äetoiffermaßen nachzieht unb der Maschine bie Arbeit des Ausstohsns abnimmt. Zur Kühlung des Dampfes für das Niederschlagen dient das Wasser in größeren Tiefen des Meeres mit Wärmegraden von nur fünf bis sechs Grad Cet- fius. Die Aufgabe scheint lösbar zu sein, und man hat sich wenigstens im Entwurf bereits mit einer Anlage größten Stils von über 100 000 Pferdekräften befaßt. Um stets Wasser in ge- Tiügender Menge und nächster Aähe zu haben, soll die Anlage auf einem Floß hergestellt werden. Auf dem Floß wird dann von Dampfturbinen elektrischer Strom erzeugt und durch Kabel weiter geleitet. — Wie sich die Anlage in Wirklichkeit gestalten wird, bleibt freilich abzuwarten. Immerhin soll die Wirtschaftlichkeit, wie Professor Dornig in der „Gesellschaft der Ingenieure" in Mailand ausführte, gesichert sein, terrn die Kilowattstunde soll sich auf nur etwa zwei Pfennig stellen.
Wirtschaft.
Entwicklungstendenzen der Elekrlr^Ltä.swrrtscyo t.
Es scheint so, als ob die bisherige Zersplitterung auf dem Gebiete der Energiewirtschaft in absehbarer Zeit geregelteren Zuständen Platz machen würde, wie besonders die letzte Entwicklung bei der Elektrowirtschaft beweist. Bestimmend für diese Entwicklung ist die Notwendigkeit der Schaffung einheitlicher Grotzoerbrauchergebiete, die innerhalb ihrer Grenzen Gewähr für möglichst gleichmäßigen verbrauch bieten, in Verbindung mit der Notwendigkeit der cheranbringung dieser Großverbraucherbczirke an die günstigsten Erzeugungsstätten, die ihrerseits wieder untereinander zum Ausgleich ihrer Stromerzeugung in Verbindung stehen müssen. Es ist klar, daß angesichts des Riesenumfanges der hier kurz skizzierten Aufgaben die Zeit der kleinen, nur auf ein mehr oder weniger eng begrenztes Gebiet sich erstreckenden Elektrowerke wohl vorbei ist, da sich derartige Aufgaben nur von größten Unternehmungen lösen lassen. Selbst die Grenzen der Länder haben sich im Lause der Jahre für diese Art Gebilde, die sich teilweise schon sehr deullich abzeichnen, als zu eng erwiesen. Ueberall sieht man denn auch in West-, Süd- und Mitteldeutschland, daß die im Entstehen begriffenen sog. Elektrizitätsprovinzen, die vielfach schon ganz deutlich erkennbar find, sich nicht an kommunale oder Ländergrenzen hatten, sondern über sie hinausgehen, wenn es die wirtschafiiiche Notwendigkeit gebietet. Manche Kommunen und Länder (namentlich Preußen) haben sich dieser Entwicklung (teilweise unter wenig objektiver Ausnutzung ihrer Hohcitsrechte) entgegenzustemmen versucht. Nach dem jetzigen Stand der Dinge scheint es aber so, als ob in der letzten Zeit manche Schwierigkeiten bereitet wären und als ob man sich wenigstens grundsätzlich zu dem Gedanken einer einheitlichen Elektropolitik für das danze deutsche Reich bekehrt hätte.
