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sein. Wie sehr der Meister dies Werk liebte, geht daraus hervor, daß er es mit sich nach Frank­reich nahm, als König Franz f. ihn berief. Mona Lisa war damals bereits tot, er selbst ein alter Mann, aber er zeigte das Bild im Schloß von Eloux dem Herrscher, der es sofort erwerben wollte. Der Maler verkaufte es ihm für 4000 Goldtaler, und so ist dieses unvergleich­liche Kunstwerk in den Louvre gekommen.

Raben-Deisheil.

Der Rabe, der Dogel Odins, der dem Götter- Vater weise Sprüche ins Ohr flüstert, ist nicht nur in der germanischen Mythologie der Vogel der Klugheit, sondern auch die Tierforscher haben ihm e ne besondere Intelligenz zugesprochen. Ein Te.spiel dieser Raben-Weisheit bietet eine Ge­schichte, die ein engischer Raturbeobachter, Eris- dale, erzählt. Die Raben hatten die Gewohnheit, ihre Rester auf dem Zweig eines Almenbaums zu bauen, der auf der Besitzung eines Freundes von Grisdale lag. Sie kamen wie gewöhnlich in diesem Frühjahr, aber anstatt sich wieder auf dem Zweig anzusiedeln, hielten sie eine auf­geregte Versammlung ab, die zwei Tage dauerte, und begannen dann die alten Rester herunter- zure.hen Etwa ein Dutzend Rester wurden zer­stört. und d e Vögel verliehen den Vaum. Unter- dessen wurde dem Besitzer eine Tochter geboren, und im Juli, als das Baby 5 Monate alt war, wurde es von der Kinderfrau unter dem Zweig vorbe.g.efahren. Obwohl es ein ganz ruhiger Tag wär, stürzte der Zweig doch plötzlich auf den Boi en nieder, nachdem eben der Kinderwagen vorl ei war.Woher wußten die Raben von der Schadhaftigkeit des Zweiges, und wollten sie mit der Vernichtung der Rester den Bewoh­nern des Hauses ein Warnungszeichen geben?" fragt Grisdale. Er ist der Ansicht, dah sogar schon Zweige, die sich im Winde nicht mehr seicht bewegen, von den Raben verlassen wer­den und dah diese Vögel das feinste Gefühl für die Sicherheit und Unsicherheit eines Baum­stamms haben.

Wirtschaft.

Europäisches Chemie-Kartell?

3n einer ausführlichen Abhandlung beschäf­tigt sichFinancial Rews" in London mit den von den führenden europäischen Unternehmen der chemischen Industrie geführten Verhandlungen, die ein Abkommen über Preise. Absatzgebiete und Forschungsergebnisse zum Gegenstand Huben. Zwar seien noch erhebliche Schwierigkeiten zu überwinden, doch liegen Anzeichen dafür vor, daß eine Lösung des Problems möglich ist und daß diese Lösung eine sicherere Basis für Frie­den und Wohlfahrt in Europa bieten werde als uneingeschränkter Konkurrenzkampf. Die Haupt­schwierigkeiten liegen in der Abgrenzung der Märkte und im Austausch der Erfahrungen. Politische Erwägungen komplizieren die ganze Angelegenheit, denn die chemischen Industrien sind die Hauptwirtschastswasfen für die nationale Sicherheit. Aus diesem Grunde wird die eng­lische chemische Industrie in kein Abkommen ein­treten, das nicht die Interessen Englands wahrt. Eine wesentliche Voraussetzung für die Bildung irgendeiner Interessengemeinschaft in der euro­päischen Wirtschaft ist das Vorhandensein der Industriekonzerne in den einzelnen Ländern. In Deutschland bestehe die I. G.-Farbenindustrie A G., in England sei der kürzlich erfolgte Zu­sammenschluß der chemischen Industrie in Z>:e Imperial Chemical Industries de unerläßliche Vorstufe für internationale Abmachungen ge­wesen. In Italien ist das Unternehmen Bonelli (Fabrica Italiana Matern eoloranti) der füh­rende Farbstoff produzierende Konzern, während Montccatini Co. und seine Tochtergesellschaften in erster Linie synthetische Düngemittel Herstellen. In Frankreich werden 90 Proz. des Inland- bedarfes durch die einheimische Industrie ge­deckt. Zwischen der französischen Regierung und der chemischen Industrie besteht ein enger Zu­sammenhang. Auch in der Schweiz. Polen und . Belgien, sowie der Tfchechoslowalei hat sich in den 6 letzten Jahren eine hochentwickelte chemische In- f dustrie gebildet. Während das 19. Jahrhundert das Zeitalter des Dampfes und des Stahles war, , kann das 20. Jahrhundert als d»s der Elektrizität und der Chemie angesprochen werden. Kunstseide, synthetischer Stickstoff und flüssige Kohle sind die Kennzeichen der letzten Entwicklungsstufen. Kanada, Rordamcrik^, Südamerika und Indien sind die Märkte der Zukunft.

