Ausgabe 
8.6.1926
 
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Ä Der Vorsitzende schloß mit einem Hoch deutschen Männergesang. Lehrer Kei- tter shrach hierauf die Fahnenweihe. Der Ge­sangvereinDangeslust" stimnlte die »Weihe des Gesanges" an. Währenddessen fiel die Hülle von der neuen Fahne. Als Frauengabe wurde dem jungen Verein eine prächtige Fahnenschleife über­reicht. Rach dem Weiheakt verschönten die vielen anwesenden Gesangvereine das Fest durch muster­gültige Liedervorträge.

Kreis Westerburg.

00 Westerburg, 7. Juni. Verklungen sind wieder die Töne des Festtags, vorüber die Stunden der Erbauung und Festigung des Glau­bens, die uns die vergangene Woche bot. Der Hauptverein Wiesbaden der Gustav-Adolf- Stiftung hatte feine Tagung am Dienstag und Mittwoch in unserem Städtchen. Am Diens­tagabend begrüßte im SaalbauZur schonen Aussicht" Pfarrer Fuchs von hier die Erschiene­nen. Er erinnerte an die Tagung im Jahre 1888, dem Dreikaiserjahr, da unser Städtchen auch die Ehre hatte, so viele Gäste zu begrüßen. Darauf richtete Dekan Hehn-Marienberg einige Worte des Lobes auf den schönen Westerwald an die Festversainmlung. Mit einemHui Wäl­ler" schloß er seine Aede, worauf ihm ein stür­mischesAllemol" entgegenbrauste. Als Ober­haupt des Kreises betonte Landrat Dr. Schieren, daß die beiden christlichen Konfessionen bestrebt sein mühten, miteinanher und nicht gegeneinander tip dem Wiederaufbau unseres deutschen Vater­landes zu arbeiten, und daß er in diesem Sinne als Katholik die Bestrebungen des Gustav-Adolf- Vereins unterstütze. Der Vorsitzende des Ver­waltungsausschusses. Landeskirchenrat Dekan D. Veesenmeyer, Wiesbaden, knüpfte an die Worte des Landrats an, indem er Katholiken und Evangelische aufrief zum Kampfe gegen die Feinde des Christentums. In ähnlichem Sinne äußerten sich im Äuftrage der Hauptvereine Kassel, Frankfurt und Darmstadt Kirchenrat D. Kübel und Hfarrer Hief, Kirburg. Zwischen den Vorträgen sorgte die Sängervereinigung Westerburg für Abwechslung durch Vortrag ver­schiedener Chore. In seinem Schlußwort dankte Pfarrer Fuchs allen, die mitgeholfen hatten am Gelingen der Veranstaltung. Choralblasen ipib Glockengeläute leitete den zweiten Tag ein. Beim schönsten Sonnenschein konnte der Festzug seinen Weg durch die Hauptstraßen Westerburgs nehmen. Pfarrer Gensicke. Alpenrod, hielt einen Kindergottesdienst im Schloßgarten ab, während Dekan Ernst, Idstein, die Festpredigt über das Wort:Gelobt sei der Herr täglich, Gott legt uns eine Last auf, aber er hilft uns auch" in der Kirche hielt. Aach der Morgenfeier fand das gemeinsame Mittagessen im ..Löwen" statt. Am Äachmittag sprach Pfarrer Wagner, Bens­heim, in der Kirche über Auslanddiaspora, Pfarrer Horn und Deißmann über Aassauische Diaspora. Pfarrer Fuchs schloß die Tagung mit der Aufforderung, die Tage in Westerburg nicht zu vergessen draußen im Getümmel des Lebens. Ein LI n g l.ück s f a l l ereignete sich im Steinbruch zu Kölbingen. Der Arbeiter Kaspar Jckewirth von Möllingen war durch einen herabfallenden Stein so schwer am Kopf verletzt worden, daß seine Lieberführung in das Dern- bacher Krankenhaus notig wurde.

