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toi 258 Drittes Blatt______________Siebener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhellent_________Mittwoch, 3. November 1926

Aus Natur und Technik

ist dies insbesondere dann der Fall, wenn sich ein Stoff nur an einem einzigen Ort in gröberen Mengen findet, wenn hier Mutter Erd« mehr spendet als benötigt wird, und wenn es sich darum handelt, diesen Stoff entsprechend den jeweiligen Anforderungen des Bedarfs über weite Strecken zu verteilen.

Ein derartiger Fall liegt bei den natürlichen Heliumquellen Rordamerikas vor, wo dieses Gas in beträchtlichen Mengen aus dem Boden ent-

Die Dampfmaschinen, dafür stehen aber ungeheure also Wärmemengen kostenlos zur Verfügung.

Hm bei den verhältnismäßig geringen

len sicht trotz ihrer großen Erfolge noch in der An- fangssttifc. Aber schon heute erslyeint uns die ultra­violettes Licht ausstrahlende Quarzlampe als eine Art neuzeitliche physikalischeWunderlampe Aladins".

Schon seit geraumer Zeit führt man diese des Ausgleiches. Man hat nun herausgefunden,

Hebung in der Weise durch, daß man entweder daß das Meerwasser eine solche Aufspeicherung

den Schiffsrumpf vollständig abdichtet und ihn von selbst besorgt. Die tropischen Gewässer haben mit Luft füllt, oder daß man an ihm Luft- nämlich einen das ganze Jahr fast gleichbtei-

behälter befestigt. Das Schiff steigt dann von benden Wärmegrad von etwa 25 Grad Ceb

selbst an die Meeresoberfläche empor und wird sius. Denkt man sich eine Flüssigkeit, die bei von den Behältern mit nach oben genommen, einem noch niedrigeren Wärmegrade verdampft, Anstatt der Luft verwendete man auch andere z. D. Salmiakgeist, so tonnte man also mit Gase, wie z. B. Azetylen usw. Die Benutzung von | der Wärme des Meerwassers Dampf erzeugen Helium gewährt den Vorteil, daß man die ~

Technische Rundschau.

Von Dr. Helmut T h o m a s i u s.

Die Rohstoffe, die die Ratur der Menschheit und damit der Technik zur Verfügung stellt, sind, von wenigen Ausnahmen abgesehen, sehr un­gleichmäßig über die Erde verteilt. Das führt zu allerlei Schwierigkeiten wirtschaftlicher, poli­tischer und nicht zuletzt technischer Art. Es bietet einen eigenen Reiz, diesen Zusammenhängen in

Eilende Welten.

Don Professor Dr. Küfiermann.

.Euer Gegenstand ist dec erhabenste freilich im Raume' aber, Freunde, im Raum wohnt p.e Erhabenheit nicht!" ruft Sch Her den ©ternlunM- gen zu, und vielleicht ist die hierin liegende Mah­nung heute noch notiger als damals, innerhalb jeder Wissenschaft und gerade auch innerhalb Der Sternkunde muh unter heutigen Umstanden das rein Handwerksmäßige einen immer größeren Raum einnehmen. Die Genauigkeit der Beobach­tung wird immer weiter getrieben, die Rechnungen nehmen einen immer größeren Umfang an, und es ist kein Wunder, daß über der meisterhaften Handhabung dieses wissenschaftlichen Rüstzeugs der Gegenstand, dem dieser auf die Spitze getrie­bene Scharfsinn gilt, ab und zu mehr als billig in den Hintergrund tritt.

Um so erfreulicher ist es, daß es neben Der gelehrten Tagesarbeit doch nicht an weittragenden kühnen Gedanken fehlt, die uns mitunter unge­ahnte Aussichten in die unendlichen Weiten her Welt eröffnen. Und wie fast durchweg in der neueren Raturforschung, ist der Ausgang in win­zigen Unstimmigkeiten von Meßergebnissen zu suchen. Der gewissenhafte Gelehrte ruht nickt, bis er solche kleinen Widersprüche in den Messungen beseitigt bat, und sollte er darob auch die ganze Welt in Bewegung setzen müssen.