Die politischen Schwierigkeiten, die sich einer europäischen Kombination entgegenstellen, sind er- Üblich. Rach dem Kriege haben die R^g'erungen die in der Kriegsze t entwickelte Industrie durch Tarife und Prohibitionsmaßnahmen geschützt. Doch ungehemmter Wettbewerb droht die schwä­cheren Wirtschaften zu vernichten, sobald der Schuh aufgehoben ist. Internationale Abkommen gagegen bieten den chemischen Konzernen aller Länger bedeutende Möglichkeiten: Produktions­zusammenlegung bei den bestarbeit'nden Unter­nehmen, geringerer Kapitalbedarf, Möglichkeit ge­meinsamer Forschungsarbeit, Marktabkommen zur Ersparung von Vertretungen. Allerdings kann eine internationale Kombination auch unwirksam bleiben. In diesem Falle muh die Individualität eines jeden Unternehmens unbedingt gewahrt werden. Die Gefahr eines Monopols kann be­seitigt werden durch den Wettbewerb von Außen­seitern und durch die Feststellung, daß diejenige Politik sich am erfolgreichsten auswirken muß, die dem allgemeinen Wohlstand Rechnung trägt. Ein fortschrittliwes W rtschaftsal kommen wird ver­suchen. Preisherabsetzungen für die e nzeinen Ar­tikel zu erzielen bei gleichzeitiger Qualitätsver­besserung. Rie würde sich die englische Chemie­industrie jedoch dazu hergeben, in e n Abkommen einzuwill gen, durch das die wachsende Bedeutung der englischen Chemieunternehmungen unbillig zurückgeseht wird.

Süddeutscher Produktenmarkt.

swd. Schwächere Kursmeldungen aus den ausländischen Weizenexporiländern, die nur vor­übergehend sich erholen konnten, kennzeichneten die Tendenz der vorigen Woche. Preisdrückend wirkten vor allem die Rachrichten aus Argentinien und Australien, dah aus diesen Ländern qualita­tiv wie quantitativ gute Ernten zu erwarten seien. Das inländische Geschäft nahm einen äußerst ruhigen Verlauf bet leicht rückgängiger Tendünz. Die Käufer verhalt ei, sich äußerst zu­rückhaltend. lediglich für nahe Ware zeigte sich einiges Interesse. Das Angebot in inländischem Weizen und Roggen ist immer noch ruhig, doch konnten sich auch hier die Preise der Vorwoche nicht ganz behaupten. Ausländischer Weizen