Drllkreis.

bl. D.tzl l e n b u r g, 6. Juni. Der Wirtever­ein für Dillenburg und Llmgebung hatte schon des öfteren versucht, bei den drei Städten (Herborn, Dillenburg, Haiger) die Streichung der G e - ' 1 ränkeste « er zu erreichen. Die jüngste Stadt - verordnetenversammlung hatte sich wieder mit einer derartigen Eingabe zu befassen und be- 7 schloß, von einer Erhebung der Steuer bis zur Steueraufstellung des Etats abzusehen. Alsdann i soll geprüft werden, ob der Etat ohne die Ge­tränkesteuer fortan balancieren kann.

bl. H e r b o r n, 6. Juni. Die Stadtverord­neten beschlossen in ihrer jüngsten Sitzung, an der Mittelschule den Lateinunterricht ge­gen eine Gebühr von 60 Mark pro Schüler und Jahr einzuführen. Das Defizit trägt die Stadt. Der Beschluß beruht auf diesbezüglichen 'Wünschen seitens des Kuratoriums der Schule und eines großen Teiles der Elternschaft.

bl. G u n t e r s d o r f, 6. Juni. RunmHr er­hält unsere Gemeinde auch eine neue Schule. Gin Reubau wurde dringend notwendig.

Kreis Biedenkopf.

Biedenkopf, 7.Juni. WSR. Am Frei­tag abend wurde bei einem Eisenbahnübergang das Fuhrwerk eines Landwirts aus Kernbach von einem Etsenbahnzug ersaßt und übersah- ten. Das Pferd wurde auf der Stelle getötet und der Wagen vollständig zertrümmert. Der Fuhrmann konnte sich noch rechtzeitig in Sicher­heit bringen.

Kreis Marburg.

WSR. Marburg, 7. Juni. Durch Feuer wurde am Samstag früh das Wohnhaus des Landwirts Peter Bender in Schwarzen­born (Kreis Marburg) vollkommen ein» geäschert.

MairrgM.

Frankfurt a. M, 7. Juni. (WSR.) Die Frankfurter Eingemeindungsfrage

ist zu einem vorläufigen Abschluß gekommen. Die Verträge mit Griesheim, Schwanheim und Sossenheim sind ferttggestellt und werden, der Frankfurter Ztg." zufolge, denrnächst bereits der Stadtverordnetenversammlung zugehen. Die Ein­verleibung bedarf jedoch noch eines durch den Breußischen Landtag zu schaffenden besonderen esehes. Durch die Eingemeindung werden die drei Gemeinden Griesheim mit 480 Hektar Ge­samtfläche und 11 500 Einwohnern, Schwanheim mit 1793 Hektar und 5300 Einwohnern und Sossen­heim mit 638 Hektar Gesamtfläche und 4400 Ein­wohnern ihre Selbständigkeit verlieren und mit der Stadt Frankfurt vereinigt. Die erweiterte Stadt Frankfurt würde dann einen Flächenzu­wachs von rund 2912 Hektar und rund 21000 Einwohner erhalten und damit einen Gesamt­flächenraum von 16 390 Hektar und fast 500 000 Einwohner aufzuweisen haben.

Hanau, 7. Juni, (WSR.) Am Samstag­nachmittag ereignete sich auf der Wilhelmsbrücke ein schwerer Zusammenstoß zwischen einem Motorradfahrer und einem Radfahrer. Bei dem Zusammenstoß kamen beide Fahrer zu Fall und wurden erheblich verletzt. Der Radfahrer mußte mit einer schweren Gehirn­erschütterung in das Krankenhaus eingeliefert werden, wo er besinnungslos darniederliegt, wäh­rend der Motorradler erhebliche Verletzungen im Gesicht davontrug.

Wirtschaft.

Bon den SchLachtvrehmarkten.

An den deutschen Schlachtviehmärkten der vorigen Woche war der Handel mit ganz we­nigen Ausnahmen in allen Gattungen langsam bis mittel. Der Austrieb hatte in allen Gattun­gen eine Zunahme erfahren, die aber nur bei Schweinen größeren Umfang annahm. Die Preise waren allgemein nur geringfügigen Schwankun­gen unterworfen und in ihrer Grundtendenz behauptet.

