Wirtschaft.
Die Neichsbank Ende April.
Nach dem Ausweis der Reichsbank vom 30. April nahm die gesamte Kapitalanlage in Wechseln und Schecks, Lombards und Effekten um 106,2 Mill, auf 1363,9 Mill. Mk. zu, und zwar stiegen die Lombard bestände um 53,5 Mill. Mk. auf 61,1 Mill. Mk., die Wechselbestände um 52,7 Mill. Mk. auf 1213,7 Mill. Mk., wobei zu berücksichtigen ist, daß 66 Mill. Mark an rediskondiert gewesenen Wechseln in das Portefeuille der Bant zurückgelangt sind, wodurch sich die Gesamtsummen der weiterbeaebenen Wechsel auf 198,1 Mill. Mk. ermäßigte. Die Effektenbestände blieben mit 89 Mill. Mk. unverändert. An Reichsbanknoten und Rentenbankscheinen zusammen sind 610,7 Mill. Mk. in den Verkehr abgeflossen-, der Umlauf an Reichsbanknoten hat sich um 439.9 Mill. Mk. auf 3085,9 Mill. Mk. erhöht, der an Rentenbank- scheinen um 170,8 Mill. Mk. auf 1156,8 Mill. Mk.
Die Bestände der Reichsbank an solchen Scheinen gingen auf 399,6 Mill. Mark "zurück In der Berichtswoche wurden für 1,9 Mill. Mk. Rentenbankscheine getilgt. Die fremden Gelder haben im weftnt- lichen im Zusammenhang mit den erhöhten Zahlungsmittelanforderungen um 448,6 Mill. Mk. auf 607 Mill. Mk. abgenommen.
Die Bestände an Gold und deckungsfähiqen Devisen sind um 134,7 Mill. Mk. auf 1832,5 Mill. Mk. angewachsen, und zwar haben die Bestände an deckungsfähigen Devisen um 134,6 Mill. Mk. auf 391 Mill. Mk. zugenommen, die an Gold um 71 000 auf 1491,5 Mill. Mk. Die Deckung der Noten durch Gold allein betrug 48,3 Prozent gegen 56,4 Prozent in der Vorwoche, die durch Gold und deckungsfähige Devisen 61 Prozent gegen 66,1 Prozent.
* Die Finanzpolitik der Reichsbahn. Nachdem die' Reichsbahn von den ihr zur Befriedigung ihres Kapitalbedarfes zur Verfügung stehenden 2 Milliarden Mark Vorzugsaktien bisher nur 724 Millionen Mark verwertet hat, verhandelt sie zur Zeit mit den Banken über die Verwertung von weiteren 150 Millionen Mark. Die Reichsbahneinnahmen zeigen im April gegenüber dem Vormonat wieder eine Steigerung um 45 Mill. Mk., wozu allerdings der Osteroerkehr wesentlich beigetragen haben wird. Die Verwaltung der Reichsbahn ist sich klar darüber, daß die Deckung der Investitionen nicht mehr aus den laufenden Einnahmen erfolgen kann. Zur Zeit geht die Finanzpolitik der Reichsbahn dahin, Emeuerungs- und Elektrifizierungsarbeiten sowie das übrige Bauprogramm auf eine Reihe von Jahren zu verteilen und im gegebenen Zeitpunkt die Anleihemärkte in Anspruch zu nehmen.
* Die deutschen Sparkassen im März. Nach den Berechnungen des Statistischen Neichsamts haben die Spareinlagen in den Sparkassen des Deutschen Reichs im Monat März die 2-Milliarden- Grenze überschritten. Der Bestand an Spareinlaoen Ende März beläuft sich nämlich auf 2044,619 Mill. Mark gegenüber 1937,555 Mill. Mk. Ende Februar und 1798,330 Mill. Mk. Ende Januar.
* D i e ungünstige Lage der Zigarette n i n d u st r i e. In der Hauptversammlung der Matag Mazedonische Tabak-A.-G. und Zigarettenfabrik wurde festgestellt, daß das Jahr 1925 für die Zigarettenindustrie außerordentlich ungünstig verlaufen sei. Etwa 80 Proz. der Zigarettenfabriken lägen still, der übrige Teil arbeite mit bedeutenden Einschränkungen. Unter diesen Umständen sei es der Gesellschaft nicht möglich gewesen, mit einem Gewinn obzuschließen.