wurde mit 31,75 bis 33, inländ scher Weizen, nur gute Qualität, mit 29,75 bis 33 umgesetzt. Für inländischen Roggen verlang e man 25 bis 25,25 franko Mannheim, während Pfä'zer Roggen ab Station zirka 25,25 bedingte. Gerste war bei ruhigem Geschäft eher etwas schwächer. Brau­gerste (besonders pfälzische Ware) 26 bis 29, geringere badische, fränkische und hessische Quali­täten 24,50 bis 26, Futtergerste tourte mit 21 bis 22 umgesetzt. Hafer ebenfalls leicht rück­gängig bei kleinen Umsätzen. Inländischer Hafer 18,75 bis 19.75, ausländischer Hafer 23 b'.s 24 je nach Qualität. Für Mais notierte man 19,50, für nahe Ware 19,75. Das Mehlgeschäft bewegte sich in sehr engen Grenzen, da der Bedarf für die nächsten Wochen (Weihnachten) gedeckt ist und man für spätere Termine in Erwartung billigerer Preise vorläufig nichts krufen will. Weizenmehl, südd. 41,25 bis 41,50, Dezember-Januar 41,50 bis 41,75, Januar-Februar 41,25 bis 41.50, Rog­genmehl 34,50 bis 37, je nach Ausmahlung, Weizenbrotmehl 31,25 bis 31,50. Der Futter- mittelmarkt ist im großen und ganzen behauptet bei mäßigen Umsätzen. We ze kleie fein 11 bis 11,25, grob 11,75 bis 12. Weizenfuttermehl 14,50 bis 14.75, Weizennachmehl 22,50 bis 23. Gefragt sind Oelkuchen bei speziellem 3nt'rire für Raps­kuchen prompter Ware. ErdnuhkuHer 23,50 bis 21. Rapsk 'chen 17 bis 17,25. Biertreber 16,50 bis 16,75, Malzkeim 15,25 bis 15,75.

* Vor einer Vereinheitlichung der Clektrizj,tätstoirt schalt? Im Interesse rationeller " Wirtschaft sind neuerdings Maß­nahmen vorbereitet worden, die eine einheitliche Regelung der deutschen Elektrifttätswirtschaft bezwecken. Das Reich hat hier die Führung übernommen. Wie der DHD. im Zus emmenhang hiermit erfährt, sind die Verhandlungen mit den Vertretern der beteiligten Kreise über die Aufhebung oder Abänderung der Verordnung über die schiedsgerichtliche Erhöhung von Preisen bei der Lieferung von elektrischer Arbeit, Gas- und Leitungswasser noch nicht zum Abschluß gekommen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a. M, 6. Dez. Tendenz: flau. Die Börse stand bei Beginn der Woche unter dem Drucke des Vorhabens des Reichsbantprä­sidenten Dr. Schacht, der beabsichtigen soll, eine Verringerung des Börsengeldes her­beizuführen und die dadurch gewonnenen Mittel der Landwirtschaft und der Industrie zu über­weisen, wodurch er eine gesündere und raschere Konjunklurbesserung herbeisühren zu können glaubt. Die Lustlosigkeit und Verstim­mung wurde noch verschärft durch den Mangel an Kaufaufträgen. Die Spekulation war start zu Abgaben geneigt, und das Geschäft zeigte eine erhebliche Einengung a u f allen Märk­ten. Das große Angebot verursachte einen emp­findlichen Kurseinbruch, besonders auf dem Farbcnmarkte. I. G. verloren zu erstem Kurs 10 Prozent und gaben im Verlaufe noch etwa 2 Prozent nach. Einem schärferen Kurs- druck waren auch Montanaktien unter­worfen, wo die Rück änge bis 7 Pzt. bct.u en, ver­einzelt sogar bis 7 Pzt., so bei Rheinstahl. Man­nesmann u. Riebeck. Don Chemiewerten verloren Scheideanstalt 2.5 Proz., Holzverkohlung 1 Proz. Am El ektromar kt betrugen die Rückgänge 3 bis 4 Proz. Bankaktien erlitten Verluste von 3 bis 5 Proz. (Commerz minus 5 Proz., Darmstädter minus 5,25 Proz.). Schiffahrls- aftten gingen bis zu 5 Proz. zurück. Mv- torenwerte verloren etwa 3 Proz. Zell- und Daustoffaktien büßten gleichfalls etwa 3 Proz. ein, ebenso Oelaktien. Zucker - aftien knapp gehalten. Badischer minus 3,5 Prozent. Maschinenaktien nahmen eine rückläufige Bewegung ein. Deutsche Anlei­hen schlossen sich der Abwärtsbewegung an. Kriegsanleihe 0,765. Ausländische Renten schwächer, nur .Ungarn befestigt. Der weitere Ver­lauf brachte keine Besserung des lustlosen Ver­kehrs, die Stimmung blieb weiterhin zum Rach- geben geneigt. Das Geschäft stagnierte zeitweise. Am lokalen Geldmarkt machten sich noch (eine Anzeichen einer wesentlichen Entspannung bemerkbar. Die Rachfrage besteht fort. Lagesgeld 6 Prozent, Monatsgeld 53/* bis 7*/? Prozent. Privatdiskonten 4'/s Proz., Industrie-Akzepte 5 bis 5Vi Prozent. Am Devisenmarkt sind leine wesentlichen Veränderungen zu verzeichnen. Paris gegen London 122,75, Mailand 105, London gegen Äabel 4,8595.