Auf den nachstehenden Märkten wurden für 1 Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:

Berlin Bremen Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Düffeldorf Elberfeld Essen FrankfurtM. Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau

Rinder Kälber 23-61 50-80 30-60 40-80 20-57 57-78 25-59 40-80 25 -63 40 - 85 26-64 50-79 25-63 40-75 25-62 45-75 30-64 40-100 15-61 35-76 15 - 60 30 - 82 12-62 35-80

22-58 7080 25-65 48-75 17-51 29-69 20-61 47-100 25-58 45-78 20-58 35-78 15 - 59 48 - 84 17-58 56-84 15-55 30-76 13-55 54-7 4 12-56 45-76

Schafe Schweine 33 - 64 70 - 77

- 70-83

38-57 58-72 45-54 70-84 35-55 68-79 33-63 62-79

68-81 70-84

30-50 68-84 40 - 50 60 - 83 25-65 65-81 20-62 74-78

- 74-82

- 65-77

28-55 45-76

67-85 28-63 65-83 30-55 68-80 38-44 68-80

58-82

20-55 63-73

57-78

35-62 71-84

* Diskont er Mäßigung der Reichs­bank um ein halbes Prozent. Der Reichsbankdiskontsatz ist gestern ermäßigt worden, allerdings nur um Vz auf 6V2 Prozent. Der Lombardsah sinkt entsprechend von 8 auf 7^2 Prozent. Begründet wurde der schon seit län­gerer Zeit erwartete Schritt damit, daß sich seit der letzten Diskpntermähigung die Spanne zwi­schen Diskontsatz und Marktdiskont weiter ver­größert habe, und daß die starke Beanspruchung des Kapitalmarktes mit zirka einer Milliarde keinen Einfluß auf den Markt ausgeübt habe.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 8. Juni. Während es vorbörslich den Anschein hatte, als wenn sich heute bereits wieder Sine Erholung durchsetzen würde, kam bei Beginn des offiziellen Verkehrs doch noch reichlich Material heraus, so daß die Stimmung weiter als schwach bezeichnet werden muß. Die Zuspitzung der innerpolitischen Ver­hältnisse spielte hierbei n-aturgemäh eine große Rolle. Das Angebot war jedoch nirgends drin­gend und die Rückgänge gingen nur vereinzelt über 2 Prozent hinaus. Auch die neuerliche starke Abschwächung des französi­schen Frankens machte einen ungünstigen Eindruck. Die Tatsache, daß man jetzt in Frank­reich zu derselben Mittelchen greift, die vorher auch in Deutschland das Gegenteil von dem er­reichten, was sie sollten, wird recht ungünstig be­urteilt. Während London noch einen Kurs von 162,25 meldete, wurde hier London-Paris be­reits mit 165,50 gehandelt. Brüssel gegen London 161,50. Auch Mailand lag schwächer mit 131 gegen London. Dagegen hielt die Festigkeit von Oslo an. Wie bei allgemeiner Schwäche üblich, wandte sich die Spekulation dem Kriegs- anleifjemarfte zu, wo der Kurs für Kriegs­

anleihe auf 0,407Vs anziehen konnte. Rach Fest­setzung der ersten Kurse wurde die Stimmung, ausgehend vom Schiffahrtsmarkte, etwas freundlicher. Schiffahrtswerte konnten innerhalb kurzer Zeit etwa 2 Prozent gewinnen. Am Geldmarkt ist die Lage weiter leicht. Tages­gelb 4 bis 6 Prozent.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlwj.

l-Uflr.

Schluß.

Anfang

Kurs

Kur,

Kurs

Kur'.

