Ausgabe 
5.2.1926
 
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Steuer noch nicht orsaßien Umsätze für bie Zeit vom 1. April bis September 192u in zwei Zielen nach­erhoben werden soll.

nd. Kohden, 3. Febr. Bei der Verpachtung der hiesigen G e in e i n d e j a g d auf 9 Jahre erhielt die N i d d a e r I a g d g e s c l l s ch a f t, zu der auch der Pächter der Jagd in dem fiskalischen i)arbmald, Grobindustrieller Merton in Frankfurt a. M. gehört. bCTi Zuschlag für den bisherigen Pacht- prcis von 250 Mk. jährlich. Die hier seit etwa fünf Jahren bestandene landwirtschaftliche Bezugs- und A b s a tz g e n 0 s s e n s ch a f t, der auch mehrere Landwirte von Michelnau angehörten, hat in st^er Generalversammlung am Sonntag die Auflösung beschlossen.

Kreis Aricdberg.

ss. Friedberg, 4. Febr. Der Militär- und Beteranen-Derein, der älteste und stärfste der hiesigen militärischen Vereine, hielt im Vereinslokal unter Leitung des 1. Vorsitzenden, Oberst S 0 idan , seine diesjährige .Hauptversamm­lung ab. Mit Befriedigung konnte festgestellt wer­den, dast sich das Bereinsleben, das eine Zeitlang dar. iederlag. in der letzten Zeit wieder sehr ge­hoben hat, allerdings sind es meistens die älteren Kameraden, die sich wieder um die Fahne scharen, während der Beitritt und die Teilnahme der jün­geren Kameraden noch sehr zu wünschen läßt. Es kamen zuerst die geschäftlichen Angelegenheiten, Rechnungsablage, Vorstandswahl usw., zur Erledi­gung: der seitherige Vorstand wurde durch Zuruf miedergewählt, lieber den Stand der Errichtung eines Ehrenmales für die Opfer des Weltkrie­ges machte der Vorsitzende die Mitteilung, dast bis jetzt die Summe von etwas über 5000 Mk. zur Ver­fügung stände, da diese Summe aber keinesfalls ausreiche, um etwas einigennahen Würdigesk zu schaffen, müsse die Sache vorerst noch verschoben werden. Zur Feier des Volkstrauertags am 28. Fe­bruar war man der Ansicht, daß man die Vereine Friedbergs zu einer gemeinsamen Feier in der Stadtkirche einladen'sollte, oon einer Feier auf dem Ftiedhose glaubte man absehen zu können, da eine solche erst vor kurzem an dem Totensonntage statt­gesunden hat.

> A u s der nördlichen Wetterau, 4. Febr. Auch in hiesiger Gegend bietet die Winter­saat ein recht erfreuliches Bild. Der Dezem­ber- und Januarfrost im Wechsel mit Tauwetter kannte den jungen Pflänzchen keinen Schaden zu- fügen, so daß die Landwirte mit dem gegenwärtigen Stand des Wintergetreides sehr zufrieden sind. Die schlimmste Zeit für die Saat steht jedoch noch be­vor. Es sind die häufig recht harten Frühjahrs- frvste.

