fMlL
Enlschliehung
notnii
'Bauer
gleichheit abgelehnt.
3. Einen im Vertragsver
hältnis
angenommenen Maschinenin!
es sogar, aber
Auf die Frage des frair
Sozialfragen im
Haushaltungsausschuh
Preußischer Landtag
Deutschlands Anmeldung
in Genf
von ft
Aus aller Welt
Bier Kinder ertrunken.
Gemeinden und wirtschaft
t e beschränkt, For ieife für Reich and Län
ntcur zu Stimmen
entlassen. Dies wurde mit 6 gegen
abgelehnt. Das Kapitel 94 wurde dann ange-
ine Resolution ange-
Die Pariser Presse zur Rede Mussolinis.
Stellung Deutschlands bunde )u stärken geeignet ist
Steuben-Gesellfchast, wunderung über die
zu ergänzen. Zum Schluß wurde
\ 5ebn Wien 1(
Die Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder.
nommcn, in der die Reich-sregirrung ersucht wird, kich bei der S a a r r e gi er ung dafür einzu-
Forderungen des Industrie und Handelstages.
auf d a s No t w e nd i derungen, die in gleicher der gelten.
iivit । uiv ii, i'. l v/v-* \ vv*
werbemufeums-Bibliothek). Kapitel 97 «Chemische Prüfungsstelle zu Darmstadt) und Kapitel 99 i Kunstgewerbe und kunstgewerbliche Zwecke). Zu Kapitel 73 (Hochbauwesen) lag ein Antrag Hein- stadt vor, den für die Errichtung eines Schüle- rinnenheims der Aufbauschule in Darmstadt eingestellten Betrag zu streichen. Der Antrag wurde gegen 2 Stimmen abgelehnt und das Kapitel genehmigt.
mer 1925 im Voranschlag eingesetzten 100 Millionen Reichsmark mit dem Vorbehalt, bei der dritten Lesung des Etats die Summe in notwendiger Weil
Die Silberhochzeit im hoMndischen Königshaus.
Paris, 8. Fbr. (W. T. V. Funkspruch.) Die Rede Mussolinis wird von der gesamten Presse besprochen. Die Regierungspresse lehnt sie ab. Sv schreibt .Oeuvre": .Es ist wahr, daß Mussolini den Deutschen in Tirol verboten hat, ihre Sprache zu sprechen, cs ist auch wahr, daß er geschworen hat. sie zu italianisieren. Die Minderheiten schikanieren. Deutsche heute, die Slaven morgen und auch die französische Bevölkerung im Tale von Aosta, heißt Imedenta schaffen. Die Stelle der Rede, wo Mussolini erklärt, daß Italien nötigenfalls feine Fahne jenseits der Grenze aufpflanzen werde, wird besonders beachtet und als eine unzweideutige Drohung an die Adresse Deutschlands aufgefaßt. Der ..Temps" nimmt die Rede zum Anlaß. um festzustellen, daß er mit seiner Prophezeiung eines deutsch-italienischen Zerwürfnisses recht habe. Die Sprache Mussolinis sei rüde, doch habe sie den Vorzug der Offenheit für sich. Es sei richtig, daß die deutsche öffentliche Meinung es für klug gehalten habe, abzuwarteir, ehe sie sich über das Schicksal der deutschen Minderheiten in Südtirol beunruhigte, bis der deutsch-italienische Handelsvertrag und die Abkommen von Locarno unterzeichnet worden seien. Heute handle es sich darmn. den deutschen Vorstoß gegen Süden und Südosten vorzubereiten. Dabei stoße Deutschland eben in Mitteleuropa auf italienische Interessen. An dem Tage, an dem Deutschland in Wien herrschen werde, werde die Stellung Italiens in gefährlicher Weise kvnrpromitiert sein. Die Antwort Mussolinis beweise, daß die Italiener begonnen hätten, dies zu verstehen. Run nrüsse man abwarten, welche Reaktion die Rede Mussolinis auf die öffentliche Meinung in Deutschland ausüben werde. Aber Berlin werde ohne Zweifel die ihm erteilte Warnung begreifen.
ticher Wortlaut noch nicht vorliegt. Es ist aber nicht ausgeschlossen, daß der Reichsau he n- Minister anläßlich der Beantwortung dec dentschnationalen Anfrage über Südtirol hierzu das Wort ergreifen wird.
