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suchten Behörden sprachen Hugo Schneider, Mdinqen, und Reinhard, Geiß-Ribba. Am '"'larhirittog bewegte sich ein schöner Festzug durch M: Strafen der Stabt. Gin Festkonzert am Rach- ' ’.itlag und Ball am Abend beschlossen den mittag.
Kreis Schotten.
Gedern, 5. Mai. Der Gemeinderot beschloß die Einrichtung einer Klein- kinberschule. Zu diesem Zweck soll bei dem
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△ Michelnau, 5. Mai. Der dem Bauunter- " ibmer Drott in Nidda gehörige Basoltstein '"ch am Buchkopf ist in regem Betrieb. Täglich Mhcn viele Fuhren von Schottersteinen zum Lahn- M Nidda, die nach Mannheim und andere südliche ?ädte verfrachtet werden. Da die Fuhrleute mit Serben zur Zeit wegen Holzfuhren und landwirt- »aillichen Arbeiten nicht regelmäßig fahren können, ft'ifft ein hiesiger Maschinenbesitzer mit einem sog. Ättldogg die Steine zum Bahnhof. Die Maschine >i<hl stets zwei schwerbeladene Wagen, also Doppelt ja viel als ein Zweispänner, auf einmal zur Station ’libba. Auch Pflastersteine werden in größeren Men- ge-n in den Kreis Groß-Gerau versandt.
Scheunen sind tn beste Ordnung gebracht. Allen Landwirten kann eine Besichtigung dieser Musterwirtschaft empfohlen werden.
Kreis Friedberg
Sf. Friedberg, 5. Mai. Heute vormittag starb (im 69. Lebensjahre) nach längerem Leiben der Buchdruckercibeliyer Carl Damm. Der Berstorbene hat im öffentlichen Leben unserer Stadt eine hervorragende Rolle gespielt. Born Jahre 1890 bi- 1922 gehörte er als Stadtverordneter und später al- Beigeordneter der städtischen Derwaltung an und hat gerade in den schwersten Zeiten, nach der Erkrankung des Bürgermeisters Stahl bi- zur Wahl des jetzigen Bürgermeisters Dr. S e y d. die Geschäfte des Bürgermeisters geführt. Ebenso war er längere Zähre der Berlreter der Stadt Friedberg in der Zweiten Kammer der hessischen Stände. Die von ihm herausgeoebene „Reue Friedberger Zeitung" mußte durch die für die Presse so ungünstigen Derhältnisse im Zähre 1C22 ihr Erscheinen einstellen. Aus Anlaß seiner * vielen Becb.ensle um das städtische Gemeinwesen wurde er im Iahre 1922 zum Ehrenbürger der Stadt Friedberg ernannt, eine Ehre, die außer ihm nur noch der 91jährige Geb Zustizrat 3 ö de l besitzt. Politisch gehörte er der freisinnigen (später demokratischen» Partei an und hat auch in dieser eine hervorragende Rolle gespielt. Rach den von ihm getroffenen Bestimmungen soll seine Einäscherung in aller Stille ftattfinöcn.
