Ausgabe 
3.8.1926
 
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Banknoten.

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1.V

Berliner Börse.

21 Fortsetzung.

Nachdruck verboten.

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folgt.)

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damals großes Auf- nebcn der hohen Pc>- der männlichen Ge-

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Wirtschaft.

frankfurter Börse

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wurden lebhaft Sn den übrigen allgemein ruhig. Wirtschaftslage

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die Lleberschüsse aus der Provinz zufliehen. Tagesgeld 5.5 bis 6.5 Prozent. 3m Devisen, verkehr stellte sich Paris gegen Mittag auf 183 gegen London. Brüssel auf 180,50. Mai­land notierte 149,90 nach 145.50 gegen dos Pfund.

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.

dingt nötig, um das ganz zu sein, was Toni war.

So wie Toni sich auf diesem Wege immer mehr von Scholle und Familie entfernte, rourfre <r auch in der näheren Umgebung der Heimat mehr und mehr ein Abgesonderter.

Der Großteil jener, die sich mit Mühe und Not durch alle Fährnis der Zeit hindurch die im Blute liegende, manchmal etwas grobe Ehrlichkeit erhalten hatten, wich vor dem Toni scheu zurück. Die andern aber, die ihm irgendwie in ihrer Gesinnung wesens- verwandt waren, sahen mit bewunderndem Neid auf ihn denn ihr von der Zeit geweckter übler Erwerbssinn erschöpfte sich in Dingen und Gc- schästchen, die im Vergleiche zu Tonis Unterneh­mungen bloße Bagatellen waren. Toni kannte diese Zeitgenossen wohl und schaute geringschätzig auf sie herab.

Allmählich wurden auf solche Art Heimat, Hof und die Menschen der kleinen Umwelt Toni ebenso fremd wie er ihnen. Er gehörte nicht mehr zu die­sem Lebenskreis und hatte die innere Fühlung da­mit verloren.

Tonis Entfremdung gegenüber den Menschen der Heimat hatte ihren sinnfälligsten Ausdruck in einem kurzen Zusammentreffen mit dem Förster Sanktjohanser gefunden, das zum Renkontre wurde, Toni fuhr mit einem neuen brauenen Chaiserl und einem Fuchswallach beides hatte er sich erst kürz­lich angeschafft auf der Straße beim Kramer- buckel in flottem Tempo dem Dorfe zu.

Da kam ihm der Förster entgegen.

«ei es, weil Toni besonders guter Laune war, sei es, weil er den andern zwingen wollte, seiner neuesten Errungenschaft den Tribut gebührender Bewunderung zu zollen kurzum, er hielt knapp vor dem alten Freunde seines Vaters das Ge­fährt an.

Der Förster, der Toni gegenüber aus seiner Abneigung kein Hehl machte, wollte mit einem kur­zen Gruß vorüber. Tonis Anrede aber zwang ihn wider Willen, stehenzubleibcn.

Habe die Ehre, Herr Förster!" ließ sich der Toni vom Bock herab jovial vernehmen. Dabei legte er zwei Finger nachlässig grüßend an die Hut­krempe.syas treiben wir denn alleweil?"

Das Gesicht des Annodomini blieb unbeweglich, aus den Augen aber blitzte es ihm bös und die Nase schien sich wütend aufzublohen.

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sehen und bildete lange Zeit litik das Bierbankgespräch meindemitglieder.

lFortsetzung

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Montan- und O c In f t i e n

rung cm große Zahl von Anmeldungen zum flie­gen brachte. Ein nervenanspannendes Schauspiel boten die beiden glücklich verlaufenen Fallschirm­absprünge von Gunnermann, München, und Schneider, Hamburg. Als Piloten waren be. teiligt Bußmann, Naumann und Haupt­mann a. D. Felm y. Während der ganzen Ver­anstaltung konzertierte auf dem Flugplatz das Wetz­larer Stadtorchester.