* Lebhaftere Beschäftigung der deutschen Automobilmdustrie. Der Absaß der Automobilindustrie im April hat sicb, wie sich jetzt übersehen läßt, etwas belebt. Dem Ankauf von Automobilen kommt der gegenwärtig flüssige Geldstand zustatten. Auch das Fahrradgeschäft hat einen größeren Umfang angenommen. Nach den Berichten der Preußischen Handelskammern konnten in . beschränkter Weise wieder Einstellungen von Arbeitern vorgenommen werden.
7 * Th. Goldschmidt A.-G. in Essen. Laut
„D. B. C." wäre nach dem Abschluß, der am 7. Mai der Aufsichtsratssitzung vorgelegt wird, die Aus- schüttung einer geringen Dividende möglich, doch ist zu erwarten, daß im Interesse der Liquidität der Aussichtsrat wieder keine Dividende vorschlagen wird.
* Zwangsvergleich bei der Kutirol- fabrik. In Sachen der Kukirolfabrik Kurt Krisp in Groß-Salze bei Magdeburg fand der Vergleichstermin mit den Gläubigern statt. Der Zwangsvergleich wurde vom Gericht bestätigt. Die Rechtskraft tritt aber erst in 14 Tagen ein und damit auch die Beendigung der Geschäftsaufsicht. Die Gläubiger erhalten 60 Prozent.
ytcnffnrtcr Börse
Frankfurt a. M., 6. Mai. Tendenz- Uneinheitlich. — Die Börse eröffnete auf Befürchtungen innerpolitischer Schwierigkeiten uneinheitlich. Die Terminmärkte begannen mit Kurseinbußen von 1 bis 2 Prozent in Chemie-, Schiffahrt s- und Elektroaktien. Montanwerte waren knapp behauptet und eher etwas gedrückt. Bank- a kt i e n lagen unverändert. Im variablen Verkehr neigte die Tendenz ebenfalls leicht nach unten. Hier waren namentlich Autoaktien schwächer. Kleyer minus 0,5 Prozent. Zuckeraktien lagen ebenfalls gedrückt. Stuttgartzucker minus 0,5 Proz. Der Markt der heimischen Anleihen und Renten hatte beachtliche Rückgänge aufzuweisen. Don Auslandrenten gingen Goldmexikaner eine Kleinigkeit höher. Der Freiverkehr blieb ohne Geschäft. Beckerkohle 54, Benz 71,25, Growag 58, Ufa 50,75, Ufca 77 Prozent. Nach Festsetzung der ersten Kurse setzte plötzlich eine ziemlich lebhafte Nachfrage für Elektroaktien ein, die zunächst leicht anzogen und später Kursgewinne bis zu 3 Prozent verzeichnen konnten. Die übrigen Märkte fanden bei behaupteten Kursen kaum Beachtung. Der Geldmarkt ist äußerst flüssig. Tagesgeld war zu 4 bis 4i Prozent reichlich angeboten. Monatsgeld 5i bis 6 Prozent. Im Devisenverkehr "trat eine neue schwere Baisse der westlichen Frankenvaluten ein. Paris gab gegen London auf 155,50 und Brüssel gegen London auf 162 nach. Das englische Pfund lag behauptet mit 4,85g gegen Kabel.
Berliner Börse.