sf. Friedberg, 5. Mai. Zn Verbindung mit dem Bezirkstag (9abelßberqer|d)er Stenographen, über den bereits berichtet wurde, feierte die Sten o graphe ^Vereinigung Gabelsberger Friedberg ,hr 2 5 j ä h r i g e s B e st e h e n. Zu dieser Feier hatte sich eine große Menschenmenge im Hotel Trapp eingesunden. In seiner Begrußungs- anjvrache gab der Vorsitzende Balzer seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß der Gründer und erste Vorsitzende des Vereins, bet jetzt in Darm stadt im Ruhestand lebende Professor PH. .Kramer sowie der spätere langjährige Vorsitzende V ö l ck e r , jetzt Bürgermeister von Lich, zur Tagung erschienen waren. Beide Herren wurden später vom 'Herein zu Ehrenvorsitzenden ernannt. Dann teilte er noch mit, daß die beiden langjährigen Vor Itandsinitglieder, Prokurist Wilh. Ludwig und Iustizinspeklor Winkler, zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden, und überreichte ihnen ein Diplom und eine Plakette. Der Verein zählt jetzt über 100 Mitglieder, Vorsitzender ist zur Zeit Herr H. H e n ß. Das Vorstandsmitglied Reallehrer Kreutzer hielt sodann einen Vortratz über „Stenographie und Ltenographenvereine im Dienste der Volksbildung i und der Iugendpslege". Nach einem geschichtlichen Rückblick aus die Stenographie legte er den praktischen Wert dieser Kunst dar und'betonte, daß die große praktische und erzieherische Bedeutung der «Stenographie noch lange nicht genügend gewürdigt . werde. Die Stenographie sei keine Unterhaltung, sondern eine ernste Arbeit; was der Sport für den Körper, sei diese Kunst für den Geist. Die Stenographie müsse Gemeingut aller Gebildeten und auf nUen höheren Schulen als Unterrichtsgegenstand ein geführt werden. Der Vortrag wurde mit reichem Deifall entgegengenommen. Im übrigen sorgte ein reiches Programm, bestehend aus Vorträgen des Salonorchesters, des Doppelquartetts Friedberg- Fauerbach, lebenden Bildern, humoristischen Vorträgen und anschließendem Tanz für die gemütliche Stimmung.
-X. Bad-Nauheim, 5. Mai. Der Bil- b u n fl 5 o e r e i n hat, wie dem von Lehrer P o r t h erstatteten Geschäftsbericht auf der Hauptver s "nmlung zu entnehmen war, jetzt 3 4 0 Mit «lieber Einer sehr starken Benutzung er- f ceut sich die Bücherei, die infolge Unterstützung durch Stadt, Volksbank und Private auch in dieser Zeit der wirtschaftlichen Not weiter ausgebaut war- ben ist. Neben der Verbreitung guten Lesestoffes ist her Verein während der Wintermonate auch durch T'ortragsveranstaltungen tätig gewesen.
Kreis Bübingen.
ud. Nidda, 5. Mai. Gestern weilte der Präsident des Landesfinanzamts Darmstadt in unserer siabt, um mit der Gemeindeverwaltung wegen E r - bauung eines Zollamts zu verhandeln. Es wurde eine Besichtigung der Bauplätze, die die Stadt durch Ankauf des Staffelschen Gartens an der Bis marcf» und Salzhäuser Straße besitzt, vorgenommen. Oie Stadtverwaltung ist bereit, das erforderliche Baugelände abzutreten. Wahrscheinlich wird das •Reift) das Zollamt an genannter Stelle errichten ;■ lassen, während bann die Stadt auf dem noch übrig bleibenden Gelände selbst Häuser erbauen lassen will.
