Ausgabe 
8.1.1926
 
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Berliner

Börse.

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43

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht des Siebener Anzeigers

Frankfurt, 8. Ian. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 25,25, Roggen, inländischer 17,50, Sommergerste für Brauzwecke 22,5025, Hafer, inländischer 18,5021,50, Mais (gelb) 21 bis 21,50, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 41 bis 41,50, Roggenmehl 2626,50, Weizenkleie 11 bis 11,25, Roggenkleie 11,25.

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ging, Abschlüsse dürsten aber kaum über 6 Pro­zent getätigt worden sein. Monatsgeld 9 bis 10 Prozent. Im Devisen Verkehr lag Paris, gegen London etwas fester mit 124,75 bis 125,25. Warschau gegen Kabel 8,5. Die Aeuyortrr Dis- konterhönung bewirkte eine geringe Abschwächung des englischen Pfundes auf 4,85/16 gegen Kabeu Die (Reichsmark notierte in London 20,3 i Amster­dam 59,22'/.,.

- Vtner Produktenbörse.

lEigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Berlin. 8. «3oil Das Tempo der Kurs st eigerungen hat sich bei Beginn des heutigen (Verkehrs zwar etwas verlang­samt, doch war die Spekulation weiterhin durchaus optimistisch gestimmt und zu Käufen geneigt. Trotz der teilweise bedeuten­den Kurserhöhungen des Bortages fanden an­fangs kaum (Realisationen statt, im Gegenteil setzten fid) vielfach die Kursgewinne noch weiter fort, und zwar vor allem am Montan- markte, an dem sich zur Zeit das Haupt­geschäft vollzieht. Die gestrigen Schluhkurse wurden hier um 1 bis 2 Prozent Überboten. Auch Bankaktien, Kali- und Anilin- werte waren stärker gefragt. In einzelnen Schiffahrtswerten kam es ebenfalls zu Kursbesestigungen. die das Maß der üblichen (Veränderungen weit übertreffen. Auch der An­leihemarkt verkehrte in günstiger Haltung. Die außergewöhnliche Flüssigkeit des Geld­marktes hält an. Dem Geldangebot stand fast gar keine (Nachfrage gegenüber, so daß der offr- zielle Satz für Tagesgeld auf 61/2 Prozent zurück-

Wirtschaft.

' Der Großhandelsindex. Die aus den Stichtag deS 6. Januar errechnete Groß- Hande lSindexzifser des Statistischen AeichSamtes ist gegenüber dem Stande des 30. Dezember <121,2) um 0,3 Prozent auf 121,6 gestiegen. Höher lagen die Preise für Weizen, Fleisch, Baumwoll­garne, Blei und Kupfer. Gesunken sind die Preise für (Roggen, Hafer. Butter, Schmalz, «.Milch, einige Tcxtilrohstoffe, Baumwollgewebe und Zink. Don den Hauptgruppen haben die ^Agrarerzeugnisse von 115,9 auf 116,7 oder um 0,7 Prozent angezogen, wahrend die Industrie- ' Hoffe mit 131,0 (Dorwoche 131,1) nahezu un­verändert blieben. Für den Durchschnitt De­zember ergibt sich eine Steigerung der Groß- handelsindexziffer von 121,1 im Durchschnitt (No­vember auf 121,5 oder um 0,3 Prozent.