D a r m st a d t. 6. Febr. Der Finanzausschuß des Hessischen Landtags setzte heute seine Beratungen bei Kapitel 84 (Förderung einzelner Zweige der Landwirtschaft) fort, wobei es zu einer lebhaften Debatte über die H e n g st h a l t u n g kam. Es lag hierzu ein Antrag Widmann-Stork und Genossen vor, Die Einnahmen aus dem Deckgeld auf 91200 Mark festzusetzen und dementsprechend die Deckgeldsätze zu erhöhen, und zwar für den ersten Teilbetrag auf 20 Mark und für den zweiten Teil auf 40 Mark fcstzusctzen. Außerhalb Hessens wohnende Stutenbesitzcr sollen 60 Mark bezahlen. Der Antrag wurde mit acht gegen sechs Stimmen abgelehnt. Ein Antrag Werner, der die Regierung ersucht, die Zahl der in Landwirtschaft und Gewerbe vorhandenen Traktoren und Auto-
Berlin , 6. Febr. (VDZ.) Der Haushalts- ausfchuß des Reichstages seht die Beratung deS Haushalts des ReichsarbeitSmini- st e r i u m s für 1926 fort. Die Titel ül&r die Per- fonalfragen werden genehmigt. Der Ausschuß behandelt sodann die Etatsteile, welche die S o - zialversicherung umfassen. Die Abg. Hoch und Aufhäuser (SH üben Kritik an der Verwendung der Gelder der Sozialversicherunas- fragen. und fragen wie es mit der Revision 6er Sozialversicherung stehe.
Abg. Mumm (Dn.) seht sich für die Selbstverwaltung der Angestelltenversicherung sowie für Gewähr möglichst großer Mittel für Hingabe langfristiger Hypothekendarlehen zur Herstellung von Kleinwohnungen ein.
Abg. Thiel (D. Vp.) widerspricht vom Standpunkt der Selbstverwaltung den Forderungen, daß die Reichsversicherungsanstalt gezwungen werde, bis zu einer bestimmten Höhe langfristige Darlehen zu geben. Der Arbeitsplan sei bis 1932 festgelegt.
Abg. Schwarzer (Bayer. Vp.) bittet, doch bei Ablehnung von Gesuchen um Baulredite Gründe anzugeben. Vielleicht könne mitgeteilt werden, wie die Summen auf die Länder verteilt werden.
Sitzungssaal der Berliner Industrie-' und Han delskammer zu einer aus allen Teilen det
Amerika gegen eine Stabilisiernngsanleihe für Frankreich.
wurde
der 2
der in
3rui
angenommen, in der es heißt: „Der deutsche Industrie- und Handelstag erkennt an, daß die Gemeinden in ihrer finanziellen Selbständigkeit durch die Gesetzgebung der letzten Jahre schwer beeinträchtigt und gleichzeitig mit vielen drük- kenden neuen Ausgaben b e I a ft e t worden sind. Es ist lebhaft zu beklagen, daß amtliche statistische Unterlagen über die gemeindliche Finanz- gcbahrung bisher nicht vorliegen. Eine Umfrage des deutschen Industrie- und Handelstages hat ergeben, daß die Finanzgebahrung vieler Gemeinden die Gesundung der Wirtschaft schwer h e m m I und das produktive Volksvermögen gemindert hat. Bei der schweren Loge der Wirtschaft, die durch die gegenwärtige Krise offenkundig geworden ist, muß nunmehr grundsätzlich und endgültig das äußer st e Maß gehalten in der Auferlegung öffentlicher Lasten gesichert werden. In einer Zeit, da die Wirtschaft alles daran setzen muß, durch zweckmäßigere Organisation, durch Beschränkung der Ausgaben und durch Abbau aller nicht im strengsten ainne produktiven Aufwendungen wieder zu Erträgnissen für sich und die Allgemeinheit zu gelangen, ist die Forderung berechtigt, daß endlich auch in ollen Gemeinden das gleiche geschieht. Die Tätigkeit der Gemeinden ist nicht, wie in besseren Zeilen auf das Wünschenswerte erstreckt, sondern
verfcnm öenburf Geheim: des Tk Wit rum BirHid wknüpss
Reichsarbeitsminister Dr. Brauns führt aus, es sei mißlich und schwierig, Gründe der Kreditwürdigkeit anzugeben.
