Ausgabe 
6.1.1926
 
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Betrieb der GrubeFriedberg" am Dünsberg. Dieser Tage wurden dem Jubilar aus Anlaß der Jubelfeier von der Verwaltung der Bu- derus'schen Werke die goldene Aadcl und ein ansehnliches Geldgeschenk überreicht.

Strafkammer Gießen.

* Gießen, 5. Jan. Unter Ausschluß der Oef° sentlichkeit wurde gegen den Schreiner Fr. R. von

Gießen wegen Sittlichkeitsverbrechens verhandelt. Das Schöffengericht hatte ihn seinerzeit zu zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Die Strafkammer er« mäßigte die Strafe unter Freisprechung in einem Falle aus 1 Jahr 3 Monate Gefängnis.

Der Kaufmann S. M. von Gießen war wegen Konkursvergehens zu zwei Monaten Gefängnis ver­urteilt worden. Die Strafkammer billigte ihm mil­dernde Umstände zu und erkannte auf eine G e l d - strafe von 100 0 Mark.

Turnen, Sport und Spiel.

Die neuen süddeutschen Fuhball-Bezirksmeister.

Heber Erwarten früh hat der Süddeutsche Fuß- ballverband vier seiner Bezirksmeister berausge- gebracht. Lediglich der Bezirk Main, in dem sich noch der Frankfurter Fußballsportoerein und oer Hanauer Fußballklub von 1893 um die Siegespalme streiten, ist noch im Rückstand und wird vor dem dritten Januarsonntag kaum seinen Tabellenersten nominieren können.

Die Namen der vier neuen Meister, Bayern München, Karlsruher F u ß b a l l o e r e i n, Verein für Rasenspiele Mannheim und Fußballverein Saarbrücken haben sämt­lich einen guten Klang. Bayern schlug die Könige der Nürnberg-Fürther Fußballhochburg aus dem Felde, der K. F. V., ehemals Deutscher Meister, kam erst 1924 aus der Kreisliga und errang in einem beispiellosen Triumph sofort wieder die Spitze seines großen Bezirks, und Mannheim ist bisher der ein­zige Klub, dem es gelang, seine Meisterschaft aus dem letzten Jahre erfolgreich zu verteidigen, es sei denn, daß sich der Frankfurter Fußballsportverein ebenfalls wieder mit Meisterlorbeeren schmücken kann. Heber den Fuhballverein Saarbrücken gehen die Meinungen auseinander. Der Tobellenzweite, Sportverein Mainz 05, hätte wohl ohne die im ent­scheidenden Stadium eintretende Verletzung seiner besten Spieler bei der Vergebung des ersten Platzes ein ernstes Wörtchen mitgesprochen. Fest steht jeden­falls, daß sich die in den Bezirken führenden Ver­eine fast durchweg gleichwertig waren, wie denn auch die neuen Meister nahezu sämtlich nur mit einem einzigen Punkte die Oberhand behielten. Be­sonders schmerzlich mag das für den Altmeister, den 1. F. C. Nürnberg, sein, und auch Phönix Ludwiys- hafen sah schon wie der sichere Sieger aus, als im letzten Augenblick die zu Herbstbeginn beinahe aus- sichtslos im Rennen liegenden Mannheimer von Sieg zu Sieg eilten und, wie so oft in den Vor­jahren, mit dem knappsten Vorsprung vor dem Ri­valen vom andern Rheinufer die ersehnte Spitze erlangten.

Nicht mehr lange und der Kampf um die Süddeutsche Meisterschaft entbrennt. Die drei besten der fünf Bezirksmeister haben die Berechtigung zur Teilnahme an der höchsten Ehre, die der D.F. B. au vergeben hat, der Deutschen Fußballmeisterschaft. Wer sich für diese Kämpfe qualifizieren wird, ist schwer oorauszusagen. Mit Ausnahme der Saar­brücker, welche der Routine der alten Meisterklubs noch nicht gewachsen sein sollten, hat jeder der Be­zirksmeister, einschließlich der mainische Vertreter, die beste Chance das hohe Ziel zu erreichen. B.