Berlin, 6. Mai. Nachdem heute vormittag Paris gegen London mit 157,37 und Brüssel gegen London mit 167 genannt worden waren, konnten sich auf Interventionen die Wechselkurse London- Paris auf 15 3 und London-Brüssel auf 158 heben. Die Besserung des belgischen Franken wurde noch dadurch gefördert, daß Gerüchte umliefen, wonach der belgische Finanzminister heute zurückgetreten sei. Die Frankenbaisse erweckte heute Bedenken bei der Effektenspekulation, nachdem sie sich gestern über die schädlichen Folgen für
Deutschland hinweggesetzl hatte. Gleichzeitig mahnte die innerpolitische Lage stark zur Zurückhaltung daß die Umsatztätigkeit unbedeutend blieb. Die Kurse bröckelten während der ersten Stunde allgemein leicht ab, jedoch entwickelte sich unter der Geschäftsruhe eine ziemliche Wiederstandsfähigkeit der Tendenz. Zu Rückgängen über 1 Proz. kam es nur vereinzelt, da das Angebot durchaus nicht dringend war. Am Montan markt lagen Rombacher Hütte sehr schwach, weil verlautete, daß die finanziellen Verhältnisse dieser Gesellschaft sehr ungünstig seien. Einige rheinische Käufe in anderen Montanwerten konnten die Kursentwicklung nicht beeinflussen. Lebhafte Umsätze vollzogen sich gegenüber dem Gros der Aktienmärkte in einzelnen Spezial- papieren. Im Mittelpunkte dieser Spezialbewegung standen Elektroaktien, deren Kurse weiter anzogen. Die Anregungen gingen in der Hauptsache von den Elektrotrustverhandlungen aus, die heute Fortschritte machen konnten. Am Geldmarkt war Tagesgeld in reichlicher Menge angeboten und zu 4 bis 5,5 Prozent kaum gefragt, (
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlu . Kurs
1-Uhr» Kur»
Schind pnümo
'T'ntu-n:
5. 5
6 5
5 5
6 5.
5°/, Deutsche Rcichsanletbr
4% Deutsche Ncichsanleihe
0.395
0,380
0.385
0.3825
—
-
0,370
B’/3°.u Deutsche Reichsanleihe
—
0,3675
0,360
3% Deutsche ’Jicidjd.mleitjc
0,47
—
0.472
0,450
Deutsche Svarpramicnanleihe
<u/o Preußische KoniolS
0.21
0,225
0 365
—
0,37
0,3625
4°o Hesse,!
0,41
—
0.44
3Vi0/« Hessen
—
—
—
3% Heisen..........
0.355
0,39
——
Deutsche Dertb Dollar-Ant.
94.5
——
96.6
_
dto. Doll -Schav-Anlrciina.'s
—
—
—
<°/o ^ollturkcn
—
12
—
5°/o Goldmerikaner
—
1 12
1 -
Berliner Handcl-gesellschaft
149,5
—
150 62
149 5’
«Lommcrz- und Prtvat-Bank
105.5
10.5'
10.5,7*
105,2*
Darrnst. und Nanonalbank
125,75
—
125,5*
126*
Deutsche Bank
124.5
—
125.2*
125*
Deutsche Bercinsbank ■ . ■
!M)
—
Disconto Commandit
120.5
—
121*
121*
Mctallbank . .
92 25
—
Mitteldeutsche Creditbank
108
_
108.5
_
CcftciTcicbifcfic Creditanstalt
7
—
7
6,9
Weltbank ...
—
—
Bochumer Guß ......
Buder.8 ........
—
—
90.25
91*
60.2,5
60,25
59,75
Caro ........
Deutsch Luxemburg . . . .
—
—
53,5
95.2.5
—
97*
97.5*
iAclsenkirchcner Bergwerke .
99.75*
98.75*
98,75*
98.75*
Harpencr Bergbau
115.2'
115*
Kaliwerke Aschersleben....
128
130
_
130*
127,7*
Kaliwerk Weneregeln ....
_
131,5
130*
ttaurabutke ......
_
_
38
38
CbcrbeDarf . .......
50.2.5
_
50,5’
60 5’
Bbonir Bergbau ......
77,75*
__
78.12
77,25’
’Jilieiuiiabl .......
94’
_
93"
93,25'
'Hicbcd Montan ■ ......
93,5
_
94
93 5
ZeUiis Bergbau .....
60,5
_
-
—
Hamburg Amenka Paker. . . Ukorddeutscher Llovd
133,75
130.25
134*
130’
134.2*
130’
Cderamiiche Werke Albm . .
48.5
_
Zementwerk Hcioelberg . .
99
99
_
Bbilivv HoUmunn . . ,
70,75
70
71
_
Anglo-Cont-Guano . ...
_
_
75,62
Chemische Mayer Alapin . .
—
_
I. G S-orbcninbuftric, A. G-
>51'
150.5*
151
150,5*
l^oldiü inidk.........
Holzverkohlung.......
82.5
83,5
82,75
79,5
65
Niitgcröwerkc.......