(2 Nieder-Florstadt, 4. Febr. Eine rohe T i e r q u ä l e r e i ift jetzt zur Anzeige gekommen, so dast der Täter seiner Bestrasung entgegensieht. Als das Eis noch brüchig war, jagte ein Knecht, der aus dem Hosgut Wickstodt beschäftigt ift, einen Hund aus dieses in die überschwemmten Wiesen. Am Rande trug das Eis, aber gegen die Mitte hin brach das iier ein und verendete unter kläglichem Gejammer. Der Unmensch rühmte sich noch seiner Heldentat, so daß bald der Tatbestand festgestellt werden konnte. Den Hund hatte sein Herr bei einem Gang nach Ossenheim mitgenommen. Der An­teil an Ortsbürgernutzen wird von Jahr zu Jahr geringer. Während es noch vor 2 Jahren auf das Los 3 Raummeter Hartholz (U Meter Buchen­scheit und 1i Meter Knüppel) gab, gibt es dieses Jahr im ganzen nur 1,2 Raummeter (0,7 Buchen- fcheit und 0,5 Knüppel). Auch der Anteil an Reisern ist bedeutend geringer geworden. Die Ursachen dieser kleinen Rationen liegen darin, daß hier durch Ein­kauf das Ortsbürgerrecht erworben werden kann und die Anzahl der Ortsbürger nicht festgelegt ist. Im Frieden war dieser Zugang sehr gering, denn das Einkaufsgeld betrug 357 Mk. In der Inflation aber hielten die jeweils angesetzten Beträge nicht Schritt mit dem Wert, der erreicht wurde, und es wurden sehr viele Anträge gestellt und genehmigt. Nach der Stabilisierung konnte man für 50 Mk. das Ortsbürgerrecht erwerben, bald aber wurde der Be­trag auf 250 Mk. erhöht, so daß jetzt die jährlichen

Zugänge durch Einkauf wieder gering sind. Einer­seits hat sich die Anzahl der Ortsbürger erhöht, andererseits ift die Ertragsfähigkeit unseres Waldes verringert. In der Inflation wurden verschiedene kleine Sonderfällungen gemacht, besonders aber eine größere von einigen hundert Festmetern ging über die Leistungskraft unseres Waldes und muß nun an den etatsmäßigen Fällungen eingespart werden.

B. R 0 dheiin v. d. H., 4. Febr. Dieser Tage hat die Freiwillige Feuerwehr eine Abendunterhaltung im Saale des Gast­hausesZur Eisenbahn' veranstaltet, die sehr gut besucht war. Zur Aufführung kamen meh­rere Lustspiele und Szenen. Gleichzeitig wurde die neu hergestellte Vereinsbühne in Benutzung genommen. Die Feuerwehrkapclle erfreute durch mehrere musikalische 'Darbietungen. Am Dienstag unternahm der hiesige C v a n g e l. Frauenverein eine Besichtigungsfahrt nach Frankfurt a. M.. an der sich 39 Dereinsinitglie- der beteiligten. Der ..Evangelische Volisdienst- Frankfurt a. M." hatte die Führung durch die Anstalten und Wohlfahrtseinrichtungen der 3 neren Mission übernommen. Auch in die Fürsorgearbeit an der in die Großstadt von auswärts kommenden weiblichen Fugend, wie Bahnhofsmission, Bahnhofsheim. Stadtmission, wurden die Frauen eingeführt. 3m Diakonissen­haus begrüßte der Leiter. Pfarrer Petrenz, die Erschienenen und warb um neue Liebe zum Diakonissen beruf. Den Abschluß bildete eine Be­sichtigung der Sachfenhäuser Lutaskirche mit den berühmten Wandgemälden des Frankfurter Künst­lers Wilhelm S t e i n h a u s e n. Leider sind die segensreichen Einrichtungen der Inneren Mis­sionsarbeit unserer evangelischen Kirche in der Großstadt viel zu wenig in den oberhesstschen Gemeinden bekannt, die int Umkreis von Frank­furt liegen und mit der Großstadt täglich in Berührung kommen. So wurde auch jetzt von den Leiterinnen der Mäöchenheime immer wieder an Hand von Beispielen bestätigt, daß viel Groß- stadtelend auf die Unwissenheit und Unerfahren­heit derer zurückzuführen sei, die von auswärts in die Stadt kommen. In dieser Feststellung liegt für die Iugenderzieher unserer Land­gemeinden die Aufgabe, der Belehrung durch die Anschauung den nötigen Buchdruck zu ver­leihen und die Wohlfahptseinrichtungen mit der ihnen anvertrauten Iugend selbst zu besichtigen, was sich mit geringen Auslagen (Fahrpreis­ermäßigung) ermöglichen läßt.