* Kon kurse und Geschästsaufsichten. Rach Mitteilung des Statistischen Reichsamts würden im Monat Dezember 1925 imReichsanz." 1660 neue Konkurse ausschließlich der wegen Mossemangels abgelehnten Anträge aus Konkurs- crörfnung und 1388 angeordnete Ceschäftsauf- lichten oerösfenllicht. Die entsprechenden Zahlen für den Vormonat stellen sich aus 1343 bzw. 967.

kaufe bemerkbar. Das Hauptinteresse wandte sich wieder dem Ler.ninhanvel zu, wo besonders Montan- und Bankaktien ganz beträcht­liche Steigerungen auszuweisen hatten. Die Kurse erhöhten sich gegen den Vortag um 4 bis 6 Proz. Don Bankaktien zogen besonders Darmstädter recht kräftig an. Aich für Elektro­werte waren Steig.rangen zu beobachten, die vielfach hinter denen des Monlan- marktes nicht wesentlich zurücköl eben. Der Anleihemarkt verlehrte ebe falls in freund­licher Stimmung, doch waren hier die Kursver­änderungen weniger bedeutend. Der F r e i v e r - kehr hatte eine Steigerung der Hauptwerke um ca 2 Proz. auszuweisen. Man nannte: Decker- kohle 40 Proz., Benz 24 Proz., Drown-Doveri 51 P.oz., Deutsch: Petroleum 50 Prvz., Growag 40 Proz., Ülfra 52,75 Proz. Auch Pfandbriefe zeigten eine recht feste Haltung. Im weiteren Verlause erfuhr das Geschäft eine erneute Be­lebung, und die Kassa-Aotierungen waren ge­genüber den Anfangskurf en noch beträchtlich höher. Am Geldmark ist TageSgeld weiter äußerst flüssig (7 Proz.). Monatsgckd 9 bezw. 10 Proz. je nach Adresse. Im internationalen D e v i s e n v e r t e h r verzeichnete Paris eine ausfällige Erholung auf 124,75 gegen London (gestern 126). Mark und Pfund sind unverändert.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Berlin, 7. Ian. Festere Kursmeldungen von den amerikanischen Börsen gaben gestern am späten (Nachmittag den Berliner Produkten­preisen eine Bewegung nach oben. Heute mittag meldete auch Liverpool etwas gebesserte An- fangdnotierungen, so daß am Lokomarkt speziell für Weizen etwas größeres Interesse sich zeigte, Die Exporteure wie auch die Mühlen beobach­teten in vermehrtem Maße Ausnahmeneigung, doch mangelte es an greifbarem Material, so daß nur wenige Umsätze stattfanden. Lokomarkt sehr ruh'.g und eher schwächer. Am Terminmarkt eröffnete Weizen per März sowie Mai je eine halbe Mark höher, während (Roggen per Früh­jahrsmonate 1 Mark schwächer tourte. Mehl still, da die Forderungen zu hoch gehalten blei­ben, Hafer und Gerste sehr ruhig auf Futter­mittel ohne größere Veränderungen. Es notier­ten pro 1000 Kg.: Weizen, märk., 250 bis 256, J'tFmn., 250 bis 256, Weizen, März, 276.5, Weizen, Mai, 282.5 bis 281.5, wärt., 148 bis 155, (Roggen, pomm., 155, "Roggen, März. 181.5 bis 180.5, Mai, 190.5 bis 189.5, Gerste, märk., ... 214, Futtergerste 156 bis 170, Hafer,

märk., 162 biZ 173; für je 100 Kg.: Weizenmehl: 33.25 bis 36.75, Roggenmehl 23 bis 24.75, Weizenkleie 11.4 bis 11.6, Roggenkleie 9.75 bi« 10.25, Viktoriaerbsen 26 bis 33, kleine Speise­erbsen 22 bis 24, Futtererbsen 20 bis 21, Pe­luschken 18 bis 19, Ackerbohnen 20 bis 22, Wicken 20 bis 23, Lupinen, blau, 12 bis 12.5, Lupinen, gelb, 12 bis 14.5. Seradelle 16 bis 19. Rapskuchen 15.25 bis 15.5, Leinkuchen 23.6 bi« 23.8, Trockenschnitzel 8.3 bis 8.4. Torfmelasse 20.9 bis 21, Kartoffelflocken 8.2 bis 8.4. Soya- Schrot 15 bis 15.5.

