? Unb er hatte geglaubt, es müßte Hanse sein, benn nie hatte er in diesem fast kind- haften Mädchen solch Empfinden gesucht. Er hatte selber einen guten Bariton, und leise erst, langsam stärker einsstzend, ging seine Stimme neben der Nachbarin auf. Wie gut sie zusammenklangen. Als wären sie seit Jahren miteinander eingefungen. Der Kantor horchte, ließ ben eigenen Baß sinken und freute sich an bem Zweiklang. Unb wie er, so ließen einer nach bem anbern ber Mitfahrenben ihren Sang verklingen, bis nur bie beiden auf der letzten Bank übrig blieben. Vers für Vers fangen sie, bas ganze lange Lieb. Die Wagen fuhren gan$ langsam, die Kutscher lauschten auch. Nur Grillensingen war im Felde, sonst kein Ton, unb es fuhr sich weich und süß durch die heimliche Nacht.

Starkenburg.

* Darmstadt, 7. Sept. Am lei ch an der Zregelhü11c wurden gestern die Kleider eines Mannes gefunden. Die Frau des Metzgers Anton Leitner erkannte sie als die ihres Mannes an. Seltner ist vermutlich beim Baden im Teich ertrunken. Arn Woog wurden Kleider eines Knaben gefunden. Es steht noch nicht fest, ob ber Fund mit einem Unglücksfall in Verbin­dung zu bringen ist.

WSN. Darrnstadl, 7. Sept. Zwei Arbeiter trafen am Samstag nach Arbeitsschluß auf ber Straße einen Bekannten, ber ihnen einen Photo­graphenapparat unb einen Revolver zum Kauf anbot. Während der Besichtigung drückte einer ber Arbeiter bie Waffe, in ber Annahme, baß sie ent« laben sei, los, wodurch ber 20jährige Arbeiter Waltyer lebensgefährlich verletzt wurde.

WSA. Fürth i. O.. 7. Sept. Auf dem dem Grafen Berckheim gehörenden Guts Hof Klein-Breitenbach bei Mörlenbach ist am Freitagabend infolge Blitzschlags Großfeuer entstanden. Sämtliche Wirtschaftsgebäude brann­ten bis auf die Grundmauern nieder. Die ge­samte Ernte wurde vernichtet, ebenso das Witt- | schaftsinventar. Aur das Wohnhaus und der | Viehbestand konnten gerettet werden. Menschen sind nicht zu Schaden gekommen.

Rheinhessen.

WSN. Mainz, 7. Sept. Nach einem Bericht des Bürgermeisteramts ergibt sich, daß innerhalb ber Stabt Mainz 20 000 Personen zur teil­weisen oder völligen Behebung ihrer Bedürftigkeit ! öffentliche Mittel in Anspruch nehmen müssen. Das ist fast ein Fünftel der G e - samtbevölkerung.

WSA. Mainz, 7. Sept. Am Sonntag vor­mittag stürzte sich bei Biebrich ein 21jährrger junger Mann namens Zimmerschied aus Wiesbaden auf einem Rheindampfer durch eine Luke in den Strom. Der junge Mann konnte lebend wieder auf das Schiff zurückgebracht wer­den: nachdem er sich erholt hatte, stürzte er sich ein zweites Mal in d i e Fluten, dies­mal auf Aimmerwiedersehen.

WSN. Bingen, 7. Sept. Ein lüjähriger junger Mann, der sich an einem Gewehr zu schaffen machte, kam durch Leichtsinn zu Tobe. Bei ber Spielerei löste sich plötzlich ein Schuß unb traf ben jungen Mann in ben Kopf, so baß ber Tob im Augenblick eintrat.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

kz. Wetzlar, 7. Sept. Der Ausbau des Philosophenweges, einer Umgehungs­straße des nördlichen Stadtteiles, ist bis auf die Pflasterarbeiten des Bürgersteiges vollendet. Der Bürgersteig wird in Kleinpflasterung ausgefühtt. Die Straße, die am Goethebrunnen beginnend das Tal hinauf in die Frankfurter Straße aus­läuft, ist eine Musterstrahe in bezug auf Breite und Bodenbeschaffenheit. Anschließend an die

durch drei Mitglieder vertreten sein. - ------ --- . , .

Herbst geplante größere Obst- unb Gemüse- Kampier errang den

markt soll wegen der schlechten Apfelernte nicht erreichbaren Punkte,

abgehalten werden. Der vorgeschlagene Hm- kämpfe bildeten drei

b au der Schillerschule (höhere Mädchen- wirkungsvoll waren,

schule) rief eine lange Aussprache hervor. Man war Schotten wohnte der Veranstaltung bei.