Kreis Schotten.

lg. 6 e ö e r n , 4. Febr. (Aus dem Gemeinde- r a t.) Auf Antrag wurde der Volksschule ein steuerfreier Theaterabend .zur Deckung der Kosten des Epidiaskopes bewilligt, zumal der Apparat auch zu volksbildnerischen Zwecken zur Verfügung steht. Dem hiesigen Zweigverein des V. H. C. und der Freiwilligen Feuer­wehr wurde die Abhaltung oon Unterhaltungs­abenden für ihre Mitglieder für den 6. bzw. 14. d. M. genehmigt. Das Kreisschulamt ist an die Ge­meinde herangetreten wegen Beschaffung oon Räumlichkeiten und Kücheninventars für den ha u s- wirtschaftlichen Unterricht in der Mädchenfortbildungsschule. Dec Ge­meinderat ist der Ansicht, daß dieser Zweig des Unterrichts mehr für städtisch» Verhältnisse in Frage kommt. Auch gestattet die derzeitige Finanzlage nicht, dem Antrag zuzustimmen. Er wurde daher abgelehnt. Der Gemeinderat hat nach Prüfung der Beschaffenheit und Ertragfähigkeit die mitten im Gemeindegelände liegende R.e u ß w i e s e käuf­lich erworben. Für karnevalistische Veranstaltungen soll entsprechend dem Vor­schläge des Kreisamts eine lOOprozentige Ver­gnügungssteuer erhoben werden. Dieser Tage vollendete unser Mitbürger Karl Heun in voller Rüstigkeit, die ihm noch leichtere Arbeiten ermög­licht, sein 91. Lebensjahr. Er ist der älteste Einwohner unserer Gemeinde. Tierarzt Dr. Trimmel Juljr mit seinem Auto in der Nacht kurz vor Hirzenhain in voller Fahrt gegen einen Baum. Während der Wagen erheblich be­schädigt wurde, kamen die beiden Insassen, Dr.

Krimmel und Hospredigcr Widmann, außer einigen leichteren Verletzungen, mit dem Schrecken davon, mußten jedoch ärzliche Hilfe in Anspruch nehmen. Die De >1 lschc Bau- und Sied- l u ng sgemeinschaft in Darmstadl Hane Zu einem Vortrag hierher eingeladen, der sehr stark besucht war. Herr Burkhard-Gießen sprach über, das Thema:Wohnungsbau mit zinslosem Geld", zugleich auch über Zweck und Ziel der Deut­schen Bau- und Siedelungsgemeinschast. An den Vortrag schloß sich eine recht lebhafte Diskussion, in deren Verlaus zahlreiche, an den Vortragenden gerichtete Fragen geklärt wurden. Es folgte die Gründung einer Ortsgruppe, der sich ein gro­ßer Teil der Anwesenden anschloß.

-s- Hartmannshain, 4. Febr. Nachdem die Holzhauerarbeiten so ziemlich beendet sind, fin­den nun auch die ersten H 0 l z v e r st e i g e r u n - g en statt. Die erste staatliche Holzversteigerung unseres Bezirks wurde hier abgehalten. Die Preise waren als angemessen zu bezeichnen. Sie bewegten sich für 1 Raummeter Buchenscheit 1. Klasse zwischen 1012 Mk., für 1 Raummeter Buchenknüppel zwi­schen 79 Mk. Von mancher Seite werdet, aller­dings auch diese Preise noch als entschieden zu hoch bezeichnet. Sie liegen jedenfalls noch über dem Frie­densstand. Demgegenüber muß aber auch beachtet werden, daß der Geftehungspreis fast um das Doppelte gestiegen ift. Allein die Holzhauerlöhne be­tragen das Doppelte gegenüber den Friedenslöhnen. Darum ist der Tarif für 1 Raummeter Buchenscheit auf ID Mk. festgesetzt worden, währe,id er vor dem Kriege 6 Mk. betrug.

