Ausgabe 
7.12.1926
 
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gens wurde ein mit Zacken beladenes Fuhrwerk m Richtung DorheimFriedberg beobachtet. Dis eingekekitete Untersuchung wird ergeben müssen, ob dies der Täter gewesen ist. Gute Ortskenntnis hat der Spitzbube, der Spur nach zu schließen, besessen.

Ärers Büdingen.

3 Tübingen. 6.Dez. Der Lehiervsr - ein unseres Kreises bcafcHd>Kgt, den 100jäf>viger Todestag des Rühmten Pädagogen I. H. Pestalozzi am 17. Februar 1927 durch eine größere Feier festlich zu begehen. Es ist eine Versammlung sämtlicher Lehrpersonen des Kr.ies Düringen geplant, wobei in einer Festrede die unvergänglichen Der. dienste des großen Meisters, dcc Erziehungs- und LInterrichtslunst gebührend a.ewüri igt w.r.en sol­len. Des-ngsvorträge und ein passendes Th'.aisr- ftücf, gespielt von jüngeren Lehrern d:s Kreises, sollen bis Feier verschönern. Alljährlich fand schon seither hier am Geburtstage Pestalozzis, am 12. Januar, eine Gederns.ier von einem enge­ren Verein von Lehrern, der sog. Lrustädter pädagogischen Gesellschaft, statt, die vor etwa 60 Jahren von einigen Lehrern unseres Kreises gegründet wurde. Zu den Gründern dieser Ge­sellschaft gehörte auch Johann Schmitt, da­mals Lehrer in Dleichenbach unb später lang­jähriger Schriftleiter desSchuldsten für Hcffen".

D- Bad-Salzhausen. ö. Dez. Auf tra­gische Weise verschied der bkfige Parkarbeiter und Polizeidiener Heinrich Döll. Gr hatte sich an der einen Wange eine kleine Ver­letzung zugezogen, die er wenig beachtete. Rach einigen Tagen trat Blutvergiftung ein. Ter Kranke verfiel in Starrkrampf, dem er bald erlag. Tüll war f:it Errichtung einer eigenen hiesigen Bürgermeisterei 14 Jahre lang Polizeidiener und versah diesen Dienst stets in gewissenhafter, mustergültiger Weise. Stets sreunAich und zudvrkommen) gegen Einheimische und Kurgäste, erfreute er sich allseitiger Wert- schätzung und Beliebtheit. Das jähe Ableben des erst 54 Jahre alten Mannes wird hier sehr be­dauert.

A Dorsdvrf, 6. Dez. Seit einigen Wochen tritt die Maul» und Klauenseuche hier sehr schlimm auf. Heber 20 Gehöfte sind verseuch!, eine große Anzahl Junivieh ist be­reits der Seuche zum Opfer gefallen. In den letzten Tagen verendet?n wieder zwei wertvolle Rinder. Den Viehzüchtern, die über einen vor- Mglichen Viehstand verfügen und alljährlich durch Prämie.-r ausgezeichnet worden sind, erwächst durch die Seuche großsr Schaden.

S«trotten.

... Gedern, 6. Dez. Am Samstag sand eine Konferenz des Bezirks-Lehrerver- e i n 5 Gedern im hiesiaen Schulhause statt, bei der Lehrer Sauer (Oberlais) in Ergänzung seines nor einigen Wochen gehaltenen Vortrages über die Geschichte des Hirzenhainer f) ü r t c n m e r = k c- s eine größere Anzahl von Darstellungen bibli» scher Szenen aus Ofenplatten durch episkopische Vorführung zeigte, tte vor 200 und mehr Jahren in Hirzenhain, givn Teil auch an anderen Orten (Lau­bach, Lanzenhain) gegossen werden waren. Die Konferenz beschick^, im Lause des Februar 1927 den 10 0. Todestag Pestalozzis (gestorben 17. Fe­bruar 1827) durch eine Peftolozziseier zu begehen, in deren Mittelpunkt ein Vortrag von Lehrer Ströhinacr (Ober-Lais) über den großen Pä­dagogen uno Kinderfreund stehen soll. Gleichzeitig will man bei dieser Feier des 100. Todestages Lud­wig oan Beethovens gedenken durch den Vortrag mehrerer feiner Werke.