X Dutenhofen, 1. Aug. Die Aussichten auf eine gute O b st e r n t e sind äußerst ungünstig. Aepfel sieht man in der Gemarkung fast nur einzeln hängen, bei Birnen ist der Ertrag etwas besser, während die Zwetschen einen geringen Ertrag versprechen. Auch die Bäume her Kreis­straße sind fast leer. Während alljährlich an der hiesigen Station große Mengen Obst aller Art nach dem Siegerland verladen wurden, wird diesmal jeder Versand ausfallen müssen. Eine zeitraubende Arbeit ist die diesjährigeRogg eu­er n t e, da die Frucht zum größten Teil kreuz und quer, wie gewalzt, am Boden liegt; sie muß daher vielfach wieder gesichelt" werden, die Verwendung der Mähmaschine ist ausgeschlossen. Untere steile Orts st raße hat durch die starken Regengüsse sehr gelitten, die vollständig freigespülten scharfen Steine verursachen den Klauenvieh erhebliche Beschwerden.

? Groß-Rechtenbach, 31. Juli. Die Sammlung für die Zeppelin-Eckener- Spende führte in der hiesigen Gemeinde zu einem Ergebnis von 45.30 Mark. Der Aus­bau verschiedener Feldwege bei Ge­legenheit der hier im Gange befindlichen wirt­schaftlichen Umlegung der Grundstücke, der von der Regierung atö Rotstandsarbeit anerkannt war. ist beendet. Die bei der Rotstandsarbeit be­schäftigten Arbeiter sind zum Teil der Rot­standsarbeit einer Rachbargemeinde Überwiesen, zum Teil haben sie anderweit Beschäftigung ge­funden.

Kreis Marburg.

sch. Marburg, 1. Aug. Die Vorlesun­gen an der hiesigen älniversität sind am Sams­tag abgeschlossen worden, damit ist das Sommer- semester zu Ende. Das Wintersemester 1926/27 beginnt Ende Oktober. Auf Antrag des Ver­waltungsrats des Marburger Studentenheims ist der bisherige, jetzt von Marburg scheidende Leiter des Marburger Studentenheims, Dr. Hans Sikorski auf Grund seiner Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt worden. Am 3. August wird der von der Kirchenregierung für den Di4»st an den hiesigen Kliniken berufene Pfarrer, Kreis- Pfarrer Wagener aus Vöhl in sein neues Amt eingeführt werden. Mit Pfarrer Wagener bekommt Marburg feinen eigenen Klinikpfarrer. Das Marburger älniversitätsgut in Caldern, heften Pachtzeit Johanni 1927 abläuft, ist zum Preise von 2010 Mart neu verpachtet worden. An die Stelle des bisherigen Pächters Klein tritt Herr Middendorf aus Michel­bach.

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Diltkreis.

U Uebernthal, 31. Juli. Die hiesige Grünerdegrube, die einige Jahre still lag, ist nun wieder eröffnet worden. Cs sollen vorerst ziicka 50 Eisenbahnwagen verladen werden. Ser Straßenbau Ä e b e r n t ha lDi­sch os f e n ist immer noch nicht begonnen. Die Verzögerung ist auf Geldmangel zurückzuführen.

Oberwefterwaldkrcis.

Mündersbach, 1. Aug. Ein junger Dach- deckermeister von hier stürzte in dem benachbar­ten Winkelbach von der Spitze eines Hau­ses herab. Beim Fallen suchte er sich an der Leiter festzuhalten, so daß die Leiter mitfiel und zuerst auf den Boden aufschlug. Dadurch wurde der Fall etwas gemildert; trotzdem zog der Verunglückte fcfid) einen Ärmbruch und mehrere Quetschungen zu. ; 4 Marienberg, 1. Aug. Die Sitzung des Kreistages in dieser Woche dauerte von .morgens 10J bis abends 7 Uhr. Es wurde zunächst "her Kreishaushaltsplan besprochen, dann vor allen Dingen die rege Tätigkeit des Kreiswahlfahrtsamtes und der Jugendfürsorge festgestellt. Auch der Be­richt der Kreissparkasse ergab im allgemeinen ein zufriedenstellendes Ergebnis über den Verlauf des vergangenen Jahres. Hat sich doch, trotz der wirt­schaftlichen Not, die Zahl der Sparer gegen das Vorjahr ganz erheblich erhöht.