Solche Gedanken gingen mir durch Den Kopf, al» mich kürzlich Professor Courvoisier, Pro­fessor der SternkunDe an der Berliner Universi­tät sstemwarte in Reubabelsberg, in sein Reich einführte. Dieser Gelehrte halte die Beobach­tung gemacht, daß sich in der Bestimmung der Sternörter, die eine Hauptaufgabe deS Stern­forschers ist, kleine Abweichungen ergaben, je nach­dem, ob er sein Fernrohr unmittelbar gegen den Himmel richtete, oder das Sternenlicht erst von

ein niederländischer Physiker, die Ansicht Der- | fochten, daß jede schnelle Bewegung von einer winzigen Zusammenziehung in der Bewegungs­richtung begleitet fei; allerdings ist diese An­sicht späterhin zugunsten der Ensteinschen Rela­tivitätstheorie wieder verlassen worden. Cour- voisier nimmt sie nun wieder aus und kommt zu folgendem Ergebnis: Wenn wirklich die schnelle Bewegung der Erde eine Zusammenziehung in Der Bewegungsrichtung zur Folge hat, so wird da­durch die Anziehungskraft der Erde, Die wir ja bekanntlich als Schwere empfinden, nach Große unD Richtung geändert. Denn von der Gestalt Der Erde hängt ihre Anziehungskraft ab. Da nun aber infolge der Drehung Der Erde um ihre Achse im Verlauf von 24 Stunden immer andere Gegenden der Erde an Die Stirnseite Der Bewegung kom­men. und derselbe Erdpunkt bald vorn, bald an der Seite, bald hinten ist, so muß ein ^regel­mäßiger Wechsel der Schwerkraft nach Größe und Richtung hie Folge fein. Einen solchen Wechsel hat nun Courvoisier durch verschiedene sowohl phyfikaftsche als auch astronomische Beobachtungen festgestellt. Er verglich z. D. den Gang der Pendel­uhren, die ja durch Die Schwerkraft in Gang ge­halten werden, mit dem anderer Uhren, ebenso auch, und zwar durch funkentelegraphische Ver­gleichung, den Gang von europä'schen und ameri­kanischen Uhren. Er verglich ferner Die Richtung nack bestimmten Sternen, d e ja im Raume fest- steht und nichts mit der irdischen Schwerkraft zu tun bat. mit der Richtung nach dem Scheitelpunkt, dem Punkt gerade über uns. der uns die Richtung Der Schwerkraft angibt. Das Ergebnis aller dieser Versuche war stets das gleiche: Die beobachteten Messungen sind am einfachsten und leichtesten verständlich, wenn wir eine Geschwindigkeit der Erde von 750 Kilometer in der Sekunde annehmen. Richt nur die Geschwindigkeit, sondern auch Der Zielpunkt der Bewegung ergab sich, auf so ver- denen Voraussetzungen die einzelnen Messungen

De- I und ihn in nutzbringende Arbeit umsehen. Frei- Zn- lich werden sich damit keine so hohen Dampf- be» I drucke erzeugen lassen wie bei Den neuzeitlichen

)ä(ter verhältnismäßig klein machen kann, olge seines geringen spezifischen Gewichts itzt das Gas ja einen starken Auftrieb. Arbeiten werden durch seine Verwendung beträchtlich erleichtert und beschleunigt. .