Datum: |

7.6 |

8.6

7. 6

8. 6

5% Deutsche RctchSanletde

4% Deutsche Reichsanleihe

0,3975

0.4075

0.395

0.3725

0,405

8Vi% Deutsche Rcichsanleihe

0,365

0.365

3% Deutsche NctchSanleihe

0.410

0.43

Deutsche Svarprämicuanleihe

0,225

0,2325

4% Preußische Kom'ols . .

0.365

0,38

0,3675

4% Hessen.........

0,37

3'/e°/o Hessen......

3% Hessen

Deutsche Wertb. Dollar-Anl.

94,5

96,5

dto- Doll.-Schatz-Anweilllg.*)

4% Zolltürken.........

12,75

12,9

12.9

5% Goldmerikaner . . .

50

50,5

50,25

Berliner Handelsgesellschaft Commerz, und Prtvat-Bank

108,7'

108'

160'

108,5*

157,5* 108*

Darmst. und Naiionalbank

138'

136,7*

137,5*

134,2'

Deutichc Bank.........

133,7*

131'

133,5*

131*

Deutsche DereinSbank ....

84

Disconto Coinmandit . .

130.2'

128*

129,7*

128,2*

Metallbank.........

110

107,5

Mitteldeutsche Kreditbank . .

109,5-

109,5*

109.75

_

Ocstcrreichische Creditanstalt.

6,5

6,5

6.5

6,5

Weltbank ........

-

Bochumer Guß .......

110*

108,2*

72

73

68,75

Caro ............

Deutsch-Luxemburg......

Gelsenkirchener Bergwerke. .

55,75

56*

55.75*

114,5*

112*

108,7*

116*

116,9*

111,5*

Harpencr Bergbau......

124*

119.5'

123,9*

120*

zkaliwerke Aschersleben....

129,75

128,4

128.1*

126,2*

Kaliwerk Westeregeln. . .. >

136,5*

134,5

134.5

132,55

Laura butte.........

38,5

38,75

37.5

Oberbedarf...........

50

53

54*

53*

Phönix Bergbau ...... Rheinstahl ,

Ricbcck Montan........

88,5*

85,25*

87,9'

85*

118*

115

117.5*

115*

114,5

113,4

108,7*

Tellus Bergbau. .....

61,25

-

Hamburg-Amerika Paket. . .

Norddeutscher Llovd . . .

140*

136,2*

137*

133,5*

140*

135,6*

136"

132,5*

Chcramische Werke Albin . .

52,1

_

_

Zementwerk Heidelberg . .

102

101

Philivv Holzmann . . . ,

68,5

68

67,25

Anglo-Cont.-Guano.....

_

78

_

Chemische Mäher Alapin . .

I. G. Farbenindustric, A.-G.

188,7*

186,5*

187,7*

185*

Goldschmidt..........

83,25

81

86

Holzverkohlung........

Rütgcrswerke........

62

87.5

60,5

85

87

85,5

Scheideanstalt.........

129,75

128

Sing. Elektrizitäts-Gesellschaft

122,5*

118'

120,9*

116.5*

Bergmann .........

Mamkraftwerke........

118'

117,5*

115

98

_

Schnckert...........

Siemens <k Halske ......

Ul'

108*

110,1*

108,2*

153*

150*

151,5*

149,7*

Ädlcrwerke .Rieflet ......

61

59

61,25

60

Daimler Motoren. ......

65

65

63

Heflligenstaedt.........

25

Mcguin............

35,5

Motorenwerke Mannheim .

-

39,5

Frankfurter Armaturen . .

Konservenfabrik Braun . . .

17

30

z

_

-

130,5

71,25

119

70

Schuhfabrik Herz......

29

30

Sichel. ............

3

-

Zellstoff Waldhof......

Zuckerfabrik Frankenthal ..

Zuckerfabrik Waabäuiel . . .

137

137

131

60,25

66

60,75

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

(Ohne Gewähr.)

7 Juni.

8. Juni.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

AtNft.-Rou.

168,54

168,96

168,60

169,02

Bven^AireS

1.691

1,695

1,692

1,696

Brss.-Antw.