Um die BezirksNgameisterschast in Hessen-Hannover.

tz. Ein ausgefallener Sonntag! Sport Kurhesfen Kassel ausgefallen. D. f. D. KurhessenMarburg Dorufsia Ful­da ausgefallen! Die in Frage kommenden Platze 'waren nicht spielfähig. Somit läßt die Entschei- , düng um die Meisterschaft, die In der erstgenann- \ len Begegnung hätte fallen können, wieder auf - sich warten. Aach Verfügung deS Verbandes soll der Dezirksmeister am 1. Februar 26 ermittelt fein und gemeldet werden Ganz geringe Ver­schiebungen im Stärkeverhältnis (lies Punktever­hältnis I), auf Grund der noch auszutragenden Spiele tonnen Komplikationen eintreten lassen, die die Ermittelung des Meisters bis zum vor­genannten Termin umnöglich machen. Das der­zeitige schlechte Wetter kann diese mißliche Lage noch verschärfen. Es wäre nicht mehr wie recht gewesen, wenn die Behörde das Spiel kurzer­hand auf einen neutralen Platz angeseht hätte. Diesbezügliche Verhandlungen waren auch in Kassel im Gange, scheiterten aber an dem Wider­stande »Sports". Warum? Sollte Sport" die Situation ausnutzen wollen, um auf Grund seiner jetzigen Tabellenaufführung infolge Terminnot am grünen Tisch als Meister erklärt zu werden? Das wäre menschlich, aber nicht sportlich ver­ständlich Wir aber müssen unserem Wunsche treu bleiben, daß der wirklich Beste uns Hessen- Südhannoveraner vertreten soll, und der sollte im Spiel ermittelt werden. Noch ist die Be­hörde in der Lage, der Situation durch entspre­chende Maßnahmen die entscheidende Wendung zu geben, derart, wie sie im Interesse der Sache des Sports liegt. So und nicht anders!

Der Marburger Platz ist ein Tlnterwasser- vlatz, die Spielabsage ist deshalb verständlich. Ein weiteres Verbandsspiel war nicht vorgesehen. Kurhessen" Kassel verstand es in letzter Stunde, ein Privatspiel mit Spielv. Kassel «luszutragen, und gewann zu knapp 2:1. Die Tlebrrlegenheit des Altmeisters zeigte eine grö­ßere Differenz gegenüber den Spielveretnler, als sie das Torverhältnis wiedergibt.

DieKurhessen" probierten neue Leute aus und wechselten diese und die Aufstellung wäh­rend des Spiels aus mit dem Zweck, sich den letzten Schliff für die bevorstehenden Großkämpfe anzueignen. Ihre Mannschaft machte im übrigen einen sehr wohlgepflegten Eindruck, der für das zukünftige Abschmeiden das Beste erhoffen läßt. Man kann ruhig und mit Recht sagen:Kur­hessen würde der würdigste Meister sein, ob auch der (in den Spielen um den Verbandstitel) er­folgreichste, das steht Heuer nock nicht fest. Sport konnte sich In seinen Meisterjahren wenig­stens immer mit einem besseren Platz und einer, wenn auch nur zahlemnähig (gemessen an Punk­ten), besseren Leistung präsentieren. Das nur nebenbei! Durch den Ausfall der Punktefpiele hat sich die Tabelle naturgemäß nicht geändert. Wir registrieren nur kurz die Tabellenspitze: Sport" Kassel 23 Spiele 83:31 Tore 37 Punkte Kurhessen . 22 98:19 36

Fußball in Mitteldeutschland.

In den mitteldeutschen Fußball- meisterschaftSspielen erlitt der vorjährige mitteldeutsche Meister V. s. B.°L e i p z i g wie­derum eine Niederlage mit 2:4 durch dieSport- freunde. In Dresden verlor GutsmuthS

3:4 gegen Brandenburg. In Magdeburg be­deutet das 3:4°Spiel Fortuna Viktoria 96 eine ^leberraschung. Die Jenaer Spielver­einigung verlor im Weimar gegen den S. C. 1:5, S. Vg. Erfurt und die Sport°Dg. trennten sich 3:1.

Dom Schwimmsport.

Das in Hannover ausgetragene Wasserball­spiel zwischen dem deutschen Meister Hellas- Magdeburg und dem früheren Meister Wafferfreunde-Hannover wurde nach äußerst erbittert geführtem Spiel mit 4:3 von Hellas-Magdeburg gewonnen. Rademacher und Denecke waren in der ersten Halbzeit die Torschützen für Magdeburg, Karl Bähre für Hannover. Mit 2:1 führten die Hellenen zur Halbzeit, dann schoß in kurzer Reihenfolge Atmer für Hannover 2 Tore, und erst kurz vor Schluß konnte Amann durch einen verwandelten Straf­wurf den Sieg des Hellas-Magdeburg sicher­stellen.