3n welchem Umfange sich dieses Verfahren Wärmegraden eine möglichst hohe Ausnutzung Eingang verschaffen wird, läßt sich heute noch Der Maschinen zu erreichen, kann man durch nicht übersehen. Es vermindert Die Kosten der Riederschlagen des Auspufsdampfes in einem Ausspeicherung, ist aber nur in geringem Maße besonderen Verdichter erreichen, daß Der ver- geetgnet, Die Vorräte zu vermindern, Die sich | dichtete Dampf /Den nachfolgenden Auspuffdampf

einer Quecksilberoberfläche zurückwerfen und erst so in fern Fernrohr gelangen ließ. Aus Grund bestimmter physikalischer Ueberlegungen kam er zu Der Annahme. Daß eine schnelle, mit Der Licht- ?eschwind.gkeit von 300 000 Kilometer in Der <5e= unde vergleichbare Bewegung des Spiegels eine ganz kleine Abweichung in Der Zurückwerfung des Lichtes zur Folge habe. Die Erfüllung Der Vor­aussetzung Der Vergleichbarkeit mit Der Lichtge­schwindigkeit ist natürlich keine Kleinigkeit; Denn selbst Die Bewegung, die Die Erde in ihrem Umlauf um die Sonne ausführt, hat nur eine Geschwindigkeit von 30 Kilometer in der Sekunde, also dem zehntausendsten Teil der Lichtgeschwin­digkeit. was zu einer merkbaren Aenderung in Der Richtung des zurückgeworfenen Lichtstrahls noch nicht genügt.

Zur Prüfung seiner Ansichten stellte Cour­voisier einen ungemein einfachen Versuch an: 3m Uhrenkeller der Sternwarte richtete er zwei Fern­rohre so auf eine spiegelnde Quecksilberobers lache, daß das Fadenkreuz des einen Fernrohrs gerade ün Dem des andern erschien. Das Fadenkreuz des Fernrohrs ist bekanntlich Der Festpunkt, der allen Messungen zugrunde liegt. Er beobachtete nun, daß das Fadenkreuz des einen Fernrohrs im Verlaus eines Tages um das des andern herum- «wanderte. Diese Erscheinung erklärt sich nach Courvoisier folgendermaßen: Wenn wirklich eine schnelle Bewegung des Spiegels eine kleine Ab­änderung in der Art der Spiegelung zur Folge hat. so muh natürlich eine Aenderung Der Dewe- gungsrichtung auch eine kleine Aenderung in Der Richtung des zurückgeworfenen Strahls bewirke.^. Nehmen wir nun eine schnelle Bewegung Der Erde vn. so bleibt zwar deren Richtung an und für sich dieselbe, sie ändert sich aber im Verhältnis 511111 Deobachtungsraum, denn dieser dreht sich ja in­folge der Drehung der Erde um ihre Achse im Verlauf von 24 Stunden einmal herum. Cour­voisier maß nun genau Die Größe Der Abweichung des zurückgeworfenen Lichtstrahls und stellte so durch seine mathematische Theorie fest, daß sie durch eine Bewegung der Erde mit einer Ge­schwindigkeit von nicht weniger als 750 Kilometer in der Sekunde veranlaßt fein könne. Wenn sich Die Erde nun aber wirklich mit dieser Geschwin­digkeit bewegt, so ist das nur dadurch möglich, daß nicht nur Die Sonne und die Planeten, sondern auch Die Rachbarsonnen dieselbe Bewegung aus- führen. Unter Rachbarsonnen verstehen wir dabei alle Fixsterne, die wir mit bloßem Auge oder mit Dem Fernrohr am nächtlichen Sternhimmel wahrnehmen, Denn alle diese Sterne bilden bie sogenannte Milchstrahenwelt, die die ganze unfern Sinnen zugängliche Welt umfaßt, mit Ausnahme Der sogenannten Spiralnebel, d e aller Wahr­scheinlichkeit nach ihrerseits auch solche riefen- haften Gebilde sind wie unsere Milchstrahenwelt. Da durch sehr genaue und durchaus zuverlässige Mefsungen feftgeftcllt ist, daß sich diese SpircU- ncbeltoelten uns nähern oder sich von uns ent­fernen, und zwar mit Geschwindigkeiten, Die etwa ebenso groß sind wie Die von Courvoisier für Die Milchstrahenwelt angenommene, während wir «anderseits genau wissen, daß die Bewegungen innerhalb der Milchstrahenwelt sehr viel lang­samer sind, so sind die Anschauungen Cour- voifiers von Der Bewegung der Milchstrahenwelt von vornherein ke ncswegs unwahrscheinlich.