I Glashütten, 6. Dez. Unsere Schul- s 8 l e haben seit Beginn der Schule nach den cherbstferien Dampfheizung. Lehrer und Schüler empsinden wohltuend die neue Einrichtung, die notwendig geworden war, weil jede Art von Ofenheizung sich nicht bewährt hatte.

Mrcte Alsfew.

WSR. Alsfeld. 6. Dez. Am Eisen­berg int nahen Knüll soll eine Segelflug - schule errichtet werden. Eine Gemeinschaft zur -Förder'-mg des D^gelfluges hat sich bereits unter dem Ramen .Sezelflugvereinigung E.senberg" geblldet. Gegenwärtig läßt diese Gemeinschaft vier Schulapparate für den Flugunterrichtbauen. Für die Flugschüler wird auf dem Eisenberg eine Baracke aufgestellt, die Wohn», Schlaf- und Küchenräume enthält.

Kreis Lauterbach.

fL Lauterbach. 5. Dez. Gestern ver­starb im 7 0. Lebensjahre der Schulrat t R. Heinrich Andres. Lieber 30 Jahre lang stand er in unsrem Kreise an der Spitze des Bollsschulwcsens. Als ein vorbildlicher, pflicht- getreuer Beamter suchte er das gute Alte zu er­halten. ohne sich den modernen Bestrebungen au verschließen. Ein bleibendes Andenken hat er sich in der Kceiswanderbücherei gesetzt, der ec bis vor kurzer Zeit, auch noch im Ruhestand, seine Kräfte widmete.

$ Lauterbach. 5. Dez. Aus Anlaß des 25jährigen Bestehens des Kreiszie- genzuchtvereins fand gestern eins außer­ordentliche Generalversammlung des Vereins im Keutzer scheu Saale statt, au O v sich verschiedene Ehrengäste und eine große Anzahl Bereinsmitglieder aus all n Teil n des Kreises eingefunden h tten. Der Do.sitzende, Kul urbau- vberir.spektor Kunz, begrüßte die Erschienenen und gab seiner Freude Ausdruck, daß eine so stattliche Ve'simmlung zustande gekommen sei. Der Redner schilderte hierauf dir Gründung und Entwicklung des Vereins in den zurückliegenden 25 Jahren: Rach dem bereits im Oktober 1901 eine Vorbesprechung stattgefunden, f.i der Verein am 8. Dezember 1901 durch Annahme der Vn ins- satzungen von 33 Mitgliedern aus Lauterbach, von denen die meisten noch am Leben sind und teilweise dem Verein noch angehören, gegründet worden. Der Verein habe s. Z. seine Tätigkeit aus den Trümmern des in den 90er Jahren von dem Pfarrer Scriba und Tierarzt Ruß in Dieder-MooS gegründeten, nach dem Wegzug der Genannten aber wieder zerfallenen -Siegen* zuchtvereins begonnenen und durch rege Ein­

