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Turnen, Sport und Spiel

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das On­line

Die Derbandsspiele im Arbeiter- Turn- und Zportbund.

£ Nachdem während der Osterfeiertage von der Möglichkeit, Gesellschaftsspiele auszutragen, in ausgiebigster Weise Gebrauch gemacht wurde, nehmen am Sonntag die Verbandsspiele ihren planmäßigen Fortgang, Diese Spiele sind von ganz besonderer Bedeutung, da am Sonntag überall (Segnet von einer gewissen Gleichmäßig­keit zusammentreffen. Der Ausgang der ein­zelnen Spiele läßt dann bestimmte Schlüsse auf die Gestaltung der Tabelle, ja auf den voraus­sichtlichen Meister zu.

Gießen und Heuchelheim werden sich auf dem Trieb jedenfalls ein äußerst spannen­des Spiel liefern: war doch Heuchelheim die einzige Mannschaft, die den Bezirksmeister Gießen im Vorjahre schlagen konnte. Trotzdem darf für dieses Spiel gesagt werden, daß, wenn keine Ueberraschungen eintreten, Gießen der Gewin­ner ist.

Der Ausgang des Spieles in Wieseck, wo Wieseck und Naunheim aufeinandertref­fen, ist noch ungewiß. Wenn Wieseck in der seitherigen Weise fortfährt und außerdem den Vorteil des eigenen Platzes auszunuhen ver­steht, müßte es eigentlich die Punkte für sich in Anspruch nehmen. Andererseits ist aber Naun­heim ein äußerst gefährlicher Gegner, der schon stärkeren Gegnern das Siegen ungemein schwer gemacht hat.

Besonderes Interesse beansprucht das Spiel LollarAlsfeld, das in Wieseck aus- getragen wird. Hier treffen zwei Gegner auf­einander. die gleich stark sind und in den seit­herigen Verbandsspielen gleichmäßig reichlich Pech hatten. Beide Mannschaften haben die gleiche Spielweise: weites Flügelspiel, rasendes Tempo, unb dabei ein gutes Innentrio, das versteht. Tore zu schießen.

Die Marburger Männer tu rnec treffen srch in Marburg mit Wetzlar. Erwartungs­gemäß dürfte Marburg Sieger bleiben, da es über die konstantere Spielform verfügt, obwohl Wetzlar recht gutes Material besitzt.

Die 6-Klasse sieht für den Sonntag folgende Spiele vor: Gießen II gegen Rod-

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Die immer Gleichbleibende im Wechsel der Zeiten

V. s. D.

(-) Kommenden Sonntag hat der Verein für BewegungsspieleGroßkampftag". Nicht weniger als sieben Mannschasl.n schickt er in den Kampf um die Siegesehre. Fünf Mannschaften, A. H., Liga. Zweite. Dritte und Vierte fahren nach Marburg, um sämtlich ihre Kräfte mit denen der dortigenSportvereinigung" (V. f. B. 05° Kurhessen) zu messen.

Die Alte Herren - Mannschaft tritt nach recht langem Winterschlaf auf den Plan und will den Kamps mit den alten Semestern der Sp.-Vgg. wagen. Wer aus diesem Treffen als Sieger hervorgehen wird, ist nicht vorauszusagen, da noch nicht bekannt, mit welch und wieviel großkalibrigen Kanonen man auffahren wird. Jedenfalls lassen die auf hiesiger ©eite ge­troffenen Vorbereitungen darauf schließen, daß man zu einem harten Strauße rüstet.

Das Hauptinteresse des Tages beansprucht natürlich das Treffen der beiden Ligamann- schasten. Anstatt in der bewährten Aufstellung vom 2. Osterfeiertag. muß die V. f.B.-Elf mit Ersatz für die verhinderten Spieler Muchtar und Mandler antreten.

Die Liga der Sp.-Vgg. hat von den Lahn­kreisvereinen in den Derbandsspielen der Be­zirksliga am besten abgeschnitten. Anfänglich schien es, als ob die Früchte der Fusion aus­bleiben sollten. Die heutige Spielstärke der Mannschaft hat sie aber zu einem sehr beachtens­werten Gegner gemacht. Man darf auf den Aus- gang dieses Treffens gespannt sein.