einstimmig der Meinung, daß an einen Neubau =.-= Burkhards. 7. Sept. Hier wegen ber Hnaufbringlichkeit ber großen Kosten zur eine Konferenz des D ez i rks le hr e rv ereins Zeit nicht zu denken ist. Das jetzige Gebäude ist Gedern statt, die ihre besondere Bedeutung von einer Kommission von Sachverständigen unter- | durch die feierliche Verabschiedung des sucht worden, das Gutachten spricht sich dahin aus, i langjährigen, verdienstvollen Lehrers i. R. L ü d - daß der bauliche Zustand nicht zu beanstanden ist. wig erhielt, der seinen Wohnsitz nach Heidelberg Etwas anderes ist es mit den benötigten Räumen, verlegt. Lehrer Ludwig verbrachte fast feine die für nicht genügend erachtet werden. Ebenso ist ganze Amtszeit im Kreise Schotten (Oberlais die Einführung von Zentralheizung wegen der be- und Burkhards), dem er auch entstammt. Lange stehenden Feuersgefahr unbedingt geboten. Der Jahre war er Obmann des Bezirkslehrerdereins Sprecher der sozialdemokratischen Partei erklärte, Gedern und leitete diesen mit seltenem Geschick, nachdem sich diese Fraktion im Anfang der Sache Der jetzige Obmann, Lehrer Keller- Ober­gegenüber ablehnend verhalten hatte, daß sie durch- feemen, feierte den Scheidenden in tiesempfun- aus nicht gegen den Umbau der Schillerschule sei, I denen Worten, ebenso widmete ihm der Obmann

lachen- und tagesmüde durch weiche Dämmernacht heimfuhr, saß wieder Ilse neben Raben, und er sah sie einige Male still von der Seite an. Es war ihm so wenig entgangen wie allen andern, daß ber junge Baron leidenschaftlich verliebt war, daß auch sie seine Huldigung mit hellen Augen ansay, und er der in der großen Stabt boch mehr vorn politischen Leben ber Zeit horte als bie Schrnale- becker in ihrer Abgeschiedenheit, er fragte sich: Kann dies junge Geschöpf, aus einem so aus­geprägt holsteinischen Hause stammend, wirklich die rau eines dänischen Landjunkers werden? Ist sie

Beifall.

=er. Nieder-Ofleiden, 7. Sept. Nach Beendigung des Streiks hat die Mittel­deutsche H a r t ft e i n i n b u ft r i e fast sämt­liche Arbeiter nach bem von ihr festgesetzten Tarife wieder eingestellt. Es wird jetzt sogar wieder Tag und Nacht gearbeitet. Wegen immer noch ungenügenden 'Absatzes konnte ber Rest ber Ar­beiter noch nicht öerroenbet werben. Die Leitung trägt sich aber mit ber Absicht, bei günstiger Ge- schäftsentwicklung auch biefe wieder einzustellen.

12 Zentner. Bet den Äatfeffein findet Vielfach Aeigung zur FaulniS . dagegen die Dickwurz in vorzüglichem Zustand. Grummeternte befriedigt sowohl in Menge, als auch in der Güte sehr.

ch Bellersheim, 7. Sept. Ein großer war für unsre Gemeinde ber vorige Samstag, un­

sere neuen Glocken konnten unter freudiger Anteilnahme ber ganzen Einwohnerschaft ihrem Ve° stimmungsort zugeführt werben. Neun Jahre hatte die Gemeinde warten müssen, bis die Lucke, die der Krieg in den Glockenbestand griffen hatte, ausge- füllt werden konnte. Nachdem die Gemeinde mit Be­ginn dieses Jahres wieder einen eignen Pfarrer be- kommen hatte, sah sie es als erste drmg-nde Auf- nabe an, das Geläute wieder zu vervollkommnen. Um zu einem würdigen bläute zu kommen, be­schloß man auf Anregung des Musikdirektors Mu l- I e r der seiner Heimatgememde gern zum «chon- sten und Besten verhelfen wollte, 2 neue Glocken an Stelle der im Krieg abgelieferten einen Glocke an­zuschaffen. Diese kamen am Freitag aus der Glocken- ------------- , ,