Courvoisier stützt nun diefeDehauptungen durch 'eine große Zahl anderer Messungen, Die auf ganz unDeren Grundlagen beruhen, aber im großen «und ganzen doch zu demselben Ergebnis führten. .Schon vor länger als 20 3ahren hatte Lorentz.

einzelnen Fällen nachzugehen, von Denen uns hier nur Die technischen interessieren. Vor allem zeigt sich, daß die eben erwähnte ungleichmäßige Verteilung geeignet ist, die Technik vor neue und oft sehr schwierige Aufgaben zu stellen. Es

durch Ausnutzung Der natürlichen Gasquellen ansammeln. Das in Die Luftkästen eingeführte Helium geht ja nicht verloren, sondern steht nach gelungener Hebung wieder zur Verfügung. ^Man steht also nach wie vor Der schwierigen äragc gegenüber, wie man Den Reichtum ausbewahren soft, sür Den man immer noch keine richtige Ver­wendung hat. Zu Dem großzügigen Entschluß, das GaS vorerst verloren gehen zu lassen und erst später wieder mit Der Aussammluna zu be­ginnen. wenn man es braucht, kann man sich nicht Durchringen. Man weih ja nicht, ob Die Quelle nicht eines Tages versiegen wird.

Zunächst wurden Millionen von Stahl- zylinDern hergesteftt, in die man das Gas unter Druck hineinpreßte. Es zeigte sich jedoch, daß aus den Ventilen dieser Zylinder im Lause eines 3ahres etwa 15 v. H. des 3nhalts entwichen. Cs haft nichts, daß man Die Ventile äußerst genau arbeitete, daß man bei ihrer Herstellung feinste Präzisionsarbeit leistete. Die Unmassen von Zylindern kosteten viel Geld. Außerdem aber verstieß das ganze Verfahren gegen einen wirt­schaftlich-technischen Grundsatz. Oders.äche und Gewicht eines Behälters Dürfen nicht in einem Mißverhältnis zu seinem 3nhalt stehen.

Man schlug vor. riesige Tanks aus Blech, ähnlich unseren Gasbehältern, zu bauen. Aber selbst Im wagemutigen Land Amerika scheint sich niemand an diese gewaltige Arbeit gewagt zu haben. Wie soft man auch einen solchen Koloß kontrollieren? Er muß aus zahlreichen Platten zusammengesetzt werden, Die miteinander zu ver­löten sind. Werden die Lötstellen halten? Welche «Schwierigkeiten würde es machen, undicht ge­wordene Stellen aufzusinden? Also versuchte man gar nicht, diesen Gedanken in die Tat um»

liche Anbringung oder auch Wegnahme von Schrift, ober Druckzeichen. Selbst wenn sie so sorgfältig ent­fernt sind, baß bas bloße Auge nichts mehr von ihnen bemerkt, so genügen übrlgblcibenbe Spuren doch noch zum Aufleuchten im ultravioletten Licht. Da nun früher Papier eine kostbare Ware war, so wurden häufig alle Schriftlichen ausradiert, um neuen Platz zu machen. Bisher war es leider nicht immer möglich, solche beseitigten Schriftzüge zu ent­decken, die bisweilen äußerst wertvoll waren. Auch hier leistet uns die ultraviolette Wunderlampe wert­volle Dienste. Da die Reste der alten Tinte oder Farben im ultravioletten Licht gewöhnlich eine an­dere Farbe zeigen als die neue Tinte, so läßt sich die ursprüngliche Schrift durch geeignete Maßnah­men, z. B. durch Ausschalten der neueren Tinte mit geeigneten Filtern, oft beinahe vollständig auf bie photographische Platte brinaen. Die Durchforschung der Bibliotheken nach diesen Grundsätzen dürfte sicherlich ganz überraschende Eraebnisse bringen. In Paris wurde einmal ein Gernälve von Rubens ver­kauft, dessen Echtheit bei einem späteren Prozesse selbst von mehreren Sachverständigen nicht mit Sicherheit feftgelteUt werden konnte. Da deckte bie Quarzlampe in Der rechten unteren Ecke bie leuch­tenden Striche des Namens Rubens auf, von dem im Tagslicht nur einige schwache Striche zu sehen waren, die man aber auch ebensv gut als einen an­deren Namen hätte deuten können.