Die 2., 3. und Za-Mannschaft werden gegen die gleichen der Sp.-Vgg. einen sehr schweren Stand haben und alles ausbieten müssen, um nicht überfahren zu werden, da durch den Zu­sammenschluß der beiden Vereine auch die Spiel­starke der unteren Mannschaften gehoben wor- den ist.

Während die erste Iugendmannschaft ihr fälliges Diplomwettspiel gegen die gleiche von Spiel und Sport" Dillenburg auf hiesigem Platz austrägt, fährt die zweite Iugendmannschaft ebenfalls zum Diplomwettspiel nach Weilburg.

heim I; aller Voraussicht nach bleiben die Punkte in Gießen. Zronhausen l gegen Marburg II; dies Spiel wird Marburg sicher gewinnen. Leun I gegen Alsfeld II; Leun wird wcchl überlegener Sieger bleiben. Blas» bach I gegen Gießen Ha; hier dürfte sich Gießen die Lorbeeren holen, vorausgesetzt, k"? sie ihren Gegner nicht unterschätzen.

In der Jugendklasse beansprucht Spiel Wieseck Wetzlar besonderes teresse. Beide Mannschaften sind bis jetzt geschlagen, beabsichtigen, sich den Meistertitel zu erwerben und zählen neben Gießen zu den besten Jugend Mannschaften. Wer Sieger bleibt, muß vollständig offen bleiben. Im Spiel gegen Heuchelheim dürfte sich Gieße n, zumal auf eigenem Platz, leicht und sicher die Punkte holen. Ebenso leicht wird wohl Blas- b a ch von Lollar abgefertigt werden, auch dieses Spiel findet jedenfalls in Wieseck statt, da dec Lollarer Platz im Umbau begriffen ist.

Was der Sonntag bringt

Gießener Straßenrennen.

Der Gießener Radfahrerverein 1 885 e. V. eröffnet am kommenden Sonntag seine Dereinsrennen mit dem üblichen 5 0 Kilo­meter Straßenfahren. Die Strecke führt von Gießen nach Marburg-Süd und wieder zu­rück. Der Start der Fahrer erfolgt 8 Uhr vormittags an der Karlsruhe, wo sich auch das Ziel befindet. Um 1O.3O Uhr werden die Fahrer zurückerwartet.

Im Reiche.

Rasensport.

verdient Nachahmung. Die im übrigen außerdem noch zahlreichen Privatspiele der anderen Bezirks- oereine kommen an Bedeutung dem obenerwähnten nicht gleich, dafür war aber der Spielbetrieb, roie lange nicht mehr, außerordentlich umfangreich.

An Verbandsipielen innerhalb des Bezirks stehen zunächst noch aus, nachdem die Bezirks-Ligaspiele abgeschlossen sind, die Auf- und Abstiegspiele, von denen jedoch nur eines von Bedeutung ist. Das ist das Zusammentreffen der Spitzenführer Iura Kassel und Germania Marburg. Nach dem, was Germania Marburg an den Ostertagen zeigte, kann man ihm nicht gerade besondere Aussichten auf den Sieg zu­sprechen. Allerdings trat die Elf mit merkbarem Ersatz an. Trotzdem wird man sich wohl mit dem Gedanken vertraut machen müssen, daß es dem ein­zigen noch im Rennen liegenden Lahnkreisvertreter (Gießen 1900 hat auf die weitere Austragung der Spiele verzichtet) nicht gelingen wird, sich durchzu­setzen. Kassel wird also einen 'Bereut mehr in der Bezirksliga haben. ________

dem sollten wir der Aufstellung 'des D. F. B. unser Dertrauen schenken. Eine Länderelsaufstellung ist sowieso Glückssache. Ohne den Geist und das Be­wußtsein, deutschen Sport aufs beste und mit Eiter und Hingabe vertreten zu müssen, nutzen die besten Einzelleistungen und die besten Techniker nichts.