Bc..r Börse.

Berlin. 6. Dez. Die Baissespekula­tion unternahm heute einen neuen Vorstoß, der einen starken Kurseinbruch zur Folge hatte. I. G-F^rben gingen um 10 Prozent auf 313 Prozent zurück. Die schweren Werte des Montan-, Elektro- und Banken Marktes verloren 3 bis 5 Prozent. Von Schiffahrtsaktien büßten Kosmos 7 Prozent ein. Die in letzter Zett bevorzugten Rebenwerte wurden gleichfalls um 4 bis 5 Pro­zent zurückgesetzt. Die Baissebewegung führte zu einer bedeutenden Verringerung der Auf­nahmelust. so dah auch nach Festsetzung der ersten Kurse die Tendenz schwach blieb. Die aus der Wirtschaft vorliegenden günstigen Mel­dungen blieben unberücksichtigt. Am Gel d- markt zeigte der Sah für Tagesgeld mit 6.5 bis 8 Prozent noch keine entscheidende Tendenz zur Verbilligung. Man wies darauf hin, daß in früheren Monaten die Rückflüsse rascher ein- setzten als diesmal, wodurch die Baissespekulation eine günstige Lage für ihre Dlankoverkäufe vor- fand. Am Devisenmarkt waren nur un­wesentliche Veränderungen zu verzeichnen. Paris stellte sich gegen London auf 122,25, Mailand auf 112. Brüssel (Belga) auf 34.86'/°. Berlin gegen Kabel 4,2061, London-Kabel 4,8495. Oslo gegen London 19,03.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 4. Dezember. Die Tendenz war im heutigen Mittagsverkehr für Weizen wie auch Roggen nicht behauptet. Auch im Liefe­rungsgeschäft stand der Wochenschluß im Zeichen größter Geschäftsruhe bei schwächerer Tendenz. Lediglich der Dezember-Weizen eröffnete unver­ändert auf Deckungen, während März und Mai eine, bzto. eine halbe Mark nachgaben. Roggen konnte per Dezember feinen gestrigen Stand nicht behaupten, März unverändert. Gerste in guten Sorten gefragt und fester. Sonst ruhig. Die Ge­schäftslage in Hafer hat sich wenig geändert. Offertenmaterial bleibt klein. Von Hilfsfutter- i stoffen Kleie ziemlich fest. Es notierten (1000 Kilogramm): Weizen, märkischer, 271 bis 274; I Roggen 230 bis 235; Sommergerste 215 bis 245;

Banknoten.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M Telegraphische Auszahlung.