ß Unnau, 1. Aug. Hier ist eine neue evangelische Psarrstelle errichtet worden, die vorläufig mit einem Hilfsprediger besetzt wurde.

Mit dieser Niederlage hatte er dem Herrn För­ster Sanktjohanserdas Kraut vollends aus- g'schütt'!" Jetzt war Toni für den Förster nur mehr Luft. Alles försterliche Fluchen, Wettern und Schel­ten auf den Toni aber war vergeblich er hatte gesiegt, oder, besser gesagt, seine Brieftasche.

Der Zwischenfall erregte '

Die Krummhölzer

Roman aus den bayerischen Bergen. Von Michael Wagner.

Das neue Kirchspiel, das die Gemeinden Unnau, Erbach, Bölsberg, Stangenrod umfaßt, beabsichtigt in absehbarer Zeit den Bau einer Kapelle. Damit ist einem langjährigen Bedürfnis Rechnung ge­tragen.

Kreis Fulda.

WSR. Fulda, 1. Aug. Vom 31. 3ult bis 2. August findet in Fulda und Gersfeld die diesjährige Generalversammlung des Rhönklubs statt, die mit dem SOjäbrigcn Jubiläum des Rhönklubs verbunden ist. Die Stadt Fulda hatte aus diesem Anlaß sich in ein fest­liches Gewand gehüllt. Dem Festakt wohnten u. a. die Regierungspräsidenten von Wiesbaden und Kassel, sowie Vertreter der bayerischen und thüringischen Regierung bei. Sämtliche Gebirgs­vereine Deutschlands hatten Abordnungen ent­sandt. Außerdem waren sämtliche Ortsgruppen des Rhönklubs, die zum Teil in Sonderzügen ge­kommen waren, vertreten. Das Hauptreferat des Tages hielt Dr. Muth- Fulda über den Stand der Raturschutzgesehgebung. 3n einer Entschlie­ßung, die an die Regierungen von Preußen, Bayern und Thüringen übermittelt werden soll, wurde ein Gesetzentwurf gefordert, der die Ratur- schutzgesehgebung besser regelt als es bisher der Fall gewesen sei. Abends gelangte un Stadtsaal ein von dem Rhöndichter Pfarrer Rüdling- Klein-Sassen verfaßtes Heimatfestspiel3m Banne der Berge" zur Aufführung, das in der Rähe des Schicksalberges der Rhön, der Milse­burg, spielt und das Leben der Rhönbewohner schlicht und naturecht wiederspiegelt.

ans dem Markte genommen. Werten verlief das Geschäft Die Besserung der deutschen und die Festigkeit der Frankenvaluten gab der Börte einen Rück- halt. Die vorbörsliche Schwäche wurde iomit rasch überwunden. Mit Rücksicht auf die Ein­führung der Stahlwertsaktien haben die Banken ein Interesse an festen Kursen, besonders für Montanwerte. Am Geldmarkt macht sich langsam eine Erleichterung bemerkbar, nachdem

o jantyi:vier Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 3. Aug. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 32 nominell, Rog­gen, inländ. 22, Hafer, ausländ. 21,25 bis 23, Mais, gelb 18,25 bis 18,50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0 42,75 bis 43,50, Roggenmehl 31,25 bis 31,50, Weizentleie 9, Roggenkleie 11. Tendenz ruhig.

Dann und wann schwang der harmonische Ton einer Herdenglocke durch die mittäglich warme Luft.

Da tönte aus dem Innern der Alm, wo die Sennerin und der Knecht hantierten, plötzlich ein sonderbares Qiiitschen, dem halblautes, mühsam uife terdrücktes Kichern folgte, ein Flüstern . .

v.rncher hob den Kops, lauschte einen Augenblick, stand dann auf und stellte sich leise vor die Hütten- türe.

Wie weit seid's denn nachher jetzt ihr zwoa da drin, han?!" fragte er plötzlich laut in die Stube hinein, lieber seine verwitterten Züge aber huschte ein Zucken wie von mühsam verbissenem Lachen. Der Förster war inzwischen wortlos seinem Bei­spiele gefolgt und stand nun ebenfalls an der Tür.