Der Rekordversuch des deutschen Mei­sters Frölich im 100-Meter-Rückenschwimmen mißlang, da er nur 1:15,6 schwamm.

Der Hermannslauf

der Deutschen Turnerschast.

Rach einer vom Oberturnwart der Deutschen Turnerschaft soeben veröffentlichten Zusammen­stellung sind beim vorjährigen Hermannslauf insgesamt 15 547 Kilometer in 724 Stunden 35 Minuten von 137 000 Läufern zurückgelegt wor­ben. Für den Kilometer wurden durchschnittlich 2 Minuten 48 Sekunden gebraucht. Gegenüber den Läufen zuin Völkerschlachtdenkmal im Jahre 1913 mit einer durchschnittlichen Laufzeit von 3J2 Minuten für den Kilometer ist also eine Ver­kürzung um 24 Sekunden erzielt worden. Demnach hat sich also die Leistungsfähigkeit der Deutschen Turnerschast ganz erheblich gesteigert.

Die erfolgreichsten L. A.-Dereine 1925.

vo. Auf Grund des gleichen Maßstabes, der zur Ermittlung der10 Besten" diente, hat die D. S. B. jetzt auch die erfolgreichsten Vereine im Jahre 1925 errechnet. Zur Ermittlung der Reihenfolge wurde eine Punktwertung nach folgender Methode ange- wandt: Berucksichttgt wurden zunächst nur die Leistungen der Männer. Dann wurde festgestellt, wie oft ein Verein in der Liste der ,Lehn Besten" erscheint. Weiterhin erfolgte die Wertung in der Weise, daß der erste Platz in einer der 23 in Be­tracht gezogenen Hebungsgebiete gleich 10 Punkten, der zweite gleich 9 Punkte usw. galt, so daß dem zehnten Platz ein Punkt entspricht. Aus der Summe der dem Verein zugesprochenen Punkte errechnete sich die Gesamtpunktzahl. Auf Grund dieses Maß- stades der zweifellos nicht allen Leistungen ge­recht wird ergab sich folgende Punktw er- tung nach Vereinen: 1. S. E. Preußen- Stettin 86 P. (bei 11 Listenplätzen), 2. Polizei port- verein Berlin 54 P. (10), 3. Deutscher Sportclub Berlin 44 (6), 4. S. D. Hesfen-Preußen, Kassel 42 (7), 5. S. D. Phönix-Karlsruhe 41 (6), 6 Berliner Sportclub 40 (5), 7. S. E. Preußen- Krefeld 40 (5), 8. Ballspielclub Köln 39 (5), 9. S. V Kickers-Stuttgart 36 (5), S). S. V. Hamburg 30 (7), 11. V. f. B. Leipzig 50 (5), 12. S. V. 1860 München 20 (7), 13. S. V. Viktoria 96 Magde­burg 28 (5), 14. D. S. V. München 28 (5), 15. D. f. B. Stuttgart 26 (4), 16. S. V. Technische Hoch­schule Hannover 25 (4), 17. V. f. D. Breslau 22 (4), 18. S. E. 1880 Frankfurt a. M. 21 (4), 19. S. V. Jahn-München 21 (3), 20. S. V. Vik­toria-Hamburg 20 (3). Die Punktwertung nach Verbänden ergibt: 1. Süddeutscher Ver­band für Leichtathletik 338 P. (bei 64 Listenplätzen), 2. Westdeutscher Spielverband 243 (43), 3. Verband Brandenburgischer Athletikvereine 235 (38), 4. Nord­deutscher Fußballverband 181 (31), Baltischer Rasen- und Wintersportverband 118 (21), 6. Verband Mit- teldeutscher Ballspieloereine 114 (26), Südostdeut­scher L. A. Verband 36 (7).

Wirtschaft.

Handel und Gewerbe im Dezember 1925.