Wintergerste 190 bis 203; Hafer, märkischer. 176 bis 187; Mais, loco Berlin. 195 bis 199; (100kg): Weizenmehl 35,25 bis 38,50; Roggen­mehl 32,25 bis 34,50. Weizenkleie 12,75; Rog­genkleie 11,80 bis 12,25; Viktoriaerbsen 54 bis 61; kleine Speiseerbsen 32 bis 35.

Börten kurte.

Frankfurt, 6. Dez. Auftrieb: 1591 Rinder (darunter 367 Ochsen, 52 Bullen, 772 Kühe, 357 Färsen), 355 Kälber, 340 Schafe, 4446 Schweine. Rinde r (Ochsen): Doll- fleischige, ausgemastete, höchsten Schlachttverts (jüngere) 56 bis 60, (ältere) 53 bis 57; sonstige völlfleischige (jüngere und ältere) 47 bis 52; fleischige 40 bis 46. (Bullen): Jüngere, doll- fleischige, höchsten Schlachttverts 50 bis 55; son­stige vollfleischige oder ausgemästete 44 bis 49. (Küh e): Jüngere, dollfleischige, höchsten Schlacht­werts 49 bis 53; sonstige voltfleischige oder aus­gemästete 42 bis 48; fleischige 32 bis 41; gering genährte 20 bis 31. (Färsen)Kalbinnen, Jung rinder: Dollfleischige, ausgemastete, höch­sten Schlachttverts 55 bis 60; vollfleischige 48 bis 54; fleischige 36 bis 47. Kälber: Beste Rdast- und Saugkälber 70 bis 76; Mittlere Mast- unb Saugkälber 60 bis 69; geringe Kälber 50 bis 59. Schafe: Mastlämmer und jüngere Riast hämmel (Weidemast) 38 bis 43; mittlere Mastlämmer, ältere Masthäinmel und gut ge­nährte Schafe 32 bis 37; fleischiges Schasdieh 25 bis 30. Schweine: Fettschweine über 300 Pfund Lebendgewicht 74 bis 76; völlfleischige Schweine von ca. 240 bis 300 Pfund Lebend­gewicht 74 bis 76; von ca. 200 bis 240 Pfund Lebendgewicht 75 bis 77; von ca. 160 bis 200 Pfund Lebendgewicht 74 bis 76; fleischige Schweine von ca. 120 btt 160 Pfund Lebend­

Frankfun a.M.

Berlin

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TntUTt:

4. 12.

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5% Deutsche SReltbsanteibe

n 79

0.7675

0.7802

0 7725

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0.72

-

0.7325

0.73

3/,% Deutsche Retch:anleihe 3% Deutsche NeichSinleihe . Teolsche Svarpramienanlethr

0,72

0.73

0.72

0,855

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0.4525

4% Preußische iionfoLS . - -

0.74

0.73

0.715

4° o Hessen...........

3V3e/n Hessen..........

3*/o He.scn........- - -

0.71

-

0,71

96.75

0.68

Deutsche Sertb. Dollar-Anl-

-

-

98.3

dio-Doll. Schay-Anrreiing.

-

-

-

°/o Zolltürten.........

16.75

16 4

17

5% Gclvmenkaner .....

43.9

43,25

Berliner Honvclstiesellschafr -

-

265.5

263,5

(Sommer;» und Privat»Bank

95

190

195 75

191.5

Darmst- und Haiionalvank -

258.5

252.75

259

253.25

Deuliche Bank.........

IM 75

181

184 75

182

Diskonto (Sommanbit

17275

169

173.25

179

Dresdner Bank........

162.9

'6'

161.5

158.5

Metallbau:...........

177.35

173

179

172

Miueldeukschc terebitbanl .

146,5

146

146

Ocste rcichischc Kreditanstalt.

7.8

7 85

7.7

Ncichsbank...........

159.25

160

159.75

Bochumer Guß Budcr.ls............

173

112.5

168

07.5

173 25

111

169

109.5

(5aro .............

-

Deutsch Lurembura......

168.25

173.5

169.5

(Gelsenkirchener Bergwerke. .