Minifterialdirektor v. G r i e h e r (vom Reichsarbeitsministerium): Auch das Ministerium ist der Ansicht, daß der Kreditverkehr der Reichsversicherungsanstalt die sozialen Bedürfnisse berücksichtigen müsse. Aber der Wille des Ministeriums findet seine Grenze an der Selbstverwaltung und den verfügbaren Mitteln. Die Invalidenversicherung erübrigt zur Zeit etwa 50 Millionen, die aber z. T. für sozialen Hausbau verwendet werden könnten. Eine notwendige Aufgabe sei die Föro.cung der sozialen Hygiene. Die Invalidenrente in der Industrie und in den Städten seien höher als die Armenunterstühungen auf dem Lande, lieber die Frage der Ausdehnung der Anfallversiche- rung ift eine Denkschrift angefertigt.
Ministerialdirektor Sih l er: Ein eigentlicher S o z i a l a t t a ch e ist zur Zeit nur beim Generalkonsulat in Mailand tätig. Zur Vermehrung der Stellen stehen leider weitere Mittel gegenwärtig nicht zur Verfügung.
Reichsarbeitsminister Dr. Brauns betont, daß der Betrag von 100 Millionen für die unterstützende und produttive Erwerbslosenfürsorge zu einer Zeit in den Etat eingesetzt worden fei, als die Erwerbslosigkeit noch nicht solch ungeheuren Umfang angenommen hatte. Inzwischen habe das Reichsarbeitsministerium eine Erhöhung der Summen für die Erwerbslosenfürsorge beim Finanzminister beantragt.
Adg. Mumm (Dn.) betont die besondere volkswirtschaftliche Bedeutung der produktiven Erwerbslosenfürsorge und verlangt, daß hierbei die Wohlfahrtsanstalten, die Wanderarbeitsstätten usw. nicht schlechter als gewerbliche Unternehmungen behandelt werden.
Aus formalen etatsrechtlichen Gründen bewilligt der Ausschuß zunächst die schon im Som»
In Freyung bei Weiden (Franken) sind drei Kinder des Kunstmühlenbesitzers List im Alter von 3V2 bis 8 Jahren und ein Kind des Metzgers Pröbstl in einem Bach bei der Mitternmühle ertrunken aufgefunden worden. Den Hergang des schweren Anglücks kennt man nicht. Aller Wahrscheinlichkeit nach haben sich die Kinder zu weit auf die durch das Fönwetter mürbe gewordene Eisdecke hinausgewagt.
Die Dietschweiler Vrandasfäre.
WSN. Ludwigshafen, 7.Febr. Der große Brand in Dietschweiler a. Glan, bei dem zwei Kinder des Landwirts Stemmler verbrannt sind, beschäftigt noch immer die Gemüter und hat jetzt eine überraschende Aufklärung gefunden. Va° t e r und Sohn Stemmler verwickelten sich bei dem Verhör vor der Staatsanwaltschaft in immer größere Widersprüche und sind jetzt unter dem dringenden Verdacht der Brandstiftung verhaftet worden. Die Untersuchung geht weiter.
durch tocröen. mckung
Ich tow mit D biteitot
zösischen Journalisten, ob England und Italien sich etwa auf Kosten Frankreichs verst ä n d i g t hätten, erklärte Macdonald, das -sei möglich. Er möchte es allerdings nicht behaupten. Im übrigen möchte er als Führer der Arbeiterpartei arrsdrücken. daß 1 die Regierung Baldwins an dem Tage, an dem sie das Abkommen Volpi—Churchill unterzeichnete, sich selbst den Tvbesstvh verseht habe.