78,75
_
78
79
C cheidcanstalt .......
112
—
Allg. ClektrizttätS-Gesellschaft
110,5
108,6*
110 2*
110,5’
Bergmann ......
Mainkraftwerke ..... .
103
—
103’
104.9*
101
-
Schudert ....... .
97,75
—
97.62'
98.75’
Siemens & Halske ......
141,25
—
140,6*
142,6’
Adlcrwerke Kiener......
64
63.5
63,9
62,75
Daimler Motoren. ......
63,62
h’2
63,5
Hcyligenstaedr . ......
"cfluin ......
Motorenwerke Mannheim
28,75
—
_
—
56
—
Frankfurter Armaturen
20
—
—
—
Konservenfabrik Braun . .
40.6
—
—
—
Metallgcsell chaft Frankfurt.
Per. Union A.-<K . . .
108,75
84,75
_
85
—
Schuh'abrik Her,
35,62
—
—
—
sichel . . ....
,4cllsto i Wakdbof ....
4,5
—
—
—
—
130
130
.-Zuderiabrik Frankenthal . .
57 75
51.75
49.25
—
^uckeriabnt Waghäusel
60,5
—
-
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.
5 Mai
6 Mai.
Amtliche Non rung '^cld Brie'
Amtliche Notierung
<*Mö Brief
Am,r.»r)toli Buen.-Aire? Brn-Antw Christiania Kopenhagen Stockholm Hclsingfors Italien London - Vicutiorf . Paris. . Schwei; .
Spanien Japan . . . 'Hio be Jan Wien in D - Ccff. abgest Prag . . . Bclzrad . .
Budapest. Bul arien Lissabon Danzig. . Konst nttn Sltl:e:: Kanada. . Uruguav
168,58 1.681 12,72 90,64
109,66 112,24
10.55 16,835 20.366
4,195 13,257 81.175
60,26 1.958 0.604
59,195 12,418
7,399 5,86
3,043 21,405
SO.77
VH 1.197 4.315
Bc
169.00
1,685
12,76
90,76
109,94
112,57
10,59
16,875
20.416
4,205
13,297
81,375
60.42
1,962
0,606
59,355
12.458
7,419
5,88
3,053
21.455
80,97 ?,194
5,26
4,207 L-12."i
ntnote
168,59 1,681 12,63 90,24
109,61 112,21
10,54) 16,835 20.365
4.195 13,225
81,20 60.28 1.958 0.607
59,205 12,42
7.41
5,855
>,044 41,395
80,7 7 2,185
5,24
4,20 4.305
n.
169,01 1,685 12,67 90,46
109,89 112.49 10,58.5 16,870
20,415
4,205 13,245
81,40 60.44
1,962 0,609
59,345 12,46
7,43 5,875 3,051
21,443 80.97 2,195
5,26 4,21
4,315
Berlin, 5 Mai
Keld
Brie«
Ämcrikaniiche 'Holen ..... Belgische Wotcn ...... Tlinilche Noten . ......
Englische Noten........
Französische l.'oken .....
Holländische Noten .... Italienische Noten ... . Norwegische Noten .
Tcui.ch-Qesterr,ä 100 Kronen Numanische Noten .
Schwedische Noten . Sch weiter Noten • . .
Spanische Noten .....
Tschechoslowakische Noten . .
Ungarische Noien . , .
4,188
12,67 109,38
20,322
13,30 168,19
16,825
90,42 59.23
1.295
111,92
80,96
60,15 12,40
5.845
4,208
12,73
109,92
20,422
13,36 169.03 16.905
90,88
59.53
1 335
112,48
81,36
60,45
12,46
5.885
anlfurtcr Getrerd?börse.
Frankfurt a. M., 6. Mai. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 30, Roggen, inländischer 19,25 bis 19,75, Sommergerste für Brauzwecke 22,50 bis 24,75, Hafer, inländischer 22,75 bis 23,50, Mais, gelb 18, Weizenmehl, inländisches, Spezial 0 42 bis 42,50, Roggenmehl 28,50 bis 28,75, Weizenkleie 9,50, Roggenkleie 11. Tendenz: Stetig.
Frank.urtcr «chlachtvichmarkt.