Eine solche Einstellung ist schon deswegen notwendig, weil auch auf dem Gebiete der Elektrizitätswirtschaft internationale Verbindungen großen Ausmaßes nahe bevorzustehen scheinen. An ihnen ist auch Deutschland maßgebend beteiligt. Die Verbindung des großen rheinisch-westfalischen Stromverbrauchergebietes mit dem Wasierüberschuß der Alpen, die sich immer mehr zu der großen Elek- trokraftquelle Mitteleuropas entwickeln, ist nur noch eine Frage der Zeit, nachdem der Bau einer 220 000 Volt-Leitung vom Kölner Revier schon bis nach Süddeutschland gediehen ist, einem Anschluß an die Wasserkraftreservoire Voralberas, Bayerns und der Schweiz also nichts mehr im Wege steht. Für derartige Pläne ist nicht nur maßgebend die Verkoppelung gleich gearteter Verbrauchergebiete mit starken Erzeugungsstellen, sondern auch das Bestreben, die beiden hauptsächlichsten Stromerzeugungsarten (Wasser und Kohle) derart miteinander in Verbindung zu bringen, daß eine höchstmögliche Wirtschaftlichkeit in der Zusammenarbeit gegeben ist. Bisher arbeiten in der Hauptsache zusammen Länder mit Ueberschuß an Wasserkraft, und solche Länder, die wegen des Fehlens der Wasserkraft auf Kohlenstrom angewiesen sind, der sich aber vielfach im Betrieb nicht unerheblich teuerer stellt als Wasserstrom. Schon seit längerer Zeit bestehen derartige Verbindungen zwischen Schweiz—Frankreich, Kanada— vereinigten Staaten, Schweden—Dänemark usw. Je »tensiver der Zwang zur stärksten Rationalisierung für die großen europäischen Wirtschaftsstaaten wird, desto stärkere Fortschritte wird auch die Zusammenarbeit auf dem Gebiete der Elktrizitätswirtschaft machen, die aber — wie oben gezeigt — nur möglich ist auf der Grundlage möglichst großer und in sich geschlossener nationaler Elektrizitätsgebiete.
*
* Konkurse im Oktober. Die ständige Abnahme, die die Zahl der Konkurseröffnungen seit Mürz d. 3. allmonatlich erfahren hat, ist im Oktober zum erstenmal von einer kleinen Zunahme abgelöst worden. Es wurden, nach einer Zusammenstellung der Finanzzeit'christ „Die Dank", im Oktober 498 Konkurse eröffnet, gegen 473 im September und 503 im August. Die Zunahme wird mdes beinahe ausgeglichen durch den Rückgang. den sowohl die neuverhängten Geschäfts- aufsichten, als auch die mangels Masse zurückge- wiesenen Konkurse erfahren haben. Die ersteren haben sich von 150 auf 144. die letzteren von 154 auf 150 ermäßigt.
* S lernens Schuckert-Werke G. m. b. H. Zu den Gerüchten über eine Umwandlung der Siemens Schuckert G. m. b. H. in eine Aktiengesellschaft erfährt man von Derwaltungsseite: Dieser Gedanke sei so alt, to:e die Siemens Schuckert-Werke selber. Der Plan sei erörtert worden, sei aber immer wieder an der Steuerfrage gescheitert. Mit Rücksicht auf die neue Steuergesetzgebung wird auch neuerdings wieder erwogen, ob eine Umwandlung in Hinsicht auf die Kostenfrage jetzt möglich ist. Die früheren steuerlichen Borte'le der G.m.b.H.-Form sind verschwunden. Die A. G.°Form ist beweglicher und auch im Ausland bekannter, was für Finanzgeschäfte günstig fein könnte. Eine Entscheidung ist jedoch noch nicht erfolgt. Sollte die Umwandlung vorgeTwrnmen werden, so wird betont, daß alle Meldungen über einen hiermit in Verbindung stehenden Anschluß an andere Gesellschaften oder sonstige Fusionspläne aus der Luft gegriffen sind. Auch wird in dem Verhältnis der Gesellschafter keine Aenderung eintreten.
• Rordde utscher Lloyd, Dremen. Zu dem Barprogramm des Norddeutschen Lloyd wird nvtqctcilt, biß zunächst ein großer Dampfer von 35 000 Dr. R. T. in A ftr'g gegeben wird, dessen Daupreis sich auf 35 Mill. Mark beläuft.
• D i e Auflegung der Stinnes- anleihe in Amerika. Wie aus Rmyork gemeldet wird, werden die T3^« Mill. Dollar
7proz. Debenture-Donds der „Hugo Stinnes Industries" von dem amerikanischen Dankenkonsor- tium dieser Tage zur Zeichnung aufgelegt werden. Die Debenture--Donds haben bekanntlich eine Laufzeit von 20 Jahren. Der Emissionskurs beträgt 991/? Proz.