3it den Berichten der preußischen Handels­kammern über die Wirtschaftslage im Dezember wird u. a. ausgeführt: Die in der zweiten Hälfte des Jahres 1925 einsetzende W iri­sch aftskrise hat sich im Monat Dezember sehr stark ausgewirkt. Am besten charak­terisieren die Arbeitslosenziffern den Tiefstand der augenblicklicheir Wirtschaftslage. Die Zahl der Hauptunterstühungsempfänger in der Crwerbslosenfürsorge betrug im Reich am 1. Juli 1925: 195 000, am 1. Dezember 669 130, während sie am 15. Dezember schon auf 1057031 gestiegen war. Am 15. Dezember 1924 betrug sie 458 125, am 1. Juli 1924 240 766. Besonders litten unter der Krise der Ruhtckohlenbergbau und die Eisenindustrie, die Automobilindustrie, die Bekleidungsindustrie, der Daumarkt und die Industrie der Steine und Erden: auch das Ver­kehrsgewerbe wurde stark in Mitleidenschaft ge­zogen. Rur in einzelnen Zweigen des Rahrungs- mittelgewerbes, insbesondere in der Mühlen­industrie und der Fleischwarenindustrie, sowie in dem ober- und niederschlesischen Steinkohlen- und dem mitteldeutschen Braunkohlenbergbau war die Lage etwas besser. Auch die Tabakindustrte und der Einzelhandel zogen aus dem Weihnachts­geschäft einige Vorteile. Ob die zum Schluß des Monats eingetretene Hochwasserkatastvophe umfangreiche Schäden für das Wirtschaftsleben mit sich bringt, kann noch nicht übersehen werden.

9

* Stiebt. Krupp A.G., Essen. Die Verwaltung der Friedt. Kruhp A. G. teilt fol- genöeä mit: Mit dem 31. Dezember 1925 wurde

Verwaltung des Stahlwerks Annen aufgelöst. Die Rohstoff- und Halbfabrikate tmn>

I den von der hiesigen Rohstahlverwaltung über­nommen. Die Werkstätten mit Maschinen und Einrichtungen sind den Lagerwerkstätten bzw. dem technischen Bureau, die Wohnungen und Grundstücke der Wohnungsverwaltung unterstellt.

* 50 Millionen Dollar für den deutschen Stahltrust. Die Danksirma Dillon Read & Co. in Reuyork bestätigt, daß sie zur Finanzierung eines deutschen Stahltrustes eine Anleihe von 50 Millionen Dollar zuge­sichert hätte.

* Verkauf der Kvholyt-A.-G. aus dem Stinneskonzern. Wegen des Ver­kaufs der Koholht-A-G. haben mit einer von William Harrison geführten englischen Gruppe Verhandlungen stattgefunden, die zu einem posi­tiven Ergebnis geführt haben. Das Geschäft wird jedoch erst nach älnterzeichnung der Verträge, die noch in Aussicht steht, berfrft.

* Starker Rückgang der pol Nischen K oh lenausfuhr nach Italien. Die Aus­fuhr polnischer Kohle nach Italien hat infolge der hohen Zölle, die Italien als Gegenmaßnahme auf die polnischen Einfuhrwaren gelegt hat, einen jähen Abbruch erfahren. Dieser Sage begibt sich ein bekannter polnischer Kohlen-Jndustrieller nach Italien, um mit ^Interftutzung seines einflußreichen Bruders, der ein Mailänder Bankier ist. die Ausfuhr eines größeren Kohlen-Konttngents nach Italien innerhalb der nächsten Monate zu er­reichen.

Börsenkurse.

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug- Kur»

1-Uhr. Kur«

Schluh» Kur»

Anfang Sur--,

Datum: j

5.L

>

5. 1

6. 1.

5% Deutsche Reichsanleihe

0,191

0.200

0,1925

0,2025

4% Deutsche RetchSanleihe .

0.2225

0 22

3%% Deutsche Rcichöanlethe 3% Deutsche Reichsanletbe . Deutsche Sparprämtenan leihe

0 21

0 21.5

0.31

0,29 O.H'75

0 05 0.110

0,31

4% Preußische Konsolö . . .

4% Hessen...........

U.200

_

0.22

0,195

3'/e% Hessen..........

3% Hessen ...........

-

Deutzche Wertb. Dollar»Anl.

90 25

91.75

dto. Doll.-Schatz-Auireisng.')

98.25

98,5

4°/e Zolltürken.........

7.75

1

-

5% Gold Mexikaner ... .

43,62

1 -

-

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bank

138

137.25

-38,4*

96*

96

96 62*

Darmst. und Nationalbauk .

103,5*

103,2*

103.4*

Deutsche Bank.........

105'

101,6*

106'

Deutsche Dereinsbank ....

67

_

DtScomo Commandit Metallbank...........