Frankfurt a. M., 6. Mai. Auftrieb 7 Färfen und Kühe, 1150 Kälber, 145 Schafe, 407 Schweine. Es wurden notiert: Kälber: feinste Mastkälber 75 bis 80 Mk.: mittlere Mast- und beste Saugkälber 65 bis 74; geringere Mast- und gute Saugkälber 56 bis 64; geringe Saugkälber 50 bis 55. — Schafe: Mastlärnmer und Masthärnrnel 45 bis 50; geringere Masthärnmel und Schafe 40 bis 44; mäßig genährte Hammel und Schafe (Merzfchafe) 30 bis' 39. — Schweine: vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 74 bis 76; unter 80 Kilogramm 70 bis 73;
Schach-Ecke.
Bearbeiter von D Orbach.
Alle für die Redaktion bestimmten Mitteilungen, Lösungen usw. sind zu richten an die Schachredaktion des „Gießener Anzeigers".
Problem Nr. 60.
Don Fr. Kellner. Weiß.
8
6
5
3
2
4
a
W
h
5
4
3
6
2
8
Schwarz.
b c
Weih zieht und setzt in drei Zügen matt. Weih: 10 Steine KH8, Dfl, Te7, Lc7, Lg8, 865, Ba4, Bc3, Bg6, Bh2.
Schwarz: 6 Steine Ke4, Th5, Lc5, Ldl, Be5, Bh6.
Partie Nr. 46.
Die nachfolgende Partie wurde in der dritten Runde des Dresdner Meisterturniers am 6. April 1926 gespielt.
Diersprillgerspiel.
Weiß: Iates.
Schwarz: Iohner.
1. e2-e4 1. Sg8-f6
Dies ist Aljechins Eröffnung; sie wird je- dock) mit den beiden folgenden Zügen in ein Dierspringerspiel verwandelt.
2. Sbl -c3 2. e7-e5
Auch 2.....,65 ist ganz gut spielbar.
3. Sgl-f3 3. Sb8 — c6
4. Lfl — b5 4. Sc6 —64
Dieser Zug dürfte genau so zu empfehlen sein, wie der theoretische Zug 4.....Lb4.
5. Lb5 —c4 5. Lf8 — c5
6. 62-63 6. 67-66
7. h2-h3 Sofort 864: ist vorzuziehen.
7..... 7. Lc8-e6
8. SF3X64 8. Lc5x64
Besser als 8...., e64:, wodurch der Rach-
ziehende das Zentrum aufgeben würde.
9. Lc4 — b3 6. c7 —c6
10. Sc3-e2
Weih möchte gerne einen Springer auf f5 plazieren, was Schwarz nicht so leicht dürfte verhindern können, da g6 zu einer erheblichen Schwächung der spateren schwarzen Rochadestellung führen würde.
10..... 10. L64-b6
11. Se2-g3 11. 0-0
12. D61-f3 12. D68-67
13. Lei — g5 13. Lb6-d8
Hier nimmt der Läufer vorläufig eine gute Verteidigungsstellung ein.
14. 0-0 14. a7-a5
15. c2-c3 15. H7-h6
16. Lg5 — e3 16. c6 —c5
Um den
d4-Durchbruch zu verhindern
17. a2-a4
17. SfO—11/
18. Sg3-f5
18. Le6xf5
19. e4xf5
19. Ld8-g5
20. Lb3 - d 1
20. Kg8'-h8
21 Le3Xg5
21 Sh7Xg5
22. Df3-h5
22. Sg5-H7
Natürlich nicht 22..... Df5:?, wegen 23. h4
und gewinnt.
23. g2-g4 23. D67-c6
24. Tfl-el 24. Ta8-e8
25. Tel-e3 25. Dc6-b6
26. Tal-bl 26. e5-e4?
Eine verfehlte Kombination, welche zum Figurverlust von Schwarz führt. Iohner über- sah den 30. Zug des Weißen. Vei korrekter
Fortsetzung der Partie wären die Chancen auf schwarzer Seite zu suchen gewesen.
27. 63Xe4 27. Te8Xe4
28. Te3xe4 28. Sh7-f6
29. Dh5-h4
30. Dh4-e7!
31. De7xe4
29. Sf6xe4
30. Db6-68
31. Tf8-e8
32. De4 - 63 Aufgegeben
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSlifch.