175

170,5

174.5

171

Harpeuer Bergbau......

189

183

187.5

183

Kaliwerke Aschersleben....

144 5

140.75

145 5

HO

Kaliwerk Westeregeln.....

155

153,75

155.25

, 154 77 75

Laurahutkc...........

80 5

79 4

anncsmann.........

190

184 75

190

185

.....................

137

I34.Ö

138

134.12

Cbetbcbarf...........

111

110.75

109 5

Phöiiir Bergbau.......

129.25

126

128.13

126.5

Rheinische Braunkohlen . . .

246.5

2" 4.5

242,5

235

Nheinstahl...........

199.5

192.

198.62

193

Riebeck Montan........

181.75

171

180.4

175

Telluö Bergbau.......

99

*

Bereinigte Stahlwerke ....

113,5

141

144.13

141.25

Hamburg Amerika Paket. . .

175

168.75

173

170

Norddeutscher Lloyo . ...

167

163

166

163

(Lhcramische Werke Albin . .

95.5

-

Zementwerk Heidelberg . . .

132.5

130

-

-

Philipp Hol Mann......

164

164

158

Anglo Cont Kuano.....

112,5

_

Chemische Mäher Alapin. . .

' oldschmid«....... .

139

-

149

138

Holzverkohlung........

§ (y Mareen-Industrie. . .

Riitgcrswerkc. ........

72

324.95

313,75

>25 75

313

134.4

130,5

134

130.5

Scheid, cinsialt. ........

173

170,5

Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft

161.75

157,25

160.5

157.25

Bergmann ..........

«50

-

157

155.5

Elektr. Lieferungen......

155

-

154,75

149.25

llicht und Kraft........

155

154.7a

153.75

Mainkraittverke........

107.5

Schlickert............

159.75

158.5

155

Siemens & HalSke......

198.5

19;

197 25

191.5

Adlcrwcrke Kieper ......

109 5

106 25

110 5

107.25

Daimler Motoren.......

103.25

100

103,5

100,75

Hchligenstaedt.........

39

-

Meguin.............

53

53,9

Mannheimer Motoren ....

-

39,75

frankfurter Armaturen

16

i.onservcnsabrik Braun . .

55,25

Melalkgescll chaft Frankfurt .

177

Pet. Union A.-G........

118

118

Schuh'abrik Herz......

64.25

.

sichel..............

2,3

5

Zellstoff Aschaffenburg....

149

145.5

149.25

147.5

.^clllton Wcildhos.......

229

224.5

-29 5

22!

Zuckcnabrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik Waghäusel . . .

104

131

104,5

129.5

102,5 130

4. Dezbr.

6 Dezbr.

Amtliche Noti rung

Amtliche Dotierung

(Selb

Bttei

(Äeld

Brief

Amst-Noii

167.91

168,36

167.97

168,39

Bucn. Aires

1.709

1,713

1.713

1,717

Brss.-Antw

58.45

58.59

58,44

68,5b

Christtania

106,97

107,23

106,92

107,18

Kopenhagen

111,89

112,17

(11,91

112,19

Stockholm

112,09

112,37

112,21

112,54

Hclnngfor--.

Italien. . .

. l0.574 18,32

10,614

18,36

10,567

18.29

10,607

18,33

London. . .

u,37

20,42

20,361

20,419

Neuhork . .

j.2Ul

1,211

4,200a

4,2105

Patts....

16,70

16,74

16,67

16,71

Schweiz . .

'1,03

81,23

81,00

81,20

Spanien.

63.92

64.08

63,82

63,98

Japan . . .

2.062

2.066

2,052

2,076

'Hio de Fan

9.510

0.512

u,505

0,507

Wien in D-- Ceft- abgcsl

59,26

59,40

59,21

59,35

Prag ....

12.44

12,48

12,438

12,478

Belirad .

«.402

7.422

7,405

7,425

Dudapeit.

'.88

),9O

ü',872

5,892

Bul aricn

3,037

3,047

3,037

u.047

Lissabon .