-S- Herchenhain, 4. Febr. In der Gast- imrtschastZur schönen Aussicht" sprach der Reichs­geschäftsführer der Evangelischen Volks- g emeinfchast, Pfarrer Weidner- Ober-Lais, über die Kreditnot der, Landwirtschaft und die neue Kreditkation des Reiches. Er verbreitete sich in mehr­stündigem Vortrage sehr eingehend darüber. Die Zuhörer folgten den interessanten Ausführungen mit gespannter Aufmerksamkeit.

.Kreis Alsselv.

0*=* Alsseld. 4. Febr. Eine össentliche Ver­sammlung des Hessischen Landbundes fand gestern dahier im großen Saale desDeutschen Houses" statt. Der Saal war derartig überfüllt, daß die Zuhörer bis auf die Treppe standen und die Zugänge zum Saal schließlich wegen UeberfüUung polizeilich geschloffen werden mußten. Beig. Land­tagsabgeordneter Dr. L e u ch t g e n s sprach über das ThemaDie wirtschaftliche Not Deutschlands Die steuerliche Not des Hessischen Volkes". Der Redner ging von den Ursachen der wirtschaftlichen Not Deutschlands seit der Revolution aus und suchte darzutun, daß das Reich und der hessische Staat mit ihrer Gesetzgebung daran schuld und für die derzeitige trostlose Lags der Landwirtschaft verant­wortlich seien. Seine Ausführungen gipfelten darin, daß der Einfluß der Großstädte gebrochen und die Landbevölkerung in der Regierung mehr zur Be­deutung gelangen muffe. Die steuerliche Belastung des hessischen Volkes bezeichnete der Redner als un­tragbar und verlangte die schärssten Sparmaß­regeln von Seiten der hessischen Regierung, insbe­sondere Vereinfachung der hessischen Staatsverwal­tung. Er schloß seine Ausführungen mit der Auf­forderung an die Landbevölkerung, sich gefchlossen hinter den Hessifchen Landbund zu stellen. Stürmi­scher Beifall der Versammlungsteilnehmer folgte den zweistündigen Ausführungen des Redners. Nach der Dtskusfion, in der eine Reihe von Einzelwünschen zum Ausdruck kam, wurde eine Resolution an- genommen, in welcher gegen das seitherige Wirt­schaftssystem aus schärsste protestiert und von dem Reich und dem hessischen Staat eine Abkehr von der seitherigen Gesetzgebung und äußerste Sparsamkeit auf allen Gebieten der Staatsverwaltung verlangt wurde.

0. Alsfeld, 3. Febr. Unter dem Vorsitz des Kreisdirektors Dr. Stammler tagte heute die diesjährige Kreislehrer-Konferenz im kleinen Saale desDeutschen Hauses". Kreisfchul- rat Huff erstattete den Jahresbericht über den Stand des Schulwesens im Kreise Alsfeld. Im Mit­telpunkte der Verhandlungen stand ein Vortrag

von Regierungsrat S ' r a ck Alsfeld über öic staatlichen Furjorgegesetze. Verhandlungen des Kreislehreroereins schloffen sich an die Konferenz an.

O Lehrbach. 4. Febr. Dieser Tage hielt der r i e g e r 0 c r e i n bei Kamerad Marrin Decher seine Generalversammlung ab. Präsident Kamerad Stroh bieß zunächst die zahlreich erschienenen Kame ­raden herzlich willkommen. Sodann wurde die Rech­nung verlesen 2md dem Rechner Kamerad H 0 h l - gans Enilastung erteilt. Durch die Versetzung von Kamerad Mehrer Stoll war der Pasten des Schriftsührers frei geworden. Kamerad Förster Henninger wurde einstimmig zum Rachsolger in diesem Amt gewählt. Kamerad Förster S e Jonne gedachte dann in einer Ansprache der Ge­fallenen: zu ihrem Gedächtnis erhoben sich die An­wesenden oon den Sitzen.

Starkenburg.