' Voigt L Häffner AG. in Frankfurt a. M. Rach entsprechenden Rückstellungen wird die Gesellschaft voraussichtlich lt. D. D. C. eine D v'dende von 10 Pro). (8 Proz.) verteilen.
- Die voraussichtliche Hackfruchternte im Deutschen Reiche. Die deutsche Hackfruchternte scheint nach einer Vorschätzung (Anfang Oktober 1926) allgemein erheblich geringere Erträge zu bringen als im Vorjahr. Der Gesamternteertrag in Kartoffeln wird auf 307,99 Mill. Doppelzentner gegenüber 417,18 Mill. Doppelzentner im Jahre 1925 bzw. auf 111,7 Doppelzentner pro Hektar gegenüber 148,5 Doppelzentner pro Hektar im Jahre 1925 geschätzt. Auch der gesamte Ernteertrag an Zuckerrüben zeigt einen Rückgang vo 10,326 Millionen Doppelzentner im Vorjahre aus 98,43 Millionen Doppelzentner bzw. 526,2 Dopepizentner pro Hektar im Jahre 1925 auf 244 Doppelzentner pro Hektar. — Das Runkelrübencrnteerträgnis wird mit 211,97 (247,52) Millionen Doppelzentner bzw. 292,1 Doppelzentner pro Hektar (i. V. 344 8 Doppelzentner pro Hektar) veranschlagt. Gegenüber den Dorkriegszisfern für das heutige Reichsgebiet ergeben sich noch weitaus größere Rückgänge.
* D i e landwirtschaftlichen Genossenschaften im Monat Oktober 1 9 2 6. Rach der Statistik des Reichsverbandes der deutschen landirirtscha tlichen Ceno'fenscha'ten waren am 1. Rovernber 1923 vorhanden: 103 <_en- tralgenossenftdaften, 20 791 Spar- und Darlehns- kassen, 4392 Bezugs- und Absatz e.wssenschaiien, 3877 Molkereigenossenschaften, 10 584 sonstige Genossenschaften, zusammen 40 052 landwirtschaftliche Genossenschaften. Der genossenschaftliche Zusammenschluß zur Der-ertung von Molkerei- Produkten hat im vergangenen Monat weitere erhebliche Fortschritte gemacht. Reu gegründet wurden 21 derartige Genossenschaften, denen ein Abgang von nur 4 Genossenschaften gegenübersteht. Bei den Spar- und Dar.'ehnskassen machte sich wiederum die Tendenz zur Zusammenlegung kleinerer Tetriebe geltend, so daß esfeltiv 15 Abgänge zu verzeichnen sind.
Dörsenkllrle.
(Ohne Gewähr.)
Frankfurt a.M.
Berlin
LchtU,. fiurs
r,Ubc. fiitro
Schluh»
Anfang
Datum:
2.11.
3. 11
2. 11.
3 11
5% Deutsche Rcichsanleihe
6.775
n.77
0,7805
0.765
4% Deutsche Rcichsanleihe ■ 3Ve% Deutsche Reichsanleihe
3°/n Deutsche Reichsanleihe
0.75
0.74
0.735
—
0,72'15
0.715
0.87
—
1.8807
0,87
Deutsche Svarprümicnanleibr
4% Preußische fioniols • . ■
0.725
—
0.72
0.71
4% Hessen . . - - ..
0.70
—
0,75
3*/=8/n Hessen..........
-
—
—
—
3% Hcncn...........
Deutsche Wertb. Dollar-Slnl.
—W
—
0,715
95
_
bto. Doll.-SchaL-Lnweisllg.')
—
—
—
4*/o Zoll türken.........
18.75
16,5
18,4
—
6°/e Goldmerikaner ... .
44.25
—
-
-
Berliner Handelsgesellschaft. Lounnerz> and Privat-Bauk
259.5
185
250
181
260
184 5 j
250.5
>81
Darmst. und Rarionakbauk ■
266.25
62'
Z65
259
Deutsche Bank. . . .....