Nicht merkwürdiger, aber vielleicht in wirtschaft­lichem Sinn wertvoller ist es, daß auch Edelsteine und Perlen nach ihrer Herkunft verschiedene Farben- erscheinungen in ultraviolettem Licht zeigen, so daß auch solche Fälschungen, wenn man ihnen mit ultra­violettem Licht nachgeht, nicht verborgen bleiben | können. Die Untersuchung mit ultravioletten Stroh-

auch beruhen. Doch in guter Uebereinstimmung. Eben Diese Uebereinstimmung ist Dec stärkste Be° I weisgrund für Die Courvoisiersche.i Anschauungen. Ob sich Diese Anschauungen enDgültlg bewahr­heiten werben, kann bei Der Neuheit Der ganzen Untersuchungen noch nicht gesagt werden. 3hre Bedeutung aber ist unbestreitbar; für Den Phy- I fiter, weil sich Die Anschauungen Courvoisiers mit Denen Der Relativitätstheorie nicht bereinigen lassen, für Den Astronomen, weil sich ihm Durch Diese kühnen Untersuchungen Der Blick in un­geahnte Welten auftut

Vie Aufdeckung von Fälschungen durch ultraviolette Strahlen.

Von Ingenieur Karl Trott.

Die für das Auge unsichtbaren, an das violette Licht angrenzenden, alsultraviolett" bezeichneten Strahlen haben die Eigentümlichkeit, sich beim Auftreffen auf manche Stosse in sichtbares Lickt zu verwandeln und dadurch diese Stoffe selbstleuchtend zu machen. Die Erscheinung wird durch gleichzeitig austressendes fremdes Licht jedoch überdeckt, so daß sie nicht immer nach Gebühr beachtet worden ist. Man muß also dafür sorgen, daß nur bie nltravio- letten Strahlen auf den zu untersuchenben Gegen­stand fallen, die andern jedoch ferngehalten werden, was man durch sogenannte Filter erreichen kann. I So gibt es z. B. flüssige Filter aus Kupfervitriol, das man mit einer Methylverbindung vermischt in ein parallelwandiges Glas füllt. Nun ist es der Hanauer Ouarzlampengesellschaft gelungen, auch ein ©las herzustellen, das nur die ultravioletten Strahlen durchläßt, allen andern aber Den Weg ver­sperrt, so daß es infolgedessen natürlich schwarz aus­sieht. Dieses Glas ist nun ein zweckmäßiger Filter für bie ultravioletten Strahlen. Als Lichterzeuger dient eine Quarzlampe; denn Glas ist ultravioletten Strahlen gegenüber undurchsichtig und kann des­halb natürlich als Lampenwandung nicht benutzt werden. In her luftleer gepumpten Quarzlampe sendet ein im Ouecksilberdamps übergehender Licht­bogen ein an ultravioletten Strahlen besonders reiches Licht aus.

Hierdurch ergab sich nun ein reiches Feld für die Untersuchung Der Vorgänge beim Auftreffen von ultravioletten Strahlen. Es zeigte sich, daß eine ganze Anzahl von Stoffen sie in sichtbares Licht verwandelt, wodurch diese selbstleuchtend erscheinen. Da nun aber bie Erscheinung fast bei jedem Stoff in anderer Weise vor sich geht, so bietet sich hier die Möglichkeit der Unterscheidungen, die sonst unmög­lich wären. Merkwürdigerweise sind es oft gerade natürliche, organische Stoffe, die stark selbst leuchten, wohingegen Nachahmungen, und mögen sie noch so gut sein, diese Eigenschaft nicht haben; z. B. leuchten mit ultraviolettem Licht bestrahlte natürliche Zähne lebhaft auf, während ein falscher Zahn so braun wie Schokolade aussieht. Die Nägel an der «Hand er­scheinen milchig blau, die Haut erhält dagegen eine dunklere Färbung, obwohl beide im Tageslicht fleischrot aussehen.