- - Ortenberg, 5. Mai. Unsere frei» Billige Feuerwehr, die im Zahre 1882 gegründet wurde, feierte am Sonntag unter An- t-ilnahme der ganzen Bevölkerung ihre Bannerweihe. Der Tag wurde durch Wecken der neugebildeten Feuerwehrkapelle eingeleitet. Um 9.30 Uhr fand Festgotlesdienst statt, an dem alle Bereine geschlossen mit ihren Fahnen teilen ahmen. Rach dem Gottesdienst marschierten b-ie Bereine unter Borantritt her Hanauer Dadtkapelle, des Stadtvorstandes und der Ehrendste nach dem Marktplatz, wo die Weihefeier >'^r sich ging Die Festansprache hielt der Orts- ^istliche. Die beiden Patenvereine. Schühen- "<rein und Gesangverein, [tifte'.en einen Fahnen- ncgel bzw. eine Fahnenschleise. Die beiden noch lebenden Gründer ker Wehr, Ehrenkommandant Suhl und Schlossermeister Otto Grom, der "Dei Tage vorher das Ehrenzeichen für vierzig- jihrigen Dienst in der Feuerwehr bekommen batte, überreichten ebenfalls eine Fahnenschleise. Für den Kreisseuerwehrverbanb und die vor-
essen. ®if6en. 'UZÄ flalt an*nd)tr
Sefe“”«A
Ws sati !erbenetemplQri^ flaatri* i-Äy °°lh«g.hende. g. Er wurden berch »es'meter-, Eiche 3. U • 5. SU. 27 TU ß, 6|ac, Jf .?• Klosse 21,60 «I flosst 14,15 TU.; 5i*|t, lasse 19,10 Ml., 4. ft|c
Ulofle 18,40 TU W 9-50 TU.; Bunt Leiter: Tuche 11,35 M ^50 TU., ftnüppel: M Mt 4,80 TU., ftitkr
5 M!., Eiche 1 TU,; @todt ■ 3,90 TU., Fichte 1,50 H k
Meise haben sich eini» Forschungsreise in W 1 iiots Theo Koch, eines p , nsammengelan, um die 61 als für den hochvrrdim feilen. Für die Außellr man ein idyllisch gelegter CchieWnde, unwei! k usfidjt genommen. Hi eben, her bie Ungtltgnto Bürgerschaft in die N . it unsere Sivdi 31/ Ifrtn nt Ticaße bereite H« - Mch jch^wW eieiilgungdnUUi ahnhofstraheinT^ iot mit den Besitzern M endes Abkommen fltireffr h zwei dieser allen Tebö^ auch bald einem Mur 1 werden. - Seitbrn, k Besitz der LandwirM ist, zeigt er ein sehr oorit im oorinen Frühjahr^ ein e weist einen vorzugii« ) e i d e isl vollständig tw soll das Deidevieh au liiere Weideslache von "1 „j,s für nädjffts 3obr r rüber (ehr baufalliae fW „ heraestellt und kann ■ nbt werden, De 0’ ner sehr .
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Krankenhaus eine Halle errichtet werden, deren Benutzung In erster Linie bei ungünstiger Witte- • rung in Frage käme. — Die vor einigen Tagen gebrachte Rachrichr. daß an der Station G e - Dem fünf Beamte abgebaut werden sollten, entspricht nicht den Tatsachen SS wurden einige Rück verke Hungen von Beamten (hauptsächlich bei dem Lokomorivpersonat) vor- genommen insofern, als diese Beam.en mit niedrigeren Dienstverrichtungen beauftragt wurden lz V. müssen zwei Lokomotivführer künftig H^izerdienste rerrichten). Bon Abbau kann jedoch leine Rede fein
Starkenburg. ^-Millionen-Anleihe der 2tadt Darmstadt.
* Darmstadt, 5. Mai. Der Stadt Darm- ft a d t wurde die Genehmigung für eine 8 pr 0 zen t i g e 4 Millionen-Anleihe zu Zwecken des Wohnungsbaues und der Unterhaltung und des Umbaue» städtischer Gebäude erteilt. Ab 1931 hat die Tilgung mit jährlich 1 Proz. plus ersparter Zinsen zu erfolgen.
' Darmstadt, 5. Mai. In Dieburg schlug die .>7jahrige Handarbeitslehrerein Kaiser am Montagnachmittag die eisjährige Schülerin Hock, die Tochter des Maurers Franz Hock, mit der Hand, gegen den K 0 p i. Das Mädchen hielt gerade eine Stricknadel in der Hand, die dem Kinde .zwischen Nale und Auge in den Kopf drang. Obwohl ärztliche Hilfe bald zur Stelle war, starb das Kind noch in derselben Nacht unter starken Schmerzen im Krankenhaus. Die Handarbeitslehrerin ist feit Montag verschwunden; sie soll bereits zweimal in einer Nervenheilanstalt in Gießen untergebracht gewesen fein. Der Anlaß zur Strafe war angeblich nur die Tatsache gewesen, daß das Mädchen heimlich ein Stückchen Brot aß.