m o b i U a ft tu a g e n laufend festzustellen, wurde angenommen. Ein Antrag Dr. Büchner mit dem Ersuchen an die Regierung, entsprechend der abnehmenden Pferdehaltung einen Abbau des Landgestüts vorzunehmen, wurde mit Stimmengleichheit abgelehnt. Es entspann sich bann eine längere Debatte über die Landwirtschaft^ Fnmmer, weil Beschlüsse des Landtags im vergangenen Jahre nicht ausgeft'ihrt worden seien. Es wären Beträge, die der Staat der Landwirtschaftskammer überwiesen hätte, im einzelnen nicht nachgewiesen, und der Forderung, daß an dem Beitrag für die Rindviehzucht auch Schwarzbuntvieh teilhaben soll, wäre nicht nachgekommen worden. Des- halb wurde ein Antrag Lux vorgelegt, wonach die Regierung die zur Verfügung der Landwirtschafts- fammer gestellten Beträge selbst verwenden kann, wenn die Landwittschaftskammer nicht die Beschlüsse befolgt. Der Antrag wurde mit neun gegen drei Stimmen bei einer Stimmenthaltung angenommen und hierauf Kapitel 85 genehmigt. Kapitel 90 (Bergbau) wird ebenfalls genehmigt.
Zu Kapitel 94 (Dampfkesselprüfung) lag ein Antrag Haurh vor: 1. In Einnahme zu Titel 2 die Gebühr für Prüfung der Kraftwagenführer von 60 Mark aus 160 Mark zu erhöhen. Dies wurde mit 6 gegen 3 Stimmen bei 2 Stimmenthaltungen abgelehnt. 2, Zwei neue Stellen von Maschinen-Ingenieuren und einem Kanzleigehilfen und die dafür festgesetzten Ausgaben zu streichen. Dies wurde mit Stimmen»
Berlin, 6. Febr. (121.) heule vormittag um 11 Uhr begann unter dem Vorsitz des Relchs- kanzlers Dr. Luther die Konferenz der Reichsregierung mit den Ministerpräsidenten der Länder. An den Beratungen nahmen die Reichs- m in Ift er sowie als Vertreter Preußens Ministerpräsident Braun, als Vertreter Bayerns Ministerpräsident Held sowie sämtliche Minister- bzw. Staatspräsidenten der übrigen Länder und die Vertreter der hansastädte teil. Bei den Ver- Handlungen sind auch die Gesandten der Länder zugegen. Zur Beratung stand ausschließlich der bevorstehende Eintritt Deutschlands in den Völkerbund.
in ioldjti |o bringt gewartet her lägli jprechrn dem ju nniprud) tjanbluni Blige ß lid) gerne Wr tmn Wn « heil M; als nid Wa
Amsterdam, 7. Febr. (WB.) Die meisten holländischen Blätter sind heute anläßlich des silbernen Hochzeitstages der Königin W i l h e l - mina als Jubiläumsausgabe erschienen. Anläßlich der morgen im Haag stattfindenden Hochzeitsfeierlichkeiten ist der Bruder des Prinzgemahls, der Herzog Adolf Friedrich von Mecklenburg und Gemahlin im Haag eingetroffen.
druck und lud die Retter namens der Gesellschaft zu einem Ehrenabend im Porkville-Theater am Montag ein. Ein Vertreter der Black Diamond- Dampfschiffahrtsgesellschaft, die die Besitzer der „Alkaid" vertritt, erklärte: Solche Heldentaten ketten die Menschheit fester zusammen und fördern die Völkerverständigung. Victor Ridder hielt eine Ansprache namens der Mil- lionen Deutsch-Amerikaner, deren Stolz auf ihre Stammeszugehörigkeit durch diese Heldentat erhöht wurde. Kapitän G r a a l f s von der „Westphalia" beantwortete die verschiedenen Ansprachen mit den Worten: Was wir geleistet haben, war selbstverständlich. Ein ungeschriebenes Gesetz der Seeleute lautet: Wenn einer dem andern helfen kann, tut er es.