* Zu r Liquidation des Richard' Kahn-Konzerns. Wie dem D. 5). D. von offi­zieller Seite mitgeteilt wird, ist die beantragte Ge- jchäftoaufficht heute über die nachstehenden Firmen angeordnet morden: Richard Kahn, K. m. b. H., Stock, Motorpflug-AttiengeseUschaft, AWG. Allge­meine Werkzeug-Maschinen-Gesellschaft A.-G., Deutsche Niles-Werke A.-G.. Riebe-Werke A.-K., Richard Kahn 21.®., Stock Motorrad 21.*®., Forster 8- Schultz, ®. m. b. £)., nachdem die Verhängung über die Firmen Maschinenfabrik Podeus 9L-($L, Perkeo A.-G. für Schaumlöschoerfahren, Schnell- pressensabrik 21.-(9., .Heidelberg, Vereinigten Fa­briken C. Maquet 2l.-G., Heidelberg und Maschinen- tabrik A.-(9. Geislingen schon vordem erfolgt war. änt übrigen nehmen die Sanierungsoerhandlun­gen, die sofort nach Beantragung der Geschästs- aussicht Ende November aufgenomen worden sind, einen erfolgversprechenden Verlauf.

Börsenkurse.

Gießen faßte nach längeren Verhandlungen e i n- stimmig folgende Entschließung:

Die heute int Hotel Hovseld, Gießen, statt- findende Vertrauensmännerversammlung des Hess. L.mdbunde- des Kreises Gießen erklärt, daß die gesamte Landwirtschaft des Kreises G i e ß e n i n bezug a u f j h re st e u e r l i ch e n Leistungen am Ende ihrer Kräfte an­gelangt ist. Die auf ihr lastenden Steuern find derartig druckend, daß sie weiterhin nicht mehr auf­gebracht werden können. Wir sind deshalb gezwun­gen, die Zahlungen einzu st eilen, wenn nicht alsbald eine bedeutende Erleichte­rung der Steuerlasten eintritt.

Wir fordern deshalb von unseren und den dem Bauernstand freundlich gegenuberstehenden Abge­ordneten, im Hessischen Landtag mit allen Kräften dafür einzutreten, daß mit durchgrei­fenden Einschränkungen aller seither im Nebermaß getätigten Ausgaben im hessi­schen Staatshaushalt der ungeheuren Ver­schwendung des Nationalvermögens Einhalt ge­boten wird, damit der furchtbare Steuerdruck ein Ende nimmt. Die Lage des Dauernstandes ist eine verzweifelte. Tritt nicht in aller

Kurze eine bedeutende (Ermäßigung der Lasten ein, so sind mir gezwungen, zur Selbsthilfe zu greifen. Ist die Regierung nicht gewillt, ein­schneidende Sparmaßnahmen zu ergrei­fen und uns die geforderte Erleichterung zu 'ver­schaffen, so wird sie dafür verantwortlich zu machen sein, wenn der Bestand unseres Hessen-

Büchertisch.

Kalender der deutschen Jugend." Es handelt sich hier um ein älniversalworkchert und Schahkästlein, das unserer deutschen Jugend nottut. Bei einem Umfang von 372 Seiten, mit nicht weniger als 450 Illustrationen, bringt der Kalender der deutschen Jugend soviel be£ Wis­senswerten und Unterhaltenden, daß eS unmög­lich ist, an dieser Stelle auch nur einiges We­sentliches hervorzuheben. Don ganz besonderer Bedeutung ist es, daß die Jugend in jeder Zeile, ganz gleich, ob es sich um belehrende oder unter­haltende Artikel händelt, gezwungen ist, immer wieder nachzudenken, wodurch die Beobachtungs­gabe ungemein geschärft wird. Dieses wertvolle Werkchen den Kindern in die Hand zu geben, muß Pflicht aller Eltern und Erzieher sein. Don diesem Kalender ist die Ausgabe für 1926 vor kurzem erschienen. (Verlag: äl. E. Sebald. Gra­phische Kunst- und Verlags-A.-G., Dürnberg. Preis Mark 1,80.) Cs erfdyien je eine Ausga^ für Knaben und Mädchen. Zu beziehen durch alle Buchhandlungen.