Fußball in Hessen-Hannover.

tz. Ein Ereignis von überragender Bedeutung war das Gastspiel des deutschen Altmeisters, 1. F. E. Nürnberg, gegen den S. C. 03 Kassel in Kassel, das hier nicht unbesprochen bleiben soll. 7:1 siegten die Nürnberger, unb hätten dies vielleicht noch höher gekonnt, beschränkten sich aber darauf, den Hessen zu zeigen, was Klassefußboll ist, in einer Lektion, von der die Kasseler hoffentlich recht viel gelernt haben. Derartige Spiele, wie das hier in Betracht kommende, das im übrigen durchaus fair und regel­recht durchgeführt wurde, sind nicht nur zum Lernen da, sondern auch für die Sache des Lederballes das beste Werbemittel. Das Beispiel des S. C. 03 Kassel

Handball im Reiche.

tz. Der größte Teil der Landesmeister der Deut­schen Sportbehörde für Leichtathletik steht fest. Wie bekannt, hat sich zunächst der D. f. B. 08 Aachen den westdeutschen Titel erkämpft. Am ver­gangenen Sonntag entschied der Ausgang des Spie­les Fürth gegen Darmstadt mit 1:3 die süddeutsche Meisterschaft, wie im Vorjahre, für den Sp. V. Darmstadt. Auch im Norden und in Mittel­deutschland, selbstverständlich beinahe auch in Ber­lin, sind die alten Meister wieder in Front. Po­lizei Hamburg, Polizei Halle, Po­lizei Berlin heißen diese Landesverbands­meister. Ueberhaupt scheint das Handballspiel ein Vorrecht der Polizeisportvereine zu sein, die in allen Gegenden des Reiches die erste Nolle spielen. Als den spielstärksten Vertreter sieht man allgemein wieder die Polizei Berlin an, die seit Jahren unge­schlagen ist, gegen die die Erringung eines Unent­schieden schon ein Bombenerfolg ist. Nächst ihr scheint die Polizei Hamburg der stärkste Gegner zu sein, Darmstadt und Halle sind ebenfalls mcht zu verachten. Das Handballinteresse im Reiche hat an diesem urdeutschen Spiele erheblich zugenommen, gemessen an den jetzt schon, wie im Fußball, nach Tausenden zählenden Zuschauern. Die Spiele der Landesmeister gegeneinander beginnen im Mai.

Hockey.

Deutsch - englisches Hockeyspiel in Köln.

Am Mittwochnachmittag konnte die englische Damenländermannschaft ihren eindrucksvolle» Siegen in Hamburg, Berlin und Leipzig einen neuen Erfolg in Köln hinzufügen. Sie schlug im Kölner Stadion die westdeutsche Damen- Auswahlmannschaft 16:0 (10:0). Die Westdeut­schen spielten zerfahren und konnten den Eng­länderinnen keine gleichwertigen Leistungen ent­gegenstellen. Die zweifellos beste Spielerin der englischen Hockeymannfchaft war Miß P o 11 a r d, di; mehr als zehn Tore erzielte.

Boxen.

Kämpfe in Dutzbach.

Am zweiten Ostertag weilte die zweite Kampf­staffel des Gießener Boxoereins zu einem Städtekamvf in Butzbach bei der dortigen Borgemeinde. In den verschiedensten Klassen wurden 8 Rümpfe ausgetragen. Hier zeigte sich, daß der Gießener Boxoerein, wenn auch noch jung, zu den besten Hoffnungen Anlaß geben darf. Mit recht ge­mischten Gefühlen gingen die Kämpfer in die Arena , war es doch für die meisten Teilnehmer aus Gießen das erstemal, daß sie einen regelrechten stampf ab end sehen und bestreiten sollten. Das Ge­fühl der Unsicherheit wurde noch dadurch erhöht, daß der Leiter und Leiter des Gießener Boxoereins, Sportlehrer Schneider, nicht mit in Butzbach sein konnte. Das Ergebnis des Abends zeigte aber, daß die Gießener Kämpfer den Butzbachern, die schon seit längerer Zeit den Boxsport pflegen, voll­auf gewachsen waren.