führung reinrafüget Saaner Tiere die Brreins- beltrcbungen gep.kgt und gefördert. Dir Erfolge d.es Vercias bei den Ausstellungen der Deutschen landwirtschaftlichen Gesellschaft. und das Ansch.n, das er tocit über tie Grenzen des Deutschen Reiches hinaus genieße, seien der beste Beweis dafür, daß die Vereinsleitung den richtigen Weg ein- geschlagen habe. Zum Schlüsse sprach der Red­ner dem Landwirtschaftlichen Ber in, der Stadt Lauterbach und den DezirlLfparkafsen für dir dem Verein seit seinem Bestehen gewährte pekuniäre Llnterstützung Dank aus, und gab der Hoffnung Ausdruck, daß tu genannten Korporationen dem Verein auch sernertzin ihr Wohlwollen nicht ver­sagen werden. KrriZüirlltor Dr. Michel be­glückwünschte den Verein zu seinem heutigen Jubiläum, betonte, daß die Pslege der Ziege. ..der Kuh des kleinen Mannes , schon von sozia­lem Standpunkt aus bas Jnteres.e aller Dolls- treifr verdiene. Der Zi?genzuchtverem dürfe sich des ferneren Wohlwo.l.ms des Landwirtschaft­lichen Vereins versichert halten. Bürgermeister Walz gab mit seinem Glückwunsch zu der Ju­biläumsfeier die Erklärung ab, daß die Stadt dem Verein auch für die Zulunft ihre linier- stützung nicht beringen werde. Oefonomicrat St d r e 11 überbrachte die Grüße der Landwirt- schaftskammer und überreichte dem Verein eine Medaille, dem Vorsir nden K u n a und bem Vereinsrechner. Lehrer Meyer, als Anerkennung ihrer 25jährigen Tätigkeit im Interesse des Vereins ein Diplom. Oekonomieral Breidenbach. Dor­heim, jpred) die Glückwünsche des Landwirtschafts­kammerausschusses für die Provinz Oberhessen aus. Oekvnomierar Glaser gratulierte im Namen des Lcmdwirlschaftsamts Lauterbach. Weitere Glück­wünsche brachten: Oberre llehrer Ringshausen von Friedberg für den Ziegsnzuchtverein Friedberg, Landtagsabgeordneter Fenchel von Oderhörgern für den Ziegenzuchtverein Gießen und Oskonomie- ral Stör eil für den Ziegenzuchtverein Alsfeld. Generalsekretär Dr. Wagner von Gießen, der Vorsitzende des Verbandes der Oberhessischen Zie- genzuchlvcreine, fand herzliche Worte der Anerken- mung für das einmütige Zusammenarbeiten der oberhessischen Vereine und verteilte an Vereinsmit- glieder, die sich um die Vereinsbestrebungen be­sonders verdient gemacht haben, und an gute Bock­halter Medaillen. Alle Redner würdigten die Ver­dienste, die sich der Vorsitzende K u n z nicht nur um den Verein Lauterbach, sondern auch um die Ziegen­zucht in Shessen erworben hat. Am Schluffe des offi­ziellen Teils der Veranstaltung dankte der Vor­sitzende für die dargebrachten Wünsche und gab der Hoffnung Ausdruck, daß der Verein auf der betre­tenen Bahn rüstig weiterschreiten möge zum Segen seiner Mitglieder, zum Segen des Kreßes Lauter­bach:Glück auf zum goldenen Jubiläum!" Bei Musik- und Gesangsoorträgen verbrachten du Ver­sammlungsteilnehmer dann noch einige vergnügte Stunden?

Rheinhessen.

_L Mainz. 6. Dez. Die Evangelische Volksgemeinschaft entfaltet zur Zeit in Rheinhessen eine rege Werbetätigkeit. Neue Ortsgruppen wurden gegründet in Wöllstein, Sprendlingen, Neu-Bamberg, Apisheim, flerr- roetler und Gensingen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

ü Wetzlar, 6. Dez. Der vom hiesigen 23er- kehrsoerein am gestrigen Sonntag erstmalig ver­anstaltete Berkehrstag, verbunden mit einer Dombeleuchtung, darf in jeder Hinsicht als gelungen bezeichnet werden. Die Straßen waren teils so stark mit Menschen gefüllt, daß an ein Dor- CMMnSlXHBKMIBTmUMflCTBMroiKWMiWBMIII »III IIII IM1

tDärutommen oft nicht zu denken war. Den Hohe- puntt des Tages bildete die um 6.15 Uhr abends einfetzende Beleuchtung unseres alten Wahrzeichens, des Domes. Nach einer feierlichen Weife des Stadrorchesters flammte die Beleuchtung auf, die das mächtige alte Gotteshaus in ein wundervolles Lichtmeer hüllte. Wörend das Mauerwerk in roten und später grünen Farben sich am nächtlichen Himmel abhob, erstrahllen die halfen Fenster mit ihren Figuren und matten Glasscheiben in weißem Lichte, das durch die ge- iamu elektrische Jnnendeleuchtung der Kirche hcr- oorg-rufen war. Die Häuser aut dem Domplatz waren zum größten Teil illuminiert und bildeten einen schönen Rahmen für dos ganze Bild. Der erste Versuch einer Domdeleuchtung darf als gut gelungen bezeichnet werden. Am Bahnhof herrschte zu drn Abendzügen ein furchtbares Gedränge. Glücklicherweise ging alle» ohne Unfälle ab