Kann man vielleicht a wengl helfen da drin?" ließ er sich voll Spott und Bosheit vernehmen.

Hochrot im Gesicht erschien die Schwerreiter- Nondl und füllte mit ihren schwellenden Formen die Türöffnung.

Dank schön, Herr Förster, aber mir hams schon!" sagte sie. Wohl war die Rede freundlich, der Blick aber, der sie begleitete und dem Förster galt, gar bös und bissig. Dann wandte sie sich an Uracher.

»Alles is g'richt, Bauer! Wennst also nachschauen willst da Ham mir amal vierazwanzig Pfund ..."

Uracher winkte jedoch ab.

Hernach dann, Nandl! Jetzt haben wir Hunger! Du bleibst doch da zum Essen?" Diese Frage galt dem Förster.

Freili!" lachte der, wenn i schon bei der Arbeit z'spät kommen bin, so möcht i doch wenig­stens beim Essen richtig mithelfen wie sich s g'hört!"

VIII.

~?n* Uracher ging seinen Weg mit der ganzen Rücksichtslosigkeit, in die sich bei ihm die Urache- ri,che Zähigkeit und Halsstarre gewandelt. Mit Dem brutalen Schritt des Geldmachers stampfte er alles nieder, was sich ihm hindernd in den Weg stellte und nicht freiwillig die Bahn räumte.

Noch eines trat bei Toni immer deutlicher zu­tage: feine Gewissenlosigkeit, die ihn alle morali­schen Barrieren ohne weiteres nehmen ließ. Und die e Haupteigenschaften: Rücksichtslosigkeit, brutaler weldmachersinn und Gewissenlosigkeit waren iinbe-

6od)inner Gutz........

Buderus . . .

Demsch-Luxemdurg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harvencr Bergbau Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Wesreregela. . ... Laurahütte ....... Oberbedars . . . Phönir Bergbau ..... Rhein,iabl . . .. Nie deck Montan ....... TelluS Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . . , Cheramische Werke AlbM . . Zementwerk Heidelberg . . , Philipp Holzmann Anglo-Cont.-Guano Chemische Mayer Alapin . . 9- G- Farbenindustrie, Sl.-G. Goldschmidt Holzverkohlung Rütgerswerke Scheideanstall Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann Mainkraftwerke Schuckerr....... . . ,

Siemens 4 HalSkr ..... Adlerwerke Kley» ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstacdr , Megmn.............

Motorenwerke Mannheim

Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . Metallgesellschaft Frankfurt. Pet. Union 2L=©.....

Schuhfabrik Her; Sichel Zellstoff Waldhof .....

Na, Annodomini! Wenn i sonst ka Sorg hätt', nachher wär ja alles recht."

Warum machst es dem Zeno nachher so schwer?" hob der Förster wieder an.Muaß i dir sogen, daß er koan Neid kennt und koa Streitsucht? Daß er weiter gar nix will, als in Ruah und Frie­den mit euch z' leben? Und daß er's mit dem Toni grab so rechtschaffen moant, als wie mit dem Veri? Oder zweifelst du ebba dran, daß grab ihn dös Unglück aufs ärgste troffen hat?"

Keine Wandlung zeigte sich äußerlich auf Urachers hartgeschnittenen Zügen über diese warme Verteidigungsrede für Zeno. Aus den grauen 2Iugen allein leuchtete so etwas wie verstohlene Freude darüber.

Der Zeno soll dem Toni nix dreinreden wollen, denn der is amal fein eigner Herr und der Bauer dazua! Wenn er's so halt, nachher ist alles guat!" entschied Uracher mit vollkommen ruhiger, klarer Stimme.Und sag selber, Annodomini, du hast mich schon als a junger Bauer kennt. Sag, hätt' i mir jemals was reinreben lassen."

"Wohl net! Aber bei bir hat's es a net braucht, verstanden! Denn du warst ja a rechter Bauer' Herrgott um dös geht's ja doch! Und der Zeno hat bloß Sorg, daß der Hof in G'fahr kommen könnt', wenns beim Toni amal schief acht'"

Uracher schwieg.