103*

10?,7

103*

75

Mitteldeutsche Ereditbank. .

Oestrrrrichische Eredttanstalt.

94

_

92.25

92 5*

6*

6*

Weltbank ...........

0.03

-

Bochumer Gaß....... .

60 5

62

63,5*

Buderus..........

28

.29,4*

27.63

28,6

Karo ............

37.75

37,25

36,5*

DeutschLuremdurg......

Gelsenkirchener Bergwerke. .

59,9

63,5*

67.13*

60 62*

62.75*

67.4*

Haroener Bergbau.....

Kaliwerke AscherSIebeu....

88.6*

90.25*

89.21*

89 9*

90

93.5

89

91.7',

Kaliwerk Westeregeln. .. . .

90

96

91,5

95.62

Laurahütte....... * .

24

24,5

Oberbedarf...... » . .

Phönir Bergbau ......

Rhetnstahl...........

Nie deck Montan........

37 5*

37.9*

«1 25*

48,5*

70

60 62* 48.5 (19 25

62.75*

49,9*

TelluS Bergbau........

43

Hamburg.Amerika Paket. ..

Norddeutscher Llovd.....

94,5*

95,5*

94,5* M.5*

84,25* 95*

Theramtsche Werke Albin . .

Zementwerk Heidelberg . , ,

61 1

_

Philipp Holzmann......

1 39,6

40,5

39,12

_

Snglo-Tom-Guano.....

65 25

Badische Anilin........

Chemische Matzer Alapb, . .

106,2*

106,9*

106*

106,0*

Goldschmidt.........

Griesheimer Electron ....

w

48,5

105

105 5

107

Höchster Farbwerke......

Holzverkohlung........

105 9*

40.1

106,7*

105,5*

106,5

RütgcrSwerke .........

47,5

45

Scheideanstalt . ........

81,75

Allg. SlektrizitätS-Gesellschaft

84*

85,25

86*

Bergmann ..........

Mainkraftwerke........

65*

64

_

65,9

67*

Echuckett ............

54*

54*

55.4*

Siemens & Halske ......

67,5*

71*

68.25*

70,75*

Ädlerwerke Kleyer ......

24,75

25

24.25

24,25

Daimler Motoren.......

22,5

22,4

Hehltgenstacdt.........

14

__

Megum............

27

28,5

Motorenwerke Mannheim .

-

-

Frankfurter Armaturen - . .

16

Konservenfabrik Braun . . . Metallgesell'chaft Frankfurt. Pet. Union A.-G.......

*

85,5

51

l7,S

51

Schuhfabrik Herz......

19

--

Sichel..............

Zellstoff Woldbof.......

2,12

1

79

78.75

Zuckerfabrik Frankenthal . .

Zuckerfabrik Waghäusel . .

45

40

46,75

88,5

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

Banknoten.__

5 Ian.

6. Jan.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

Brief

Geld

Brief

Amft.-Roki

168,<9

169,21

168,6'1

169,08

Buen- Aires

1,734

1,-38

19.075

1,736

19.035

1,740

Brff-.Antw

19,035

19,075

Christiania.

85,'-7

85,49

85,16

85,38

Kopenhagen

103,72

103,93

103,78

104,04

Stockholm . Sttstngfors.

112.41

112,69

112,86

112,64

10,545

10,585

10.547

10,587

Italien. . .

16,925

16,965

16.94

16,98

Loudon. .

20,351

-0,401

2O.34S

20,398

Neuyork . .

4,195

4,205

1,195

4,20 >

Paris. . .

Schwei, . .

15,92

15,96

16,11

11,15

81,10

81,30

59,27

81 08

81,28

Spanien . .

59,18

59,28

59,42

yapan -. - Rio de Jan

1,820

1,824

1,82'

1,832

0,627

0.629

0.627

),629

Wien in SD.«

Oest. abgest

59,09

59.23

59,11

69,25

Prag ....

12,418

12,453

12,418

12,458

Belgrad . .

7,435

7,455

7,4:35

7,455

Budapest. . Bulgarien .

5,875

2,935

5,895

3,005

6,875

2,995

6,895

3,0u5

Lissabon

21,275

1,325

21 275

21,328

Danüg. . - Konstantin-

SO, .8

60.88

80 70

80.90

2,24

2,25

2,235

2,245

Athen- . .

5.41

5.46

5 56

5..-8

Canada. . .

4.489

4,199

4.189

4,11)9

Uruguay .