Das verschiedene Aufleuchten im ultravioletten Licht bietet auch die Möglichkeit, verbrecherischen Fälschungen, z. B. Banknotenfälschungen, auf die Spur zu kommen, denn Papiere verschiedener Her­kunft zeigen, auch wenn sie für gewöhnlich völlig gleich aussehen, im Ultraviolett verschiedene Farben. Und da Banknotenfälscher immer mit anderen Pa­pieren, als den zu den echten Noten verwendeten, arbeiten müssen, ist die Fälschung sofort erkennbar. Aber auch bei echtem Papier merkt man bei der Bestrahlung mit ultraviolettem Licht die nachträg-

zusehen.

Dagegen hat man jetzt Die Zylinder be­trächtlich vergrößert, man hat sogenannteEin­heiten" geschaffen. 3eDe Einheit besteht aus Drei großen liegenden StahlzylinDem und vermag runD 70 000 Kubikmeter Heliumgas aufzunehmen. Das unter gewaltigem Druck hineingepreht ist. Dadurch ist Das Verhältnis Der Oberfläche und des Gew'chts xum 3nhalt günstiger gestaltet. An­statt einiger hundert Ventile finD nur Drei vor- Händen. Die Möglichkeit zu Gasverlusten ist daher beträchtlich herabgesetzt. Die aus Drei Zy­lindern bestehende Einheit ist auf zwei mit Rädern versehenen Drahtgestellen befestigt, bildet also mit diesem Gestell zusammen eine Art von niedrigen, aber sehr langen Eisenbahnwagen. Dadurch lassen sich rasch ganze Züge zusammen- stellen, die an Die Stelle gefahren werden können, wo man Helium braucht, sei es um Wracks zu heben oder Luftschiffe zu füllen.

Aehnlich wie beim Helium liegen die Verhältnisse an den Erdölquellen. Hier pslegt man schon fast seit den Zeiten ihrer Entdeckung Behälter zu bauen, in Die Das Oel hineingefüllt wird. Weithin ist in Pennsylvanien Der Boden mit solchen Oclbehältern bedeckt, Die man früher aus Metall herstellte. 3etzt verwendet man durch­weg Eisenbeton. Eine geringe Anzahl verhältnis- mäßig kleiner Behälter verursacht schon beim Dau mehr Kosten als ein einziger großer. Dann aber strömt. Gewaltige Schätze gingen hier feit ewigen I "süssen sie gleichfalls überwacht und wit Ein- Zeiten in Die Lust, Die erst in neuester Zeit wert» richtungen zur ^.^öutung von Feuer dcl eben voll wurden. 3m 3ahre 1895 wurde das Helium tperben. Beim plötzlichen (S..b:br:n einer reichen als selbständiger chemischer Grundstoff isoliert. Quelle erweisen sie sich viel;ach als zu nein. Aber auch Dann wußte man noch nicht, daß Die Droße Mengen des Erdöls laufen dann un» Gasquelle bei Fort Worth im Staate Tepas benu^t a&. . .

dieses seltene Element enthielt. Hier wurde es auch hier Schwierigkeiten in pejug auf

erst viel später nachzewieseN. Das Helium ist I Aufspeicherung De8 loitoaren Schayes. Die ein sehr leichtes Gas, nur unerheblich schwerer ^e,r.toenL^n9. großer Srahlzylinder wie beim als Wasserstoff. Es hat vor diesem Den Dor- tzeftum ist hier nicht möglich, toeil fid; ja das zug, daß es nicht brennbar ist. Als sich daher Oel nicht wie dieses veroichten laßt. So bleibt Die Lufts Hiffahrt entwickelte, erschien es als das PuJreTn Hersteltting von Riesen-