Darmstadt, 4. Febr. Der Offizier- und Regimentsverein des Feld- artillerie-Regiments A r. 2 5 in Darm­stadt hat einen Aufruf an die ehemaligen Re- gimentsangehörigen erlassen, den gefallenen Ka­meraden und den Regiment ein Denkmal zu errichten. Wie in dem Aufruf mitgeteilt wird, soll das Denkmal von dem Bildhauer Pros. Robert C a u e r in Darmstadt geschaffen werden. Der Entwurf stellt einen auf den Trümmern seines zujammengeschossenen Geschützes stehenden Kanonier des Regiments dar, der sich mit der Handgranate bis zum letzten Atemzuge vertei­digt. Der Sockel wird aus Granit bestehen, die Figur aus Bronze. Man hofft, daß das Denkmal bereits im Sommer dieses Jahres ent­hüllt werden kann. Eine Bereinigung hessischer Münzsammler hat sich hier gebildet, die sich zur Ausgabe gestellt hat. alle Münzsammler Hessens zu vereinigen und durch geistige Anregung, wie Borträge. Ausstellun­gen usw. Interesse für das Münzsammeln zu wecken und zu fördern.

Rheinhessen.

WSR. Alzey, 4. Febr. Bei Bauartxüten wurden hier in der Ribelungenstraße zahlreiche mit Knochenreste gefüllte Urne n auf gesunden, die aus dem ] 3. Jahrhundert v. Ehr. stammen und von Brandgräbern herrühren.

Rundsunkprogramm.

Samstag, 6. Januar:

3.304 Uhr: Die Stunde der Jugend: Aus dem deutschen Liederkranz (Lindervorträge Frankfurter Schulen). 4.306 Uhr: Nachmittagskonzert des Hausorchesters: E. Th. A. Hosfmann. 66.30 Uhr: Die Lesestunde (für die reifere Jugend):Meister Reinecke" von Carl Ewald. 6.306.45 Uhr: Der Briefkasten. 6.457 Uhr: Stunde der Frankfurter Bereinigung für Heimatkunde. 77.20 Uhr: Steno­graphischer Fortbildungskursus für alle Systeme (Diktat von 80 Silben aufwärts». 7.308 Uhr: Stunde des Frankfurter Bundes für Volksbildung: Strömungen in der modernen Bühnendichtung", Vortrag von Dr. Herzfeld. 89 Uhr: Heiterer Abend. 910 Uhr:Von Schauspielern". Anschlie­ßend bis 12 Uhr: Übertragung aus Berlin: Tanz­musik der Berliner Funkkapelle.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitisch? Gemeinden.

Isr. ReligisnsgeMeinbe. Gottesb. i. d. Synagoge (Südanlage). Samstag, 6. Februar 1926. Vorabd. 5.15, morg. 9.00, abds. 5.35 u. 6.15.

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Die Gestaltung des asiatischen Kontinents.

Auf Einladung der Oberhessischen Gesell­schaft für Ratur- und Heilkunde (naturwissen­schaftliche Abteilung) sprach Professor Dr. K. Leuchs aus Frankfurt im Großen Hörsaal des Physikalischen Instituts über die Gestaltung des asiatischeit Kontinents. Der Vortragende ging, um in ganz großen Linien die Entwicklung zu skizzieren, von den geophysikalischen Grundlagen des Erdaufbaues aus und schilderte den für den asiatischen Kontinent bestimmerrden Wechsel zwi­schen Perioden von Epirogenefe und Orogenese. Der Wechsel der Transgressionen läßt sich etwa zusammengefaßt formulieren als ein Kampf zwi­schen Land und Meer, der mit dem Siege des Landes endete. Aelteste Landkomplexe werden anaesetzt im Angaraland, im Tarirnbecken, auch teilweise in China. Im Tcrtiärstadium erfolgt die Vereinigung des Aord- und Südkomplexes, wöbet dieser aber in Bruchstücke gegliedert wird. Vorderindien wird mit dem Angaraland ver­schweißt. Charalteristisch sind in der geologischen Bildung die Lieberschiebungen der Gebirge über das Vorland. Dies gilt vor allem für den Himalaya. Bogenformen bilden sich um die alten Landkerne herum. Dazwischen tritt in mobilen Zonen die Bildung von Kettengebirgen auf. Von großen Senkungen im Innern ift in erster Linie der Baikalsee zu nennen, der die tiefste Cinsentung auf kontinentalem Boden überhaupt darstellt. Seit dem Ende des Paläozoikums wirkt sich die Abtragung großer Eesteinsmafsen aus. Ein erheblicher Teil blieb a : dem Lande liegen. Kontinentale 2lblagerungcn bilden sich G. Mächtigkeit von mehreren tausend Metern. Dre SedMente ihrerseits lassen Rückschlüsse auf öie Gebirgsbildungen zu. Sehr charakteristisch erichemt m diesem Zusammenhang die geringe -inefe per umgebenden Meere. Die Angaraschich-- ten lallen aud) Hypothesen auf die Klimabildung pU. Dte altere Zeit mit ihrem Kohlenreichtum