3m Anschluß an einen Dor trag des Reichsmini st ers des Aeuhern sowie die grundsätzlichen Ausführungen des Reichskanzlers wurden die mit der Frage des Eintritts Deutschlands in den Völkerbund zusammenhängenden Fragen eingehend erörtert, wobei von einzelnen Landern Bedenken geltend gemacht wurden. Abschließend wurde die einmütige Ausfassung dahin sestgesieltt, daß, falls die Reichsregierung den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund beschließe, durch die Länder alles geschehen werde, was die
Reiche» sehr start besuchten Sitzung zusammen. Zunächst nahm auf die Begrüßung des Prä- fib enten Reichswirtschaftsminister D r. Eurtius das Wort zu einer mit Beifall aufgenommenen Ansprache, in der er die Notwen- digkeit der Zusammenarbeit der Wirtschaftsvertretungen mit der Regierung hervorhob.
Oberbürgermeister Most, M. d. R., erstattete dann einen eingehenden Bericht über die Fi' nanzpolitik der Gemeinden. Der Redner wies an zahlreichen Beispielen nach, daß auch der erweiterte Ausgabenkreis, der den Gemeinden von Reichs- und Landeswegen zu- gebilligt ist, keine ausreichende Rechtfertigung für die übermäßige Steigerung der P e r s o n a l k o st e n und für die vielfach über das Maß des Rotwendigen hinausgehenden sachlichen Ausgaben auf den verschiedenen, vom Redner im einzelnen behandelten Gebieten darstellt. Im Zusammenhang hiermit forderte er. daß die finanziellen Maßnahmen der Gemeinden wieder unter vollem Einblick der Oeffentlichkeit vorgenommen werden müßten. Der Vertreter des preußischen Ministeriums des Innern würdigte vom Standpunkt der Staatsaufsicht die Steigerung der Gesamtlasten der Gemeinden infolge der Reparations- und Besatzungskosten und des erhöhten Bedürfnisses sozialer Fürsorge, andererseits aber durch die Lage der Wirtschaft und die zwingende Rotwendigkeit strengster Sparsamkeit und der Zusammenarbeit. Es wurde eine
Sithe neuesten tanntma Irozden Sie Art' suche bt Siem
Berlin, 6. Febr. (TA.) Der Hauptaus- schuh des Deutschen Industrie- und Handelstages trat heute unter dem Vorsitz seines Präsidenten Franz von Mendelsohn bei Anwesenheit zahlreicher Vertreter der Reichs- und Landesbehördim und des Reichstages in1
Berlin, 6. Febr. Rach Beendigung der zweiten Lesung der Städtevrdnung stimmte das Haus einer vom Ausschuß empfohlenen Ent- schließung zu, in der daS Staatsministerium ersucht wird, eine Novelle zum Beamten- gesetz vorzulegen, durch die eine Sicherung und Stärkung des Derussbeomtentums erreicht werden soll. Insbesondere sollen die Daueranae- stellten in das Beamtenverhältnis übergeführt werden. Hierauf stimmte das Haus einer Entschließung zu, in der das Staatsministerium ersucht wird, mit allem Nachdruck dafür zu sorgen, daß die Zahl der in der Landwirtschaft beschäftigten Ausländer auf das äußerste Maß beschränkt werde.
Bei der Beratung der kommunistischen Anträge über die Tätigkeit der gemeinnützigen Sied- lungs- und Kriegerheimstättengesell' schasten Berlin-Pankow erklätte der Abg. Kilian (Komm.), daß öffentliche Gelder, die zur Siedlung von Flüchtlingen aus dem Osten bestimmt ge= wesen, verschleudert worden seien. Einstimmig wurde schließlich der Ausschußantrag angenommen, das Staatsministerium zu ersuchen, dafür Sorge zu tragen, daß die Höhe der R e st k a u f g e l d e r für die einzelnen Siedler schnellstens festgesetzt wird und den landwirtschaftlichen Siedlern die erforderlichen Betriebsmittel in Form von Zwischen- k r e d i t e n zur Verfügung gestellt werden.