Z Groh-Rechtenbach, 6. Dez. Die hiesige Evangelisch« Gemeinschaft feierte am gestrigen Sonntag in ihrem Berelnshausc das dles- tährrge Iah res fest. Festansprachen hielten Pre­dige? Pflug aus Ehringshausen und Pfarrer Koch. Lützellinden. Zur Verschönerung der Feier trugen durch Musik- und Gesanasoorträge bei her hiesige Posaunenchor, der gemischte Ehor und der Mannerchor. Infolge der ungünstigen Witterung war die Beteiligung, besonders von auswärts, eine verhältnismäßig geringe.

<> Dornholzhausen. 6. Dez. Die BruderschaftHüttenberg" des Äung- deutschen Ordens veranstaltete gestern abend in der hiesigen Turnhalle einen jamilien« abend. Großmeister Reuter. Dornholzhausen, sprach über Zweck unb Ziele des Iungdeutschen Ordens. Der Mandolinenklub Niederkleen trug einige Musikstücke vor. Im übrigen war die Feier mit Gedichtvorträgen, Deklamationen und dem ge­meinsamen Gesang jungdeutscher Lieder umrahmt. Auch auswärtige Ordensfreunde hatten sich zu der Feier eingefunoen.

Z Aus dem Hüttenberg, 6. Dez. In den letzten Jahren hat die Gänsezucht in un­srer Gegend einen bedeutenden Ausschwung ge­nommen. Infolge des diesjährigen starken An­gebots sind die Preise für fette Gänse verhölmis- mäß'.g niedrig: augenblicflid) werden 90 Pf. bis 1 Mark pro Pftmd bezahlt, jedoch erwartet man zu Weihnachten, der Saison des Jahres, eine Belebung der Preise.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 6. Dez. Die Rcichsbahndireltion meldet: Heute mittag gegen 12.45 Uhr ließ sich zwischen den Stationen Bo» nameS und Derlershllm ein etwa 16jähriger Schuler aus Preungesheim von einem Güterzug überfahren. Der junge Menfch war sofort tot. Heute nachmittag gegen 5 Uhr ereignete sich auf dem Wendelplay ein schwerer Unglücksfall. Ein löjähciger junger Mann geriet unter einen Straßen­bahnwagen der Linie 4, als er noch schnell auf den sich kurz vorher In Bewegung sehenden Straßenbahnwagen springen wollte. Dem Be­dauernswerten wurden beide Deine abge­fahren. Es handelt sich um den löjähriaen Karl Wannebecker aus Erzhausen. In der Rächt zum Sonntag st ü r z t e der Metzger Gott­lieb Wieland in der Brahmsstraße eine Treppe hinunter. Er wurde in schwer­verletztem Zustande morgens gegen 9 Uhr aus­gefunden. Im Kran'enhause Ist der Mann seinen Verletzungen erlegen. Der in der Freitagnacht in der Gr. Fischergasse durch den Arbeiter Albert Dender mit Messer- stichen schwer verletzte Arbeiter Anton Mül­ler ist seinen Verlegungen erlegen.