dürfte entsprechend mild und feucht gewesen sein, die Mittelzeit niederschlagsärmer, vielleicht wüstenhaft. In der Iurazeit endlich wieder humides Klima mit Kohlenbildung: der Wechsel zwischen humiden und aridem Schichten hat sich bis in die Gegenwart fortgesetzt. Die Rand- gestalmng des Kontinents kennzeichnet sich im Gegensatz zu früheren Perioden durch Tiefsee­gräben (neuere japanische Lotungen ergaben fast 10 000 Meter) und die Inselketten, die der Rand­bildung des Festlandes folgend vorgelagert sind. So etwa stellen sich, in ganz groben An­deutungen, die entwicklungsgeschichtlich-geologi­schen Grundlagen des östlichen Kontinentes dar, dessen heutige Formen als das sicher noch nicht endgültige Ergebnis eines außerordentlich lang­wierigen, genetischen Prozesses zu gelten haben. Der Bortrageickte erläuterte seine sehr aufschluß­reichen, auf tiefgreifender, spezieller Sachkennt­nis beruhenden Darlegungen an Hand des ein­schlägigen Kartenmaterials und mit einer Reihe von Lichtbildern, die teils graphisch-schematische Zeichnung<i., teils LandschafIsaufnahmen von einer zentralasiat'schen Forschungsreise Wiedergaben. Hier waren insbesondere die vulkanischen Ein- wirlungen, die für die kontinentale Gestaltung von großer Bedeutung sind, und sehr umfang­reiche, den Zentralgebirgsstöcken vorgelagerte Vergletscherungen als illustrative Verdeutlichung des Gesagten von Interesse. Im Anschluß an den Vortrag fand eine Diskussion über Spe­zialfragen des behandelten Themas statt.

Trübner-Anekdolen.

Georg Scholz erzählt imKunstblatt", das Paul Westheim leitet, allerlei ergötz­liche Geschichten vom großen Karlsruher Meister.

Trübner sagte einmal über seine Meisterschüler an der Karlsruher Akademie:Wiffe' Se, meine Schul' kommt mir als vor, wie ein Friseurladen: wenn mer drauß' vorbei kommt, denkt mer Wun­

der, was geschafft wird. Wenn mer aber reinschaut, dann sieht mer, daß der Friseur fünfmal mit der Schere kleppert, bis er einmal zuschneidet. Grad so ist es bei bene Maler: Sie fummele* fünfmal mit em Pinsel, wo mer einen richtigen Strich mache' müßt, und dabei glaube sie Wunder, was sie g'schafft habe'!"