Eingeleitet wurde der Abend durch Trainings- uorsührungen vom Leiter des Butzbacher Bvxoer- eins, Herrn Euler, der Meister in seiner Kunst ist. Als erstes Paar kämpften dann im Tütengewicht Hartmetz - Gießen gegen Müller- Butzbach. Durch Punktwertung wurde Müller Sieger mit 5:4 Punkten. Jin zweiten Kampf Braun-Gießen gegen Jäger- Butzbach (Papiergewicht) wurde der Kampf entschieden gewertet. Als dritter kämpfte Stephan- Gießen gegen den besten Butzbacher und konnte ein Unentschieden herausholen. H a r d t- Gießen, der trotz seines geringen Alters Meister in feiner Kunst ist, schlug den Butzbacher Gegner durch alle Ecken und wurde nach der ersten Runde schon als Sieger ausgerufen. Im Fliegengewicht kämpfte Alfred Bormuth gegen eine gute Klasse und ge­wann den Kampf mit 5:4 Punkten. Einen Ver­weis, der Bormuth unverdienterweise erteilt wurde, machten die Butzbacher sich zu eigen und sprachen em Unentschieden aus. Bormuth schlug seinen Geg

Handball.

Mainz-Marburg-Bad Nauheim. Ostersonntag: Turngemeinde MarburgTurnverein 1817 Main; 0:10 (0:7).

Ostermontag: I. D. 1860 v ad-NauheimTuruoer- ein 1817 Main; 1:6 (1:2). ,

c. Begünstigst vom herrlichsten Frühlingswetter uhr die 1. Handballelf vom Mainzer Turnverein von 1817 zu den Hessentunrern, um in zwei Osterfreundschastsspielen sich im Hand­ballspiel zu messen. Am Ostersonntag stellten sich auf dem Germania-Sportplatz in M a r b u r g die Mainzer und die Handballer der Turngemeinde Marburg dem Schiedsrichter. Mainz war in Hoch­form und lieferte eines der besten Spiele. Dem flüssigen Zuspiel der in sich jungen flinken Elf waren die Marburger Turngemeindler in keiner Weise gewachsen. In der Halbzeit stand das Spiel 7:0 für die Mainzer Gäste. Nach Halbzeit ließ das Spiel an Schnelligkeit etwas nach und endete nut dem Erfolg 10:0 für Mainz. Am Oster­montag sand das zweite Spiel in Bad-Nauhetm statt. Hier war T. V. 1860 Bad-Nauheim der Geg­ner, der sich unter der Schiedsrichterleitung von Turner Arnheiter- Offenbach stellte. Bei dem Stande 2:1 für Mainz wurden die Seiten gewech­selt. Nach Halbzeit konnte Mainz in fast gleich­mäßigem Abstande noch 4 Tore erzielen, wahrend Nauheim trotz eifriger Gegenwehr und aufopfern­dem Spiel sich mit dem Ehrentreffer begnügen mußte. So konnte Mainz auch am 2. Osttertage mit 6:1 das Spielfeld als Sieger verlassen.

dürfte.

Um vieles klarer steht die Meisterschaftsfrage im Westen,

eigentlich schon gar keine Frage mehr. Denn der bis- long ziemlich unbeachtet gebliebene V. f. R. Köln er- irang durch ein allerdings mehr als zweifelhaftes Tor den Sieg, und mit 99 Prozent Wahrscheinlichkeit die Meisterschaft vor dem bisherigen Favoriten Alten- essen mit 2:1. Auf der Grundlage des Einrunden- jpstems hat Köln nur noch einen Gegner,Sport" Kassel, und damit ausgerechnet den schwächsten, so daß es von Altenesfen durch dessen eigene Kraft nicht mehr eingeholt werden kann; andererseits kann man Den Kasselanern aber auch in feinem Falle eine Aus­sicht auf Sieg ober Unentschieden zugestehen.

Die Runde der Zweiten brachte im Westen eben- folls die erwartete Klärung. Nur so hoch wie der Spitzenführer Schwarz-Weiß Essen den Rheydter Spielverein und so glatt und leicht unb jederzeit über­legen er ihn mit 4:0 schlug, hatte man den Ausgang Dieses Kampfes nicht erwartet. Ueberhaupt wird Schwarz-Weiß, das ja mit dem Dritten der Meister um den dritten Vertreterplatz des Westens noch an- treten mutz, ein sehr gewichtiges Wort bei den werte­ren Spielen mitreden. Duisburg 08 gegen Fortuna Düsseldorf, ein weiteres Treffen der Zweitenrunde, träte an sich, ohne Bedeutung, wenn nicht gerade die Duisburger, von denen man das nicht erwartet Litte, den kürzeren gezogen hätten. 3:4 stand die 'Partie am Schluß gegen die Duisburger, die nad) an­fangs so erfolgreichem Start in der Zweitenrunde nun gar keine Aussicht mehr haben, an die Spitze zu kommen; denn selbst im ungünstigsten Falle ist Schwarz-Weiß nicht mehr einzuholen.