Der Alpenfreund", ilL Halb­monatsschrift für Reise und Touristik (Preis des Einzelheftes 80 Pf., im Quartal 4 Mk.). Alpen- freund-Derkag A. G. München. Irn Weihnachts­heft der bekannten Zeitschrift wechseln Emst und Frohfinn in bunter Folge - es seien nur der nachdenkliche FahrtberichtDie Zahl 13" von A. Ertl, die köstliche ErzählungDas Gipfel­buch" von A. Schmitt und das fchöne Märchen Der Almriese" von M K. Böttcher besonders hervorgehoben. Hervorragende Graphiker haben Beiträge gebracht und so eine ganz besondere Weihnachtsgabe für jeden Alpenfreund geschaffen.

dem 1350 Einwohner zählenden Kirchspiel Qber- Widdersheim mit dem Filial Borsdorf sind im vergangenen Jahre fol­gende kirchliche Amtshandlungen voll- ' oflen worden: Getauft wurden 25 Kinder (Ober- Widders beim 16. Borsdorf 9); Trauungen fanden 9 statt (6 und 3), Beerdigungen 17 (12 und 5): [onfirmiert wurden 23 Kinder (18 und 5). 'Sie Teilnahme am heiligen Abendmahl war eine zahlreiche: es ersch'.enen in Ober-Widdersheirn bei etwa 600 Abendmahlsberechtigten 710 und und in DorSdorf bei etwa 300 Erwachsenen 531 Personen am Tisch des Herrn. Der Kirch en- besuch aber berechnet sich leider in Ober-Wid» tersheim nur auf 133 Prozent der erwachsenen Gemeindeglieder und in Borsdorf auf 31,2 Proz. An Kollekten und Opfern gingen ein 1032 Mark, nämlich 699 Mark in Ober-Widders- beim und 333 Mark in DorSdorf. Zu dem seit dem ReformationSfest neu eingefuhrten Kinder- gottesdienst kommen die Kinder sehr zahl­reich und mit großer Freudigkeit. Da es gelungen ist. durch freiwillige Spenden die Mittel für die Einrichtung von elektrischem Licht im Konsirman- 'jcnfaal aufzubringen, konnten seit 'November alte 14 Tage Frauenabende veranstaltet werden, die ebenfalls sehr gerne und .Zahlreich besucht werden. Leider erweist sich dabei der Konfir- mandenfaal als zu klein.

Frankfurter Börse.

lEigener Drahtberichi Oes ..Gießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M. 8. Ian. Tendenz: Hausse. Die äußerst feste Haltung der geftri- #jen Abendbörse übertrug sich auch auf den heutigen Mittagsverkehr und entwickelte sich zu einer ausgesprochenen Hausse. Die Nachrichten von der Gründung einer deutsch- amerikanischen Finanzierungs-Ge­sellschaft förderte die plmsatztätigkeit in ganz besonderem Maße, wozu auch noch die außer­gewöhnlich günstige Entwicklung der Börse ngeldmarktlage beitrug. Ferner machten sich in größerem Umfange AuSland-

Bochuiner Aoh ...... BnderuS Caro Druklch-Lurrmbnrg .....

(Mfennrcbmcv tkratoetfe . ßatpener Bergbau ..... .«amoerft «schrrttteben.... Kaliwerk Westeregeln. . . « . ilaurabüite . ...... Oberbedarf Phönix Äcrgbau Rhein,tadl

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Motorenwerke Mann beim ffranfhirtn Armanrna . . «onserornsobrik Brann . . Merallaesell chatt ffrankkun . Pet Union ......

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Frankfurt a.M.

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