192
185.5*
190
186*
Deutsche BereinSbank ....
107
—
«—
DiLconto Lommandit . . .
180.5
178,5
179.25
176
Metallbau!..........
174
170.5
168.25
173
Mitteldeutsche Trcdiibank. .
160
—
160
157
Ocsterreichische Kreditanstalt
8,1
8,3
8.25
8,25
Wrstbauk ..........
—
——
—
Bochumer <Suß .......
183.5
-
183
175.25
Buderus • • ........
118,25
113,5
118.9
117
Caro .......... .
Deutsch-Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke ° .
-
—
—
LSI
177
182.75
177
186.25
179.25
186
180'
Harvencr Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben....
203.5
19S
203.13
199*
163
—
164.9
159,6*
Kaliwerk Westeregeln.....
175
—
176
171
Laurahütte..........
86.5
—
85,5
84.25
Oberbedars ..........
111.5
112
107
Phönix Bergbau .......
142,5
137
142
136*
Rheimtabl .........
185.5
186
187,25
185
Ricbcck Montan........
172
172
172
172,5
Tellus Bergbau......
104.5
Vereinigte Stahlwerke A.-G-I
158
155
158,5
155
Hamburg-Amerika 'Batet. . . Norddeutscher Llovd ....
187
179,75
184.75
176,5
184
179,62
183,75
175,25
Lberamische Werke Albin . .
84
-
—
Zementwerk Heidelberg . . .
Pbtlibp Holzmann ......
138
168
137.5
163,75
170
-
165
Anglo-Coni.-Guano.....
Chemische Mader Alapin . .
_
_
—
_
_
9- G. Farbenindustric, A.-G.
319,75
347.5
346.5
348*
Goldschmidt..........
151
146
151 5
147
Holzverkohlung........
Rütgerswerke........
69 5
143
140
142
140,5
lLicheideanstalt.........
lfG.5
184.75
Alla. ElektrtzitätS-Gesellschaft
179.75
173
179
173.25
Bergmann .........
178
173
177
169,5
Mamkrastwcrke ........
116
115.75
Schuckert . . .......
Siemens A Halske ......
162
149
165,5
159
218.5
210.5
217,9
209
Adlerwerke filetier ......
Hl
Hl
111,25
112.5
Daimler Motoren. ......
105
99 5
103.75
99
Heyligenstaedt.........
36
—
—
Megnin. . . . .......
61
—
58
Motorenwerke Mannheim
—
44
—
Frankfurter Armaturen . . fionseroenfabrik Braun . .
16
55
—
—
Metallgcselvchaft Frankfurt.
18!)
175
—
—
Pct. Union A.-G. .....
118.75
—
118,5
Schubiobrik Her; ......
69.5
—
—
e-itficl. .........
■4
——
6
—
Hcllstoss Daldbos......
209
2L6
206
204.5
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
92.9
113.5
93.75
113,5
—
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht Des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt, 3.Rov. Tendenz: Schwacher.