4,305

4,315

4,305

4,315

Berlin. 5 Ian

Geld

Bries

Amerikanische Noten .....

1,188

4.208

Belgische Noten ..... ,

Dänische Noten . ......

18,9J

103,49

20,812

19.09

101,01

20,412

Englische Noten........

Französische Noten .....

15,90

168,43

15 98

169.21

Holländische Noten.....

Italienische Woten ..... 1

16.915

85,11

58,94

16,995

85 53

59,24

Norwegische Noten......

Deutsch-Ocstcrr.,L 100 Kronen Rumänische Noten......

Schwedische Noten.....

Schweizer Noten......

112,12

81,03

69,00

12.38

112,68

81,42

69 80

12.44

Spanische Noten.......

Sfd>«öo{lorcaWtfc Noten ..

ungarische Noten. . ....

5,827

5,867

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

Frankfurt a. M., 6. Jan. Tendenz: Fest. Die Börse eröffnete auf fast allen Märkten in fester Haltung. Besonders lebhaft war das Geschäft am Montanmarkt, wo Kursbesse­rungen bis zu 3 Prozent erzielt wurden. Das Hauptinteresse wandte sich Phönix und Rhein­stahl zu. Auch Anilinaktien wurden etwas stärker gefragt. Hier regten die günstig fort­

schreitenden Verhandlungen mit der japanischen Farbenindustrie an. Schiffahrwerte und Clektrowerte waren ohne Geschäft, ebenso Bankaktien. Deutsche Anleihen lagen eine Kleinigkeit gebessert. Zucker aktien ver­kehrten fest, desgleichen Autoaktien (Daim­ler plus 1 Proz.). Maschinenwerte waren dagegen leicht abgeschwächt. Der Fr ei ver­kehr war bei etwas festeren Kursen umsatzlos. Benz 21 Proz., Brown-Doveri 51 Proz., Deut­sche Petroleum 46 Proz., Growag 37 Proz. Im weiteren Verlaufe konnten auch die anfangs vernachlässigten Märkte etwas profitieren, ins­besondere Schiffahrtsaktien vermochten sich int Kurse etwas zu heben, während Phönix später wieder 1 Proz. einbühten. Am Geldmarkt ist die Lage wieder außerordentlich flüssig ge­worden. Tagesgeld ist bereits mit 73Ä bis 81/«, Proz. angeboten. Monatsgeld je nach Adresse 9 bis lOVy Proz. Im internationalem Devisenverkehr war Paris gegen Lon­don mit 126,50 leicht abgeschwächt. Die übrigen Valuten sind unverändert.

Berliner Dors«.

iEigener Drahtberich, desGießener Anzeigers".)

Berlin, 6. Jan. Die nunmehr bestehende Sicherheit, daß es mit der F rade des deutschen Eigentums in Amerika vorläufig nichts wird und daß das dortige Parlament frühestens im Sommer d. I. sich mit der Vorlage befassen wird, hat der Spekulation die Grundlage für das letzthin lebhafte Geschäft in den davon betroffenen Werten entzogen. Schiff- f ahriswerte ebenso wie Baltimore, Canada und Berliner Handel lagen heute vernachlässigt. Dafür traten Montanwerte stärker in den Vordergrund. Es fanden anscheinend Tausch-Ope­rationen mit Freigabewerten statt. Montanwerte besserten sich prozentweise. Dies trug auch mit dazu bei, die Stimmung für die übrigen Märkte freundlicher zu gestalten, so daß die Börse einen günstigen Charakter trug. Anleihewerte, wie Reichsanleihe, Preußische Konsols ufw. waren eben­falls stärker gefragt und lagen beträchtlich über den gestrigen Schlußkursen. Die Nachfrage nach Erd­öl a k t i e n hielt an. Der ungünstige Eindruck der Freigabeangelegenheit wurde ausgeglichen durch die überaus günftige Lage des Geldmarktes. Tagesgeld war bereits zu 7 bis 9 Prozent und noch darunter angeboten. Monatsgeld 9,5 bis 10,5 Pro« äent. Im Devisenverkehr stellte sich Paris gegen London unter kleinen Schwankungen auf 126, Warschau gegen Kabel 8,5. Die Reichsmark notierte in London 20,37, Paris 6,23, Amsterdam 59,20.