* *

Mit den Meisterschaftsspielen im Süden und Westen des Reiches ist das offizielle D. F. B.-Pro- gramnt erschöpft. Die anderen Landesverbände be­schrankten sich auf die Austragung von zahlreichen Freundschaftstreffen, speziell gegen englische Ama- t?ure, in denen der deutsche Fußball beachtenswerte Erfolge errang. Roch eines interessiert im Zusam­menhang mit diesen internationalen Kämpfen. Das ist der am 18. April in Düsseldorf bevorstehende

Länderkampf gegen Holland.

Der Bundesspielausschuß hat dazu folgende Mcmn- jfchaft nominiert: Tor: Ertl, München; Berteidi- <iung: Müller, Furth, Kutterer, München; Läufer: Lang, Hamburg, Köhler, Dresden, Nagelschmitz, München; Sturm: Schröder, Berlin, Gedlich, Dres- Len, Harder, Hamburg, Pöttinger unb Hoffmann, München.

Eine Besetzung, mit der man im allgemeinen zu- frieben sein kann. Zu beachten ist die Aufstellung der beiden Mitteldeutschen Köhler unb Gedlich, Dresden. Die beiden waren letzthin im Pokalspiel SüdMittel eie Besten auf dem Platz. Zu beachten ist auch, daß fein Westdeutscher in der Elf vertreten ist. Man muß ahne Parteilichkeit zugeben, daß wir im Westen z. Z. licht die überragende Kraft ober bereu mehrere be­sitzen, bie Anspruch auf eine Länberoertretung machen dürsten, wenigstens nicht ohne weiteres. Das liegt zum Teil daran, daß der Westen für die Bun- »espofalfpiele, bie der D. F. B. als ausschlaggebend tür bie Aufstellung der deutschen Mannschaft ange­sehen hatte, ein Freilos gezogen hatte unb so feine Kunst nicht zeigen konnte. Der Gegner, Holland, zwingt zu ftärffter Beachtung. Brachten es bie Holländer doch erst kürzlich fertig, die Schweiz, den zweiten Fußballsieger der Pariser Weltolympiade, mit 5:0 glatt zu schlagen. Das gibt zu denken. Trotz-

vo. Im Fußball werden die Meister­schaftsspiele fortgesetzt. In Süddeutschland dürfte das Spiel Bayern München gegen S. Vg. Furth die endgültige Entscheidung bringen, in West­deutschland neigen sie sich bereits ihrem Ende zu, iin Norden und im Nordosten werden da­gegen die Ergebnisse des kommenden Sonntags noch nicht unbedingte Schlüsse zulassen. Auch in Brandenburg und Südostdeutschland werden die Spiele fortgesetzt, in Mitteldeutschland steigt die Vorschlußrunde. Daneben gibt es zahlreiche Freundschafts-Begegnungen. Im Ausland rtt das Fußball-Länderspiel Frankreich gegen Bel­gien in Paris vor allem, das zweite Länder­spiel Frankreich gegen Luxemburg in Luxemburg außerdem, zu erwähnen.

Der Handball fport bringt neben Meister­schaftsspielen u. a. die beiden Städte-Begegnun- gen Berlin gegen Hannover in Berlin und Leipzig gegen Berlin in Leipzig, ein Repräsen- tativspiel Mittelsachsen gegen Ostthüringen m Chemnitz, ein Städtespiel Braunschweig gegen Magdeburg in Braunschweig.

' Von den Hockey spielen ist dte Begeg­nung des Berliner S. C. mit den London Uni- versity Occasionais zu erwähnen.

Um die Rugby-Meisterschaft gehen dre Vorrundenspiele vonstatten.