— Die Börse ist nach der stürmischen Aufwärts- bewegung an den Vortagen heute in ein ruhiges Fahrwasser geraden. Die Tendenz war allgemein schwächer, da sich die Realisationen fortsetzten. Die Hauptwerte der Aktienmärkte waren stark angeboten und konnten nur unter beträchtlichen Kursreduzierungen Abnehmer finden. Als Ursache dieses Tendenz- umschwunges wird der morgige Börsenzahltag bezeichnet, wodurch die Specumtion sich veranlaßt sah, ihre Haus e-Cngagements abzubauen. Aber auch von Banlenseite lagen Verkauftausträge vor, die sich besonders auf Ka ftapapiere erstreckten. Das Geschäft war allgemein unlustig und die Aufnahmeneigung gering. Die Kursrückgänge betrugen bis zu 6 Prozent. Am Montan- markt wurden niedriger: Buderus minus 5,5 Deutsch-Lux. minus 3, Gelsenkirchen minus 2,75 Prozent, Harpener minus 4 Prozent, Ilse minus 6,5 Prozent, Klöckner minus 3.5 Prozent, Mannesmann minus 5,75 Prozent, Phönix minus 2,5 Prozent. Stahlverein minus 3 Prozent. Am Chemiemarkt schwächten sich I. G. Farben 2,25 Prozent ab. Goldschmidt minus 4,75 Prozent. Der Elektromarkt hatte starke Kursrückgänge aufzuweisen: Felten minus 8,5 Prozent, Siemens minus 5,5 Prozent, Bergmann minus 3,5 Prozent, Schuckert minus 3 Prozent, AGG. minus 2,75 Prozent. Am Dankenmarkt erlitten Berliner Handel einen scharfen Rückgang
von 10 Prozent. Commerz minus 4 Prozent, Darmstädter minus 3 Prozent, Deutsche minus 4,5 Prozent. Metall bank minus 2,5 Prozent. Schiffahrtsaktien zeigten eine bessere Haltung. Rordllohd plus 1 Prozent, Hapag nur mäßig schwächer minus 0,25 Prozent. Autoaktien büßten von ihren letzten Steigerungen 3 bis 4 Prozent ein. Daustofsaktien gaben etwa 3 Prozent nach. Dyckerhoff minus 4 Prozent. Textilwerte schwächer. Oel- aktien schlossen sich der rücklauftgen Bewegung an. Rütgerswerke minus 2,9 Prozent, Deutsche Erdöl minus 4,75. Zellstoffaktien gingen zurucft Waldhof minus 2,25, Afchaffen» burger minus 3.5 Proz. Zuckeraktien kamen kaum ins Geschäft. Etwas lebhafter war das Geschäft am deutschen Anleihemarkt, wo s-ch das Interesse besonders auf Schutzgebietsanlechen konzentrierte, die mit 19,70 umgingen. Äuch für ausländisch e Renten bestand etwas Rachfrage. Der weitere Verlauf zeigte leichte Merkmale einer besseren Stimmung, ohne daß jedoch zunächst eine Ausbesserung des Kursniveaus erfolgt wäre. Der Geldmarkt ist leichter geworden. Tageszeld 5 bis 6, Monatsgeld 53'4 bis 7’ o Proz. je Adresse. Im Devisen- v er kehr lag das englische Pfund schwach mit 4.8'65 gegen Kabel. Die Mark stellte sich auf 4L04 gegen Kabel. Paris gegen London 152,25, Mailand 113,25, Delga-Brüssel 34,80.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.>
2 Novbr.
3 Novbr.
Amtliche Non rung
Amtliche Notierung
c^eld
Brie
<8el.d
Briet
Ämn-Rou
167.85
168.27
167,92
168,34
Buen-Airce
1,705
1,709
1,706
1.710
Bris.-'Antw
5.8.435
58.575
58,45
58.5'1
Cbrisliania
105,32
105.58
105,37
105,63
stov:nbag:n
U1.61
111.89
111,66
111,94
Stockholm
112,11
112.39
112.09
112,37
Heliingfors
10.555
10.595
10,55-
10.598
Italien. .
>7.40
17 91
18.65
18.09
London.
0,344
-0.397
40,353
20,40 >
Neunork •
1.198
1.208
4,1995
4,2095
Paris. .
Schweiz .
13,30
13,34
13.54
13,58
'0,95
"1.15
iü.98
»1,18
Spanien •
63,67
63, "3
63.65
63,81
Japan . .
3.58
t 62
2,056
2,060
•Mio de Jan
Wien in D--
0.572
0.574
9.576
0.578
£eft. ab gelt
59,28
59,42
59,28
59,42
Prag . . .
Belgrad . .
12,43
12.47
12,436
12,476
7.409
7,429
7.408
7,428
Budapest.
□ ,8<5
5,805
5,875
6,895
Bulgarien
3.03
-.04
3,032
3,042
Lissabon
21,47a
21,525
-1.575
-1,625
Danzig. .
61,40
81,60
81.50
81.60
fionft. ntin.
2,115
2,125
2.045
2,075
Athen
5,09
5,11
5,19
5.21
Canada. . .