Nhsinhefsen.
WER. Mainz. 5. Mai. Zn der vergangenen Rächt versuchten zwei Einbrecher in Der Chemischen Fabrik in Budenheim in den T-ureautäumen einen Diebstahl auszu- sühren. Sie wurden jedoch von dem Fabrikn.rcht- wächter, der sie festzuhalten versuchte, gestellt. Dabei erhielt er mit einem harten Gegenstand einen so schweren Schlag auf den Kopf, daß er bewußtlos zufaminenbrach. Er mußte später ins Kranlenhaus gebracht werden. Die Tater find unerkannt entkommen. - Zwei Einbrecher, bie sich in den Geschäftsräumen zweier hiesiger Großfirmen zu tun machten, wurden pon einem Angestellten überrascht. Dieser wurde jedoch von ihnen unter Dorhaltung eines Revolvers überwältigt. anHänden und Füßen gefesselt und am Sprechen durch einen in den Mund gesteckten Knebel gehindert. Rach- dem die Einbrecher den Wehrlosen beraubt hatten, entkamen sie unerkannt. Der Gefesselte konnte erst durch die von einem Passanten benad)-- richtigte Polizei wieder befreit werden.
Preußen.
Krcis !nr.
Hl Wetzlar, 5. Mai. Die in Unterhaltung der Provinz stehende Straße Wetzlar — Butzbach wird in diesem Jahre an verschiedenen Stellen, fo z. B. vor dem Eingänge von Groß-Rechtenbach und bei der Kolonie Büblingshausen, einer I n - standsetzung unterzogen. Das Kleinschlagmaterial ist bereits angefahren. Der im Zuge der gleichen Straße belegene „schneiderberg" in Niederkleen erhält ein neues Pflaster, das zur Zeit ausgeführt wird.
3 Graß-Rechte »buch, 4. Mai. Bei dem heute hier stattgefundenen Eichenlohrinden- v e r t a u f der Gemeinden Dornholzhaufen. Ebersgöns, Groß-Rechkenbach, Oberkleen, Reiskirchcii und Vollnkirchen wurden durchschnittlich 5 Mk. je Zentner geboten. Da die Gemeinden für das Schälen der Lohe und die damit verbundenen Dlcbenarbei- ten zwischen 3 und 4 Mk. je Zentner ausgeben wüsten, ist der ihnen aus dem Loheverkauf verbleibende Reinerlös ein sehr geringer. In früheren, insbesondere in den Vorkriegsfahren, brachte der Verkauf der Rinde den Gemeinden eine bessere Einnahme.
H 0 chelhei m. 3. Akai Gestern vormittag fand in der hiesigen Kirche bie Wahl des-?neuen Pfarrers für bai Kirchspiel Hochelheim-Dornholzhausen durch die Mitglieder der größeren Dertretungen der beiden Kirchen- gemcinben statt. Die Wahl leitete Superintendent Wieder. Garbenheim; sie erfolgte öffentlich durch Zuruf. Es würbe einstimmig ber Hilfsprediger Paul Schleider von Rott- 6 auf en bei Gelsenkirchen gewählt, der somit Rach- folger seines Anfang dieses Zahres verstorbenen Baters wirb. Der Wahl ging ein Gottesdienst voraus.
Dberlahnkreis.