Paris, 7. Febr. (WTB.) Die Vertreter des amerikanischen Schatzamtes haben ihre Ansicht über den anläßlich der 'Anwesenheit des Generalagenten für die Reparationszahlungen, Parker Gilbert, in Amerika erörterten Plan einer allgemeinen Regelung der Wirtschaftslage Europas, wofür auch, die Gewährung von Anleihen im Betrage von hundert Millionen Dollar an Frankreich für die Stabilisierung des Franken und die Unterbringung der deutschen Eifenbahnobligationen in den Vereinigten Staaten in Frage kommen follte, dahin zum Ausdruck gebracht, daß dieser Plan ungeeignet sei, verwirklicht zu werden, denn ehe Frankreich die für die Stabilisierung des Franken notwendigen hundert Millionen Dollar erhalten könne, müßten zu viele Bedingungen erfüllt werden. Die wichtigste dieser Bedingungen sei, daß Frankreich sein Budget a u 5 g l e i d) c. Die Finanzsachverständigen in Washington seien der 'Ansicht, daß Frankreich alsdann große Anleihen für die Stabilisierung des Franken und die Beschaffung flüssigen Kapitals für die Regierung nicht mehr benötigen würde. Die Vertreter des Schatzamts erklärten, daß der Plan für die Unterbringung der deutschen Jndustrieobli- gationen besagen wolle, daß Deutschlands einziger Gläubiger, wenn die Bonds nicht noch anderswo untergebracht würden, die Vereinigten Staaten werden würden, und daß die Vereinigten Staaten sich dann nicht in einer sonderlich vorteilhaften Lage befinden mürben.
Rai« r, verlieh feiner Beat der „Westphalia" Aus
Feierlicher Empfang deutscher Seehelden in Neuyork.
Neuyvrk, 6. Febr. (WB.) Dem Hapag- dampfer „Westphalia", der vor kurzem die rn höchster Not schwebende Besatzung des holländischen Frachtdampfers „Altai d" rettete, wurde bei der Ankunft am Pier Neuyvrk ein feierlicher Empfang bereitet. Sofort nach der Festmachimg des Dampfers „Westphalia" bestieg ein Bürgerkomitee den Dampfer, dessen Leiter, Grover Whalen, die Helden namens des Bürgermeisters und der Stadt Neu- hork bewillkommnete und die höchste Bewunderung und Anerkennung für die glänzende Seemannstat den Rettern aussprach. Whalen kündigte an, daß am Montag nachmittag eine offizielle Begrüßung und Beglückwünschung der Leute der „Westphalia" durch den Bürgermeister im Rathause erfolgen werde, die zeigen solle, wie dankbar die Stadt für das heldenmütige Rettungswerk sei. Dr. H e u- s e r, der deutsche Konsul für den Hasen Neuyork überbrachte die Glückwünsche der deutschen Regierung und gab der Bewunderung und dem Stolze über das Verhalten der „Westphalia"-Desatzung Ausdruck. Diese Tat der Nächstenliebe beweise, daß der Geist aufopfernder Pflichterfüllung wie vordem in der deutschen Marine weiterlebe. Der holländische Vizekonsul Boissevain sprach, als Vertreter des holländischen Gesandten und des Generalkonsuls dem Kapitän und der Mannschaft der „Westphalia" feinen Dank aus. Er führte u. a. aus: Die beiden Worte „Westphalia" und „Graalfs" sind fortan zwei Namen, die die höchste Bewunderung auslösen werden, wo sie vor holländischen Ohren klingen. Der Abgesandte der
Die die Telegraohen-Unlon erfährt, enlsprichl die Meldung eines Berliner Morgenblattes, wonach den Minislerpräfidenlen auf der heutigen Konferenz der Entwurf der Note vorgelegl wurde, die bei der Anmeldung Deutschlands in Genf überreicht werden soll, nicht den Tatsachen. Die Formulierung dieser Note wird gegenwärtig im Auswärtigen Amt vorbereitet. Die Entscheidung über ihren Wortlaut wird der voraussichtlich am Montag zu- sainmentretende Kabinettsrat treffen, der gleichfalls die endgültige Entscheidung über die Absendung des Aufnahmegesuchs in den Völkerbund fällen wird.
sehen, daß die von der deutschen Reichsregierung an die Saarregierung gezahlten Renten der Kriegsopfer in Reichsmark an die saarländischen Kriegsopfer ansgezahlt werden.