5taiüfuricr Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener AnzeigerS"§ Frankfurt a. M., 6. Jan. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 25,50 bis 25,75, Avggen, inlänb. 17,50 bis 18, Sommergerste! für Drauzwecke 22,50 bis 25. Hafer, inländ. 18,50 bis 21,50, Mais gelb 21 bis 21,50. Weizenmehl, inländ.. Spezial 0 41 bis 41,75, Roggenmehl 26,25 bis 26,75, Weizenklsie 11 bis 11,25, Roggenklere 11,25. Tendenz ruhig.

berliner Produktenbörse.

Berlin, 5. Jan. Nachdem vormittags im Ber^ lmer Produktenhandel auf Grund der festeren Preismeldungen eher höhere Preise genannt wur­den, kamen zu Beginn des amtlichen Mittagverkehrs seitens des Inlandes etwas vermehrtes Angebot heraus, teilweise sogar zu ermäßigten Offerten. Auch meldete Liverpool eine schwächere Anfangsnotiz. Im Zeitgeschäft war die Geschäftstätigkeit im großen "ftd Lanzen ruhig. Die Preise für Weizen wie auch für Roggen liegen unverändert. Weizen gewann für Frühjahrsmonate je 0,5 Mk., Roggen eröffnete un­verändert. Gerste ruhig. Die Preislage in Hafer ist unverändert hoch, der Absatz daher sehr schwach. Mehl still, Futtermittel ohne beachtenswerte Schwankungen. Es wurden notiert: Weizen, mär­kischer, 250 bis 256, Weizen, pommerfcher, 250 bis 256, März 276 bis 278, Mai 282 bis 285; Roggen, märkischer, 149 bis 156, Roggen, pommerfcher, 149 bis 156, März 182 bis 184, Mai 191 bis 193,5; Gerste, märkische, 187 bis 214; Futtergerste 156 bis 170; Hafer, märkischer, 162 bis 173, März 184; Weizenmehl 33,25 bis 36,75; Roggenmehl 23 bis 24,75; Weizenkleie 11,4 bis 11,6; Roggenkleie 9,75 bis 10,25; Viktoriaerbsen 26 bis 33; kleine Speise­erbsen 22 bis 24; Futtererbsen 20 bis 21: Pelusch. ken 18 bis 19; Ackerbohnen 21 bis 22. <

Büchertisch.

.,D a s Theate r", die bekannte tHu* strinle Halbmonatsschrift (Verlag Berlin W 9), beginnt mit dem soeben zur Ausgabe gelangten ersten Januar-Heft ihren 7. Jahrgang. Gleich mit dem ersten Heft dokumentiert diese Theater- zeitschrift wieder _ die Vielseitigkeit ihres Be­strebens, die amüfante ÄnterAltung mit dev ernsthaften Betrachtung zu verbinden. Der Llntev- Haltung dient eine Rundfrage an die Schau« spielerwelt über das ThemaDer Schau­spieler als Publikum" mit dem Zweck, festzustellen, ob unsere ersten Künstler gern in# Theater gehen, was sie gern sehen und tote iHv Verhältnis als kritischer Betrachter zu den Lei­stungen der Kollegen ist. Eine Reihe von Ant­worten der bedeutendsten Künstler und Künst­lerinnen der Berliner und Wiener Theater be­leuchten das Problem in Vers und Prosa, in Scherz und Ernst. Aus der Fülle der mehr kritischen Betrachtungen des Heftes ist der Ein­leitungsaufsatzAmerika und das euro­päische Theater" hervorzuheben, den eine» der bekanntesten amerikanischen Dramatiker int Anschluß an eine europäische Studienreise ge­schrieben hat, und der außerordentlich wertvolle Streiflichter auf die amerikanische Anschauungs­weise, aber auch auf das europäische Theateu fallen läßt.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Amschau".) Donnerstag, 7. Januar:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 6 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchestersr Operetten-Nachmittag. 6 bis 6.30 Uhr:Das Aben­teuer in der Silvesternacht" von E. Th. A. Hoff- mann. 6.30 bis 7 Uhr: Stenographischer Fortbtt- dungskursus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts). 7 dis 7.30 Uhr: Ueberttagung von Kassel: Vortrag von Intendant Walter Sieg:Die Wil« lensschwäche als tragisches Motiv, eine dramatur« gische Studie zum Hamlet". 8 bis 10 Uhr: Drama« Uscher Abend. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertr« gung aus Berlin: Tanzmusik der Berliner Fund, kapelle.