War es, weil ihm, der sich doch sonst mit nie­mandem in em derartiges Gespräch über seine Fa­miliensorgen einließ, die Lust vergangen, es fort- znsetzen, oder wollte er nicht weiter aus sich herau-- gehen kurzuni, er schwieg beharrlich.

Und ebenso der Förster.

Dicke Rauchwolken qualmten aus ihren Pfeifen.

Zu ihren Füßen lag heiter und sonnenfroh das weite Tal.

Grell stachen die scharfkantigen steilen Kalkberge vom blauen Himmel ab. In mächtigen, unabseh. baren Revieren dehnte sich der schweigende Hoch, wald mittagsstill friedvoll.

Berlin, 3. Aug. Die im Frankfurter Abendverkehr eingetretenen Kursrückgänge haben im hiesigen Vormittagsverkehr einiges Material herausgebracht, das auf die Tendenz drückte. Die Spekulation war vorbörslich daher etwas zu Realisationen geneigt. Das Ange­bot war aber keinesfalls dringend und nach kurzer Zeit stellten sich leichte E r h o-l u n g c n ein. Bei Beginn des offiziellen Verkehrs wurde die Tendenz wieder ausgesprochen f c st ausgehend von einigen Spezialbewegungen. 3. G. Farben zogen auf 263 Prozent an, wobei auf die gesteigerten Exportmöglichkeiten des Farbentrustes nach^Rußland und dapan verwie­sen wurde. Auch

Letzte Nachrichten.

Das Statut der französischen Amortisatwnskasse.

Paris, 3. Aug. (WTB. Funkspruch.) Das gestern vom Ministerrat gebilligte Statut der autonomen Aino ^iionskasie bestimmt in enger Anlehnung an u Vorschläge der Finanzsach­verständigen al.c ir:gaben der Kasse, den Zinsen- dienst, dir Rückzahlung und Erneuerung der Bonds ter nationa en Verteidigung sicherzustellen, ebenso die jetzt von ihr verwalteten Werte, deren Erneuerung in Zukunft nut durch die Bonds der nationalen Verteidigung erfolgen soll. Außerdem soll die Kasse das Tabakmonopol ver­walten. Der Betrag der zu verwaltenden Bonds wird auf etwa 41 Milliarden geschäht. Die Mittel, die der Kasse zusliehen sollen, sind: Iahresertrag der Ortschaftssteuer 2,7 Milliarden, Zusahsteuer auf Veräußerung von Gebäuden und auf Handelsgeschäft 800 bis 900 Millionen, Er­trag des Taoal'-nonopols 2,8 Milliarden. Man glaubt, daß ; :<on die Einnahmen des Tabak- Monopols genügen werden, um den Zinsen dien ft sicherzustel.en. Der Rest von etwa 3,6 Milliarden würde alfo Ainorti'ationszwecken gewidmet wer­den können. Die Kasse wirb außerdem die Er­mächtigung erhalten, sich Vorschüsse machen zu la'sen und nötigenfalls auf Grund der Monopvl- einnahmen verpfändbare Wertpapiere auszu- geben. Die Kaffe übernimmt den ge-amten Schul­dendienst und es steht ihr frei, entweder zur Amortisation zu schreiten, oder die Inhaber auf- zufordern, die Wertpapiere gegen neue, wiederum zu amortisierende Wertpapiere umzutauschen.

Verantwortlich für den lokalen Teil i. V.: Dr.,.Hans T h y r i o t.