21.545

21,595

21,595

21,645

Danzig - . .

81,57

81.77

81,55

81,75

Konstantin.

2,097

2,107

2.097

-.107

Alben. . .

5.18

5 50

5,59

5,61

Tanada .

4.202

4.222

4,203

4,213

Nrn nah .

4.175

4,185

1.175

4.185

Cairo . -

20,899

20,951

20.899

20,961

Berlin, 4 Dezbr

(Selb

Brie'

Amerikanische Noten.....

Belgische Noten........

Dani'che Noten........

lftiglischc Noten...... .

Französische Noten......

-Volländischc Note«......

Ftalicnische Noten......

Norwegische Noten......

Deutsch Testerr .s 100 Kronen Nu manische Noten......

Schwedische Noten......

Schweiccr Note».......

Spanische Noten.......

Tschechoslowakische Noten . .

Ungarische Noten.......

Frankfurter Sch

4,189

58,30 U1.6D 20,331

16.68

167.68

18.25

106.75

59.13

111,77

80,80

12,425

3.845

achtviehu

4,209

58,60

112,16 20,431

16,78 168.52

18,35

107,29

59,43

112.33

81,20

12,485 5.885

>rarkt.

gewicht 70 bis 74; Sauen 65 bis 70. Markte verlauf: Rinder bei ruhigem,_ Kälber bet schleppendem Handel aus verkauft. Schweine bin* teriiehen bei schleppendem Geschäft äleberstand.

3,oR$fuvtcr Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 6. Dez. Es wurden no­tiert: Weizen. Wetterauer. 29.50 bis 29.75, Rog­gen. inländ., 24.75 bis 25, Sommergerste für Brauzwecke 23.75 bis 26.50, Hafer, inländ. 19 bis 19.50. Mais (gelb) 19.50 bis 19.75, Weizen­mehl, inländ., Spezial 0, 41.25 bis 41.75, Rog­genmehl 35.50 bis 36, 'Weizenkleie 11.50 bis 11.75, Roqgenkleie 11.75 bis 12, Erbsen 40 bis 70, Linsen 50 bis 90, Heu, südd., gut, trocken, 8.75 bis 10, Weizen- und Roggenstroh, drahtgepr., 4.50 bis 5, gebünb. 4 bis 4.25, Treoer, getrocknet, 17.75 bis 17.

Büchertisch.

Tony Schumacher: Heimat um Heimat. Eine Erzählung für die Jugend. Mit drei Vollbildern von Emst Küher. Levy & Mül- (er. Verlag. Stuttgart. Ganzleinen mit farbi­gem Deckenbild 4,50 Mk. Wer macht denn all die schönen Spielsachen? Gar manches Kind wird schon diese Frage gestellt haben. Etwas Geheimnisvolles umgab stets in den Augen der Kleinen die Gegenstände, mit denen sie sich täg­lich im Spiet erfreuten, und die ihnen ans Herz gewachsen waren. Tony Schumacher lüftet in ihrem neuesten Buch das Geheimnis, und wir sehen, wie hoch droben in dem Dors im Thüringer Wald in schwerer Arbeit unter Mithilfe der ganzen Familie all die Püppchen, Schäfchen, Bären-, Pferdchen usw., beweglich und un6ewdg!ich. für die Fabriken im Tal angefertigt werden. Auch die Spielzeugmacherfamilie in der neuen Er­zählung von Tony Schumacher ist groß. Wie dos Schicksal in diese Familie hineingreift und sie auseinandertreibt, die einen nach Rorv- amerifa, die andern nach Südamerika, und wie alle nach schweren Kämpfen und manchen Rück­schlägen und Enttäuschungen ihren richtigen Le­benspfad und eine neue Heimat finden, erzählt uns Tony Schumacher in ihrer schlichten Art. Alle Begebenheiten sind lebenswahr und packend geschildert, alle Charaktere trefflich gezeichnet, die innige Eltern-, Kindes- und Geschwisterliche, verbunden mit einem starken Gottvertrauen, herz­erfrischend beschrieben. 617