gegebene Element, um den Wasserstoff zu er- I behältern. Aber auch davor schreat, der in ter­setz en. Man gewann es aus der Gasquelle in Aschen Dingen so kors^e Amerikaner zuruck, reinem Zustand und wußte zunächst nicht, wohin I ct.nr feiner Oelbehalter brennt, entsteht ein Damit. Dieser Schah muhte gehütet und muhte beträchtlich geringerer Verlust, als wenn ein aufbewahrt werden. Man verfügte Dort drüben Riesenbottich in Flammen auT ge.;t An Loschen zwar nod) nicht über lenkbare Luftschiffe. Aber ift ia tn Melden Hallen nicht zu denken. Run man zweifelte nicht, daß man sie bald besitzen g»bt es zwar Hilfsmittel genug, um eine Ent- würde. Deshalb Durfte vom Helium nichts mehr zundung Des 3nhalts mtt Sicherheit zu per- verloren gehen. Da erwarb man in aller Eile buten, aber ift einem öall_ »erjagen Diele 5)U|S» ein in Der Nähe gelegenes altes Bergwerk, mittel: wenn der Blitz einschlagt Die Salle von dessen Schächte und Stollen man auszernentterte. Blitzschlägen in Derartige Behälter find aber Auf Die Zementschicht wurde, um ein Entweichen I Ulten. Man will nun, ehe man

des Gases zu verhüten, eine Kupferschicht gal» I bas Risiko des Bau von Riefentanks übernimmt, dänisch niedergeschlagen. Run verfügte man über über einen einwandfreien Blitzschutz verfugen, einen riesigen Gasbehälter. Bald war er ge= I 3U Diefem Zweck wurde jetzt em eigenes techm- füllt. Und nun muhte man schweren Herzens das fches Komitee, Da8 f 1$ mit Dem Studium dieser Gas wieder in Die Luft entweichen lassen, Zki Der I Angelegenheit beschäftigen gegründet. Man Behälter nichts mehr aufnehmen konnte. bereits große Versuchsanlagen gescha fen.

Wie sich der Luftverkehr Der Zukunft ent- Einrichtungen zur Erzeugung großer künstlicher wickeln wird, steht heute yoch immer nicht mit | Dlihe wurden ausgestellt. Eine Anzahl kleinerer Sicherheit fest. Der Amerikaner ist davon über- I eigens erbauter Dersuchsbehailer wurde mit zeugt, daß dabei auch das Luftschiff eine große Dlitzschuhvorrichtungen Der. verfchteDensten Art Rolle spielen wird. Man muß also Vorsorgen und versehen und mit leicht entzundlicyen Flüssigkeiten das Helium weiter aufspeichern. Derartiges in I gefüllt. Man hofft auf diese Weise eine Coiung Massen aufgesammeltes Gas stellt aber ein totes I auch dieser technisch sehr schwierigen <jrage zu Kapital Dar, das nicht nur keine Zinsen ab» finden.

wirft, sondern dessen Verwaltung außerdem noch ------~

Kosten verursacht. Man muß Die Behälter über- Die Meerwasserwar'Me wachen und eine Reihe sonstiger Maßnahmen Grnffnüpfio

treffen, bie sich ohne einen Aufwand erheblicher JiCugiqueue.

Summen nicht durchführen lassen. Um nun diese Man hat schon oft versucht, natürliche Spesen zu verringern, kam man auf die 3Dee, Energiequellen, z. D. Ebbe und Flut oder Die nach weiteren technischen Verwendungsmöglich- Sonnenwärme, zur Kraftabgabe zu verwenden, leiten des Heliums zu suchen. Eine davon hat I Diese Energiequellen sind nämlich recht bebeu» nran bereits glücklich gefunden. Man hat eben tenD, nur beDürfen sie, wenn man sie wirtschaftlich I begonnen, es zur Hebung von Schissen zu be» I verwerten will, wegen ihrer Ungleichmäßigkeit nutzen. einer besonderen Aufspeicherung zur Schaffung