•/ WeiIburg , 5. Mai. Der hiesige S ch u n e n- verein kann in diesem Iahre auf sein 7 5 j ä h r i - ges Bestehen zurückblicken. Aus diesem Anlaß feil Anfang Juli ein großes S ch u h e n f e st gefeiert werden. — Unter dem Vorsitz des f)errn Becker jr. aus Gräveneck fand hier eine Ver - s a in ml ung von Bauherren aus dem Ober- lahnkreise statt, die sich mit Beschwerden gegen die bisherige Art der Verteilung der 5)auszins- st e u e r h u p 0 t h e k e n beschäftigte. Man bemängelte dabei die bisherigen Entscheidungen des Krei- scs in Sachen Hausbauten und Hauszinssteuerhypotheken. Ein Mitglied des Kreisausschusses nahm die Verwaltung in Schutz und teilte mit, daß im 3af)rc 1925 vom Kreise 152 Bauvorhaben genehmigt worden seien. Nach längerer Aussprache wurde eine Entschließung angenommen, in der die Kreisverwaltung gebeten wird, aus den Reihen der Bauherren einen erweiterten Ausschuß zu wählen, der eine Prüfung der seither vermittelten Haliszinssteuer-Hypotheken vornehmen und bei der künftigen Verteilung der Hypotheken mifmirfen soll.
ftreis* ^öcrtcrbur-
V 0 m W e st e r w a l d , 5. Mai. Der Stand der Felder auf dem Westerwald ist recht befriedigend. Die Wintersaat steht gut, |o daß mon auf eine schöne Ernte rechnen kann, wenn der Wettergott keinen Strich durch die Rechnung macht. Aiich mit den Ob st aussichten kann man 3 u - frieden fein.
Dillkreis.
bl. Dillenburg, 5. Mai. Nach dem Stande vom 1. Mai betrug die Gesamtzahl der männlichen Vollerwerbslosen des Kreises 1809 Personen, die der weiblichen Vollerwerbslosen 43. An Zuschlagsempfängern waren
>m genannten läge 2832 Personen vorhanden. Bei 'Notstandkarbeiten werden zur Zeit etwa 500 Mann beschästigt. Gegenüber der Vorwoche haben sich die Zahlen nicht wesentlich verändert
ftrei* Kir HHain.
WEN. N e u ft a d t, 5. Mai. Infolge der unter den Schulkindern ansgebrochencn Masern mußten die V 0 l k s ■ und Mittelschule g e • schlossen werden. E s sind über 80 Prozent ber Kinder erkrankt. Die Krankheit hat bis jetzt einen guten Verlauf genommen
Mrcie Zuldir.
WEN. Fulda, S. Mai. Gestern nachmittag wurde auf dem Bahnhof Hünfeld der Eisenbahn schaffner M ü n ft e r m a n n , als er die Gleise ent lang ging, von einem Zuge ersaßt und so schwer verletzt, daß er nach kurzer Zeit verstarb.
Maingau.
5 r a n k f u r t a. M.. 5. Mai. (WSR.) Zwischen jungen Leuten verschiedener politischer Richtungen kant es in der verflossenen Rächt in ber Rähc des Börneplatzes zu einer größeren Schlagerei. Das Heber- fallkommando und die Beamten des 4. Polizeireviers schassten Ruhe. Derletzt wurde ein junger Marrn durch Melferstiche in das Gesäß. Er kam nach Anlegung eines Verbandes durch die ^ettungswaaie in das Heiliggeisthospital. Die polizeilichen Ermittelungen sind em geleitet. Die Haupttäter, die in hem Gedränge unerkannt Der» sthwunden sind, sind noch nicht ermittelt.
Der Frankfurter Sender vor der Vollendung.
WSN. Frankfurt a. M., 4. Mai. Der neue Frankfurter Sender wurde heute nachmittag im Rohbau fertiggeftellt. Punkt 4 Uhr zogen die Monteure in Duftiger Höhe die letzten Schrauben der aufgesetzten Spitzen aus den beiden Türmen an, woraus zum Zeichen des Richtfestes das übliche Bäumchen auf den beiden Turmspitzen aufgepflanzt wurde. Die beiden gigantischen, 100 Meter hohen Gittertürme stehen vollständig frei. Ihre Erbauung hat sich ohne jeden Unfall vollzogen. Die Fußbreite beträgt 12, die Kopsbreite 11 Meter. Die Beton- funbamente der Türme sind durch Porzellankörper völlig isoliert. Zum Besteigen der Turme, die in 175 Meter Höhe errichtet sind und damit den höchsten Punkt Frankfurts barfteUen, sind Eifettleitern mit Rückenfchutz angebracht Vom obersten Plateau aus genießt man eine herrliche Fernsicht nach dem Taunus, über die Stadt und die Rheinebene. Das Frankfurter Stadtbild erfährt durch die riesigen Türme eine interessante Bereicherung. Die Montagearbeitcn im Maschinenhaus dürften noch etwa zwei Wochen beattsprrichen, da die Mafchinen gestern erst an-- getommen sind. An der Fertigstellung der Woh- nungen für das Bedienungspersonal wird ztir Zeil rüstig gearbeitet. Man hofft, bis Pfingsten den neuen Großsender in Benutzung nehmen zu können.
