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Gießen, den 2. August 1926.
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mit eigener Hand die Bescheinigung auf deir Kontrollbogen, was ihm eine Anklage wegen Urkundenfälschung einbrachte. Der Angeklagte, der geständig ist, wird zu 3 Tagen Gefängnis verurteilt.
3. Ein ehemaliger Postheiser ist wegen Verbrechens im Amt unter Anklage gestellt. Dem Angeklagten lag die Postbestellung in Fleisbach und Nachbarorten ob. An einem Tage tm Februar erhielt er von einem Lehrer zwei Beträge in Hohe von 25,70 Am. und 22 Am. mit Zahlkarten zur Einzahlung. Statt diese Beträge in sein Annahmebuch einzu tragen, unterlief) er dies, auch vergab er angeblich die Ablieferung der Beträge bei der Post. Der Angeklagte will lediglich aus Versehen gehandelt haben und bestreitet jegliche Absicht der Unterschlagung. Das Gericht erkennt auf kostenlose Freisprechu ng mangels Beweises. Die Staatsanwaltschaft hatte 1 Jahr 6 Monate Zuchthaus beantragt.
4. Unter Ausschluf) der Oefsentlichkeit wurde gegen einen Arzt aus dem Kreise Wetzlar wegen tätlicher Beleidig ung einer Patientin verhandelt, der dieferhalb zu 2 Monaten G e- fängnis und den Kosten des Verfahrens verurteilt wurde.
5. Gegen einen Arbeiter, der sich wegen Betrugs und Urkundenfälschung verantworten sollte, erlief) das Gericht, da er dem Termin unentschuldigt ferngeblieben war, Haftbefehl.
Bezirksinspektor
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Oesfentliche Versteigerung.
Montag, den 6. September 1926, nach- mittags 3 Uhr, auf meinem Bureau, Liebig- strotze 19, versteigere ich im Auftrage des Verwalters im Konkursverfahren über das Vermögen der Firma S. & G. Dreifus in Pirmasens die auf deren Namen im Grundbuchs von Gietzen Blatt Nr. 1152 eingetragenen Grundstücke:
Flur II Nr. 155 47/100 und
Nr. 155 49/100, Hofreite Roon- stratze Nr. 18 zu Gießen.
Grundbuchs-Auszug und nähere Bedingungen sind auf meinem Bureau ein.
Angeklagte das gestohlene Gut versilberte. Das -Urteil lautete gegen die beiden ersten Angeklagten auf 3 0 M k. Geldstrafe, an Stelle von 10 Tagen Gefängnis, und gegen den dritten Angeklagten auf 3 Wochen Gefängnis.
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In tiefer Trauer:
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Bullenverkauf.
Die Gemeinde Lützellinden hat einen älteren fetten Simmentaler Schlachtbullen und 2 ältere Ziegenböcke zu verkaufen. Schriftlich verschloßene Angebote auf jede einzelne Tiergattung können bis zum Freitag, den 6. August, mittags 1 Uhr, bei dem Vorsteher eingereicht werden, woselbst auch die Derkaufsbedingungen zu erfahren sind.
Eröffnung der Angebote und etwaiger Zuschlag, Freitag, den 6. August, 1 Uhr, auf dem Rathaus. 63660
Lützellinden, den 2. August 1926.
Der Gemeindevorsteher.
Schöffengericht Wetzlar.
Q 1. Gelegentlich eines Wortwechsels gerieten zwei Arbeiter aus Tri n gen st ein aneinander, in dessen Verlauf der eine eine Latte vom Zaune eines Gattens abrih und den andern damit derart bearbeitete, daß er zu Boden stürzte. Dessen- ungeachtet schlug er weiter auf den am Boden Liegenden ein. Durch diese Schläge erlitt der Mißhandelte ziemliche Kopfverletzungen, welche ärztliche Behandlung notwendig machten. Der Täter ist dieferhalb wegen gefährlicher Körperverletzung angeklagt und wird zu 3 0 R m. Geldstrafe, hilfsweise 6 Tage Gefängnis, verurteilt.
2. Ein Arbeiter aus Dornholzhausen erschien s. ZI. auf dem Bürgermeisteramt, um sich Arbeitslosenunterstühung zu holen. Da die vorgeschriebene Bescheinigung des Gemeindevorstehers auf seinem Kontrollbogen nicht verzeichnet war, wurde ihm unter der Bedingung, das) er die Bescheinigung nachbringe, die Unterstützung gezahlt. Statt nun zum Gemeindevorsteher zwecks Erlangung der Bescheinigung zu gehen, setzte er
Danksagung.
Für die überaus zahlreichen Beweise herzlichster Teilnahme und die vielen Kranzspenden bei dem Heimgänge unserer herzensguten, unvergeßlichen Mutter
Frau Wilhelmine Rau geb. Jung
sprechen wir allen unseren aufrichtigsten Dank aus
Familie Rau.
Lieh, Offenbach a. M., Beuern, den 2. August 1926
———______________ 6362D
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redakt io/» dem Publikum gegenüber keinerlei DerantwoEing.) Schristleitung.)
Mehr Lichki
Die Worte spielen zur Zeit bei den maßgebenden städtischen Instanzen eine große Rolle, wenigstens für bestimmte Straßenzüge, die jetzt taghell erleuchtet sind. Daß dadurch die Verkehrssicherheit erhöht wird, ist zu begrüßen. Befremdend ist es aber, daß andere Straßen in der Beleuchtungsfrage sehr stiefmütterlich behandelt werden. Zu diesen Straßen gehört auch die Hintere Liebigstraße, die abends und nachts in tiefes Dunkel gehüllt ist. — Die Frage lautet: „Wie lange noch wollen Polizei- und Stadtverwaltung diesen verkehrsunsicheren Zu- stand dulden, zumal doch die Stadtverwaltung andere neuerbaute Straßenzüge mit elektrischer Beleuchtung ausgerüstet hat?" Luzifer.
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