schäft im Lahnkrels innehai und wohl auch mit Recht al- die jvielstärkste Mannschaft angesprochen werden kann. Wenn auch der Sieg nur recht knapp ausfiel, so war er doch vollauf verdient und hat durch den Gewun» der Heiden Punkte eine weitere Verbesserung der Tabellenstellung mit dem An­schluß an die Mittelgruppe herbeigesührt. Unter der guten Leitung des Kasseler Schiedsrichters Coll- mann entwickelte sich ein äußerst ' flottes und forsches Spiel, das Marburg in den ersten zehn Minuten in klarem Vorteil sah. Gießen wehrte jedoch die ungestümen Angriffe ab und übernahm seinerseits halb darauf Has Kommando. In plan- voller Zusammenarbeit aller Mannschastsieile wurde ein Feld!Piel gezeigt, das System erkennen ließ. Den gut gutgebauten Angriffen, vom Sturm in feinem Kombinationsstil oorgetragen, konnten die Bereinigten nur unter Aufwand aller Energie be­gegnen. Ihre Gegenangriffe brachten das 23. s. B.° Tor nur wenige Male in ernstliche Gefahr, die von der in guter Form befindlichen Hintermannschaft beseitigt wurde. Mit zwei Toren lag D. f. B. bis kurze Zeit vor Schluß in Führung. Gegen Ende kam Marburg nochmals auf und erzielte da» ver­diente Ehrentor.

Die Spiele der übrigen Mannschaften, außer dem der 1. Jugend, warenprivater Natur". Scfom der« Beachtung verdient der 5 0-Sicg der 1. Ju­gend über die gleiche von B. C. Wetzlar, die als sehr spielstark bekannt ist.

Spielüerehuguna 1900 Metzen.

ö. Ein bedeutender Spieksonntag war der vor­gestrige. DieVereinigten" aus Gteßcn bewiesen, daß eine Formoerbesserung gegen den Beginn der Vcrbandsspicle einqetreten ist. Die 21 l f stand in Wetzlar im Rückspiel dem donigen Ballspiel- clud gegenüber. (Bing das Vorspiel in Gießen 2:0 für Wetzlar gewonnen, so konnten die 1900er dies­mal den Spieß umdrehen und mit 4:3 Sieg und Punkte mit nach Gießen führen. Der Stampf war äußerst hart. Der Platzverein suchte seine technische und taktische Unterlegenheit durch äußerst scharfe» Spiel auszugleichen. Zu Beginn des Spiels ließ sich Gießen überrumpeln, und bald führte Wetzlar 3:0! In der letzten halben Stunde vor Spielende konnte 1900 aber nach zähem, hartem Ringen, durch Linksaußen. Halbrechts und Mittelstürmer drei Tore aufholeii und damit den Ausgleich erzielen. Einen in der letzten Minute wegen Unfaimis ver­hängten Elfmeterftrafstoß verwandelte der Gie­ßener Mittelstürmer zum vierten und Siegestreffer. Die Spieloereinigung 1900 gewann, dank ihres besseren Könnens, verdient. Das Endergebnis hätte für Gießen höher lauten können und ist für den B. C. schmeichelhaft. Der Schiedsrichter hatte bei der Schärfe des Spieles und dem einwirkenden Pu­blikum einen schweren Stand, wurde aber dem Treffen einwandfrei gerecht. 1900 hatte in der Ver­teidigung Ersatz, der sich aber bestens bewährte.

Die 3 a - (L e h r m a n n j ch a f t) trat in A ß « lar der dortigen sehr spielstarken ersten Mann­schaft entgegen. Ersatz in den Reihen der Gießener ließ zunächst kein rechtes Zusammenspiel apfkom- men, so daß der Gastgeber bald 2:0 führte. Halbzeit 2:1 für Aßlar. Bis zum Schluß lautete das tor- reiche Treffen aber 5:4 für 1900 Gießen, was bei einem nicht besonders befähigten Schiedsrichter hef­tige Anstrengungen kostete.

Die 1. Jugend gewann zu flau je ihr erstes Diplornloiel der zweiten Serie gegen den Sport- Club Wetzlar-Niedergirmes mit 3.0 und führt damit weiterhin in der 1. Jugendklasse. Das Spiel der 2. Jugend gegen Daubringens 1. Jugend kam nicht zum Auslrag, da der Schiedsrichter ausblisb. Die bis jetzt ungeschlagene 1. Schüler elf errang in Butzbach gegen die Schülermannjchast der Rajenjpieler einen weiteren 8:0-Sieg.

Wetzlarer Sport.

tz. Am Sonntag waren sämtliche Wetzlarer Rasensportvereine tätig.