(?in gutes Kiricheujahr.
WSR. Frankfurt a. M.. 5. Mai. Das bisherige Wriler ist für die Kirschblüte außerordentlich günstig gewesen. Der Fruchtansatz der Früh - undSauerkirscheist so üppig wie fast nie zuvor. Zn Obstziicht<trkreiseni ist man der Ansicht, daß wir für diese- Zahr ein beispielloses Kirscheujahr zu erwarten haben. Rarl'tsröste. sollten sie sich wirtlich jetzt noch einstellen, tonnen dem jetzt bereits stark entwickelten Fruchtansatz nicht mehr viel Schaden zusügen. Wie von der Bergstraße gemeldet wird, werden dort bereits die ersten Kirschen gepflückt und in den Heidelberger und Mannheimer Geschäften Gnqeboten. Man rechnet damit, daß in etwa acht Tagen mit der allgemeinen Kirf chenernte begonnen werden kann.
Gerichtsfaal.
Der Mörder Meou vor -Bericht.
D a r m ft a b t, 5. Mai.
Ende August und Anfang September vorigen Jahres wurde die Bevölkerung Hessens und der Nachbargebiete durch zwei Mordtaten aufgeschreckt, die kurz hintereinander geschahen. In einem Walde bei Darmstadt fand man in eine Decke eingehüllt eine weibliche Leiche, und in der Nähe oon Mörlen- bach wurde ebenfalls die Leiche einer Frau entdeckt, die Spuren eines gewaltfamen Todes erkennen ließ. Das Verbrechen bei Mörlenbach an der badischen Grenze ist bis heute unaufgeklärt, während die Darmstädter Mordtat noch einigen Wochen ihre Aufklärung fand. Anfangs schien es, als sollte auch hier jedes Ermittelungsoerfahren aussichtslos sein, denn man vermutete zunächst, daß die Leiche in einem Automobil von auswärts nach dem Fundort im Walde gebracht worden sei; aber die Decke, die zur Umhüllung der Leiche benutzt worden war, führte schließlich zur Entdeckung des Täters, der zur allgemeinen Ueberraschung der frühere Student der Technischen Hochschule Josef Meou war, der zuletzt in Frankfurt studierte. Die Decke war mit den Buchstaben I. M. gezeichnet. Die Feststellungen der Behörden ergablh daraus, daß Meon die Stütze Anna Gill mann, die aus Frankfurt nach Darmstadt gekommen war, an sich gelockt und sie in feiner Wohnung in der Nacht zum 21. August ermordet hatte. Die Leiche hatte er tagsüber in feinem Kleiderschrank verborgen, sie dann in der nächsten Nacht zufammengepreßt in eine Decke gehüllt und diese mit Borhangschnüren, die er in seinen' Zimmer abschnitt, zusammengebunden. Zum Transport der Leiche nach dem Walde, der ebenfalls noch in der Nacht vor sich ging, benutzte der Mörder ein Fahrrad
Am 24. August Hal Meon erst Darmstadt verlassen. Der Umstand, daß er nicht in seine Wohnung zurücktehrte, hatte schließlich zu seiner Entlarvung geführt. Er hatte damals eine Wohnung in einer ruhigen Seitenstraße im nördlichen Stadtteil oon Darmstadt inne, und da feine Hauswirtin als Schwerleldende im Krankenhaus untergebracht ist und nur morgens eine Aufwärterin kam, konnte er ungestört die Mordtat vollbringen. Auf feiner Flucht von Darmstadt wandte sich Meon nach Gotha, wo er wenige Tage darauf von einer Dame aus Darmstadt bei der er einmal eine Zeil lang gewohnt hatte, zufällig im Wartesaal des Bahnhofs gelehen wurde. In Gotha hatte Meon unter falschem Namen in einem Hotel gewohnt und wurde dort, einige Tage fuäter, nachdem diese Spur bekannt geworden war, festgenommen und in Untersuchungshaft nach Darmstadt gebracht. Immerhin waren seit Bekanmwerden der Mordtat bis zur Verhaftung des Mörders über 14 Tage vergangen. Meon hatte sich in ber Zwischenzeit den Lebens, unterhalt durch Diebstähle verschafft, und wäre sicherlich nicht vor neuen schweren Verbrechen zu- rückgeschreckl. wenn er nicht ergriffen worden wäre.