4,202
4.155
4.212
4.2(2
4.221
Uruguay . .
4.165
4.155
4,165
Banknoten.
(Oßne Gewähr.)
Berlin. 2 Novbr
(Selb
Brie
Amerikanische Note» .....
4.181
4,203
Belgische Noten .......
58.25
58 55
Dänische Noten ........
111,32
Ul.88
Englische Noten........
20,312
20,412
jjrausi’iifdje Noten .....
13,39
13,45
Holländische Noten......
167,53
168,37
Italienische Noten......
17,97
18,07
N"rwcgische Noten. ...
105,56
Dentsch-Ocsterr.. 5100 Kronen
5»; 05
59,35
Rumänische Noten.....
Schwedische Noten ......
111,79
112,35
Schwel,er Noten.......
80,72
81,12
Sp"t.,sche Noten.......
63.41
03,76
Tiarcchoslowakische Noten . .
12,40
12'46
UT.gurifdie Noten..... .
5.842
5,882
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".)
Berlin, 3. Rov. Die sehr beträchtlichen Steigerungen der letzten Zeit führten heute $u einer merklichen Realisationsner- gung, die auf fast allen Lerminmärkten Material herausbrachte. Dadurch erlitten die an der Haussebewegung besonders beteiligten Werte, namentlich Montan-, Elektro-, Chemie- und Bankaktien Kursverluste von 4 bis 5 Proz. Die Spihenverkuste gingen jedoch noch weiter darüber hinaus und betrugen z. B. für Berliner Handel 10 Proz., für Darmstädter Bank 7 Proz. Das Angebot war jedoch nicht so erheblich, wie es nach diesen Kursbewegungen den Anschein hat. Die Rückgänge waren vielmehr deshalb so erheblich, weil das Geschäft ganz erheblich zusammengeschrumpft ist und die Käuferschicht sich abwartend verhält. Das Publikum hält, soweit sich bisher übersehen läßt, an seinem letzterworbenen Besitz fest. Die heutigen Kursrückgänge werden daher nur als gesunde Reaktion auf die enormen Befestigungen der letzten Tage angefeßen. Ein grundsätzlicher Stirn- mungsumschwung war trotz der starken Kurseinbußen nicht f e ft z u st e l l e n, zumal die Erleichterung am Geldmärkte nach dem Ultimo diesmal raschere Fortschritte macht. Tages- geld 5 bis 7 Proz.. Monatsgeld 6 bis 7 Proz. Lebhafte Käufe fanden in Schuhgebietanleihen: statt, die einen Höchstkurs von 21 erreichten und später mit 19,50 bis 20 umgingen. Im Devisenverkehr unterlagen Mailand und Paris stärkeren Schwankungen. Paris gegen London 152, Mailand 112,50 bis 114. Die übrigen Hauptvaluten wiesen ferne Veränderungen auf-
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 3. Noo. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,50 bis 29,75 Mk.: Roggen, inländischer, 24,25 bis 24,50; Sommergerste für Brauzwecke 24,50 bis 27: Hafer, inländischer, 20 bis 20,75; Mais (gelb) 20 bis 20,25; Weizenmehl, inländisches (Spezial 0), 42 bis 43; Roggenmehl 35,25 bis 36; Weizen- und Ro.qgenkleie 11 bis 11,25 Mk. Tendenz: stetig.
Berliner Produktcubörsc.