aiefcerei Rinker in Sinn an unb konnten am Wiesen, bie noch stehen, beutlich beobachten kann. Samstagabenb vorn Bahnhof zur Kirche überführt Für bie Hackfrüchte macht sich bie trockene roerben Um 6 Uhr versammelten sich am Rathaus Witterung bereits unangenehm bemerkbar. .Kar- die Gemeinbekörperfchaften und ein Teil der Ge- raffeln und Dicktvurzeln hätten einen Regen noch- meinbe Von ba ging es in feierlichem Zuge nach mals gut vertragen können. Die bei ben Frühkar- bem Bahnhof. Dort trug der Männergesang- löffeln im Juli bemerkbar gewordenen Fäulniser- n e r e i n das LiedGott grüße dich" vor. Dann Meinungen sind bei den mittleren und spaten Sor- beroegte sich der Zug mit Musik und Vorreitern dem ten weniger zu beobachten. Dagegen nimmt die Dorfe zu. Was von der Bevölkerung dem Zuge sich M ä u f e p l a g e infolge der Trockenheit sehr zu, bisher noch nicht angeschloffen hatte, reihte sich jetzt was einzelne Gemeinden bereits veranlaßt hat, mit an. Als ein stattlicher izestzug langte der Zug bei Gift gegen die Schädlinge vorzugehen. Man zieht der Kirche an. Gemeinsam fang man hier zuerst vielerorts Erwerbslose zu diesen Arbeiten heran, mit Lobe" den Herrn". Sodann begrüßte ein Schul- denen man in den Stoppelfeldern beginnt. Der r'inb in einem Gebichte bie neuen Glocken. Darauf Boben ist völlig ausgetrocknet. Das Stürzen ber wandte sich ber Ortsgeistliche, Pfarrer Gerich, in Stoppeläcker ist daher eine mühevolle Arbeit, die einer Ansprache an die Gemeinde, in der er die hohe von den meisten Landwirten auch bis zum Eintritt Bedeutung dieses Geschehnisses für die Gemeinde anderer Witterung zurückgestellt wird. An Bestellen htzrvorhod Nachdem der Gesangverein unter Leitung der Stoppelfelder mit Saaterbsen, die wegen seines Dirigenten Adolf Göbel, der zugleich auch ihrer Stickstoffsammlung im Boden als Grundun- Dirigent der Mrisikkapelle ist, das LiedDie Himmel oung gern angebaut werden, ist gar nicht zu den- rühmen des Ewigen Ehre" in ergreifender Weise fcn.' Die im Juli und anfangs August während der zum Vortrag gebracht hatte, schloß mit dem ge- regenreichen Tage auf die Stoppeln gesäten Erb- meinsamen GesangNun danket alle Gott" die er- seh, die anfangs gut vorangekommen sind, leiden hebende Feier, die den Teilnehmern unvergeßlich jetzt auch schon unter der Trockenheit. Beim Aus­bleiben wird. Die große Glocke wiegt 28 i Zentner machen ber Frühkartoffeln zeigt sich, daß ber Boden

unb hat ben Don es, die zweite Glocke wiegt aus mächtigen Schollen besteht, bie erst zerschlagen

18! Zentner unb hat ben Ton g. Was der Krieg werden müssen, will man die Erdfrüchte alle ein- |

verschlang in Feuersglut, ist schöner erstanden durch heimsen. In den O b ft a n l a g e n macht sich die 1

Opfermut. Wespenplage stark bemerkbar. Das Frühobst

örriÄ fällt stark und muß daher rasch verwertet werden,

.tucie tyrieovcig. wartet alles auf einen durchweichenden

sf. Friedberg, 7. Sept. Ausber geftrigen HRegen, ^letzt auch die Gärtner, in Stadtoerorbnetensitzung: In dem neu- ^eren Anlagen große abgeerntete Flächen auf bie erbauten Maschinenlaboratorium soll eine Bestellung mit Spinat, Wintersalat unb Felbsalat Transformatorenstatton eingebaut werben. Die ent- ronrtcn stehenden Kosten von 8000 Mk. wurden bewilligt ftrciä Lklwtten.

Für das neuerbaute Haus der technischen ' .. ,. ,

Betriebe sind Mobiliaranschaffungen im Betrage * Freienseen, i. >vept. Begünstigt vom herr- von 2100 Mk. nötig, die ebenfalls bewilligt wurden, lidjften Meter wurden hier die R e i ch s j n g e n d- Der Herbstpferdemarkt soll in größerem wettkämpfe ber Schulen des L a n b a che r Maße wie seither als P r ä m i i e r u n g s m a r k t B e z i r k s abgehalten. Vormittags zogen unter abgehalten werden-, für Reklame wurden 300 Mk. frischen Turnerliedern bie ersten auswärtigen bewilligt, bie früher für Prämiierung bewilligten Klassen burch bie Donftra.hen. zum hiesigen -urn- 300 Mk. wurden auf 600 Mk. erhöht. Der Markt platz, dem Attuh. M,t Rücksicht am die Vorzüge soll von der großen Allee in ber Kaiserftraße auf dieses Platzes - geräumiges Gelände beschattet die See wiese verlegt werden, ba ber Platz auf burch benkwurb,ge Eichen- unb timbenbaume ba- ber Kaiserstraße zu klein ist. Zugelassen sinb Pferbe zu bie vor einigen Wochen e.ngeroeihte Turnhalle - au/qanifiXmb d-n '-mg«nz°nd°n pr-utzljch-n !°nd hier d»- T-°ss°n <>«<*>'

Provinzen. Die Stabt hat bereits früher für bas stehend aus /5-Meter--.auf, Weithochsprung, Kugel­geplante Kriegerehrenmal 50Ö0 Mk. beroiU stoß und ^eiubung, kam zum Austrag. (Wertung ligk, die gleiche Summe haben bie militärischen Ver- 80 Punkte.) Es beteiligten sich etwa 120 Schuler in eine burch Sammlungen aufgebracht. Die Stabt will zwei Attersftusen an ben Wettkämpfen. Unter ge- bie weitere Ausführung den militärischen Vereinen I naucr Wertung der einzelnen Hebungen wurden überlassen, will jedoch in dem betreffenden Ausschuß von fast allen Schulern d.e zum Preise erforber- durch drei Mitglieder vertreten sein. - Der auf ben hd)en 40 Punkte erreicht. Eine stattliche Zahl ber -fierMt aevlante arößere Obst- und Gemiise- s Kämpfer errang den Sieg Iw letzten Drittel der Den Abschluß der Wett-