Gleich nach Belanmwerden der Täterschaft Meons vesä-äftigle sich die Deffentließen viel mir ihm und feinem Vorleben. Er ist der Sohn geachir ler Ellern; fein Vater, der vor einigen Jahren gc ftorben ist, war ein wohlhabender Bäckermeister in Bensheim an ber Berastraße. Meon» Muster hat in der Inflationszeit fast ihr ganzes Vermögen verloren und nur unter großen Entbehrungen dem Sohne Mittel zu feinem Studium der Chemie |en den können; jetzt ist sie körperlich und seelisch ganz zusammenyebrochen. Das Geld, das Meov von Hause erhielt, hat er oerpraftt; er halle eigenllich schon längst sein Studium ausgegeben und wahrend der Inflationszeit dunkle Geldgeschäste tv trieben, durch die er die Mittel zu seinem schwelge rischen Lebenswandel sich oerschafsle. Aber das ge nügte noch nicht; er betrieb auch einen umsang reichen Fahrraddieb stahl Meistens enlwen bete er die Räder in der Technischen Hochschule, wo er als Student Zutritt hatte und keinen Argwohn erregte. Das gestohlene Gut wurde In Nachbar flöhten abgesetzt. Auch das zum Forttchafsen der Leiche der Ermordeten benutzte Fahrrad «ar qr stöhlen. Außer Fahrarddiebstählen werden Meon noch andere Diebstähle und Betrüge r el en zur Last gelegt: es wurden u. a. Sachen bei ihm entdeckt, die er während seiner Flucht in Eise nach gestohlen hat. Die ermordete Anna Gillmann, die Tochter eines Gärtnereibesißers in Wirbels k'rchen (Saargebiet), die als Stutze in Frankfurt tätig war, wollte ihren Erholungsurlaub im Oden nrnlb verbringen. Meon hatte sie erst am Tage ihrer Ankunft in Darmstadt fenncngelemt, an sich qelorft und sie umgebracht, um sie zu berauben. Er hat ihr an barem Gelbe 30 Mark abgenommen
Der Mörder ist längere Zeit auf feinen Griftes zu stand untersucht worden, und zwar wie es heißt, mit dem Ergebnis, daß er für feine Tat uerantroori lich gemacht werden kann
Heute begann vor dem Schwurgericht in Darm stadt die Verhandlung; es sind hierfür drei Taae vorgesehen Die Anklage lautet auf Mord und Diebftahl. Es find etwa 30 Zeugen auffleboten. Bemerkenswert ist, daß außer Darmstädter Saä, verständigen auch der Gerichtschemiker Dr. Popp Frankfurt und der bekannte Serualpsychologe Sani tätsrat Dr. Magnus HirfchfeId -Berlin geladen find.