----------------u.----- ,

Frankfurt a. M., 3. Aug. Tendenz: be­festigt. Mit dem Rachlassen der kursdrücken­den Abgaben ist die freundliche Veranlagung wieder durchgebrochen und die rückläufige Be­wegung der Kurse zum Stillstand gekommen. Deckungen der Spekulation bewirkten bis zu zwei Prozent betragende Kursbesserungen, die bei einigen bevorzugten Spezialwerten, für die die Spekulation vermehrte Unternehsnungslust zeigte, 3 bis 4 Prozent erreichten. Zu einer Belebung des Geschäftes kam es im weiteren Verlaufe, wo­bei sich das Hauptinteresse auf Farbenwerte kon­zentrierte, die infolgedessen eine Steigerung von 6 Prozent zu verzeichnen hatten und später um weitere 1,5 Prozent anzogen. Am Montan- markt waren nur einige wenige Werte kräftig erholt. Die Befürchtungen von Schwierigkeiten in der Lohnfrage der Bergarbeiter wirkten sich hemmend aus. Mannesmann plus 3 Prozent, Rheinstahl plus 2 Prozent. Die übrigen Werte wiesen Besserungen bis zu 2 Prozent auf. Von Kaliaktien lagen Westeregeln 2,5 Proz. fester Am Chemiemarkt waren neben I. G. Farben vor allem Scheideanstalt kräftig gebessert bei einem Kurs­gewinn von 4 Proz. Bei Elektro werten vollzog sich das Geschäft in ruhigen Bahnen. Die Kursgestaltung war uneinheitlich. AEG. und Sie­mens lagen schwächer, dagegen waren Felten um 2 und Bergmann um 3 Proz. gebessert. Am Banken markt machten Berliner Handel einen weiteren bedeutenden Kurssprung um 7,5 Proz. auf 193,50. Die sonstigen Besserungen auf diesem Gebiet waren bescheiden. Schiffahrtsaktien gingen in der ersten Stunde überhaupt nicht um. Motorenwerte zeigten Reigung zum Rach­geben. O e l a f t i e n gehalten. Rütgerswerke plus 1,5 Proz., Maschinen tendierten unsicher. Karlsruher minus 0,5 Proz. Metallgesellschaft wurden um 2 Proz. höher. Von Baustoff- a f t i e n konnten Zement Heidelberg um 1 Proz. anziehen. Don Zuckeraktien waren Badi­scher Zucker angeboten. Diese Werte vermochten im allgemeinen der Aufwärtsbewegung nicht zu. folgen. Heimische Anleihen lagen fest. Auslän­dische Renten verkehrten weiter lustlos bei behaupteten Kursen. Der Freiverkehr verharrte in Lustlosigkeit. Brown Boveri 115, Growag 60, Entreprise 7, Frankfurter Handels­bank 85. Ufa 47, llfra 93, Rastatter Waggon 14 Prozent. Der weitere Verlauf nahm, nachdem die Kaufaufträge, die heute in stärkerem Um­fange Vorgelegen haben, erledigt waren, ein ruhiges Aussehen an. Am Geldmarkt hielt die Anspannung etwas an. Tagesgeld stellte sich noch auf 6,5 Prozent, Monatsgeld 5,25 bis 7,25 Prozent je Adresse. Privatdiskonten 4,5 bis 4,75 Prozent, Jndustrieakzepte 5,25 Prozent. Im

Mein a Mordsfreud bab i! Grad haben I wir auf Anordnung die schönsten und höchsten Fich- ton, die's im Revier gibt, umg'legt. Sechsunddreißig Stück! SakkrawoU!"

Toni staunte. Ahnungslos ging er in die Falle. Zu was denn dös?" fragte er interessiert.

Man hätte ordentlich die Befriedigung darüber, endlich einmal dem andern richtig auftrumpfen zu können, aus des Försters Antwort heraushören können.

Verstehn S', Herr Uracher," sagte er im trocken­sten Tone, dessen er fähig war, da werden näm­lich Extra-Riesen-Galgen draus 'zimmert für die gvnz g'feiten Oberschieber, verstehn S'! Für gewisse . Staats- und Volksbetrügcr Halunken Gene­ralzigeuner"

Ganz konnte der Annodomini seinen Triumph leider nicht auskosten, denn der Toni bekam einen hochroten Kopf hieb plötzlich fluchend auf den er­schreckten Gaul ein und preschte davon, daß der Staub in dichten Wolken auswirbelte. Da stand nun der alte Fuchs und lachte, laut und frei heraus mitten auf der Landstraße.