Berlin, 2. Rov. Der ausländische Einfluß auf die Gestaltung des Berliner Getreidemarktes hat sich heute etwas gelockert, da das Inland seine gestrigen, mehr nachgiebig gehaltenen Offerten neuerlich zurückzog. Das Rivean war deshalb für Weizen nicht ganz behauptet; die Geschäftstätigkeit bewegte sich in durchweg engen Grenzen. Auch von Export ist wenig zu hören, da vorliegende Gebote keinen Rutzen lassen. Roggen wurde ifn Lieferungshandel 1 bis 2 Mark niedriger. Im Verlaufe zeigte sich allerdings zeitweise am Terminmarkt eine leichte Befestigung. Gerste hat reichliches Angebot in Brauware und liegt matt. Auch Hafer war stärker offeriert. Mehl vernachlässigt und selbst zu ermäßigten Preisen nicht abzusehen. Es wurden notiert per 1000 xtlo: Weizen, märf., 270 bis 273; Roggen, rnärk.» 219 bis 224; Sommergerste 220 bis 262; Wintergerste 192 bis 205; Hafer, märt, 178 bis 193; Mais (loko Berlin) 201 bis 206; per ICO Kilo: Weizenmehl 36 bis 38,75; Roggenmehl 31,75 bis 33,75; Weizenkleie 12; Roggenkleie 11,75; Diktoriaerbsen 58 bis 68; kleine Speise
erbsen 40 bis 42; Futtererbsen 22 bis 26; Peluschken 21 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 23; Wicken 25 bis 26; Lupinen (blau) 13 bis 14; Lupinen (gelb) 14 bis 15; Rapskuchen 15,60 bis 16, Leinkuchen 20,80 bis 21; Trockenschnitzel 9,80 bis 10; Soyaschrot 19,60 bis 19,80; Kartoffel- flocken 23,90 bis 24,30 Mark.
Bachertisch.
In der „Deutschkundlichen Büch^ rei" (herausgegeben von Studienrat Dr. G. Wenz; Verlag von Quelle & Meyer in Leipzig) ist wieder eine Re he von neuen Bänden erschienen. — Behaghel (Deutsche Satzlehre) stellt in knapper und klarer Form die Erscheinungen dar, die sich im deutschen Sah der Gegenwart wahrnehmen lassen. Cs ist ungemein anregettd, die vielfältigen Wandlungen des Satzbaues und der Gründe durch die Jahrhunderte zu verfolgen. — Ein größeres Sprachgebiet behandelt Hans Rau- m a n n s Schrift über die deutschen Lfteratzur- sprachen. In der germanischen SprachentÄrcklung wurde dreimal der Höhepunkt einer ßiteratur- oder Kultursprache — im Gegensatz zur wildgewachsenen mundartlichen Sprache — erreicht: in frühgermanischer, altdeutscher und neuhochdeutscher Zeit. Seit Jahrzehnten ist mit dieser Schrift zum erstenmal wieder eine selbständige Geschichte der deutschen Schriftsprache geboten. — Eine geschickte Auswahl aus dem Volksbuch von Dr. Faust bietet Cngert und vermittelt somit vielen die Lektüre dieses Werkes, die für ein tieferes Verständnis der Gottheschen Dichtung unerläßlich ist. Gleichzeitig wird man über die Eigenart der Volksliteratur des 16. Jahrhunderts und die sie bedingende Geisteshaltung der damaligen Leserschaft unterrichtet. — In sine jüngst vergangene Epoche der deutschen Citeratuf führt uns Röhl mit feiner trefflichen Auswahl aus dem Schrifttum des Ratzuralismus. Proben aus den Werken von M. G. Conrad, H. Hart, Dölsche, Conradi, Holz und Schlaf gewähren einen Einblick in die literarischen und geistigen Verhältnisse, aus denen die Bewegung erwachsen ist, belehren über das Programm jener Dichter und lassen zugleich Umfang und Grenzen der neuen Kunst erkennen. 595—598.