Der Raubiiberfall Im Zuge.
fch Marburg, 5. Mai. Wegen »er • suchten Raubmordes ftemb heute bet 25 3c&te alte Kaufmann Karl Reicharbt au» Salzgitter vor dem hiesigen Schtvurgerichil Reicharbt. her in feinem Ärrufe wiederholt Schiss- bruch erlitten und zuletzt durch eine Schwindel- ficma das wenige Barvermögim berloi-en hatte, kam am 8. März nach Kassel Zmiächsk trug er sich hier mit ©clbftmorbge'ianllcn. bann beschloß er. durch einen Raubüberfall sich in den Besitz bc» nötigen Geldvk zu setzen. Zu diesem Zwecke fuhr er wiederholt nach Hannoverisch»Münden, versah sich dort mit einem Hammer und einem Revolver und gab bann Postanweisungen a n seine eigene Abresse in Kassel auf. Hierdurch wollte er erreichen, daß ein Gekbbriefträ- g e r ihn besuchen mußte, den er bann feiner Barschaft berauben wollte. Vcm diesem Plan nahm er aber Abstand und löste am 12. Rlärz eine Fahrkarte 2 Klasse Don Kassel nach Gunters- hausen. Zn demselben 'Abtell sah ber Maschinen- inspekwr Erich Dettmar aus Kassel. Zwischen Wabern unb Zimmersroda zog Reicharbt plötzlich feinen RevvlDer und schoß zweimal aus Dettmar dem die eine Kugel in den linken Kiefer, die zweite oberhalb de» Herzen« in bie Drust branq. Droh dieser schweren Verletzungen gelang es Dettmar, die Rotbremse zu zich«n unb den Zug zum Stehen zu dringen. Reicharbt würbe darauf f e st g e n 0 m m e n. Soweit kurz ziert — der Tatbestand. Ausschlagaebend für bte heutige Verhandlung war das ärztliche Gutachten, nach dem der Aageklaate, dessen TJalet tn einer Zrrenheilanstalt gestorben ist. geistig minderwertig bezeichnet wird. Auf Antrag bet ärztlichen Sachverständigen wurde Reicharbt seci)s Wochen zur Beobachtung in bie Lan- besheilan stakt Marburg überwtefen.
Zwei Tobesurkeile.
WSR. Frankfurt a. M., 5. Mai. Zn hem Prozeß wegen der Ermordung des Kriminalbeamten Sack beantragte ber Staatsanwalt gegen ben Angeklagten Öen« bie Todes st rase mit bauerndem Ehrverlust, gegen Corty 5 Zahre Gefängnis unb An rechnung her 5 Monate Llnterfuchurigsdast, wobei er ben Geschworenen zu erwägen gab, ben Angeklagten bedingt zu begnadigen. Der Anklag»ver- tretet hält beide Angeklagten im Sinne ber Anklage für schuldig. Hinsichtlich Corty ist bei hem Antrag zu berücksichtigen, daß gegen ihn d,e Fürsorgeerziehung eingereicht ist. Der Gerichtshof verurteilte die Angeklagten Anton Sen« und Heinz Corty wegen gemeinschaftlichen Mordes in Tateinheit mit versuchtem schweren Raube, unb zwar Gen« zum Tobe und dauernden Ehrverlust, Corty zu 3 Zähren Gefängnis. Die bei der Tat benutze Pistole unb die Munition würben eingezogen Corty wurde eine 5jährige Bewährungsfrist zu- gebilligt.
WSR. Frankenthal, 5. Mai. Boin hiesigen Schwurgericht wurde heute nachmittag am zweiten VerhandlungStage ber Separatistenführer Zrmscher wegen dreifachen Mordes dreimal zum Tobe unter Aberkennung ber bürgerlichen Ehrenrechte verurteilt Der An- geklagte nahm das Urteil ruhig an.
Billigkeit
Mchkeit
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inenUl-StraÄeajcane, Handbuch . für jeden Kraftfahrer unentbehrl