Im Jahre 1912 hatte der Worpsweder Vinnen eine Protestschrist gegen die französische Kunst ver­saßt. Galeriedirektoren wurden angegriffen, weil sie flüchtige Skizzen" undAtelierreste" von Van Gogh und Cezanne, schlechte Bilder von Manet und Re­noir für horrende Summen gekauft hätten. Unter der großen Anzahl von Unterschriften der Leo Putz, Franz v. Stuck usw. fand man auch Wilhelm Trüb­ner: ,Jch stimme voll und ganz ihrem Proteste zu!" Kurz daraus erschien von Berlin aus ein Gegen­protest oon dem Kreise um Liebermann, Slevogt usw. Auch hier war Trübner mit einer Korrektur seines ersten Standpunktes vertreten. Als im Cafe die Rede auf diesen Doppelprotest kam, meinte er harmlos:Jo, wisse' Sie, wie ich den ersten Protest gelese' hab', Hut er mir ganz gut gefalle, und da hab' ich ihn unterschrieben, als mir aber die Ber­liner Herre' ihren Protest geschickt haben, da hat der mir noch besser gefalle und da hab' ich den auch unterschriebe'!"

Ein andermal:Mit bene Maler, bes sich so: wann sie vor dem Modell male, dann gucke' sie zwei Minute lang mit schrägem Kopf verliebt ihr Bild an und dann wieder ganz kurz nach dem Modell. Ein Kohlenjchipper braucht zum Aufloden der Kohlen auf die Schaufel mehr Zeit, als um die Kohlen forl- zuwerfen. Grad' so ist's mit der Malerei: die Maler müßte' das Modell zwei Minute' angucken und dann ganz kurz dos, was sie gesehe' habe', aufs Bild schmeiße'!"

In Karlsruhe einKünstlersesi" dec Akademie. Große Aufregung: Ein Iriibnerfdniler hat seine Ge­liebte mi(brachte, ein ehemaliges Modell! Die Ball-

mütier (ohne die gab es in Karlsruhe kein Künstler fest) scharen sich um den Vorsitzenden des Ausschusses der Studierenden. Ultimatum:Wenn die merkwürdige Dame nicht sofort verschwindet, ver­lasse' wir unter Protescht mit unsere' Töchter den Saal!" In diesem Augenblick kommt Trübner. Der Vorsitzende setzt ihm verzweiselt die Lage ausein­ander. Der Maler mit seiner Geliebten sitzt peinlich isoliert an der Saalwand. Die Ballmütter flüftern triumphierend:Jetzt schmeißt der Herr Proseffor Trübner selbst das Frauenzimmer raus!" Der sech­zigjährige Trübner geht steifbeinig durch den Saal auf das isolierte Paar zu, verbeugt sich vor der Dame und tanzt mit ihr den ersten Walzer.

Im Cafe wurde Trübner ein Oberleutnant a. D. vorgestern, derauch malte", auf eigene Faust.

Der Herr Oberleutnant:So, so! Ja. Don Ihnen habe ich auch schon was gesehen, ganz nett! Aber gefällt mir doch nicht so recht!"

Trübner sah ihn listig an und meinte:Aha, ich hab' wohl kein Talent?"

Talent s Ohne Frage, ein gewisses Talent ist da! Aber Sie müssen die Pinselstriche verreiben, wirkt sonst scheußlich!"

Trübner:So, meine' Sie, ich müßt' noch um­lerne'? Ich glaub' aber, ich bin zu alt!"

/r3u alt? Nur nicht die Flinte ins Korn schmei­ßen! Kann immer noch was werden!"

Trübner:Na, das isch mir doch e Beruhigung!"

So fand Trübners phrafenloje Sachlichkeit als Mensch und Künstler nicht viel Resonanz beim Bür­gertum. Wie sicher über ihn und sein Werk geurteilt wurde, zeigte ein preußischer Regierungsrat: Komme ich da inne Ausstellung, hängt da an der Wand ein grüner Klecks. StehtTrübner" drunter! Winke ich mir den Bonzen oon der Aus­stellung mal ran:Soll'n das da kosten?" Sagt der Mann:10 000 Mark". Sage ich:Mein lieber Herr, das verkaufen Sie nie, das sage ich Ihnen, Oberregierungsrat Berkow, verstanden!"

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