Den Reigen der Spiele eröffnet am Sams­tag nachmittag die Wetzlarer Handbail­städte m a n n s ch a s t gegen die Ü1 nivcrsi- tätseli Marburg in Marburg. Die aus Spielern des 2.C., Riederairmea u. F.C.Poli ei zusammen- gesteil.e Städteels W.tziars schlug die Marburger Studenten mit 11:1 Toren aus deren eigenem Platz. Marburg hatte wohl Ersatz in seinen Reihen, tonnte aber gegen d.e Kombinations­maschine des Wctziarer Angriffs, der mit allen technischen und taktischen Feinheiten ausgestatiet ist, nichts ausrichten. Mit 7:1 bei Halbzeit und obigem Endergebnis waren die W.tzlarer Gäste jederzeit die besseren.

21m Sonntag trafen sich F. C. Iungrnan- nen gegen Gießen 1900 l 10:1. Es ist erfreulich, daß Gießen wieder einen Handballspieibetrieb eingerichtet hat. Deim ersten Spiel fehlt na­türlich noch dec Zusammenhang. So kam es, daß die eingespielten Wetzlarer meistens überlegen waren. Ausfällig war die Fangunsicherheit der Gießener, die sich durch den glatten Dali nur z. T. entschuldigen läßt. Mit der nötigen Klein­arbeit wird die Gießener Mannschaft, die das Zeug dazu hat, noch in Form kommen. 3m Ganzen war es ein interesfanter und fairer Kampf, der dem Handballspiel nur Freunde ge­winnen konnte.

Im Fußballbetrieb stand bas Lokal- trefsen Riedergirmes gegen F. T. 0:2 im Vordergrund. Leider wurde hier nur In der ersten Spie'.hälfte ein schönes Spiel ge­zeigt. F. E. holte sich Sieg und Punkte und damit Öen fünftletzten Platz In der Tabelle, da D. C. Wetzlar gegen Gießen 1 900 mit 3:4 verlor. Dieses Spiel nahm einen eigenartigen Verlauf. Der D. C. als Platzverein war in der ersten Halbzeit der einwandfrei bessere m t dem Erfolg von drei Toren. Rach dem Wechsel kehrte Gießen den Spieß um, wurde nun leiner- sei s überleben und waö fein Menfch mehr dach e es gelang ihnen, nicht nur Ausaleich. sondern Sieg und Punkte mit heim-unehmen. Aus beiden Seiten wurde ein Elfmeter ver­wandelt. Der für Gießen entschied das Spiel. Im allgemeinen waren beide Mannschaften oleich» wertig. Gießens Läuferreihe war zu schwach und teilweise überhaupt nicht zu !ehen. Auch der Sturm funktionierte erst nach Halbzeit.

Turnen, Sport und Spiel

Aus dem Äurngau Hessen.

o Die erste planmäßige u e b u n g S - stunde für Leiter und Leiterinnen von Turncrinnenabteilungen fand am Sonntagnachmittag in der Turnhalle des Männer- turnvereins zu Gießen statt. Es waren 20 Ver­eine mit rund 60 liebenden vertreten: Alsfeld, Bob» Nauheim 1860, Butzbach, Gießen 1846 und Mto., Gladenbach, Grünberg, Heuchelheim, Hungen, Klein- Linden, Krofdorf, Laubach, Lauterbach, Lich, Mar­burg Tgm., Nidda, Nieder-Girmes, Treis an der Lumda, Wetter und Wetzlar.