So!" konstatierte er dann schmunzelnd im Wei­tergehen,der langt jetzt a Zeitlang!"

Tonis Rache aber blieb nicht aus. Bald darauf fand die Versteigerung der an Sanktjohanser Revier angrenzenden Gemeindejagd statt. Toni hatte in Erfahrung gebracht, daß der Förster sie für einen befreundeten höheren alten Offizier aus München einsteigen sollte. Man nahm auch allgemein an, daß dies das sichere Ergebnis der Versteigerung sein würde. Ganz unerwartet erschien er bei der Ver­steigerung und bot so unverschämt drauf los, daß Sanktjohanser schließlich auf der Strecke blieb und voll Wut und Grimm das Rennen aufgeben mußte.

Toni erhielt den Zuschlag.

Devisenverkehr ist eine andauernde Festig­keit der französischen Valuta zu verzeichnen. Paris stellte sich heute früh auf 183,5 gegen London. Die Brüsseler Pfundparität wurde mit 180,5 genannt. Mailand notierte 150 gegen das Pfund. Das englische Pfund notierte 4.86,25 gegen Kabel.

Börsenkurs!!!.

144'

, 137'

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2 August.

3. August.

Amtliche Notierung

Amtliche '.'cotteruna

Geld

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1.698

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Chrisiiania.

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111,33

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Stockholm .

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Italien .

13,70

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London. .

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4,195

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Paris. . .

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Schwei; . .

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Spanien . .

64,27

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Japan . . .

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0.643

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59,35

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Prag ....

Belgrad . .

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Budapest. . Bulgarien

5,862

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5,882

3,045

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Lissabon

21,425

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21.505

Danzig. . .

Konstantin.

81,61

2,38

81,81

2,39

81,60

2,35

81,80

2,36

Athen.

4,69

4,71

4,79

4,81

Lanada. .

4,198

4,208

4.198

4,208

Uruguav . .

4.155

4.165

4.155

4.165

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug»

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Schlug.'Anfana

Kur»

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Datum:

2.7.

3.8.

2.8

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5% Deutsche Rcichsanlethe .

4% Deutsche Reichsanleihe .

0.499

0.496

0,4902 0,4507

0.49

0,445

8/»% Deutsche Relchsanleihe

0,465

0,4507

0,4475

3% Deutsche Neichsanleche .

0.53

0.4207

0,52

Deutsche L-varprämienan leide

0,275

0.26

4u/o Preußische Äonsols . .

4°/« Hessen.......

0,455

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1,4505

0,45

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Deutsche Lertb. Dollar-Anv

0,43

_

_

0.435

96,75

98

dto. Doll.-Schatz-Anweisog.')

-

4% Zolltürlen.........

13.55

14

13,3

5% Goldmerikaner ... .

43,5

42,5

Berliner Handelsgesellschaft. Commerz, and Prwat-Bank

186

139'

193,5*

159,5*

192'

139'

192,5' 138.7*

Darmst. und Nationalbank .

187'

187,5'

187*

186'

Deutsche Bank.........

Deutsche Bereinsbank ....

173.5

171,7'

173.5'

170,9-

90

Disconlo Conunanbit

160.2-

160'

160.5'

159,2*

Metallbank..........

127,5

127,25

Mitteldeutsche Creditbank. .

132

134

134.5'

Oeskerreichische Creditanftalt.

7,35

7.4

7.4

Weltbank .........

Berlin, 2. August.

Geld

Briet

Amerikanische Note» .....

4,175

4,195

Belgische Noten. .......

10 87

Dänische Noten........

110,90

111,50

Englische Noten...... .

20,38

20,48

Französische Note» ......

11,37

1143

Holländische Noten ......

168.08

168,92

Italienische Note»......

13,96

14,94

Norwegische Noten......

91,75

Deutsch-Oesterr-, 5100 Krone»

59^30

59*50

Rumänische Noten......

Schwedische Noten ......

Schweizer Noten......

111,80 81,19

113,40

Spanische Noten.......

64,00

64*40

Tschechoslowakische Noten ..

12,42

12J8

Ungarische Noten.....

5.77

5.81

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