Josephine Siebe: Kasperle im Kasper-Land. Eine lustige Geschichte. Mit vier farbigen Vollbildern von Ernst Kuh er und zahlreichen drolligen Scherenschnitten von Berta Werner. Levy & Müller, Verlag, Stuttgart. In Ganzleinen mit farbigem Deckenbild 6 Mk. Kasperle brennt seinem Herrn durch und reist wie ein vornehmer Mann auf eigene Faust im Extrawagen von Lugano ans blaue Meer. Sogar eine Seereise macht er auf einem großen Schiff. Rach langer Seefahrt, während der Kasperle nach Herzenslust auf dem ganzen Schiff herum­kaspert und Schabernack treibt, trift ein großes Ereignis ein: Kasperle findet seine Heimatinsel, das Kasperland. Durch einen Sturm werden die Reisenden dorthin verschlagen. Wie im Märchen­land ist es dort. Blumen überall, große, bunte, duftende Blumen und dazwischen leben nur Ka­sperles. Wie herrlich muh es sich da leben, zu­mal, wenn man noch König werden kann wie unser Kasperle. Aber sein kleines Herz hängt an seinen Menfchenfreunden. Wehmütig verläßt er sein herrlich^ Heimatland, um mit ihnen nach dem Menschenland zurückzukehren, bis ihn wieder die alte Wanderlust ergreift. Dann zieht er wieder in die weite Welt, kaspert wieder auf Messen und Märkten herum, und noch heute muß jeder über ihn lachen, der ihn sieht. Viel­leicht begegnen wir ihm noch einmal auf seiner Fahrt. 616

Josef Reinhart: HeinrichPesta- 1 ozzi. Ein Lebensbild. 333 S. 8°. Mit acht Kunstdrucktafeln. Verlag von Friedrich Rein­hardt, Basel. Mit kräftigen Strichen zeichnet ter Dichter Elternhaus und Herkunft Pestalozzis. Wir sehen, wie etwas in seinem unscheinbaren Wesenwirkt und webt, das er als Erbe vom Himmel empfangen hat, das Herz des Edel­menschen. der sich selbst vergessen kann, _ wenn andere hilfsbedürftig sind". 11 nb Hilfsbedürftige sieht das Kind schon beim Großvater in Höngg, als er, einem Kameraden folgend, einen Blick tut in eine Fabrik, und es geht ihm die Ahnung auf,daß viele Goldfäden von rohen Händen: zerfetzt und zerrissen werden, die von den Dingen zu den Menschenherzen führen". Immer ein­dringlicher sprechen die Bilder der Rot und des Elends zur Seele des Heranwachsenden, bis end­lich der Entschluß fest steht, nicht als Prediger, sondern als Bauer den Armen ein Helfer zu fein. Jetzt entrollt sich Bild auf Bild: der Reuhof. hoffnungsfreudiges Schaffen und bal­diger Riedergang, die Armenanstalt und deren Ende, dann die innere Berufung zum Schrift­steller und der beispiellose Erfolg vonLien­hard und Gertrud", daraus Stans. Burgdorf, Münchenbuchsee, Q3r>erton und schließlich die Rück­kehr auf den Reuhof. Mit ein paar Sähen führt uns Reinhart in eine Situation ein, streift die wichtigsten Personen und Verhältnis je. ent­wirft ein Bild der Lage unseres zerrütteten Landes und gibt uns bei aller Knappheit etwas Ganzes. Was der Verfasser erstrebt, ist: den Geist Pestalozzis in unsere vom Materialismus beherrschte Welt zu pflanzen, daß wir nicht nur Hörer, sondern auch Täter des Wortes werden. Auch Reinharts Sprache, die bildhaft und kraftvoll ist, spürt man Pestalozzis Ein­fluß an. 794