Die Leichtathletik

bringt als wichtigstes Ereignis die Deutsche Waldlauf-Meisterschaft in Siegburg, die eine gute Beteiligung gefunden hat. 4-Meilen--Gehen des Deutschen Athletik-Clubs in Berlin.

Schwimmen.

In Westdeutschland vereinigt S. D. Göttingen die Schwimmfreunde zu einem Verbandsoffenen, das eine gute Beteiligung aufweisen kann. Ein kreisoffenes Iugendfest veranstaltet der S. V. Gut-Naß in Elberfeld.

Fechtwettkämpfe

finden im Florettfechten am Samstag und Sonn­tag in Berlin (Landwehrkasino) statt.

Motorsport.

Der M. C. Rendsburg (ADAC.) veranstaltet eine 2 Kilometer Geschwindigkeitsprüfung. In Mailand geht die Motorrad-Rundfahrt durch Italien, bei der auch deutsche Teilnehmer starte­ten. ihrem Ende entgegen.

Radsport.

Bahnrennen finden statt in Barmen, Bres­lau, Dresden, Reick und Köln-Riehl. In Berlin und Paris gehen die Sechstagerennen vor sich. Straßenrennen sind: Rund um den Elm 85 Kilo­meter, Großer Strahenpreis von Hannover, Gro­ßer Mifastrahenpreis von Westfalen (Ahlen), Großer Straßenpreis von Köln, Dremen-Ham- burg-Bremen.

Fußball.

Um die deutsche Meisterschaft.

tz. Das schöne Osterwetter hatte an ben Feiertagen alle Vereine auf ben grünen Rasen gelockt. In un- zihligen Begegnungen wickelte sich ber Spielbetneb bts Deutschen Fußball-Bundes ab in einer yulle ber Begebenheiten, wie mir sie selten erlebt haben. Dabei »ar bas Derbanbsfpielprogramm an ben Feiertagen nur um weniges vorwärts gekommen. Der Haupt- bitrieb wickelte sich in Form von Privat» unb ^reunbschafts treffen ab, bie barum nicht minber Ipannenb waren, ganz abgesehen von der Hochflut ber auswärtigen Besucher, bie im Bereiche bes D. F. B. i hre Visite machten. In ben meisten Fallen mußte sich ' Ibis Ausland, zum Teil sogar erheblich hoch, ge­schlagen bekennen. Jedoch die wenigen Berbands- t:efien, die an den Ostertagen gespielt wurden, hotten

in sich. Es gab z. T. sogar recht bedeutende lieber» nfepungen, mit Ergebnissen, die so leicht niemand Mwogt hätte, vorherzusagen.

Süddeutschland

lverzeichnet in seinen Endspielen die erste Niederlage (ines Alt- und Pokalmeisters, der S. Bg. Fürth, qpgen die Mannheimer Rasenspieler mit 1:2. Die schon so ost bewiesene Unfähigkeit bes_ Fürther Ueberfombinätionsfturmes im feindlichen Strafraum wurde ihnen in diesem Kamps zum Verhängnis. Üeiber spielt Fürth heute nicht mehr ben erfolgreich­sten Fußball, leider deshalb, weil es immer noch den schönsten spielt. Es Hilst ihnen ihre Technik nicht, voraussichtlich nicht, den Gegner einzuholen, einen Gegner wie Boyern München, der am Sonntag in gewohnt überlegenem Stil, bei dem er das Tore- schießen nicht vergißt, bie Saarbrückener mit 7:3 schlug.Bayern" bürste unter normalen Umständen mit einem Zweipunktevorsprung nicht mehr einzu- holen sein. Mannheim verbesserte durch seinen Sieg jber Furth seine Chancen auf bie enbgültige An­wartschaft auf ben jetzt belegten britten Platz unb Pie bamit verbundene Teilnahme an den D. F. B.- Endspielen vor den aufrückenden Frankfurtern, die burd) ein mit Mühe und Not, mit Ach unb Kroch gegen ben Karlsruher F. V. erzwungenes Unent- j chieben 1:1 ihre Platzchancen wirklich nicht ver­bessert hoben. Und doch werden sich um diesen dritten Platz nicht minder horte Kämpfe obspielen, als um l>en ersten, während Fürth den zweiten sicher hoben