Unter der Leitung von Gaufrouenturnwart tRub. Paul (Gießen) wurden zunächst einige Hebungen aus dem Gebiet der Körperschule durchgeturnt. Diese Frriübunaen neuzeitlicher Art werben von wech­selnden Llusgangsstellungen her ausgenommen und, nachdem die Hebenden auf sie eingestellt sind, der Selbstübuna der Riege mehr oder weniger über­lassen. Sicherlich ist dadurch Gelegenheit geboten, den Körper tüchtig durchzuarbeiten. Bei der frühe­ren Art wurdo durch den allmählichen Aufbau längerer Hebungsgruppen häufig mehr das Ge­dächtnis belastet, als der Körper in Tätigkeit gefetzt, jetzt wird in kurzer Zeit eine ungleich größere Menge an Hebungen geleistet. Die Rafchlebigkeit unserer Zeit und der erweckte Selbsttätigkeitsdrang unserer Jugend klingen dabei deutlich an. Wenn aber die damit beabsichtigte gesundheitliche Förde­rung und das notwendige erzlehliche Moment nicht oerlorengshen sollen, muß der Hebungsletter mehr wie je auf methodischer Höhe stehen. Insbesondere bei den Iugenbgruppen besteht immerhin die Gefahr einer oberflächlichen Ausführung, die dann keine turnerischen Werte, weder nach innen noch nach auhen, erzeugt. Die Auflockerung wird auch hier nicht ganz der gesetzmäßigen Führung entbehren dürfen, wenn sie zweckvoll bleiben will. Anschlie­ßend wurden von dem Gaufrauenturnwart nach mehrere Gruppen von Keulenübungen in Verbin­dung mit Schrittbewegungen bis zur Wiedergabe mit Musikbegleitung entwickelt unb bann nach Auf. löfung in Riegen grunblegenbe Hebungen an den Geräten zur Durchführung gebracht.

Die Freiübungen zum Kreisturnfest zu Darm­stadt im nächsten Sommer wurden van Frl.

K asten aus Frankfurt geleitet, die im Turnous- chuß des Mmelrheinkreises an führender Stelle tcht. Ein hervorstechendes Merkmal dieser Massen- reiübungen sind schwunghafte Bewegungen, die mrch ruhigere, zügige Formen allmählich wieder zum Abklingen gebracht werden. Insofern dürste bas gewohnte Bild ber allgemeinen Fretübungen, in anziehender Weise verändert, seine starke Wir­kung auf den Zuschauer noch vermehren.

Gleichzeitig mit der Gaufrauentumstuitde hielt der Lehrgang au r weiteren sachlichen und methodischen Ausbildung von Vereinslurnwarten und Vorturnern in ber Turnhalle des Turnvereins 1846 zu Gießen seine Schluß prüfung ab. Der Lehrgang, an dem 32 Turner aus der Provinz Dberl)ef|en teil- nahmen, stand unter Leitung des stellv?rtr. Kreis- oberturnwarts Franz Frieds (Frankfurt) bzw. des Gauoberturnwarts Wilh. Will (Gießen) und wurde aus hessischen Staatsmitteln unterstützt. Er begann anfangs November unb würbe an vier Sonntagen einschließlich ber voraufgehenben Sams- tagnachmitrage burchgeführt. Die Prüfung erstreckte sich auf eine schriftliche Ausarbeitung verschiebener Hebungsstoffe unb auf die selbständige Führung von einzelnen Riegen. Die Teilnehmer waren von ber ihnen geworbenen Förderung auf den verschiedenen Gebieten des Turnbetriebes voll befriedigt unb wer­den ihren Dank an die Veranstalter und Leiter des Lehrganges dadurch zum Ausdruck bringen, daß sie nunmehr in ihren ticreinen zur sachgemäßen Weiterentwicklung der deutschen Turnsache kräftig beitragen.

V. s. B.

B. f. B. LigaVgte. Marburg Liga 2:1.

V. f. B. II.-r-Daubringen I. 4:1.

V. f. B. HlGrünberg I. 9:1.

V. f. B. IV.-Großen-Buseck 4:1.

23. s. B. I. JugendB. C. Wetzlar 1. Jugend 5:0.

23. f. B. H. Jgd.-Leihqestem i. Igd. 1:3.

23. s. B. III. Igd.Leihgestern H.Sgd. 0:3.

'23. f. B. I. Schüler-Lich I. Schüler 1:0.

23. f. B. II. SchülerHeuchelheim I. Schüler 0:3.

Mit ihrem Sieg über die Marburger Bereinigten hat die Ligamannschaft erneut den Beweis dafür erbracht, daß sie z. Z. tatsächlich die Vorherr-

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