12,90

12,94

12,69

12,73

Christiania - Kopenhagen

91,00

110,96

91,97

111,24

93,25

111,08

93,59

111,36

Stockholm -

112,26

112,54

.112,26

112,54

Helssngfors.

10,55

10,59

10,552

10,592

Italien. . .

15,83

15,87

15,54

15,58

London. .

20,411

20,469

20,407

20.459

Neuyork . .

4,195

4,205

4,195

4,205

Paris. . .

12,89

12,93

12,44

12,48

Schwei; . .

81,195

81,395

81,17

81,36

Spanien .

63.24

63,58

63.67

63,83

Japan . . .

1,975

1,979

1,974

1,978

Rio de Jan

Wien in D--

0,644

0,646

0,653

0,655

Oest. abgest

59,30

59,64

59,25

59,39

Prag ....

Belgrad . .

12,42

12,46

12,418

12,458

7,407

7,42?

7,407

7,427

Budapest. .

5,865

5,885

5,875

5,885

Bulgarien

3,05

3,06

3,06

3,07

Lissabon

21,441

21,495

21.445

21,495

Danzig. . . Konstantin-

80,93

81,13

80,93

81,13

2,285

2,295

2,255

2,265

Athen. .

5,39

5,41

5.19

5,21

Canada. . .

4,197

4,207

4,197

4,207

Uruguat) . .

4,275

4,285

4.265

4,275

Banknoten.

(Ohne Gewähr.)

Berlin, 7. Juni.

Geld

Brief

Amerikanische Note, ..... Belgische Noten . ....... Dänische Noten........ Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten Italienische Noten......

Norwegische Noten......

Dcutsch-Oefterr., ä 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten......

Schweizer Noten.......

Spanische Noten.......

Tschechoilowakischc Noten . . Ungarische Noten . . ...

4,189

13,03 110,62 20,357

13,14 168,13

16,01 92,62 59,32

1,66 111,82

81,12 63,27 12,385

5,84

4,209

13,09

111,18

20,457

13,20

168,97

16,09

93,08

59,67

1,70

112,36 81,52 63,57

12,445 5,88

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M., 8. Juni. Tendenz: Schwächer. Im Zusammenhang mit einer stark ausgeprägten Abgabeneigung sowie angesichts der innerpolitischen Schwierigkeiten, die durch die Frage der Fürstenabfindung auftreten können, war an der heutigen Börse die Lust­losigkeit und Llnsicherheit vorherr­schend. Auch die Stellungnahme Brasiliens zum Völkerbunde übte einen verstimmenden Ein­fluß aus, so daß für die Spekulation große Zurückhaltung geboten war. Die Reichsbank- diskontermäßigung bot zwar einen gewissen Rück­halt und trug dazu bei, eine stärkere Ab- slauung zu verhindern, doch war die Tendenz überwiegend recht schwach. Die Ver­luste, von denen alle Märkte betroffen wur­den, betrugen zumeist etwa 2 Prozent, gin­gen aber vereinzelt auch darüber hinaus. Am stärksten gedrückt waren Montanwerte, von denen Mannesmann 2 Prozent, Mansfelder 3 Prozent, Phönix und Rheinstahl je 1,75 Proz. einbüßten. Auch Kaliwerte gaben nach. Far­benwerte zeigten etwas gehaltene Kurse. I. G. Farben verloren nur 0,5 Proz., chagagen waren Goldschmidt und Holzverkohlung schärfer gedrückt. Am Elektromarkt waren Rückgänge von 2 bis 3 Proz. zu verzeichnen, nur für Siemens 8= Halske trat eine Besserung von 1,5 Proz. ein. Bankaktien wurden gleichfalls in Mitleiden­schaft gezogen. Deutsche Bank angeboten minus 2 Prozent. Diskontv-Gesellschaft wurden eben­falls 2 Prozent niedriger, während Darmstädter ihren Kurs behaupten konnten. Bon Schiff­fahrtsaktien mußten Rordd. Lloyd ihren gestern abend erzielten Gewinn von 3,5 Proz. wieder hergcben. Hapag minus 1,62 Prozent. Auch Auto- und Maschinenaktien ver­kehrten in schwächerer Haltung. Aschaffenburger Zellstoff minus 2 Proz. Dauaktien gleichfalls niedriger. Recht schwach lagen auch die Werte des Metallbankkonzerns: Scheideanstalt minus 3, Metallbank minus 2,5, Metallgesell- schast minus 1,5 Proz., Zuckeraktien setzten die rückläufige Bewegung fort Deutsche An­leihen schlossen sich der schwächeren Strömung an. Ausländisch e Renten waren dagegen gehalten und konnten teilweise leicht anziehen. Besonders Türken wurden höher. Der Frei- verkehr blieb lustlos. Deckerstahl 27, Benz 65, Drown-Doveri 85, Entreprise 8, Growag 58, Krügershafl 103, Lisa 42, ilfra 74 Prvz. Im weiteren Verlaufe wurde die Tendenz stimmungsgemäß etwas freundlicher, jedoch waren nennenswerte Kursbesserungen nicht zu verzeichnen. Rur I. G. Farben zogen um 0,25 Prozent an. Am Geldmarkt war das An­gebot reichlich. Tagesgeld 4 Prozent. Monatsgeld 4,75 bis 6 Prozent je Adresse. Industrie-Akzepte 5 Prozent, Privatdiskonten 4,5 bis 4,62 Prozent. Im Devisenverkehr hatten die westlichen Frankenvaluten eine erneute scharfe Abschwächung zu verzeichnen. Paris gab gegen London auf 164, und Brüssel auf 159, nach. Auch Mailand lag mit 131, gegen London schwächer. Mark und Pfund sind unverändert.

frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt, 8. Juni. Es wurden notiert: Weiten, Wetterauer, 30,25 bis 30,75, Roggen, in­ländischer, 20,50, Sommergerste für Brauzwecke 22 bjs 24, Hafer, inländischer, 21 bis 23, Mais (gelb) 17,75, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 42,50 bis 42,75, Roggenmehl 28,75 bis 29, Weizenkleie 9,25, Roggenkleie 11 Mk. Tendenz stetig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 7. Juni. In Uebereinstimmung mit festeren Auslandpreisen sowie erhöhten Schlußforde­rungen für Weizen zeigte sich auch im Berliner Produktengeschäft größere Nachfrage. Die Notierun­gen zogen bis 2 Mark an, auch Roggen fest. Die Gebote für Jnlandware sind aber nur mäßig er­höht, da die erzielbaren Preise für Roggenmehl nicht mit den Getreidepreisen Schritt gehalten haben. Gerste ziemlich behauptet. Hafer in besten Sorten gefragt, sonst still. Im Lieferungsgeschäft stützte starke Nachfrage nach Julinotierungen den Weizen und Roggen. Auch Septembertermin folgte der Auf­wärtsbewegung, doch gingen die Steigerungen hier für Weizen nicht über 1,50 Mark und für Roggen nicht über 1 Mark hinaus. Es notierten (1000 Kilo­gramm): Roggen, märkischer, 175 bis 186 Mark; Sommergerste 187 bis 200; Gerste, inländische, 179 bis 182; Hafer, märkischer, 194 bis 205; (100 Kilo­gramm) Weizenmehl 37 bis 39,25; Roggenmehl 25,25 bis 26,50; Weizenkleie 10; Roggenkleie 11,40 bis 11,50; Viktoriaerbsen 36.

Rundfunk-Programm.

Mittwoch. 9. Juni.

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.3V bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Alte Operetten. 6.15 bis 6.45 Uhr:Ungarisch und Fin­nisch und ihre Literaturen", Vortrag von Dr. Lud­wig Harald Schütz. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stenographi­scher Fortbildungskursus für Anfänger und Fort­geschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhochschule FrankfurtAus der Geschichte der deutschen Sprache II", Vortrag von Professor Dr. Naumann. 8.15 vis 10.15 Uhr: Nor­wegischer Abend.

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