Wegweiser.
„Wo ist das Bureau des Direktes?"
„Gehen Sie durch die Tür mif^bem Schild „Kein Eingang", dann die Treppe herauf bis zur Tür, an der steht „Draußen bleiben", da gehen Sie rein, und wo dran steht „Ruhe", klopfen Sie dreimal."
Ernährungsfragcn.
Ede aus der Laubenkolonie hat um Pausbackens Tochter angehalten.
„Ede," sagte Vater Pausback, „denkste, du kannst meine Tochter ernähren?"
„Na sicher."
„Haste ihr denn mal futtern sehen?" sagte Pausback.
„Na sicher."
„Haste ihr ooch mal futtern sehen, wenn feener zuguckt?"
Der Traum.
Herr Grünlich litt an schwerer Schlaflosigkeit, und sein Freund Fröhlich, der für alles einen Rat wußte, sagte zu ihm:
„Das Ganze kommt vom leeren Magen, Grünlich. Du mußt dich ordentlich satt essen. So recht was Konsistentes, da sollst du mal sehen, wie du Ruhe kriegst."
„Was soll ich denn essen?" fragte der leicht beeinflußbare Grünlich.
„Na, Obst ist immer gut. Iß heute abend fünf bis sechs Bananen, und dann trinke Milch. Milch schadet den kleinsten Kindern nicht.."
Grünlich aß also treu und brav eine Handvoll Bananen, trank ein Liter Milch und ging zu Bett. Etwa zwei Stunden lag er wach und spürte ein sonderbares Drücken, dann schlief er ein und fing an zu träumen.
Im Traum kam der Freund, der ihm das Rezept gegeben hatte, den Kopf unterm Arm, und fragte, ob Grünlich feinen Kopf kaufen wollte. Als Grünlich dies ablehnte, bot er ihm feine Füße an, Während Grünlich noch mit ihm verhandelte, rutschte der Drache, auf dem er ritt, plötzlich aus ' dem Fell, so daß er mitten in der Luft frei schwebte. Während er noch überlegte, wie er zur Erde zurückkommen könnte, kam plötzlich ein Autobus an- gefahren, und Grünlich stieg erleichtert ein. Der Autobus geriet auf einen abschüssigen Weg und lief mit rasender Schnelligkeit in die wesenlose Tiefe. Da kam der Schaffner und verlangte das Fahrgeld. Grünlich fragte ihn, ob er noch zum Zuge zurecht= kommen würde. Da sagte der Schaffner:',Wir sind an Ihrer Station vor zweihundert Jahren vorbei gefahren." Daraufhin gab er ihm einen Stoß, so daß Grünlich auf die Schienen flog, auf denen gerade ein Schnellzug mit gewaltigen Feueraugen dahergerast kamen. Gerade als die Räder über GrünlichsLeib hinweggingen, als er den furchtbaren Druck der eisernen Wagenspuren fühlte, wachte er mit einem Angstschrei auf.
Er sah nach der Uhr — er hatte genau sechs Minuten geschlafen.
von 100 bis 120 Kilogramm 74 bis 77; von 120 bis IdO Kilogramm 74 bis 77 Mk. Marktverkauf: Kälber und Schweine bei regem Handel ausverkaust. Beste norddeutsche Kälber wurden über Notiz verkauft.
Letzte Nachrichten.
Die amerrkani?chen Hoteliers in Frankfurt a. M.