Nach Erledigung der CtatspofitUivnen zum Dersorgungswesen verabschiedet der Ausschuß den Etat des Reichsarbeitsmiittsteriums und vertagt» sich auf Montag.
Aus dem Finanzausschuß des Hessischen Landtags.
Das Echo in England.
London, 8. Febr. lWTB.) Alle Morgenblätter bringen ausführlich Berichte über die Rede Mussolinis. ,Westminster Gazette" sagt in einem Ceitartifel, Deutschlands Eintritt in den Völkerbund wäre nicht nur ein sichtbares Zeichen einer Wiederzulassung zur Gemeinschaft der Nationen auf dem Fuße der Gleichberechtigung, sondern Deutschland werde auch imstande sein, seine Stimme von Genf aus über alle Fragen von internationaler Bedeutung und über Dinge, die es selbst unmittelbar berühren, für wahr zu machen. Auch eine Quelle der Reibung, wie der angedrohte gegenteilige Boykott wegen Südtirol müsse offenbar vvm Völkerbund erwogen werden. Es sei eine schleunige Untersuchung der Rechte des deutschen Teiles der Bevölkerung unter Bezug auf den Versailler Vertrag <un Platze." „Daily Expreß", der stets die Lvcarnv-Pvlitik Chamberlains bekämpft hat, schreibt m einem Leitartikel, wer bei dem Streit zwischen Deutschland und Italien im Rechte sei, darum handele eS sich jetzt nicht. Wäre Italien vollkommen im Recht und Deutsch- lanb im Anrecht, dann würde dies noch nicht den brutalen Ton, den Mousfolini gewählt habe, oder die Drohung, die feine Worte cin- schliehen, rechtfertigen. Eine solche Haltung fei .^vielleicht des italienischen Diktators würdig, des großen italienischen Volkes aber sei sie unwürdig. jkDurch Mussolinis Erklärung, daß Italien evtl, die Trikolore nach der anderen Sette des Brenner -Passes hinübertragen werde, fei F rankreich beunruhigt, insbesondere aus eine frühere Erklärung, daß 1926 das napoleonische Jahr für den italienischen Faschismus fein werde.
England und Italien.
Macdonald über die Möglichkeit eines geheimen Mittelmeerabkommens
Paris, S. Febr. (WTB.) Der ehemalige englische Premierminister Ramsatt -M a c d o - n a l d gewährte auf der Durchreise durch Frankreich dem Redakteur des Faszistenblattes „Le Nouveau Siecle" eine ^Unterredung, dem er erklärt haben soll: Das englisch-italienische S ch u l d e n a b l o m m e n ist ein Nonsens, denn cs wurde abgeschlossen, ohne daß man den äußerst schweren Steuerlasten der englischen Steuerzahler Rechnung trug. Das Abkommen kommt beinahe einer Annullierung der italienischen Schulden gleich. And wer wird die Kosten für die Phantasien Churchills bezahlen? Der englische Steuerzahler! Nur ein Geheimvertrag kann ein so schlechtes Abkommen wie dieses Schuldenabkommen rechtfertigen. Ich bin vollkommen überzeugt, daß ein derartiger Geheim- verlrag besteht. Mussolini begab sich nicht nach Rapallo, einzig und allein, um Chamberlain zu begrüßen. Die beiden Minister durften dort die Grundlagen für ein Abkommen, das später in London abgeschlossen werden sollte, gelegt haben. Ich weiß nicht, was dieser Vertrag behandelt, aber man darf annehmen, daß in ihm von M o s s u l und vielleicht auch von Tunis die Rede ist. Man darf nicht vergessen, daß Italien Absichten auf das Mittelmeer hat. Es ist leicht möglich, daß die englische und die italienische Regierung sich in 6 io Intercss en des Mittelmeers geteilt hätten. Die Faszisten erklärten, daß Tunis ihnen zufallen müsse. Möglicherweise unterstützt England in Zukunft diese italienischen Forderungen.
Auf den Einwand seines Befragers, daß das doch ganz schwerwiegende Probleme seien, erklärte Macdonald, das sei nur seine Ansicht. Er könne sich täuschen und er wünsche
I I