Wer Gottes Fahrt gewagt. Bilder und Schicksale aus dem Hause Flex. Herausgegeben von Bemita-Moebis. Mit fünf Dilder- beigaben in Tiefdruck. 181 Seiten. Ernte-Verlag, Hamburg. — Das Buch umschließt ein herbes Schicksal. Das Geschick des Hauses Flex, verklärt und gestaltet von der Hand und mit dem Herzblut einer begnadeten Dichterin, wird uns hier zu einem Erlebnis. Klangvoll ist ihre Sprache, fein und sinnig die Form. Walter Flex, in dem wir die ernst-sittliche Persönlichkeit und den tief empfindenden Dichter bewundern, erleben wir in seiner Werdezeit. Im Mittelpunkt des Buches steht sein Bruder Martin, der frohe Senntags- mensch, der eine Führernatur ahnen läßt. Kindheit und Studentenjahre der Flexjungen erleben wir im Haus in der Sonne zu Eisenach so plasttsch mit, als wären wir dabei gewesen. Von Margarete Flex, der gütigen Frau, erfahren wir viele Züge vornehmer Gesinnung und verständnisvoller Mütterlichkeit. Und ipeßmütig stimmt uns die Tragik dieses Geschlechtes, dessen Schicksal es war, noch in der Blüte zu verwelken. 557
Der praltischeRadioamateur. Das Abc des Radiosvorts zum praktischen Gebrauch für jedermann, von Hanns Günther (W. De Haas) und Dr. Franz Fuchs. 18. Auflage (86. bis 89. Tausend). Mit 173 Bildern im Text und einem farbigen älmschlagbild. Franckhsche Verlagshandlung, Stuttgart Preis geh. 4 RM — Die wertvollen Erfahrungen, die das Buch enthält, die zahlreichen Winke, die es für die Anlage und den Betrieb von Rundfunkempfängern gibt, ersparen seinen Besitzern jedes Herum- probieren, Zeit und Geld. Die vorliegende 18. Auflage ist wiederum vollständig durchgearbeitet und dadurch auf den neuesten Stand gebracht worden. Sie enthält die neuesten Bestimmungen für die Teilnahme am Rundfunk in Deutschland, die gesetzlichen Vorschriften für Antennenbau, erläutert das Wesen der elettrischen Wetten und der technischen Grundlagen des Rundfunks, beschreibt alle wichtigeren Einzelteile, Schaltungen und Apparate nach Bau, Wirkungsweise und Handhabung, zeigt, wie man einfache Empfangsapparate aus selbstgefertigten oder gekauften Einzelteilen zusammenseht, gibt Anleitung zur richtigen Behandlung der Stromquelle und zur Beseitigung der wichtigsten Storungen und stellt schließlich in einem Schlußkapitel noch allerhand praktische Angaben zusammen, die jedem Rundfunkteilnehmer willkommen sind. Der besondere Wert des Buches liegt in der anschaulichen Darstellung. 569
— Rudolf Herzog: Das Fähnlein der Versprengten. (Roman, Cotta in Stuttgart. Ganzleinen 6,50 Mt., Halbleder 10,50 Mk.) Kaum ein anderer deutscher Erzähler kann sich eines gleich weiten und gleich treuen Leserkreises erfreuen wie der rheinische Dichter Rud. Herzog, dessen Werke seit Jahren ein Spiegelbild deutschen Ringens um neue Kraft und Größe darstellen. Hatte Rudolf Herzog in seinen letzten großen Romanen „Die (Buben der Frau Opterbcrg", „Kameraden" und „Wieland der Schmied" seine Leser durch alles brennende Leid und atten untilgbaren Schmerz der Rachkriegszeit geführt, hatte er ihnen in diesen Büchern den Kampf der deutschen Seele gegen die Invasion der Fremden und gegen den überwuchernden Materialismus der Krisenjahre gezeigt, so setzt er sich in seinem neuen Buche „Das Fähnlein der Versprengten" weit ab von allen politischen Zeitproblemen, um als frei erfindender Dichter einen mit allen Kräften des Humors durchtränkten Stoff zu gestalten. Ein Halbduhend Menschen, entwurzelt durch die Schicksale der Jahre nach dem großen Kriege, findet sich in zielloser Gemeinschaft zu einem Fähnlein sinnlos gewordener Existenzen zusammen. Wie in joden einzelnen von ihnen und damit in sie alle das Saatkorn neuer Hoffnungen und neuen Glauben- fällt, wie dieses Saatkorn sprießt und zu Reife und Frucht kommt, das ist lebensvoll zum Ausdruck gebracht. 549
Nus dem Amtsverknndigunqsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt 91 r. 88 vom 2. November enthält: Ablösung der Markanleihen. — Maul- lind Klauenseuche in Harbach. — Straßensperre. — Feldbereintgung Treis a d. Lda. — Dienstnachrichten.
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