Frankfurt a. M., 6. Mai. (Eigener Drahtbericht WSR.) Die gegenwärtig auf einer De utschlandreise befindlichen amerikanischen Hoteliers unternahmen heute früh, trotzdem sie erst in später Nachtstunde in Frankfurt eingetroffen waren, eine Rundfahrt durch die Stadt. Auf dem Römer hatte sich eine außerordentlich große Menschenmenge an- gesammelt, die die Gäste mit Tücheiffchwenken und Zurufen begrüßte. 3m Kaisersaal des Römers nahm Oberbürgermeister Dr. L a n b m a n n Gelegenheit die Gäste im (Hamen der Stadt Frankfurt aufs herzlichste zu begrüßen. Er bezeichnete ihren Besuch als ein Zeichen und eine lebendige Aeußerung des neuen V ö lke r ge i st e s, der harte und böse Leidenschaften der Kriegszeit nun auch innerlich überwunden hat. Die Amerikaner seien zu einem Volke gekommen, das am schwersten unter der Tragik der abendländischen Geschehnisse gelitten hat. Mit besonderen Dan- kesworten gedachte Oberbürgermeister Dr. Land- mann der Liebestätigkeit der amerikanischen Quäker und kam dann auf die wieder angeknüpf en wirtschaftlichen Beziehungen zwis6 en Deutschland und Amerika zu sprechen. Frankfurt sei die einzige Stadt, die vor aTien anderen deutschen Städten von jeher die engsten Beziehungen mit Amerika besessen habe, eine Stadt, in der die erste konsularische Vertretung errichtet wurde. Frankfurt ei aber vor allem auch die Vaterstadt Goethes, und es seien erlauchte Geister der Vereinigten Staaten gevesen, die den Schritten Goethes gefolgt seien. Diese kulturellen Beziehungen Frankfurts zu den Vereinigten Staaten auch in Zukunft wachzuhalten, zu vertiefen und zu erhöhen, sei heute noch lebendiger Vorsatz der Bewohner Frankfurts. Sehr sympathisch berührte die Erwiderung des Sprechers der amerikanischen Gäste, Greene, der hervar- hob, daß die Aufnahme in Franks irr t die kühnsten Erwartungen übertros- fen habe. Wenn das Herz spreche, so müsse die Zunge schweigen, und er begnüge sich deshalb
mit dem Ausdruck des tiefsten Dankes für den so überraschend herzlichen Empfang. Die Gäste besichtigten daraus die Ausstellung „Beziehungen Frankfurts zu Amerika" und begaben sich dann in vom Frankfurter Verkehrsverein zur Verfügung gestellten Automobilen nach Bad-Rauheim, wo sie vor dem Gebäude der Bade- und Kurverwaltung von der hessischen Regierung begrüßt werden. 3m Anschluß daran findet ein gemeinsames Mittagessen in 3eschkes Grandhotel statt. Am Rachmittag ist eine Besichtigung von B a d - Homburg vorgesehen, wo der Tee im Kurhaus eingenommen werden wird.
Rundfunk-Programm.
Freitag, 7. Mai:
3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend (für Kinder vom 7. Jahre ab). 4.30 bis 5.45 Uhr: Haus- frauennachmittag. Programm u. a.: „Goethe und die Gerbermühle", Vortrag von Dr. Ernst Beutler, Direktor des Frankfurter Goethemuseums. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde (Briefliteratur): Aus den Briefen der Günderode. 6.15 bis 6.35 Uhr: Zwanzig Minuten Umschau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik, vorgetragen von Jng. Randewig. 6.35 bis 6.45 Uhr: Stunde der Frankfurter Vereinigung für Heimatkunde. 6.45 bis 7 Uhr: Film- Wochenschau 7 bis 7.30 Uhr: „Unterricht und Erziehung in den Vereinigten Staaten". Vortrag von Geh.-Rat Walter. 7.30 Uhr: Uebertragung aus dem Frankfurter Opernhaus: „Martha, oder der Markt zu Richmond", komische Oper in vier Akten von Friedrich v. Flotow.
Unreines Blut Ä"™ bleibenden Speisereste und ruft häufig auf der Haut Unreinlichkeilen wie Pickel, Pusteln und äbnliche Ausschläge hervor. Zur Beseitigung dieses Uebels genügt deshalb nicht der Gebrauch von äußerlich anzuwendenden Schönheitsmitteln. Es muß vielmehr dafür gesorgt werden, daß das Blut durch eine gründliche Rumgungsiur von den der Gesundheit schädlichen Stoffen befreit und dadurch eine Auffrischung der gesamten Körperiätte herbeiaeführt wird. Eine solche Kur macht man am besten jetzt im Frühjahr mit den in Apotheken erhältlichen, aus rem pflanzlichen Stoffen hergestellten Apotheker Rich. Vcandt's Schweizerpillen, die zugleich in milder und zuverlässiger Weise die Derdauungs- tätigkeit regeln. utiss
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